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YotaPhone vorgestellt: Das Smartphone mit E-Ink-Display auf dem Rücken

Ein Smartphone mit doppeltem Display, das die Vorzüge der E-Ink-Technologie mit dem Komfort eines LCD-Bildschirms vereint: Das YotaPhone ist ein Sonderling unter den Smartphones. Heute hat der russische Hersteller Yota sein Smartphone mit dem Doppel-Display offiziell vorgestellt.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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© Yota

Langer Anlauf

Wirklich neu ist das YotaPhone nicht mehr, bereits auf dem MWC im Februar und auf der IFA im September dieses Jahres hatten wir die Gelegenheit, den russischen Smartphone-Exoten zu testen. Es handelte sich aber noch um Vorserienmodelle, die mit den üblichen Kinderkrankheiten zu kämpfen hatten - die Bedienung funktionierte hier und da nicht fehlerfrei, die Steuerelemente reagierten nicht immer wie gewünscht. 

Nach diesem langen Anlauf sollten die Macken mit der offiziellen Präsentation jetzt der Vergangenheit angehören. Das innovative Smartphone machte im Rahmen der Vorstellung in Moskau eine gute Figur. Die wichtigsten Informationen zum YotaPhone haben wir hier zusammengefasst. 

Design

Von vorne sieht das YotaPhone ziemlich normal aus, ein 4,3-Zoll-Display steckt in dem dezenten Gehäuse, Hardwaretasten oder sonstige Bedienelemente sind nicht zu sehen. Der Rahmen ums Display wirkt relativ breit, das Gehäuse ist mit rund einem Zentimeter Dicke nicht besonders flach. Das Alleinstellungsmerkmal des YotaPhone wird erst sichtbar, wenn man es umdreht: Das E-Ink-Display nimmt einen Großteil der Rückseite ein, es misst ebenfalls 4,3 Zoll. Unterhalb des zweiten Bildschirms sind deutlich sichtbar die Kamera-Linse sowie der LED-Blitz platziert.

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Mit  rund einem Zentimeter Dicke ist das YotaPhone nicht gerade schlank. / © Yota

E-Ink-Display

Das rückseitige Display ist eine Besonderheit unter den aktuellen Android-Smartphones. Damit kommen die Besitzer der YotaPhones der Idee des "always on" besonders nahe. Auf dem papierartigen Bildschirm können Informationen dauerhaft angezeigt werden, ohne Strom zu verbrauchen. Das ist zum Beispiel praktisch, um Fahrplaninformationen permanent im Blick zu haben, unterwegs Nachrichten oder längere Texte zu lesen oder um Barcodes für Tickets direkt zum Einscannen griffbereit zu haben. Die Auflösung beträgt 640 x 360 Pixel, 16 Graustufen sorgen für ein erstaunlich gutes Bild.

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Das E-Ink-Display zeigt nach dem Prinzip "Always On" Inhalte an, ohne Strom zu verbrauchen. / © Yota

Außerdem werden auf dem Display Mitteilungen, E-Mails oder Tweets direkt und in Echtzeit angezeigt, ohne dass das Telefon in die Hand genommen und aktiviert werden muss. Anrufe, Termine, Wetterinformationen werden ebenfalls angezeigt. Das praktische am E-Ink-Display sind neben der höheren Lesefreundlichkeit vor allem seine stromsparenden Eigenschaften: Es verbraucht nur Energie, wenn die Anzeige wechselt, auch bei leerem Akku blieben die zuletzt angezeigten Informationen weiterhin sichtbar.

Software

Bei der Software setzt Yota auf Android 4.2.2, zusätzlich hat das YotaPhone einige Anwendungen, die speziell auf das E-Ink-Display zugeschnitten sind, zum Beispiel einen eReader. Außerdme gibt es ein paar nette Spielereien, so bekommt zum Beispiel das E-Ink-Display den Look einer Kamera, wenn man ein Foto aufnimmt, und fordert die Fotografierten zum Lächeln auf. Außerdem hat Yota ein SDK (Software Development Kit) entwickelt, mit dem Apps für das E-Ink-Display gebaut werden können.

Technische Daten  

  YotaPhone
System Android 4.2.2 Jelly Bean
Display Front: LCD, 4,3 Zoll, HD (720 x 1.080 Pixel); Rückseite: E-Ink, EPD, 4,3 Zoll, 360 x 640 Pixel
Prozessor Krait Dual-Core, 1,7 GHz
Arbeitsspeicher 2 GB
Interner Speicher 32 GB
Kamera 13 MP, LED-Blitz; 1 MP Frontkamera
Konnektivität LTE, UMTS, GSM, WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS
SIM Micro-SIM
Akku 1.800 mAh
Abmessungen 133,6 x 67 x 9,99 mm
Gewicht 146 g
Sonstiges FM-Radio

Preis und Verfügbarkeit 

Im Rahmen der Präsentation gaben die Yota-Vertreter an, dass das YotaPhone für 499 Euro in den Handel kommen soll. Über den Online-Shop startet der Verkauf heute in Russland, Deutschland, Österreich, Frankreich und Spanien, ab Mitte Dezember kommt das Gerät in Russland und Deutschland in die Geschäfte. Bis Ende des ersten Quartals 2014 will der Hersteller das Yotaphone in 20 internationalen Märkten in Europa, der GUS und dem nahen Osten anbieten.

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36 Kommentare

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  • @Hans Hansen
    bei 10 - 12 Stunden allein im Büro brauche ich schon etwas Unterhaltung,sonst wird der Arbeitstag langweilig.


  • Wenn du Clouds nutzt, kannst du jede Menge zusätzlichen Speicher kriegen. Google gibt dir zum Beispiel 15GB kostenlos und jede Menge anderer Clouds auch ähnliche Mengen. Darfst nur nicht vergessen, in welcher Cloud welche Datei ist! :)
    Das Display auf der Rückseite ist sehr wohl ein Vorteil, obwohl er vom gleichen Akku abhängt, denn es ist ja ein Display mehr für den (fast) gleichen Verbrauch. Das Display ist bei Smartphones so gut wie immer der größte Stromfresser. Ich habe einen Grafik-Taschenrechner, der mit vier AAA-Batterien wochenlang am Stück Programme ausführen kann, weil er nur so ein Display hat.
    Ich stelle mir das eher komisch vor, dass dann im Zug die anderen Fahrgäste sehen, was man so für Nachrichten bekommt. Ich könnte dieses zweite Display nicht gebrauchen.


  • wie lange soll der Akku denn halten? :-D


  • @XXL Zitat: "Darüber hinaus ist es gar kein Vorteil, dass die eInk-Technologie praktisch kein Akku saugt, da in diesem Fall der rückseitige e-Ink-Display ja trotzdem vom Handy-Akku abhängig ist, der jeden Tag aufgeladen werden muss."

    Was willst Du damit ausdrücken?

    @Redheat21 Zitat: "Im Moment habe ich 64 GB SD Karte drin und eine zweite 64 GB in der Geldbörse. Alles voll mit Musik."

    Das sind rund 18600Songs/1550 Alben. Also rund 39 Tage am Stück pausenlos Musik hören...

    Musik-Messie?


  • Endlich mal wohltuend anders als wie z.B. immer mehr Auflösung die kein Mensch braucht oder noch mehr Kerne die nur Techgeeks meinen zu brauchen....


  •   51
    XXL 04.12.2013 Link zum Kommentar

    Sicherlich spassig so eine e-Ink-Rückseite. Ich sage das bewusst so, da ich nicht davon ausgehe, dass das mehr ist als eine Spielerei. Innovativ ist es sicherlich, aber der Nutzen im Smartphone-Alltag ist wohl sehr klein. Dieses Phone wird zum Beispiel auch nie und nimmer einen vollwertigen eBook-Reader ersetzen, jedenfalls nicht bei jemandem, der regelmässig und komfortabel Bücher lesen will. Ich möchte nicht immer nach 2-3 Sätzen scrollen oder umblättern müssen. Auch das Handling und die Grösse ist nicht geeignet zum Lesen. Darüber hinaus ist es gar kein Vorteil, dass die eInk-Technologie praktisch kein Akku saugt, da in diesem Fall der rückseitige e-Ink-Display ja trotzdem vom Handy-Akku abhängig ist, der jeden Tag aufgeladen werden muss. Bei einem echten eBook-Reader hält der Akku ewig und man ist während Wochen unabhängig vom Strom.


  • Fand das Yota damals schon super, leider ist der Preis etwas hoch für ein "gimmick" wie es das e-ink nunmal ist. Denke das es als 2-Display-Phone ein Experiment bleiben wird, man eventuell aber an einem reinen e-ink smartphone arbeiten wird. Eine Art E-Reader mit Telefonfunktionen und Widgets/Kalender, Office, aber ohne Spiele/Farbgrafiken, mit langer Akkulaufzeit stelle ich mir gut vor.


  • @Nerventoeter
    Ja ich brauche viel Speicher am Handy da ich meinen PC nur noch selten nutze. Im Moment habe ich 64 GB SD Karte drin und eine zweite 64 GB in der Geldbörse. Alles voll mit Musik.


  • und ja nerventoeter für manche ist ein nicht erweiterbarer Speicher ein Ausschlussgrund zum kauf!


  • Ist doch wahr die Technik entwickelt sich immer mehr zu nutzloser SCH........ aber gibt ja genug dumme die das kaufen


  • >> Stephan << Brauchst du überhaupt schon ein Telefon ? Lass dir ne'n Brummkreisel schenken. . .


  • >> redheat21<< Die fehlende Speichererweiterung ist ein Ausschließungsgrund für dich ! Man das Teil hat 32GB intern. In mein S2 passt auch nur eine 32GB-Speicherkarte und ich komme damit locker hin. Zum dauerhaften Datenspeichern hab ich meinen PC .Und mittlerweilen gibt es sogar Festplatten mit Bluetooth-Schnittstelle.Da kannste die Daten sogar im Rucksack lassen. Was wollt ihr denn alles in einem Handy speichern . . . ? Vom Verlust bei Diebstahl bzw. Liegen lassen ganz zu schweigen. Die Idee ansich mit dem 2. Display ist doch das einzigartige. Sowas gibts noch nirgentwo!!!


    •   51
      XXL 04.12.2013 Link zum Kommentar

      Schön wenn du nicht mehr Speicher brauchst. Zum Glück stehst du nicht stellvertrend für alle Smartphone-User. Ich habe 64GB internen Speicher und diesen brauche ich auch.


  • Daniel H.
    Willst du vlt einen neuen AMG Benz mit einem neuen Boxer Motor für 250.?
    Wad willst du alles noch und das für 250 Euro.


  • ich fands sehr interessant, bis ich gelesen hab dass das e-ink kein input annimmt


  • braucht wer solchen Müll?


  • Das Gerät finde ich nicht schlecht und der preis ist angemessen zur gebotenen Technik und wird sicherlich noch fallen. Was bei mir der den Kauf ausschließen würde wäre das der Speicher nicht erweiterbar ist , wenn ich das richtig gelesen habe.


  • Ich muss ehrlich sagen, daß das Display auf der Rückseite eine Interessante Idee ist. Leider ist die Basis auf diese Idee an die Kunden herangetragen wird veralteter Schrott der völlig uninteressant ist.
    Mal vom Display Rand Desaster abgesehen....
    Schade Eigentlich, daß die Hersteller dieses Smartphones keinen Geschmack haben


  • Sehr schöne Idee. Werden wohl die "großen Hersteller" auch bald im Angebot haben. Glaub kaum, dass sowas unter Patentrecht fällt. Oder?


  • seltsame Auflösung

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