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#Thementag 5 Min Lesezeit 40 Kommentare

Wie werden Drohnen unser Leben verändern?

Es ist mittlerweile klar, dass Drohnen eine große Rolle in den nächsten Jahren spielen werden. Schon jetzt ist die Welt der Drohnen recht groß und sie werden für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Findet mit uns heraus, wie Drohnen unser Leben in Zukunft verändern werden.

Manche von Euch erinnern sich sicher noch an Zeiten, zu denen gesagt wurde, dass die Zukunft den Smartphones gehören wird. Diese Zukunft ist jetzt und Smartphones haben unser soziales Leben, die Wirtschaft und vieles weiteres massiv verändert. Während ein Leben ohne Smartphone heute praktisch undenkbar ist, repräsentieren sie nicht mehr die Zukunft, sondern die Gegenwart. Die Zukunft gehört den verbundenen Geräten, die wir mit unserem Smartphone steuern können. Sei es die Smartwatch, die heimische Heizung, die automatische Bewässerung oder eben die Nutzung von Drohnen.

Ein breites Anwendungsfeld

Drohnen sind besonders interessant, da sie für viele verschiedene Aufgaben eingesetzt werden können. Ursprünglich waren Drohnen für militärische Einsätze gedacht. Zum einen eignen sie sich für diese Einsätze hervorragend, zum anderen waren sie für den privaten Gebrauch einfach viel zu teuer. Für eine lange Zeit hatte nur das Militär Interesse an der neuen Technologie und die Mittel, sie weiter zu entwickeln.

Mit der Zeit ändern sich die Dinge allerdings. Mittlerweile beschäftigt sich schon lange nicht mehr nur das Militär mit Drohnen. PricewaterhouseCoopers, ein Unternehmen, das nebenbei bemerkt für den Fauxpas bei den Oscars verantwortlich ist, hat den Markt für Drohnen Anfang 2016 auf 127,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Mit der Zeit wird dieser natürlich noch anwachsen, gewisse Faktoren, auf die wir später noch kommen, bremsen das Wachstum aber leicht ein.

Der Drohnen-Markt wird in den nächsten Jahren explodieren

Was kann eine Drohne alles? Man kann sie in drei Kategorien einteilen: Auf der einen Seite haben wir die militärischen Drohnen, die dem Militär gehören, als zweites haben wir die Drohnen, die für professionelle Zwecke gedacht sind und schließlich die Drohnen für den privaten Spaß (wobei auch diese wiederum breit gefächert sind).

Sie können bei der Arbeit helfen

Vielleicht sind sie Euch noch nicht aufgefallen, aber viele professionelle Drohnen sind schon jetzt im Einsatz. PwC beschreibt vor allem zwei Einsatzbereiche für professionelle Drohnen. Zum einen werden sie in der Landwirtschaft eingesetzt, um die eigenen Felder und die Pflanzen zu kontrollieren und instand zu halten. Zum anderen können sie Infrastrukturen analysieren und kontrollieren (in Warenhäusern und in pharmazeutischen Laboratorien zum Beispiel).

In anderen Worten, Drohnen können den Job eines Sicherheitsbeamten übernehmen, sowohl in der Luft als auch auf dem Boden. PwC schätzt den Markt dieser beiden Bereiche auf mehr als 77 Milliarden US-Dollar. Natürlich gibt es aber noch weitere Einsatzgebiete für professionelle Drohnen: Geografische und ethnologische Erkundungen, Analyse von Untergründen für die Erstellung von Karten, Transport von Sendungen (Amazon zum Beispiel arbeitet an einem entsprechenden Projekt), Transport von Menschen (in Dubai ist es bald soweit) und weitere.

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DJI ist einer der ganz großen Namen im Drohnen-Geschäft. © AndroidPIT

 ... oder einfach Spaß machen!

Für Fans neuer Technologien und für alle Neugierigen gibt es natürlich auch Drohnen, die ausschließlich für den privaten Gebrauch gedacht sind. Hier geht es nicht darum, dass die Drohnen einen bestimmen Zweck erfüllen müssen, sondern einfach nur um den Spaß und die Erfahrung neuer Technologien.

Ihr fragt Euch, was Ihr mit einer solchen Drohne anfangen könnt? Vieles, zum Beispiel gibt es sogenannte Selfie-Drohnen, die ein Bild oder Video von Euch aufnehmen können (manche folgen Euch sogar wie der beste Freund des Menschen, wenn Ihr es denn wünscht). So könnt Ihr Bilder von Euch aus völlig neuen Perspektiven aufnehmen, mit mehr Abstand und besseren Winkeln.

Für alle Fans von Wettbewerben eignen sich die "FPV Racing"-Drohnen

Für Freunde der Geschwindigkeit und des Wettkampfes gibt es mittlerweile natürlich auch die passenden Drohnen, die “FPV Racing”-Drohnen. Die Abkürzung steht für “First Person View”, Computer-Spiele-Fans kennen sie wahrscheinlich schon: Visuell sitzt Ihr praktisch auf der Drohne. Die Rennen sind aufgebaut wie Rennen eben aufgebaut sind, der Schnellste gewinnt. Ihr fühlt Euch dabei, als ob Ihr im Cockpit der Drohne sitzt, dank der Kamera, die auf Ihr montiert ist. Ihr sitzt also buchstäblich in der ersten Reihe, vor allem bei hohen Geschwindigkeiten ein unglaubliches Gefühl! Falls Ihr Euch gerne mit anderen messt, sind diese Drohnen perfekt für Euch.

Veränderungen, die nicht nur positiv sind

All das zeigt das große Potenzial der Drohnen, aber gewisse Umstände trüben das Bild etwas. Auf der einen Seite sind die Drohnen noch immer recht teuer (vor allem professionelle Drohnen haben ihren Preis). Mittlerweile sind die Drohnen, die für den privaten Einsatz bestimmt sind, allerdings schon deutlich bezahlbarer geworden. Bedenkt man die Technik, die man dabei kauft, sind die Preise durchaus zu verschmerzen, im Gegensatz zu manch einer professionellen Drohne. Hier rufen die Hersteller noch immer teils exorbitante Preise auf.

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Die Matrice 200 eignet sich für alle Wetterlagen. © AndroidPIT

Das zweite Problem, oder eher der zweite Umstand, ist die Gewöhnung der Öffentlichkeit an die neuen Drohnen. Neue Gesetze sind nötig, die USA tut sich hier zum Beispiel sehr schwer und die Gesetze unterscheiden sich schon jetzt von einer Stadt zur nächsten. Eins ist klar, Drohnen werden immer mehr Einsatz finden und wir müssen uns daran gewöhnen. Viele Dinge sind aber noch nicht geklärt und viele Menschen, vor allem in Deutschland, stehen den kleinen Drohnen schon jetzt recht skeptisch gegenüber. Der Gesetzgeber muss hier Wege finden, vor allem den professionellen Einsatz von Drohnen klar zu reglementieren und zu kontrollieren. Unvorstellbar, was passieren würde, wenn zu viele Drohnen gleichzeitig oder ohne klare Kontrolle über unsere Köpfe hinweg fliegen würden.

Desweiteren muss die Nutzung der Daten, die von Drohnen gesammelt werden, reglementiert werden. Hier ist auch die eigene Privatsphäre ein wichtiges Thema, was schon jetzt anhand vieler Bilder klar wird. Mit Drohnen sind ganz neue Einblicke in private Bereiche möglich. Auch der Transfer der Daten zwischen Drohne und Smartphone und anderen Geräten klappt nicht immer perfekt, wenn man unterwegs ist oder mal schlechtes Netz hat. 5G könnte dabei eine sehr wichtige Rolle spielen.

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Top-Kommentare der Community

  • Sue H
    • Blogger
    02.03.2017

    Ich glaub, ich bin vielleicht doch der Günther, 56 Jahre alt oder naja, sagen wir, die Hannelore, 81.

    Zumindest dem Klischee nach.
    Ich kann nämlich nichts mit dem ganzen Zeug der Zukunft anfangen.
    Vielleicht bin ich fantasielos, aber ich will keine SmartWatch, ich will keine Drohne, ich will nicht mit meinem Kühlschrank sprechen, ich will meinen Lichtschalter selbst betätigen.
    Dieses ganze proklamierte "neue Zukunft" voller Smart-Dinger ist (aus heutiger Sicht?) nichts für mich.
    Am Ende ist die Menschheit in Computerkabel verstrickt und verwickelt und kann sich nicht mehr bewegen (auf mehreren Ebenen zB physisch, psychisch, aber auch vom Datenschutz her, freiheitstechnisch usw.), wenn das nicht jetzt schon so ist.
    Oh, Mann.
    Oh, Welt, quo vadis, Welt.
    Eine friedliche Berghütte, ohne Smartphone und Co., Ruhe und Natur, wird vermutlich bald zum Märchen, wenn alles überall hochtechnologisiert ist und Drohnen überall herum schwirren..
    Hoffentlich dauert's noch ein bisschen, bis ich wirklich vielleicht 81 bin.
    Aber die nachfolgenden Generationen.. naja, vielleicht finden die das alles dann schon normal..

40 Kommentare

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  • A. K.
    • Mod
    03.03.2017 Link zum Kommentar

    Es ist schon vieles in den Kommentaren gesagt worden. Aufwand übersteigt hier Nutzen.

    Mit Aufwand sind vor allem Reglementierungen gemeint, wie Versicherung oder Registrierung. Das ist für mich kein Spielzeug mehr, nix mit schnell mal Spaß haben.

    Vor allem sind die Probleme real. Was passiert denn, wenn das Ding abstürzt und ernsten Sach- oder Personenschaden anrichtet? Oder aus Versehen oder mit Absicht in die Privatsphäre anderer eingedrungen wird?


  • Jene Angst, die man in vielen Ländern der dritten Welt schon kennt, nämlich das man aus buchstäblich heiteren Himmel herab mittels Hellfire Rakete entweder im Stücke geriessen oder der von hunderten glühenheißer Splitter durchlöchert als Invalide endet, könnte auch uns eines Tages die kindliche Freunde an Drohnen nehmen. Und da spielt es dann auch keine Rolle das die Rakete dann auch "Long Dong" oder "Druschba" heißen könnte! Mir macht die Entwicklung mehr Sorgen, die Möglichkeit der Überwachung und des Terrors durch diese Technologie, analog zur Entwicklung der Robotik, denn diese Technologien werden noch großes Leid über die Menschheit bringen.


    • Das hat man vom Auto vor 100 Jahren auch gesagt aber wir haben damit leben gelernt egal ob wir jedes Jahre tausende von tot haben im Straßenverkehr oder die Umwelt leidet, es redet keiner mehr so wie vor 100 Jahren. Genau so wird es in 100 Jahren auch sein.


      •   23
        Gelöschter Account 04.03.2017 Link zum Kommentar

        der vergleich passt mal garnicht


      • C. F.
        • Blogger
        04.03.2017 Link zum Kommentar

        Autoverkehr auf der Starße ist eindimensional, der Luftraum für Drohnen jedoch dreidimensional. Das läßt sich nicht einfach mit Kreuzungen und Ampelanlagen regeln. Wenn jeder eine Drohe bedienen und fliegen lassen darf, dann sollte aber auch jeder Haus- oder Grundstücksbesitzer eine entsprechende Flugabwehr einsetzen dürfen, um die Dinger vom Himmel zu holen, wenn sie die Privatshäre des Besitzers verletzen.


      • Verminator MK2 D

        https://youtu.be/CftIoXaByuU


  • komisch...wenn man im Internet mal googlet nach..."Wie sieht die Zukunft in 10-20 Jahren aus" dann schreiben namhafte, renommierte Zukunfts Forscher der Informatik/Digitaltechnik nichts von Drohnen/Quadrocopter. Also ich bin daher ganz entspannt und genieße noch solche fliegenden Exemplare, solange es sie noch gibt ;-)


  • Es heißt Quadrocopter und nicht Drohne.


    •   23
      Gelöschter Account 04.03.2017 Link zum Kommentar

      nein , heißt es nicht ! ein quadrocopter ist eine drohne ! kommt aus dem lateinischen quadrum , das viereck. ein viereckige drohne


  • Ich habe mich auch mal ne Zeit für Drohnen interessiert - einmal wegen dem "Spielzeug" ansich und dann natürlich auch wegen der Möglichkeit aus Perspektiven filmen und fotografieren zu können, die man halt sonst nicht zur Verfügung hat. Wenn ich aber die Entwicklung sehe welche Auflagen und Gesetze es hier mittlerweile gibt - wo man überall gar nicht fliegen darf, und das ist praktisch überall außer der großen freien Fläche/Wiese und selbst da kommt sofort ein Umweltschützer ums Eck. Dazu noch die gesetzlichen Auflagen ab einer bestimmten Größe/Reichweite benötige ich einen Eignungsschein also bin ich schon wieder registriert. Und dann benötige ich noch eine vernünftige Versicherung, denn mit dem Ding kann ja jederzeit was passieren (Absturz etc.). Das alles in Summe machen die Dinger für mich völlig uninteressant. Ich glaube nicht, dass sich die Drohnen groß durchsetzen werden angesichts der von mir oben angesprochenen Punkte. Denn in diesem Land kann man bei allem und immer davon ausgehen, dass jemand da ist, der mich anzeigt und mir dies untersagt und jenes. Nö....Drohne kein Thema mehr für mich.


    • Das ist doch Unsinn, du hast in diesem Land wesentlich mehr Freiheiten als anderswo. Wenn du natürlich über fremde Grundstücke fliegen oder fremdes Eigentum fotografieren willst, dann musst du dich doch nicht wundern, wenn man dir das verbietet. Das ist aber anderswo auch nicht anders.


    • kannst mit deiner Drohne gerne da hin gehen, wo sich Leute treffen, die ihre Benzin/RC Flugzeuge starten und landen lassen. Für mich ist eine Drohne (Quadrocopter) nichts anderes, nur weil sie u.U. mit nem Smartfone bedient werden kann und ggf. Fotos/Filme erstellen kann.


  • Für mich interessant wäre, mit der Drohne meine Dächer zu kontrollieren und, sehr interessant, die Weiden abzufliegen, bevor ich Heu mache, da wir doch viele Kitze haben. Baumschäden könnte ich vielleicht so auch besser kontollieren. Die nette Nachbarin beim Sonnenbad zu filmen interessiert mich jetzt nicht so mangels der netten Nachbarin ;)


  • da fehlen auch die ganzen fpv kopter und co... fpv und Kamera Drohnen (mit guter Kamera) sind mein Gebiet dann eher... und da Falle ich wohl unter... "andere"


  • Eigentlich mehr oder weniger eine Spielerei. Trotzdem können Dronen auch sehr sinnvoll eingesetzt werden. Der ORF zb. in Österreich nimmt öfter mal mit Dronen Luftaufnahmen auf zb. für Landschaftsdokus oder um ein Stadtbild von oben zu zeigen. Das spart dann den teuren Helikoptereinsatz und macht keinen Lärm.


  •   40
    Gelöschter Account 02.03.2017 Link zum Kommentar

    "Drohnen, um die Nachbarn auszuspionieren (das ist aber sehr unanständig!)" ... Nein, das ist nicht nur unanständig, sondern auch strafbar!
    Sollte jemals irgendein Eumel auf die Idee kommen, mein Haus und Grundstück mit einer Drohne zu filmen/fotografieren, dann werde ich auf jeden Fall auch sehr unanständige, strafbare Dinge mit ihm und seiner Drohne anstellen. Das wird ein Spaß...! =)

    Ich hoffe, dass Drohnen richtig schön teuer bleiben und dass ein gesetzlicher "Drohnen-Führerschein" kommt.

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