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4 Min Lesezeit 12 Kommentare

Windows 10 S: Microsofts neue Plattform als Antwort auf Chrome OS

Microsoft hat mit Windows 10 S eine neue Version des altbekannten Betriebssystems vorgestellt, die weitere Neuerungen nach sich ziehen dürfte. Mit der neuen Plattform geht Microsoft auf Google zu, macht dem Konkurrenten an anderer Stelle aber auch Dampf.

Gerüchte und Vermutungen gab es bereits einige Zeit, nun hat Microsoft den Vorhang gelüftet. Mit Windows 10 S gibt es eine leicht abgespeckte Version des Betriebssystems, die sich vor allem an Schüler und Studenten richten soll. Windows 10 S soll als schlanke Alternative auch auf etwas schwächerer Hardware flüssig arbeiten. Das System ist auf den Online-Einsatz optimiert, alle Programme arbeiten aber natürlich wie gewohnt auch ohne Internet-Zugang, wenn der nicht für spezielle Funktionen zwingend notwendig ist. Apps laufen in sicheren Containern, was den Schutz gegenüber Angriffen verbessern soll.

Die wichtigste Änderung von Windows 10 S im Vergleich mit dem normalen Betriebssystem: Es können ausschließlich Apps aus dem Windows-Store installiert werden, andere Software wird nicht unterstützt. Das führt allerdings im Umkehrschluss etwa dazu, dass die Anwender den Microsoft-Browser Edge nutzen müssen, denn kein anderer namhafter Browser ist im Appstore für Windows derzeit verfügbar. Microsoft ist nicht der Meinung, den Anwender hier einzuschränken, man betont: Sobald etwa Google für Chrome oder Mozilla für Firefox entsprechende Apps in den Store bringen, können diese natürlich auch als Standard genutzt werden. Übrigens: Wer sich ein Gerät mit Windows 10 S kauft, irgendwann aber doch auf das komplette Windows umsteigen möchte, kann direkt im Appstore ein Upgrade für rund 50 Euro erwerben.

Mehr Apps für den Store müssen her

Es gibt zwei mögliche Interpretationen, den Ansatz von Windows 10 S zu sehen. Einerseits geht Microsoft damit in Konkurrenz zu Google und Chrome OS, auch wenn die Google-Plattform noch radikaler auf den Browser, Plugins und Online-Nutzung zugeschnitten ist. Andererseits aber geht Microsoft mit der neuen Windows-Spielart auch auf Google und andere Unternehmen zu und versucht, endlich offizielle Apps für die Google-Dienste und weitere hochwertige Anwendungen in den Windows-Store zu bekommen. Klar, das soll auch die eigene Plattform stärken, denn der Appstore von Windows hinkt auch nach einigen Jahren noch ziemlich hinterher. Wird das Angebot hier besser, profitieren nicht nur die Massen von Windows-Nutzern, sondern am Ende auch die Anbieter der Apps davon.

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Der Surface Laptop mit Windows 10 S / © Microsoft

Mit dem Surface Laptop hat Microsoft auch direkt die passende Hardware für Windows 10 S parat. Der schlanke Laptop mit 13,5-Zoll-Display wiegt 1,25 Kilogramm und wird je nach Modell von einem Intel Core i5 oder i7 angetrieben. Das Notebook bleibt der schicken Formsprache der Surface-Tablets und des Surface Book treu, ist aber kein Schnäppchen. Die Preise für Deutschland beginnen bei 1.149 Euro und reichen hinauf bis 2.499 Euro. Das sind ganz andere Sphären als die Preisregionen von Chromebooks, die schon für weniger als 250 Euro zu haben sind. Allerdings werden auch viele andere Hersteller Laptops mit Windows 10 S anbieten und günstige Modelle sollen ebenfalls für unter 300 Euro erhältlich sein - dann natürlich deutlich weniger schick und schlechter ausgestattet als der Surface Laptop.

Windows 10 S als erster Schritt

Windows 10 S ist ein erster Schritt und sicher nicht nur für den Bildungsbereich gedacht, der den Rahmen der Vorstellung bildete. Ein schlankeres, abgespecktes, dabei aber sogar noch sichereres Windows könnte für den mobilen Einsatz durchaus ein Renner werden, wenn das Software-Angebot entsprechend aufgewertet wird. Zudem ist damit zu rechnen, dass spätestens zum Jahresende erste Hardware-Produkte mit Windows 10 S und ARM-Prozessoren erscheinen - den technischen Weg dafür hat Microsoft bereits vor einiger Zeit geebnet. Das dürfte die Auswahl weiter erhöhen und neue Möglichkeiten bei den Formfaktoren und der Mobilität bringen. Insgesamt gar nicht so schlechte Aussichten für Microsofts neues Projekt.

Was haltet Ihr von Windows 10 S und dem Surface Laptop? Wäre das eine Alternative für Euren Alltag?

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12 Kommentare

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  • Zumindest die Preise der Mickysoft Lappys sind mal sehr optimistisch angesetzt.


  •   32
    Gelöschter Account 03.05.2017 Link zum Kommentar

    Auch sehr interessant :

    www.windowsarea.de/2017/05/feature-vergleich-windows-10-s/

    Suchmaschine nur Bing ,keine Fremd Programme ,oder anderen Browser .

    Wenn soll das den anlocken und dann auch noch mit solch überdimensionierten teuren Hardware ?

    www.windowsarea.de/2017/05/surface-laptop-vorbestellen/


  • Top!!! Ein neues Windows RT aber als Windows 10 S aufgelegt...

    Echt peinlich was MS sich so alles ausdenkt und aus Fehlern lernen die nie!!! Mein BWL Lehrer hat mal gesagt... Die Amis reiten nen toten Gaul und verkaufen den anschließend als brauchbar 😂😅

    Yes you can!!!!


  • Ich dachte Microsoft hätte aus der Katastrophe der ersten Surface Pseudo Windows Geräte gelernt? Die Windows Spar Geräte waren doch nach Strich und Faden gefloppt. Schon im Vorfeld zeigen sich hier wieder tiefe Einschnitte in die Nutzung, wer will,braucht,möchte so etwas ??? 🤔


  •   32
    Gelöschter Account 03.05.2017 Link zum Kommentar

    Also ich sehe hier noch keinen Bedarf mich wieder mit Firewall und AV Software rumzuschlagen und bleibe vorerst bei meiner Asus Chrome Box und dem Chrome Browser ,sowie seinen Erweiterungen .

    Desweiteren ist ein Ad Blocker einfach Pflicht und das kann mir MS momentan noch nicht bieten.

    Solch ein Chrome OS Geräte bekomme ich ab 204€ und aufwärts natürlich ,also die Asus Chrombox ,ein Notebook mit Chrome OS sogar ab 199€ .


    • AdBlock gibt es doch schon lange für den Edge.


      •   32
        Gelöschter Account 03.05.2017 Link zum Kommentar

        Dann ist es mir Neu ,bisher wurde es immer wieder verlegt es endlich zu bringen .

        Trotz alle dem fehlen die Erweiterungen ,die man aus Chrome kennt und so wird man wieder beschnitten wie Windows RT .


  • Für wen sind die Microsoft-Geräte denn gedacht bei den Preisen? Schüler und Studenten? Sicher nicht. Wahrscheinlich hat Microsoft nur eine kleine Auflage bauen lassen als Proof of Concept. Aber ob das aufgeht? Sehe außer für Microsoft noch keine Vorteile. Für mich.


    • Der Surface Laptop ist sicherlich nicht primär an Schüler und Studenten adressiert. Immerhin kann man ja - vorerst - kostenlos auf Windows 10 Professional updaten.

      R.W.


      • Danke - endlich einer der sich wirklich mal eingelesen hat in Microsofts neuer Strategie.
        Die Produktreihe ist natürlich nicht "nur" für Studierende und Schüler gedacht, eher an die trendige und modeaffin geprägte Blogger- und Scenetypen-Fraktion. Finde die Preise auch noch erschreckend - doch erstmal abwarten und dann lieber schreien, sind ja eher noch UVPs.


  • Zeit, das Linux endlich mehr Beachtung bekommt...

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