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#DASWAR2017 4 Min Lesezeit 172 Kommentare

Wechselbare Akkus: Rückkehr ausgeschlossen

Wechselbare Akkus hatten in den vergangenen Jahren einen schweren Stand. Doch 2017 dürfte das Lowlight gewesen sein: Kaum ein Smartphone erschien mehr mit einem wechselbaren Akku – andersrum: Die meisten Smartphones des Jahres 2017 hatten den Akku fest eingebaut. Ist die Zeit des Akkuwechselns vorbei?

Die Argumente sind wohl ausgetauscht

Der wechselbare Akku, eines der prägenden Eigenschaften des Handys und auch der ersten Smartphones ist den Herstellern ein Dorn im Auge. Warum? Sie gelten als Hindernis für robustes und elegantes Design – Stichwort IP-Zertifizierungen für Wasserbeständigkeit. Kaum bestreitbar ist immerhin, dass fest eingebaute Akkus den notorisch knappen Platz in Smartphone-Gehäusen besser ausnutzen können und somit etwas mehr Kapazität hinein passt.

Die Nachteile sind ebenfalls bekannt: Ist der Akku nach einigen Jahren nicht mehr leistungsfähig genug, so kann er nicht einfach gewechselt werden. Stattdessen ist es nötig, eine Werkstatt aufzusuchen, die den Akku wechselt. Spoiler-Alarm: Das kostet mehr, weil Ihr einen Mitarbeiter bezahlen müsst, der in 30 Minuten das Smartphone aufschraubt und den Akku wechselt. Lohnt sich das bei einem zwei oder drei Jahre alten Smartphone? Für die Umwelt auf jeden Fall, für den einzelnen User dürfte die Kostennutzenrechnung oft anders ausfallen.

Einige User benutzen den wechselbaren Akku auch regelmäßig im Alltag: Statt nachzuladen oder eine Powerbank zu nutzen, gibt es einfach den mitgeführten Zweitakku.

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Akkuwechseln ist passé. / © ANDROIDPIT

2017 brachte kein nennenswertes Smartphone mit wechselbaren Akku

Im Rückblick zeigte sich: Im Jahr 2017 gab es kein nennenswertes Smartphone, das über einen wechselbaren Akku verfügt. Im Highend-Bereich haben sich die meisten wohl schon daran gewohnt, im Mittelklasse- und Lowend-Segment ist es aber dann doch überraschend: Hier gab es historisch betrachtet stets die Neigung der Hersteller, geliebte Features beizubehalten. MicroSIM und MicroUSB waren oder sind hier Gang und Gäbe. Vom wechselbaren Akku haben sich jedoch die meisten Hersteller auch in diesem Segment verabschiedet.

In den Produktbeschreibungen werden die Hersteller einsilbiger, was das Thema anbelangt: In vielen Datenblättern ist nicht mehr detailliert vermerkt, ob der Akku wechselbar sein könnte oder nicht – das ist übrigens der Grund, warum wir manchmal bei Neuvorstellungen diese Frage nicht sofort beantworten können.

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Das letzte seiner Art? Das Moto G5 hatte einen wechselbaren Akku. / © AndroidPIT

Einzig das kurzlebige Motorola Moto G5 kommt in den Sinn, wenn es im Jahr 2017 um ein Smartphone mit wechselbaren Akku geht. Dessen Nachfolger, das Moto G5S erhielt dagegen wieder einen fest eingebauten Akku. "Wieder" auch deswegen, weil Motorolas G-Reihe meist mit fest eingebautem Akku daher kam.

Vorstellbar, dass ich hier das eine oder andere Smartphone vergesse, der Trend zu eingebauten Akkus ist aber jüngst in der Mittelklasse angekommen.

2018: Das Jahr, in dem wechselbaren Akkus der Saft ausgeht

Wie geht es also weiter? Im Jahr 2018 dürften wechselbare Akkus weiter an Seltenheitswert gewinnen. Die Reparaturwerkstätten freut's. 

Bei keinem der großen Hersteller ist zu erwarten, dass ein Smartphone mit wechselbarem Akku auf der Agenda steht: Samsung, LG, Sony und die anderen haben dem wechselbaren Akku den Laufpass gegeben – selbst in der Mittelklasse.

Wer also in den kommenden Monaten ein neues Smartphone kauft, muss sich voraussichtlich mit der harten Realität anfreunden, dass die wenigsten Smartphones über einen wechselbaren Akku verfügen. Umso wichtiger wird einerseits ein ausreichend dimensionierter Akku: Auch über die Lebensdauer eines Smartphones ist dann für einigermaßen solide Laufzeiten gesorgt.

Ungelöst bleibt der Umweltfaktor: Hier kommen einerseits Logistikkosten zum Tragen. Andererseits weisen Experten darauf hin, dass Smartphones länger genutzt werden müssen, will man die Umwelt entlasten. Häufige Smartphone-Wechsel belasten die Umwelt über Gebühr. Im Jahr 2018 werden die Hersteller zeigen müssen, dass sie diese selbst geschaffenen Probleme lösen können.

Wie steht Ihr zu wechselbaren Akkus? 


Der Artikel entstand im Kontext unseres Jahresrückblicks 2017. Teilt uns mit, was Eure Tops und Flops des Jahres sind. Im Forum haben wir eigens dazu einen Thread eröffnet: Das Jahr 2017 - Eure Tops & Flops

Top-Kommentare der Community

  • Holger Kropp vor 10 Monaten

    Kein Mensch braucht so dæmliche Kommentare wie "Kein Mensch braucht..." 😁

  • Bernhard Feder vor 10 Monaten

    Na ja, natürlich "eifern" die Hersteller dem Trend nicht wechselbarer Akku nach. Das hat einfach etwas mit Gewinnmaximierung zu tun. Der Kunde soll sich nach zwei, spätestens drei Jahren ein neues Telefon kaufen. Die überwältigende Mehrheit wird sein Smartphone nicht in die Werkstatt geben. Alles andere sind nur fadenscheinige Ausflüchte der Hersteller. Wasserdicht? Das war schon mein Siemens-Handy mit wechselbarem Akku (ja, ich bin alt) und nicht vergessen das Samsung Galaxy S5. Und wieviel Millimeter spart ein nicht wechselbarer Akku ein? Nee, das kann auch nicht der Grund sein. Einzig alleine die Umsatzsteigerung ist der Grund. Und das sollte man verbieten, EU-weit. Denn es ist nicht im Interesse des Kunden, den Akku nicht mehr wechseln zu können, er hat nur keine andere Möglichkeit mehr. Und von der Umwelt reden wir da noch gar nicht.

  • Peter vor 10 Monaten

    Für mich war und ist der Wechselakku immer noch die beste schnellste und einfachste Möglichkeit immer und jederzeit genug Akkuladung zu haben. Im November 2016 kaufte ich mir das erste Smartphone mit fest verbauten Akku (Huawei Mate 9). Dabei kam es oft vor das ich den Wechselakku vermisst habe, und die Nutzung somit deutlich umständlicher wurde. Mit einem Note 4, wo ich immer einen vollen Akku mit dabei hatte gab ein nie derartige Sorgen. Laden dauert nun mal viel länger als wechseln. 2018 wird wohl nicht nur durch den Wegfall des wechselbaren Akkus schlecht werden, auch werden Kopfhöreranschluss und SD Karte immer mehr verschwinden. Schade ist nur das die Hersteller allesamt jeden blöden Trend nacheifern. Und das teilweise sogar ziemlich schlecht. Ich würde mir von den Herstellern viel mehr Individualität und Mut zur Eigenständigkeit wünschen.
    Eigentlich gehören fest verbaute Akkus maximal in billigen Einsteigersmartphones. Das würde den Einwegcharakter unterstreichen.

  • Babb vor 10 Monaten

    Leute wie Sie wirds leider immer geben & spielen damit großzügig den Erzeugern in die Karten.
    Für Sie gibt es nur schwarz und weiß; nichts dazwischen.
    Ihre subjektive Meinung (kein Mensch braucht ...) steht nicht für jedermann.

    Ich habe ebenfalls das Samsung Galaxy S7 Edge und würde dennoch gerne einen wechselbaren Akku haben wollen, bei verzichtbarem Glas und ein wenig "dickerem" Gehäuse.

    Ich möchte Sie erleben, wenn es zu einem Defekt des verklebten Akkus kommt (ins Service-Center einschicken: Zeit und Geld; nur so als Hinweis).

    Nicht jeder "wirft" sein Smartphone nach 1 - 2 Jahren in den Müll, weil er durch seinen Provider ein neues Gerät angeboten bekommt oder noch schlimmer: soviel Kohle hat, dass ihn nichts interessiert.

    Anscheinend haben Sie all die Beiträge hier (auch andere Medien) nicht gelesen oder sind immun gegen sinnvolle Gestaltung eines Smartphones.

  • Holger Kropp vor 10 Monaten

    Meine absoluten "no go" Kriterien: Kein Wechselakku, kein Klinkenstecker, Edge, 18,5:9 Format.

    Sieht so aus, als muesste ich in der Zukunft ohne Telefon auskommen.

172 Kommentare

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  • Keine Wechselakkus mehr, kein Klinkenanschluss mehr. Viel Spaß beim Musik hören, wenn der Akku leer ist und das Smartphone mit der Power Bank geladen werden muss...

    Peter


  •   40
    Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Man kann so glaube ich zusammenfassen und fest halten, dass fest verbaute Akkus nicht dem Wohle des Endnutzers dienen und eine absolute Schei.. Entwicklung darstellt. Mir fällt nicht ein positives Argument dafür ein aber etliche sofort, die „gegen“ einen fest verbauten sprechen.

    Nur mal eines genannt: Bei einer Neuanschaffung, wurde damals eventuell das zuvor genutzte Gerät in einer Schublade als Reserve zwischengelagert. Man entnahm den Akku, damit dieser sich nicht Tief entlädt. Aber selbst wenn nicht, konnte man mit einem neuen Akku dem Gerät wieder Leben einhauchen aber jetzt kann man das gesamte Gerät wegschmeißen. Und jetzt reden viele von Recycling und Ressourcenorientierung. Absolute Heuchelei nenne ich so etwas.

    Aber letzten Endes tragen wir ja eine gewaltige Mitschuld daran, denn wir kaufen den ganzen Mist ja und unterstützen es hierdurch.


  • Sarah vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Ich habe kein Problem mit fest verbauten Akkus. Sehr wohl aber mit verklebten Gehäuse. Der Akku darf von mir aus gern fest verbaut sein aber ich möchte das Gehäuse leicht (mit wenigen normalen Schrauben ohne Kleber oder unsichtbare Schnappverschlüsse) öffnen können und den Akku selbst, ohne erst das ganze Gerät zu demontieren zu müssen, tauschen können. Das will ich selbst machen können und ohne fürchten zu müssen, mein Smartphone zu beschädigen. Aber das ist genauso selten, wie ein Wechselakku.


  • S5 wasserdicht und Wechselakku. Schliesst sich also nicht aus.


    • Ja dann vergleiche mal die Haptik vom s5 zum s6.
      Also bei meinem 7 Jahre alten s1 der Akku tut es noch wunderbar.
      In meinem ganzen leben bei geschätzten 30 Smartphones versagte noch kein Akku.

      Sind ja nicht alles so wie Apple das so kack akkus verbaut werden die nach 2 jahren oft schon so schlecht sind das die Spannung beim strombedarf der cpu derart abfällt, das das Handy dadurch abstürzt und deswegen das Ios update die Taktrate und vorallem die Voltage der Cpu runter setzt.

      Klar es gab die Note geschichte, ich selber bin von den Samsung akkus recht überzeugt. Verspührte noch bei keinem Gerät verluste der Laufzeit. Und mein 7 Jahr3 altes s1 ist mal eine Hausnummer.

      Naja sollte es mich mal treffen tausche ich ihn halt selber.

      Ich finde ein Barren Gehäuse deutlich wichtiger als ein Wechselakku. Zurrück zu der älteren Bauweise will ich echt nicht mehr.


      • Peter vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ich hab die Haptik vom s5 zum s6 verglichen und das billige verklebte s6 schneidet allein schon wegen dieser Tatsache schlechter ab. Was nützt einem die Haptik wenn die Funktionalität darunter leidet? Ein Smartphone ist nun mal nicht etwas das man sich nur in der Vitrine ansieht.


      • Takeda vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ich verstehe diesen sinnlosen quatsch der Haptik auch nicht, man will doch eine Handy zum Gebrauch und nicht um sich damit zu schmücken. Das S5 liegt gut in der Hand, ist auf alle fälle besser als das S6. Meine Schwester hatte ein S6, dass ist mitlerweile nicht mehr zu gebrauchen dagegen läuft das S5 mit einen zweiten Akku immer noch. Wenn der Akku immer noch 7 Jahre läuft, wurde das Handy nicht so oft genutzt. Jeder Akku hat eine bestimmte lade Lebensdauer, ein Akku geht schneller kaputt wenn man ihn jeden tag oder auch 2 mal am Tag lädt, ein Akku denn man nur 1 mal in der Woche laden muss hält da natürlich viel länger, wie mein Nokia 3510i wo der Akku immer noch läuft, klar man hat ihn auch nur 1 mal die Woche geladen.

        Haptik ist nur ein Argument um sich das ganze schön zu reden.

        Peter


      • Peter vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Genau. Und die Haptik und Griffigkeit kann man sehr gut mit einer Schutzhülle beeinflussen.


      • @Peter ich habe beide und das s6 erwies sich als robuster. Trage sie ohne Schutz im Metallbau a7f der arbeit. Mein s5 sah nach einem Jahr aus wie durch den arsch gezogen. Abgeplatztes chrom, der rückedeckel hat sich verfärbt ( Nach einem Jahr )
        Das s6 trug ich zwei jahre mit mir und es sah um einiges besser aus.

        Für einen bekannten öffnete ich ein s6 um ein neues kamera glas ein zu bauen. In einem abwasch gab es auch ein neues glas.

        Das ganze kostete keine 12 euro und war durchais einfach zu tauschen.

        Frage mich wo das Problem sein soll?

        Und was du sagst mit vitrine ist echt unfug, es viel mir dermaßen oft herunter und machte dabei eine bessere figur als das s5 was nach einem sturz meist stark besxhädigt ist.


      • Beim s6 den akku tauscht man in unter 10 minuten... ichbhatte beide und das s6 schlug sich besser.


      • Peter vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Hatte auch das s5, und das sah nach 1 Jahr immer noch aus wie neu. Weil ich eine Schutzhülle drauf hatte. Das mache ich aber hauptsächlich wegen dem Display. Wenns mal auf die Kante fallen sollte, dann springt meistens das Display. Und ab dem s6 wurde das leider noch schlimmer. Der Metallrahmen gibt den Stoß noch ungefilterter ans Glas weiter. Diesmal auch hinten. Ab dem s6 wurde die Verarbeitung bei Samsung leider ziemlicher Murks.


      • Takeda vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Es kommt darauf an wie man es behandelt, bei meiner Schwester war es anders Rum da war das S6 scheiße und das S5 das bessere. Dass das S6 rubuster sein soll kann ich nicht betätigen da liegen andere Erfahrungen vor.


      • Wie gesagt hatte beide im Mzeallbau täglich ungeschützt in der Tasche. Das ist schon eine extreme Belastung. Stößt dauernd irgendwo gegen, fäll5 immer wieder a7s der Tasche, Metallstaub u.s.w

        Dreckige verölte Hände, dem hielt das s5 wenuger stand. Mein ganzer rückdeckel war verfärbt. Alles an chrom ab geplatzt rund ums Display tiefe Dellen und verformungen. Das hatte das s6 nicht.

        War auch meistens nach einem Sturz weniger beschädigt. S5 hatte immer tiefe riefen...


      • Takeda vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Da kannst du mal sehen, das nichts gleich ist, das S6 meiner Schwester fiel einmal runter aus 1m und ich musste das Display und Rückseite wechseln, Totalschaden. Das S5 dagegen läuft immer noch und es fiel auch schon oft bei ihr runter, sie sagt selber, dass das S5 mehr aushält und sie sich nie wieder ein S6 kaufen wird. Nun hat sie ein S8 bis jetzt ist alles noch heile.


    • Ich arbeite im Einzelhandel und im Smartphone Bereich. Das hat beim Samsung S5 nicht so gut geklappt, mit der Wasserfestigkeit. Da hätten wir ehrliche Kunden mit Problemen..


      • Peter vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Beim s5, wenn man den Deckel hinten abgenommen hat dann kam jedesmal eine Nachricht am Display das man ja alle Punkte des Deckels ordentlich schließen soll. Für manche Kunden war dieser Hinweis anscheinend doch nicht ausreichend genug.


      • Takeda vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Also wir haben mir dem S5 selbst Unterwasser mal ein paar Aufnahmen gemacht, so zum testen und viel im regen am Handy gemacht, bis heute immer noch dicht. Es liegt am Kunden wie und was man gemacht hat, Deckel nicht richtig drauf und so weiter.


  • Wasserdichtheit als Argument gegen Wechselakku? Ich habe nun ein Sony XZ Premium. Da nützt mir das gar nichts. Denn im strömenden Regen versagt der Fingerabdrucksensor und auch das Display reagiert nicht auf meine Finger. So kann ich es nicht entsperren. Pech gehabt!


  •   20
    Gelöschter Account vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Wie war das mit Umwelt schonen keine Ozeane zumüllen ressourcenschonend irgendwas herstellen und das große Thema Recycling? Mit diesen Einweg Smartphones geht man eher in die andere Richtung und belastet die Umwelt noch mehr

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