Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. OK
45 mal geteilt 118 Kommentare

Wo bleiben die smarten Smartwatches?

2016 gab es kaum neue Smartwatches. 2014 und 2015 konnten wir uns kaum retten vor Testgeräten. Nun schläft der Markt ein. Gleichzeitig gibt es Analysen, die von einem enormen Rückgang der verkauften Smartwatches berichten. War der Ansatz der Smartwatches der falsche? Können Smartwatches durch Innovationen noch interessant werden, oder muss man dem Formfaktor eine komplette Absage erteilen? Ein Rückblick mit Ausblick.

Die AndroidPIT-Redakteure bei ihrer Arbeit erleben: bestimmt super spannend!
Stimmst du zu?
50
50
1942 Teilnehmer

2016 war es an der Smartwatch-Front still. Fangen wir bei den Android-Wear-Uhren an: Die Fossil Q kam in zwei Varianten auf den Markt. Die Huawei Watch Jewel ist technisch mit ihren Vorgängerinnen vergleichbar, glänzt aber schöner. Die ZenWatch 3 schließt technisch endlich zur Konkurrenz auf und bietet sich billiger an. Die LG Watch Urbane 2nd Edition (3G) beeindruckt mit einem SIM-Slot; ein Novum bei Android-Wear, das aber an den APN-Einstellungen einzelner Provider scheitert.

AndroidPIT lg watch urbane 2nd 1318
Android Wear und SIM-Karte, das geht einigermaßen gut. / © ANDROIDPIT

Samsung ignoriert Android Wear weiter und stellt indes seine Gear S3 vor. Die arbeitet genau wie Samsungs Fernsehgeräte und Kühlschränke mit Tizen und wartet nur darauf, sich mit Eurem kompletten Haushalt zu vernetzen. Apple macht seine zweite Apple Watch endlich wasserdicht und behebt damit ein totgeschwiegenes Manko des lächerlich oft verkauften Vorgängers.

AndroidPIT Samsung Gear Classic Frontier 1340 2
Die Gear S3 ist eine Augenweide und zeigt mit der Software, wie es geht. / © ANDROIDPIT

Wirkliche Erfolge feiert aber niemand mit Smartwatches. Die International Data Corporation will die Zahlen kennen. Der Organisation zufolge war der Markt nur kurz an Smartwatches interessiert. Die Verkaufszahlen der meisten Hersteller sind im Direktvergleich der jeweils dritten Quartale (Q3) 2015 und 2016 arg zurückgegangen. Wurde die Apple Watch im Q3 2015 noch 3,9 Millionen Mal verkauft, waren es im Q3 2016 nur 1,1 Millionen Exemplare. Insgesamt wurden statt 5,6 Millionen Smartwatches nur 2,7 Millionen verkauft. Einzig Garmin konnte zulegen.

Google ist auch schuld

Es war nett gemeint von Google, den Smartwatch-Herstellern mit Android Wear ein enges Korsett anzulegen. Die Software ist auf allen Smartwatches mit diesem Betriebssystem komplett gleich. Sichtbare Variationen wie beim Android für Smartphones gibt es mit Android Wear nicht. Das bringt viele Vorteile mit sich:

  • Android-Wear-Smartwatches haben in etwa dieselben Features.
  • Besitzer von Android-Smartphones können sich auf Kompatibilität verlassen.
  • Anwender müssen nur einmal die Bedienung erlernen.
  • Die Zahl kompatibler Apps steigt schnell.
  • Wartungs-Updates sind langfristig garantiert.

Die Nachteile sind aber auch klar ersichtlich. Teilweise sind sie mit den Vorteilen identisch, wenn man sie anders betrachtet.

  • Smartwatches unterscheiden sich fast nur noch im Design.
  • Das System arbeitet ineffizient und braucht zu viel Leistung.
  • Android Wear integriert sich nur schlecht mit iPhones.
  • Android-Wear-Uhren sind fast komplett abhängig vom Smartphone.

Was kann Android Wear 2 verbessern?

Google arbeitet an Android Wear 2, das die größten Mankos des Systems beseitigen soll. Developer Previews werden auf zwei aktuellen Android-Wear-Geräten getestet. Das gibt Hoffnung, dass das Update auch auf anderen Android-Wear-Uhren verfügbar sein wird.

Was es bringt, erörtern wir in einem separaten Artikel genauer. Zusammenfassend gesagt geht es um mehr Selbstständigkeit der Uhren sowie einen App Store, der direkt auf der Uhr gestartet werden kann. Insbesondere für iPhone-Nutzer werden Android-Wear-Uhren damit zu einer echten Option, weil sie dann endlich neue Features auf die ansonsten recht einfältigen Uhren bringen können.

androidpit Huawei Watch 9
Ladeschale vergessen? Pech gehabt! / © ANDROIDPIT

Viele Probleme sind noch gar nicht lösbar

Und selbst Smartwatches ohne Android Wear haben Nachteile, die die teuren Uhren schnell zur Fehlinvestition machen. Bekannte und viel beklagte Kritikpunkte gibt es viele:

  • Die Akkulaufzeit ist mit höchstens einer Woche lächerlich gering. Normale Armbanduhren arbeiten zum Teil jahrelang.
  • Die Software arbeitet zum Teil fehlerhaft.
  • Das Aufladen des Akkus gelingt oft nur mit einer proprietären Ladeschale.
  • Die Benachrichtigungen lenken im Alltag ab; ihre Verwaltung in der Software ist aber zu kompliziert.

Selbst wenn man eine Smartwatch wie die Sony SmartWatch 3 für 130 Euro vermeintlich günstig erstanden hat, tun diese Nachteile auf Dauer weh und sind einfach peinlich.

Was kann oder muss besser werden?

Nennen wir es Wunschkonzert, Blick in die Glaskugel oder wie auch immer: Die gute Idee mit den smarten Uhren muss smarter umgesetzt werden. Größere Akkus oder effizientere Displays sind da ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ich will ja auch keinen größeren Tank, wenn mein Auto nicht die gewünschte Reichweite hat. Mehr Reichweite ergibt sich aus weniger Ballast. Android Wear muss leichter werden. Und noch wichtiger: Die Uhren müssen Uhren bleiben, auch wenn der Android-Wear-Computer herunterfährt.

Opinion by Eric Herrmann
Die schlechte Laufzeit ist das K.O.-Argument gegen aktuelle Smartwatches.
Stimmst du zu?
50
50
562 Teilnehmer

Bisher ist Android Wear nichts als ein um wenige Schnittstellen beschnittenes Android. Auf den Uhren läuft also ein komplettes Smartphone-Betriebssystem mit jeder Menge Kram, den die Uhr gar nicht braucht. Hier müssen Googles Software-Entwickler mit den Uhrenherstellern enger zusammenarbeiten und einen kleinsten gemeinsamen Nenner finden. Dasselbe gilt für die Prozessoren; jedoch ist Qualcomm mit den Snapdragon-Wear-Chips offenbar schon dran.

LG transparent OLED
Klebt das ruhig auf meine Casio F-91W. / © LG

Die Displays... wie wäre es mit E-Ink? Und wo bleiben deine transparenten Panele, LG? Würde man letztere über ein simples LCD wie das in einer alten Casio-Uhr kleben, könnte man Hybrid-Uhren bauen. Diese zeigen Android Wear an, bis der Akku des Smartwatch-Computers erschöpft ist. Der Uhren-Teil könnte dann mit einer Lithium-Batterie jahrelang uneingeschränkt weiterlaufen. Fossil und Withings arbeiten schon erfolgreich mit Armbanduhr-Fitnesstracker-Hybriden. Diese kann man aber nicht als Smartwatch bezeichnen.

Ich sehe großes Potenzial für Smartwatches und glaube daran, dass sie eines Tages einen Mehrwert haben. Bisher sind sie leider ein Spielzeug für technikbegeisterte Spezialisten. Langfristig müssen sie an ihren Schwächen arbeiten, damit sie auch von der Masse als normale Unterstützung im Alltag wahrgenommen werden. Das darf nicht nicht an so etwas simplem wie der Zeitanzeige scheitern, die zum Teil schon nach 18 Stunden erlischt.


Es handelt sich bei diesem Artikel um einen Kommentar. Die darin enthaltenen Wertungen reflektieren die Meinung des einzelnen Autors und nicht der gesamten Redaktion.

45 mal geteilt

Top-Kommentare der Community

  • Michael K. vor 7 Monaten

    Die Hersteller sollten gewarnt sein: Zumindest die nicht mehr ganz jungen Mitarbeiter dürften sich noch gut an den dramatischen Aufstieg und Niedergang der LCD-Quarzuhr in den achtziger Jahren erinnern:
    Als Nachfolger der schon mit markigen Begriffen wie "Abfallprodukt der Weltraumforschung" vertriebenen LED-Quarzuhr, die auf vier bis sechs Digits nur auf Knopfdruck die Uhrzeit anzeigen konnte, schienen die LCD-Uhren mit "Allways-on-Display", Funktionsvielfalt und langen Batterielaufzeiten das Potential zu besitzen, die klassische Analoguhr vollständig zu verdrängen. Wie man weiss, kam es anders. Besonders das Image der Billiguhr durch sehr günstige Massenware aus Asien, aber auch die Überladung mit Funktionen, die durch krude Bedienkonzepte kaum verwendbar waren, führten zu einem Revival der Analoguhr, die heute den Markt für Armbanduhren dominiert, auch wenn sie oft nur wenige Funktionen hat, und die Zeit so anzeigt, wie sie es schon vor hundert Jahren getan hat. Auch wenn es heute noch gute LCD-Uhren mit vielen Funktionen (Wecker, Stopuhr, Countdown, Beleuchtung auf Knopfdruck) von Markenherstellern wie Casio gibt, scheint vielen Käufern doch die Einfachheit der Analoguhr, in einem scheinbar zeitlos schickem Design, verbunden mit meist sehr langer Lebensdauer und nur selten nötigem Batteriewechsel doch völlig zu genügen.

    Allerdings sollte man die Smartwatch auch nicht jetzt schon totsagen, auch wenn die Umsätze einiger Hersteller in diesem Bereich deutlich zurück gegangen sind. Auch das Basisprodukt, das Smartphone, verkauft sich in den kaufkraftstarken, aber gesättigten Märkten Europas und Nordamerikas nicht mehr wie warme Semmel.
    Der Umsatz beim Schwesterprodukt der Smartwatch, dem Fitnesstracker stimmt und steigt. Die Armbänder sind im Schnitt kostengünstiger, simpel in Funktionsumfang und Bedienung, und viele bringen Basisfunktionen wie die Uhrzeitanzeige mit, manche zeigen sogar Benachrichtigungen an.
    Die Bänder werden aber von ihren Käufern nicht als Uhrenersatz wahr genommen, sondern als Gadget und Motivator zur sportlichen Betätigung oder überhaupt, um sich mehr zu bewegen. Gesundheit ist zurecht vielen ein hohes Gut.

    Die Smartwatches aber treten am Markt als Uhrenersatz auf. Ihr Design orientiert sich immer mehr an dem klassischer Analoguhren, und selbst der Name suggeriert, es handle sich um eine intelligente Uhr, mit der Betonung eben auf Uhr.
    So wie ein Smartphone ein mobiler Computer ist, mit dem man auch telefonieren kann, so ist eine Smartwatch ein Computer am Armgelenk, von dem man auch die Zeit ablesen kann.
    Auch klassische Handys haben viel längere Akkulaufzeiten als Smartphones. Deren Vorteile, Internetzugang, Nutzung von Messengern, Funktionserweiterung durch Apps, scheint die sich daraus ergebenden Nachteile (eben die durch hohen Energieverbrauch kürzere Akkulaufzeit), aber derart zu überwiegen, dass Smartphones klassische Handys weitgehend verdrängen konnten.
    Das ist den Smartwatches noch nicht gelungen, so dass viele Käufer sie mit klassischen Uhren vergleichen, und sie die Hersteller durch ihre Designs darin noch unterstützen. Dass sie gegen den Spezialisten auf seinem Spezialgebiet, der klassischen Uhr zur Zeitanzeige, mit kurzen Akkulaufzeiten, aber auch einer mit zwei bis drei Jahren eher kurzen Lebenserwartung, alt aussehen, darf nicht wundern, selbst wenn sie Vorteile wie variablen Watchfaces aufweisen.
    Die Smartwatches müssen da überzeugen, wo ihre Stärken liegen, in den Möglichkeiten, die ein mobiler Computer bietet.
    Dass sie in der Regel von einem zweiten mobilem Computer, dem Smartphone, begleitet werden, bietet einerseits neue Möglichkeiten, anderseits stellt das Smartphone aber auch eine Konkurrenz dar, die vielen die zusätzliche Smartwatch entbehrlich erscheinen lassen mag.
    Nur Benachrichtigungen anzuzeigen dürfte auf Dauer zu wenig sein, die Smartwatches müssten Dinge wirklich besser können, als die Smartphones. Räubern könnten sie im Fitnessbereich, indem sie nicht nur wasserdicht werden, sondern den Schwimmsport besser unterstützen, in dem viele Bänder noch schwächeln. Auch für UV-Warner, oder z.B. Ozonwarner oder Feinstaubwarner wären sie besser geeignet als Smartphones, die in Taschen verstaut diesen Umwelteinflüssen weniger direkt ausgesetzt sind. Die Funktionsvielfalt lässt sich durch die Deinstallierbarkeit nicht benötigter Apps ohnehin reduzieren, die Bedienbarkeit ist noch verbesserbar. Konzepte wie eine drehbare Lünette halte ich dabei für viel interessanter, als die überstrapazierte und überschätzte Sprachbedienung. Wer möchte schon im öffentlichem Raum, aber auch am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Hörsaal mit der Uhr sprechen?
    Wenn es nicht sogar andere stört, so ist es zumindest peinlich. Warum konnten Messenger die Sprachtelefonie zurückdrängen, obwohl letztere zweifellos bequemer ist?

    Letztlich sollte auch noch an der reinen Uhrenfunktion gefeilt werden.
    Die vom Autor vorgeschlagenen Hybridkonzepte wären ein Ansatz mit maximaler Laufzeit, aber wenig Flexibilität bei der Uhrenfunktion.
    Eine Reduzierung der Funktionalität auf reine Uhrzeitanzeige, bei Erreichung eines vorgebbaren Restakkustandes von z.B. 20%, ein anderes.
    Mit weniger Laufzeit als Hybriduhren, aber mehr Flexibilität, z.B. bei Watchfaces.

    Wie eingangs geschrieben, die Hersteller sollten gewarnt sein, und sie sollten die Krise nutzen, um zu handeln, mit neuen Ideen, Anwendungen und vielleicht auch Designs...

  • Thomas H. vor 7 Monaten

    Ich finde es immer wieder interressant, wie manche Dinge kommentiert werden. Dem einen zu teuer, kauft dann aber ein Iphone für 800€ wenn möglich alle 2 Jahre, muss ja immer das Neueste sein., für den anderen ist man ein Nerd. Wie nach den ersten Sätzen schon vermutet, bin ich Besitzer einer Smartwatch ( Zenwatch 2 ) und stehe auch dazu. Andere haben Sky, das habe ich nicht, anderen einen Kühlschrank, den sie mit dem Smartphone steuern können, habe ich auch nicht. Wieder ein anderer braucht 3D Fernseher und 4K dazu, habe ich auch nicht.
    Ich besitze meine Zenwatch seit 9 Monaten und bin zufrieden damit, wie sie ist. Ich kann Nachrichten lesen, werde an Termine erinnert, kann mit telefonieren ( sieht aber schon bescheuert aus wenn man mit dem Handgelenk spricht ), nutze Maps, habe verschiedene Design`s , kann antworten auf WhatsApp ohne das Handy rausholen zu müssen usw.
    Natürlich sind sie noch nicht ausgereift, aber wie sahen die ersten Handy`s aus? Und wie oft habe ich schon von Leuten gehört, das brauch ich nicht und das brauch ich nicht. Irgendwann hatten sie es dann doch.
    Man sollte den Dingen auch Zeit geben damit sie sich entwickeln können und nicht gleich alles verdammen. Die Erde ist auch nicht an einem Tag entstanden.
    Meine Zenwatch vibriert, muss mich für Silvester vorbereiten. Allen eine guten Rutsch und viel Spaß mit dem was sie gutfinden.

  • Tenten vor 7 Monaten

    Leider hast auch du nicht verstanden, dass eine Smartwatch eine Ergänzung und kein Ersatz sein soll.

  • Wolfgang L. vor 7 Monaten

    Ich kaufe mir eine Smartwatch und wissentlich ja keine Uhr, deswegen ist die Akku laufzeit für mich das geringste Problem!
    Mein Smartphone lade ich ja auch jeden Abend auf, deswegen verstehe ich das ständige angesprochene Akku Problem nicht.

  • Andy N. vor 7 Monaten

    Bei mir ist es gerade andersherum: nach über 15 Jahren ohne Armbanduhr bin ich erst dann Smartwatch wieder zum Uhrenträger geworden.

118 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Es wäre schon viel erreicht wenn die Technik funktionieren würde, so wie sie jetzt ist.
    Meine Sony SW3 funktionierte einige Wochen super, all die tollen Sachen wie Nachrichten diktieren und apps per Sprache steuern klappten . Dann beendete Huawei per Update die Freundschaft zwischen Uhr und Handy .
    Mit meinem Xiaomi klappte die Verbindung immer nur für wenige Sekunden und schließlich landete die Uhr bei eBay.
    Die 100€ China Uhren sind auch keine Lösung weil es eigentlich kleine Handys sind die nur wenig mit den großen Brüdern zusammen arbeiten.
    Jetzt habe ich ein Samsung Note 3, der Gedanke liegt nahe eine SW des gleichen Herstellers zu kaufen. Schaue ich mir jetzt den Preis des aktuellen Modells an wird klar : 1. kommt für mich nicht in Frage und 2. die spinnen, die Hersteller.

  • "Die Akkulaufzeit ist mit höchstens einer Woche lächerlich gering. Normale Armbanduhren arbeiten zum Teil jahrelang" ist für mich vollkommen irrelevant: mein Smartphone lade ich ja auch täglich (auch wenn´s meistens über 2 Tage halten würde, genauso, wie meine ZenWatch2).
    So what?

    "Die Software arbeitet zum Teil fehlerhaft" ist leider richtig, vor allem die Updates haben sehr viel Zerstörungspotential...

    "Die Benachrichtigungen lenken im Alltag ab; ihre Verwaltung in der Software ist aber zu kompliziert.". Soso, also, die Benachrichtigungen auf dem Smartphone lenken weniger ab? Wie das denn? Wenn ich eine SMS bekomme, kann ich die doch genauso ignorieren!
    Und wenn ein Anruf kommt, kann ich auch beim Autofahren oder in der Warteschlange vor der Kasse kurz auf die Uhr tippen und sagen "ich ruf Dich gleich zurück" (oder auch problemlos telefonieren) und muss nicht erst das Smartphone aus der Tasche pfriemeln. Ist doch wesentlich besser, als wenn dieses ewig in der Tasche klingelt!

    Also, ich möchte meine ZenWatch2 nicht mehr missen, v.a. wegen der Freisprechfunktion und so geilen Apps wie "Bees Recorder" (genial für ne Memo auf die Schnelle!).
    Was ich allerdings definitiv vermisse, ist das "totgeschwiegenes Manko": die Dinger müssen endlich RICHTIG wasserdicht werden! Die Zenwatch2 ist zwar IP67, aber IP 68 wäre doch wesentlich vertrauenerweckender und alltagstauglicher...

  • Also "Besitzer von Android-Smartphones können sich auf Kompatibilität verlassen" kann ich nicht bestätigen: durch das Update von Wear im Herbst ist meine ZenWatch2 für Android 4.4 unbrauchbar geworden!
    Das Update des Smartphones hatte auch ein Update der Uhr zu Folge, wodurch sie inkompatibel geworden ist. Rückgängig machen war lt. Asus nicht möglich und auch sonst keine Lösung.

    Nur mit einem neuen Smartphone mit Android 6 funktioniert sie wieder...

  • Leider wird immer nur über teure Smartwatches geschrieben und reine Android Versionen übergangen. Für ca. 130€ bekommt man z. B. eine Lem5 mit Android 5.1 1GB/8GB und 400x400 Auflösung; hält (wie jedes Smartphone) je nach Gebrauch bis zu 2 Tage. Zum Telefonieren, Navigieren, Informationen und Messages völlig ausreichend.

  • Aladan vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Ich werde die Asus Zenwatch 3 testen, sobald Android Wear 2 verfügbar ist. Jedoch muss ich vorneweg sagen, dass ich eine Smartwatch ausschließlich dazu nutze, um einige wenige Notifications zu bekommen, die Uhrzeit abzulesen und vielleicht mal einen Timer zu stellen. Weder browse ich darauf, noch schreibe ich darauf, dafür ist mir das einfach zu unhandlich.

  • Jens W. vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Hatte schon alle gängigen Smartwatches einmal. Jedes Mal verkauft weil sie mir auf den Sack gingen. Jetzt hole ich mir keine mehr.

  • Hi. Ein frohes neues erst mal. Ich habe seit ein paar Tagen günstig eine Moto 360 1.Gen erstanden. Und muß sagen, das ich eigentlich positiv überrascht bin. Sie hält bei mir ein Tag durch (6-24 Uhr). Macht was die soll und ist schick. geladen wird sie per Induktion mit jeder beliebigen Ladeplatte.

    Das Problem vieler ist einfach das, das sie von der SmartWatch eine Smartphone Ersatz erwarten. Dafür ist sie doch gar nicht da. Sie soll das Smartphone ergänzen. Das Display muß nicht 4k sein. Die CPU/GPU Unit muß kein Oktakore sein. Der Speicher muß nicht 32 GB sein und der RAM 2 GB oder mehr. Viel mehr braucht es eine schöne Optik, was ja mittlerweile gegeben ist. Ein extrem stomsparendes Display mit einer Auflösung die für GoogleMaps reicht, auch die gibt es schon in Form von OLED. Die Prozessoren reichen mehr als aus die Funktionen zu ermöglichen.... spielen muß man auf der SmartWatch nicht können! Das aufladen per Induktion ist ok und die beste Art zu laden, da ja das langsam zum Standard wird. Die einzige Schwachstelle ist der Akku. Natürlich meckern die Leute, das die Uhren zu dick und klobig sind. Aber diese Leute tragen auch eine Diesel Uhr....Die fast das doppelte Volumen meiner Moto hat. Ich bin mit den Dimension der heutigen SmartWatches zufrieden. Die neuen Akkutechnologien dürften das Problem dieses Jahr richten.

    Also Leute nochmal gaaaaanz simpel gesagt: Eine SmartWatch ist eine Ergänzung nicht ein Ersatz!

    • Ich stimme Dir in fast allen Punkten zu.

      Nur 1 Tag Batterielaufzeit?
      Da ist meine Erwartung an eine Smartwatch deutlich höher.

      Wem dick und klobig nicht gefällt, sollte mal zur Pebble Round schielen. Sie ist - für Smartwatch-Verhältnisse - sehr flach. Allerdings hält bei ihr der Akku auch nur 2 Tage.

      • Also, die Zenwatch2 hält normalerweise locker 2 Tage durch. Das ist genauso lange wie mein Acer Liquid (und länger).
        So what? Bei mir hängen Beide nachts an der Strippe, beim Schlafen brauch ich die recht selten...

  • Einzig Pebble war für mich Smart genug. Hatte als Backer der Time 2 auf einen würdigen Nachfolger meiner Pebble Steel gehofft. Akkulaufzeit von bis zu 10 Tagen finde ich ok. Vector, SMA mit der Q2 versprechen bis zu 30 Tage. Was haben die alle gemeinsam? Ein Memory-LCD Display (auch e Paper genannt, nicht zu verwechseln mit e Ink). Auch wenn die Auflösung bei diesen Displays nicht sonderlich hoch ist, stehen sie aber für Strom sparen. Leider kann man mit der Vector und SMA-Q keine Messages beantworten. Damit fehlt Ihnen aus meiner Sicht eine wichtige Smart-Funktion.

    Aber vlt. sind ja Hybriden wie die Withings, Cookoo oder Martian die Zukunft der Smartwatches.

  • Der Nachteil: "Android-Wear Uhren sind fast komplett abhängig vom Smartphone", erschließt sich mir nicht ganz.

    Smartwatches sollen das Smartphone erweitern und nicht ersetzen, da brauche ich keine Unabhängige Uhr, wozu auch?

  • Schade, dass die Firma Pebble durch FitBit eingestampft wurde.
    ich bin bisher mit meiner Time Steel sehr zufrieden, und wollte mir eigentlich den Nachfolger kaufen.
    Nun heißt es, dass gegen Ende 2017 die Server abgeschalten werden, was für mich bedeudet, dass die Uhr zu einem teuren briefbeschwerer wird.
    Die Anbindung über die App Gadgetbridge ist in meinen Augen aktuell etwas wackelig und noch nicht optmimal. Es können zwar alle Apps und Watchfaces installiert werden, jedoch funktionieren diese dann nicht zu 100%.
    So ist es mir aktuell nicht möglich, auf meinem aktuellen Watchface via openweatermap das Wetter via GPS anzuzeigen.

    Und alternativen gibt es bestimmt viele, nur jetzt eine Android Wear Uhr kaufen, ist mir momentan zu heiß, da aktuelle Geräte nicht alle in den Genuss auf das Update der version 2.0 kommen, zum anderen kommen mit deren Vorstellung bestimmt neue und interessante Geräte auf den Markt.

  • Ich finde es immer wieder interressant, wie manche Dinge kommentiert werden. Dem einen zu teuer, kauft dann aber ein Iphone für 800€ wenn möglich alle 2 Jahre, muss ja immer das Neueste sein., für den anderen ist man ein Nerd. Wie nach den ersten Sätzen schon vermutet, bin ich Besitzer einer Smartwatch ( Zenwatch 2 ) und stehe auch dazu. Andere haben Sky, das habe ich nicht, anderen einen Kühlschrank, den sie mit dem Smartphone steuern können, habe ich auch nicht. Wieder ein anderer braucht 3D Fernseher und 4K dazu, habe ich auch nicht.
    Ich besitze meine Zenwatch seit 9 Monaten und bin zufrieden damit, wie sie ist. Ich kann Nachrichten lesen, werde an Termine erinnert, kann mit telefonieren ( sieht aber schon bescheuert aus wenn man mit dem Handgelenk spricht ), nutze Maps, habe verschiedene Design`s , kann antworten auf WhatsApp ohne das Handy rausholen zu müssen usw.
    Natürlich sind sie noch nicht ausgereift, aber wie sahen die ersten Handy`s aus? Und wie oft habe ich schon von Leuten gehört, das brauch ich nicht und das brauch ich nicht. Irgendwann hatten sie es dann doch.
    Man sollte den Dingen auch Zeit geben damit sie sich entwickeln können und nicht gleich alles verdammen. Die Erde ist auch nicht an einem Tag entstanden.
    Meine Zenwatch vibriert, muss mich für Silvester vorbereiten. Allen eine guten Rutsch und viel Spaß mit dem was sie gutfinden.

    • Also bis auf das " ( sieht aber schon bescheuert aus wenn man mit dem Handgelenk spricht )" hast Du absolut Recht.
      Ich finds tausendmal nerviger, wenn mir z.B. in der S-Bahn jemand gegenüber sitzt, der auf einmal ´was sagt... Bis ich dann wahrgenommen hab, dass der einen Stecker im Ohr hat, hab ich ihm schon 3x geantwortet... Ne, da wär mir lieber, wenn ich gleich sehen würde, dass der mit seinem Handgelenk spricht... ;-)

      Ich bin auch stolzer Besitzer einer ZenWatch2 und bis auf ein paar "Kleinigkeiten" seeehr zufrieden damit.
      V.a. seit es "Bees Recorder"gibt...

  • Olli vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Die Technik ist noch nicht so weit es gibt ja nur eine die wasser fest ist und das ist die i watch

Zeige alle Kommentare

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu

Alles klar!