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YouTube plant Bezahldienst und sperrt Indie-Labels aus

Der Online-Videodienst YouTube bereitet in den USA einen Bezahldienst für Musikvideos vor. Große Labels haben schon unterzeichhnet, aber besonders Indie-Labels stellen sich quer und sollen jetzt ausgeschlossen werden.

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Wer nicht mitmacht, der wird unsichtbar. YouTube hat laut einem Bericht der Financial Times bestätigt, dass in den kommenden Tagen etliche Songs von Indie-Labels gesperrt werden sollen, wenn sie nicht fristgerecht den neuen Bedingungen zu YouTubes Vermarktungsplan im Zuge des geplanten Bezahl-Dienstes zustimmen, wie YouTube-Content-Chef Robert Kyncl erklärt haben soll. Diese Regelungen gelten stets in den Grenzen der Länder, in denen die Verträge abgeschlossen wurden. Von den Löschungen betroffen wären etwa Stars wie Adele oder The XX oder Arctic Monkeys. 

Der Bezahlservice soll laut Engadget werbefrei sein, ganze Alben bieten und Offline-Playback ermöglichen. Sowohl die Bedingungen, die YouTube den Verlegern stellt, als auch die wahren Features, die der kommende Service bieten soll, sind aber derzeit Bestandteil einer brodelnden Gerüchteküche. Die Kollegen von TechCrunch werden derzeit mit Floskeln wie folgenden abgefertigt:

We’re always working on new ways for people to enjoy YouTube content across all screens, and on giving our partners more opportunities to reach their fans and generate revenue. We’ll be adding subscription-based features for music on YouTube with this in mind, and look forward to sharing them with music fans.

TechCrunch hat Adeles Label Vevo auch gefragt, und dort sagte man:

To clarify, music videos from the indie labels and distributed by Vevo on YouTube will not be taken down.

Die Indie-Labels, die nicht unterschreiben, sind also vermutlich diejenigen, deren Einnahmen aus dem kostenlosen YouTube der Zukunft zu drastisch abnehmen und denen die Gebühren des künftigen Premium-YouTubes zu hoch sind.

Aber auf dem deutschen Markt gelten dank der GEMA andere Spielregeln. Inwieweit YouTube diesbezüglich eine Lösung gefunden hat und ob sich damit die Musikvideo-Situation in unseren Breiten verbessern kann, steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt. Es scheinen jedoch Schritte gegangen zu werden, um aus dem Nicht-Service hierzulande wenigstens einen Bezahlservice zu machen.

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