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Yamaha MusicCast Trio: Multi-Room-System mit Kinderkrankheiten

Yamaha bläst zum Angriff auf die Sonos-Systeme: Das MusicCast Trio aus Soundbar, Netzwerklautsprecher und Desktop-Lautsprecher soll Euer Heimkino und zwei weitere Räume mit Beschallung aus dem Internet versorgen. Ob das System taugt, zeigt der Test. Update: Wir haben das System in einem anderen Netzwerk getestet und den Test komplett überarbeitet.

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AndroidPIT erforscht neue Themengebiete und schaut sich an, was für Anwendungen um das Smartphone herum entwickelt werden. Heimelektronik ist einer dieser großen Bereiche. Für den ersten Selbstversuch ließ ich uns das Heimkino-Multi-Room-System von Yamaha zusenden. Das MusicCast Trio zeigt deutlich, wie sich der Heimelektronik-Sektor entwickelt hat, aber auch, wo er sich noch entwickeln muss.

Bei der Wiederholung des Tests mit der FRITZ!Box 7490 konnten wir die Schwierigkeiten bei der Einrichtung beheben und kommen zu einem neuen Urteil.

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Yamaha MusicCast Trio: Preis und Verfügbarkeit

Mit 1.099 Euro liegt das Yamaha MusicCast Trio preislich ein wenig unter einem Sonos-Bundle, das sich funktionell ähnelt. Die Komponenten des Yamaha-Trios gibt es in unterschiedlichen Konstellationen zu kaufen. So könnt Ihr entweder die Lautsprecher einzeln, oder das Duo aus Restio ISX-80 und WX-030 ohne die Soundbar YSP-1600 kaufen.

Yamaha MusicCast Trio
1.099,00
Media Markt

Einrichtung des Yamaha MusicCast Trio

Bei der Einrichtung des Yamaha MusicCast Trio möchten wir uns an dieser Stelle auf die Vernetzung per WLAN und Einrichtung der App konzentrieren. Denn die Android-App liefert Möglichkeiten, das Signal der drei Lautsprecher zusammenzuschalten, sodass der gewünschte Multi-Room-Effekt entsteht.

Dieser steht und fällt mit der Qualität Eures WLAN-Netzes. Wollte uns die Koppelung im ersten Anlauf im Firmen-WLAN partout nicht gelingen, war der zweite Durchlauf mit der heimischen FRITZ!Box 7490 ein voller Erfolg. Innerhalb von weniger als 30 Minuten hatte ich die Lautsprecher gekoppelt und meine Wohnung in eine Diskothek verwandelt.

AndroidPIT yamaha trio multiroom 4
Der Connect-Button startet die Koppelung. / © AndroidPIT

Koppelt das Yamaha MusicCast Trio mit der Controller-App

Yamahas Trio kommt mit einer dedizierten App daher. MusicCast CONTROLLER ist für Android oder iOS verfügbar und dient der Koppelung sowie der Steuerung der Netzwerk-Lautsprecher. Die App arbeitet mit einem Assistenten und erklärt sich von selbst. Hinterher werden die gekoppelten Lautsprecher mit Bild im Hauptmenü angezeigt, wo Ihr sie ein- und ausschalten könnt.

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Die WLAN-Verbindung muss stabil sein. / © AndroidPIT

Fügt nicht nur die MusicCast-Geräte, sondern auch Off-Brand-Bluetooth-Lautsprecher in die MusicCast-CONTROLLER-App hinzu. Einmal eingerichtet, befinden sich die MusicCast-Lautsprecher dauerhaft in Eurem Heimnetzwerk. Sie werden innerhalb des WLANs automatisch von Smartphones und Tablets erkannt, auf denen Ihr die MusicCast-CONTROLLER-App installiert.

Ihr könnt Musik direkt vom internen Speicher des Smartphones abspielen. Oder Ihr verwendet einen File-Server oder das Internet-Radio. Oder Ihr registriert Streaming-Dienste wie Juke oder Spotify. Leider werden die Konten der Streaming-Dienste nicht in der App sondern pro Gerät zugewiesen, sodass Ihr etwa Euer Spotify-Konto auf jedem Gerät einzeln einrichten müsst. In meinem Setup war ich faul und habe den Wohnzimmer-Lautsprecher mit den Accounts einfach bei Bedarf mit dem Küchen-Lautsprecher verknüpft und den Wohnzimmer-Lautsprecher stummgeschaltet.

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Das Trio lässt sich zum Teil auch verkabeln.. / © AndroidPIT

Die Bedien-Oberfläche der App vereinheitlicht die Steuerung der Musikwiedergabe. Ob Ihr in Dateien auf dem Smartphone, auf einem lokalen Dateiserver oder in Streaming-Diensten wie Juke oder Spotify durchsucht, macht für die Bedienung keinen Unterschied. Ihr habt Zugriff auf Eure Favoriten und Empfehlungen. Die Suchfunktion ist enorm vereinfacht. Die App hat einen Demo-Modus, sodass Ihr Euch einfach selbst ansehen könnt, wie das aussieht:

MusicCast CONTROLLER Install on Google Play

Das Verwenden der eigentlichen App zum Übertragen des Streams, etwa per Google Cast, ist nicht vorgesehen. AirPlay wird hingegen unterstützt.

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Die Streaming-Dienste werden innerhalb der MusicCast-App gesteuert - leider. / © AndroidPIT

Im zweiten Anlauf mit der FRITZ!Box hat das Setup zwar wunderbar funktioniert, sodass alle Lautsprecher sich komplett per App steuern ließen. Der Restio ISX-80 hatte aber Schwierigkeiten mit dem Ein- und Ausschalten per WLAN; die übrigen Lautsprecher ließen sich uneingeschränkt verwenden. Auch die Musikausgabe auf den drei Lautsprechern war sauber und synchron. Eine Latenz war nicht wahrnehmbar.

Google Cast fehlt

Yamaha sollte zusätzlich Google Cast anbieten. Dann könntet Ihr auch ohne die MusicCast-App das Yamaha MusicCast-Trio steuern. Denn wie bei Apples AirPlay könntet Ihr dann Musik-Streams von Android- oder iOS-Geräten sowie aus dem Desktop-Chrome-Browser heraus an die Lautsprecher senden. Für die Stream-Steuerung würdet Ihr dann die nativen Apps der Dienste verwenden und wärt nicht auf das Grau-in-Grau der Yamaha-App angewiesen. Yamaha könnte den Funktionsumfang der MusicCast-Controller-App auf die Kopplungs-Modi reduzieren und den Equalizer erweitern, aber dazu später mehr.

Sound

Vom Sound her ist das Trio okay, aber nicht überragend. Für den Preis bekommt man vermutlich besseren Klang. Die Soundbar hat im großen Meeting-Raum einen guten Raumklang erzeugt. Für grollende Bässe solltet Ihr das Setup aber dringend mit einem Basslautsprecher bzw. Subwoofer ergänzen. Denn wenn die angsteinflößenden Bässe der Horrorstreifen fehlen, bleibt auch die Gänsehaut aus und der ganze Film ist nicht mehr so spannend.

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Der Klangprojektor erfüllt den Saal mit Schall. / © AndroidPIT

Immerhin liefert die Soundbar genug Dampf für eine Sitzung Game of Thrones in großer Runde. Auch bei hoher Lautstärke klingen alle Frequenzen klar, unverzerrt und übersteuern nicht. Und dann liefern die zwei nach oben gerichteten Basslautsprecher (ich vermeide den Ausdruck Subwoofer, da sie den beiden Lautsprechern nicht gerecht werden) auch ein bisschen Druck; wenn auch nicht genug für den Schauer-Effekt.

Falls Ihr die Soundbar nicht mittig vor Euch platziert, könnt Ihr ihre seitliche Ausrichtung akustisch anpassen. Es gibt drei Voreinstellungen, die die nach vorne gerichteten Treiber nachjustiert. So wird der Raumklang-Effekt relativ zu Eurer Position im Raum verändert. Im Test in der heimischen Stube konnte der Raumklang jedoch nicht mit dem eines echten 5.1-Systems mithalten. Leider liefert Yamaha dem YSP-1600 kein Mikrofon zum Einmessen mit. Das IntelliBeam-Mikrofon sowie einen Subwoofer bekommt Ihr erst mit der größeren Variante YSP-2500.

Yamaha YSP-2500
$759.00
Media Markt
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Der WX-030 zeigt seine Kraft erst bei hoher Lautstärke. / © AndroidPIT

Einen starken Eindruck hinterließen auch die kleineren Lautsprecher. Der WX-030 beherbergt zwei Treiber; einen für Mitten und Tiefen und einen für Höhen. Leider muss man sie ziemlich laut aufdrehen, bis die Höhen tatsächlich wahrnehmbar erklingen. Bei mittlerer bis geringer Lautstärke müsst Ihr mit dem Equalizer nachbessern. Der hat immerhin drei Bänder und verbessert den Klang hörbar.

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Das Restio-Küchenradio klingt klasse. / © AndroidPIT

Das gleiche Klangerlebnis zeigt sich mit dem Restio ISX-80. Das Uhrenradio wird mit einer Wurfantenne ausgeliefert und hat in Berlin am Fenster zum Innenhof guten UKW-Empfang. Und auch hier ist der Klang ein wenig dumpfer als erwartet. Die Höhen kommen erst durch, wenn man die Lautstärke über Gesprächslautstärke anhebt.

Das Trio beschallt Eure Hausparty zuverlässig

Alle drei Lautsprecher bieten viel Leistung und lassen sich richtig weit aufdrehen. Falls Ihr also ein großes Haus habt, hohe Decken habt oder die Lautsprecher in Räumen über 30 Quadratmeter platziert, müsst Ihr Euch um ausreichende Musikleistung keine Sorgen machen: Das Trio beschallt Euer Haus auf der nächsten Party zuverlässig. Doch um den Bass müsste sich ein zusätzlicher Subwoofer kümmern, sonst kribbelt es nicht richtig.

Technische Besonderheiten

Jedes der Trio-Geräte bietet eigene Besonderheiten. Die Soundbar soll unter Eurem Fernseher Platz finden. Sie wird per HDMI mit dem Audio-Rückkanal Eures Fernsehers verbunden. Die HDMI-Anschlüsse unterstützen 4K-Passthrough in 60p, 3D-Passthrough, ARC, CEC und sie bieten Auto Lip-Sync. Hier findet Ihr die restlichen technischen Daten der YSP-1600.

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Die HDMI-Ausstattung ist leider ein wenig dünn. / © AndroidPIT

Falls sich in Eurem Heimnetzwerk die kabelgebundenen und die WLAN-Geräte im selben Subnetz befinden, könnt Ihr Euer YSP-1600 und den WX-030 einfach per Kabel ans Netz bringen und dann mit dem Handy bedienen. Der Koppelungsaufwand in der MusicCast-App wird damit verringert, weil Ihr nicht mehr das WLAN-Passwort eintippen müsst.

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Mit der Kabelverbindung verbessert Ihr die Übertragungssicherheit. / © AndroidPIT

Der Restio ISX-80 verfügt zwar nicht über einen Netzwerk-Anschluss, dafür hat er als einziger ein UKW-Radio. In der Mitte seiner quadratischen Front befindet sich ein gar retro anmutendes LC-Display mit einer riesigen Zeitanzeige. Tatsächlich könnt Ihr das Tischradio als Wecker verwenden. Mit der mitgelieferten Fernbedienung bedient sich das DLNA-fähige Internet-Radio wie ein Gerät der Neunzigerjahre.

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Der Restio ISX-80 ist eine Augenweide. / © AndroidPIT

Fazit

Das rund 1100 Euro teure MusicCast-Trio macht Spaß. Im Nachtest konnte ich mich im FRITZ!Box-Netzwerk doch noch von den Lautsprechern überzeugen. Der Klang ist gut, die Lautsprecher lassen sich latenzarm zusammenschalten, das Multi-Room-Versprechen wird erfüllt.

Leider fehlt es an Bass, sodass man die Soundbar eventuell durch die oben erwähnte, erheblich besser ausgestattete Soundbar-Subwoofer-Combo YSP-2500 austauschen sollte.

Auch die App ist noch nicht so weit entwickelt. Sie bedient sich ganz gut, sollte jedoch um Google Cast und einen noch besseren Equalizer ausgeweitet werden. AirPlay alleine reicht nicht. Erst mit Google Cast wird das MusicCast-Trio seinem Namen richtig treu und für Android-Nutzer wirklich interessant.

7 Kommentare

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  • C. F. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    "Vom Sound her ist das Trio okay, aber nicht überragend. Für den Preis bekommt man vermutlich besseren Klang. Die Soundbar hat im großen Meeting-Raum einen guten Raumklang erzeugt. ".....Jo! Den Artikel hättest Du besser nicht veröffentlicht. Vermuten heißt nicht wissen. Und ein kalter hallender Meeting-Raum ist alles andere als prädisteniert für solch einen Test. Schreibt lieber über WhatsApp oder Pokemon Go. Das könnt ihr besser.

  • K. K. K vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Hi,keine Ahnung was ihr da bei der Einrichtung versucht habt,aber man sollte Unvermögen nicht auf Geräte oder Software schieben und das auch noch im Netz verbreiten,
    genauso lese ich es in den Update Bewertungen,``ich find das nicht mehr,oder das geht nicht mehr``
    klar sind Sachen geändert und man muß sich neu orientieren,
    mit der Einrichtung kann ich Euch nicht zustimmen,denn das ist Kinderleicht und mit einem WLAN kein Problem.
    Ich habe alles Kabellos übers Handy ins Netzwerk gebracht,alle drei haben eine stabile Verbindung und spielen ohne Aussetzer.Ich kann alle meine Medien im gesamten Netzwerk übers Tablet oder Handy in der App abrufen und mich von Morgens bis Abends ohne Unterbrechung bedudeln lassen.
    Jedes der Geräte läßt sich in Hoch-Mitten-Tiefton je nach Geschmack einstellen,
    man muß sich nur damit beschäftigen Punkt
    Des weiteren kann ich noch weitere Fremdlautsprecher über Bluetooth einbinden,
    welcher Hersteller macht das noch ????

    Systemadministrator sind auch nicht allwissend

  • adagi vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    nur schon für den Titel geb ich nen Like 😂👍

  • da ist das Raumfeld Sounddeck ganz was anderes - funktioniert perfect und es gibt wieder digitale warme Music und beim TV detailreiche Töne zu hören

  • Vernünftige 5.1 - 7.1 Dolly Anlage mit WLAN und Ins Heimnetzwerk einbinden und die Sache passt. DAS Teil ist nix halbes und nichts ganzes.

    • K. K. K vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Verstehen worum es geht dann schlaue Kommentare abgeben
      Das System ist dazu gedacht im ganzen Haus die gleiche oder unterschiedliche Musik zu hören.
      Du machst wahrscheinlich deine 7.1 so laut um in mehreren Räumen gut zu hören, oder aber für dich unnötig weil dein zu Hause nur 15qm hat

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