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World of Senoi: Erweiterte Realität

Spätestens seit dem Erfolg von Niantic Labs Ingress dürften Augmented-Reality-Spiele auch der breiten Masse an Nutzern bekannt sein. Unser heutiger Testkandidat, World of Senoi, versucht sich ebenso an der Vernetzung von Spiel und Realität.

Ob World of Senoi diese Aufgabe mit Bravour meistern kann und ob ein Anspielen lohnenswert ist, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

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Bewertung

Pro

  • Humorvolle Beschreibungen
  • Grafiken
  • Spielfluss

Contra

  • Fokussierung auf Wien
  • Monotones "Endgame"
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.4.2 Nein 0.7.3 0.9.0.339

Funktionen & Nutzen

Gleich beim ersten Start wird der Spieler dazu angehalten einen Account zu erstellen, wobei dieser Vorgang sehr schnell über die Bühne geht. Die ersten Spielminuten von World of Senoi, wenn man sie denn so nennen kann, können als Einleitung beschrieben werden. Mittels sehr schick animierter Grafiken wird in eine Spielwelt eingeführt, in der verschiedene Familien um die Vorherrschaft kämpfen. Der Spieler wird nun vor die Entscheidung gestellt, welcher Familie nun Gefolgschaft geschworen wird und welche Charakterklasse das kommende Spiel bestimmt.

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Wenn Geschichten so anfangen kann es nicht gut enden. / © AndroidPIT

World of Senoi nimmt nämlich auf den ersten Blick viele Anleihen von Fantasy-Rollenspielen. In den ersten Tagen kam es mir persönlich so vor, als ob die Entwickler die erfolgreichsten und besten Elemente aus verschiedenen Genres in World of Senoi kombiniert hätten. Teilweise ist das Spielgefühl wie bei einem Browsergame, das Anteile aus Pen&Paper-Rollenspielen besitzt und eben den Aspekt der erweiterten Realität verfolgt. So ist eben die Auswahl der Klasse wichtige Entscheidung, da der Krieger, im Vergleich zum Magier, ganz andere Stärken und Schwächen aufweist. Dies erhöht gleichzeitig auch den Wiederspielwert, wobei dieser ohnehin hoch ist. Ausrüstungsgegenstände wollen gefunden, Aufgaben erledigt und der eigene Charakter verbessert werden. Auch hier finden sich wieder viele Analogien zu bereits bekannten Rollenspielen.

Jedoch kann auch World of Senoi die Ansprüche insbesondere im “Endgame“ nicht vollends erfüllen. Es kommt nämlich ganz auf den Spielertypus an, der vor dem Bildschirm sitzt, beziehungsweise im Falle unseres Testkandidaten: läuft. Senoi lässt nach einigen Stunden des Spielens etwas die Motivation vermissen, was jedoch ein grundsätzliches Problem aller Augmented-Reality-Spiele ist. Selbst Mult-Millionen-Blockbuster von namhaften Spieleherstellern haben dieses Problem und bis dahin weiß das Spiel den Spieler zu unterhalten.

Dies beginnt bereits in den ersten Minuten des Spielgeschehens. Mit witzigen und selbstironischen Kommentaren haben die Entwickler, die das Spiel im Übrigen im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität entwickelt haben, World of Senoi einen ganz besonderen Charme verliehen. Zwar bezeichnen die Macher das Spiel “Zelda“ als Vorbild, doch ist World of Senoi in manchen Belangen eher eine Hommage an verschiedenste Klassiker. Genau deshalb macht das Spielen so viel Spaß und weiterhin entdeckt man an jeder Ecke des Spiels Zeichen der Detailverliebtheit. Wo Ingress zu weiten Teilen nur aus generischen Portalen und Kämpfen bestand, kann unser Testkandidat mit Humor und einer gewissen Personalisierung glänzen.

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Auf der linken Seite erkennt man den Feind jedes Stadtbewohners. Links die Optimierung für Wien. / © Team Senoi and the Boys

Leider gibt es abgesehen von der Langzeitmotivation noch zwei weitere Wermutstropfen. So ist World of Senoi insbesondere auf Wien als Austragungsort abgestimmt. Seien es nun die zahlreichen Aufgaben, die Kämpfe gegen computerbasierte oder menschliche Gegner oder das Auffinden von Gefährten (mein persönliches Highlight), die gesamte Anwendung ist für Wien optimiert. Dies verbietet natürlich nicht das Spielen außerhalb der Stadtmauern, doch im direkten Vergleich merkt man auf Dauer einen Qualitätsunterschied, wenn man in ländlichen Gegenden spielt. Dies war, zumindest meiner Meinung nach, bei Ingress besser gelöst und durch die Fokussierung auf zwei Parteien auch übersichtlicher.

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Zu Beginn hat der Spieler die Qual der Wahl. / © AndroidPIT

Schlussendlich gibt es noch das Problem, dass der mittlere Teil des Spiels, also nach dem flotten Beginn, etwas schleppend verläuft. Zwar ist das “Endgame“ teilweise monoton, doch selbst dort kann der Spieler viele Aufgaben in Anspruch nehmen und Kämpfe bestreiten etc. Nachdem die ersten Spielstunden vorbei sind, ist jedoch ein kleines Tal spürbar, welches die Motivation etwas senkt. Dies ist eher als Hinweis zu verstehen, da solche Motivationstäler und -gipfel sehr individuell gestaltet sind.

Bildschirm & Bedienung

Die grafische Präsentation von World of Senoi hat einen ganz eigenen Charme. Durch die Verwendung von sehr humorvollen und liebevollen Grafiken, haben es die Entwickler geschafft dem Spiel eine Identität zu verpassen. Damit setzt sich das Spiel auch von anderen Augmented-Reality-Spielen ab, die entweder generisch wirken oder einen gänzlich anderen Grafikstil verfolgen.

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An diesen beiden Screenshots aus dem Anfangsteil des Spiels, erkennt man gut den erwähnten Charme der Grafiken und Beschreibungen. / © AndroidPIT

Die Bedienung ist gut gelungen, wobei der letzte “WOW“-Effekt fernbleibt. Bei all den tollen Grafiken fehlt die letzte Anpassung. Doch dies ist Kritik auf hohem Niveau.

Speed & Stabilität

World of Senoi lief ohne Beanstandung. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das längere Spielen sehr den Akku belastet und ein Ersatzakku eingeplant werden sollte.

Preis / Leistung

World of Senoi ist kostenlos verfügbar.

Abschließendes Urteil

Die Funktionen und Möglichkeiten, die in World of Senoi dem Spieler zur Verfügung stehen, würden den Rahmen dieses Testberichts sprengen. Das Sammeln von Ausrüstung, das Finden neuer Gefährten oder Kämpfe mit oder gegen menschliche Gegner sind nur ein Bruchteil der Funktionalität. Ich persönlich habe das Spielen sehr genossen und kann World of Senoi jedem interessierten Spieler empfehlen.

Zwar gibt es auch Verbesserungsmöglichkeiten, hier wurde bereits das “Endgame“ genannt oder die Optimierung auf einzelne Stände, doch im Endeffekt verbirgt sich hinter World of Senoi ein toll gemachtes Spiel, das insbesondere durch seinen ganz speziellen Charme und den Humor glänzen kann.

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