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Wie Google Stadia ein Erfolg werden könnte - wenn der Preis stimmt
Apps Kommentar Games 6 Min Lesezeit 33 Kommentare

Wie Google Stadia ein Erfolg werden könnte - wenn der Preis stimmt

Stadia ist Googles neuer Gaming-Service, der latenzfreies 4K-Streaming von Spielen auf jedem Gerät verspricht, auf dem der Chrome-Browser läuft. Stadia bietet einige interessante Features, etwa einfaches Teilen von Spielszenen auf YouTube und der integrierte Google Assistant. Kann der Suchmaschinen-Riese im lukrativen, aber fest verwurzelten Gaming-Markt einen Platz finden? Die Chance ist da Chance, wenn Google alles richtig macht.

Der Preis muss stimmen

Google war bei den Infos zum Geschäftsmodell von Stadia sehr zurückhaltend, aber nach den anfänglichen Kosten für den Kauf des Controllers - und das muss man nicht einmal unbedingt - wird es wahrscheinlich eine von zwei Möglichkeiten geben:

  1. Ein Abo-Modell, bei dem die Nutzer keine Spiele kaufen, sondern monatlich bezahlen, um Zugriff auf die vollständige Bibliothek von Titeln zu bekommen. Das wäre dann das Netflix der Spiele, von dem alle Gamer träumen.
  2. Googles eigener Game Store à la Steam, Epic Store, Origin, etc., über den Nutzer einzelne Spiele kaufen können.

Von den beiden Modellen wird ein Abonnement wahrscheinlich am attraktivsten für die Nutzer sein, auch wenn das bedeutet, dass Google mehr in die Lizenzierung investieren muss, um verlockende Titel im Angebot zu haben. Die Möglichkeit, einfach ein Spiel auszuwählen und zu spielen, das einem gefällt, oder von dem man sich gerade ein YouTube-Video angesehen hat, klingt mehr als verlockend.

Die Preise für ein solches Abo-Modell liegen wahrscheinlich zwischen 15 und 20 Euro im Monat, um mit PlayStation Now (15 Euro/Monat), Xbox Game Pass (10 Euro/Monat), Shadow's High-End-Streaming-Service (30 US-Dollar/Monat) und Netflix selbst, das Videospiele als einen ihrer Hauptkonkurrenten für die Aufmerksamkeit der Verbraucher identifiziert hat, konkurrieren zu können.

Eine monatliche Gebühr von 15 oder 20 Euro spart dann trotzdem einen Haufen Geld im Vergleich zum Kauf einer Konsole oder eines guten Gaming-PCs - zusammen mit mehreren, meist 60 Euro teuren Spielen pro Jahr. Natürlich muss Google Stadia dann aber auch die Spiele bieten, die man spielen möchte.

Für große Akzeptanz braucht es Inhalte

Google wurde zu dem Riesen, der das Unternehmen heute ist, indem es effektive, gut integrierte, komfortable Dienste wie Chrome, Gmail, Maps und so weiter kostenlos anbietet. Darum habe ich auch keinen Zweifel daran, dass das Unternehmen einen Service anbieten wird, der benutzerfreundlich ist und viele der Hardware-Hürden - vom Gang in den Laden, über den Spielekauf bis zum Streaming selbst - beseitigt kann. Aber dann müssen halt auch viele und gute Inhalte bei Stadia zu finden sein.

Bisher wurde nur Doom Eternal für Google Stadia bestätigt, einen Titel, der auch bei jeder anderen großen Plattform zu finden sein wird. Während ich mich immer freue, Doom wieder auf einer neuen Plattform spielen zu können, ist es für mich nicht die "Killer-App", die es für den Erfolg eines neuen Dienstes braucht. Werden wir also weitere Titel wie Ubisofts Assassin's Creed Odyssey sehen, mit dem Google Project Stream getestet hat?

Exklusiv-Titel für Stadia werden von Stadia Games and Entertainment produziert, einem neuen hauseigenen Studio unter der Leitung von Branchenveteran Jade Raymond (Electronic Arts, Ubisoft). Laut Google haben bereits mehr als 100 Studios Entwicklungskits für Stadia erhalten und mehr als 1.000 Kreative und Ingenieure arbeiten bereits an kompatiblen Titeln.

Ein exklusiver AAA-Titel, über den jeder sprechen und vermutlich auch auf YouTube teilen wird, wäre der beste Weg für Stadia gewesen, um richtig loszustarten. Aber das war nicht der Fall. Doch Google hat sowohl den Einfluss als auch das Geld, um sich etwas Passendes auszudenken. Und scheinbar hat man das passende Talent ja schon an Bord. Wird man für die Stadia also vielleicht den Anfang einer Mega-Reihe wie die von God of War oder Mario Kart lostreten, die als Flaggschiff für die Plattform dient? 

Die Verbindungsgeschwindigkeit ist entscheidend

Ist Streaming die Zukunft des Gaming? Wahrscheinlich. Aber die Betonung liegt auf "Zukunft"! Denn momentan hat nicht jeder Haushalt solch eine extrem gute oder stabile Internetverbindung - die gehypten 5G-Fantasien mal außen vor gelassen, die das ermöglicht. Google zufolge braucht man für Stadia eine Download-Geschwindigkeit von "circa" 25 Mbps, um 4K-Streaming mit 60fps zu ermöglichen und eine sehr stabile Verbindung.

Wenn Euer Internet nicht auf dem neuesten Stand der Technik ist, kann die daraus resultierende Latenz in schnellen Spielen unerträglich werden, während man es bei langsameren Games wie rundenbasierten Strategie-Spielen wahrscheinlich weniger merken wird. Das könnte für viele jedoch ein "Deal-Breaker" sein: Entweder ist die Verbindung gut und Stadia ist eine brauchbare Option oder eben nicht. Hinzu kommt die Frage, wie Netzbetreiber mit Streaming-Plattformen für Games umgehen werden, die auch die Netzneutralität betreffen. Niemand wird seinem Betreiber einen Zuschlag zahlen wollen, nur um Stadia nutzen zu können.

Es gibt einen Markt dafür, aber ...

Ich gestehe: Mich kann das Streamen von Spielen noch nicht begeistern: Ich bin ein PC-Spieler, der viel in Hardware investiert hat und gerne moddet und auch ältere Spiele spielt. Da gefällt mir die Idee eines "Netflix für Games", bei dem Titel nach Lust und Laune von Google aus meiner Bibliothek entfernt werden und nicht offline gespielt werden können sowie keine Mods unterstützen, nicht. Aber ich kenne Leute, für die das theoretisch genau das Richtige sein könnte.

Viele Gamer freuen sich heutzutage über neue Spiele und lieben es, Trailer und Streams der Spiele auf YouTube zu sehen, aber habe nicht immer die Hardware, um sie auch zu zocken. Vielleicht haben sie nicht die passende Konsole zu Hause, nicht die neueste Konsolen-Generation, oder setzen einfach andere Prioritäten bei ihren Ausgaben. Aber mit einer geringen Investition können sie sich Stadia abonnieren und Spiele direkt auf ihrem Smartphone, Fernseher, Laptop usw. daddeln. Fast jeder hat mindestens ein Gerät zu Hause, das Chrome und damit Stadia verwenden kann. Aber es gibt noch etwas anderes zu beachten.

Google muss Vertrauen aufbauen

Seien wir ehrlich: Verbraucher haben gute Gründe, skeptisch zu sein, auf ein neues Google-Produkt zu setzen. Google hat in der Vergangenheit schon zahlreiche Projekte eingestellt. Am 2. April müssen wir uns endgültig von Inbox verabschieden und Allo ist erst vor Kurzem über den Jordan gegangen. Da kann es nicht schaden, sich daran zu erinnern, dass auch Stadia in ein paar Jahren fallen gelassen werden könnte. Der Dienst könnte damit das Schicksal von Google Glass, Project Ara und Apps wie Google+, Allo, Wave, Reader und, und, und teilen.

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Erinnert Ihr Euch noch, als das "die Zukunft" werden sollte? / © AndroidPIT

Google kann es sich leisten, auch mit großen Projekten einen "Fail" hinzulegen und trotzdem weiterzumachen. Aber damit Verbraucher Stadia eine Chance geben, sollte es besser richtig gut und verdammt günstig sein. Und da wir hier von Google reden, werden wir den Dienst sowieso auch mit unseren Daten zahlen. 

Was haltet Ihr von Stadia? Glaubt Ihr, Google kann hier wirklich die "Gaming-Zukunft" einläuten oder wird das ganze Ding ein Flop?

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Top-Kommentare der Community

  • Karsten 🍩😋🥛 vor 2 Monaten

    Abo für 20€ erspart mir ein Haufen Geld gegenüber dem Kauf einer Konsole und Spiele? Ich seh das nicht so. Wenn ich mir eine Konsole kaufe und Spiele die mir gefallen, so besitze ich diese auch. Was Google hier macht ist reines Streaming ohne Download. Okay, ich kann Spiele spielen aber besitzen tue ich keines davon. Der Dienst mit Streaming ist gut aber selber kaufen besser.

  • Thomas H. vor 2 Monaten

    @Karsten: Zum Teil teile ich zwar deine Gedanken, aber wenn der Preis für ein Abo stimmt, gebe ich zu bedenken wieviel Wertverlust diese Spiele haben und das man so alte Kamellen zwar schön sammeln kann, aber in vielen Fällen auch kein zweites Mal spielt.

    Wenn ich z.B. Spielekracher wie Fortnite sehe, wo der Besitz eigentlich komplett virtuell ist oder World of Warcraft ( falls es das noch gibt, ich kannte mal ein paar begeisterte Spieler ) , dann steht da vielleicht noch ein Spielekarton, aber die ganzen Errungenschaften liegen auf nem Server. Was nutzt mir z.B. der Besitz eines Star Wars Battlefront wenn EA den Server abschaltet ?

    Bei vielen Games ist es doch schon heute so, das ohne Online nichts mehr läuft, also warum nicht gleich das ganze Game online.....sofern es die Technik hergibt ?

33 Kommentare

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  • ALex vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Bitte hier nicht Mbps mit Megabyte verwechseln. Es reichen also 3,125 Megabyte.
    In Zeiten von Glasfaser sollte das bei fast jedem ankommen.


  • Dem Gamestreaming gehört definitiv die Zukunft! Nur sehe ich da MS mit seinen PC und Xbox Gamern deutlich im Vorteil, vor allem was die Erfahrungen mit den Gamern und ihren Bedürfnissen angeht. Was High-End Games angeht haben sie da einen riesigen Vorsprung.

    Kurz gesagt: aus jahrelanger Erfahrung weiß MS was Gamer wollen! Google muss diese Erfahrungen erst noch sammeln. Gerade was Games wie CoD, Battlefield, Counter Strike etc. angeht ist das schon etwas anderes als ein relativ simples Smartphonegame.

    In der Masse interessiert auch die Internetanbindung relativ wenig. Gerade in den Städten hat man per Kabel, Festnetz oder auch LTE meistens Übertragungsraten von > 20Mbit/s, das reicht völlig aus für diese Art der Dienste. Laut MS reichen sogar 10 Mbit locker aus für sehr gute Videoqualität. Was interessieren da MS / Google bei ihrem globalen Maßstab die paar Hansel in der deutschen Provinz die weniger Bandbreite haben?

    Nintendo sehe ich dabei nicht in Gefahr, die haben sich mit eigenen Ideen auch gegen PS / Xbox auch ohne High End Hardware durchsetzen können. Allerdings scheint Sony seit dem Verkaufserfolg der PS4 Hardware mächtig zu pennen! Während MS seit Jahren relativ innovativ daher kommt um seinen Rückstand bei den Verkäufen auf Sony irgendwie auf zu holen scheint man in Japan tief und fest zu schlafen.


    • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      "Was interessieren da MS / Google bei ihrem globalen Maßstab die paar Hansel in der deutschen Provinz die weniger Bandbreite haben?"
      Weil das kein deutsches Problem ist... auch bspw. in den USA gibt es SEHR viele Haushalte ohne gute Internetanbindung, geschweige denn guten Mobilfunksupport.
      Es ist eher anders herum: es gibt nur wenige Länder, in denen der Ausbau so gut ist, dass ein solches System großflächig gut funktioniert.


      • Hast du Beweise für deine Aussagen?

        Es hat niemand behauptet das die gesamte Weltbevölkerung mit dem Angebot angesprochen werden soll. Fakt ist, das Millionen User weltweit täglich diverse Spiele mit Onlineanbindung gegeneinander zocken. Schon dafür brauchts eine ordentliche Anbindung. Genau diese User zählen zur Zielkundschaft von MS / Google fürs Gamestreaming!

        Alles andere ist dann nur noch schlichte Schlechtrederei wie du es hier unter nahezu jedem Artikel betreibst. Die Konzerne wissen schon ganz gut wie viele User sie ansprechen. Es gibt weltweit >7,6 Milliarden Menschen von denen sicherlich genug einen entsprechend schnellen Internetanschluss haben. Man muss sich nur mal die Großstadtgebiete in Europa, den USA und Asien anschauen. Könnte man mit ein wenig nachdenken aber von selber drauf kommen ;-)

        Wer bis jetzt noch keinen schnellen Internetanschluss hat, zählt auch nicht zur Zielkundschaft. So einfach ist das!


    • Auch ich als Tech Fan sehe das Thema recht kritisch. Viele Faktoren die noch nie richtig behandelt wurden, kommen hier nun auf den Tisch. Was passiert bei Inputdelay? Was passiert mit DLCs oder Kosmetischen Inhalten wenn das Spiel aus der Cloud verschwindet? Gibts Backups auf Servern und habe ich darauf Zugriff?
      Es bleibt spannend.
      Ich bin zum Beispiel ein Citrix Admin und hab in diesem Jahr per Cloud Anbindung die CAD Produkte Autocad und Co. zum fliegen gekriegt. Einfach Programm auf von zuhaus, und auf nen High Performance Server per Streaming arbeiten. Die Technik machts möglich.
      Mal schauen, ich hoffe das wird der Startschuss sein.

      Der Kommentator Kalle hat schon recht, aber nur meckern hilft nichts. Richtig wählen schon.

      Grüße
      Cloudgamer Artur
      stadia-gaming.de


  • Also wenn meine VDSL 50 Leitung dafür ausreicht, würde ich der Sache glatt mal ne Chance geben.....sofern der Preis am Ende auch stimmt.

    Meine Videospielzeit endete mit der XBox360 meine erste Konsole war allerdings auch ein Atari 2600 , ich habe sie also alle miterlebt und zwar im Laden. ;)

    Das System einfach Controller kaufen, anmelden und zocken hätte wirklich seinen Reiz. Bei Titeln wie Assasins Creed, Tekken u.ä. wäre mein Interesse sofort geweckt.
    Mal Abends im Wohnzimmer den Notebook aufklappen und High End Games zocken wäre mir lieber wie eine stationäre Konsole.

    Das könnte für mich sogar zum Grund werden solch ein Gameshark Smartphone zu kaufen. Flottes Display und perfekt angepasster Controllersatz würde da echt Sinn machen, auch wenn es die Performance der CPU gar nicht bräuchte.


  • Nick vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Schade, dass hier fast kein Wort zur Latenz gesagt wird. Die wird nämlich über den Erfolg entscheiden (der Preis eher weniger). Sollte Google es schaffen sowohl die Latenz niedrig zu halten (und somit ein direktes Spielgefühl zu vermitteln) als auch die Bildqualität hoch zu halten (nativ und nicht komprimiert, bzw. ohne sichtbare Einbußen), dann könnte es ein Erfolg werden. Der Grundgedanke dahinter, ein Spieleerlebnis ohne eigene starke Hardware anzubieten, könnte definitiv die Zukunft sein. Dafür muss aber die Qualität stimmen. Wenn die passt, werden auch viele Leute bereit sein dafür etwas mehr zu zahlen.


  • Ich denke, dass Stadia an sich eine sehr gute Idee ist, wie es im Endeffekt vor allem in Deutschland funktioniert, wird sich aber natürlich noch erst zeigen. Ich kann mir leider nicht vorstellen, dass 4k 60fps mit nur 25mbps möglich sein soll. Aber mal schauen. Mir gefällts aber, dass man in Zukunft dann keine extra Konsole mehr bräuchte, sondern direkt auf dem Tablet o. Ä. zocken könnte.


  • Mir ist es egal, ob Stadia ein Erfolg wird oder nicht. Der Dienst ist von Google und damit für mich nicht akzeptabel. Ich betreibe mein Smartphone mit so wenig Google Diensten wie möglich, am liebsten wäre mir ganz ohne Google.


  • Abo für 20€ erspart mir ein Haufen Geld gegenüber dem Kauf einer Konsole und Spiele? Ich seh das nicht so. Wenn ich mir eine Konsole kaufe und Spiele die mir gefallen, so besitze ich diese auch. Was Google hier macht ist reines Streaming ohne Download. Okay, ich kann Spiele spielen aber besitzen tue ich keines davon. Der Dienst mit Streaming ist gut aber selber kaufen besser.


    • @Karsten: Zum Teil teile ich zwar deine Gedanken, aber wenn der Preis für ein Abo stimmt, gebe ich zu bedenken wieviel Wertverlust diese Spiele haben und das man so alte Kamellen zwar schön sammeln kann, aber in vielen Fällen auch kein zweites Mal spielt.

      Wenn ich z.B. Spielekracher wie Fortnite sehe, wo der Besitz eigentlich komplett virtuell ist oder World of Warcraft ( falls es das noch gibt, ich kannte mal ein paar begeisterte Spieler ) , dann steht da vielleicht noch ein Spielekarton, aber die ganzen Errungenschaften liegen auf nem Server. Was nutzt mir z.B. der Besitz eines Star Wars Battlefront wenn EA den Server abschaltet ?

      Bei vielen Games ist es doch schon heute so, das ohne Online nichts mehr läuft, also warum nicht gleich das ganze Game online.....sofern es die Technik hergibt ?


    • Ich glaube man muss heutzutage einfach umdenken. Ich bin auch so ein Das-muss-mir-gehören-Typ.....eigentlich. Musik immer schön auf CD´s, die man anfassen kann. Mit 4 Kindern geht das CD´s kaufen aber auch ins Geld, daher haben wir seit ca. einem Jahr einen Spotify Familienaccount. Ich möchte den nicht mehr missen, auch wenn die Musik nicht mehr physisch bei mir als CD vorhanden ist. Das fehlt mir, ehrlich gesagt, kein bisschen. Und ich glaube den Kids heutzutage ist es herzlich egal wo das Lied oder Spiel letzten Endes liegt, hauptsache sie können es hören/spielen.


      • Da bin ich ganz deiner Meinung Markus. Außerdem kamen genau die selben Argumente damals als es mit dem Musik streamen anfing. Und heute hat das Streamen der CD den rang abgelaufen. Den vorteil sehe ich darin das ich da spielen kann wo ich gerade will und nicht an dem Platz wo meine Konsole gerade steht. Heißt wenn meine Frau was sehen will zocke ich halt bei meinem Sohn im Zimmer ohne das ich jedes mal die Konsole ab und wieder aufbauen muss. Fände ich schon praktisch.


    • Seh ich ganz genauso!


  • Spinnen wir den Gedanken Mal weiter und Stadia wird ein Erfolg.

    Was braucht es um Konkurrenzfähig zu bleiben? Ein starkes Netzwerk... Wer kann da mithalten als Wettbewerber?

    Nintendo auf gar keinen Fall. Dort ist man was Internet angeht immer noch lächerlich unterwegs. Nicht falsch verstehen... Ich habe eine Switch seit Release und gebe sie nicht mehr her... Aber Internet hat Nintendo einfach nicht verstanden. Müssen sie aktuell auch nicht wirklich. Deren Marken sind unglaubliche Zugpferde. Selbst auf der gefloppten Wii U hat Nintendo mit Mario und Co sehr gute Verkaufszahlen erreichen können.

    Microsoft sehe ich da schon deutlich potenter. Mit Azure sind sie sehr stark im Business Bereich unterwegs. Außerdem gibt es mit der xCloud bereits konkrete Pläne die stark an Google erinnern. Außerdem hat Microsoft mit Xbox live gezeigt das sie wissen was sie tun.

    Bleibt noch Sony... Und genau diese sehe ich als Verlierer im Netzwerk Wettkampf. Für eine gute Online-Erfahrung auf Xbox Niveau ist man nicht gerade bekannt. Ja, man hat sich im Vergleich zur PS3 Zeit massiv weiterentwickelt, aber die Mitbewerber haben es auch. Sony wirkt auf mich als rennt man nur hinterher. Außerdem hat das Unternehmen nicht die finanziellen Mittel Mal eben so ein Netzwerk hochzuziehen. Klar man hat PS Now... Aber Mal ehrlich... Hat das schon Mal wer genutzt? Spaß ist anders... Immerhin kann man die Spiele seit kurzem downloaden wie beim Microsoft Game Pass.
    Aktionäre haben schon öfters gefordert die Marke Playstation von Sony zu trennen. Das wäre noch die größte Chance. Den Klotz am Bein loswerden und sich zum Beispiel mit Amazon als Partner in Sachen Cloud zusammen tun.


  • Für welche Zielgruppe soll das sein? Passionierte Gamer greifen besser zu PC oder aktueller Konsole, denn nur ein klitzekleiner Bruchteil aller Stadia-Kunden wird sich über 4K HDR mit 60 fps freuen können. Also doch eher Gelegenheitsspieler? Aber die können sich günstig ne Xbox One S oder so kaufen, anstatt monatlich für ein Abo zu blechen.

    Hinzu kommt, dass Google keinerlei Basis hat. Wen sollen sie gewinnen? Jemanden der glücklich mit seinem jetzigen Gerät ist? Wohl kaum.

    Ich sehe da vor allem Microsoft im Vorteil. Sie haben nicht nur großes Cloud-Knowhow, sondern auch Spieler an der Hand - dank Xbox und selbst Windows. Wenn ihr Project xCloud z. B. mit Xbox Live und dem Game Pass kombiniert wird, wird das doch viele Spieler ansprechen, die ihre Xbox-Games dann unterwegs mal aufs Smartphone oder bei nem Kumpel auf dem Rechner streamen.

    Bevor nicht der Großteil der Spieler weltweit Zugriff auf ein schnelles Netz hat, kann Spiele-Streaming nur eine Ergänzung sein. Um aber eine Ergänzung bieten zu können, braucht man eine existierende Community. Und die hat Google im Grunde genommen eben nicht.

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