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Was machen Smartphones mit unserer Gesellschaft?

Was machen Smartphones mit unserer Gesellschaft?

Vernetzung ist überall. Am Handgelenk, in der Jackentasche, im Wohnzimmer, im Auto... Was anfangs insbesondere uns Geeks erfreut, beeinflusst unser Verhalten ganz empfindlich. Heute wollen wir uns der Frage stellen, inwieweit wir bereits infiziert sind von der Vernetzungssucht.

Erreichbarkeit: Aus Möglichkeit wird Zwang

Was mit der Verbreitung der Handys begann, wurde durch das mobile Internet noch verstärkt: Dank Instant Messengern auf Smartphones können wir jeden, den wir kennen, jederzeit und sofort erreichen. Davor ging es mit einem Handy-Anruf oder einer E-Mail (aber auf unterschiedlichen Geräten, bitte). Davor innerhalb eines Anrufs aufs Festnetz-Telefon oder per Telegramm (nicht die App). Davor per Brief oder Fernschreiber. Davor per Rauchzeichen.

boissons
Das Glas sieht so geil aus, das muss auf mein Food-Blog. Was Du gerade gesagt hast, war mir eh egal. © ANDROIDPIT

Das Muster ist aber klar: Die Vermittlungszeit der Nachrichten wurde immer kürzer. Inzwischen kann jeder unserer Freunde erreichen, dass es an unserem Handgelenk brummt. Es ist fast so, als wären sie immer da. Es kommt uns gar nicht in den Sinn, zu hinterfragen, ob das nicht irgendwie eigenartig ist. Das macht doch jeder - oder zumindest könnte es jeder machen. Alles Nötige gibt es bei Saturn zu kaufen.

Soziale Netzwerke fördern im echten Leben antisoziales Verhalten

Was viele nicht sehen, ist die Absurdität dieses Vernetzungswahns. Denn während wir uns dem Gefühl hingeben, ständig mit den Bekannten verbunden zu sein, beweisen wir in Alltagssituationen oft das Gegenteil. Immer wieder beobachte ich Gruppen von Menschen, die nicht sich gegenseitig sondern einzeln ihr Smartphone ansehen. Auf den Bildschirmen läuft dann WhatsApp oder Facebook, wo man ein Selfie teilt oder das fotografierte Essen hochlädt. Warum kann das nicht warten? Das Internet ist auch noch da, nachdem sich die Tischgesellschaft aufgelöst hat.

Aufmerksamkeit: Nicht mehr da, wo man sie braucht

Spätestens im Straßenverkehr wird der Vernetzungszwang zur Gefahr: Wer auch beim Fahren nicht von WhatsApp die Finger lassen kann, wer auch beim Spaziergang in der Stadt nicht ohne Tinder kann, der riskiert sich und andere. Besonders heikel wird das, wenn man sich über Phänomene wie die Chronostase im Klaren ist: In dem ersten Augenblick nach dem Aufblicken von Smartphone seid Ihr de facto blind, aber Euer Gehirn gaukelt Euch vor, alles sei okay. Ihr wähnt Euch also in größerer Sicherheit als Ihr - oder Eure Mitmenschen - in Wirklichkeit seid.

smartphone danger
Der Typ soll mich nicht ständig nerven. Dem geig' ich mal schnell die Meiiiii..... © ANDROIDPIT

Dennoch erscheint es mir, dass aus uns allen plötzlich Multitasking-Talente geworden sind. Es gibt zwar Studien und Statistiken darüber, dass die Zahl der Smartphone-bezogenen Unfälle steigt. Doch schreckt das offenbar niemanden davon ab, weiterhin fast blind durch die Welt zu marschieren.

Stress: Aus Angst, etwas zu verpassen

Mit dem Vernetzungsdruck geht eine Reihe von Ängsten hervor. Wurde mein Smartphone geklaut? Reicht mein Akku noch? Warum habe ich keinen Empfang? Gibt es dort WLAN? Reicht mein Datenvolumen? Einige dieser Fragen stellen wir uns täglich. Und auf dem Schirm haben wir sie inzwischen ständig.

Das hebt natürlich das Stressniveau und das ist auf Dauer nicht gesund. Statt uns auf unsere Umgebung zu konzentrieren, empfinden wir fast schon Unglück, obwohl es sich beim Smartphone bestimmt nicht um etwas lebensnotwendiges handelt. Warum lassen wir das zu?

Selbsttest: Beherrscht Ihr Euer Smartphone, oder es Euch?

Wir wollen es wissen: Könnt Ihr Euer Smartphone beherrschen oder fällt es Euch schwer, es aus der Hand zu legen? Im Folgenden habe ich ein paar Beispiel-Statements aus meinem Alltag vorbereitet, denen Ihr zustimmen könnt oder nicht. Zusätzlich könnt Ihr Eure eigenen Statements platzieren, und so weiter. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion.

Was habt Ihr noch für Smartphone-Erlebnisse gehabt? Habt Ihr die obigen Erfahrungen ebenfalls gemacht? Gerne könnt Ihr auch in der Kommentarfunktion weitere Geschichten teilen.


Dieser Artikel basiert auf einem Original von Benoit Pepicq und stammt aus dem Französischen.

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Top-Kommentare der Community

  • Sue H
    • Blogger
    27.07.2016

    So, ohne Smartphone würde ich jetzt nicht hier kommentieren.
    Seit dem Pokémon-Spiel-Artikel (ich weiß denn genauen Namen gerade nicht), habe ich mein Umfeld genauer beobachtet.
    Tja, was soll ich sagen.
    Es gibt solche und solche.
    Fünf Jungs, vielleicht 9-10 Jahre diskutieren lebhaft miteinander, drei Freunde vielleicht etwas jünger jagen sich mit der Wasserpistole und machen sich gegenseitig nass.
    Danach singen sie "Wi will, wi will ratschit". Der eine zum anderen: "Heißt das wirklich sooo? l" Die anderen beiden nur "Keine Ahnung!"
    lch musste schmunzeln, als Kind hab ich mit meiner Schwester immer "Dancing Queen" von Abba in erfundenem Englisch gesungen.
    Ich war neulich in der Bücherei, da saß ein Junge vielleicht 13-14 Jahre, der völlig ekstatisch an seinem Smartphone hing und irgendein mitreißendes Spiel gespielt hat.
    Sein vermutlicher älterer Bruder saß daneben und hat Youtube Videos angeschaut. Die einzige Unterhaltung war: "Ich bin grad aus dem WLAN rausgeflogen" - "Ich auch!"
    Neulich habe ich auch einmal Pokémon Go Spielende Menschen gesehen.
    Ein Vater mit seinen drei Kindern.
    Die älteren beiden hatten ein Smartphone, die jüngste, ca. 6 Jahre durfte auch mal das Handy von ihrer großen Schwester haben und als der Bruder ein Pokémon gefangen hat, standen alle um den Jungen herum und stolz erklärte dieser seinem Vater, was das für ein Pokémon wäre. Hinterher wollten sie noch auf den Spielplatz gehen.

    Mein Fazit:
    Das Smartphone kann in der Tat zum Dreh- und Angelpunkt werden und damit zum Suchtmedium. Es bringt auch einige Vorteile mit sich.
    Die Aufgabe ist es, den verantwortungsvollen Umgang damit zu lehren und wie zu allen anderen Zeiten auch, die Talente bei den Kindern zu fördern, die Wissbegierde auf alles Mögliche zu nutzen und schon in der Kindheit viel an Wissen über die Natur, die Welt, Kommunikation usw. beizubringen.

    Vielleicht schaffen wir es, eines Tages, mit dem Smartphone zu umzugehen wie mit einem Roman.
    Keiner würde heutzutage den Kopf in die Hände schlagen, wenn jemand ganz alleine im Sessel sitzt und ein Buch liest.

    Ich setze mich jetzt auf mein Fahrrad und kaufe ein, mit einem Einkaufszettel auch Papier, mein Smartphone ist im Rucksack.
    Und das Buch, das ich noch lesen will.
    "The Lake Of Dreams" von Kim Edwards.

  • Michael K. 27.07.2016

    "Was machen Smartphones aus unserer Gesellschaft?"

    Natürlich beeinflussen Smartphones die Gesellschaft, allerdings dürften die weitaus meisten Effekte positiver Natur sein. Der PC hat eigentlich schon den Anfang gemacht, das Smartphone ist gewissermaßen die Taschenversion davon.
    Informationen, auch höchster Qualität, werden für jeden Besitzer zugreifbar. Natürlich muss er ein Gespür dafür entwickeln, welche Informationen "wertvoll" sind, und welche Müll.
    In bestimmten Krisensituationen kann die schnelle Verfügbarkeit solcher Informationen sogar lebensrettend sein.
    Zudem sparen die Helfer Zeit. Navigation an fremden Orten wird zum Kinderspiel. Die Planung von Fahrten überaus flexibel. Kleine Helfer, wie Einfkaufslisten, die Taschenlampe, die Kamera, der Taschenrechner, dicke Bücher in elektronischer Form und vieles mehr erleichtern den Alltag schon ungemein.

    Die im Artikel genannten negativen Auswüchse sind natürlich nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist zu unterscheiden zwischen tatsächlicher Verursachung der Auswüchse durch das Smartphone, und einer reinen Symtomatik, bei der die eigentliche Ursache ganz wo anders liegt, und durch die Geräte nur zum Ausdruck kommt, ohne sie aber dennoch vorhanden wäre.

    "Erreichbarkeit: Aus Möglichkeit wird Zwang"

    Ich erlebe es selber oft genug. Ein Angestellter wird kurz vor Arbeitsantritt ("ich bin in 20 Minuten im Büro") im Zug von seinem Chef angerufen, und bespricht seine Arbeitsabläufe mit ihm so laut, dass man Details auch noch im übernächsten Waggon mitbekommt. Niemand, von ganz wenigen Ausnahmen im Bereitschaftsdienst oder in Notfällen abgesehen, ist allerdings verpflichtet, außerhalb seiner bezahlten Arbeitszeit solche Gespräche zu führen. Die Person hätte auch nur sagen können: "Ich bin in 20 Minuten im Büro, ich kann jetzt nicht sprechen". Niemand kann jemanden verbieten, sein Smartphone nach Feierabend abzuschalten, geschweige denn ihm vorschreiben, es zu privaten Veranstaltungen mitzunehmen.
    Eine solche Unterwürfigkeit gegenüber Vorgesetzten, aber auch Freunden und Bekannten, kann man nicht der verfügbaren Technik anlasten. Ich bin während der Arbeitszeit für meinen Chef sprechbar. Basta. Meinen Freunden antworte ich, wenn mir danach ist, nicht wenn die meinen, dass ich müsste. Das Problem der unmittelbaren Erreichbarkeit ist also eher eine Symtomatik eines viel tiefer liegenden Problemes, und wird nicht durch die Smartphones verursacht.
    Ein weiteres, viel schlimmeres Symtom dieser Problematik: In Deutschland verfallen Millionen von Überstunden und Urlaubstagen ungenutzt, weil die Leute Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

    "Aufmerksamkeit, nicht mehr da, wo man sie braucht"

    Telefonate (außer mit Freisprechanlage) und andere Handyaktivitäten am Steuer sind zurecht verboten. Allerdings können auch Telefonate mit Freisprechanlage oder Streitgespräche mit Mitfahrern die Aufmerksamkeit gefährlich beeinflussen. Auch Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer und werden manchmal durch die Pokemonjagt, ein anderes Mal durch ein quirliges Kleinkind vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Jeder Verkehrsteilnehmer ist verpflichtet, dem Verkehrsgeschehen die gebührende Aufmerksamkeit zu zuwenden. Nicht immer ist aber jeder dazu in der Lage, und die Gründe können unterschiedlich sein. Umgelenkte Aufmerksamkeit, oder schlicht nicht mehr mögliche Konzentration drückt sich vielleicht durch Smartphonetätigkeiten (und andere, wie gezeigt) aus, die Ursachen liegen aber ebenfalls wieder tiefer. Die Smartphones zeigen die Symtomatik, sie sind aber nicht die Ursache für die Unaufmerksamkeit. Wer verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnimmt, Maschinen bedient oder was auch immer, der lenkt sich nicht mit dem Smartphone ab.
    Sucht er Ablenkung, braucht er aber auch nicht unbedingt ein Smartphone dafür.

    "Stress: Aus Angst etwas zu verpassen"

    Wer aufgrund seines Smartphones Angst hat, etwas zu verpassen und deshalb Stresssymptome zeigt, weil er Angst um den Akkustand, die Funkerreichbarkeit usw. hat, sollte vielleicht wirklich mal überlegen, ob nicht professionelle Hilfe angeraten wäre.
    Die meisten Ereignisse, die über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, sind nicht wirklich bedeutsam. Wer durch deren Versäumnis bereits in Stress gerät, sollte sich fragen, wie er in wirklich brenzligen Situationen, z.B. im Strassenverkehr, einen kühlen Kopf bewahren will. Zudem kann man ja einigen Ängsten Beruhigungspillen entgegensetzen, wie Powerbanks, ein zweites Smartphone usw.
    Fraglos wäre ohne Smartphones, und vor allem ohne Internet die Welt nachrichtenärmer, aber kaum ereignisärmer (eine völlige Entkopplung gibt es sicher nicht, d.h. die Möglichkeit der schnellen Benachrichtigung durch Smartphones von Ereignissen erzeugt seinerseits auch wieder neue Ereignisse). Von der Möglichkeit der Nachrichtenüberflutung muss sich niemand stressen lassen, man kann und muss die wirklich wichtigen Nachrichten sehr gut ausfiltern, und die Welt dreht sich meistens auch dann weiter, wenn man mal eine wichtige Nachricht verpasst.
    Fazit auch hier: Wer sich von den Geräten stressen lässt, sollte die Schuld zunächst bei sich selber suchen. Aber auch niemand wird daran gehindert, hier selber Abstinenz zu üben.

    Auch in anderen Fällen, die im Text nicht ausdrücklich erwähnt werden, wie der Einschränkung "echter" sozialer Kontakte, dürfte das Smartphone nur die Symtomatik zeigen, die Ursachen liegen meistens wo anders. Wenn ein Paar sich nichts mehr zu sagen hat, was macht es für einen Unterschied, ob sich einer am Frühstückstisch hinter der Zeitung versteckt, oder am Smartphone spielt? Jemand, der nur in sozialen Netzwerken unterwegs ist, würde wahrscheinlich auch ohne Smartphone keine echten Freunde finden (warum auch immer, da ist viele denkbar), so bleiben ihm wenigstens die Onlinekontakte.

    Grundsätzlich verändern sich Gesellschaften immer, es sind dynamische Systeme. Technische Entwicklungen können das beschleunigen, aber auch das muss man nicht immer negativ sehen.
    Aus vor etwa 50 Jahren der Taschenrechner den Rechenschieber abgelöst hat, da haben Berufspessimisten auch schon den Untergang der Kopfrechenfähigkeit prophezeit. Was ist seitdem geschehen?
    In der Grundschule lernt man weiter Kopfrechnen ohne Taschenrechner, in weiterführenden Schulen und den Universitäten lernt man Mathematik, statt seine Zeit mit Rechnen zu verschwenden.
    Auch neue Spiele wie "Pokemon go" werden nicht den Untergang des Abendlandes herbeiführen, im Gegenteil, sie bringen neue Formen kreativer Freizeitgestaltung. Sie sind nicht besser, aber auch nicht schlechter, als Golf zu spielen, oder eine Modelleisenbahn zu bauen.

77 Kommentare

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  • Ich denke was das Smartphone aus der Gesellschaft macht, liegt an der Gesellschaft selber. Ich finde es er erschreckend, wenn ich in meinem Umkreis sehe oder sehen muss. Das die kids die coolsten Spiele kennen, aber nicht in der Lage sind einfache Dateien per Bluetooth zu übertragen.

    yxos


    • Früher haben wir Kinder unseren Eltern moderne Technik erklärt. Und das mit 6 Jahren schon... Heute muss ich den (volljährigen!) Kindern elementarste Dinge an PC, Smartphone oder Stereo-Anlage beibringen. Die können nur noch An/Aus/WhatsApp-bedienen.... sehr traurig, wirklich!


  • Hat unsere Verantwortung gegenüber Jugend und früherwachsenen versagt ?
    Sollten wir nicht mehr vorleben und Aufklärung betreiben ?
    Oder sind wir selbst getäuscht worden mit den Hintergrundaktivitäten ?
    Sollten wir den Begriff privat und Datenschutz nicht besser vermitteln ?

    Ja, Walkman und co damals... aber nichts der letzten Jahre hat Auswirkungen wie die Digitalisierung und Überwachung.

    Ja ich gebe zu - ich habe es auch schleifen lassen. Aber eher ich für mich selber. Aufklärung betreibe ich seit Jahren in meinem Umfeld.

    Diese Thematik macht mich wütend. Ich kann ohne Verdrängung das Internet nicht richtig nutzen. Somit ist meine Freiheit beschnitten worden. Ich kann nicht frei agieren und Kommunikation betreiben ohne größeren Aufwand.

    Umso mehr Leute wir erreichen desto besser. Vorallem junge Leute. Aufklärung tut stäflich not

    Gelöschter Account


  • Ich muss zugeben, ich bin schon phonegeil. Aber es ist auchvein tolles tool und ich nutze es auch im Beruf. Und da ist ein sehr nützlicher Begleiter (E-Mail,Kalender,office etc.). Aber als Statussymbol sehe ich es nicht. Aus dem Alter bin ich raus.


  • Jede Zeit hatte seine Spielzeuge:
    20er/30er - Mundharmonika
    40er - Knarre =8-O
    50er - Transistorradio
    60er - Kofferheule (laut quietschend mit Radio Luxemburg auf Mittelwelle)
    70er - Kassettenrekorder
    80er - Walkman - (in sich gekehrt mit Kopfhöreren tss tss tss)
    90er - Gameboy
    2000er - Handy
    seit 2010 - Smartphone
    ab 2020 ???


  • Früher war alles besser - vor allem die Zukunft :-)

    Die Wahrheit ist, daß es immer Leute gegeben hat, denen der Fortschritt über den Kopf gewachsen ist. Ein schönes Beispiel aus den 20ern vom Sänger und Kommödianten Otto Reutter: Otto Reutter - Ich kann das Tempo nicht vertragen

    www.youtube.com/watch?v=Wgf9F9jTsFM

    Viel Spaß :-)


    • Früher war alles besser ist eine fast schon gemeine Definition. Diese Gruppe ist aber auf Apit nicht vertreten. Es gibt auch einfach Leute denen die Technik gefällt, aber sich manches in eine falsche Richtung entwickelt und gewisse Eigendynamiken hat. Genauso negativ behaftet wäre zu sagen, Jugendliche und früherwachsene sind nicht in der Lage richtig zu reflektieren aufgrund mangelnder Lebenserfahrungen.
      Bedeutet - Smartphones sind eine super Sache. Aber wie mit allem gibt es Sonne und Schatten.
      Natürlich gibt es mit dem Alter gewisse Umstände, die einem neues zuviel erscheinen lassen. Und irgendwann erreicht uns alle dießer Zeitpunkt.

      Bier ist ne super Sache. Ich kann gelegentlich ein Radler trinken, oder Täglich eine halbe Kiste Bier. Liegt immer daran wie wir mit allem umgehen. Ursache und Wirkung.
      Sachgemäßer Umgang.


      • Wollte niemand auf den Schlips treten - nur das ganze in eine breitere Perspektive rücken und zu mehr Gelassenheit aufrufen. Wie jeder der auch von mir oben aufgezählten Hypes wird auch der Smartphone-Hype wieder verschwinden und die digitalen Begleiter etwas ganz normales sein oder von etwas besserem abgelöst werden.

        Jede neue Technologie wird zunächst - von meist jungen Leuten ausprobiert - wobei es notwendigerweise zu Exzessen kommt (ich weiß wovon ich rede - ich war bekennender Walkman-Hörer in den 80ern - die Wirkung auf die "Erwachsenen" war damals genauso verheerend wie heute)

        Wer hat heute noch einen Walkman? - Meine Töchter starren das heute zerkratzte Teil an wie eine Ausgrabung aus der Römerzeit (waas, da kommt nur Musik raus - und nach 30Min muß man die Kassette wenden :-) , kein Pokémon GO!!! uncool)


  • Ich kann auch auf der Straße ein Fesselndes Buch lesen und habe die gleiche Wirkung wie, wenn ich auf eun Smartphone starre oder eben dort das Buch lese.


    • Nur rennen aber keine Leute mit Büchern durch die Gegend wie mit Handy's.


      • Sue H
        • Blogger
        28.07.2016 Link zum Kommentar

        Bücher lesend durch die Gegend ist noch gefährlicher, finde ich :D Eigener Erfahrung zumindest :P


      • Da hilft nur Apps mit Kamera und transparenten Hintergrund der die Straße zeigt 😛.
        Dann stolpern wir nicht
        🐩


      • Ist doch egal. Das Prinzip ist das gleiche. Ich kann auch meine Schuhe bewundern oder ohne Grund auf den Boden gucken, weil mir vllt das Pflaster, der Asphalt oder so gefallen. Man kann mit anderen Reden und genauso abgelenkt werden.

        Im Prinzip liegt es nicht am Smartphone, was uns ablenkt. Wir lassen uns ablenken. Es gibt auch Leute die damit gut umgehen können. Die meisten können es halt nicht. Aber die haben/hätten sich vor dem Smartphone auch mit irgendwelchen Dingen ablenken lassen.


  • Alles geht heute wie damals auch ohne Smartphones.
    Es ist nur ein anderer Weg.

    Ich hab mittlerweile Tage, da liegt das Ding den ganzen Tag im Rucksack.
    Vor 14 Jahren hatte ich mein erstes Smartphone mit voller Begeisterung.
    Heute nur noch gääähn..

    Überall wo Leute kurz Zeit haben ...Kopf nach unten und tippen. Ich nehme das schon sehr ausgeprägt war. Und es nervt mittlerweile. Dazu verstehe ich nicht wie das Internet und Smartphone zu einer globalen Überwachungsmaschinerie und Datenschleuder wurde. Dazu verstehe ich nicht dass es fast allen mittlerweile für normal oder akzeptabel erscheint sich tracken und protokollieren zu lassen.

    Ich bin von klein auf ein Technikfreak. Hab von Beginn an alles mitgemacht. So auch das Smartphone. Aber keine Technik hat mich so gespalten wie Smartphones. Zu Beginn alles toll als es noch wenige hatten. Mittlerweile nervt es fast nur noch wie sich alles entwickelt hat. Gleichzeitig habe ich aber immernoch den Hang dazu. Und oft frage ich mich, wie das noch zusammen passt, dass ich noch hier bin auf Apit.
    Ich betrachte das Smartphone fast nur noch als Werkzeug. Spass oder gar Hobby verbinde ich damit nicht mehr. Was nicht bedeutet dass ich das anderen nicht gönne.


  • Genauso könnte ich auch fragen: was haben das Feuer, das Rad, das Messer oder der PC aus der Gesellschaft gemacht?
    Das hängt einzig und allein von demjenigen ab, der es benutzt. Wärmen oder nieder brennen, heilen oder töten usw.


  •   75
    Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

    Ein Smartphone ist weit mehr als nur ein Gerät zum drauf herumtippen. Es ist zur Kommunikation, Unterhaltung und Information in fast allen Lebenslagen praktisch. Und das Beste ist ja, man kann es jederzeit ausschalten und so gut wie alles selbst entscheiden was man wie lange und oft damit macht. Ich nutze das Smartphone schon sehr intensiv, vor allem als Informationsquelle für meine Hobbys und zur Kommunikation. Natürlich hat alles was einen Vorteil bringt auch seine Nachteile. Aber wenn ich am Smartphone überhaupt einen Nachteil sehe, dann ist es die wohl mögliche Gefahr der Strahlung, wo man immer wieder hört das es Krebserregend sein soll. Darüber sollte man sich eigentlich viel mehr Gedanken machen. Weil die die Gesundheit sollte wirklich das wichtigste sein, und nicht ob man zu viel WhatsApp schreibt.

    obol2


  • Zuviele machen sich abhängig von ihrem Phone. Die können ja ohne keine 5 Minuten mehr auskommen. Einfach das Ding mal für ne Stunde ausstellen . Ich nehme es z.b nicht mit in den Urlaub sondern mein altes Nokia 6310 i
    um im Notfall erreichbar zu sein ansonsten ist Ruhe angesagt.


    • C. F.
      • Blogger
      27.07.2016 Link zum Kommentar

      Am schlimmsten sind doch die, für die ein Smartphone ein Statussymbol ist, über welches sie sich definieren.


      •   75
        Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

        Dachte eigentlich das ein Auto als Statussymbol gesehen wird. Ein Smartphone ist schon lange kein Statussymbol mehr.

        Gelöschter Account


      • C. F.
        • Blogger
        27.07.2016 Link zum Kommentar

        Für manch einen schon.


      • Für manch viele. 😛
        Gibt auch Leute ohne Auto..


      •   75
        Gelöschter Account 28.07.2016 Link zum Kommentar

        Und auch Leute ohne Smartphone 😉

        Gelöschter AccountMajorTom


      • Wenn ich mir manche iPhone-User anschaue, die eine Hülle brauchen, in der auf der Rückseite ein Loch für den Apfel ausgestanzt ist, damit man auch ja von weiter weg sieht, dass man mit einem iPhone "gesegnet" ist, denke ich schon, dass es für manch Zeitgenossen noch ein Statussymbol ist.


      •   75
        Gelöschter Account 28.07.2016 Link zum Kommentar

        Ja, da hast du recht. Ich bin mehr so die Zeit zurück gegangen, wo Anfang der 90er Jahre sogar ein Handy noch eine Rarität war, und der der eins hatte wurde regelrecht bewundert. Ich weiß noch, es war so im Jahr 93, wo wir in einem Gasthaus essen waren, und einer hatte sein Handy am Tisch liegen, das ja jeder sehen konnte das er eins hat. Und noch früher als die Handys, bzw. Mobiltelefone fast unbezahlbar waren, da war es wirklich ein Statussymbol. Den nur wer wirklich genug Geld hatte konnte sich eins leisten. Heute rennen schon 10 jährige mit 700€ Smartphones herum. Von daher ist es eher ein Fanboy-Statussymbol um die Zugehörigkeit einer bestimmten Marke zu präsentieren denke ich mal.


  • C. F.
    • Blogger
    27.07.2016 Link zum Kommentar

    Interessanter Artikel. Danke dafür.

    Tja, meine Frau und ich haben uns betreffend Smartphone im letzten Jahr sozusagen "gesundgeschrumpft". Wir haben alle Apps und Anwendungen (eher aus Gründen der eigenen Privatsphäre und des eigenen Umgangs mit Daten und der Datensicherheit) entsprechend deinstalliert, ausgetauscht, an den Einstellungen geschraubt. Früher kamen wegen jedem kleinen Mist irgendwelche pop-ups und Nachrichten über facebook, dessen Messenger, WhatsApp oder Mails, etc. Und jetzt.....himmlische Ruhe. Es kommt nur das, was auch wirklich wichtig und dringend ist. Kein Spam oder sonstiger Müll....nichts dergleichen. Wir beherrschen sozusagen das Smartphone und nicht umgekehrt. Die Umstellung war nicht immer leicht, aber für uns hat sie sich gelohnt. Ab 21:00 Uhr geht der Nicht-stören-Modus an, da kommt bis morgens um 7:00 gar nichts mehr an. Nur der Wecker klingelt noch kurz vor 6.

    Gelöschter AccountAnna S.


    • Ja, das sollte man von Anfang an tun. Dazu müßte man sich ein bißchen in die Systemtiefen begeben, was die meisten nicht machen (wollen oder können). Wenn ich für meine Freunde Handys einrichte fragen sie immer was so lange dauert. Na genau das! Deinstallieren, deaktivieren, Pop ups ausschalten, Datenschutz usw. einstellen.

      Gelöschter AccountC. F.


      • C. F.
        • Blogger
        27.07.2016 Link zum Kommentar

        Sie können es nicht, weil sie es nicht wollen. Sie müssen alles mitmachen können und für wirklich jeden erreichbar sein. immer schön mit dem Strom mitschwimmen, bloß nicht dagegen. Auch nicht ein bischen...


      • Und weil man es nicht will, ist man jetzt ein schlechterer Mensch? Kommt mir hier ein bisschen wie die ganzen Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker vor, die sich mit ihrem vermeintlichen "Wissen" um Chemtrails, HAARP, Echsenmenschen-Politiker und Holherde als die "Erleuchteten" vor den "schlafenden Schäfchen" sehen.

        Hast du denn deine Freunde überhaupt gefragt, ob sie das alles deaktiviert haben wollen, bevor du ihr Handy abrichtest?


      • C. F.
        • Blogger
        28.07.2016 Link zum Kommentar

        Immer wieder belustigend, wie Du Dich persönlich angegriffen fühlst, DiDaDo. Lockert aber die Unterhaltung etwas auf...


      • Ich fühle mich nicht persönlich angegriffen, mich stört nur dieses "vermeintlich von oben herab".


      • C. F.
        • Blogger
        29.07.2016 Link zum Kommentar

        Aber Du fühlst Dich dauernd angesprochen. Ich finde auch manches von "oben herab". Aber wenn ich da jedes Mal meinen Senf dazugeben würde...

        yxos


  • "Was machen Smartphones aus unserer Gesellschaft?"

    Natürlich beeinflussen Smartphones die Gesellschaft, allerdings dürften die weitaus meisten Effekte positiver Natur sein. Der PC hat eigentlich schon den Anfang gemacht, das Smartphone ist gewissermaßen die Taschenversion davon.
    Informationen, auch höchster Qualität, werden für jeden Besitzer zugreifbar. Natürlich muss er ein Gespür dafür entwickeln, welche Informationen "wertvoll" sind, und welche Müll.
    In bestimmten Krisensituationen kann die schnelle Verfügbarkeit solcher Informationen sogar lebensrettend sein.
    Zudem sparen die Helfer Zeit. Navigation an fremden Orten wird zum Kinderspiel. Die Planung von Fahrten überaus flexibel. Kleine Helfer, wie Einfkaufslisten, die Taschenlampe, die Kamera, der Taschenrechner, dicke Bücher in elektronischer Form und vieles mehr erleichtern den Alltag schon ungemein.

    Die im Artikel genannten negativen Auswüchse sind natürlich nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist zu unterscheiden zwischen tatsächlicher Verursachung der Auswüchse durch das Smartphone, und einer reinen Symtomatik, bei der die eigentliche Ursache ganz wo anders liegt, und durch die Geräte nur zum Ausdruck kommt, ohne sie aber dennoch vorhanden wäre.

    "Erreichbarkeit: Aus Möglichkeit wird Zwang"

    Ich erlebe es selber oft genug. Ein Angestellter wird kurz vor Arbeitsantritt ("ich bin in 20 Minuten im Büro") im Zug von seinem Chef angerufen, und bespricht seine Arbeitsabläufe mit ihm so laut, dass man Details auch noch im übernächsten Waggon mitbekommt. Niemand, von ganz wenigen Ausnahmen im Bereitschaftsdienst oder in Notfällen abgesehen, ist allerdings verpflichtet, außerhalb seiner bezahlten Arbeitszeit solche Gespräche zu führen. Die Person hätte auch nur sagen können: "Ich bin in 20 Minuten im Büro, ich kann jetzt nicht sprechen". Niemand kann jemanden verbieten, sein Smartphone nach Feierabend abzuschalten, geschweige denn ihm vorschreiben, es zu privaten Veranstaltungen mitzunehmen.
    Eine solche Unterwürfigkeit gegenüber Vorgesetzten, aber auch Freunden und Bekannten, kann man nicht der verfügbaren Technik anlasten. Ich bin während der Arbeitszeit für meinen Chef sprechbar. Basta. Meinen Freunden antworte ich, wenn mir danach ist, nicht wenn die meinen, dass ich müsste. Das Problem der unmittelbaren Erreichbarkeit ist also eher eine Symtomatik eines viel tiefer liegenden Problemes, und wird nicht durch die Smartphones verursacht.
    Ein weiteres, viel schlimmeres Symtom dieser Problematik: In Deutschland verfallen Millionen von Überstunden und Urlaubstagen ungenutzt, weil die Leute Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

    "Aufmerksamkeit, nicht mehr da, wo man sie braucht"

    Telefonate (außer mit Freisprechanlage) und andere Handyaktivitäten am Steuer sind zurecht verboten. Allerdings können auch Telefonate mit Freisprechanlage oder Streitgespräche mit Mitfahrern die Aufmerksamkeit gefährlich beeinflussen. Auch Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer und werden manchmal durch die Pokemonjagt, ein anderes Mal durch ein quirliges Kleinkind vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Jeder Verkehrsteilnehmer ist verpflichtet, dem Verkehrsgeschehen die gebührende Aufmerksamkeit zu zuwenden. Nicht immer ist aber jeder dazu in der Lage, und die Gründe können unterschiedlich sein. Umgelenkte Aufmerksamkeit, oder schlicht nicht mehr mögliche Konzentration drückt sich vielleicht durch Smartphonetätigkeiten (und andere, wie gezeigt) aus, die Ursachen liegen aber ebenfalls wieder tiefer. Die Smartphones zeigen die Symtomatik, sie sind aber nicht die Ursache für die Unaufmerksamkeit. Wer verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnimmt, Maschinen bedient oder was auch immer, der lenkt sich nicht mit dem Smartphone ab.
    Sucht er Ablenkung, braucht er aber auch nicht unbedingt ein Smartphone dafür.

    "Stress: Aus Angst etwas zu verpassen"

    Wer aufgrund seines Smartphones Angst hat, etwas zu verpassen und deshalb Stresssymptome zeigt, weil er Angst um den Akkustand, die Funkerreichbarkeit usw. hat, sollte vielleicht wirklich mal überlegen, ob nicht professionelle Hilfe angeraten wäre.
    Die meisten Ereignisse, die über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, sind nicht wirklich bedeutsam. Wer durch deren Versäumnis bereits in Stress gerät, sollte sich fragen, wie er in wirklich brenzligen Situationen, z.B. im Strassenverkehr, einen kühlen Kopf bewahren will. Zudem kann man ja einigen Ängsten Beruhigungspillen entgegensetzen, wie Powerbanks, ein zweites Smartphone usw.
    Fraglos wäre ohne Smartphones, und vor allem ohne Internet die Welt nachrichtenärmer, aber kaum ereignisärmer (eine völlige Entkopplung gibt es sicher nicht, d.h. die Möglichkeit der schnellen Benachrichtigung durch Smartphones von Ereignissen erzeugt seinerseits auch wieder neue Ereignisse). Von der Möglichkeit der Nachrichtenüberflutung muss sich niemand stressen lassen, man kann und muss die wirklich wichtigen Nachrichten sehr gut ausfiltern, und die Welt dreht sich meistens auch dann weiter, wenn man mal eine wichtige Nachricht verpasst.
    Fazit auch hier: Wer sich von den Geräten stressen lässt, sollte die Schuld zunächst bei sich selber suchen. Aber auch niemand wird daran gehindert, hier selber Abstinenz zu üben.

    Auch in anderen Fällen, die im Text nicht ausdrücklich erwähnt werden, wie der Einschränkung "echter" sozialer Kontakte, dürfte das Smartphone nur die Symtomatik zeigen, die Ursachen liegen meistens wo anders. Wenn ein Paar sich nichts mehr zu sagen hat, was macht es für einen Unterschied, ob sich einer am Frühstückstisch hinter der Zeitung versteckt, oder am Smartphone spielt? Jemand, der nur in sozialen Netzwerken unterwegs ist, würde wahrscheinlich auch ohne Smartphone keine echten Freunde finden (warum auch immer, da ist viele denkbar), so bleiben ihm wenigstens die Onlinekontakte.

    Grundsätzlich verändern sich Gesellschaften immer, es sind dynamische Systeme. Technische Entwicklungen können das beschleunigen, aber auch das muss man nicht immer negativ sehen.
    Aus vor etwa 50 Jahren der Taschenrechner den Rechenschieber abgelöst hat, da haben Berufspessimisten auch schon den Untergang der Kopfrechenfähigkeit prophezeit. Was ist seitdem geschehen?
    In der Grundschule lernt man weiter Kopfrechnen ohne Taschenrechner, in weiterführenden Schulen und den Universitäten lernt man Mathematik, statt seine Zeit mit Rechnen zu verschwenden.
    Auch neue Spiele wie "Pokemon go" werden nicht den Untergang des Abendlandes herbeiführen, im Gegenteil, sie bringen neue Formen kreativer Freizeitgestaltung. Sie sind nicht besser, aber auch nicht schlechter, als Golf zu spielen, oder eine Modelleisenbahn zu bauen.


    • Dem kann ich nur in allem zustimmen. Ich bin der Nutzer, das Gerät ist mein Hilfsmittel, nicht umgekehrt.
      Telefonnummern können gesperrt werden, mein Chef hat nicht mal meine Handynummer. Das ist privat, bezahle ich auch privat.
      Mit dem "Taschenrechner" - Vergleich bin ich mir nicht so sicher. Etwas abzulesen oder selbst das Gehirn zu bemühen sind doch zwei verschiedene Dinge. Ich glaube schon dass bestimmte Fähigkeiten mit der leichten Verfügbarkeit von Daten abnehmen. So wie die etliche Kinder heute nicht mehr klettern können weil sie nur noch vor dem Fernseher hocken.


  • Mein Smartphone ist für mich hauptsächlich zum telefonieren da. Ich hasse es wenn mein Gegenüber die ganze Zeit nur auf sein Smartphone start und man das Gefühl hat gar nicht mehr wargenommen zuwerden. Die techschnischen Dinge die ich damit tun kann sind zwar ganz schön, aber es gibt soviel anders was viel wichtiger ist. Leider verlenen viele sich ohne Smartphone zu beschäftigen und gesellschaftlich einzubringen.


  • Jeder Bananenpflücker hält sich heute für so wichtig, daß das Smartphone im Dauerbetrieb ist und nicht mehr ausgeschaltet wird.
    Mir gehen diese ganzen Leute gehörig auf den Senkel die der Meinung sind immer und überall erreichbar sein zu müssen und selbst im Restaurant ständig auf dem Dingen rumspielen.
    Ich bin zum Glück von dem Teil nicht abhängig, nachts ist es aus und wenn ich mit Leuten am Tisch sitze ist es leise gestellt in meiner Hosentasche.


  •   25
    Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

    Es ist ein sehr interessanter Artikel, der viele vielleicht zum Nachdenken anregt. Ich habe auch ein Smartphone aber es ist doch mehr als schwer mich zu erreichen, da ich es meistens nicht möchte und auch gerne die Ruhe genieße. Apps haben bei mir alle keine Berechtigung irgend welche Signale von sich zu geben.


  • Ein Smartphone ist ja heute ein Allround-Begleiter. Uhr, Telefon, Kamera, Navi, da fällt es schwer wirklich offline zu sein.

    Was ich nicht verstehe ich die langsame Entwicklung um die Smartphones herum. Wieso gibt es in Autos nicht serienmäßig Freisprecheinrichtungen und wenn dann so komische Eigenbau-Dinger die dann wieder nicht kompatibel sind etc.

    Fahre ich Auto, rufe ich "Hey Siri, schreib Frank die Nachricht ich verspäte mich fürs Kino" und Siri schreibt eine SMS an Frank mit "Ich verspäte mich fürs Kino".
    Kommt was zurück bitte ich Siri es mir vorzulesen....

    Klar lenkt das auch beim Autofahren ab, aber eben nicht so wie wenn ich selbst tippen würde!

    Mein Smartphone soll doch ein "smartes" selbstdenkendes Phone sein, aber das kann es nicht weil die Smartphoneumwelt es hardwareseitig nicht erlaubt....


  • Sue H
    • Blogger
    27.07.2016 Link zum Kommentar

    So, ohne Smartphone würde ich jetzt nicht hier kommentieren.
    Seit dem Pokémon-Spiel-Artikel (ich weiß denn genauen Namen gerade nicht), habe ich mein Umfeld genauer beobachtet.
    Tja, was soll ich sagen.
    Es gibt solche und solche.
    Fünf Jungs, vielleicht 9-10 Jahre diskutieren lebhaft miteinander, drei Freunde vielleicht etwas jünger jagen sich mit der Wasserpistole und machen sich gegenseitig nass.
    Danach singen sie "Wi will, wi will ratschit". Der eine zum anderen: "Heißt das wirklich sooo? l" Die anderen beiden nur "Keine Ahnung!"
    lch musste schmunzeln, als Kind hab ich mit meiner Schwester immer "Dancing Queen" von Abba in erfundenem Englisch gesungen.
    Ich war neulich in der Bücherei, da saß ein Junge vielleicht 13-14 Jahre, der völlig ekstatisch an seinem Smartphone hing und irgendein mitreißendes Spiel gespielt hat.
    Sein vermutlicher älterer Bruder saß daneben und hat Youtube Videos angeschaut. Die einzige Unterhaltung war: "Ich bin grad aus dem WLAN rausgeflogen" - "Ich auch!"
    Neulich habe ich auch einmal Pokémon Go Spielende Menschen gesehen.
    Ein Vater mit seinen drei Kindern.
    Die älteren beiden hatten ein Smartphone, die jüngste, ca. 6 Jahre durfte auch mal das Handy von ihrer großen Schwester haben und als der Bruder ein Pokémon gefangen hat, standen alle um den Jungen herum und stolz erklärte dieser seinem Vater, was das für ein Pokémon wäre. Hinterher wollten sie noch auf den Spielplatz gehen.

    Mein Fazit:
    Das Smartphone kann in der Tat zum Dreh- und Angelpunkt werden und damit zum Suchtmedium. Es bringt auch einige Vorteile mit sich.
    Die Aufgabe ist es, den verantwortungsvollen Umgang damit zu lehren und wie zu allen anderen Zeiten auch, die Talente bei den Kindern zu fördern, die Wissbegierde auf alles Mögliche zu nutzen und schon in der Kindheit viel an Wissen über die Natur, die Welt, Kommunikation usw. beizubringen.

    Vielleicht schaffen wir es, eines Tages, mit dem Smartphone zu umzugehen wie mit einem Roman.
    Keiner würde heutzutage den Kopf in die Hände schlagen, wenn jemand ganz alleine im Sessel sitzt und ein Buch liest.

    Ich setze mich jetzt auf mein Fahrrad und kaufe ein, mit einem Einkaufszettel auch Papier, mein Smartphone ist im Rucksack.
    Und das Buch, das ich noch lesen will.
    "The Lake Of Dreams" von Kim Edwards.


    • Es ist irgendwie ja schon erschreckend wie sich alles entwickelt, klar ohne Smartphone geht es ja schon fast gar nicht mehr. Wenn es alleine schon wegen der Arbeit ist, aber erschreckend ist halt was es mit unseren Kindern macht. Viele verlieren total den Sinn fürs wesentliche im leben. Laufen nur noch mit Scheuklappen rum und total aufs display fixiert. Es gibt so schöne Dinge im Leben und sie werden einfach ignoriert. Wo führt das noch hin

      UbIx


    • Sue, wenn ich Dir hier Hundert Daumen geben könnte so würde ich es machen, Du hast meine volle Zustimmung.


    • Sue, würdest Du die Einkaufliste im Smartphone speichern, fände ich das nicht verwerflich. Bücher lesen hier viele im ÖPNV am Kindle und vielleicht auch am Smartphone oder Tablet. Aber am Kindle ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass ein Buch gelesen wird. Ich stelle fest, die großen Zeitungen, mit denen man sich gegenseitig stört, werden immer weniger. Also werden wohl auch Nachrichten am Smartphone gelesen.

      Deshalb ist es einfach, Leute zu veruteilen. Was sie wirklich machen, lässt oft nur auf den zweiten Blick oder gar nicht erkennen.

      Ich habe mich vor vielen Jahren über einen Autofahrer vor mir gewundert, der seine Spur nicht gehalten hat. Später habe ich gesehen, dass er eine Zeitung vor dem Lenkrad ausgebreitet hatte. Es sind also nicht die Techniken, die etwas machen, sondern die Menschen und deren Umgang damit.


  • In meinem Freundeskreis stelle ich in den letzten Monaten immer mehr fest, dass das Smartphone in gesellschaftlichen Runden wieder vom Tisch weicht. Irgendwie ist es dann fast schon peinlich, wenn man dann feststellt, dass das Ding dann vor einem liegt, statt wie bei den anderen in der Hosentasche. Da kommt in leztzter Zeit irgendwie ein Bewusstsein hervor. Zumindest bei uns.

    Dass ich mal schnell ein Foto mache, liegt eher an meinem Fotografenauge, dass ich ständig Dinge und Szenen abscanne, ob sie nicht ein Foto wert wären. Das ist eher Schulung meines Auges, mit anschließender Zwangssituation jetzt auch das beste Foto machen zu wollen ;D Wenn es aber dann aus Situationen heraus nicht geht, dann Pech.

    Nachts schalte ich das Handy nicht aus, weil es mich sonst morgens nicht weckt ;)
    Angerufen hat mich bisher nur einmal ein Kumpel, weil er auf der Autobahn liegen geblieben ist und er nur bis zur Werkstatt im nächsten Dorf abgeschleppt wurde und dort um 5h früh ging einfach nichts mehr. Da war er froh, dass ich mein Handy noch an hatte.


    •   40
      Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

      Erstens, dein Handy weckt dich auch im Flugmodus. Das wäre also kein Grund.

      Zweitens, das Fotografenauge ist ja durchaus nachvollziehbar, aber dann doch bitte nicht mit einer Handyknipse. Denn das beste Foto machst du damit garantiert nicht.
      Man sollte sich einfach davon frei machen, alles und jeden ständig fotografisch festhalten zu müssen.
      Letztendlich entwertet man mit so einer Bilderflut nur seine Fotos, weil es einfach zu viel ist und jeder nur noch genervt ist ständig irgendwelche meist belanglosen Knipserfotos anschauen zu müssen.
      Oder noch schlimmer, man fällt seinem eigenen Knipserwahn zum Opfer und sammelt nur noch digitalen Schrott auf seinen Speichermedien, weil die Verwaltung, Sortierung und evtl Bearbeitung der ganzen Fotos viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde.
      Deswegen habe ich den Anspruch, mit einem Handy gute Fotos machen zu wollen, gänzlich gestrichen. Dafür lieber eine gute Kamera kaufen und diese gezielt einsetzen. Mal einen Urlaubstag nur den Fotos widmen, dafür andere Tage die Kamera einfach zu Hause lassen. Es kommen immer noch mehr als genug Fotos zusammen, glaubs mir. Und die Qualität der Fotos aus einer guten Kamera (ich sag mal so ab 1000 Euro aufwärts) ist nach wie vor nicht mit einer Handyknipse machbar, auch nicht mit einer guten.

      C. F.


      • Naja, eine digitale SR-Kamera hat man halt nicht ständig bei sich... und ich kann nur aus eigener Erfahrung aktuell berichten, dass die Bilder meines Galaxy S7, die ich zwischendurch im Schottland-Urlaub gemacht habe, besser waren, als diejenigen von einer (zwar älteren, aber durchaus >1000€ teuren) Digitalkamera. Das galt zwar nur für Bilder bei Tageslicht und ohne Zoom (naheliegend), aber so pauschalisieren wie du kann man das wirklich nicht (mehr). Die Technik (und die optische Güte) modernerer Handy-Kameras hat sich in den letzten 2 Jahren da wirklich ganz extrem nach oben bewegt!


      • Erstens: Wie gesagt, ich schalte das Handy nachts nicht AUS. Darum gings ja.

        Zweitens: Doch, genau mit meiner Handyknippse, weil ich mich damit rein auf die Bildgestaltung und Aufbau konzentrieren kann. Und genau die werden dann a) nicht zu einer Flut, weil ich schon vornewegs im Kopf sondiere, genau darum geht es ja beim "Auge schulen" und b) auch nicht zu einem beliebigen Knippsbild, weil: siehe Punkt a).
        Ein gutes Bild macht nicht alleine das Werkzeug aus.

        Und wenn ich auf Tour gehe und perfekte Bilder machen will, dann nehm ich meine D750 am 24 oder 35mm Art mit. Die will ich aber nicht bei jedem Gang rumschleppen.


      •   40
        Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

        Das mit dem guten Bild und dem Werkzeug stimmt zwar.
        Allerdings wenn mein Werkzeug nur aus einem extrem weitwinkligen (Handy)Objektiv besteht, noch dazu mit fixer Blende, was ausserdem bei weniger guten Lichtbedingungen auch nur bescheidene Ergebnisse produziert (auch IPhone, S7 sind hier nur unwesentlich besser), bin ich bei meiner kreativen Bildgestaltung (und Ausführung derselben) doch schon entscheidend eingeschränkt - ob das noch für gute Bilder langt, ich finde nicht.
        Zumal Handybilder auf einem großen Monitor oder TV doch meistens auch als solche erkannt werden, schon was Auflösungsvermögen, Details, Weißabgleich und ähnlich technisches betrifft.


      • "bin ich bei meiner kreativen Bildgestaltung (und Ausführung derselben) doch schon entscheidend eingeschränkt"

        Ganz genau das macht den Reiz aus, sich auf das zu beschränken was man hat. ;)
        Ich bin auch sonst nur mit relativ weitwinkligen Festbrennweiten unterwegs.


      • Sue H
        • Blogger
        28.07.2016 Link zum Kommentar

        Manchmal fotografiere ich als Herausforderung mit meinem Smartphone, einem Note 3.
        Allerdings ist da die Qualität noch nicht soo gut und manuelle Einstellungen gibt es da auch nicht. Bei den aktuellen Top-Phones ist das sicher anders, da macht es bestimmt auch mehr Spaß.

        @DiDaDo Was fotografierst du denn so? Eine D750, machst du das dann als Hobby? Mich würde deine Bilder echt interessieren. Falls du keine zeigen willst, kannst du ja einfach nur beschreiben, was deine Hauptmotive so sind. :)


      • Da gibt es ja gute Apps, mit denen man alles notwendige manuell einstellen kann.

        Nebenberuflich, Hochzeiten und Homestorys mit Familien :) Also mehr als nur reines Hobby.


      • Sue H
        • Blogger
        28.07.2016 Link zum Kommentar

        Ah, okay, sehr cool!
        Bei mir ist's nur ein Hobby. Ich hab die alte 5D, hätte schon irgendwann gern die 5D Mark III (gebraucht meinetwegen), die mir aber schon etwas zu überdimensioniert für ein Hobby scheint :P

        Wegen Apps, mein Note 3 hat die entsprechende API nicht und deswegen kann ich auch bei anderen Kameraapps nichts einstellen. Leider.


      • Ja, schon überdimensioniert für ein Hobby. Lieber ne ordentliche Linse vorschrauben ;)

        Achso, und sorry, aber ich zeige hier nichts. Muss hier nicht jeder wissen wie ich wirklich heiße und wo ich wohne (über Kontaktdaten auf der Website).


      • Sue H
        • Blogger
        28.07.2016 Link zum Kommentar

        Aber ich will (bei) Vollformat (bleiben) :D
        Meine Linsen sind schon voll ok, bloß das Autofokussystem von der 5D macht keinen großen Spaß :P

        Ja, hab ich mir schon aus dem Kontext "nebenberuflich" zusammengereimt, ist verständlich!


  • Smartfones sind Fluch und Segen zugleich innerhalb einer Gesellschaft.


  • Ehrlich gesagt, ich muss mich schon bremsen, nicht ständig das smartPhone in der Hand zu haben.

    Das aber nicht etwa zum whatsAppen, Pokémon spielen oder ähnliches.
    - Ich lese z.B. (Push) Nachrichten - die ich früher höchstens alle Stunde im Radio gehört hätte (und das NICHT im Büro) oder einmal am Tag in der Tagesschau.
    - Ich google nach Infos zu Themen aus dem aktuellen(!) Gespräch - die ich früher vielleicht abends im Internet nachgeschaut habe, wenn ich es nicht vergessen habe, weil es eigentlich gar nicht so wichtig war.
    - Ich zeige mittags meinem Gesprächspartner ein morgens gepushtes lustiges Video auf YouTube - auf das ich früher ganz vielleicht nur gestoßen wäre.
    - Ich sitze im Zug und lade mir mal eben schnell ein neues Buch auf's (eReader-)Konto und aktualisiere per mobileHotspot meinen eReader - wo ich mir früher schon lange vorher überlegen musste, wieviel Lesestoff ich in Form von Büchern ich mitschleppen muss.

    - Ich lese Artikel auf AP und kommentiere ihn grade mal eben im Zug - den ich früher abends aus Zeitgründen wahrscheinlich gar nicht mehr hätte lesen können, geschweige denn kommentieren.
    Und komme bis zu meinem nächsten Umstieg gar nicht mehr zum Lesen eines Buches geschweige denn zu einer gepflegten Unterhaltung mit meinen Mitfahrern. Die mir im übrigen zu 80% gegenüber sitzen und mit ihren Notebooks per ICE Hotspot arbeiten....

    Ja, ich habe die gesundheitlichen Probleme, die durch diesen selbstgemachten Stress ausgelöst werden, am eigenen Leib erfahren.

    Und ja, wir (zumindest ich) müssen wohl erst lernen, mit dieser neuen Form der (Nicht?-)Kommunikation umzugehen.

    Und anscheinend hilft mir AP dabei ein wenig, weil ich in der App nichts mehr kommentieren kann oder favorisieren. Da mir der Zugang über den Browser zu mühsam ist, werde ich evtl. noch Artikel lesen, aber den Aufwand für's schreiben habe ich gespart!


  •   33
    Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

    Smartphone, Tablet und Co. sind durchaus sehr interessante und auch hilfreiche Dinge, die das Leben in einigen Situationen leichter machen können.

    Die Betonung liegt hier auf *können*.

    Denn all diese Dinge beinhalten auch ein enormes Suchtpotential, wenn man nicht in der Lage ist, den Umgang entsprechend zu begrenzen.

    Man muss nicht ständig online sein, nicht jede Applikation ist sinnvoll ( Beispiel Poke on Go), soziale Netzwerke sind alles anderes als sozial und ich muss auch nicht alles und jedes in die Welt hinausposaunen, als gäbe es keinen Morgen mehr.
    Man muss auch nicht jedes noch so sinnfreie Telefonat führen und die gesamte Umgebung daran teilhaben lassen.

    Lieber einmal sich mit Leuten verabreden und sich gepflegt unterhalten, als eine Mail oder SMS schreiben oder gar FB zu benutzen.

    Smartphone und Co. sind nicht dazu geeignet die soziale Kompetenz der Menschen zu fördern. Im Gegenteil, diese nimmt geht exorbitant zurück, je mehr das Smartphine das Leben bestimmt.
    Empathie ist für immer mehr MENSCHEN ein Fremdwort, weil sie nicht mehr im Gesicht ihres Gegenüber *lesen* können, weil sie im Gespräch die Nuancen der Sprache nicht mehr interpretieren können.

    Das Smartphone und Co. ist Fluch und Segen zugleich, wenn man nicht dazu bereit und in der Lage ist, sich zu disziplinieren.


    • Du hast ja so recht, wenn das so weiter geht, verlernt unsere Gesellschaft den persönlichen Umgang.
      Ja wo Licht ist, ist halt auch Schatten.


  • Ich finde es schon bedenklich wenn ich sehe dass mehrere Menschen zusammensitzen und jeder glotzt auf sein Smartphone.
    Für meinen Begriff ist sehr oft Suchtverhalten zu erkennen, und wenn man mit offenen Augen durch die Welt läuft muss man sehen dass das Smartphone einen grossen Anteil der Bevölkerung schon im Griff hat.
    Die Smartphonejunkies sehen das natürlich nicht so.......
    können sie auch nicht, sie glotzen ja ständig auf das Smartphone. :-D

    Ich persönlich bin auch über das Smartphone jederzeit erreichbar wenn etwas "Wichtiges" anliegt, aber ich reagiere nur auf Anrufe.
    SMS können warten, WA und Fb hab ich nicht.

    UbIx


  •   54
    Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

    Bei der 2. Frage der Leserabstimmung schlich sich leider ein Fehler ein 😕

    Richtig muss der Satz so heißen:
    "Ich weiß aktuell genau, wo sich mein Smartphone befindet."

    UbIx


  • Wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist kann man beobachten dass gerade die Jüngeren mit dem Smartphone hantieren, sie sind der Suggestion,immer erreichbar zu sein, erlegen. Und als Krönung dieser Suggestion ist das Pokémon-Spiel! Im Familenkreis haben wir darüber diskutiert.... Keiner von uns allen (Sind alle im Besitzt eines Smartphone) würde sich an diesem Spiel beteiligen! meine Töchter sind noch mit einem analogen Telefon aufgewachsen sie haben eine "gesunde" Einstellung zum Telefon und Smartphone und geben diese auch an ihre Kinder weiter..... Es liegt also zu einem Großteil an der Erziehung, wie man mit diesem Gerät umgeht....


    • Und daran, wie man "gesund" definiert. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wieviele Menschen ihr eigenes Verhalten als richtig - und ich verwende es, weil du es getan hast - als gesund definieren, während alle anderen, die von dieser "Norm" abweichen offenbar ein "ungesundes" Verhalten an den Tag legen. Ihr könnt es ja in eurer Familie halten wie ihr wollt, aber habt wenigstens so viel Respekt vor anderen, diese nicht einfach (vor-)zuverurteilen. Das hat nämlich auch zu einem Großteil mit Erziehung zu tun.


    •   2
      Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

      Ich bin auch immer erreichbar, allerdings halte ich Spiele für unnötig, es sei denn, man arbeitet viel und nutzt das hin und wieder als Ausgleich. Juristisch ist das Spiel meiner Meinung nach auch sehr problematisch.
      Ich arbeite mit meinem Handy und es kann einiges, was der PC nicht kann, und umgekehrt. Und Google Maps z. B. ist schon sehr praktisch, wenn man unterwegs ist.


  • Eigentlich ist es ja mit einem Smartphone wie mit allen anderen technischen Errungenschaften auch: Man kann es ge- oder missbrauchen. Auch ein Atari-Videospiel aus den 70ern konnte zur Sucht werden, wenn man seine Triebe nicht unter Kontrolle hatte.
    Mit dem Smartphone hat aber meiner Meinung nach die Dynamik eine neue Stufe erreicht: Es ist eben ständig bei uns. Das erwähnte Videospiel oder meinetwegen auch der Ego-Shooter am PC hat mich den Rest des Tages, wenn ich nicht zu Hause war, »in Ruhe gelassen« ... Ich konnte nur eine Sucht aufbauen, wenn ich eh den ganzen Tag zu Hause war.
    Nun habe ich das Sucht-Objekt den ganzen Tag dabei und schon haben wir ein Dilemma: Rausholen oder in der Tasche lassen? Das stellt an den Charakter der Nutzer ganz andere, viel höhere Anforderungen als andere, frühere Suchtobjekte. Und es kommt hinzu, dass die Kinder in einem viel früheren Alter mit der 'Gefahr' konfrontiert werden, wenn sie charakterlich noch gar nicht gefestigt sind. Der Gruppenzwang in der Peer Group dürfte sein übriges dazu beitragen...

    Ich bin weiß Gott kein pessimistischer Mensch, sehe aber in dieser Angelegenheit noch große Probleme auf die Gesellschaft zukommen. Nicht morgen, nicht nächstes Jahr... aber über einen langen Zeitraum werden sich Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspannen eines großen Teils der arbeitenden Bevölkerung dramatisch verkürzt haben, mit den entsprechenden Konsequenzen für die Arbeitswelt. - Die schon genannten weiteren Probleme (Auto-Unfälle wg. WhatsApp oder demnächst sicher auch wegen 'Pokemon Go') werden zunehmen, so viel steht fest... Meiner Beobachtung nach betrifft jedoch die »WhatsApp-Sucht« vorwiegend die weibliche Bevölkerung unter ca. 30 Jahre. Morgens auf dem Weg zur Arbeit habe ich eine ca. 10 Minuten dauernde Stop-and-go-Strecke zu absolvieren, bei der die Gegenrichtung dasselbe Problem hat. Ich habe dann aus Langeweile irgendwann mal angefangen mitzuzählen, wieviele Menschen am Steuer irgendwas tippen (man kann davon ausgehen, dass das zu 95% WhatsApp betrifft...) und kann nach nunmehr ca. 3 Jahren nahezu täglicher Beobachtung feststellen, dass von den jüngeren, weiblichen Fahrern wirklich fast 100% am Tippen sind. Ich finde das sehr erschreckend! Da fragt man sich doch echt: Was haben die gemacht, wie haben die überlebt, als es WA noch nicht gab? *ketzermodus-aus* ;-)


    • Bin zwar weiblich, habe aber kein WA oder Pokémon (s. mein Kommentar). Und bin auch nicht (mehr) U30... 😉

      Aber ich nutze die Autofahrt - erst recht stop&go - auch gerne für Telefonate und/oder Nachrichten. Letztere kann man mittlerweile ja auch sprechen... Aber das hat bei mir den einfachen Grund, dass ich die Autofahrt als relativ nutzlos empfinde, abgesehen natürlich von ihrem Selbstzweck des Transports von A nach B. Reine Zeitverschwendung, wenn man nicht noch etwas Sinnvolles gleichzeitig macht, z. B. die Organisation von irgendwelchen Dingen, Notizen für das nächste Meeting etc. Alles natürlich per Sprache.... Wenn wir uns schon beamen könnten, würde das alles wenigstens zur Arbeitszeit zählen!


      • Klar: Es gibt immer auch sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten dieser tollen Erfindung. Ich würde mich auch eher als Powernutzer sehen und habe natürlich auch die Sprachsteuerung bei meinem Gerät aktiviert und optimiert.
        Was ich halt beobachte ist dieses gedankenverlorene Herumtippen während der Fahrt, auch wenn's nur langsam vorwärts geht. Dabei immer so ein leicht grenzdebiles Grinsen um den Mund, was sofort verrät: Hier werden einfach nur belanglose Banalitäten ausgetauscht! Wenn ich mich dann -wenn meine Kolonne gerade steht natürlich- mal umdrehe, sehe ich von hinten dann fast immer diesen typischen WhatsApp-Bildschirm...
        Und manchmal steht so jemand dann auch vor mir und fährt an der Ampel nicht an oder wenn's in der Kolonne weitergeht. Da bin ich einmal dermaßen genervt gewesen, dass ich ausgestiegen bin, dem jungen Ding das Handy aus der Hand gerissen und ins Heck geschleudert habe mit den Hinweis, dass ich das alles gefilmt hätte (gelogen) und ich das anzeigen würde, wenn sie nochmal ihr Handy während der Fahrt in die Hand nimmt. Die hat dann auch überhaupt keinen Protest eingelegt und sich sogar ein wenig entschuldigt... leider nehmen solche Situationen in den letzten Jahren quasi von Monat zu Monat immer mehr zu - schade, schade.... wo soll das hinführen?


      •   2
        Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

        Also "schleudern" würde ich das nicht, da ja keine Gefahr abzuwenden ist. Dass Sie darauf aufmerksam gemacht haben, begrüße ich allerdings.


      • Autofahren, sofern man nicht Beifahrer ist, erfordert eigentlich soviel Aufmerksamkeit, dass sinnvolles und effizientes Arbeiten selten möglich ist. Man kann vielleicht einen termin telefonisch verschieben, weil man im Stau steht. Man kann kleine Absprachen treffen. Sobald es aber ans Eingemachte geht, benötigt man schnell weitere Unterlagen.

        Daher sehe ich die Aussage "Autofahren sei nutzlose Zeit" in der gleichen Ebene, wie die ständige Nutzung des Smartphones und dem ständigen Multitasking. Wenn ich von A nach B muss und dazu selbst fahren muss, kann ich eben nichts anderes machen. Wenn ich im Meeting sitze, kann ich nicht nebenbei Nachrichten lesen. Ich kann mich nur auf eines konzentrieren. Wer anderes behauptet, belügt sich selbst.

        UbIx


      • @Karl Grotheer: ... es lagen weiche Jacken hinten drin, da konnte ich das riskieren ;-)


  • Gut geschrieben Eric, laufe auch mit der Beobachterperspektive durch die Gegend und es ist klar ein Suchtverhalten zu erkennen. Ich liebe mein Smartphone und würde es nicht wieder hergeben, aber nutze es wirklich nur, wenn ich es brauche, aber dann brauche ich es auch und es vereinfacht mir das Leben und die Organisation. Aber ich verschwende keine Zeit damit, so wie es bestimmt 70% der User tun.

    Irgendwann wird die Smartphonesucht als ernstzunehmende Krankheit definiert.

    yxos


  • Das Thema ist nicht, was das Smartphone und die damit einhergehende ständige Erreichbarkeit mit uns macht, sondern wie wir damit umgehen. Insbesondere ist das auch eine Frage von Manieren und Erziehung. Manche Restaurants der Oberklasse bieten eben kein "kostenloses WLAN" an, es gibt sogar welche, die per Störsender auch den Mobilfunk "wegdrücken". das wünsch ich mir manchmals öfters.

    UbIxFrkyxosGelöschter Account


    • "es gibt sogar welche, die per Störsender auch den Mobilfunk "wegdrücken""

      Das halte ich allerdings für Bevormundung und wäre ein Grund den Laden zu meiden. Also eher schlecht fürs Geschäft.


    • Wenn sie Störsender einsetzen, ist das illegal, der Betrieb solcher Sender ist in der EU bestenfalls bestimmten Behörden wie Polizei und Militär erlaubt:

      http://www.billiger-telefonieren.de/handy/nachrichten/handy-stoersender-sind-in-deutschland-verboten_30747.html

      Heikel ist beim Einsatz solcher Sender auch, dass sich das Störfeld nicht auf das Restaurant beschränken lässt. Stört es benachbarte Wohnungen, werden Dritte in ihren Möglichkeiten eingeschränkt.
      Denkbar, und meiner Meinung nach zulässig, wäre die passive Abschirmung bestimmter Räume mittels beschichteter Fenster, metallisierter Tapeten usw., womit man häufig aber auch nur eine bestimmte Dämpfung erreicht, die eine weitere Benutzung der Geräte in vielen Fällen weiter ermöglicht.

      Allerdings würde ich solche Lokale auch eher meiden. Zwar können Telefonate die Ruhe und Entspannung anderer Gäste erheblich stören, und ein Wirt sollte auch die Möglichkeit haben, unnötige Telefonate zu verbieten (mittels Schildern, oder seiner Kellner).
      Ausnahmen müssen aber möglich sein. Ein Unfallspezialist sollte auch ausserhalb seiner Bereitschaft telefonisch erreichbar sein, hier geht es schließlich um Leben und Tod.

      Gegen die geräuschlose Nutzung von Smartphones sollte aber auch das nicht sprechen. Viele Wirte profitieren von "Arbeitsessen" ihrer Gäste. Vor und nach dem Essen werden oft geschäftliche Dinge besprochen, wobei notwendige Dokumente, Fotos usw. sich auf den Smartphones der Gesprächsteilnehmer befinden. Aber auch wenn ich eine fremde Stadt besuche, hätte ich gerne die Möglichkeit, beim Warten aufs Essen das weitere Vorgehen planen zu können. Dabei ist ein Smartphone mit Internetzugang mitunter sehr hilfreich. Ein Lokal mit kostenlosem WLAN würde ich also bevorzugen.


  • Ich bemerke kaum noch Verständnis für Smartphone-Abwesenheit. Gerade im Urlaub halte ich mich bei Whatsapp etc. fast komplett zurück und bin dafür schon offen angefeindet worden, traurig.

    UbIxyxosGelöschter Account


  •   40
    Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

    Es ist nicht unbekannt, das die regelmäßige Nutzung des Smartphones zur Sucht werden kann.
    Ständig im wachmodus zu sein, man könnte was verpasst haben, ist ein Stressfaktor für den Körper der durchaus medizinische negative Einflüsse beinhaltet.
    Es ist auch zu beobachten, das intensive Smartphone Nutzer (nicht alle, aber einige) was der sozialkompetenzbereich betrifft, Defizite hinsichtlich der Kommunikation mit seinem sozialen Umfeld im RL betrifft, aufweist.
    Ebenfalls nicht unselten zu beobachten ist, das wichtige Dinge zb. Arbeiten im Job, unkonzentrierter durchgeführt werden, die Nervösität in der Zeit der Arbeitverrichtung etwas verpasst zu haben, lässt oft die Konzentration auf die eigentlich zu vernichtenden Arbeit sinken.
    Welche verheerenden negativen Auswirkungen die Unkonzentriertheit für uns hat lässt sich wunderbar in den Nachrichten lesen/hören, wenn wieder ein schwerer Verkehrsunfall geschieht weil die Nutzung des Smartphone nicht abgewartet werden konnte... und besonders tragisch, wenn die Unkonzentriertheit dann auch noch Gesundheit und/oder Menschleben fordert.

    Diese Punkte dürfen selbstverständlich nicht generalisiert werden den der Großteil der Nutzer geht verantwortungsbewusst mit der Nutzung des Smartphone um.

    Fakt ist nunmal, das die mobile Kommunikationsmöglichkeit heute nicht mehr weg zu denken ist aber, wir Müssen noch lernen, Dieses kontrolliert und gewissenhaft eeinzusetze, dann steht der Nutzung zukünftig nichts im Wege.


  •   32
    Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

    Ich habs vor kurzem schon unter einen anderen Artikel geschrieben.
    Nicht das Smartphone macht etwas mit uns, wir machen etwas mit dem Smartphone.

    Solche Diskussionen tauchen immer wieder bei den verschiedensten Themen auf. Macht Fernsehen faul, dumm und unsozial? Machen Ballerspiele gewalttätig? etc.pp

    Der Mensch ist ein entscheidungsfähiges Wesen mit einem freien Willen (zumindest in den meisten Situationen). Wir entscheiden, ob, wann und zu welchem Zweck wir etwas nutzen und wie wir es nutzen und werden es in den meisten Fällen unseren Anlagen und Präferenzen entsprechend tun.


  • Wenn mein Smartphone mich im Griff hat und nicht umgekehrt, dann stimmt meiner Meinung nach was nicht. Wenn ich unterwegs bin zücke ich mein Gerät in den meisten Fällen nur dann, wenn ein Anruf eintrudelt oder ich Fotos bzw. Videos machen will. Selten wandert es hervor wegen Nachrichten von Facebook, WhatsApp oder so. Mittlerweile haben auch schon meine Freunde, Bekannten und Familienmitglieder mitbekommen, dass ich dann auf Nachrichten antworte, wann es mir passt und nicht wann es ihnen passt. Außer es geht um Dinge, die für mich subjektiv wichtig sind. Und die Leute haben kein Problem damit. Also fällt für mich auch schon der Zwang erreichbar zu sein weg. Weil ich den Zwang gar nicht aufkommen lasse. Wenn mich jemand fragt, warum ich nicht geantwortet habe, egal ob Nachricht oder Anruf, dann sag ich immer, ich muss mich nicht rechtfertigen oder/bzw. weil ich zu dem Zeitpunkt ganz einfach nicht wollte.

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