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Wie Abo-Modelle uns langsam enteignen

Wie Abo-Modelle uns langsam enteignen

CDs und Blu-rays haben allmählich ausgedient. Oder wann habt Ihr zuletzt eine Serie als physische Kopie gekauft? Netflix und Spotify verändern unser Konsumverhalten von Musik und Filmen grundlegend. Doch reicht das Geschäftsmodell der Abo-Wirtschaft noch viel weiter. Und wir Verbraucher sind nicht immer Gewinner dieser Entwicklung.

Heutzutage kann man fast alles abonnieren. Branchenexperten zufolge wollen Menschen weniger Dinge besitzen, jedoch trotzdem Zugang zu ihnen haben. Ich persönlich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage: Früher besaß ich stapelweise CDs, jetzt benutze ich Spotify Premium.

Meine CDs können in Großbritannien bleiben, und dennoch kann ich meine Lieblings-Musik überall, jederzeit und mit all meinen Geräten hören – sowohl online als auch offline. Aber ich verzichte damit auch auf die Möglichkeit, die Tonträger zu verleihen, verschenken, verkaufen oder zu vererben. Und wenn ich mein Abonnement kündige, kann ich meine Musiksammlung nicht mehr wie gewohnt weiternutzen.

Und noch ein weiteres Problem: Falls Spotify eines Tages beschließen sollte, alle Radiohead-Alben zu entfernen, kann ich sie trotz meiner brav gezahlten Abo-Gebühren dort nicht mehr anhören. (Zugegeben, das ist kein großer Verlust. Radiohead wird überbewertet. Aber Ihr versteht, was ich meine.)

Trotz seiner Schwächen ist das Abonnement das Nutzungsmodell, auf das wir uns branchenübergreifend zubewegen. Und die Verbraucher nehmen es dankbar an.

Die Zahlen lügen nicht: Privatbesitz wird Nische

Das Wachstum des Marktes der Abo-Modelle ist unaufhaltsam. Laut dem Online-Dienstleister für Abo-Plattformen Zuora sei der Abo-Markt in den letzten siebeneinhalb Jahren um 350 Prozent gewachsen. Verbraucher bevorzugen Zugang zu digitalen Diensten gegenüber dem Besitz physischer Produkte. In diesem Jahr werde die Hälfte der weltweit größten Unternehmen den Großteil ihres Umsatz nur in Abhängigkeit digital unterstützter Produkte oder Dienstleistungen erzielen.

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Die Zahlen lügen nicht: Der Markt der Abos wächst schnell. / © Business Wire / Zuora

"Der Abo-Markt ist nicht auf ein oder zwei Branchen beschränkt. Wir beobachten immer mehr Branchen, die Abos anstelle echter Kauf-Produkte in den Mittelpunkt ihres Geschäftsmodells rücken. Sie zeigen oft schnelles und langfristiges Wachstum", erklärt Dr. Carl Gold, Chief Data Scientist bei Zuora. "Der SEI-Bericht zeigt, dass Abo-basierte Geschäftsmodelle die Grenzen traditioneller Software-Unternehmen überwinden und Einzug halten Sektoren wie Fertigung oder Business-Dienstleistungen."

Laut einer Umfrage, die Zuora kürzlich in Zusammenarbeit mit YouGov durchgeführt hat, abonnieren 82 Prozent der Menschen in Großbritannien inzwischen mindestens ein Produkt oder eine Dienstleistung. Dazu gehören Dienste wie Hello Fresh, Zipcar, Kaffee-Abonnements und digitale Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video / Music, Spotify, Adobe Creative Cloud … Die Liste ist endlos!

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Gucken, aber nicht haben: Das ist das Modell, für das sich die Verbraucher entscheiden. / © AndroidPIT

Wenn das Abo-Modell den Verbraucher … verbraucht

Nach meinen persönlichen Erfahrungen mit unterschiedlichen Abo-Modellen blicke ich mit gemischten Gefühlen auf die Entwicklung des Marktes. Manche von ihnen konnten tatsächlich meinen Wunsch nach eigenem Besitz ersetzen; wie etwa Spotify, das mich mein CD-Regal vergessen ließ. Und wenn ich mich noch einmal umentscheiden sollte, kann ich noch immer in den Plattenladen gehen und mir schickes Vinyl zulegen.

Doch was passiert, wenn diese Option verschwindet? Bildbearbeitungs-Profis etwa können keine aktuelle Version von Photoshop mehr kaufen. Die Software gibt es nur noch im Abonnement mit Adobes Creative Cloud.

Noch schlimmer hat es die Käufer des Heimtrainers Flywheel erwischt. Trotz des wahnwitzigen Anschaffungspreises von rund 2.000 Dollar konnten sie eines Morgens ihr teures Sportgerät nicht mehr nutzen. Aufgrund eines Patentstreits mit Konkurrent Peloton musste Flywheel auch bereits verkaufte Modelle der smarten Trainings-Räder aus der Ferne abschalten. Ähnlich un-smart verhielt es sich mit den WLAN-Lautsprechern von Sonos, deren Hersteller ältere Modelle quasi-unbrauchbar machen wollte. Das wirft die Frage auf, ob wir gekaufte Geräte eigentlich wirklich besitzen, wenn wir die Software gar nicht kontrollieren dürfen.

Und dann passiert es zunehmend, dass der Verbraucher sich mit steigenden Kosten konfrontiert sieht. Als ich im Jahr 2013 in Großbritannien lebte, hatte ich mit einem einzigen Abonnement bei Sky Sports Zugang zu allen Spielen der englischen Premier League (EPL), die im Fernsehen übertragen wurden. Heute muss ein englischer Fußballfan drei Sender (Sky, BT Sport und Amazon) bezahlen, um Zugang zu der gleichen Anzahl von Spielen zu erhalten. Vor sieben Jahren war es schon nicht billig, die EPL im Fernsehen zu sehen. Aber jetzt ist es erpresserisch.

"Für Unternehmen ist es ein Kinderspiel", sagte Pivotal-Research-Analyst und Spezialist für Online-Abos Jeff Wlodarczak im Oktober 2019 dem britischen The Telegraph. "Für den Verbraucher vermute ich, dass er in den meisten Fällen mehr bezahlt, als er müsste.

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Abonnieren und teilen: Das Modell ist sinnvoll für die städtische Mobilität. / © AndroidPIT

Am offensichtlichsten erscheinen mir die Vorteile des Abo-Modells beim Autobesitz in vollen Städten. Vor allem angesichts der offensichtlicher werdenden ökologischen Folgen erscheint mir der individuelle Besitz eines Autos überholt; zumal es fast den ganzen Tag bloß jemandem im Weg steht. Es stattdessen zu teilen, ist in diesem Fall fast schon ein sozialer Akt. Nicht nur ist das gelegentliche Mieten eines Autos unterm Strich also günstiger; es hat auch erhebliche ökologische Vorteile gegenüber dem individuellen Besitz.

Die Verbraucher zahlen trotzdem manchmal im Abo mehr, um weniger zu besitzen. Und wir lassen das einfach so zu. In Teilen halte ich diesen Trend für beunruhigend. Doch was meint Ihr? Welche Abos habt Ihr oder welches hättet Ihr gerne? Und welche haben sich Eurer Meinung nach in den vergangen Jahren verschlechtert, welche verbessert?

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Top-Kommentare der Community

  •   77
    Gelöschter Account vor 3 Monaten

    Oder wann habt Ihr zuletzt eine Serie als physische Kopie gekauft?

    Gestern bei Saturn. "Zurück in die Zukunft" Trilogie auf Blu-ray und im Januar "Unsere kleine Farm" als Geschenk, im Dezember alle Star Trek Filme auf Blu-ray, die ganze Serie von "Dallas" im Oktober. Ich bin der Meinung.."Wer hat,der hat" und ich bin kein Fan , zumindest jetzt noch nicht, von streaming.

    Schön das David McCourt für sich der Meinung ist von physischen Datenträger Abstand zu nehmen, das heißt aber nicht dass andere das auch tun. Wir haben bei dem Handheld Sony PSP Go gesehen wohin das führt.... Der Einzelhandel war dagegen und viele Käufer auch so dass sich diese Konsole nicht lange im Handel etablieren konnte. Die PSP Go setze nur auf Downloads von Spielen.

    Dieses Jahr erlebt die Musikkassette ein Revival und die Schallplatten sind seit Jahren wieder gefragter als in den 2000er Jahren. Auch die Videokassetten sind immer noch beliebt. Auch ich habe seit 1997 noch einen Kofferfernseher mit eingebautem Videorecorder und nutze diesen gern um Filme oder Sendungen aufzunehmen. Leider gibt es kein Showview mehr aber programmieren kann man den trotzdem.

  • Black Mac vor 3 Monaten

    Das Gegenteil ist der Fall. Nie war es einfacher und günstiger, Dinge zu benutzen.

    Office 365 Home: Die mächtigste und beste Office-Suite für 6 Personen, Mobilgeräte und 6×1 TB Cloud-Speicher für lächerliche 70 Euro im Jahr (Discounter).

    Adobe CreativeCloud: Jede erdenkliche Anwendung, die man in einer Werbeagentur oder einem Videostudio braucht für etwa 70 Euro im Monat – und damit ist JEDES Gebiet abgedeckt. Damit kann ein kompletter Arbeitsplatz mit Profisoftware betrieben werden!

    iCloud: 2 TB Online-Speicher, damit ich alle Macs und iOS-Geräte in unserer Familie automatisch sichern und synchronisieren kann. Das ist die bestmögliche Versicherung für 9 Euro im Monat.

    Netflix: Ein Jahr lang Streaming in 4K für die ganze Familie – zum Preis von etwa 8 popeligen Blu-Ray-Scheiben.

    Und das sind nur die grossen Brocken. Diese Abo-Modelle bieten unglaublich viel fürs Geld. Ich habe auch keine Mühe, für so geniale Anwendungen wie «Bear» (Notizen für macOS und iOS) ein paar Euro im Jahr zu bezahlen.

    Oder anders gesagt: Ich mag Abos, wenn sie gut sind. 🙂 Und die schlechten verschwinden eh’ nach kurzer Zeit vom Markt.

  • Neocortex vor 3 Monaten

    Ich bin froh über Streaming. Ich bin ein Mensch, der Filme oder Serien eh nur einmal guckt und dafür kaufen ist mir persönlich zu teuer

  •   54
    Gelöschter Account vor 3 Monaten

    Guter Artikel mit einer sehr persönlichen Note. Ich sehe das so, dass man heute beides haben kann, denn alte Dinge bzw. generell Produkte zu kaufen um sie zu besitzen ist meist sehr einfach, vor allem durch den Onlinehandel. Abos abschließen ist noch einfacher, vor allem auch weil viele ja monatliche kündbar sind. Beides hat Vor- und Nachteile. Ich selbst kaufe heute fast keine Musik mehr aber ich habe auch kein Musik-Abo mehr, denn es stört mich schon sehr, dass meine Musik dann weg ist, wenn das Abo weg ist, ich verstehe das aber auch, schließlich hat man nur das Recht auf hören per günstigem Abo gemietet. Das ich kaum noch Musikprodukte kaufe liegt aber auch an der Musik, die mich nicht mehr so interessiert und das man wirklich tolle Stücke ja auch jederzeit mit guter (reduzierter) Qualität über Youtube und Co. hören/sehen kann.

    Ich stimme David abe nur bedingt zu. Klar kann man sich mit Abos zuschütten, aber in Normalfall sind sie nicht so teuer und da viele monatlich kündbar sind ist es auch kein langfristiges Problem, außer man hat Spezialabos zu hohen Preisen mit langer Laufzeit. Aber es muss jeder selbst wissen, wieviel er verkraftet und wenn ich denke, was manch einer sonst so ausgibt für "Dreck" (aus meiner Sicht) dann können die paar Euro im Monat für Abos wirklich nicht schlimm sein. Aber sicher gibt es auch welche die es übertreiben.
    Die Bildzeitungsüberschrift "Wie Abos uns langsam enteignen" finde ich aber wiedermal total übertrieben und schlichtweg falsch. Enteignen ist ein Wort das die Wegnahme von Wertsachen und Bankkonten bedeutet und selbst im übertragenen Sinne passt das für mich nicht so richtig. Die Fälle von guten Artikeln aber bedenklichen Überschriften häufen sich hier gerade und mir gefällt das nicht. Ich weiß nicht ob das so viel mehr Klicks bringt und nicht langfristig nach hinten los geht ... ich schreibe das gerne immer wieder.

  • Savero Fa vor 3 Monaten

    Ich schließe nach Möglichkeit nur Abos ab, die ich monatlich kündigen kann und bin damit bisher sehr zufrieden.
    Die Teilhabe für Menschen mit wenig Geld finde ich auch gut.
    Nicht alle können sich teure Produkte kaufen.
    Ein echter Musikliebhaber z.B, wird sich aber auch in Zukunft noch CDs kaufen, auch wenn nur auf dem Flohmarkt.

107 Kommentare

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  • "CDs und Blu-rays haben allmählich ausgedient. Oder wann habt Ihr zuletzt eine Serie als physische Kopie gekauft? ...."

    Ich habe ungefähr 10 BDs, die meine nunmehr 3 verschiedenen Player nicht unterstützen und keine Updates anbieten. Eine recht perverse Frechheit, wegen Verlusten durch Raubkopien zu jammern und dann kaufende Kunden dermaßen vor den Kopf zu stoßen. Ich werde die Scheibchen wohl zwangsläufig kopieren müssen.🥶


  • Was ich immer im Abo habe ist Spotify. Die 9,99€ im Monat sind es mir absolut Wert, da ich Spotify tagtäglich nutze. Deutlich günstiger als mir monatlich die neuesten Alben zu kaufen. Netflix habe ich ab und zu auch im Abo, wenn da aber ne Zeit lang nichts interessantes dabei ist, zögere ich aber auch nicht zu kündigen. Mittlerweile hinzugekommen ist auch das Stadia Pro Abonnement, was ich aber möglicherweise bald doch wieder kündigen werde. Abhängig davon was Google/Stadia demnächst liefert. Bei Games oder Musik, sowie Serien finde ich Abonnements absolut in Ordnung. Wo ich Abos aber eben nicht mehr so feier, sind Apps, die für die werbefreie Variante monatlich oder gar wöchentlich zur Kasse bitten.


    • Auswahl und Preise bei Stadia haben mich derb enttäuscht. Ich hoffe das der Microsoft xCloud Dienst bald offiziell an den Start geht.


  • Also ich bekenne mich schuldig, ich könnte und wollte auf mein Amazon Prime & Netflix nicht mehr verzichten, besonders weil man immer wieder auf Serien stösst die man wohl nie geschaut hätte wenn man die Silberscheiben hätte kaufen müssen.

    Seit einigen Wochen habe ich einen Microsoft Gamepass für PC, ich habe Jahrelang nicht mehr wirklich gespielt dieses Abo System hat etwas, denn man kann einige Spiele probieren und an einem bin ich echt hängen geblieben. Wäre ich jetzt durch den Media Markt gelaufen, ich hätte das jetzt nicht entdeckt, denn ich bin so gar nicht auf dem laufenden was es aktuell so gibt,

    Für mich ist das Abo Modell ein zwangloser Zugang zu Inhalten aller Art, wo man sich mal bequem aus dem Bauch heraus entscheiden kann, was man konsumiert. Auf den Besitz von Spielen und Filmen lege ich wenig wert, denn die ganzen Boxen von früher stehen eingestaubt in Kisten auf dem Dachboden. Ich sehe keinen Vorteil darin, mir den Platz mit CD, DVD und Spieleregalen vollzustellen, mit Inhalten die ich 2-3 mal nutze und die im Anschluss nur noch Staubfänger sind.


  • Vor 2 Wochen hat der alte "Boomer" seine letzte CD gekauft. Wahrscheinlich auch Ozzys letzte ...


  • Ich finde es traurig, dass viele Unternehmen lieber auf ein Abomodell umsteigen, als weiterhin auf das altbewährte Kaufprinzip zu setzen... Aber leider kommt man teilweise gar nicht mehr um Abos drum rum... :(

    GAMEBOYGelöschter Account


    • Bei Software ist es verständlich, kann man doch so Raubkopien eindämmen. ;)


    • Es ist für die Firmen lukrativer einmal etwas herzustellen und es nur zu vermieten (und NICHT zu verkaufen) udn so immer wieder Geld dafür zu bekommen


      • Software mieten kann durchaus günstiger. Ich finde 99,- für Office nicht viel. Müsste ich Einzellizensen kaufen wäre ich mindestens 1000,- Euro los, dafür kann ich 10 Jahre das Abonnement zahlen und bekomme immer die aktuelle Version und schneller Programmverbesserungen. Und komplett als Betriebsausgabe kann ich das auch ansetzen, bei der Kaufversion müsste ich das auf drei bis vier Jahre verteilen.


      • Schon mal LibreOffice angeguckt?


      • Da liegen Welten zwischen. LibreOffice genügt nicht jedem. Allein der Unterschied zwischen Starbasic und VBA ist enorm. Schaust Du bei einem Auto auch nur aufs Äußere?


      • Nein, der Preis ist mir noch wichtiger!^^

        LibreOffice reicht bei uns hin bis zu einfachen wissenschaftlichen Arbeiten, bei aufwendigeren kommt dann das ebenfalls freie LaTeX zur Anwendung.
        Aber mag sein, dass für Power-User einer Textverarbeitung Office noch mehr zu bieten hat, das wollte ich nicht bestritten haben.


      • Nicht nur Libre-Office.
        Das Problem mit Office-kompatiblen Programmen sowohl für Win, als auch für Android ist, daß sie eben nicht vollständig kompatibel sind. Das Format, indem Zusatzdaten gespeichert werden, ist nicht koherent. Das führt z.B. dazu, daß Dateien, die man mit mehreren verschiedenen Programmen bearbeitet, mehr und mehr Ballast mitschleppen. Veraltete Informationen werden dann vom nächsten Programm gelesen und falsch interpretiert. So vermurkst man sich seine Arbeit. Manche Einstellungen kann man auch nicht mehr wirklich verändern: Ändert man z.B. den Zeilenabstand, speichert das aktuell benutzte Programm auf seine Weise. Lädt man nun mit dem selben Programm diese selbst gespeicherte Datei ließt es die alten Daten wieder ein, weil es die ja auch lesen kann.😟
        Ich habe schon ziemlich viel herumexperimentiert und nur eine Alternative gefunden, die alle anderen lesen kann und zumindest als PC-Version auch selbst saubere docs schreibt. (Softmaker) Wenn ich unterwegs bin und nur das Phone dabei habe, benutze ich dessen Androidversion zum Exportieren von doc nach PDF, da MS-Word das in der Androidversion nicht drauf hat.

        Libre-Office breitet sich gern über die Seite hinweg aus, wenn man eigentlich eine einseitige Datei öffnet.


  • bpo vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Ich habe nur zwei Abos: Email(ja, ich zahle..) und NY Times.
    Musik kaufe ich, Serien inzwischen auch.
    Damit unterstütze ich gezielt das, was ich mag. und der Künstler bekommt viel mehr davon ab.
    Die Abos sind eine krasse Form von digitaler Ausbeutung durch die Plattform Betreiber.
    Um die Auswirkungen zu beseitigen, müsste es z. b. eine Zwangslizensierung geben. Zu fairen Bedingungen. Sprich alle Anbieter müssen ihren Content teilen, oder ihre Autos oder Roller. DAS wäre ökologisch sinnvoll.
    Weiterhin muss es bei Spotify & Co. eine Möglichkeit geben, content auf Dauer zu erwerben. Quasi eine Verfügbarkeitsgarantie. Das kann man auch auf andere Abos ausweiten..


  • Ich kaufe auch weiter physische Medien und MP3 Alben für die Sammlung aus einfachem Grund!

    Wenn das Internet spinnt, habe ich trotzdem die Möglichkeit unabhängig meine Medien jederzeit zu nutzen📱😇


    • Für die zusammengerechnet 1 Stunde im Jahr, die das Internet mal spinnt, findet sich zur Not auch eine andere Beschäftigung als Musik zu hören^^
      Und wenn das Internet länger ausfällt ist Musik für mich noch das geringere Problem.
      Abgesehen davon wärst du für den Fall ebenfalls gerüstet wenn du bei einem Abodienst ganz simpel etwas Musik offline speicherst ;-)


      • @Bob Kelzo
        Glückwunsch für Sie bei uns auf dem Lande spinnt es mindestens 1x die Woche und dies für bis zu 2+ Stunden!

        Wir sind halt ein Neuland auf dem Gebiet und dürfen uns bei der Politik dafür bedanken!

        P.S. Wenn gewisse Dienste mal abschalten, habe ich meine gekauften MP3s, Disk-Games, Blu-Rays noch immer zur Verfügung! Die mtl. Abo-Kohle macht Sie nämlich nur zum Mieter und nicht zum Eigentümer 😜😇


  • Der Abozwang kann zu einem echten Problem werden. Bei Adobe sieht man es sehr gut, Fotoprofis werden quasi gezwungen ein Abo einzugehen. Inzwischen hat fast jedes Medien Unternehmen im Web einen Abodienst

    Gelöschter AccountGelöschter AccountBennyniMastermind


  • Ich bin froh über Streaming. Ich bin ein Mensch, der Filme oder Serien eh nur einmal guckt und dafür kaufen ist mir persönlich zu teuer


    • Sehe ich genauso. Für den Preis von einem Film auf Bluray kann ich teilweise schon zwei bis drei Monate einen Streamingdienst nutzen. Und Spotify empfinde ich als echten Segen, für die paar Euro kann ich mir nahezu jeden Tag neue Musik auf dem Handy speichern. Und mal einfach so neue Bands oder Musikrichtungen ausprobieren, ohne zu überlegen ob es sich lohnt dafür Geld auszugeben.


  • Hier in Dänemark ist es normal und wie es aussieht, ausschließliche Möglichkeit in Stadtwohnungen und Etagenhäusern, gemietet oder als Eigentum, keine Waschmaschine in der Wohnung zu haben. Bei mir paßt die garnicht mal rein. Man sieht überall Waschkeller, Waschhäuser. Ich sah mich vor einigen Jahren genötigt, die im Keller befindliche Maschine und Trockner jedesmal zu reinigen. Es war ein Krampf Zeit zu finden, in der die nicht besetzt war. Besetzt auch schon mal für eine Woche. Ich habe erlebt, daß jemand meine Sachen rausgeholt und auf den dreckigen Boden geschmissen hat. Das in den 10 min nach Stop bis ich zurück kam. Die Maschine war kein Jahr später kaputt. Kaputt für 3 Jahre. Es wurden dann sogar neue gekauft, allerdings kein Trockner mehr. Also kein Nutzen für mich. Die neuen Maschinen waren nach 2 Monaten verschlissen und funktionierten nicht mehr ordentlich. Die sind nun seit Jahren kaputt. Es gibt keine Waschsalons in der Nähe. Ich bin gezwungen, die Sachen zu tragen, bis sie stinken. Ich schmeiße weg und kaufe neu.
    Das nur mal als Beispiel, daß vermeintlich ökologische Handhabung nicht unbedingt zum gewünschten Ergebnis führt. Immer wieder sehe ich, daß Dinge respektlos behandelt werden, wenn die nicht jemandes Eigentum sind. Damalige Zustände im volkseigenen Ostdeutschland eingeschlossen.

    Abo für Telefon, Internet und Wohnungsmiete. Fertig. Für den Rest und vor allem für handfeste Gegenstände von mir ein "Nein, danke!"


    •   35
      Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ich versuche, wenn es einen Waschkeller gibt, die Möglichkeit zu schaffen, dort seine eigene Maschine mit eigenem Stromzähler aufzustellen. Vielleicht geht das auch bei euch?


      • Ich habe sogar einen Verschlag in der Miete, allerdings nicht wirklich. Ist nicht frei. Man muß dazu aber wissen, daß man als Mieter in Dänemark als Mensch 3.Klasse angesehen wird. Der Eigner schert sich einen Dreck, man kann ihn nicht kontaktieren.


    • Gibt es in Dänemark eigentlich öffentliche Waschsalons? Das ist zwar umständlich und teuer, aber vielleicht noch billiger als immer neue Sachen zu kaufen. Auch Handwäsche könnte eine Alternative sein, aber ja, hier wurde offensichtlich "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet" .


      • Ab und wasche ich in einer Schüssel. Das ist eine scheiß Plemperei und ich habe keinen Platz die Wäsche aufzuhängen. Waschsalons gibt es in Kopenhagen, aber der nächstgelegene ist zu weit weg. Ich habe schlicht nicht die Zeit.


      • Socken und Unterwäsche kann man einigermaßen gut in einer Salatschleuder waschen.


      • Die sind zu billig. Die hol' ich mir jede Woche neu. Wenn, dann wasche ich T-Shirts und Hemden.


    • Diesen, wie ich finde, wichtigen Punkt erwähnst Du kurz: Dinge, die einem nicht gehören, werden häufig schlecht(er) behandelt als Eigentum und sind damit schneller kaputt (siehe z.B. eScooter in einigen Städten) oder dreckig oder ramponiert. Das ist dann ärgerlich für den Nächsten, der das jeweilige Teil nutzen möchte / muss, womit wieder der Wunsch nach Eigentum aufkommt -ich nehme mich da keineswegs aus. über Eigentum hat man außerdem immer noch Entscheidungsgewalt, und das halte ich für einen großen Vorteil. Abos / Mieten kommen daher für mich nur in einigen ausgewählten Fällen in Frage.


      • Ja, auch für mich gilt, sowenig Abos/Mieten wie möglich. Ich bin sehr viel lieber Eigentümer als Sharer oder sonstwas.


    • ist ja erbärmlich ...


  • Ich empfinde Abos, gerade im Streaming-Bereich, als gelungene Alternative. Wenn man auf Serien, Filme und Musik schaut, spart man (je nach Anbieter) nicht nur Geld, sondern auch Platz. Ich habe letztens erst meine DVD Sammlung erheblich verkleinert und freue mich über den gewonnenen Platz. Dabei habe ich gemerkt, dass so ziemlich alles, was ich auf DVD oder BluRay hatte mittlerweile im Streaming Angebot verfügbar ist. Und zum Teil sind die Preise für Filme, die neu auf DVD oder BluRay erscheinen echt überteuert finde ich. Natürlich ist das alles Geschmackssache. Auch ich möchte ein paar Klassiker nicht in physischer Form vermissen, aber ich weiß wahrlich nicht mehr, wann ich mir zueltzt eine DVD oder BluRay gekauft habe.


  • Abos können für Firmen oder sehr ambitionierte Privatanwender schon wegen des damit verbundenen Service interessant sein.
    Aber Firmen halten stets im Blick, ob sich die Kosten dafür rechnen, und für Privatabonnenten sind solche Überlegungen sicher auch gerechtfertigt.
    Um gelegentlich eine Kündigung zu schreiben, oder etwas zu dokumentieren, brauche ich keine Textverarbeitung auf dem neusten Stand, und selbst die finde ich als Freeware. Die Kosten für ein Abo rechnen sich diesbezüglich für mich also nicht.
    Vor Jahren hatte ich ein Sky-Film-Abo. Das Angebot fand ich nicht schlecht, in Gegenteil, es war so interessant, dass ich viel mehr fernsah, als ich eigentlich wollte, und andere Freizeitaktivitäten dabei zu kurz kamen.
    Bei einer Nutzung nur entsprechend dem für Film- und Fernsehunterhaltung vorgesehenem Zeitbudget hat sich das Abo für mich aber einfach nicht mehr gelohnt. Ich bin auf Amazon Prime und Netflix umgestiegen. Das Angebot dort finde ich zwar schwächer, aber für meine Nutzung völlig ausreichend.
    Während Leihmodelle für immaterielle Güter wie Software, Musik und Filme sehr leicht skalierbar sind, sehe ich das bei materiellen Gütern wie PKW nicht so optimistisch wie im Artikel.
    Zwar stehen die meisten Privat-PKW die meiste Zeit nur rum, aber wenn sie gebraucht werden, dann eben auch fast alle gleichzeitig - um damit morgens und abends zur und von der Arbeit zu fahren, oder am Samstag zum Einkaufen.
    Um viel weniger Autos ständig im Einsatz zu halten, müssten die Arbeitszeiten sich völlig frei über Tag verteilen. Während das für die Arbeitswelt schon wegen nötiger Meetings, aber auch bei Fließbandarbeit nicht realistisch ist, so ist es für Familien mit schulpflichtigen Kindern völlig undenkbar.
    Deswegen gehe ich davon aus, dass es den Privat-PKW auch in Zukunft geben wird, neben vermutlich stärker genutzten Sharing-Modellen.


  • Ich habe Amazon Music (Family Account), Sky, Netflix (Family Account), Eurosport Player und das wars. Mehr sehe ich dann auch einfach nicht ein. Warum soll ich 24h pro Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr für einen Dienst zahlen, den ich vielleicht ein mal pro Woche für 2 Stunden nutze. Das sehe ich schlicht nicht ein. Die Dienste, die ich abonniert habe, nutze ich ständig.
    Auch sonst habe ich keine Abos. Ich kaufe Blurays, weil ich sie besitzen will und solange es Blurays gibt, deren Ende ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben werde, werde ich das weiter tun. Die sehen im Regal einfach besser aus als ein Tablet, von dem ein Streaming-Logo auf die Fliesen strahlt.
    Auch App-Abos nutze ich extrem selten. Wenn möglich kaufe ich ne Premium Version ohne Abomodell. Das wiederum finde ich auch wichtig, denn ein Entwickler soll für seine Arbeit auch entlohnt werden, wenn er etwas geschaffen hat, was ich unbedingt nutzen möchte.


  • Ich habe zwar kein Auto, aber bräuchte ich eines, um morgens früh zur Arbeit zu fahren, würde ich mir den Stress und die extra Zeit, eines zu bestellen oder zu finden, nicht antun. Ich möchte mich auch nicht mit kaputter, abgenutzter, dreckiger oder stinkender Ausstattung abfinden müssen. Es wird in der Reihe der Vorbenutzer immer Leute geben, die sich nicht darum scheren, pfleglich zu behandeln, was ihnen nicht gehört. Letzteres gilt für fast alle physischen Artikel.

    Bei verschiedenen Leistungen sowie Software finde ich es ärgerlich, wenn ich was abonnieren muß. Das wird auch unübersichtlich mit der Zeit. Ich habe MS-Office 365, weil ich es derzeit brauche. Das ist akzeptabel, auch weil es noch die Option gibt, es zu kaufen.
    Oft wird aber einzig nur noch eine Aboversion angeboten, um abzuzocken. Zb. ein Spiel für Android, das ich nur benutzen will, wie es ist. Ich würde es kaufen, um die penetrante Werbung los zu werden. Hier gibt es nur die Möglichkeit, monatlich zu zahlen: Vollkommen inakzeptabel.

    Auch für Software, die ich gern parat hätte, weil ich sie ab und zu brauchen könnte möchte ich nicht ewig und regelmäßig bezahlen, während ich sie nicht benutze.

    Was Musik angeht, bin ich zwar zufrieden mit Spotify und Deezer, trotzdem habe ich auch iTunes und werde mir nach und nach kaufen, was ich sowieso behalten will. Irgendwann werde ich Spotify und Deezer wieder kündigen. Das ist allerdings nicht so dringend, da die ja verhältnismäßig billig sind. Genauso Netflix, aber trotzdem habe ich lieber meine Sammlung unwegnehmbar . Es werden hier mit Sicherheit mit der Zeit Titel auslaufen. Und so umfangreich sind die ja nun sowieso nicht.

    Was Möbel angeht, bin ich absolut kein Fan von Gebrauchtwaren. Die werden auch nicht besser, wenn sie mehrfach umherkutschiert werden.


  • Also ich kaufe meine lieblingsserien, Filme und CDs immer noch. Weil nicht alles ewig online verfügbar ist.


  • Manches Ausleihen wäre schon interessant und ökologisch. Aber wieso soll Office 365 mit 70€ im Jahr günstig sein? ich habe eine alte Version, für weniger gekauft, habe alles was ich brauche und nutze die seit Jahren. Photoshop habe ich im Abo mangels Alternative, ein Update legt tw. für Tage unser Internet lahm. An die Leute mit mieser Internetversorgung wird sowieso bei der Diskussion nicht gedacht. Streaming kann ich bei uns vergessen.


    • Office 365 ist dann günstig wenn man es intensiv nutzt und die Anzahl der Lizenzen auch einsetzen kann. Bei Office 365 hat man 6 Lizenzen. Müsste man die einzeln kaufen sind, je nach Paketversion, bis zu 4000,,- Euro fällig.

      Und das Problem mit dem lahmen Internet hat man auch bei der Kaufversion, wenn man regelmäßig die empfohlenen Updates einspielt.


      • Stimmt, man muss aufgrund der eigenen Nutzung kalkulieren, es gibt ja auch für den Kauf Familienpakete. Und vielleicht agiert Microsoft mit Office ja anders als Adobe mit Photoshop, das ist ein nicht ganz korrekter Vergleich. Aber die Updates von Office haben bei weitem nicht das Volumen der Photoshop- und Lightroom-Updates, ich habe den Eindruck, da wird jedes mal das ganze Programm erneuert.
        Für mich scheint jedenfalls kaufen in dem Fall günstiger, vor allem wenn ich nicht immer die neueste Version brauche (Auslaufversion kaufen, bei Erneuerung mehrere Stufen überspringen).


  •   75
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Bin absolut kein Freund von Abos weil einem da das abonnierte nie wirklich gehört. Natürlich ist gibt es Abos (Wohnungsmiete) die nicht anders gehen, aber alles andere würde ich entweder kaufen oder sein lassen.


    •   35
      Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Warum ist man gezwungen, eine Wohnung zu mieten? In den meisten Fällen ist es günstiger, sie zu kaufen.


      • Das muß aber schon eine richtig gute Wohnung sein. Und ich müßte einen Job haben, den ich mit einiger Sicherheit behalten kann und auch will. Zumindest muß sie auch gut wiederverkäuflich sein, falls ich doch mal woanders hin will. Die Wohnung, die ich jetzt miete, wäre ein Klotz am Bein. Gut, daß ich sie kündigen kann.


      • Weil Geld nicht auf Bäumen wächst.


      •   75
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        In den meisten Fällen hat man aber auch nicht das nötige Geld um sich eine Wohnung zu kaufen.


      • Vielen fehlt das von den Banken verlangte Eigenkapital um für den Rest überhaupt einen Kredit zu bekommen. Kaufen oder bauen ist über lange Zeiträume natürlich günstiger, sonst wäre Vermietung kein Geschäftsmodell, aber für viele ist es einfach keine denkbare Option.


      • @Ahoi
        Such mal nach 'Kaufen oder mieten durchgerechnet'. Es hängt ganz entscheidend von der Lebenssituation, Lebensstil und Charaktereinstellungen ab was günstiger ist.

        Kaufen ist definitv nicht immer günstiger. Besonders mit 2 linken Händen.


      • Bei Eigentum darf man nicht nur den Kredit sehen, sondern muss auch die Folgekosten berücksichtigen. Eigentum verpflichtet. Man muss Geld zurücklegen. Denn irgendwann kommt es zu Reparaturen, oder man bekommt eine Rechnung weil die Straße saniert wird, etc. pp. Und dieses Geld muss man erstmal haben.


  •   35
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Abo-Modelle sind super. Ich besitze mehrere Wohnungen und Häuser, in denen ich Abonnenten wohnen lasse. Eine Win-Win-Situation. Mit einem Teil der Abo-Gebühren finanziere ich die Immobilien, von dem anderen Teil kann ich komfortabel bei überschaubarem Aufwand leben. Auf der anderen Seite haben meine Abonnenten keine Last mit unnötigem Eigentum.


  • Ich finde im Zusammenhang damit übrigens auch Lieferdrohnen unfassbar spannend. Während das Breitband-Internet sämtliche digitalisierbaren Produkte in Sekunden zu uns nach Hause bringt und somit Abo-Modelle erst ermöglicht hat, könnten Drohnen das für nicht-digitalisierbare Produkte erledigen.

    Statt 364,9 Tage im Jahr eine Bohrmaschine, einen Hammer oder eine Schraubzwinge ungenutzt herumliegen zu haben, schließt Ihr ein Werkzeug-Abo im digitalen Baumarkt ab. Wollt Ihr jetzt ein Regal an die Wand hängen, bestellt Ihr Euch das dazugehörige Werkzeug-Set über den Dienst, und Minuten später kommt alles per Drohne zu Euch.

    Dann müssen 40 Millionen Haushalte in Deutschland nicht 40 Millionen Bohrmaschinen horten, sondern teilen sich stattdessen nur 40.000 – es wäre eine unglaubliche Ressourcen-Ersparnis. Einerseits bin ich selber großer Bastel-Fan und möchte eigenes Werkzeug nicht missen. Aber es wäre andererseits auch eine große Chance, dass wir alle gemeinsam sehr viele Ressourcen sparen können.

    Was meint Ihr?


    •   35
      Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Gute Idee. Die Drohne könnte auch gleich das (abonnierte?) Regal und den Handwerker mitbringen, der einem das Ding an die Wand schraubt.


    • Ich fände es durchaus interessant, auch andere Dinge mieten zu können, zum Beispiel Möbel. In der Regel kauft man Möbel und behält diese dann ewig, auch wenn man sie längst nicht mehr sehen kann. Oder man wirft sie weg, weil keiner sie will.
      Möbel auf Zeit zu mieten fände ich daher nicht schlecht.


      •   35
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Interessant. Man könnte für weniger Geld öfter seine Möbel wegwerfen. Mit dem Sperrmüll, den auch kein Anderer mehr haben will, müsste man sich nicht rumärgern, weil man den Abo-Anbieter auffordert, seinen Müll wieder abzuholen. Im gleichen Zug könnte er neue Möbel aufstellen. Ich bin dabei.


      • "..Im gleichen Zug könnte er neue Möbel aufstellen. ..."

        Eher wohl gebrauchte.


      •   35
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Igitt. Wer soll denn gebrauchte Möbel abonnieren wollen?


      • Es wird niemand Möbel zur Miete anbieten, wenn er nur einmal vermieten kann. Das wäre ja sonst Kauf. Und die Rede ist ja hier auch vom ökologischen Umgang mit Resourcen. Wobei ich selbst eben Möbel nur neu kaufen würde.


      • Man mietet auch keine Ikeamöbel und dergleichen, sondern eher Designermöbel und die Leute, die dafür das Geld haben, gehen auch vernünftig mit solchen Möbeln um.


    •   35
      Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Meine Bohrmaschine ist 40 Jahre alt. Das ist sicher nicht ihr letztes Jahrzehnt. Wenn in diesen 40 Jahren für jede Arbeit, die mit der Maschine erledigt wurde zwei Drohnenflüge (Maschine liefern, Maschine abholen) nötig gewesen wären, 40 Jahre lange sowohl Drohnen, als auch Serverarchitektur vorgehalten worden wären, dürfte die Ökobilanz für das Abo-Modell vergleichsweise katastrophal ausfallen.


      • Dein Fall dürfte aber nicht die Regel sein. Die wenigsten Leute (mich eingeschlossen) benutzen ihre Bohrmaschine regelmäßig. Ich realistisch geschätzt im Schnitt vielleicht einmal pro Jahr. Und würde ich sie öfter benutzen wird sie bestimmt keine 40 Jahre alt.
        Oder bspw. meine Stichsäge, die ich mir letzes Jahr günstig gekauft habe. Wurde bisher auch nur ein einziges mal benutzt.

        Es kommt eben immer auf die Nutzung drauf an, wie bei fast allem. Selten ist für Viel- und Wenignutzer die gleiche Lösung die Richtige. Aber den Ansatz mit der Drohne finde ich per se nicht so schlecht, gerade eben bei Sachen die man nicht so oft braucht.


    • Ich glaube nicht, dass sich das lohnt. Gutes Werkzeug hält bei gelegentlicher Nutzung ein Leben lang. Im Lauf von Jahrzehnten können trotzdem viele hundert Nutzungen zustande kommen.
      Ob es ökologisch wirklich vorteilhaft ist, eine Bohrmaschine 500 mal von Baumarkt zu mir und zurück zu transportieren, statt sie einmal zu bauen und zu transportieren bezweifle ich doch stark.
      Viel teurer wäre es allemal. Der Ausleihvorgang ist Service, der bezahlt werden will. Vor dem Ausleihen muss (noch) ein Mensch die Maschine auf Beschädigung und Sicherheit kontrollieren. Aber selbst wenn das alles automatisch abliefe, würde sich der Verleiher den Service bezahlen lassen. Allerdings eignet sich manches Werkzeug schon derzeit zum Verleih. Einen Betonmischer braucht man vielleicht während des Baus für Eigenleistungen, danach vermutlich sehr lange nicht mehr. Er ist auch so groß und teuer, dass ihn danach niemand rumstehen haben mag. Einen Betonmischer oder einen Bagger würde ich auch nur leihen, sollte einmal Bedarf dafür bestehen.
      Das Leihen von Werkzeug erfordert zudem eine viel akkuratere Planung von Beginn und Dauer der Arbeiten. Für sporadisches Basteln, weil man halt gerade Lust dazu hat, z.B. am Wochenende, eignet es sich daher weniger.


      •   35
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Die Drohne will ich sehen, die dir deinen Bagger liefert :)


    • Drohnen? Klopfen die an's Fenster? Wieviel von denen werden dann ständig überall herumschwirren? Wem es zuviel wird, übt mit seiner Winchester und braucht keine Porzellanwurfmaschine mehr.🤪


    • "Alle unsere Bohrmaschinen sind zur Zeit belegt. Bitte versuchen Sie es später noch einmal."

      Ein ähnliches Beispiel sind Leihbücher, egal ob physische oder eBooks. Zwei Wochen drauf zu warten habe ich schon häufig erlebt.


  • Ich finde den Artikel sehr interessant und er regt auch zum Nachdenken über die eigenen Gewohnheiten an.

    Abos sind eben bequem und verursachen nicht auf einen Schlag hohe Kosten. Wenn früher neue CDs raus kamen, die ich haben und hören wollte, bab ich dann ordentlich Geld hingeblättert. Bei Spotify (oder bei mir ein alternativer Anbieter) hat man man die CDs aber verfügbar, ohne Platz in der Wohnung zu verbrauchen, ohne Verschleiß (man hat die CDs ja immer wie rohe Eier behandelt und hoffte, dass kein Staub darauf landet) und bei Nichtgefallen musste man die CD nicht wieder zurückbringen bzw. weiterverkaufen. Es gibt aber auch immer noch Dinge, die ich lieber besitze, z.B. Software. Kann aber ruhig eine digitale Version sein. Da entscheide ich dann selbst, ob ich die neue Version brauche oder lieber noch 3 Jahre die alte nutze.


  • Es ist wie immer...
    Abos etc. sind ein Geschäftsmodell um mit dem Angebotenen natürlich Gewinn zu machen.
    Es muss jeder für sich abwägen was er will/braucht oder auch nicht. Bei Spieleplattformen etc. hat man dann eben die Wahl, Abo=spielen, kein Abo=nicht spielen.


  • Jetzt wollte ich eigentlich Euren Kanal über Telegram abonnieren, aber nach dem Artikel bin ich skeptisch geworden.....was wenn Ihr den morgen abschaltet.....nenenenene. Das ist mir dann doch zu riskant! 😂


  • Noch ein Pro-Abo-Beispiel: der «Game Pass Ultimate» für die Xbox für 13 Euro im Monat: Über 100 Spiele im direkten Zugriff. Und Microsoft haut die neuen (AAA-) Titel schneller raus, als sie jemand spielen kann. Wenn ich nur zwei AAA-Titel spiele, ist das Jahresabo bezahlt.

    Doch genauso wichtig sind all die Titel, die ich gekauft hätte, um dann herauszufinden, dass ich sie doch nicht mag: die lösche ich jetzt einfach wieder, ohne einen Cent dafür bezahlt zu haben. 😎

    Besitz ist überbewertet!


  •   54
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Guter Artikel mit einer sehr persönlichen Note. Ich sehe das so, dass man heute beides haben kann, denn alte Dinge bzw. generell Produkte zu kaufen um sie zu besitzen ist meist sehr einfach, vor allem durch den Onlinehandel. Abos abschließen ist noch einfacher, vor allem auch weil viele ja monatliche kündbar sind. Beides hat Vor- und Nachteile. Ich selbst kaufe heute fast keine Musik mehr aber ich habe auch kein Musik-Abo mehr, denn es stört mich schon sehr, dass meine Musik dann weg ist, wenn das Abo weg ist, ich verstehe das aber auch, schließlich hat man nur das Recht auf hören per günstigem Abo gemietet. Das ich kaum noch Musikprodukte kaufe liegt aber auch an der Musik, die mich nicht mehr so interessiert und das man wirklich tolle Stücke ja auch jederzeit mit guter (reduzierter) Qualität über Youtube und Co. hören/sehen kann.

    Ich stimme David abe nur bedingt zu. Klar kann man sich mit Abos zuschütten, aber in Normalfall sind sie nicht so teuer und da viele monatlich kündbar sind ist es auch kein langfristiges Problem, außer man hat Spezialabos zu hohen Preisen mit langer Laufzeit. Aber es muss jeder selbst wissen, wieviel er verkraftet und wenn ich denke, was manch einer sonst so ausgibt für "Dreck" (aus meiner Sicht) dann können die paar Euro im Monat für Abos wirklich nicht schlimm sein. Aber sicher gibt es auch welche die es übertreiben.
    Die Bildzeitungsüberschrift "Wie Abos uns langsam enteignen" finde ich aber wiedermal total übertrieben und schlichtweg falsch. Enteignen ist ein Wort das die Wegnahme von Wertsachen und Bankkonten bedeutet und selbst im übertragenen Sinne passt das für mich nicht so richtig. Die Fälle von guten Artikeln aber bedenklichen Überschriften häufen sich hier gerade und mir gefällt das nicht. Ich weiß nicht ob das so viel mehr Klicks bringt und nicht langfristig nach hinten los geht ... ich schreibe das gerne immer wieder.


  • Ich schließe nach Möglichkeit nur Abos ab, die ich monatlich kündigen kann und bin damit bisher sehr zufrieden.
    Die Teilhabe für Menschen mit wenig Geld finde ich auch gut.
    Nicht alle können sich teure Produkte kaufen.
    Ein echter Musikliebhaber z.B, wird sich aber auch in Zukunft noch CDs kaufen, auch wenn nur auf dem Flohmarkt.


  • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Gerade bei sowas wie Filmen und Serien kann ich gut verstehen, wieso das Abo einfach beliebter ist. Wozu sollte ich für den Preis einen einzigen Film kaufen, den ich mir höchstwahrscheinlich nur ein einziges Mal ansehen werde, wenn ich für das gleiche Geld einen Monat lang ansehen kann, was ich will und dann natürlich auch so oft ich will?
    Bei Musik und Co. ist es ähnlich... allein der Kosten-Nutzen-Faktor spricht so gesehen deutlich für's Abomodell. Und es ist schlicht einfacher. Und mMn günstiger, nicht teurer ^^

    Meine Abos beschränken sich derzeit auf Prime (Video), Apple Music und irgendwie Apple TV+, aber naja ^^
    Ab und dann nutze ich auch Audible, aber das habe ich erstmal deabonniert, da ich in letzter Zeit wenig höre (kann es aber dennoch jederzeit tun - habe noch einige Hörbücher nicht gehört, kann sie aber weiterhin anhören).


  • Das hat übrigens schon vor Jahren angefangen mit dem, was man Software as a Service nannte.


  •   77
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Oder wann habt Ihr zuletzt eine Serie als physische Kopie gekauft?

    Gestern bei Saturn. "Zurück in die Zukunft" Trilogie auf Blu-ray und im Januar "Unsere kleine Farm" als Geschenk, im Dezember alle Star Trek Filme auf Blu-ray, die ganze Serie von "Dallas" im Oktober. Ich bin der Meinung.."Wer hat,der hat" und ich bin kein Fan , zumindest jetzt noch nicht, von streaming.

    Schön das David McCourt für sich der Meinung ist von physischen Datenträger Abstand zu nehmen, das heißt aber nicht dass andere das auch tun. Wir haben bei dem Handheld Sony PSP Go gesehen wohin das führt.... Der Einzelhandel war dagegen und viele Käufer auch so dass sich diese Konsole nicht lange im Handel etablieren konnte. Die PSP Go setze nur auf Downloads von Spielen.

    Dieses Jahr erlebt die Musikkassette ein Revival und die Schallplatten sind seit Jahren wieder gefragter als in den 2000er Jahren. Auch die Videokassetten sind immer noch beliebt. Auch ich habe seit 1997 noch einen Kofferfernseher mit eingebautem Videorecorder und nutze diesen gern um Filme oder Sendungen aufzunehmen. Leider gibt es kein Showview mehr aber programmieren kann man den trotzdem.


    • Es gibt ja auch sehr viele Serien oder Filme gar nicht als Stream, da bleibt einem auch heute gar nichts anderes übrig, als diese auf Bluray oder DVD zu kaufen, wenn man sie sehen möchte. Ich erlebe das immer wieder, dass sich Leute als ganz große Serienkenner darstellen, es sich aber sehr schnell rausstellt, dass sie zig Serien gar nicht kennen, weil sie eben nicht auf Netflix laufen. Solange die Streaminganbieter ein derart eingeschränktes Programm anbieten, solange werden auch noch Datenträger gekauft.

      Bei mir wars übrigens mit Schirm, Charme und Melone auf Bluray, sowie die Serie Azumanga Daioh auf DVD vor ein paar Tagen.

      Gelöschter AccountGelöschter Account


      • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Genauso mittlerweile aber auch anders herum. Es gibt sehr viele Filme und Serien, die nur noch bei Netflix und Co. und vielleicht noch im Kino erscheinen. Und das entwickelt sich auch mehr und mehr dort hin - ein Film ist irgendwann vielleicht auch nur noch dann erfolgreich, wenn er auch gestreamt werden kann.


      •   77
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Leider gibt es Serien nicht oder nur teilweise auf DVD...☹️... "Wunderbare Jahre"...da bleibt nichts anderes übrig als streaming.


      • Naja, man kann ja beides nutzen. Ich sehe im Streaming nur Vorteile. Man bekommt viel mehr als früher möglich war. Erst gestern habe ich bei Amazon Video einen Film gekauft, den es hierzulande bislang nur auf VHS gibt, noch nicht mal als DVD. Beides hat also Vorteile und die muss man halt nutzen.


      • Gekauft? Dauerhaft mit der Möglichkeit zum Brennen, oder nur "geliehen"?

        Gelöschter Account


      • Gekauft, nicht geliehen. Der steht zum Leihen gar nicht zur Verfügung. Und wieso sollte ich den brennen??? Was soll mir das bringen?

        Ist übrigens nicht der erste Film, den ich dort gekauft habe, das sind sicher schon an die hundert.


      •   77
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Wenn ich gekauftes auch runterladen und speichern bzw auf DVD brennen kann, dann unterstütze ich streaming und Online-Videotheken auch aber so richtig warm bin ich mit dem irgendwie noch nicht. Siehe YouTube. Da bezahlt man für einen Film aber trotzdem habe ich den nicht und kann den auch nicht speichern.


      • Und was soll das bringen, dieses Speichern und Brennen???


      • Wenn ich etwas kaufe möchte ich es auch in Zukunft haben/nutzen, und nicht z.B. durch einen Festplattencrash oder durch einen "Konkurs" des Anbieters verlieren. Also Brennen, oder sichern (auf mehreren Datenträgern). Und natürlich ohne DRM, sonst kann man es auch verlieren wenn das DRM nicht (mehr) validiert werden kann.

        Gelöschter Account


      • Ich fürchte, von dieser Art zu denken wirst du dich verabschieden müssen. Ich sammle zwar Filme, finde es aber auch etwas überholt, alles besitzen zu müssen. Ich denke auch nicht, dass Amazon Konkurs anmelden wird und falls doch, dann finde ich diese Filme sicher wieder woanders. Als Film- oder Musikliebhaber kaufst du vieles doch eh mehrmals im Leben. Erst auf VHS, dann auf Laserdisc, DVD oder Bluray. Oder als Stream. Und irgendwann in 4K oder noch besser.


      • Bei Filmen/Serien genügt mir SD. HD, 4k etc. pp. brauche ich nicht.

        Musik möchte ich offline. Damit bin ich unabhängig vom Internet, und muss auch keine teuren Mobilfunkverträge abschließen bei denen ich in meinem Aufenthaltsgebiet ohnehin miserabel versorgt bin (die Mobilfunkversorgung ist hier in Lindau schlecht).

        Gelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Bei mir reicht auch SD/HD und auf 4K kann ich die Tage noch verzichten zumal ich eh keinen 4k Fernseher habe und solange mich mein mittlerweile 8 Jahre alter Flachbildfernseher unterhält, solange hole ich mir auch keinen neuen.


  • Das Gegenteil ist der Fall. Nie war es einfacher und günstiger, Dinge zu benutzen.

    Office 365 Home: Die mächtigste und beste Office-Suite für 6 Personen, Mobilgeräte und 6×1 TB Cloud-Speicher für lächerliche 70 Euro im Jahr (Discounter).

    Adobe CreativeCloud: Jede erdenkliche Anwendung, die man in einer Werbeagentur oder einem Videostudio braucht für etwa 70 Euro im Monat – und damit ist JEDES Gebiet abgedeckt. Damit kann ein kompletter Arbeitsplatz mit Profisoftware betrieben werden!

    iCloud: 2 TB Online-Speicher, damit ich alle Macs und iOS-Geräte in unserer Familie automatisch sichern und synchronisieren kann. Das ist die bestmögliche Versicherung für 9 Euro im Monat.

    Netflix: Ein Jahr lang Streaming in 4K für die ganze Familie – zum Preis von etwa 8 popeligen Blu-Ray-Scheiben.

    Und das sind nur die grossen Brocken. Diese Abo-Modelle bieten unglaublich viel fürs Geld. Ich habe auch keine Mühe, für so geniale Anwendungen wie «Bear» (Notizen für macOS und iOS) ein paar Euro im Jahr zu bezahlen.

    Oder anders gesagt: Ich mag Abos, wenn sie gut sind. 🙂 Und die schlechten verschwinden eh’ nach kurzer Zeit vom Markt.


    • Gerade Adobe und Office sind recht teuer. Es ist kein Problem ein Office 2013 heute noch zu benutzen, aber als 365 muss ich jedes Jahr den Betrag abdrücken. Ebenso für Adobe , ich kann nicht einfach nur Illustrator kaufen und mir dann überlegen wann oder ob ich upgrade. Wen man nur einen Bruchteil braucht wird es sehr teuer.
      Außerdem Gerät man leichter in eine Kostenfalle. Geld einmal auszugeben was man hat. Schön und gut, aber als Service dauerhaft erfordert viel mehr Aufmerksamkeit auf Monatliche abgänge.


    • Wir brauchen max. 2 Office im Haushalt und das nichtmal intensiv. Und alles irgendwo ständig in einer Cloud zur Verfügung zu haben, ist für mich auch nicht notwendig.
      Brauchen wir 10000 Fotos irgendwo gespeichert? Wie oft schaut man die sich noch an?


    • "...Adobe CreativeCloud: ..."

      Kann man seine Dateien auch lokal speichern?
      Hat man die bearbeitende Software auf dem eigenen Rechner oder nur das Webinterface?


      • Der Name ist von Adobe blöd gewählt. Natürlich kannst du die Dateien auch (ausschliesslich) lokal speichern. Und die Software ist NUR als echter Download verfügbar, nix Webinterface.


  • Was mich sehr ärgert sind die Handys. Wenn die Software nicht mehr aktualisiert wird, funktionieren die Apps nicht mehr und ich werde gezwungen, mir ein neues zu kaufen, obwohl das alte nicht defekt ist. Ich bin nicht der Typ, der jedes Jahr ein neues Handy braucht.


    • Wie oft kommt das denn bitte vor? Das irgendwelche Apps alte (Android) OS-Versionen nicht mehr unterstützen ist zwar schon mal passiert, ist aber doch tatsächlich eher die Ausnahme.
      Und wenn doch, ist das Handy doch auch wahrscheinlich mindestens fünf Jahre oder älter.


  • Ich nutze im Moment keine Streamingdienste oder Abos, aber hab gemerkt, das es ganz ohne bald nicht mehr geht.
    Nach dem ich vor 4 Jahren meine CDs (mache über 30 Jahre alt) und DVDs wegen Umzug verpackt habe, sind kaum noch welche ausgepackt worden. Nur ein kleiner Teil ist auf Festplatte gespeichert.
    Ich finde die Entwicklung nicht gut, wenn man demnächst Hardware wegen nicht mehr aktueller Software oder wegfall dieser nicht mehr nutzen kann. Bei den Handys haben wir das Problem seid Jahren.
    Mal schauen wann es Windows oder IOS nur noch per Abo gibt.
    Keine guten Aussichten, für die Zukunft.


    • Windows ist bereits ein Abonnement, wenn auch kostenlos. Zumindest bei den vorinstallierten Versionen, die durch die digitale Lizenz nicht mehr übertragbar sind und m.E. dadurch einem Abonnement gleichen.


    • Nach Windows 7 gibt´s nurnoch Linux. Den das wird seit Jahren ganz klar einfacher zu nutzen und bietet vermehrt die gleichen Möglichkeiten.
      Meine letzte Hardware habe ich so ausgewählt, dass sie Jahrzehnte hält und parallel zu allem neuen da ist. *Daumendrück*

      Windows 10 habe ich zum Insider schon abgelehnt. AGB: "... roaming Betriebssystem...", äh was, wollt ihr mich verarschen? Brauch ich nicht. Will ich nicht! Aber gerade in Deutschland sind die Leute dem Ding wie die Sau hinterhergerannt.

      Zugeben muss ich, für gewisse 'Feature' Updates in Windows einmalig so 10-20€ bezahlen zu müssen hätte ich ok gefunden. Solange die Sicherheitsupdates weiter kommen.


  • Weg vom Besitz und hin zur Lizenzierung.

    heise.de/newsticker/meldung/Nach-Verkauf-Tesla-deaktiviert-Autopilot-in-Gebrauchtwagen-aus-der-Ferne-4656050.html


  • Außer Office 365 und einer Fachzeitschrift ("Deine Bahn") habe ich kein Abonnement. Musik kaufe ich lieber, bevorzugt als FLAC in 24bit. Auch Filme/Serien kaufe ich wenn sie mich interessieren. Bei den Streaming-Diensten bekommt man bis heute nicht alle Serien/Filme, also zahle ich dafür auch nicht.


  • Radiohead... Creep und Karma Police sind alles andere als überbewertet ☝️😌
    Ansonsten: ja, Abos haben auch Nachteile. Vor allem dann, wenn der Markt zerklüftet ist und man mehrere Anbieter bräuchte, wird es teuer. Aber manchmal hilft dann einfach Verzicht.


  • Ben vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    hm. ich kaufe keine cd oder sonstigen Datenträger mehr und die die ich hab liegen als mp3 vor als Sikopie.
    Bei Streamingdiensten kauf ich auch nix, anschauen und gut. Muss nix sammeln. Wozu. Ngflix wird über Sommer abgemeldet, Prime bleibt wegrn Versandvorteil und Disney+ wird auch nur kurzfristig je nach interessanten Content gebucht.


  • Der Trend ist natürlich unübersehbar. Ich habe nur ein Amazon Prime Abo, das deckt meinen Bedarf an Musik und Serien/Filmen ab, außerdem gibt es ergänzend ja auch noch Dienste wie YT. Wer will / sollte schon ganztags vor der Flimmerkiste hocken... Für meinen Geschmack glücklicherweise nahezu 100% passend ist der Stream von Radio Paradise. Wenn ich zum Training gehe oder anderweitig auswärts Musik haben möchte, nutze ich den Vorab-Download von bis zu 12 Stunden, ganz ohne Abo und Datenvolumen. Auch entdecke ich dabei immer wieder für mich neue Künstler, die ich mir im Nachhinein noch einmal genauer anschaue. Was das CD regal und die DVD Sammlung angeht, kann ich den Trend zum Abo nur begrüßen, die meisten meiner DVD stehen seit Jahren unberührt im Schrank.

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