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3 Min Lesezeit 13 Kommentare

ZTE Hawkeye: Jetzt kommt das Crowdfunding-Phone

Unter dem Codenamen Project CSX hat ZTE vor einiger Zeit die Internet-Community aufgefordert, Feature-Ideen für ein Smartphone zu liefern. Auf der CES hat ZTE nun das Ergebnis dieser Bemühungen vorgestellt - das Smartphone soll ZTE Hawkeye heißen.

 

Eigentlich konnte es nur schief gehen: Mit Project CSX startete ZTE im August den Versuch, ein Smartphone zu crowdsourcen. Hierbei geht es ZTE weniger um die Finanzierung als vielmehr darum, Ideen von den Usern zu sammeln. Allerdings setzte ZTE die Hürde für eingereichte Ideen recht hoch an - ein simples "Will dies, will das" reichte nicht aus, um ein CSX-Konzept ins Rennen zu schicken. Auf der Archivseite des Projekts sind zwar auch einige exotischere Ideen zu finden, die meisten sind aber mit Skizzen angereichert. Das Resultat ist aber vielversprechend.

zte hawkeye konzept
So soll das ZTE Hawkeye irgendwann aussehen / © ZTE

Manches geht verloren: Vom Konzept zum Smartphone

Als Sieger hat sich ein Konzept durchgesetzt, das drei Bestandteile enthält. Als wichtigstes Feature ist dabei ein Eye-Tracking-System zu sehen: Dieses erkennt, auf welche Bereiche des Displays der User gerade guckt und kann darauf reagieren. Entweder, indem gescrollt wird, aber auch dadurch, dass an der fokussierten Stelle die Inhalte vergrößert dargestellt werden. Zweitens sollte das Display nicht von der Seite einzusehen sein - während der User also frontal draufblickt und eine App sieht, erkennen andere, die drumherum stehen, nur ein Bild, nicht aber die tatsächlichen Inhalte. Als drittes Feature soll eine Rückseite mit einem speziellen Kleber entwickelt werden, sodass sich das Smartphone zum Beispiel an einen Spiegel kleben lässt. Zusammen mit der Blicksteuerung könnte man somit die Nachrichten lesen, während man sich gerade schminkt oder die Zähne putzt.

zte hawkeye csx
Eine weitere Anbringungsmöglichkeit für das Hawkeye / © ZTE

Umgesetzt wird aber nicht alles: Mit dem fertigen Smartphone könnt Ihr nur Scrollen, die adaptive Vergrößerung des Inhalts scheint vom Tisch zu sein. Auch dass Andere die Display-Inhalte nicht sehen können, ist von der Featureliste verschwunden. Übrig bleibt beim Hawkeye also, dass es Euch genau in die Augen schaut und dass Ihr es beispielsweise an einen Spiegel kleben könnt. Die übrige Ausstattung nennt ZTE erst einmal noch nicht. Ein 5,5-Zoll-Full-HD-Display und Android Nougat sind noch die Highlights der Angaben. Für 199 US-Dollar dürften wir klassischerweise nicht viel erwarten, möglicherweise steigt der Preis jedoch, wenn das Smartphone offiziell erhältlich ist.

Das klebende Smartphone erscheint zwar wie eine sinnvolle Erweiterung von der Eye-Tracking-Idee, ob es aber auch in der Praxis den Mehrwert bringt, erscheint irgendwie zweifelhaft.

Sollte ZTE aber die Augenverfolgung zu einem fertigen Produkt entwickeln können, hätte ZTE damit ein spannendes Feature, dass auch für andere Smartphones adaptierbar wäre.

Und wie kommt Ihr nun an dieses Klebe-Smartphone? Ganz einfach: Via Kickstarter könnt Ihr in das Projekt investieren und ab September 2017 wird das Smartphone ausgeliefert. Kosten soll diese Investition 199 US-Dollar.

Was haltet Ihr vom ZTE Hawkeye?

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13 Kommentare

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  • War mangelnde Blickwinkelstabilität nicht immer n K. O. - Kriterium?
    Komisch dass das jetzt n Feature werden sollte (auch wenn es nicht kommt)
    Klebendes Handy ist auch interessant. Hat man immer saubere Hosentaschen. Die teuerste Fusselrolle der Welt!


  • Eigentlich relativ langweilig, aber wenn es sich gut verkaufen sollte, darf die Marketing-Abteilung die Korken knallen lassen. Erst die potentiellen Käufer anfixen mit der Idee eigene Ideen einbringen zu können, dann dampft ZTE alles ein, was sich nicht en-passant umsetzen lässt und Voila! fertig ist das Community-Phone. Wenigstens beim Design hätte man mehr erwarten können?


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      06.01.2017 Link zum Kommentar

      Vor allem letzteres ging mir auch durch den Kopf, wie ein Hit sieht das Smartphone nicht unbedingt aus. Und warum ZTE sich ein Projekt als Gewinner sucht, dessen Ideen es dann nicht mal wirklich umsetzen kann, ist mir auch eher ein Rätsel...


    • @ Frank Black
      Da stimme ich Dir voll zu.
      Auch ich hätte wenigstens beim Design viel mehr erwartet....
      Aber an diesem Pseudo Community Phone, sieht man leider wieder mal die typisch konstante Design-risikoarmut der Asiaten....
      Lieber was langweilig ehem solides im Design, als Volles Risiko.
      Das einzige Smartphone, was designtechn. einen eigenen Weg gegangen ist, ist das NEXT ROBIN.
      Wunderschön asketisch, mit einer edlen monotolithen Ausstrahlung.
      Aber das ist nur mein persönl.
      Geschmack.
      :D


  • "Wo es das ZTE Axon 7 Mini zu kaufen gibt".....5,2 Zoll.....MINI ????


  • Klebendes Smartphone?
    Also, wenn man lange genug weder die Hände noch das Handy sauber macht, klebt jedes Handy (habe schon solche Exemplare selbst gesehen) 😄.

    Mir wäre ein von der Seite nicht einsehbares Display wichtiger gewesen.


    • Wenn man immer direkt frontal auf das Gerät schauen muss, hat so ein seitlich nicht einseubares Display schnel mehr Nach- als Vorteile...
      Und Eye-Tracking funktioniert auch nicht immer anständig... entweder ist es zu dunkel (man fahre nur mal mit der Bahn durch einen Tunnel und schon kann man das eigene Display nicht mehr ablesen) oder man hat hinter sich die Sonne und das Gerät erkennt das Gesicht nicht mehr. Gleiches Resultat...


  • wow,echt jetzt?!😬
    irgendwo habe ich gelesen, in Japan müssen Smartphones wasserdicht sein,weil besonders die Damen sie gerne unter die Dusche mitnehmen.
    wenn oben genannte Kriterien nun die Rolle spielen sollen,sehe ich schwarz.😂


  • Idee ist gut und das mit dem von der Seite nicht ablesbaren Display wünsche ich mir schon lange. Schade das es hier gestrichen wurde und es auch sonst keinen Hersteller interessiert, denn in z.B. öffentlichen Verkehrsmitteln kann sowas sehr praktisch sein. (Am besten on/off damit man es auch deaktivieren kann wenn man Freunden usw. etwas zeigen möchte.)

    Thom


    • seitlich schlecht einsehbare Displays sind bei Fernsehern und monitoren ein Zeichen für schlechte Qualität. also ich brauche und will sowas nicht mehr haben.
      wenns technisch möglich ist das zuzuschalten..von mir aus..


      • Ja zum Zuschalten...ansonsten würde ich lieber ganz darauf verzichten wenn die Qualität nicht stimmt.


  • Klingt interessant

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