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Yoga, Yoghurt, Yo-App: Der jüngste Wahnsinn erreicht Deutschland

Eine App sorgt derzeit weltweit für Aufsehen. Yo ist App-gewordener Minimalismus, die nächste Stufe der Kommunikation. Snobs werfen die Stirn in Falten, Linguisten streiten - dabei ist Yo so viel mehr als nur eine kulturlose Grußformel in App-Gestalt. Ein Plädoyer für Yo.

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© Life Before Us LLC, AndroidPIT

Yo, die App

Yo - zwei Buchstaben mit vielfältiger Bedeutung. Es mag banal klingen, doch Yo ist so viel mehr als es auf den ersten Blick zu sein scheint. Zunächst zum Offensichtlichen: Yo ist eine kostenlose App, die es dem Nutzer erlaubt, mit einem Tipp auf den Bildschirm ein munteres “Yo!” zu verschicken, welches dann beim Empfänger mit einer Stimme auf Helium aus den Lautsprechern tönt. Das war’s, mehr gibt es nicht.  Zumindest in unserer deutschen Redaktion ist es seit Yo deutlich ruhiger geworden. Nein, "ruhiger" ist das falsche Wort. Sagen wir, einsilbiger. 

Nützlicher Nebeneffekt: Durch den Yo-Counter in der App wird Yo gleichzeitig zum Instrument zum Messen sozialen Status'. Mein Yo-Kontostand beträgt derzeit 14. Man munkelt, der aktuelle Nobelpreisträger in Physik habe mittlerweile 30 Yos, Angela Merkel um die 3.000, und Mario Barth kratze gar an der ersten Million. Wer glaubt, dass so eine Idee kein Geld einbringt, denke noch einmal nach. In nur zwei Monaten sollen Investoren eine Million Dollar in die App gepumpt haben, die angeblich binnen acht Stunden programmiert wurde. Und das Beste: Yo hat sich in kurzer Zeit als so gesellschaftlich relevant erwiesen, dass es mittlerweile sogar schon gehackt wurde, wie wir gerade erfahren haben (den Download sollte man sich vorher also genau überlegen, auch wenn Yo praktisch keinerlei Berechtigungen einfordert).

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Die Liste der verbundenen Yo-Kontakte (links) und der Yo-Counter (rechts). / © Life Before Us LLC

Yo, das Wort

Aber treten wir kurz einen Schritt zurück und betrachten Yo grundlegender, auch wenn wir dafür auf Englisch denken müssen. Was hat uns Yo nicht alles gegeben? Säulen der zeitgenössischen Kultur zerfielen ohne Yo. Skeptisch?

Was täten Mittdreißiger auf Seelsuche ohne Yoga (und ihren probiotischen Yoghurt danach)? Ohne Yo wäre Apples aktuelles Betriebssystem OS X Yosemite namen- und Millionen Tiere im gleichnamigen Nationalpark heimatlos, Star Wars wäre um einen syntaxgeschädigten Jedi-Meister ärmer, und die Welt um ein scheinbar zeitloses Witzformat (“Deine-Mudda” geht auf “Yo mama” zurück). Dass die Welt ohne Yogi Bear nicht das wäre, was sie ist, muss ich wohl kaum erwähnen.

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So wird ein "Yo!" im Lautlosbetrieb in der Statusleiste angezeigt. / © Life Before Us LLC

Eine Welt ohne Yo

Was passiert, wenn man versucht, Yo aus der Welt zu verbannen, wird schnell klar, alleine wenn wir auf die Beispiele Yoga und Yoghurt blicken. Die Konsequenzen reichen von Lady Gaga (dieser Name!) bis Frank Zander (“hier kommt Kurt, ohne Helm und ohne Gurt”). Was ohne Yo übrig bleibt, ist der nackte Wahnsinn.

Also, bevor Ihr Euch leichtfertig von dieser App und diesen zwei Buchstaben abwendet, überlegt Euch genau: Gibt es ein Leben vor dem ersten Yo?

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