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4 Min Lesezeit 13 Kommentare

WLAN im Flugzeug: Ein Querschnitt durch die Preise

Ab in die Wolken: WLAN im Flugzeug kann teuer sein. Wir sehen nach, wie viel ein Zugang zum Internet im Flugzeug kostet und welche Airline ihn bietet. Die erste Liste zeigt schon jetzt, dass die Preisdifferenzen gewaltig sind.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Die Nachfrage nach ständiger Erreichbarkeit (zur bitkom-Studie) macht das einst Undenkbare möglich: Telefonieren und Surfen in Zehn Kilometern Höhe sind in immer mehr Fluggesellschaften kein Problem mehr. Das Einschalten des Smartphones ist nicht mehr grundsätzlich untersagt (zur Meldung der EASA).

Gehen wir einmal die wichtigsten Airlines durch und schauen uns ihre Angebote an. Als Quelle der ersten Übersicht orientieren wir uns vorerst an der ständig aktualisierten Airline-Übersicht von Opodo.

Air Berlin

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat inzwischen vier Online-Pakete für seine Fluggäste ermöglicht. Das kleinste reicht für 30 Minuten, 20 Megabyte und kostet 4,90 Euro. Das größte gilt für den gesamten Flug und gibt Euch 120 Megabyte Datentransfer für 18,90 Euro. Zu den Bestimmungen.

Achtung: Um das Bord-WLAN in Flugzeugen von Air Berlin zu nutzen, müsst Ihr noch vor Abflug airberlin connect installieren.

airberlin connect Install on Google Play

British Airways

British Airways setzt nicht auf WLAN sondern auf Eure echte Mobilfunkverbindung. Ihr benötigt eine internationale Roaming-Vereinbarung mit Eurem Netzwerkbetreiber, und die Gebühren werden über Euren normalen Mobilfunktarif abgerechnet. Die Internetgeschwindigkeit sei vergleichbar mit GPRS. Zu den Bestimmungen.

Die Zahl der eigentlichen Provider für den internationalen Luftraum ist erstaunlich kurz. Allerdings haben die bisherigen Anbieter mit etlichen Providern auf dem Globus Roaming-Abkommen ausgehandelt. Mit der Ausnahme WINS-Limited und Telefónica kooperieren alle internationalen Netzbetreiber mit den deutschen Providern E-Plus, Vodafone, Telekom und O2. Da WINS aber eher mit Kreuzfahrtschiffen kooperiert, müssen sich O2-Kunden in Fliegern der British Airways eher keine Sorgen machen, ins Netz zu kommen.

Emirates

Bei Emirates gibt es beides: Ihr könnt sowohl die Datendienste des Roaming-Providers verwenden, als auch im WLAN surfen. WLAN im Flugzeug kostet einen US-Dollar pro 500 Megabyte und ist damit erheblich günstiger als bei Air Berlin. Aber Achtung: Nicht alle Flugzeuge des Typs Airbus A 380 und Boering 777 wurden bereits mit WLAN ausgerüstet. Hier geht es zu den Bestimmungen.

Lufthansa

Bei WLAN im Flugzeug kooperiert die Lufthansa mit der deutschen Telekom. Man verbindet sich hierbei mit einem FlyNet Hotspot. Auch Nicht-Telekom-Kunden bekommen Zutritt zum Netzwerk. Beim Roaming wird die Internetnutzung gemäß der internationalen Roaming-Tarife Ihres Service Providers abgerechnet. Kunden mit Telekom Festnetztarif oder mit Telekom Mobilfunktarif wird 1,49 € pro 10 Minuten für die Nutzung im Flugzeug berechnet.

Es gibt auch günstigere Pakete. Vier Stunden kosten 14 Euro; Full Flight für bis zu 24 Stunden 17 Euro. Ihr könnt auch Meilen einlösen. Hier geht es zu den Bestimmungen.

Auch einfaches Roaming ohne WLAN ist in Flugzeugen der Lufthansa möglich. Sobald Ihr Euer Smartphone nach dem Start des Flugzeuges wieder einschaltet, verbindet es sich mit dem Netz des Roaming-Partners AeroMobile. Daten-Roaming erfolgt lediglich über das GSM-Netz, also nicht so schnell wie mit WLAN.

Norwegian

Bei den Norwegern spart man sich die Rechnerei und gibt seinen Fluggästen kostenloses WLAN. In 74 der insgesamt 76 Boeing 737-800 Maschinen sei laut Opodo WLAN verfügbar. Schaut man in die Flug-Liste, entdeckt man bei recht vielen Flügen das WLAN-Symbol. Zu den Bestimmungen.

Qatar Airways

Bei Qatar Airways nutzt man den WLAN-Partner Oryx Comms. Seine Preise fluktuieren leicht von Flug zu
Flug und werden vorher nicht bekanntgegeben. Zumindest geht dies aus dieser offiziellen Support-Stellungnahme hervor.

Überdies habt Ihr auch in den Fliegern der Qatar Airways Roaming-Zugriff aufs internationale GSM-Netz. Zu den Bestimmungen.

Turkish Airlines

Auch die Turkish Airlines verschenkt seinen WLAN-Zugang zum Internet. Seit 2013 sollen inzwischen alle Boeing-Maschinen der Flotte ausgerüstet worden sein. Von Kosten ist an keiner Stelle die Rede.

United

Auch bei United ist es Glückssache, ob man einen Flieger mit WLAN erwischt. Die Preise für United Wi-Fi können variieren. Die Bestimmungen und die Liste WLAN-ausgerüsteter Flieger seht Ihr hier. Die Satellitenanbindung ist recht lückenlos. Löcher hat man nur im Südatlantik oder über China.

Fazit

Es ist bemerkenswert, wie unterschiedlich gut der Ausbau von Internet im Flugzeug vorangeht. Manche Airlines sehen Chance für zusätzliche Einnahmen und halten die Hände weit auf. Andere schenken ihren Passagieren den Zugang, was hoffentlich zur Mode wird.

Keiner der Anbieter erlaubt die Nutzung von VoIP-Diensten, sodass Ihr auch im Flieger keine Videokonferenzen machen könnt. Das wäre bei den niedrigen Datenraten auch kein Vergnügen, um ehrlich zu sein. Außerdem macht man sich bei seinen Mitpassagieren sehr unbeliebt, wenn man plötzlich lauthals anfängt, im Flieger seine Untergebenen herunterzuputzen. Übrigens ist in den meisten Airlines auch das Telefonieren untersagt. Fragt dazu aber am besten Euren Flugbegleiter, um unangenehmen Situationen vorzubeugen.

13 Kommentare

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  • Letzte Woche mit JetBlue von Chicago nach New York; an Bord gratis WLAN. So geht's auch...


  • Da Lob ich mir Holland. Tadellos vernetzt, sowohl Mobil, als auch Land. Auh außerhalb der großen Städte. Aber Deutschland ist und bleibt halt Hinterlande, dank Telekom und Kurzsichtigkeit.

    Jan


  • Passt vielleicht nicht ganz:

    WLAN im Postbus: 0 €, dazu gibt' noch ein Video- und Musikstreamingangebot
    Dauert zwar etwas länger als mit dem Flieger, und nach Übersee ist auch nicht so gut, aber zum Zeitvertreib gibts ja Internet. Das hat über eine mehrstündige Fahrt gut funktioniert.
    An den Plätzen gibts 230 Volt Steckdosen zum Laden. Die Busfahrten selber sind auch sehr günstig.


  • wow, das sind Preise - da sollte man dann doch besser auf dem Boden (der Tatsachen) bleiben und sich fragen, ob man die paar Stunden in der Luft nicht auch mal ohne Internet auskommen kann.
    Danke für die Übersicht, Eric 👍


  • Super Übersicht! Toll gemacht!!!


  • Ich frage mich, wie das Signal ins Flugzeug kommt. In 10km gibt es eh kein Netz...


  • Das liegt daran, dass die deutschen Provider ja generell einen an der Waffel haben was Preise für Datenvolumen angeht. Wenn ich sehe was meine dänischen Nachbarn für Ihr Geld bekommen....


  • War ja klar das es bei den deutschen Airlines so viel kostet... Während andere Städte auf der Welt Problemlos ins wlan gehen können ohne Kosten, oder an sehr sehr vielen Stellen, ist das in Deutschland so gut wie noch kein Thema...


    • Jup 500m weiter in Polen findet man viele Freie Spots ohne sich regestrieren zu müssen... was man am ende länger tut, als es zu nutzen^^


    • Jan 08.12.2015 Link zum Kommentar

      In der Bundesrepublik Abzockistan wird man halt ausgepresst wie eine saftige Orange.

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