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Widerstand ist zwecklos: Die Smart-Home-Revolution kommt
Smart Home 5 Min Lesezeit 87 Kommentare

Widerstand ist zwecklos: Die Smart-Home-Revolution kommt

Während mit der CES und dem MWC zwei große Tech-Messen 2019 schon rum sind, wird eines immer deutlicher: Die Smart-Home-Revolution - und damit meine ich die weitere Integration von digitalen Assistenten und wachsende Anzahl von vernetzten Produkten - nimmt immer weiter Fahrt auf. Widerstand ist möglich, aber er scheint zwecklos.

Neue Technologien gingen schon immer mit einer Gegenbewegung einher. Das zieht sich durch die ganze Geschichte der Menschheit. Große Innovationen bringen viel Veränderung mit sich - und die Menschen mögen im Allgemeinen keine Veränderungen. Lasst uns aber erst ein Blick auf einige der Hauptargumente gegen die Smart-Home-Technik werfen, bevor wir dazu kommen, warum die Haltung dazu zu einem Problem werden kann.

Gründe für den Widerstand gegen Smart Home

Das vielleicht stärkste Argument, warum man sich kein Smart-Home-Produkt kauft, ist wohl auch das nachvollziehbarste: die Kosten. Wenn wir unsere Häuser "intelligenter" machen, dreht sich alles um Komfort - zumindest sagen das die Hersteller. Die Verwendung der Stimme zur Steuerung der Lampen ist bequemer als die Verwendung eines Schalters. Eine intelligente Klingel zu haben, die über eine Videoverbindung zeigt, wer vor der Haustür steht, ist bequemer, als aufzustehen und durch das Guckloch zu schauen. Und so weiter und so fort ...

Diese Bequemlichkeit hat jedoch ihren Preis. Die Anschaffungskosten für Smart-Home-Produkte sind immer noch recht hoch. Um das ganze Zuhause mit einem kompletten Satz Philips-Hue-Glühbirnen und den notwendigen Hub auszustatten, muss man schon recht tief in den Geldbeutel greifen.

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Intelligente Lichter sind schön, aber auch nicht gerade billig. / © AndroidPIT

Die Frage des Preises ist letztlich auf eine einfache Kalkulation zurückzuführen. Werden die Kosten für die Installation von Smart Home Devices im Hinblick auf den gewonnenen Komfort gedeckt? Sicher, der anfängliche Preis könnte als Investition angesehen werden, aber für viele sind es derzeit versunkene Kosten, bis die Funktionalität und Effizienz der Geräte besser wird.

Das zweite Argument, warum man sich kein Smart-Home-Produkt kauft, ist eng mit dem Ersten verknüpft. Wenn man in einen Smart Home Hub oder ein bestimmtes vernetztes Home-Ökosystem wie Samsungs SmartThings "investiert", ist man auf die zukünftige Entwicklung des Systems angewiesen. Doch Smart Home steckt noch in den Kinderschuhen, und die heute verfügbaren Produkte und Dienstleistungen sind nur der Bruchteil einer größeren Vision der Zukunft.

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Intelligente Sicherheitskameras werden immer beliebter. / © AndroidPIT

Man denke nur an die intelligenten Sicherheitskameras, ein Bereich des Smart-Home-Marktes, der gerade richtig Fahrt aufnimmt. Viele dieser Geräte sind mit der Cloud verbunden. Doch wenn aus irgendeinem Grund der Hersteller Pleite geht oder den dazugehörigen Cloud-Service zu unterstützen, könnten Nutzer am Ende das gesamte Filmmaterial verlieren und auf einem redundanten Produkt sitzen bleiben - das wahrscheinlich auch nicht gerade günstig war.

Das Problem mit der Privatsphäre

Dann gibt es noch das wohl größte Problem von allen: Privatsphäre und Sicherheit. Die Besorgnis über die Datenmenge, die wir großen Technologieunternehmen zur Verfügung stellen, was diese Unternehmen mit diesen Daten machen und wie anfällig diese Daten für Hacks, Leaks und unerwünschten Zugriff sind, wächst. Das interessante am Smart-Home-Markt ist, dass er Seite an Seite mit diesen Bedenken wächst.

Derzeit wird geschätzt, dass es global 2,5 Milliarden Geräte mit Sprachassistent gibt, die bereits bei uns zu Hause "zuhören" können. Experten gehen davon aus, dass diese Zahl in nur fünf Jahren auf 8 Milliarden weltweit ansteigen wird. Logischerweise würde man denken, dass die Smart-Home-Revolution im Widerspruch mit dem Anstieg der Datenschutz- und Sicherheitsbedenken der Gesellschaft steht.

Schließlich gibt es einen gewissen Widerstand gegen Smart-Home-Produkte von denen, die denken, dass es alles nur eine Modeerscheinung ist. Auch mit geht es manchmal so und ich kann mir ein schiefes Lächeln nicht verkneifen, wenn ich so etwas wie eine intelligente Haarbürste, den smarten Behälter für Hühnereier oder andere "sinnfreie Smart-Home-Produkte" sehe". Doch Widerstand ist zwecklos und ich sage Euch, warum.

Eine Lektion aus der Geschichte

Die Menschen sind gewohnt, den Wandel zu bekämpfen und sich gegen neue Technologien zu wehren, aber die Geschichte zeigt uns, dass die Proteste eher auf taube Ohren stoßen. So waren zum Beispiel der Aufschrei und die Abneigung gegen Kühlgeräte zu Beginn des 20. Jahrhunderts beträchtlich und wir alle wissen mit Blick auf den Kühlschrank zu Hause, wie das ausgegangen ist. Im mittelalterlichen Nahen Osten wehrten sich die Menschen gegen das Trinken von Kaffee, was in der heutigen "Koffein-süchtigen" Gesellschaft undenkbar erscheint.

Calestous Juma, Professor an der Kennedy School of Government der Harvard University, hat diese Idee in einem Buch mit dem Titel "Innovation and Its Enemies" untersucht: Das Buch wirft einen Blick auf 600 Jahre Innovation und wie Menschen sich oft der neuen Technik widersetzen. Aber es gibt nicht viele Geschichten über einen erfolgreichen Widerstand.

Selbst wenn wir einen Blick auf neuere Technologien werfen, die Verworfen wurden, bevor sie im Mainstream ankamen, gibt es einige große Beispiele. In den frühen 1980er Jahren waren Mobiltelefone so groß wie Ziegelsteine, wogen genauso viel und kosteten Tausende von Dollar. Doch es dauerte nicht lange, bis die Technik voran schritt, keiner mehr Witze gemacht hat und wir da ankamen, wo wir heute sind. Ich kannte beispielsweise einen Mann, der in den frühen 2000er Jahren sagte, sein Lebensziel sei es, "nie eine SMS zu senden". Er macht jetzt Instagram Stories noch und nöcher. 

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Ich habe gesehen, wie Leute sich der SMS widersetzten und jetzt eine WhatsApp-Nachricht nach der anderen versenden. / © Shutterstock.com

Sicherlich, Ihr müsst Euch nicht beeilen und jedes Smart-Home-Produkt auf dem Markt kaufen. Es ist sicherlich sinnvoll, zu warten, bis die Technologie erschwinglicher, praktischer und weiter verbreitet ist - genau wie beim Kauf Eures ersten Handys. Aber was ich versuche zu sagen, ist, dass die Smart-Home-Technologie im Mainstream ankommen wird. Die nächste Generation wird nicht mehr so widerstandsfähig wie unsereins sein. Und diejenigen danach werden kein Leben mehr ohne digitale Assistenten, intelligente Türklingeln und einen Herd kennen, der weiß, was auf ihm köchelt. 

Wie weit seid Ihr auf dem Weg zu einem intelligenten Zuhause? Seid auch Ihr der Meinung, dass der Widerstand gegen Smart Home zwecklos ist? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare!

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Top-Kommentare der Community

  • Hannes B. vor 1 Monat

    Melde mich aus einem Widerstandsnest: ich halte die Stellung standhaft wegen fehlendem Nutzen!

  • Ruediger Malsch vor 1 Monat

    Für mich hat ein Smart Home keinen Nutzen. Es kostet Geld in der Anschaffung und dann ständig Strom. Und eine Abhörwanze kommt mir nicht ins Haus.
    In dem Artikel wird Bequemlichkeit mit Faulheit verwechselt. Wer nicht mehr zum Lichtschalter geht ist faul. Und bei unserem, meist bewegungsarmen Leben, mit Sitzen vorm Computer, wäre das Laufen zum Lichtschalter wichtiger.

  • Reinhard Schäfer vor 1 Monat

    Man erinnere sich mal an die Menschen, die durch Schlüsselwörter auf WhatsApp, Facebook usw. ins Visier von Ermittlungen geraten sind, weil dort mitgelesen wurde. Der ständig wachsame Zuhörer liefert Informationen, die abgegriffen werden können oder weitergegeben und dazu führen können, dass z.B. politische Gegner frühzeitig ausgeschaltet werden. Im Falle von Extremismus sind alle davon begeistert, aber wenn China, Putin, Trump oder Erdogan ihre Bevölkerung ausspähen, um diese politisch zu beeinflussen oder mundtot zu machen und damit ihre Position zu sichern, findet das niemand so toll.

    Leider gibt es da keine klaren Übergänge, alles ist möglich und wird auch genutzt... nicht umsonst betreiben die USA, Russland, China usw. riesige Speicheranlagen mit Daten über alles, was die Menschen öffentlich und im Netz von sich preisgeben. Im Bedarfsfall ergibt die Verknüpfung der Informationen schnell die komplette Macht über die Personen, ohne dass diese sich noch wehren können, oft keine Chance auf rechtliches Gehör haben. Alles Gespeicherte kann zu ihren Lasten gebündelt werden. Und das gilt auch für Gewerkschaften, politische Parteien, ideologische Gegner und einfache Bürger, die vielleicht privat ihren Unmut an bestimmten Entwicklungen äußern und als Gefahr angesehen werden können.

    Schon vor Jahren gab es solche Szenarien in Filmen wie "das Netz" oder "Staatsfeind Nr. 1" dargestellt, und seitdem haben sich die Möglichkeiten vervielfacht und die Menschen geben zunehmend bedenkenlos ihre Privatsphäre an der Tür der Industrie und Politik ab. Nur, weil ich nicht radikal bin, heißt das nicht, dass ich nicht von anderen als Bedrohung angesehen werden kann. Für mich ist das Smart Home mit dauernder Vernetzung mit dem WWW keine Entwicklung, die ich uneingeschränkt begrüßen kann.

  • Jens Vaupe vor 1 Monat

    Ich finde immer wieder interessant was und als "Smart Home" verkauft wird bzw. werden soll.
    Und beim besten Willen, aber das was ich derzeit kaufen kann ist alles andere als smart/intelligent.
    Und in gewisser weise muss ich da dem Vorredner Recht geben, ein Bewegungsmelder ist momentan stellenweise smarter als die netzabhängigen Dosen die man derzeit kaufen kann. Da geht das Licht (bei guten Geräten sogar abhängig von der Umgebungshelligkeit) an wenn ich "erkannt" werde und ohne ein Wort sagen zu müssen sogar nach einer Weile ganz allein wieder aus. DAS ist wesentlich "intelligenter" als: "Dose, mach das Flurlicht an" oder schlimmer noch "Dose, sag Herstellerschnittstelle Lampe Flur einschalten"...
    Und so nette Dinge wie Licht über Stimme heller oder dunkler dimmen zu können ist fein, aber normalerweise wir das doch entweder zum vorführen benötigt, oder zu gewissen immer wiederkehrenden Situationen. Und geraden für die wiederkehrenden Situationen erwarte ich von einem System das mir als smart/intelligent angepriesen wurde, dass es diese Situationen (besser früher als später) selber erkennt und entsprechend agiert.
    Ein Beispiel? Fenster zur Südseite. Im Winter sehr angenehm, wenn die Sonne Wärme in die Räume bringt, spart sogar zusätzlich ein wenig Heizenergie. Im Sommer eher unerwünscht weil es einfach viel zu warm wird im Gebäude. Da ist dann ein "intelligentes" System, dass durch Steuerung der Rollos dafür sorgt, dass die Raumtemperatur angenehm bleibt. Und - Überraschung - das geht ganz ohne Internet und externe Server.

    Also: wenn smartHome, dann bitte richtig. Alles andere empfinde ich derzeit als Geldverschwendung und unnötige Selbstverwanzung.

  • René H. vor 1 Monat

    <<< Widerstand ist möglich, aber er scheint zwecklos >>>
    Irrtum. Niemand ist gezwungen sich sowas ins Haus zu holen. Zumindest muss niemand die Geräte mit dem Internet verbinden.

87 Kommentare

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  • Ein Spitzel in jeder Ecke.

    Wenn Intelligenz die Summe aller kognitiven Fähigkeiten unter Einsatz zur Problemlösung ist,
    wie intelligent kann da ein Leuchtmittel sein.
    Da ist doch jedes vegetatives Nervensystem schlauer.


  • Für dies und das wird der Mensch zu faul. Zu bequem, aufzustehen und einen Lichtschalter zu betätigen. Eine Klingel ertönt und der Bewohner muss nicht mehr aufstehen um nachzusehen, wer vor der Tür steht. Was im Neusprech sich "Smarthome" nennt, ist langfristig und gesamt gesehen, für die Menschen kein wirklicher Vorteil. Für manchen ist es eine techn. Spielerei für eine gewisse Zeit.


    • Rudolf M. -
      Zauberhaft. Ich war morts gespannt auf die Kommentare der Ablehner. Und gleich der erste, den ich zu lesen bekam, ist absolut nicht hinnehmbar.
      Wir werden 1. nicht dick, weil wir zum Ein- und Ausschalten unserer Lichtschalter oder zum Nachsehen, wer vor der Tür steht, nicht mehr aufstehen müssen.
      Und zweitens gebe ich die Vokabel 'dumm' ungebraucht an Dich zurück.
      Warum?
      Weil Du überhaupt nicht reflektiert hast, was Du hier 'hingerotzt' hast. Wenn man in einen Raum kommt, in dem kein Licht brennt, steht man in der Regel bereits bzw. noch. Und auch in Deinem Alltag wird es vermutlich sehr selten vorkommen, dass Du einem Türklingler nicht aufmachst. Und dafür musst Du aufstehen.
      Und schließlich fehlt es Dir ganz offensichtlich an Fantasie, um Dir vorstellen zu können, dass diese Gadgets nicht nur zum Einschalten von Lichtschaltern da sind...

      Gruß an die Admins:
      Wenn Ihr mich an die Etikette erinnert wegen meiner harschen Worte, bitte erst diesen Unsinnsschreiber abwatschen, danach gerne auch mich.


      • Bastian Siewers
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Nur kurz nebenbei: Ob jemand Unsinn schreibt oder nicht, liegt manchmal auch am Betrachter ;) Und das hat letztlich auch nichts mit Umgangston und Respekt usw. zu tun.


      • Sorry, mein sarkastischer Beitrag sollte als solcher leicht erkennbar sein. Mein Ziel war, zu überzeichnen und etwas brachial auf ein Grundproblem aufmerksam zu machen.

        "Smart" soll ja clever, klug, schlau und intelligent umschreiben. Wenn sich Leute Geräte in die Wohnung stellen, welche alles mithören und sie mehr gläsern machen als es jede klare Fensterscheibe ist, dann ist Trojanische Pferd wohl noch eine leichte Untertreibung.

        Keine Sorge, mein Vorrat an Fantasie ist noch sehr groß gg


        Dein Kommentar


      • @Robert Panitzki
        "Ich war morts gespannt auf die Kommentare..." - "morts..."
        Alter Schwede - das übst Du aber besser nochmal, denn da hast DU überhaupt nicht reflektiert, was Du da "hingerotzt " hast. ;)


      • Beginnst du jeden deiner Sätze mit nem Hotword, oder warum sollte da jeder deiner Sätze mitgehört werden?
        Und hast du ein Smartphone?


      • Ich hoffe doch, die 'Ablehner' kriegen einen Stempel auf die Stirn oder werden in Zukunft ein Schildchen am Hemdkragen tragen müssen.👆


      • @didado
        "Beginnst du jeden deiner Sätze mit nem Hotword, oder warum sollte da jeder deiner Sätze mitgehört werden?"

        Ganz einfach - weil es geht.


      • Würde direkt auffallen, wenn man seinen Netzwerk-Verkehr trackt. Also nein.


  • Genau, toller Bericht und voller Wahrheiten.
    Irgendwann hat auch mal einer gesagt, immer nur vom Tageslicht abhängig zu sein ist mir zu wenig, ich zünde eine Kerze an. Ein anderer hat gesagt, eine Kerze ist toll, aber elektrisches Licht ist besser und ich brauche nur einen Schalter zu drücken. Jetzt kommen welche und sagen, Schalter drücken ist ja ganz nett, aber ich kann es auch von meinem Telefon/Remote Schalter oder sogar mit meiner Stimme von wo auch immer hell oder dunkel oder halbhell machen.
    Die selbe Entwicklung hat sich beim Wäsche waschen, bei der Fortbewegung (Laufen, Kutsche, Auto/Flugzeug/Zug) usw. vollzogen und wird - wie wir gerade feststellen (E-Mobilität, autonomes Fahren, Smart Home usw.) - nicht haltmachen.
    Es dauert vielleicht ein, zwei oder drei Generationen (heutzutage eher eine, früher eher drei), bis neue Methoden zur Bewältigung des Lebens (wenn man so will) flächendeckend verwendet werden. Aber sie werden kommen und weitergehen, solange es Menschen gibt, die neue Dinge erfinden und bestehende weiter entwickeln. Und irgendwann wird das, was wir heute als super neu und vielleicht noch überflüssig empfinden, völlig normal sein.


    • Und irgendwann ist alles so weit entwickelt, dass man den Menschen nicht mehr braucht 😂.
      Nun zum ernsthaften Kommentar, ja es gibt Entwicklungen aber man muss nicht jede mit machen. Wenn ich schon daran denke dass man OK Google sagen muss komm ich mir bei google home sehr doof vor. Ne smarte WC Schüssel brauch ich auch nicht und so weiter. Irgendwann wird der Mensch so faul, dass er verlernt zu leben.


  • Ich bin IT-ler und von Natur aus sehr neugierig und technikaffin.
    Als wir vor über 20 Jahren gebaut haben war mir schon klar, dass ich mich auf "Smart Home" vorbereiten muss, auch wenn es dem Begriff vermutlich noch gar nicht gab. Aber auch damals gab es schon "elektronische Helfer". Also habe ich kilometerweise Kabel im Haus verlegt um überall Strom- und "Netzzugang" zu realisieren. Heute nutze ich davon, dank WLAN, nur noch wenig. Aufgerüstet habe ich in den Jahren massiv. Zum Beispiel mit Homematic (über 100 Sensoren/Aktoren), Kameras, NAS, Alexa, u.v.a.. Zum Teil sind die Systeme mit dem Internet verbunden, zum Teil Offline nutzbar. Aber was für mich der große Nachteil meiner Leidenschaft ist, ist der enorme Stromverbrauch in Summe aller Systeme. Fast 8.000 kWh, frisst unser Haus jährlich (mit 4 Personen)!
    Verständlich, das ich regelmäßig den Stromanbieter wechsle und so, mit Hilfe von Prämien, die Kosten so gering wie möglich halte. Unsere Photovoltaikanlage produziert glücklicherweise so viel Strom, das am Ende des Tages noch Geld übrigbleibt. Was aber, wenn die Abnahmeverpflichtung des Energieversorgers endet? Als Rentner (wenn ich das noch erlebe) werde ich mir "Smart Home" bei weiter steigenden Strompreisen wohl nicht leisten können.


  • Ich finde das Smart Home Genre samt des gegebenen Komforts super. Für mich kommt es jedoch (noch) nicht in Frage - weniger wegen den Kosten - sondern weil ich keinen Bock auf das ganze Elektro-Digitale um mich herum habe.


  • ""Das vielleicht stärkste Argument, warum man sich kein Smart-Home-Produkt kauft, ist wohl auch das nachvollziehbarste: die Kosten."
    Die Kosten spielen sicherlich auch ein Rolle, ABER das stärkste Argument gegen Smart-Home Produkte ist die Sicherheit.
    Und dabei rede ich gar nicht mal davon das Daten angegriffen werden, sondern von der Gefahr das Hacker euer Smart Home übernehmen und steuern.
    Es gab vor einiger Zeit einen Fall in Skandinavien wo viele Smart-Gesteuerte-Heizungsanlagen gehackt wurden und die lieben Smart Home Besitzer tagelang bei eisiger Kälte im Winter nicht heizen konnten. Darin liegt die wirkliche Gefahr, nicht darin ob jemand heraus bekommt wie der Hund heißt oder wann man sich mit deiner Frau gestritten hat.


  • "Smarthome" das kein Internet benötigt ist ein Sache über die man nachdenken kann. Der Begriff "SmartHome" ist wie "KI" einfach nur Marketing und daher eigentlich Blödsinn. Sprachassistenten konnte ich nie leiden und an meinem Handy ist davon auch nichts aktiviert, aber ich weiß natürlich, dass mitgehört werden kann. Ausschalten geht aber immer und dann wird es zumindest schwieriger mitzuhören. Daher zählt für mich das Arument nicht, man kann ruhig alles vernetzen, da das Smartphone ja eh mithört. Eine Kameraüberwachung, Rollladensysteme usw. können viel Sinn machen und das gibt es auch ohne Internetverbindung. Der ganze Rest der Bequemlichkeit ist aus meiner Sicht aber unnötig. Wobei ich für mich entschieden habe,nichts von diesem Kram zu nutzen, auch weil für mich persönlich keine Anwendungsszenarien vorhanden sind. Licht mache ich so gerne selbst an und aus, dazu muss ich auch nicht im Dunkeln ans Bett laufen. Ob man es nun glaubt oder nicht, man kann ans Bett laufen, das Licht dort anmachen und dann zurück an den Lichtschalter und es da ausmachen.... Wahnsinn, was so alles geht mit Bewegung eines Menschen. Aber eines ist auch klar, es ist ein Trend der wohl nicht mehr aufzuhalten ist, auch weil die Menschen nun mal alles mitmachen, wenn die Industrie es mit Werbung richtig angeht. Ohne Amazon und den billigen Preisen hätten die Menschen keine Alexa zuhause rumstehen und keiner würde es auch nur ansatzweise vermissen. Zumindest denke ich das.


  • Ich kann einfach nicht verstehen, welchen nutzen diess haben soll. Der Mensch wird immer fauler, die Gelenke werden nicht mehr bewegt. Man sollte die eigenen Resurcen so lange wie möglich benutzen, denn wenn ich nicht mehr aufstehen kann, ist es sowieso zu spät. Das selbe gilt mit dem Teilen, warum soll ich irgend jemanden mitteilen ob mir etwas gefält oder nicht, da beginnt schon meine Privatsphäre. USW. USW. USW.


  • Immer wieder lustig, wie sie alle nach Datenschutz brüllen mit ihren tollen Smartphones in der Pfote :-D !! Bei mir zu Haus ist mittlerweile Alles Smart was man zur Zeit smart machen kann, vom Licht bis zur Kaffeemaschine über Türschlösser und Fensteröffner bis hin zu diversen Haushaltsrobotern - alles sprachgesteuert und/oder von überall wo ich will. Und dabei hat das Alles nichts mit Faulheit zutun sondern damit das nun auch verrückte Lichtkonzepte beispielsweise möglich sind, welche man eben mal nicht mit nem normalen Lichtschalter bastelt!
    Bei den Kosten hält es sich in Grenzen, wenn man sich von den "namhaften" Herstellen Fernhält und mal über den Tellerrand schaut ist nen Smart Home für nen kleinen Taler durchaus umsetzbar!
    Mein Fazit Smart Home is Geil und ich hab bock drauf Zeitgemäß zu Wohnen und nicht mehr in ner Höhle! Aber jeder wie er will!


  • Ich finde immer wieder interessant was und als "Smart Home" verkauft wird bzw. werden soll.
    Und beim besten Willen, aber das was ich derzeit kaufen kann ist alles andere als smart/intelligent.
    Und in gewisser weise muss ich da dem Vorredner Recht geben, ein Bewegungsmelder ist momentan stellenweise smarter als die netzabhängigen Dosen die man derzeit kaufen kann. Da geht das Licht (bei guten Geräten sogar abhängig von der Umgebungshelligkeit) an wenn ich "erkannt" werde und ohne ein Wort sagen zu müssen sogar nach einer Weile ganz allein wieder aus. DAS ist wesentlich "intelligenter" als: "Dose, mach das Flurlicht an" oder schlimmer noch "Dose, sag Herstellerschnittstelle Lampe Flur einschalten"...
    Und so nette Dinge wie Licht über Stimme heller oder dunkler dimmen zu können ist fein, aber normalerweise wir das doch entweder zum vorführen benötigt, oder zu gewissen immer wiederkehrenden Situationen. Und geraden für die wiederkehrenden Situationen erwarte ich von einem System das mir als smart/intelligent angepriesen wurde, dass es diese Situationen (besser früher als später) selber erkennt und entsprechend agiert.
    Ein Beispiel? Fenster zur Südseite. Im Winter sehr angenehm, wenn die Sonne Wärme in die Räume bringt, spart sogar zusätzlich ein wenig Heizenergie. Im Sommer eher unerwünscht weil es einfach viel zu warm wird im Gebäude. Da ist dann ein "intelligentes" System, dass durch Steuerung der Rollos dafür sorgt, dass die Raumtemperatur angenehm bleibt. Und - Überraschung - das geht ganz ohne Internet und externe Server.

    Also: wenn smartHome, dann bitte richtig. Alles andere empfinde ich derzeit als Geldverschwendung und unnötige Selbstverwanzung.


    • So ist es, das alles ist nicht smarter als eine Lichtschranke. Eine Lampe per Stimme zu regeln ist nicht smarter als per Schalter. Smart bedeutet, dass ich mich nicht mehr drum kümmern muss, das System macht es allein. Aber wenn ich alles erst anweisen muss, dann ist das in keinster Weise smart. Aber es wird einem inzwischen ja auch jeder Taschenrechner schon als künstliche Intelligenz verkauft.


  • Die Welt erinnert mich immer mehr an den Animationsfilm Wall-E. Starke Luft- und Bodenverschmutzung, Plastikmüll in allen Meeren, alles ist Sprachgesteuert und Roboter bringen Speisen und Getränke Man muß sich nicht mehr Bewegen, alle ähneln immer mehr einer Kugel, hat die Menschheit aus Gier den Planeten zerstört flüchtet sie ins All um den nächsten Planeten zu zerstören...... Ob der Drehbuchschreiber wohl eine Zeitmaschine hatte?


  • Niemals, so etwas kommt mir nicht ins Haus.


  • Wir haben ein halbes Dutzend Google Home im Haus verstreut. Diese warten auf das Kommando «Hey, Google!» Erst dann wird eine Internet-Verbindung aufgebaut, um die Anfrage zu beantworten.

    Ist dem wirklich so? Ja, dem ist so. Denn nichts ist einfacher, als eine unerlaubte Verbindung nachzuweisen, und das wäre für jeden Sicherheitsexperte ein gefundenes Fressen. Der Ruf von Google wäre massiv beschädigt. Deshalb glaube ich Google und habe kein Problem mit diesen Geräten.


  • Ich finde es schön, wenn Abends Alexa hinter mir das Licht ausschaltet und ich nicht im dunkeln ins Bett stolpern muß.

    Mit entsprechenden Angeboten wird das ganze ja auch nicht soooo teuer. Das die NSA mitbekommt wenn ich im Wohnzimmer das Licht anschalte, hat mich jetzt nicht so erschreckt.

    Ich verstehe Menschen die unter ständigem Verfolgungswahn leben und so etwas nicht Zuhause haben möchten aber seien wir ehrlich, kaum verlassen wir unser Haus weiß Google genau wo wir sind dank Smartphone, weiß die Bank was wir kaufen dank Kreditkarte oder EC Karte oder wo wir Geld am Automaten holen. Die "digitalen Flitzer" unserer Zeit nutzen dann noch an jeder Ecke ihre Payback Karte.

    Hinzu kommen solche Erkenntnisse wie im Vermisstenfall Rebecca, wo Kameras an der Autobahn mehrere Fahrten des Schwagers aufgezeichnet haben, wo ich mir dachte es gäbe keine Datenvoratsspeicherung ( hies es das nicht immer ?? Nun sind plötzlich Daten über Tage erfasst und damit nicht von Ihm sondern von Euch allen ! ).

    Ich fürchte also wenn ich mir nicht eine Höhle im Garten grabe und die Schachtwände mit Blei auskleide wird die Privatsphäre nicht mehr realisierbar sein.

    Im Fall der Autobahnaufzeichnung macht mich das besonders betroffen, denn zum einen verstehe ich das Ermittler im Vermisstenfall einer Jugendlichen zu jedem Strohhalm greifen und finde das als Vater auch gut, zum anderen wurden wir aber doch eindeutig belogen über diese Technologie.


    • <<< Ich finde es schön, wenn Abends Alexa hinter mir das Licht ausschaltet und ich nicht im dunkeln ins Bett stolpern muß. >>>
      Ich mache einfach die Nachttischlampe an, und wenn ich im Bett liege wieder aus. Man kann ein Haus auch so bauen dass es nicht nur einen Lichtschalter gibt. Da gibt es dann bei der Tür einen Lichtschalter, und bei den Nachttischen auch jeweils ein Schalter.


      • @Rene : Also als ich mein Haus gebaut habe, war das Wohnzimmer das Esszimmer und im Fernsehbereich habe ich indirekte Beleuchtungen mit Fußschalter.

        Natürlich könnte ich ins Treppenhaus laufen, das Licht anmachen und dann durch das Esszimmer ( ehemals Wohnzimmer ) ins Wohnzimmer, dort das Licht ausschalten und wieder retour ins Treppenhaus. Dort gehe ich erstmal ins Schlafzimmer, schalte meine Nachtischlampe an und gehe zurück ins Treppenhaus und mache dort das Licht aus. Und dann ab ins Bett !

        Ich könnte aber auch einfach im Schlafzimmer sagen : Alexa Licht ausschalten ! ( Oder wenn meine Frau schon schläft, nehme ich die App ).

        Und nein , ich taste mich nicht durchs dunkle Haus, bei mir wohnt nämlich ein weiblicher Teenager, der Abends fiese Stolperfallen in Form von Schultaschen, Sporttaschen, Stiefeln und Turnschuhen auslegt.

        Zudem verfüge ich über die Fähigkeit mit meinem kleinen Zeh in totaler Finsterniss Möbel zu finden !

        Da ich nunmal den Luxus habe im Haus über 3 Alexas zu verfügen, warum soll ich das denn nicht nutzen ?


      • René H.
        Nicht überzeugend. Meine Frau würde sich bedanken, wenn ich meine Nachttischlampe einschalten würde, wenn ich nachts mal raus muss. Und mit seiner Stimme sollte man das doch wohl auch nicht machen. Man muss Smarthome also nicht ausgerechnet dafür benutzen.
        Ich habe für diesen Fall meine SmartWATCH so 'programmiert', dass ich mit einem Doppeltap auf den Homebutton eine Taschenlampe an der Uhr anmachen kann... Ja, ich weiß, Smartwatches braucht man auch nicht 😉😜.


      • Da musst du ja erstmal zur Nachttischlampe laufen, diese anmachen, dann wieder zurück zum Hauptlichtschalter, diesen ausmachen und dann wieder zurück zum Bett. Rechne diese Zeit mal aufs Leben hoch! ;-)


      • Alles faule Ausreden.


      • Sophia Neun
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Da wird dir ausführlich erklärt, warum er es praktisch findet und dann kommt nur ein "faule Ausreden" . :D
        Ich finde es ebenfalls klasse vom Smartphone oder mit der Stimme meine Lampen steuern zu können und nicht im dunkeln durch die Wohnung zu irren. Habe aber auch keine Nachttischlampe. ^^


    • "Ich finde es schön, wenn Abends Alexa hinter mir das Licht ausschaltet und ich nicht im Dunkeln ins Bett stolpern muß. ..."
      Alternative wäre, die Beleuchtung so zu gestalten, dass man schon im Bett liegt und dann das Licht ausschalten kann. Stichwort: die gute Nachttisch-Lampe. ;)

      Edit: Man sollte einen vor Stunden geschriebenen Kommentar auch absenden.


      • Schlafzimmer, die als solche geplant wurden, haben meistens neben dem Bett auch einen Schalter für die Hauptbeleuchtung. Die Nachtischlampen sowieso.


  • als nächstes kommt dann wohl der smarthome schlafsack für obdachlose, damit das pennen in der ōffentlichkeit angenehmer wird, angeschlossen an kostenfreie öffentliche wlan netzte oder so ähnlich.

    ohne mos nix los, denkt lieber an rücklagen für die rente im alter, aber vielleicht arbeiten die menschen ja bis sie tot vom hocker fallen, die ki robotter kommen dann zum bestatten.


  • <<< Widerstand ist möglich, aber er scheint zwecklos >>>
    Irrtum. Niemand ist gezwungen sich sowas ins Haus zu holen. Zumindest muss niemand die Geräte mit dem Internet verbinden.


  • "Das vielleicht stärkste Argument, warum man sich kein Smart-Home-Produkt kauft, ist wohl auch das nachvollziehbarste: die Kosten. .."
    An diesem Satz erkannt man bereits, wie veschoben die Sichtweise Mancher ist. Und auch so typisch deutsch obendrein.
    Sicherheitsbedenken sollten das Nachvollziehbarste sein! Nicht "SmartHome" - "Gläsernes Heim & Betreutes Denken" müsste die Titelzeile lauten, denn darauf läuft es hinaus.
    " Alexa - spiel mir nochmal den letzten Streit mit meiner Frau vor!!" - Noch Fragen?


  • SmartHome- naja, so ein Wisch-Staubrobi ist ein nettes Spielzeug für mein Hund der sich drauflegt und mit fährt aber richtig sauber machen tut selbst ein 500€ Gerät nicht. Die ganzen Versprechen sind 👎.


  • Das ist nicht teuer, und kostet lediglich Zeit, sich in die Thematik einzulesen. Es gibt günstige Alternativen (z.b. Shelly oder Sonoff), welche sich auch mittels Homecloud ( auf einem Raspi) sicher betreiben lassen. Software (z.B. iobroker usw.) gibt es ebenfalls kostenlos.


  • Ich sehe nur geringen Nutzen für mich, aber Abhängigkeit, Kosten in Anschaffung von Betrieb, Ausspähung durch den Hersteller (und vermutlich Behördenzugriff) und Sicherheitslücken.

    Das Kosten/Nutzen Vehältnis ist für mich mau. Das mag für einen Eigenheimbesitzer mit höheren Sicherheitswünschen anders sein.


    • Auch für Eigenheimbesitzer ergibt sich in meinen Augen kein Mehrwert, und das Kosten-Nutzen-Verhältnis passt nie. Wenn ich erst mein Smartphone holen muss um das Licht einzuschalten damit ich aufs WC komme kann ich mir gleich eine Windel anziehen, dann geht wenigstens nichts ins Sofa. 😉


  • Es ist schwierig sich zu wehren.
    Ich schaffe momentan alle meine Cloud bezogenen Dienste ab und lasse meine Daten dort nicht mehr liegen.

    Kam aber erst zu dem Punkt wo sich Nachteile ergaben z.b bei schlechten Empfang und umständlichere Bearbeitungen meiner Daten.

    Aber es geht auch ohne.

    Genauso finde ich Cloud bezogene Dienste und Apps wie Bixby, Siri u.s.w blöd.

    Mir sind Autarke Systeme und Programme viel lieber. Fände es besser mein Sprachassistent wäre auch offline intelligent ind mein Handy selber würde das können.

    Ich werde in Zukunft wieder mehr darauf achten.


    • Du kannst auch ein NAS hinter bzw. mittels Deinem Router betreiben. Dann stellt er bei Dir zuhause, kann aber nach Belieben für Internetzugriff bereitgestellt werden.


      • Und wenn der Strom ausfällt, oder die Internetleitung mal wieder ausfällt (passiert bei Vodafone sehr häufig), stehst Du da und musst Dir eine Ausrede einfallen lassen weshalb Deine Arbeit nicht fertig ist. 😉


      • Das ist soweit richtig, aber weitere Infos, vor allem für den Internetzugriff, fehlen. Man benötigt neben einem guten NAS (was auch mehrere hundert Euro kostet) noch einen vernünftigen Internetzugang, also kein DS-Lite (s. "Probleme mit DS-Lite" bei https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/2010211.htm ) mit genügend großer Up-/Downloadrate. Wenn man sich keine statische IP-Adresse leisten möchte, kommt man nicht um einen Dynamic-DNS-Service-Anbieter herum. Neben Einrichtung solch eines Dienstes, Portfreigabe usw. ist auch ein regelmäßiger Aufwand vonnöten, bspw. das Einspielen von Updates. Auch eine grafische Benutzeroberfläche wie bei den großen Cloud-Anbietern gibt es nicht auf Anhieb, da müsste man bspw. auf Nextcloud zurückgreifen. Um dies sinnvoll nutzen zu können, muss man sich bei Letsencrypt um ein Zertifikat bemühen und dies regelmäßig updaten. Dazu muss aber das NAS dies auch unterstützen oder man muss sich einen zusätzlichen Server zu Hause hinstellen, der als Client für die Nextcloud dient.
        Insgesamt ist dies ein Aufwand, den nicht jeder leisten kann oder möchte. Und vor allem: einfach und selbsterklärend ist das nicht. Ich spreche aus eigener Erfahrung.


  • Ich bin kein Gegner von "intelligenten" Geräten in meinem Haus, die mir das Leben erleichtern, wie z.B. Bewegungsmelder für das Nachtlicht im Flur, die Heizungssteuerung oder Überwachungskameras am Haus die nur auf meinem Computer aufzeichnen. Die Geräte funktionieren alle ohne Internet und bei Stromausfall, wie letztens in Berlin, gehen die auch noch mit einem Notstromaggregat.
    Unabhängig von dem Zwang zum Internet stört mich auch das ständige Gerede, um irgendwas zu steuern. Ich habe tagsüber genug um die Ohren und will zuhause meine Ruhe. Bei mehreren Familienmitgliedern ist die dann erst, wenn alle schlafen.
    Also intelligentes Steuern und Regeln ja, aber ohne das Daten ungewollt ins Internet gehen. Und eine Fernbedienung redet zum Glück "noch" nicht.


  • Smarthome finde ich cool. Das es teuer ist stimmt. Für mich als Familienvater von vier Kindern mit eigenem Haus ist immer ein Spagat zwischen haben wollen und der finanziellen Machbarkeit. Daher überlege ich vorher genau, ob es wirklich Sinn macht was zu kaufen, oder ob es einfach nur eine coole Spielerei wäre. Bei einer Spielerei bin ich dann raus, das Geld kann ich anderweitig besser verwenden. Daher habe ich ein paar wenige Smarthome Produkte. Angefangen habe ich mit einer Außensteckdose von AVM für die Weihnachtsbeleuchtung. Die schaltet nach Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten, sehr praktisch. Für eine kleine Lampe im Flur habe ich dann noch eine zweite Steckdose von AVM. Das zweite System ist von Homematic IP. Ich habe bei mir im Wohnzimmer einen Zentralschalter für die Rollläden, mit dem fahren im Erdgeschoß alle Rollläden hoch und runter. Den Schalter habe ich durch einen Schalter von Homematic IP ersetzt und jetzt fahren sie auch Sonnenaufgangs- bzw. Untergangsgesteuert. Sehr praktisch. Dann habe ich vor kurzem über einen Deal 4 Heizkörperthermostate von Homematic IP gekauft, für je 30€. Der Normalpreis wäre mir zu teuer gewesen. Das ist alles, andere Sachen, wie sprachgesteuerte Lampen brauche ich nicht….obwohl es ja cool ist 😉


    • <<< Angefangen habe ich mit einer Außensteckdose von AVM für die Weihnachtsbeleuchtung. Die schaltet nach Sonnenaufgangs- und Untergangszeiten, sehr praktisch. >>>
      Für sowas gibt es Zeitschaltuhren und/oder Dämmerungsschalter.


      • Wo ist der Unterschied? Die AVM Außensteckdose ist doch im Prinzip eine Zeitschaltuhr, halt nur smart...


      • Und wozu soll sie "smart" sein? Eine Zeitschaltuhr braucht keinen Internetanschluß.


      • Doch, damit sie eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang angeht. Und eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang aus 🙂


      • Das geht aber mit einem Dämmerungsschalter, denn Sonnenauf- und untergang erfolgen nicht abrupt, sondern sind mit kontinuerlicher Helligkeitszunahme bzw. Helligkeitsabnahme verbunden.


      • @Markus N.
        Da schaue ich mal nach, wann in der (Urlaubs-)Woche SA & SU ist und stelle die Zeitschaltuhr enstprechend ein - ganz davon abgesehen, dass da in 7/14 Tagen keine große Abweichung ist. Und wer lässt das Licht die ganze Nacht an? Da lacht doch jeder Einbrecher!
        Manche tun gerade so, als hätte es früher keine Lösungen für sowas gegeben.


  • "Das vielleicht stärkste Argument, warum man sich kein Smart-Home-Produkt kauft, ist wohl auch das nachvollziehbarste: die Kosten." - Für mich sind es eher sicherheitstechnische Gründe:
    - die allermeisten Smart-Home-Geräte sind nicht updatefähig oder bekommen Updates nur eine zeitlang
    - Smart-Home-Standards sind nicht alle quell-offen und nur Geräte mit gleichem Standard zu kaufen bedeutet häufig, sich nur einem Hersteller zu unterwerfen
    - man bekommt so lange nichts von einem kompromittierten Smart-Home-Geräte mit, bis man den Schaden hat. Vergleich: ein aufgebrochenes Fenster erkennt man sofort, ein Smart-Home-Gerät, welches Daten an x-beliebige Stelle sendet, nicht
    - und ich werde nicht müde zu erwähnen, dass bspw. ein Defekt eines Staubsaugerroboters, der z. B. bei Abwesenheit der Bewohner einen Brand auslöst, nicht von der (Hausrat-)Versicherung abgedeckt ist. Haushaltsgeräte sind nur dann zu verwenden, wenn man selbst anwesend ist bzw. nur kurz die Wohnung / das Haus verlässt, sonst gibt es Ärger mit der Versicherung. Und ein Schaden, der durch einen Brand verursacht wird, kann in die Millionen Euro gehen - wer hat mal eben so viel?


  • Für mich hat ein Smart Home keinen Nutzen. Es kostet Geld in der Anschaffung und dann ständig Strom. Und eine Abhörwanze kommt mir nicht ins Haus.
    In dem Artikel wird Bequemlichkeit mit Faulheit verwechselt. Wer nicht mehr zum Lichtschalter geht ist faul. Und bei unserem, meist bewegungsarmen Leben, mit Sitzen vorm Computer, wäre das Laufen zum Lichtschalter wichtiger.


    • Für mehr Bewegung könnte man dann ja auch noch die TV-Fernbedienung wegpacken und zum zappen durch´s Wohnzimmer joggen. Das wäre dann konsequent


    • "Und eine Abhörwanze kommt mir nicht ins Haus."

      Echt? Du hast keinen PC? Kein Smartphone? Wie hast du dann deinen Kommentar geschrieben?


  • Man erinnere sich mal an die Menschen, die durch Schlüsselwörter auf WhatsApp, Facebook usw. ins Visier von Ermittlungen geraten sind, weil dort mitgelesen wurde. Der ständig wachsame Zuhörer liefert Informationen, die abgegriffen werden können oder weitergegeben und dazu führen können, dass z.B. politische Gegner frühzeitig ausgeschaltet werden. Im Falle von Extremismus sind alle davon begeistert, aber wenn China, Putin, Trump oder Erdogan ihre Bevölkerung ausspähen, um diese politisch zu beeinflussen oder mundtot zu machen und damit ihre Position zu sichern, findet das niemand so toll.

    Leider gibt es da keine klaren Übergänge, alles ist möglich und wird auch genutzt... nicht umsonst betreiben die USA, Russland, China usw. riesige Speicheranlagen mit Daten über alles, was die Menschen öffentlich und im Netz von sich preisgeben. Im Bedarfsfall ergibt die Verknüpfung der Informationen schnell die komplette Macht über die Personen, ohne dass diese sich noch wehren können, oft keine Chance auf rechtliches Gehör haben. Alles Gespeicherte kann zu ihren Lasten gebündelt werden. Und das gilt auch für Gewerkschaften, politische Parteien, ideologische Gegner und einfache Bürger, die vielleicht privat ihren Unmut an bestimmten Entwicklungen äußern und als Gefahr angesehen werden können.

    Schon vor Jahren gab es solche Szenarien in Filmen wie "das Netz" oder "Staatsfeind Nr. 1" dargestellt, und seitdem haben sich die Möglichkeiten vervielfacht und die Menschen geben zunehmend bedenkenlos ihre Privatsphäre an der Tür der Industrie und Politik ab. Nur, weil ich nicht radikal bin, heißt das nicht, dass ich nicht von anderen als Bedrohung angesehen werden kann. Für mich ist das Smart Home mit dauernder Vernetzung mit dem WWW keine Entwicklung, die ich uneingeschränkt begrüßen kann.


  • Der größte Grund es nicht zu nutzen ist meiner Meinung nach eher die Sicherheit. So von wegen Daten sammeln und so zum Beispiel. das wird überhaupt nicht erwähnt.


    • Na, wer denn Artikel auch GANZ liest, findet einen ganzen Abschnitt darüber, sogar mit eigener Überschrift: Das Problem mit der Privatsphäre...
      😉


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      @Tim: 🤦‍♂️
      Ok, vielleicht ein wenig gemein, aber wie Karin schon geschrieben hat, hat dieses Problem einen kompletten eigenen Abschnitt im Artikel bekommen. Sogar mit der Einleitung "Dann gibt es noch das wohl größte Problem von allen:". Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie wir das deutlicher formulieren sollten ;)


    • Es muss ja nicht das teuere Philips Hue sein. Lohas gibt es den 2er Pack um die 30€ und brauchen keinen lästigen Hub. Sind kompatibel mit Alexa und Google und ebenfalls per App steuerbar. Über 16 Millionen Farben lassen einstellen.


  • Guter Bericht, danke dafür :) ich selber nutze Google Home und bin sehr zufrieden. Natürlich ist der eigentliche "Mehrwert" Recht begrenzt, da man alles was das smarthome kann ja theoretisch auch manuell machen könnte, aber es geht mir persönlich ja auch einfach um die Bequemlichkeit. Wenn ich koche und einen Timer brauche, muss ich nicht erst mein Handy zücken und den Timer einstellen sondern kann meinem Google Home sagen, er soll den Timer stellen.

    Und wenn man Mal im Urlaub ist, kann man automatisiert zur Einbruchsprävention das Licht an und aus machen. Finde ich jetzt so verkehrt nicht :-)

    VLG
    Wennsemir


    • LCD-Timer mit Magnet gibt es schon für unter 5 € bei Ebay, und man sieht auch noch die verbleibende Restzeit. Ebenso Zwischenstecker, die eine Lampe zufällig ein- und ausschalten. Nur über diese Form der Einbruchsprävention dürfte jeder einiger Maßen "smarte" Einbrecher mittlerweile nur noch lachen.


      • Ich hab von diesen Timern drei Stück am Kühlschrank haften und muss nichts vorher zücken oder jemand sagen, dass er was einstellen soll. Schneller und bequemer geht's auch kaum. Alexa und Co den Timer stellen zu lassen empfinde ich als umständlich und alles andere als smart.


  • Melde mich aus einem Widerstandsnest: ich halte die Stellung standhaft wegen fehlendem Nutzen!


    • Fehlender Nutzen ist gut... Ich brauche nichts und niemanden, der rund um die Uhr mithört, was ich gerade mit wem auch immer bespreche um damit "Dienstleistungen" zu erbringen, die ich selbst effektiver und vor allem kontrolliert ausführen kann. Niemand wird für mich Dinge oder Dienstleistungen bestellen, außer mir selbst. Niemand wird meine Worte irgendwo speichern und dann auch noch gegen mich verwenden. Ich bin nämlich der, der in der Beweispflicht ist. Nix, so ein Ding kommt mir nicht ins Haus und das Argument, man könne so bequem einen Timer stellen ist ja hanebüchen. Am Herd ist so ein Teil eingebaut, angetippt, Drehschalter betätigt, fertig. Die Waschmaschine, der Trockner, die Mikrowelle, die Spülmaschine melden akustisch das Programmende. Meine Tür ist mit einem hochwertigen Schloss mechanisch verriegelt, das braucht weder Strom noch sonstwas, nur einen Schlüssel. Fürs Licht habe ich Schalter, im Wohnzimmer sogar auf Funkbasis. Reicht. Und mein Handy liegt nach dem Nachhausekommen auf dem Schreibtisch, ich trage das Teil doch nicht ständig bei mir. In jeder Etage ist ein Festnetztelefon, völlig ausreichend. Mich würde es wahnsinnig machen, ständig so ein Teil mir mir rumzuschleppen, um damit Sachen zu machen, die ich nicht brauche. Mir reicht es, dass ich in der Firma ständig erreichbar sein muss.
      Früher habe ich davon geträumt, alles automatisiert zu haben, heute ist/wäre es mir ein Graus.


      • Was für ein Handy benutzt du denn?
        Ob Siri Bixby oder G Voice irgendwas ist meistens drauf.

        Hast also ein genauso lauschendes Gerät Zuhause oder bei dir, wie diese Boxen auch.
        Ist eigentlich kein unterschied.


        Ja man kann es im Handy ab schalten, aber so recht glaube ich nicht daran das es wirklich komplett aus ist.

        Ist schon interessant was sich die Smartphone Hersteller eine Mühe geben, extra micros u d cpu's entwickelt und verbaut haben damit die permanente aufname lauschen nahezu keinen Strom verbraucht.


      • Dann darf man eigentlich auch seit Jahren schon nicht mehr telefonieren.


      • Die Assistenten lassen sich aber deaktivieren, ohne dass das Smartphone dabei an Nutzwert verliert, was man von einem smarten Lautsprecher kaum behaupten kann. Ausserdem haben Smartphones keine Fernfeldmikrofone bzw. Mikrofonarrays, die darauf ausgelegt sind, aus größerer Distanz und aus einem Störgeräuschteppich heraus zu verstehen.


      • Und wer sagt dir, dass die Assistenten wirklich deaktiviert sind, nur weil du nen Schalter optisch umlegst? Das Mikro ist ja nicht deaktiviert.


      • Ich deaktiviere die zugehörige App und überwache den Datenverkehr, jedenfalls solange ich im WLAN bin. Aber im Prinzip ist das Argument schon richtig, lässt sich auf die Lautsprecher aber genauso anwenden. Also auch auf die Umgehung der Hotword-Aktivierung oder die dort vorhandenen Deaktivierungsschalter. Jede Softwaresperre lässt sich auch (zumindest theoretisch) durch Software umgehen.


    • Naja, wegen fehlendem Nutzen wehre ich mich nicht, mir fallen viele sinnvolle Anwendungen ein, aber die Datensammlung ist mir ein Graus. Ich habe im Job damit zu tun und kann das recht gut einschätzen...
      Ich bin nur der Meinung, dass wir uns nicht mehr lange wehren werden können - irgendwann hat auch keiner mehr Schallplatten produziert (und ob der aktuelle Trend ein echter ist oder nur auf der Retro-Schiene fährt, trau ich mich nicht zu beurteilen).
      Ich versuche standhaft zu bleiben, so lange es geht. Bei FB, WhatsApp, Instagram etc. gelingt es mir noch...


    • "Widerstand angebracht & sinnvoll!" müsste es richtigerweise heißen!


    • Da sind wir schon 2 Widerstandskämpfer!


  • Toller Bericht 👌. Aber man darf auch nicht vergessen das die Strompreise steigen.

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