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WLAN-Signal verstärken: So verbessert Ihr Euren Empfang

Verfasst von: Nico Heister — vor 3 Monaten

Wenn an Eurem Android-Smartphone der WLAN-Empfang schlecht ist oder Ihr vielleicht sogar mit WLAN-Abbrüchen zu kämpfen habt, müsst Ihr nicht gleich verzweifeln oder teure WLAN-Repeater kaufen. Oftmals tun es auch schon diese simplen Tricks. Wir zeigen Euch heute, wie Ihr in wenigen Schritten Euer WLAN-Signal verstärken könnt.

WLAN-Signal verstärken: Die Hintergründe

Viele Faktoren spielen eine Rolle dabei, wie gut oder schlecht Euer WLAN-Empfang ist, einige davon könnt Ihr beeinflussen, andere nicht. Zu den beeinflussbaren Faktoren zählen:

  • Standort des WLAN-Routers
  • Dicke/Material der Wohnungswände
  • Interferenzen durch andere technische Geräte
  • Alter Eures WLAN-Routers (er sollte den WLAN-Standard 802.11n unterstützen)

Wichtig ist vor allem, dass Ihr den richtigen Standort für Euren WLAN-Router wählt. So sollte der Router möglichst zentral in der Wohnung stehen, ebenfalls ist es wichtig, dass er erhöht steht und nicht in einem Schrank oder einer Schublade verstaut wird. Auch die richtige Ausrichtung der Antennen spielt beim WLAN-Empfang eine große Rolle. Die Faustregel hierbei lautet, dass die Antennen voneinander wegzeigen sollten, um eine gleichmäßige Ausbreitung zu gewährleisten.

nexus 6 android wlan signal
Mit diesen Tricks könnt Ihr das WLAN-Signal verstärken. / © ANDROIDPIT

WLAN-Signal verstärken: Analyse

Schauen wir uns jetzt an, wie gut die Signalstärke Eures Routers ist. Ladet Euch dafür die kostenlose App Wifi Analyzer aus dem Google Play Store herunter:

Wifi Analyzer Install on Google Play

Wenn Ihr die App startet, seht Ihr mehrere Graphen: Auf der X-Achse (horizontal) sind die verschiedenen WLAN-Kanäle aufgeführt, die Y-Achse zeigt die Signalstärke. Je höher hier der Wert, desto besser das Signal. Außerdem seht Ihr auch, wie viele andere Netzwerke in Eurer Umgebung einen bestimmten Kanal nutzen. Diese Ansicht kann für Laien schnell verwirrend sein, aber Wifi Analyzer bietet auch noch eine andere Ansicht: Tippt dazu oben rechts auf das Augen-Symbol und anschließend auf Kanalbewertung. Dort müsst Ihr ganz oben auf das gelbe Warndreieck tippen und dann noch Euer WLAN-Netzwerk auswählen.

wifi analyzer wlan signal
Links seht Ihr eine Übersicht der verschiedenen Kanäle, rechts ist die Kanalbewertung. / © ANDROIDPIT

Wifi Analyzer zeigt Euch jetzt, welchen WLAN-Kanal Euer Netzwerk nutzt und gibt Euch auch Vorschläge für bessere Kanäle, in unserem Beispiel wäre das Kanal 12, 13 oder 14 (Hinweis: WLAN-Kanal 14 ist in Deutschland von der Bundesnetzagentur nicht zugelassen und wird nur in Japan verwendet).

WLAN-Signal verstärken: WLAN-Kanal ändern

So weit, so gut. Jetzt solltet Ihr aber nicht einfach hingehen und den WLAN-Kanal Eures Routers ändern, denn das könnte fatale Folgen haben. Deshalb hier ein wenig Hintergrundwissen:

Die 13 in Deutschland zugelassenen WLAN-Kanäle sind nicht klar voneinander getrennt, sondern überlappen sich und können sich somit in die Quere kommen. Nutzt Euer Router also zum Beispiel Kanal 1, werden gleichzeitig auch die Kanäle 2 und 3 mitverwendet. Insgesamt gibt es nur drei Kanäle, die sich nicht gegenseitig in die Quere kommen, und das sind Kanal 1, 6 und 11. Ihr solltet daher möglichst einen dieser WLAN-Kanäle wählen. Hier ist die Kanalübersicht von Wifi Analyzer eine große Hilfe. Tippt dazu wieder auf das Auge und anschließend auf Kanalübersicht.

wifi analyzer signalstaerke
Die Kanalübersicht von Wifi Analyzer im Detail. / © ANDROIDPIT

Habt Ihr einen von Wifi Analyzer empfohlenen Kanal gefunden, der sich nicht mit anderen Kanälen bei Euch in der Umgebung überlappt, könnt Ihr den Kanal in den Einstellungen Eures Routers ändern. Da es viele verschiedene Router gibt, schaut hier am besten im Handbuch Eures Routers nach, solltet Ihr nicht wissen, wo und wie Ihr den Kanal ändert.

Übrigens: Kanäle 9 und 10 sollten möglichst gemieden werden, da Mikrowellen in den selben Frequenzen funken und es somit wieder zu Störungen kommen kann.

WLAN-Signal verstärken: Fazit

Ein wenig Trial & Error gehört beim Ändern des WLAN-Kanals immer dazu, deshalb solltet Ihr in den nächsten Tagen nach der Kanalumstellung das WLAN-Signal Eures Smartphones und anderer WLAN-Geräte wie Tablet oder Notebook genau im Auge behalten und dafür auch das Signal in unterschiedlichen Räumen Eurer Wohnung und zu verschiedenen Tageszeiten testen. Gibt es keine Probleme und hat sich Euer WLAN-Empfang spürbar verbessert, könnt Ihr den geänderten WLAN-Kanal weiterverwenden.

Begeisterter Android-User seit Dezember 2009 und dem Motorola Milestone. Außerdem allgemein technikinteressiert und immer auf der Suche nach den neuesten Gadgets, die ihm das Leben entweder leichter oder schwerer machen. Nico ist zudem bekannt dafür, zu viel Kaffee zu trinken und zu wenig zu schlafen. In seiner raren Freizeit genießt er einen guten Film und lange Spaziergänge am Strand. Der letzte Teil war gelogen.

36 Kommentare

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  • Werner vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Äääähm. Da hat wohl der Fehlerteufel ganz böse zugeschlagen. Je höher der Wert, desto besser das Signal? Genau umgekehrt ist es richtig. Es steht ja nicht umsonst ein Minus Zeichen vor den Werten. *Kopfschüttel*

    Bei den Hintergründen wurde auch was vergessen. Es gibt Router mit 1, 2 oder integrierten Antennen, darauf kommts auch an. Auch wichtig ist die eingestellte Frequenz 2,4 oder 5 GHz. Der Abstrahlwinkel bei 5 GHz mit 30° gegen 45° bei 2,4 GHz ist wesentlich geringer.

  • 4
    Erik vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Der Titel passt ja mal wieder großartig -.-

  • Michael P. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Zu den beeinflussbaren Faktoren zählen:
    Dicke/Material der Wohnungswände

    Gut dass ich den Artikel gelesen habe. Werde mir morgen gleich eine Hilti besorgen und ein paar Löcher in die Wände meißeln! :-D

  • Blowfly vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    "Zu den beeinflussbaren Faktoren zählen:

    Standort des WLAN-Routers
    Dicke/Material der Wohnungswände
    Interferenzen durch andere technische Geräte"

    Was ist das wieder für ein amateurhafter Artikel ?

    Standort des WLAN-Routers:
    Es geht um WLAn-Router - schön, aber ausser dem eigenen WLAN-Router kann ich den Standort anderer WLAN-Router nicht beeinflussen. Ich hab ja gehört es soll auch noch andere WLAN-Router ausserhalb der eigenen 4 Wände geben ;-)

    Dicke/Material der Wohnungswände:
    Ja nee is klar, voll beeinflussbar. Ich reiß die Wohnungswand ein oder klopf die Hälfte der Wohnungswand runter. Vor allem wenn ich bei Freunden bin, die freuen sich bestimmt wenn ich zuerst die Zimmerwand einreisse um den Router freizulegen...oder im Hotel oder am öffentlichen Hotspot hänge. Was ein Schwachsinn...

    Interferenzen durch andere techn. Geräte:
    Ich änder dann also die Frequenz an meiner Mikrowelle.Is auch klar ;-)
    Oder am besten gar nicht mehr benutzen....zumal die paar Minuten Mikrowelle am Tag auch den ganzen Internet-Tag versauen ;-)

    Ehrlich, wer schreibt hier so einen Mist zusammen ??? Bekommt man dafür auch noch Geld ?

    • 11
      Sonček N. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Vielleicht hast Du nur nicht verstanden, dass der Autor hier einfach zur Info ein paar der wichtigsten Einflussgrößen genannt hat. Nirgends steht, dass man Wände einreisen soll. Eher lese ich einige Hinweise für nicht so wissende User was man trotzdem ändern kann.
      Tatsächlich gibt es nämlich Anwender die ihren Router im Keller oder im Haus, unten im Flur, direkt an der TAE haben, weil da das klassische DSL rein kommt. Wenn man dann gute Wände hat, ist halt oben dann kein oder miserables Signal.
      Ebenso sehe ich immer wieder Router die versteckt hinter dicken Bücherwänden "unauffällig" untergebracht sind. Oder direkt neben elektronischen Geräten stehen.
      Mit ein wenig Grundlagenwissen kann man viel beeinflussen.
      Und ja, es gibt sehr viele selbsternannte Spezialisten, auch und gerade bei jüngeren Mobilfunkusern, die solch einfache aber wirkungsvolle Sachen einfach nicht wissen. Deine Antwort ist daher eher polemisch oder sogar realitätsfern.

    • Ingo Henning vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Zitat: "...wer schreibt hier so einen Mist zusammen ?"
      Stellungnahme: vermutlich Jemand, der weniger "Mist" produziert als dieser Kommentator.

  • Olaf Gutrun vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Mein Router sendet gerade nur auf 5% Sendeleistung, habe trotzdem guten Empfang, mit dem Vorteil das das Wlan vor der Haustür nicht zu empfangen ist.

    Würden das alle machen, würden sich die Wlans auch weniger stören.

    • Hans Meiser vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Hmm... Ich habe meine Fritzbox extra mit anderen Antennen umgebaut um genau diesen Effect nicht zu haben. Sie läuft auf 100% und strahlt mit den Antennen noch besser ab. Sinn und Zweck: Öffentlicher WLan Hotspot. Ich stelle mein WLan auf InstaBridge anderen Nutzern zur Verfügung (natürlich nur eingeschränkt).

  • Werner Sirtl vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Super Anleitung.
    Jetzt habe ich herausgefunden das in meiner Nachbarschaft neben meinem noch 23 weitere Router in Betrieb sind.
    Könnt Ihr jetzt bitte noch eine Anleitung schreiben, wie ich für diese vielen Router einen Störsender bauen kann?

  • Roberto Melzer vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Auf jeden Fall sollte man einen Router mit Dual n und ac Wlan verwenden, denn die meisten Smartphones und Tablets ünterstützen das 5Ghz Band. n also 2,4Ghz benutze ich für meinen Laptop und den Samsung TV. Da kommt sich nix in die Quere. Den Funkkanal immer auf Auto lassen, Den Channel Width habe ich bei n auf 40Mhz und bei ac auf 80Mhz eingestellt. Die besten Wlanrouter sind meiner Meinung nach die von TP-Link. Ich selbst nutze hier den Archer C2. Unkompliziert in der Einrichtung. Ich habe hier bei meinem Galaxy S4 292Mbps und meine Frau mit ihrem Xperia Z1 sogar 325Mbps. Wer Probleme mit dem Verbinden des Wlan Netzwerkes per DHCP oder fester IP Adresse hat, dessen Wlanmodul hat dann wohl einen Defekt. Meine Erfahrung.

    • 3Komma14 vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ich habe mit meinen Z3C sogar per ac an der Fritzbox 7490 433MBit/s!
      Leider kann man an der Fritzbox keine unterschiedlichen Funktechniken pro Band einstellen. Hätte noch einen Asus AC68U, aber die Fritzbox brauche ich wegen der Telefonie.

  • 3Komma14 vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Kommt aber auch immer darauf an, welche Bandbreite man nutzt. Seit ich die 100MBit/s zu Hause habe, verwende ich nur noch 5Ghz mit meinen Geraten. Nur mit ac-WLAN, kann ich die volle Bandbreite nutzen. Mit 2,4Ghz funktioniert es nicht, da zu viele Nutzer in der Umgebung auf den Kanälen unterwegs sind. Und ja, auch ich habe für 2,4 und 5 natürlich unterschiedliche SSID's!

  • 15
    Leo Schrott vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Fritzbox kaufen die haben alle Antennen😁

    • Hans Meiser vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Stimmt nicht ganz... Manche haben eher nen "Witz" als Antenne. die 73xx und 74xx Geräte z.B. Hier kann man mit einem kleinen Umbau und ordentlichen Multiband-Antennen (mit >8dB Gewinn) schon einiges ausrichten!

  • Michael Eschgfäller vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    und was kann man tun wenn der router interne Antennen hat, ausßer ihn zu versetzen oder Ersetzten?

  • Thomas Christl vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Wie soll ich denn die dicke und das Material meiner Wände beeinflussen?

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