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Update 3 Min Lesezeit 27 Kommentare

ZTE-Deal: Zehn Jahre unter Beobachtung - macht was draus

Update: Einigung zwischen ZTE und US-Regierung in trockenen Tüchern

Das von den USA ausgesprochene Handelsembargo gegen ZTE wurde aufgehoben. Ab sofort darf der chinesische Hersteller wieder Waren von US-Unternehmen beziehen und somit die Smartphone-Fertigung aufnehmen. Künftig steht das Unternehmen aber unter strenger Beobachtung.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Im April dieses Jahres sprach die US-Regierung ein Handelsverbot gegen ZTE aus. Der Grund: Das Unternehmen verstieß gegen Sanktionsbestimmungen der USA und machte Geschäfte mit Nordkorea und dem Iran. Infolgedessen musste das Unternehmen die Produktion einstellen.

Jetzt kann es für den chinesischen Hersteller wieder losgehen. Wie das US-Handelsministerium mitteilt, hat ZTE alle Bedingungen zur Aufhebung des Handelsverbots erfüllt. "Um die Einhaltung aller US-Gesetze und Vorschriften sicherzustellen" werde das Unternehmen aber weiterhin sehr genau beobachtet, teilt US-Handelsminister Wilbur Ross mit. Dafür steht ein Team von speziellen "Compliance-Koordinatoren" bereit, die künftig die Handelsaktivitäten genau unter die Lupe nehmen.

Bereits vor einem Monat leistete ZTE eine Strafzahlung in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar und tauschte in den vergangenen Wochen die gesamte Führungsebene aus. Jetzt hat der Smartphone-Hersteller als letzten notwendigen Schritt eine Kaution von 400 Millionen Dollar hinterlegen. Damit tritt nun die zehn Jahre andauernde Vereinbarung zwischen ZTE und den USA in Kraft und das Unternehmen kann den Warenimport und die Geräteproduktion wieder aufnehmen.

Sollte der Hersteller jedoch erneut gegen die dem Iran und Nordkorea auferlegten Sanktionen verstoßen, geht die Kaution an die US-Regierung und das Handelsverbot tritt erneut in Kraft. Das US-Handelsministerium teilte in einem Statement mit:

Der Vergleich mit ZTE stellt die härteste Strafe und die strengste Vereinbarung dar, die das Ministerium in einem solchen Fall je verhängt hat.

Huawei wird es in den USA schwer gemacht

ZTE ist nicht der einzige chinesische Hersteller, der in den vergangenen Monaten mit der US-Regierung aneinandergeraten ist. Ebenfalls im April warfen US-Behörden wie das FBI, die CIA und die NSA dem Konzern vor, er stünde unter Einfluss der kommunistischen Regierung. Einer der Gründe, warum bislang alle Bemühungen von Huawei torpediert wurden, auf dem US-Markt Fuß zu fassen.

AndroidPIT Huawei G8 4
Auch Huawei hat es in den USA schwer / © ANDROIDPIT

So gaben die Behörden unter anderem Sicherheitswarnungen für Huawei-Smartphones heraus. Die FCC (Federal Communications Commission) sorgte dafür, dass Huawei keine Teilhabe mehr Netzausbau in den USA hat. Mobilfunkanbieter wie AT&T und Verizon wurden unter Druck gesetzt, die Smartphone-Deals mit Huawei zurückzunehmen.

Folgend wurde bereits gemunkelt, dass Huawei an einer eigenen Alternative zu Googles Android-Betriebssystem arbeitet. Damit wolle man abgesichert sein, falls der Software-Riese die Zusammenarbeit mit dem Hersteller in Zukunft beenden sollte. Außerdem will sich das Unternehmen nun auf den Ausbau des 5G-Netzes in Europa konzentrieren.


Dieser Artikel wurde aufgrund neuer Informationen aktualisiert. Ältere Kommentare könnten daher aus dem Zusammenhang gerissen sein.

Top-Kommentare der Community

  • Jörg W. vor 2 Monaten

    Wurde nicht unsere Regierung von denen ausspioniert ? Die Amis dürfen alles und der Rest der Welt soll sich beugen . Echt bekloppt !

27 Kommentare

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