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2 Min Lesezeit 70 Kommentare

Facebook wächst: Und noch ein Märchen ist aufgeflogen

In den vergangenen Wochen konnten wir sehr gut beobachten, wie sich Menschen ihre eigene Realität erschaffen - auch wenn das die objektiven Tatsachen nicht immer merklich beeinflusst. Das vermeintliche Ende WhatsApps war das erste Beispiel. Nun folgt Facebook auf dem Fuße und straft die Untergangspropheten Lügen.

Ich würde bestimmt auch super ins AndroidPIT-Team passen!
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Stephan htc facebook samsung 2
Viele werden Opfer ihrer eigenen unbewussten Realitätsverzerrung. / © AndroidPIT/Samsung/HTC/Facebook

WhatsApp wächst. Gerade erst hat der Messenger die 500 Millionen Nutzer geknackt (zur Meldung). Das hätte nach Ansicht zahlreicher Leser gar nicht passieren sollen. Geschehen ist es doch.

Ein Blick auf die Fakten

Nun ist es das Gleiche mit Facebook, wie die aktuellen Quartalszahlen belegen. Das Netzwerk wächst und wächst und wächst. Der Umsatz stieg zum ersten Quartal 2013 um 72 Prozent, der Aktienwert hat sich in den letzten zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Ende März hatte Facebook insgesamt 1,28 Milliarden monatlich aktive Nutzer, 802 Millionen davon nutzen das Netzwerk täglich - ein 21-prozentiger Anstieg seit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Von diesen täglichen Nutzern kamen 609 Millionen über die App (ein Anstieg von 43 Prozent), und das ist besonders wichtig. Für Werbekunden wird Facebook immer attraktiver (82 Prozent Umsatzwachstum in dem Bereich), aber auch die globalen Nutzer wenden sich faktisch nicht ab. Das Wachstum ist insgesamt nicht mehr so stark wie am Anfang, aber das liegt in der Natur der Sache, da Sättigungseffekte früher oder später unvermeidbar sind.

Das Hamsterrad der Nein-Sager

Die Untergangsstimmung ist hierzulande nicht neu. Vor acht Monaten schrieb ich einen Artikel über Realitätsverzerrung in der Tech-Presse, indem ich uns Journalisten kritisierte. Schon damals war Facebook hierzulande rechts und links halb totgesagt worden, auch unter der AndroidPIT-Leserschaft. Und was geschah? Es wuchs und wuchs und wuchs (zu den damaligen Quartalszahlen).

Die Moral der Geschichte ist keine neue: Wir machen viel zu oft den Fehler, uns auf Anekdoten zu stützen. Unsere persönliche Erfahrung ist statistisch schlichtweg unbedeutend, selbst wenn das so oft herangezogene gesamte soziale Umfeld es angeblich ähnlich sieht. Hinzu kommt, dass die deutsche Kultur generell Facebook nie so angenommen hat, wie manch andere, beispielsweise die brasilianische, und natürlich die amerikanische. 

Bevor man also leichtfertig einem Giganten das Ende vorhersagt (oder anderweitig große Urteile fällt), sollte man sicher sein, dass man einen Blick auf die Fakten und das große Ganze geworfen hat. Sonst wirkt man ganz schnell wie eine Ameise, die die Erderwärmung als Spinnerei abtut, weil sie auf einem Eis am Stiel sitzt.

Via: Reuters

Top-Kommentare der Community

  • Sascha Grebe 25.04.2014

    Das mit dem Verlassen ist so nicht ganz richtig. Ich kenne schon eine Menge Leute, die wirklich ihren Facebook Account gelöscht haben (wie ich selbst auch). Das fällt nur sicherlich nicht wirklich ins Gewicht. Ich finde nur ziemlich traurig, dass man heute auf Internetseiten oft liest: Um mehr zu erfahren besucht uns auf unserer Facebook Seite. Warum sollte ich, schreibt es doch einfach auf eure Homepage direkt :-)

  • Michael P. 25.04.2014

    Diese Aussage kannst du so gar nicht tätigen!
    Du könntest sagen: "Du findest FB Schrott." oder "Deiner Meinung nach ist FB Schrott.". Was für dich gilt, muss nicht zwangsläufig auch für andere gelten! ;-)

  • Michael P. 25.04.2014

    Ich finde dieses Gerede einiger Leute ohnehin unmöglich. Diese "Facebook-Verweigerer" sind ja mittlerweile genauso schlimm wie Vegetarier und Veganer!

    Damit man mich nicht falsch versteht, jeder soll das machen oder essen, was er für richtig hält, aber diese ständigen Belehrungen dieser Leute gehen mir einfach nur noch auf den Keks.

    Wenn man Facebook benutzt... gut! Benutzt man es nicht... auch gut!

    Lasst die Leute doch einfach selbst entscheiden, was gut für sie ist und was nicht.
    (Damit meinte ich jetzt nicht den Artikel, sondern nur die Kommentare der Leute, die immer meinen, nur weil sie einen Internetanschluss hätten und wissen, wie rum man ein Handy hält, hätten sie einen Anspruch darauf, dass ihre Meinung Gewicht hat!)

70 Kommentare

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  • bin über 40 und hab meinen account vor 2 monaten deaktiviert.
    war ein eigenartiges gefühl...


  • Ist der Titel nicht etwas ungünstig gewählt? "Facebook wächst: Und noch ein Märchen ist aufgeflogen" klingt als ob (u.a.) das Märchen "Facebook wächst" aufgeflogen wäre. Aber das nur am Rande...

    Ganz ehrlich: Ich war immer genervt von Kommentaren, in denen es hieß "Doofer Artikel", "nicht objektiv" usw., aber dieses Mal kann ich nur fragen: Was soll das?

    Die einizge Grundaussage, dass man sich nicht auf Ankedoten verlassen sollte, und eigene Erfahrungswerte fast keinen EInfluss auf diese Statistiken haben, rechtfertigen doch nicht solch einen... Artikel. Verweist auf neue Zahlen, okay, interpretiert diese, okay, aber eine "Moral" an den Haaren herbeizuziehen ist... haarsträubend.

    Stephan ich denke, da Du öfter Artikel schreibst, die kontrovers diskutiert werden und kaum journalistischen Inhalt haben (siehe Überwachungsporblematik), dass es zu einer Strategie gehört, viele Beteiligte zu binden und nicht um Informationsgehalt. Wenn das Euer Weg ist, dann habt Ihr das so entschieden, aber ich finde diese Entwicklung nicht gut.

    Auch Artikel, die zu Diskussionen anregen sollen, sollten beide Seiten anreißen und nicht plump polarisieren, also über "Effekthascherei" hinausgehen.

    An viele andere Kommentatoren: Hört auf die Datensammelwut von privaten Unternehmen, und seien sie noch so groß, mit der Überwachung der Bürger durch ihren Staat in einen Topf zu werfen. Das ist nicht das Gleiche.

    Beste Grüße
    DD


    • @Didi B.: Danke für deine Kritik. Ich denke, zum Teil haben wir da einfach eine Meinungsverschiedenheit, also in der Frage, ob das Verbinden neuer, objektiver Zahlen mit den weit verbreiteten Annahmen bzw. dem problematischen Verhalten vieler Beobachter, so einen Artikel rechtfertigt. Ich denke, absolut, zumal ich die "Moral" für ganz essenziell halte (was vielleicht nur an meinem wissenschaftlichen Hintergrund und Interesse liegt). Aber das ist reine Ansichtssache.

      Dieser Artikel ist in der Sache als Meinungsstück angelegt, und wie du richtig erkennst, machen wir das auch öfter. Gleichzeitig schreiben wir (auch ich!) aber auch nüchterne Nachrichten oder objektive Analysen (ob du es mir glaubst oder nicht, aber nüchterner Journalismus ist mir persönlich am liebsten, und den habe ich auch bspw. während meiner Zeit als Nachrichtenredakteur bei ZEIT Online gelernt). Ob der reine Schreibstil formell immer trocken sein muss, ist eine andere Frage und ich persönlich würze mittlerweile gerne, was aber nicht immer gleich die Objektivität gefährden muss. Dies ist eben auch keine ZEIT. Im Prinzip ist ja selbst dieser Artikel, wenn auch subjektiv in seiner Grundhaltung, ein Aufruf zur Objektivität und nimmt objektive Tatsachen als Grundlage.

      Wie du jetzt "journalistischen Inhalt" definierst, kann ich nicht beurteilen. Ich würde nicht sagen, dass der uns grundsätzlich fehlt. Ich habe eher den Eindruck, dass gewisse Artikeltypen lediglich viel mehr auffallen (was ich an Zugriffs- und Kommentarzahlen sehe). Andere, nüchternere Artikel, die DU vielleicht als "journalistisch gehaltvoll" bezeichnen würdest gehen im Vergleich unter (was ich schade finde, aber so ist es nunmal, der Leser erzeugt eben auch das Angebot). Ich würde dir einfach empfehlen, Artikel, die ja in der Regel schon im Titel als Meinungsstück erkennbar sind, dann eher zu meiden, wenn das nicht deinem Geschmack entspricht (was ich übrigens persönlich gut nachvollziehen kann - ich selber lese fast nie Meinungsstücke).

      Aber mal aus Interesse: Was hättest du dir denn persönlich in diesem Artikel gewünscht? Mal abgesehen davon, dass dich der subjektive Einschlag stört. Die Zahlen akzeptierst du, die Interpretation auch. Aber was fehlt dir?


      • Hi,

        Danke für Deine umfangreiche Antwort.
        Also ich mache das Fass rund um die Diskussion "journalistischer Qualität" lieber nicht auf. Ich will Dir sicherlich nicht absprechen, dass Du das besser bewerten kannst. Ich kenne noch Ludwig Reiners ;-)

        Auch soll es sicher nicht trocken sein, um Gottes Willen... aber ich finde den Artikel einfach zu (auf der Suche nach richigen Wort...) "publizistisch".

        Aber um Deine Frage zu beantworten:
        Der Fokus sollte m.E. nicht auf dem Mißverständnis der User hier (oder besser gesagt Deutschland) liegen, sondern einfach auf die Fakten. Die "Moral" hätte ein kurzer Absatz sein können: "Entgegen landläufiger Meinung..."

        Aber (ab) "Hamsterrad der Neinsager"? Etwas zuviel Regenbogen.

        Das verstehst Du hoffentlich als kontruktiv. Ich sag es mal so: Je lockerer und ausgelassener die Artikel werden, desto mehr junge Leser werden angelockt. Diese vertreiben dann unbemerkt mit ihren Kommentaren Leser, die gerne mitdiskutieren würden, aber ein Mindestmaß an Diskussionskultur haben.

        Vielleicht liege ich ja komplett daneben, aber denkt mal darüber nach.


      • @ Das ist absolut konstruktiv, deswegen habe ich mich ja auch bedankt. Übrigens würde ich mir nicht anmaßen zu behaupten, journalistische Qualität "besser beurteilen" zu können. Das ist zum Teil ja auch einfach abhängig von den persönlichen Prämissen, bei denen ich im Übrigen auch gar nicht das Gefühl habe, dass wir weit auseinanderliegen.

        Es ist nur eben in der praktischen Umsetzung teils schwierig. Da geht es natürlich auch um Angebot und Nachfrage. Wenn ich meine ganz persönlichen Vorlieben ganz egoistisch umsetzen würde, gäbe es von mir nur Artikel im Stil der New York Times ;) Trocken, faktisch, fertig. Aber das würde hier nicht hinpassen. Junge Leser sind natürlich auch der Großteil unserer Leserschaft, aber selbstverständlich nicht nur (und was heißt schon "jung"). Es wird von mir auch immer wieder Artikel ohne Meinung und ohne "Regenbogen" geben, daran ist mir persönlich auch gelegen. Die werden dann erfahrungsgemäß deutlich weniger gelesen aber auch für sowas muss Platz sein, da würde ich dir zustimmen.

        Von daher, "danebenliegen" kannst du ja gar nicht, da es eine persönliche Ansicht ist. Aber wir nehmen so formulierte Kritik stets gerne auf. Vor allem, weil sie leider nicht immer in der Form daherkommt.


      • Somit habe mein Ziel erreicht, dass Ihr/Du reflektiert mit dem Grad des "Casualstyles" umgeht (wie ich sehe, ist das ja eh schon geschehen). Schließlich ist das ja auch ein sehr dynamisches Business hier und da ist es nicht leicht das Gleichgewicht zu halten.

        Jedenfalls Danke für Deine Zeit!


  • @Alex
    ;-)


  •   32

    Analogie. Nicht wörtlich nehmen


  • Nur Bares ist wahres stimmt leider nicht.


  •   32

    Auffällig find ich unsern Stephan bei WA & FB.

    Wie ich schon sagte. FB ist viel mehr als ein instand messenger.
    Will ich nicht
    Werd ich nie haben

    Google als OS zu dulden ist das eine. Alle anderen dazu auch automatisch ?
    Eingrenzen mit bedacht !

    Und ja - ich habe kein payback, onlinebanking und kein EC cash.
    Bei E-Mail keinen freien wie gmx usw.
    Nur bares ist wares !
    Meine nexen beim MM.
    Im Wald lebe ich trotzdem nicht.

    Von einem Fachmagazin erwarte ich da mehr als Verharmlosung.
    Verbieten will ich es sicher niemand.
    Sorry AndroidPit.

    Ich könnt jetzt auch lange schreiben. Hab aber weder die Muse noch Zeit jetzt.


    • @alex: Das sind Lifestyle-Fragen, die jeder für sich beantworten muss, und deine Entscheidungen sind ja völlig in Ordnung, würde ich dir auch niemand nehmen wollen. Du musst mit einer sehr anderen Position (wie bspw. der meinen) ja auch nicht konform gehen, ich hab jedenfalls kein Problem mit der deinen. Aber so allgemeingültig bzw. selbstverständlich von "Verharmlosung" sprechen kannst du nur, weil du logischerweise die Prämissen deines Lebenswandels unterschreibst. Ich unterschreibe diese aller Wahrscheinlichkeit nicht, weshalb ich hier keine Verharmlosung sehe. Das ist, als würde ich dir Paranoia und Fortschrittsfeindlichkeit unterstellen (was ich nicht tue). Das würde aus meiner Sicht möglicherweise Sinn ergeben, aus deiner aber sicherlich nicht ;) Das ist halt einfach eine Meinungsverschiedenheit.


      •   32

        Da bin ich ganz bei dir.
        Aber - ich habe genauso aus meiner Sicht der Dinge geschrieben wie du auch.
        Deine Artikel sind weniger neutral als aus eigener Sicht geschrieben. Zumindest oft.
        Deshalb kommt dann auch von andern deren eigene Sicht im Kommentaren zurück.
        Ist auch nicht böse gemeint.

        Es ist wie du gerade sagtest. Moderner Livestyle und jeder muss abwägen wie er handelt. Sofern man auch genug Information hat um besser abwägen zu können.

        Das du allein schon beruflich damit verbunden bist, das ist mir auch klar.
        Meine Sicht der Dinge hat sich in vielen Jahren entwickelt. Bin seit c64 Amiga win3.1 dabei. Und das Internet hat sich ständig entwickelt. Mächtige Möglichkeiten mit vielen Enttäuschungen von Fehlentwicklungen. Vielen ist gar nicht klar was ein bösartiger Angriff durch einen hack mit deinem Leben machen kann.
        Und bitte nicht als persönlichen Angriff sehen. Ganz im Gegenteil.
        Ich mag viele deiner Artikel, gerade wegen der oft eigenen Sicht auf das Thema.
        Und um darüber zu reden bzw schreiben sind wir ja da.


        Lg Alex


      • @alex: Ich hab das auch nicht als Angriff verstanden, wollte bloß noch mal die Gegenperspektive anbringen. Vieles in solchen Fragen hat einfach damit zu tun, was für eine Zukunftsvision man hat und was für eine Vorstellung moderner Gesellschaft. Viele sind beunruhigt, wenn sie sich den "gläsernen Menschen" vorstellen. Ob es den in dem Extrem jemals geben wird, weiß ich natürlich nicht, aber meine persönliche Zukunftsvorstellung geht eben auch in diese Richtung. Also weniger Mauern und mehr Offenheit und Verbundenheit. Das bedeutet natürlich auch weniger Privatsphäre. Aber das ist ein Preis, den ich zumindest bereit wäre zu zahlen, aber wie du ja selber weißt, nicht jeder. Ich finde das aber auch gesellschaftlich echt spannend, also diese soziologischen Fragen.


  • wusste ich nicht...ist mir aber auch sowas von latte...dann darf man auch nicht mehr mit EC Karte bezahlen...keine Mails mehr schreiben...Smartphone ausschalten und...und und...bleibt nur sich in eine Höhle einschließen...🙈🙉🙊


  • Lest doch mal das hier:
    In diesem Beitrag möchte ich Dir nachvollziehbar erläutern, wie eine stinknormale IP Adresse und ein Facebook-Account / Google+ Account Dein Leben so wunderhübsch transparent machen können. Nicht ein klein wenig, sondern PERMANENT rund um die Uhr und auf die Sekunde genau, ohne das Du es wirklich merkst …. – wenn Du den Artikel gelesen hast, wirst Du das Internet verstanden haben!
    Basics
    Wenn sich Dein Rechner, Smartphone oder Tablet mit dem Internet verbindet, bekommst Du (aus technischen Gründen) eine IP-Adresse zugeteilt. Diese IP ist eine Dir eindeutig zugewiesene Nummer und ist vereinfacht formuliert mit einem KFZ-Kennzeichen zu vergleichen. Alles was Du im Netz unternimmst, erfolgt über diese IP-Adresse. Daher zählt diese IP-Adresse in Deutschland zu den “personenbezogenen Daten” und darf nicht gespeichert werden.
    Fein, aber wo surfen wir?
    Google, Facebook, Twitter, Amazon, Youtube… Hierbei handelt sich um Dienste aus den USA, die deutschen Regeln greifen dort nicht und unsere IP-Adresse darf dort damit gespeichert und demzufolge auch ausgewertet werden.
    Wo ist das Problem?
    Das ist jetzt DIE ERSTE Lücke im System: Bestimmt kennst Du die vielen blauen “gefällt mir” Buttons von Facebook, die Tweet Buttons von Twitter, die Google+ Buttons von Google, oder Mini-Einkaufskörbe von Amazon, welche inzwischen auf nahezu allen Website Verwendung finden?
    Diese Buttons und Boxen übermitteln unsere IP-Adressen legal in die USA und dürfen dort wie erwähnt in den US-Konzernen legal gespeichert und verwertet werden. Das steht zwar sicher auch in allen Datenschutzerklärungen der Websitebetreiber, nur…. wer liest sich sowas schon durch? Das wäre ja, wie wenn wir in Zukunft Betriebsanleitungen lesen würden…
    Zum Verständnis:
    setzen wir uns mal für ein paar Sekunden auf einen Stuhl in einem solchen US Konzern: Wir sehen viele Deutsche Internetnutzer auf deutschen Websites rumturnen, welche diese formschönen und harmlos anmutenden Buttons und Dienste nutzen.
    Ergebnis: jede Sekunde rattern dank der netten Buttons tausende von deutschen IP-Adressen über den Bildschirm. Wir können zum Beispiel sehen, dass die IP-Adresse 123.456.789 gerade auf in einem Online-Shop für Schuhe war und dort Herrenschuhe bestellt hat, danach ging es auf eine Seite für Gebrauchtfahrzeuge und abschliessend – ach das wäre jetzt nicht jugendfrei…
    Leider dürfen wir nicht lange auf dem Stuhl sitzen, wir merken uns aber: Die IP Adresse 123.456.789 wird heute noch viele weitere Websites mit bunten Buttons und Boxen besuchen. Jeder deutsche Internetnutzer wird Dank der IP Adresse und den Buttons eine beachtliche Spur im Web hinterlassen. Bis hier hin nicht schlimm, denn zunächst werden nur die IP-Adressen gespeichert…. und IP-Adressen sind nur Nummern!
    Doch DAS ändert sich jetzt, dass ist die ZWEITE Lücke im System:
    Social verbindet Daten mit Menschen
    Wenn wir nun unsere “sozialen” Statusmeldungen bei Facebook oder Google+ abrufen wollen, melden wir uns im sozialen Netzwerk an. AUTSCH! Du ahnst es bereits!
    Die IP Adresse…
    Innerhalb von wenigen Millisekunden bekommt die IP Adresse 123.456.789 ein Gesicht! Aus 123.456.789 wird auf einmal Doubleflasher, dessen gesamtes Leben auf einen Schlag digital dargestellt wird.
    WIR HALTEN FEST:
    Ich habe nicht EINE Statusmeldung geschrieben – dem sozialen Netzwerk also so rein gar nichts von mir mitgeteilt! Und doch ist längst bekannt: ich habe mir Schuhe in Größe 42 bestellt, danach nach einem gebrauchten Chevrolet Camaro gesucht und den Rest kannst Du Dir ja denken: Ein Ferkel ist er, der Doubleflasher…
    Die landläufige Meinung der Deutschen ist: Ich stelle in den sozialen Netzwerken nur das ein, was ich auch vertreten kann. Sorry für die Wortwahl: Einen Scheissdreck steuerst Du!
    Gut, sagst Du: Google ist nicht Facebook, Twitter ist nicht Amazon. Korrekt! Die Spuren die wir hinterlassen haben, weisen demzufolge Lücken auf. Nicht so für die NSA! (Das ist der Verein, den Herr Snowden bekannt gemacht hat). Die NSA hat Zugriff auf alle Daten aller US-Konzerne und damit auf ALLE DATEN von Google, Facebook, Twitter, Facebook und vielen weiteren mehr. Solltest Du also irgendwann Fragen zu Deiner Reisekostenabrechnung haben – frage bei der NSA nach. Die wissen es auf die Sekunde genau!
    Fazit
    Normlerweise sollten wir nach dieser Erkentniss unseren Rechner zerschlagen, das Smartphone aus dem Fenster werfen und mit Freunden ein Bier trinken gehen. Das ist aber nunmal nur kurzfristig lustig und morgen müssen wir ja auch wieder ins Netz. Die Arbeit ruft, es muss mal schnell was gegoogelt werden, Geschenke müssen bei Amazon gekauft werden – das digitale Leben muss weitergehen.
    Es bleibt die Frage: Wollen wir auch morgen der IP-Adresse 123.456.789 ein Gesicht geben?
    Und genau da landen wir bei Facebook und Google+. Denn nur die Sozialen Netzwerke verbinden eine IP-Adresse mit einem Menschen und dessen Leben. Eigentlich sehr schade, denn gerade Facebook ist eigentlich eine feine Sache! Nur ganz ehrlich: Unter den o.g. Zuständen ist das Netzwerk nicht brauchbar! Ein ECHTER Datenschutz müsste her und bei Facebook ist genau das Gegenteil der Fall. Denn gerade Facebook sammelt und speichert Daten, dass es nur so kracht.
    • Wusstest Du, dass Facebook Schattenprofile anlegt?
    Immer dann, wenn jemand sein Adressbuch zu Facebook hochlädt, gleicht Facebook die E-Mailadressen gegen den Bestand ab. Exisitiert die E-Mailadresse noch nicht, wird dazu ein sog. Schattenprofil angelegt, über das persönliche Netzwerk erweitert wird. Du kannst also davon ausgehen, dass jeder der eine E-Mailadresse hat, inzwischen auch bei Facebook bekannt sein dürfte. Das erklärt auch, warum Du tatsächlich Leute findest, an die du selbst nie gedacht hättest. Einerseits toll, andererseits wohl nicht ganz seriös.
    • Wusstest Du, dass Facebook Deine Privaten Nachrichten liest?
    Streng vertrauliches wird gerne über PN geschrieben, denn es geht ja keinen etwas an! Intimes und peinliches, Erfreuliches und Privates. Gut zu wissen, dass Facebook all diese Nachrichten indiziert – also scannt und untersucht und speichert. Nachgewiesen wurde dies über einen Link zu einer Website, der nur in einer privaten Message via Facebook geteilt wurde. Kurze Zeit später besuchte der Facebook Crawler die Website…. – Intimsphäre und Datenschutz sieht anders aus!
    • Wusstest Du, dass Facebook alle Zeichenanschläge aufzeichnet?
    Du musst also Nachrichten nicht absenden. Alles was du fälschlicherweise, volltrunken, unterm Autofahren versuchsweise getippt hast, wird in den Facebook Rechenzentren erfasst und gespeichert. Denke also nach, bevor du tippst.
    • Wusstest Du, dass Du Facebook ein uneingeschränkte Nutzungsrecht Deiner Bilder und Videos gibst?
    Wenn du ein Bild oder Video hochlädst, bekommt Facebook von Dir automatisch das zeitlich uneingeschränkte Recht, Bilder und Videos selbst zu nutzen, oder an Dritte zu veräussern. Selbst wenn Du das Bild / Video entfernst, erlischt dieses Recht nicht – denn Facebook selbst, löscht ja nichts.
    • Apropos löschen: Wusstest Du, dass Facebook deine Daten nicht löscht und nie löschen wird?
    Ja, dass wusstest Du: denn Du hast deren Bedingungen bei der Anmeldung akzeptiert. Da stand es drin, oder wurde Dir später mitgeteilt
    Was ist das schlimmste daran?
    Das schlimme ist: Ich kann nicht mal sagen, warum all diese Daten gesammelt werden. Warum schützt insbesondere Facebook die Mitglieder nicht? Im Gegenteil, jede IP wird gespeichert und damit mit dem Profil verbunden. Jeder Tippfehler wird aufgezeichnet, jede Info wird aufgesaugt, jedes Recht am geistigen Eigentum ausgeräumt. Die lappidare Erläuterung: Die tun das, um den Werbemarkt auf die Zielgruppe anzupassen! Echt jetzt?

    P.S.
    Wenn Du heute in einem "Socialnetwork" registriert bist und morgen bist du der neue Bundeskanzler/in, Top-Manager/in...........kein Account ist ohne dunkle Flecken.

    solong....


    •   17

      Like Digga, kP ob's stimmt, liest sich aber wie'n Krimi und klingt plausibel.


  • Die meisten werden hier Samsung und Nexus Geräte verwenden. Von daher sollten die geringen Werte bei allem anderen Herstellern wenig überraschend sein. Mehrmals Voten oder aufteilen in Herstellern würde aber auch nicht klappen, weil Fantrolls so die anderen Hersteller runter voten würden.


    •   32

      Da hast wohl recht. Umfragen hier auf AP sind nur für AP Leser etwas sagend.
      Mit der Masse die bei MM sich ein Phone per Vertragsverlängerung holt und nicht mal infos zum OS hat wohl eher nicht.

      Beispiel nexus5 - Gerät des Jahres bei AP.
      Frag mal auf der Straße nach nexus. Wasn dat ...
      Aber SGS und iPhone kennen sie alle vom Namen.

      Trotzdem werden manche Umfragen hier bei AP bares Geld wert sein.


      • @alex: Mehr als das sollen unsere Umfragen auch nicht tun ;) Übrigens weiß ich nicht genau, wo steht, dass das Nexus 5 unser Smartphone des Jahres sei. Vielleicht habe ich etwas übersehen, aber wir wählen eigentlich kein Smartphone des Jahres, und ich könnte dir sicher 20 Leute in unserer Redaktion nennen, die dem vermutlich widersprechen würden. Von daher würde ich da vorsichtig sein. Ach so, und was du mit Geld und Umfragen meinst, weiß ich nicht genau, aber wir erhalten kein Geld für Umfragen oder Artikel, lediglich für Advertorials, und die sind als solche gekennzeichnet. Unsere Umfragen überlege ich mir spontan jeden Freitag. Ziemlich unspektakulär :)

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