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2 Min Lesezeit 28 Kommentare

Zur Erinnerung: Drittanbieter können bei Gmail weiter mitlesen

Anfang Juli wurde bekannt, dass Drittanbieter-Apps Zugriff auf private E-Mails aus Gmail haben und diese auch zu Schulungszwecken von Unternehmen genutzt werden. Jetzt teilt Google mit, dass sich daran nichts ändern wird.

Ein großer Aufschrei ging durch die Internetgemeinde, als das Wall Street Journal herausfand, dass Entwickler von Drittanbieter-Apps, die mit Gmail verknüpft sind, Zugriff auf private E-Mails von Nutzern haben. In einigen Fällen wurden die sogar nicht nur von Algorithmen ausgewertet, sondern tausende private Mails von einigen Unternehmen zur Schulung von Mitarbeitern genutzt.

An der Möglichkeit mitzulesen, um sie zum Beispiel zu Marketing-Zwecken zu nutzen, wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Das teilt Google jetzt als Antwort auf eine Anfrage zu den Geschehnissen in einem Brief dem US-Senat mit:

Entwickler können Daten mit Dritten teilen, solange für die Benutzer transparent ist, wie Daten verwendet werden.

Google weist auch erneut darauf hin, dass man jeden Entwickler und jede Drittanbieter-App, die Informationen aus Gmail ziehen möchte, vorher gründlich überprüfe. Außerdem müssen Nutzer deutlich zustimmen und der Anwendung die Berechtigung zum Zugriff erteilen. In den Augen einiger App-Entwickler würde Google allerdings in der Praxis nicht genug tun, um die Richtlinien umzusetzen und Nutzer vor Betrügern zu schützen.

In der Tat müssen Nutzer Mail-Apps von Drittanbietern die Berechtigung "E-Mails lesen, senden, löschen und verwalten" erteilen und die brauchen sie natürlich auch, um zu funktionieren. Allerdings geht man dann wohl nicht davon aus, dass diese Mails auch von Menschen gelesen und analysiert werden können. Des Weiteren sollte man sich stets fragen, wozu eine App Zugriff auf diese Informationen benötigt.

Welche App kann meine E-Mails lesen?

Um zu überprüfen, welche Drittanbieter-Apps Zugriff auf die Daten Eures Google-Accounts haben, müsst Ihr einen Blick in den Sicherheitscheck werfen. Klickt dort auf Zugriff durch Drittanbieter-Apps, um angezeigt zu bekommen, welche Anwendungen an welche Daten von Euch kommen. Hier könnt Ihr den Apps natürlich auch die Rechte wieder entziehen.

Mit rund 1,4 Milliarden Nutzern ist Gmail einer der am meisten genutzte E-Mail-Anbieter weltweit. Nachdem 2017 bekannt wurde, dass Google die Mails seiner User liest, hatte man angekündigt, künftig keine E-Mails von Gmail-Nutzern mehr zu scannen, um ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen.

Nutzt Ihr Gmail oder lasst eine Drittanbieter-App Eure Mails aus dem Google-Dienst verwalten?

Quelle: CNNTech

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28 Kommentare

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  • Aries vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Wer kein Gmail (App und/oder Mailpostfach) nutzt, sollte sich nicht sicher fühlen! Die gesamte Berichterstattung über diesen Fall ist in den allermeisten unvollständig.

    Jedes E-Mail-Programm (egal, ob als App, für PC, Mac oder was auch immer) benötigt die Zugangsdaten zu allen E-Mail-konten, die man mit dem Programm verwalten will. Damt kann der Entwickler des Programmes sich die Daten auch zuschicken lassen.

    E-Mail-Postfächer mit dem oAuth-Verfahren sind etwas besser geschützt, aber auch nicht vollständig.

    Daneben kann der Provider Daten weitergeben. Dazu ist jedoch die Einwilligung von den Nutzern erforderlich (zumindest in der EU).


  • Nicht OK Google!

    Zum Glück nutze ich andere Anbieter für Mails und bei GMail sind nur die eigenen Google Mails und sonst nix, wünsche daher viel Spaß beim Lesen 😝

    Ist für mich ein Grund definitiv keine wichtigen Mails an diesen Service zu leiten!


  • Google will die Emails nun selber lesen, um zu verkaufen. Deswegen braucht man Drittanbieter-App nicht mehr =D


  • U Mü vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Kleine Anmerkung für die die es nicht wissen und die WEB.DE App nutzen: Screenshots sind dort nur möglich wenn man in den Einstellungen im Gegenzug Google „erlaubt“ die Emails mitzulesen u zu verarbeiten. Für mich ist die App das absolute NoGo. Gmail sowieso. Nur Anmeldemail PlayStore und dann deaktiviert.


  • Zum Glück ist Gmail nur eine "spammüllichmeldemichhiermitnurfürunwichtigesan" Adresse. Für wichtige Mails habe ich einen Richtigen Anbieter. Aber wenn wir alle die Großen machen lassen was sie wollen, braucht man sich nicht wundern.


    • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Bei mir genau umgekehrt ^^ War vorher bei web.de und dort hat der Spam-Filter quasi gar nicht funktioniert, falls er überhaupt existent war... Bei GMail hingegen wird alles korrekt gefiltert und ich kriege wirklich auch nur die Mails, die ich auch bekommen will.


  •   40
    Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Mit meinem GMail Konto kommuniziere ich eigentlich nicht. Ich habe das Google Konto nur angelegt um Android Phones nutzbar machen zu können. eMails verschicke ich u.a. per Posteo. Beim Gmail Konto gehen nur meine App u. Video Käufe als Mail-Bestätigung ein. Da können sich selbst Drittanbieter Apps wie z.B. Aquamail die Zähne daran ausbeisen ;-)


    • Aries vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Was für Google gilt, kann auch für Posteo gelten. Einer E-Mail-App muss man immer Zugriff erteilen. Ich denke an BlueMail und TypeApp, die dieses Handeln in den AGB stehen haben. Auch bei Outlook steht soetwas in den AGB.

      Davor habe ich hier im Foum schon vor Jahren gewarnt!

      H.S.


      •   40
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Äh, ja. Stimmt. Du hast Recht. Habe ich gerade total vergessen. Der 3. Anbieter greift ja nicht nur mein Google Konto ab, wenn ich ihm Zugriff darauf gebe, sondern bei allen anderen Anbietern auch wo Zugriff erteilt wurde bzw. erteilt werden musste.
        Bezgl. Bluemail habe ich auch schon was negatives gelesen, weswegen das Teil wieder entfernt wurde. Aquamail hatte bisher noch nichts Negatives in den Medien. Hoffentlich bleibt es so.
        Leider, hat z.B. Posteo noch keine eigene App. Im Smartphone Browser da immer hinzusurfen um seine Mails zu lesen ist leider sehr umständlich. Wer eine Outlook Mail hat wird irgendwie auch mit Outlook darauf zugreifen wollen. Wenn unter Outlook andere Konten eingebaut wurden ist M$ quasi der 3. Anbieter der Daten abgreift.
        Ist irgendwie ätzend, oder? Gibts da keine einfachere Lösung als die sehr umständliche? Wie will man denn sonst seine Mails halbwegs bequem lesen u. Infos bekommen das man überhaupt eine Mail bekommen hat?


      • Ich nutze den Hub von Blackberry. Bin damit super zufrieden


  • Hab kein Gmail 😁


  • Im Übrigen nützt eine Überprüfung der Firmen nichts. Ich kann heute zuhause am Herd eine leckere Nudelsuppe kochen, in Dosen abfüllen und zu den Prüfvereinen schicken um die begehrten Siegel zu bekommen. Und wenn ich die Siegel habe kann ich in die Dosen füllen was ich will und das Rezept nach Belieben verändern, prüft ja keiner mehr nach.

    U Mü


  • Ich nutze GMail nicht. Und dass Apps Zugriff auf GMail benötigen um zu funktionieren halte ich für ein Gerücht. Wozu sollte z.B. eine Taschenlampen-App auf EMail und Telefonbuch zugreifen müssen?


  • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Das Thema Datenschutz ist mir im Grunde egal, wenns um Facebook oder WhatsApp geht. Bei Emails sieht es aber ganz anders aus. Wem interessiert bei Facebook oder WhatsApp wie die Beziehung läuft oder wie schön das Single Leben sein kann oder das man eigentlich auf Diät ist aber trotzdem noch um 23 Uhr eine Pizza gegessen hat.
    Bei Emails kann man so viele Dinge erfahren was für Kriminelle ein gefundenes Fressen ist. Bei jedem noch so belanglosen Service muss man seine Identität mit der angegebenen Email Adresse verifizieren. Es ist auch ziemlich egal welchen Sicherheitspatch man auf seinem Smartphone hat, weil die Verbrecher knacken sicher nicht einzeln die Smartphones, sondern räumen die Email Adressen gleich Millionenfach von den Servern ab. Oder wer weiß ob diese Email Adressen nicht absichtlich "unabsichtlich" verkauft werden. Wurde auch schon öfter die letzten Jahre darüber berichtet.


    • Wuzz? Hast du am Ende jetzt doch etwas zu verbergen? Dann solltest du eben in Mails auch nur noch Belangloses und Unwichtiges schreiben, wie du es ja auch bei WhatsApp und Facebook zu handhaben scheinst. Ausserdem geht's hier nicht um Mailadressen und deren Passwörter, sondern um die Inhalte der Mails.


      • Peter vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Bei Mails lässt sich selten was belangloses schreiben wenn man von Firmen und sonstigen Institutionen eine Mail bekommt. Da kann ich schlecht mit "heute ist ein schöner Spätsommertag" antworten. Hier im Artikel geht es vielleicht um den Inhalt der Mails durch Spionage Apps. Aber im großen Stil werden Zugangsdaten ergaunert
        Also ist es völliger Irrsinn sich über WhatsApp und Facebook zu beschweren und denen Lautstark den Rücken kehren, wenn man trotzdem ein Email Programm nutzt. Eigentlich ein kluger Zug der Kriminellen. Weil WhatsApp und Facebook haben längst nicht alle. Aber einen Email Account so gut wie jeder. Sogar ohne Smartphone am PC.


      • Man muss aber bei dem anfangen, was die meisten nutzen. Und das ist nun mal Facebook und WhatsApp. Wenn du dort ein Bewußtsein für die Gefahren schaffst, dann ergibt sich das bei Mails ohnehin. Zumal die meisten unter 30 eh keine Mails mehr nutzen, außer sie müssen beruflich.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Hä? 😳 Bei den größten Datenkraken ist Dir Datenschutz egal, bei Mails aber nicht? Ich weiß nicht - entweder Datenschutz so konsequent wie möglich, oder gar nicht. Aber ein bisschen hier, weniger da, dort gar nicht, aber da drüben absolut....

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