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2 Min Lesezeit 12 Kommentare

ZTE-Vize: Chinas Smartphone-Blase wird sehr bald platzen

Drei Jahre: Das ist die Lebensdauer, die ein Spitzenmanager des chinesischen Weltkonzerns ZTE dem heimischen mobilen Markt noch gibt. Den einzigen Ausweg für seine und andere chinesische Firmen sieht er im Sprung nach Übersee. Wie schon öfter gesagt: Die Chinesen kommen. Doch jetzt geht es ums Überleben.

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chinese flag crash
© ZTE/AndroidPIT

Marktprognosen sind eine komplexe Wissenschaft und daher mit Vorsicht zu genießen. Für einen börsennotierten Großkonzern ist es in der Regel extrem wichtig, den Aktionären Vertrauen in den Markt und dessen Zukunft zu machen. Wenn dann ein leitender Vizepräsident wie He Shiyou einen baldigen Crash voraussagt, dann sollte man das daher vermutlich nicht leichtfertig als reine Spinnerei abtun.

Nehmen wir also mal an, dass He Shiyous These korrekt ist: Er vergleicht den chinesischen mobilen Sektor mit der heimischen Photovoltaik-Industrie, welche durch staatliche Subventionen einst boomte und dann sang- und klanglos unterging. Seiner Einschätzung nach hat der mobile Boom in China dazu geführt, dass es ein Überangebot an Herstellern und Produkten gibt, das schon in drei Jahren zu einem Platzen der, wenn man so will, “mobilen Blase” führen wird.

smartphone preise sinken
Die hierzulande etablierten Hersteller kommen allesamt aus dem asiatischen Raum, seien es Sony (Japan, links), Samsung (Südkorea, Mitte) oder HTC (Taiwan). Aus China kommt niemand - bis jetzt. © Hersteller/AndroidPIT

Die chinesischen Smartphone-Hersteller die wir hierzulande kennen, sind ohnehin schon Anwärter auf den globalen Markt oder gar auf ihm etabliert, seien es ZTE, Huawei oder zunehmend Oppo und Xiaomi. Neben Meizu und Umeox gibt es aber noch viele mehr, die bislang vorrangig oder ausschließlich den chinesischen Markt bedienen und im Falle eines Crashes sehr verwundbar oder gar verloren wären.

Um dem zu entgehen, sieht He Shiyou nur die Umorientierung hin zum globalen Geschäft, wie benannte Firmen sie bereits verfolgen. Mit anderen Worten: Wenn wir davon ausgehen, dass wir auf absehbare Zeit weitaus mehr chinesische Geräte auf dem westlichen Markt sehen werden, dann geht es dabei nicht nur um das Profitstreben der Firmen, sondern ums nackte Überleben. Vorausgesetzt, wohlegemerkt, die These vom chinesischen Crash in wenigen Jahren hat Hand und Fuß. Und Existenzängste machten schon immer mutig und innovativ - wie man an den etabliertesten Firmen des Weltmarktes sehr gut sehen kann (indem man es nicht sieht). Im Klartext heißt das: Für Freunde mobiler Technologie stehen aufregende Zeiten bevor. Es sei denn natürlich, sie haben intensiv in gewisse chinesische Aktien investiert.

Via: Unwired View Quelle: Tech.Sina

12 Kommentare

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  • Die Geräte, die momentan über den Ural schwappen sind qualitativ und leistungsmäßig (voto x2, zopo zp980/zp990 etc.) so gut, dass es einen enormen Verdrängungswettbewerb in den nächsten Monaten gegen die großen Etablierten geben wird. Mit leistungsfähigen und günstigen Prozessoren (Mediatek, der 8 kerner ist schon im anrollen) wird die letzte Lücke bald geschlossen. Außerdem haben die Chinesen gelernt ihre Plattformen zu pflegen und jede Verbesserung schnell einzubauen. Viel schneller und flexibler als die Großen bei uns. Deutsche Vertretungen mit "europäischen Service und Grantiezeiten" runden die Sache ab. (siehe zopo.de)


  • Ich hab Eine ZTE Kis Plus!!!!!!!


  • Die Märkte werden wird irgendwann gesättigt sein, und dann wird der Konkurrenzkampf umso brutaler.

    Da selbst die 200 <€ Geräte für die meisten Verbraucher mehr als ausreichend sind, kann praktisch jeder Hersteller etwas ordentliches herstellen. Somit geht der Wettbewerb zu einem brutalen Preiskampf über.

    Ich denke der ZTE-Mann hat recht.


  • Da ist schon was dran. Die Chinesen haben etliche Firmen die hier überhaupt nicht bekannt sind. Und der anhaltende Aufschwung in China schafft z.z. dafür auch noch einen Markt aber wenn der Markt erst einmal gesättigt ist wird auch da der Umsatz an Geräten zurück gehen und dann werden nun mal nur die Starken Firmen übrig bleiben.
    Ich schätze vor allem Huawei und ZTE werden sich hier weiter etablieren können und auch später bekannte Marken werden. Der Weg dahin ist zwar noch lang aber gerade Huawei sieht man immer öfter, zwar im Moment nur im Billigsegment vertreten, aber dadurch kommen sie zumindest erstmal in den Markt und machen sich einen Namen.
    Ich weiss noch als LG vor ca. 15 Jahren ne Billigmarke war die keiner Kannte und heute sind sie bekannt und werden auch als Marke wahrgenommen.


  •   25

    Ich denke mal das viele auch nicht nach den Produkten schauen, weil sie diese einfach nicht kennen. Magazine dies nicht oder nicht genügen Bedeutung beimessen. Von der Tendenz sieht man z.B. hier folgende Marken Hauptsächlich Samsung, HTC und was nicht hier her passt Apple. Alle anderen wenn mal erwähnt, nur kurz keine objektiven Test werden gemacht, und vom Grunde her gleich schlecht geredet. Ich möchte es nicht behaupten, aber der Eindruck ist das ihr eventuell die eine oder andere Zuwendung diverser Hersteller bekommt, und auch wenn Samsung das 100 ste Smartphone auf den Markt wirft ist es immer noch mehr Zeilen Wert als ein Produkt das aus China kommt. Sorry aber nicht nur ihr seid so, man kann sich den Markt anschauen, auch die Mobilfunk Anbieter sind leider nicht anders. Also warum soll der "gemeine" Kunde sich etwas kaufen, von dem er noch nie was gehört hat, und die Medien ständig in die selbe Kerbe hauen China = Plagiat. ???


  • Analytisch einfach logisch,konsequenz.... nur die starken überleben. Der Lösung Ansatz hat aber Fehler. Denn hier in Europa, in allen Wirtschaft starken Ländern, hat der Verdrängungsprozess schon längst angefangen. Was er für sein Land befürchtet, läuft hier schon längst. Hier und Weltweit. Siehe Motorola, Nokia..... und viele die erst gar nicht erst mehr einen Einstieg wagen wollen. Bei Fernseher kann man gut sehen was passieren wird. Letztes Jahr hat kein Unternehmen, trotz millionenfachen Verkauf, Milliarden Umsatz, nennenswerte Gewinne einfahren können. Zum einen weil der Markt gedeckt ist, zum anderen der Preiskampf zu immer weniger Gewinn führt. In Wahrheit werden zur Zeit damit überhaupt keine Gewinne erzielt. Nun der Zyklus ist hier ein anderer, wird am Ergebnis aber nichts ändern, nur herauszögern. Habe heute erst irre Angebote gesehen für das iPhone.... was angeblich so gefragt ist. Vor Jahren undenkbar, könnte ich heute einen zwei jahresvertrag abschließen und würde 100 € bar noch dazu bekommen. Oder, auch gerade in Mode, verkaufe mein altes direkt beim Anbieter..... alle diese Aktionen wollen noch den letzten Rest an Kaufkraft aussaugen, aktivieren. Das Ende wird trotzdem kommen, wie immer.


  • völliger Blödsinn. je nach Strategie kann der regionale weg viel erfolgreicher sein als sich den internationalen Wettkampf auszusetzen. wenn allerdings unternehmen international scheitern sind diese viel besser zu übernehmen als starke gewinnträchtige regionale unternehmen.


  • Mein Huawei Mate ist für mich der Beweis für die Kompetenz der Chinesen. Kein Grund, noch skeptisch zu sein beim Kauf!


  •   17

    Jo, sehe ich auch so. 700€ für ein S4 sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Für solche Preise gibt's ja Apple.
    H.


  • Es wäre super, wenn einige chinesische Hersteller, wie Cubot, Jiayu, THL, Zopo, iOcean, UMi, etc. den Sprung auf den deutschen, bzw. weltweiten Markt schaffen würden. Vorallem, wenn diese die Preise wie jetzt beibehalten, dann könnten sich einige namhafte Hersteller ganz warm anziehen!


  • @Marcel L.: Weil ich das genau so sehe und redaktionsintern als der "China-Stephan" bekannt bin, habe ich gerade heute wegen des N1 mal wieder Kontakt zu Oppo gehabt (zuletzt wegen des Find 5). Die haben sich leider etwas merkwürdig mit Testgeräten...


  • solang der Durchschnittsdeutsche davon ausgeht, dass smartphones aus china allesamt "ramsch" sind und weiterhin nur Geräte aus Südkorea (aber bloß nicht LG) kaufen wird das nix...
    Ich wünschte mir wir würde mehr Konkurrenzprodukte in den Läden sehen. Gerade Oppo bietet Geräte, die ich sämtlichen anderen in Deutschland vorziehen würde (im Moment).

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