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Zehn Fakten über Handys, die junge Smartphone-User nicht mehr verstehen

Früher war bekanntlich vieles anders. Wir bezahlten mit merkwürdigen Geldscheinen und vor dem Fernseher versammelte sich die ganze Familie, um einer blonden Supernase beim Moderieren zuzusehen. Auch unsere schnurlosen Telefone unterschieden sich sehr von Android-Smartphones und iPhones. Die zehn skurrilsten Handy-Dinge, die damals jedoch völlig normal waren, haben wir hier für Euch zusammengefasst.

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1. Akkus hielten eine ganze Woche durch

Was unternehmen wir nicht alles, damit unser teures Smartphone noch ein wenig länger durchhält. Wir dimmen den Bildschirm, stoppen Apps oder löschen diese gleich komplett. Solche Probleme kannte der Homo Sapiens im Jahre 1990 nicht. Damals war es schon fast etwas Besonderes, wenn das Handy nach einer Woche oder zwei wieder aufgeladen werden musste. Das dauerte zwar deutlich länger als im Jahre 2015, aber dafür wurde man auch nicht gefühlt alle fünf Stunden daran erinnert, das Smartphone wieder an die Stromquelle zu hängen.

2. Handys sahen nicht alle gleich aus

Seien wir doch mal ehrlich: Die Mehrheit der aktuellen Smartphones ähnelt sich doch sehr. Unterschiede sind oft minimal und in der Regel ist nur das Logo an einer anderen Stelle angebracht oder der Rahmen ist um einen Millimeter weiter rechts als beim aktuellen iPhone. 

Diese "Gleichmacherei" gab es damals auch nicht, denn viele Handy-Hersteller fanden eine eigene Design-Sprache und grenzten sich so von der Konkurrenz ab. Einst erkannte man sofort, welches Handy jemand hatte, heute muss der Interessierte schon ganz genau hinsehen, um die Unterschiede ausfindig zu machen.   

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Bei den Designs hatten User mal die Qual der Wahl. / © Motorola

3. Das Internet funktionierte nicht 

Für viele mag das ein Horrorszenario sein, für andere ein geradezu paradiesischer Zustand: Mobiles Internet war einst die Ausnahme und nicht die Regel! Schnell mal bei Google etwas nachlesen?  Fehlanzeige! Sich mit Freunden via E-Mail verabreden? Da war es schneller einen Brief zu schreiben! Es waren zugegebenermaßen langsame Zeiten, aber auch ruhigere, angenehmere Zeiten, in denen nicht jeder sofort sein Smartphone zückte, um etwas total Wichtiges zu posten. 

4. Das beste Mobile-Spiel war Snake

Verkäufer in einem Handy-Geschäft: Guten Tag, was kann ich für Sie tun?

Kunde: Hallo, ich möchte ein Handy kaufen.

Verkäufer in einem Handy-Geschäft: Sehr schön, wie wäre es mit diesem Gerät hier?

Kunde: Kann ich darauf Snake spielen?

Verkäufer in einem Handy-Geschäft: Nein, aber es kann...

Kunde: Was, kein Snake? Sorry, aber das kaufe ich nicht!

So hat es sich der Legende nach in vielen Geschäften zugetragen. Wer richtig cool und hip sein wollte, musste das süchtig machende Spiel Snake auf seinem Handy haben. Und nicht wenige Handy-Käufer haben sich wohl nur deswegen für ein Nokia-Handy entschieden, weil die Finnen die Exklusivrechte am Schlangen-Spiel hatten.

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Die Snake-Reihe war mal so beliebt wie Angry Birds.. / © Nokia

5. Niemand wollte ein Touch-Display

Dass damals niemand eine Touch-Display bei seinem Handy wollte, hatte einen einfachen Grund: Touch-Displays waren einst richtig bescheiden. Oft musste man umständlich mit einem Stylus-Stift auf dem Display rumtippen und mit etwas Glück kam der User dann zur gewünschten Option. Das war oft sehr nervig und einfach nicht komfortabel. Das hat sich zum Glück geändert.

6. Windows war die Zukunft

Windows gibt's jetzt auch für Handys? Was für ein Fortschritt! Viele staunten nicht schlecht, als ein HTC-Handy mit Windows-Software lief (siehe Bild). Und wohl viele glaubten auch, dass Microsoft mit dem Windows-OS genau denselben Erfolg auf Smartphones wie bei den PCs einfahren würde. Tja, daraus wurde bekanntlich nichts. 

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Die Windows-Erfolgsgeschichte wurde bei Handys nicht fortgesetzt. / © AndroidPIT

7. Nokia war mal wie Apple

Es hört sich verrückt an, aber Nokia hatte mal einst den Status, den Apple heute bei vielen Technik-Fans genießt. Die Geräte der finnischen Handy-Pionieren galten als cool, smart und oft waren sie sogar richtig innovativ. Von wem wohl Apple bald abgelöst wird...

8. Wer ein Handy hatte, musste viel zahlen

Heutzutage wird vieles durch Flatrates geregelt, einst zahlten wir aber für fast alles einzeln - und oft nicht zu knapp. Zum Beispiel für Datenvolumen, SMS oder Klingeltöne. Ja Kinder, die Welt vor WhatsApp und kostenlosem Wi-Fi war eine sehr teure Welt! 

9. Crazy Frog war mal super angesagt

Er verfolgt es uns überall. Als gefühlte Dauerschleife im Fernsehen, auf Straßen, Parties oder in der U-Bahn. Der Crazy Frog mit seinem furchtbaren Lied  war einfach unerträglich und... leider auch sehr beliebt. Schön, dass diese Schreckensherrschaft vorbei ist.

10. Handys waren unzerstörbar

Damals, da waren Handys noch richtig stabil. Da hattest du noch was in der Hand. Ein ordentliches Nokia-Handy konnte man mit ruhigem Gewissen als Hammer-Ersatz oder Brecheisen verwenden. Kratzer auf dem Handy? Wo gab's denn sowas? Während heutzutage schon ein lauer Windstoß ein Smartphone zum Zerbersten bringt, konnte damals nur wirklich heftige Gewalteinflüsse unseren großen und teils sehr schweren Begleitern etwas anhaben! 

nokiameme
Ein Bisschen übertrieben... aber nur ein Bisschen./ © unknown

Habt Ihr schöne oder unschöne Erinnerungen an selige Handy-Zeiten? Teilt sie hier mit der Community!


Dieser Artikel basiert auf einem Text von Gary Marshal von Androidpit.com.

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Top-Kommentare der Community

  • Andy N. 07.12.2015

    mich erschreckt viel mehr, dass ich das alles kenne... 😱

  • Jörg Roth 08.12.2015

    Das waren noch Zeiten, drei TV-Sender, kein Big Brother und sonstiges Verblödungs-TV, Dienstags im Dritten immer ein Science Fiction Film (Zeitmaschine, Fomicula, Tarantulla usw.) Handys die anfangs so gross waren wie Militärfunkgeräte und dann immer kleiner wurden, bis der Touchscreen diesen Trend wieder umkehrte, Musik mit dem Walkman hören, Bandsalat an den Kassetten wieder aufdröseln, mit 14,4 MODEM und AOL-CD erstmals ins Internet, Wählscheibe, Telefonzellen und und und, hach war dat schön ;-)

  • Bastian Basner (CerealD) 07.12.2015

    Viel lustiger fand ich, dass es eine Zeit gab, in der man panisch auf den Zurück-Button hämmerte und fluchte, wenn man versehentlich auf die Internet-Taste kam. Oder die Diskussionen, warum man die "WAP" Taste auch ausgerechnet immer so platziert hatte, als wenn es Absicht von den Herstellern wäre, damit man sich verdrückt.

  • Jörg Roth 08.12.2015

    Stimmt, kann mich noch erinnern, wie ich die Autoexec.bat und Config.sys gepimpt habe um genug Arbeitsspeicher rauszukitzeln um das neueste MS-DOS Spiel überhaupt starten zu können!

  • Arian Feddersen 08.12.2015

    Habe immer wieder Kunden die mit ihrem gut 15-20 Jahre alten Nokia in den Laden kommen. Jedes Mal ne Gänsehaut und etwas traurig das wir solche "Leistung" wie damals heute nicht mehr bekommen.... Ja, ich bin oft etwas neidisch darauf, dass diese Leute nicht mehr als ihr Nokia brauchen.

141 Kommentare

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  • Zum Thema "Mobiltelefon damals" möchte ich beitragen, daß vor so ca. 50-60 Jahren der Einbau und die Nutzung eines Telefons in ein Fahrzeug nur wenigen Leuten mit genügend Patte zwischen Daumen und Zeigefinger, vorbehalten war. Die Firma für die mein Vater tätig war meinte seiner Zeit er müsse so ein Teil in seinen Dienstwagen haben. Wenn ich mich recht erinnere entsprachen die Kosten für so ein (riesiges) Gerät dem eines top PKW. (15-20000 DM) Jedes Gespräch war Hand vermittelt. Über die Folgekosten kann ich leider nichts berichten, die werden aber erheblich gewesen sein. Irgendwie sind wir da doch ein wenig weiter gekommen heutzutage.

  • Zu 3.) Schon 1997 bin ich mit dem Siemens S1 (wer kennt es noch?) und einer M1 Datenkarte von AVM-Berlin (Fritz-Karte) ins Internet. Habe ich alles noch da.

  • Ach ja, die Nokias von damals konnte man einfach in die volle Badewanne fallen lassen, anschließend auseinander bauen, auf einem Handtuch trocknen und alles war wieder o.k.

  • Mein erstes Handy war ein Nokia 1610. Man konnte soweit ich weiß nur SMS empfangen - schon blöd ;-)

  • Raus ausm Internet ich muß telefonieren :-)

    joe

  • Und es gab auch noch eine Zeit vor Handys!
    Das war cool! Da machte man sich einfach noch aus, wann und wo man sich trifft! Und man konnte sich darauf verlassen!!!
    Man konnte sich auch noch zusammensetzen und unterhalten. Keiner musste dringend ein Telefon aus der Hosentasche holen und darin was suchen, oder was schreiben.
    Es war damals auch noch nicht mal jeden vergönnt ein "ganzes" Festnetz- Telefon zu haben. Das kostete doch ganz schön viel. Es gab sogenannte "Viertel-" oder "halbe-" Telefone. Da teilten sich vier, bzw. zwei Leute einen Telefonanschluss.

    •   44

      da stand dann bei einem Gasthaus hier hat es telefon

    • C. F.
      • Blogger
      09.12.2015 Link zum Kommentar

      Jepp....Urlaub mit den Eltern in Südfrankreich, die Freundin zu Hause in Deutschland. Jeden Tag mit ein paar Franc in der Hand hoch zur Telefonzelle und anrufen. Dann waren die Eltern dran. Sie ist nicht zu Hause. Na gut - später nochmals anrufen. Zurück zu den Eltern, Münzgeld sammeln. Und das jeden Tag. Das war herrlich...Bauchkribbeln pur.

  • C. F.
    • Blogger
    09.12.2015 Link zum Kommentar

    Mein erstes Handy: ein Siemens S3 in grün. Keine Ahnung, wie lange das jetzt her ist...aber in meinem damals gebraucht gekauften BMW 730i hatte ich noch ein fest verbautes C-Netz-Telefon.

  • Genau, und das S10 war so beliebt, das es mir auf Sardinien geklaut wurde..

  • Und irgendwann gab es das "neue" Siemes S10, Farbdisplay mit satten 4 (in Worten: vier!!!) Farben; da waren dann die alten S2 mit ausziehbarer Antenne endgültig out

  • Ich erinnere mich auch gerne an die Zeit ein paar Jahre später, wo man sich ständig über Bluetooth alle möglichen Videos, Klingeltöne und sonstigen Schrott zugesendet hat. Das ist ja komplett ausgestorben. Heute sendet man sich gegenseitig Videos über das Internet, selbst, wenn man direkt nebeneinander steht.

  • Mein allererstes "Smartphone" war das HTC Touch mit Windows-Mobile. Nach nur einer Woche habe ich den Kauf schon bereut. Fingerbedienung war auf dem HTC kaum möglich weil alles zu klein und eng, der Stift war mein bester Freund solange bis er sich mal verabschiedet hat auf der Strasse. Internet nutze ich damals nicht auf dem Handy da dies pro MB abgerechnet wurde und nicht gerade Billig. Gott sei Dank hat Android meine Qualen erlöst und 2008 griff ich ins Ersparte und kaufte ein HTC G1 (HTC Magic). Android war etwas bahnbrechendes damals und dann das erste Update auf 1.6....Spannung pur sage ich da nur. Ich muss zugeben ich vermisse das alles etwas.

  • Das waren noch Zeiten!
    Da stand man noch vor der Entscheidung "Abrechnung im 10-Sekunden oder im Minutentakt" und die Minute kostete 1,69 DM.

    Und wenn eine SMS kam hat der Röhrenbildschirm geflackert....

  • TV: In der Schweiz musste man nach den Nacht-Nachrichten ins Bett, so um 22.00 h. Am Vormittag gab es nichts.
    Radio: Kennen Sie Radio Luxenburg? Beim hiesigen Radio wurde gequatscht oder einen Symphonie gespielt.

  • ...und das Handy auf dem Schreibtisch hat durch den GSM-Funk immer zu diesem schönen Gekratze in den PC-Lautsprechern geführt...

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