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Was machen Smartphones mit unserer Gesellschaft?

Vernetzung ist überall. Am Handgelenk, in der Jackentasche, im Wohnzimmer, im Auto... Was anfangs insbesondere uns Geeks erfreut, beeinflusst unser Verhalten ganz empfindlich. Heute wollen wir uns der Frage stellen, inwieweit wir bereits infiziert sind von der Vernetzungssucht.

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Erreichbarkeit: Aus Möglichkeit wird Zwang

Was mit der Verbreitung der Handys begann, wurde durch das mobile Internet noch verstärkt: Dank Instant Messengern auf Smartphones können wir jeden, den wir kennen, jederzeit und sofort erreichen. Davor ging es mit einem Handy-Anruf oder einer E-Mail (aber auf unterschiedlichen Geräten, bitte). Davor innerhalb eines Anrufs aufs Festnetz-Telefon oder per Telegramm (nicht die App). Davor per Brief oder Fernschreiber. Davor per Rauchzeichen.

boissons
Das Glas sieht so geil aus, das muss auf mein Food-Blog. Was Du gerade gesagt hast, war mir eh egal. © ANDROIDPIT

Das Muster ist aber klar: Die Vermittlungszeit der Nachrichten wurde immer kürzer. Inzwischen kann jeder unserer Freunde erreichen, dass es an unserem Handgelenk brummt. Es ist fast so, als wären sie immer da. Es kommt uns gar nicht in den Sinn, zu hinterfragen, ob das nicht irgendwie eigenartig ist. Das macht doch jeder - oder zumindest könnte es jeder machen. Alles Nötige gibt es bei Saturn zu kaufen.

Soziale Netzwerke fördern im echten Leben antisoziales Verhalten

Was viele nicht sehen, ist die Absurdität dieses Vernetzungswahns. Denn während wir uns dem Gefühl hingeben, ständig mit den Bekannten verbunden zu sein, beweisen wir in Alltagssituationen oft das Gegenteil. Immer wieder beobachte ich Gruppen von Menschen, die nicht sich gegenseitig sondern einzeln ihr Smartphone ansehen. Auf den Bildschirmen läuft dann WhatsApp oder Facebook, wo man ein Selfie teilt oder das fotografierte Essen hochlädt. Warum kann das nicht warten? Das Internet ist auch noch da, nachdem sich die Tischgesellschaft aufgelöst hat.

Aufmerksamkeit: Nicht mehr da, wo man sie braucht

Spätestens im Straßenverkehr wird der Vernetzungszwang zur Gefahr: Wer auch beim Fahren nicht von WhatsApp die Finger lassen kann, wer auch beim Spaziergang in der Stadt nicht ohne Tinder kann, der riskiert sich und andere. Besonders heikel wird das, wenn man sich über Phänomene wie die Chronostase im Klaren ist: In dem ersten Augenblick nach dem Aufblicken von Smartphone seid Ihr de facto blind, aber Euer Gehirn gaukelt Euch vor, alles sei okay. Ihr wähnt Euch also in größerer Sicherheit als Ihr - oder Eure Mitmenschen - in Wirklichkeit seid.

smartphone danger
Der Typ soll mich nicht ständig nerven. Dem geig' ich mal schnell die Meiiiii..... © ANDROIDPIT

Dennoch erscheint es mir, dass aus uns allen plötzlich Multitasking-Talente geworden sind. Es gibt zwar Studien und Statistiken darüber, dass die Zahl der Smartphone-bezogenen Unfälle steigt. Doch schreckt das offenbar niemanden davon ab, weiterhin fast blind durch die Welt zu marschieren.

Stress: Aus Angst, etwas zu verpassen

Mit dem Vernetzungsdruck geht eine Reihe von Ängsten hervor. Wurde mein Smartphone geklaut? Reicht mein Akku noch? Warum habe ich keinen Empfang? Gibt es dort WLAN? Reicht mein Datenvolumen? Einige dieser Fragen stellen wir uns täglich. Und auf dem Schirm haben wir sie inzwischen ständig.

Das hebt natürlich das Stressniveau und das ist auf Dauer nicht gesund. Statt uns auf unsere Umgebung zu konzentrieren, empfinden wir fast schon Unglück, obwohl es sich beim Smartphone bestimmt nicht um etwas lebensnotwendiges handelt. Warum lassen wir das zu?

Selbsttest: Beherrscht Ihr Euer Smartphone, oder es Euch?

Wir wollen es wissen: Könnt Ihr Euer Smartphone beherrschen oder fällt es Euch schwer, es aus der Hand zu legen? Im Folgenden habe ich ein paar Beispiel-Statements aus meinem Alltag vorbereitet, denen Ihr zustimmen könnt oder nicht. Zusätzlich könnt Ihr Eure eigenen Statements platzieren, und so weiter. Wir freuen uns auf eine rege Diskussion.

EH
Eric Herrmann
Ich freue mich, wenn ich mal offline bin.
Stimmst du zu?
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1222 Teilnehmer
EH
Eric Herrmann
Ich weiß aktuell genau, wo sich mein Smartphone befindet.
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1128 Teilnehmer
EH
Eric Herrmann
Nachts schalte ich das Gerät in den Flugmodus oder ganz aus.
Stimmst du zu?
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1139 Teilnehmer
EH
Eric Herrmann
Beim Essen bringe ich das Smartphone nicht mit an den Tisch.
Stimmst du zu?
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50
1127 Teilnehmer

Was habt Ihr noch für Smartphone-Erlebnisse gehabt? Habt Ihr die obigen Erfahrungen ebenfalls gemacht? Gerne könnt Ihr auch in der Kommentarfunktion weitere Geschichten teilen.


Dieser Artikel basiert auf einem Original von Benoit Pepicq und stammt aus dem Französischen.

Top-Kommentare der Community

  • Sue H vor 5 Monaten

    So, ohne Smartphone würde ich jetzt nicht hier kommentieren.
    Seit dem Pokémon-Spiel-Artikel (ich weiß denn genauen Namen gerade nicht), habe ich mein Umfeld genauer beobachtet.
    Tja, was soll ich sagen.
    Es gibt solche und solche.
    Fünf Jungs, vielleicht 9-10 Jahre diskutieren lebhaft miteinander, drei Freunde vielleicht etwas jünger jagen sich mit der Wasserpistole und machen sich gegenseitig nass.
    Danach singen sie "Wi will, wi will ratschit". Der eine zum anderen: "Heißt das wirklich sooo? l" Die anderen beiden nur "Keine Ahnung!"
    lch musste schmunzeln, als Kind hab ich mit meiner Schwester immer "Dancing Queen" von Abba in erfundenem Englisch gesungen.
    Ich war neulich in der Bücherei, da saß ein Junge vielleicht 13-14 Jahre, der völlig ekstatisch an seinem Smartphone hing und irgendein mitreißendes Spiel gespielt hat.
    Sein vermutlicher älterer Bruder saß daneben und hat Youtube Videos angeschaut. Die einzige Unterhaltung war: "Ich bin grad aus dem WLAN rausgeflogen" - "Ich auch!"
    Neulich habe ich auch einmal Pokémon Go Spielende Menschen gesehen.
    Ein Vater mit seinen drei Kindern.
    Die älteren beiden hatten ein Smartphone, die jüngste, ca. 6 Jahre durfte auch mal das Handy von ihrer großen Schwester haben und als der Bruder ein Pokémon gefangen hat, standen alle um den Jungen herum und stolz erklärte dieser seinem Vater, was das für ein Pokémon wäre. Hinterher wollten sie noch auf den Spielplatz gehen.

    Mein Fazit:
    Das Smartphone kann in der Tat zum Dreh- und Angelpunkt werden und damit zum Suchtmedium. Es bringt auch einige Vorteile mit sich.
    Die Aufgabe ist es, den verantwortungsvollen Umgang damit zu lehren und wie zu allen anderen Zeiten auch, die Talente bei den Kindern zu fördern, die Wissbegierde auf alles Mögliche zu nutzen und schon in der Kindheit viel an Wissen über die Natur, die Welt, Kommunikation usw. beizubringen.

    Vielleicht schaffen wir es, eines Tages, mit dem Smartphone zu umzugehen wie mit einem Roman.
    Keiner würde heutzutage den Kopf in die Hände schlagen, wenn jemand ganz alleine im Sessel sitzt und ein Buch liest.

    Ich setze mich jetzt auf mein Fahrrad und kaufe ein, mit einem Einkaufszettel auch Papier, mein Smartphone ist im Rucksack.
    Und das Buch, das ich noch lesen will.
    "The Lake Of Dreams" von Kim Edwards.

  • Michael K. vor 5 Monaten

    "Was machen Smartphones aus unserer Gesellschaft?"

    Natürlich beeinflussen Smartphones die Gesellschaft, allerdings dürften die weitaus meisten Effekte positiver Natur sein. Der PC hat eigentlich schon den Anfang gemacht, das Smartphone ist gewissermaßen die Taschenversion davon.
    Informationen, auch höchster Qualität, werden für jeden Besitzer zugreifbar. Natürlich muss er ein Gespür dafür entwickeln, welche Informationen "wertvoll" sind, und welche Müll.
    In bestimmten Krisensituationen kann die schnelle Verfügbarkeit solcher Informationen sogar lebensrettend sein.
    Zudem sparen die Helfer Zeit. Navigation an fremden Orten wird zum Kinderspiel. Die Planung von Fahrten überaus flexibel. Kleine Helfer, wie Einfkaufslisten, die Taschenlampe, die Kamera, der Taschenrechner, dicke Bücher in elektronischer Form und vieles mehr erleichtern den Alltag schon ungemein.

    Die im Artikel genannten negativen Auswüchse sind natürlich nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist zu unterscheiden zwischen tatsächlicher Verursachung der Auswüchse durch das Smartphone, und einer reinen Symtomatik, bei der die eigentliche Ursache ganz wo anders liegt, und durch die Geräte nur zum Ausdruck kommt, ohne sie aber dennoch vorhanden wäre.

    "Erreichbarkeit: Aus Möglichkeit wird Zwang"

    Ich erlebe es selber oft genug. Ein Angestellter wird kurz vor Arbeitsantritt ("ich bin in 20 Minuten im Büro") im Zug von seinem Chef angerufen, und bespricht seine Arbeitsabläufe mit ihm so laut, dass man Details auch noch im übernächsten Waggon mitbekommt. Niemand, von ganz wenigen Ausnahmen im Bereitschaftsdienst oder in Notfällen abgesehen, ist allerdings verpflichtet, außerhalb seiner bezahlten Arbeitszeit solche Gespräche zu führen. Die Person hätte auch nur sagen können: "Ich bin in 20 Minuten im Büro, ich kann jetzt nicht sprechen". Niemand kann jemanden verbieten, sein Smartphone nach Feierabend abzuschalten, geschweige denn ihm vorschreiben, es zu privaten Veranstaltungen mitzunehmen.
    Eine solche Unterwürfigkeit gegenüber Vorgesetzten, aber auch Freunden und Bekannten, kann man nicht der verfügbaren Technik anlasten. Ich bin während der Arbeitszeit für meinen Chef sprechbar. Basta. Meinen Freunden antworte ich, wenn mir danach ist, nicht wenn die meinen, dass ich müsste. Das Problem der unmittelbaren Erreichbarkeit ist also eher eine Symtomatik eines viel tiefer liegenden Problemes, und wird nicht durch die Smartphones verursacht.
    Ein weiteres, viel schlimmeres Symtom dieser Problematik: In Deutschland verfallen Millionen von Überstunden und Urlaubstagen ungenutzt, weil die Leute Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

    "Aufmerksamkeit, nicht mehr da, wo man sie braucht"

    Telefonate (außer mit Freisprechanlage) und andere Handyaktivitäten am Steuer sind zurecht verboten. Allerdings können auch Telefonate mit Freisprechanlage oder Streitgespräche mit Mitfahrern die Aufmerksamkeit gefährlich beeinflussen. Auch Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer und werden manchmal durch die Pokemonjagt, ein anderes Mal durch ein quirliges Kleinkind vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Jeder Verkehrsteilnehmer ist verpflichtet, dem Verkehrsgeschehen die gebührende Aufmerksamkeit zu zuwenden. Nicht immer ist aber jeder dazu in der Lage, und die Gründe können unterschiedlich sein. Umgelenkte Aufmerksamkeit, oder schlicht nicht mehr mögliche Konzentration drückt sich vielleicht durch Smartphonetätigkeiten (und andere, wie gezeigt) aus, die Ursachen liegen aber ebenfalls wieder tiefer. Die Smartphones zeigen die Symtomatik, sie sind aber nicht die Ursache für die Unaufmerksamkeit. Wer verantwortungsvoll am Straßenverkehr teilnimmt, Maschinen bedient oder was auch immer, der lenkt sich nicht mit dem Smartphone ab.
    Sucht er Ablenkung, braucht er aber auch nicht unbedingt ein Smartphone dafür.

    "Stress: Aus Angst etwas zu verpassen"

    Wer aufgrund seines Smartphones Angst hat, etwas zu verpassen und deshalb Stresssymptome zeigt, weil er Angst um den Akkustand, die Funkerreichbarkeit usw. hat, sollte vielleicht wirklich mal überlegen, ob nicht professionelle Hilfe angeraten wäre.
    Die meisten Ereignisse, die über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, sind nicht wirklich bedeutsam. Wer durch deren Versäumnis bereits in Stress gerät, sollte sich fragen, wie er in wirklich brenzligen Situationen, z.B. im Strassenverkehr, einen kühlen Kopf bewahren will. Zudem kann man ja einigen Ängsten Beruhigungspillen entgegensetzen, wie Powerbanks, ein zweites Smartphone usw.
    Fraglos wäre ohne Smartphones, und vor allem ohne Internet die Welt nachrichtenärmer, aber kaum ereignisärmer (eine völlige Entkopplung gibt es sicher nicht, d.h. die Möglichkeit der schnellen Benachrichtigung durch Smartphones von Ereignissen erzeugt seinerseits auch wieder neue Ereignisse). Von der Möglichkeit der Nachrichtenüberflutung muss sich niemand stressen lassen, man kann und muss die wirklich wichtigen Nachrichten sehr gut ausfiltern, und die Welt dreht sich meistens auch dann weiter, wenn man mal eine wichtige Nachricht verpasst.
    Fazit auch hier: Wer sich von den Geräten stressen lässt, sollte die Schuld zunächst bei sich selber suchen. Aber auch niemand wird daran gehindert, hier selber Abstinenz zu üben.

    Auch in anderen Fällen, die im Text nicht ausdrücklich erwähnt werden, wie der Einschränkung "echter" sozialer Kontakte, dürfte das Smartphone nur die Symtomatik zeigen, die Ursachen liegen meistens wo anders. Wenn ein Paar sich nichts mehr zu sagen hat, was macht es für einen Unterschied, ob sich einer am Frühstückstisch hinter der Zeitung versteckt, oder am Smartphone spielt? Jemand, der nur in sozialen Netzwerken unterwegs ist, würde wahrscheinlich auch ohne Smartphone keine echten Freunde finden (warum auch immer, da ist viele denkbar), so bleiben ihm wenigstens die Onlinekontakte.

    Grundsätzlich verändern sich Gesellschaften immer, es sind dynamische Systeme. Technische Entwicklungen können das beschleunigen, aber auch das muss man nicht immer negativ sehen.
    Aus vor etwa 50 Jahren der Taschenrechner den Rechenschieber abgelöst hat, da haben Berufspessimisten auch schon den Untergang der Kopfrechenfähigkeit prophezeit. Was ist seitdem geschehen?
    In der Grundschule lernt man weiter Kopfrechnen ohne Taschenrechner, in weiterführenden Schulen und den Universitäten lernt man Mathematik, statt seine Zeit mit Rechnen zu verschwenden.
    Auch neue Spiele wie "Pokemon go" werden nicht den Untergang des Abendlandes herbeiführen, im Gegenteil, sie bringen neue Formen kreativer Freizeitgestaltung. Sie sind nicht besser, aber auch nicht schlechter, als Golf zu spielen, oder eine Modelleisenbahn zu bauen.

77 Kommentare

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  • Stefan vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Ich denke was das Smartphone aus der Gesellschaft macht, liegt an der Gesellschaft selber. Ich finde es er erschreckend, wenn ich in meinem Umkreis sehe oder sehen muss. Das die kids die coolsten Spiele kennen, aber nicht in der Lage sind einfache Dateien per Bluetooth zu übertragen.

    • yxos vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Früher haben wir Kinder unseren Eltern moderne Technik erklärt. Und das mit 6 Jahren schon... Heute muss ich den (volljährigen!) Kindern elementarste Dinge an PC, Smartphone oder Stereo-Anlage beibringen. Die können nur noch An/Aus/WhatsApp-bedienen.... sehr traurig, wirklich!

  • Hat unsere Verantwortung gegenüber Jugend und früherwachsenen versagt ?
    Sollten wir nicht mehr vorleben und Aufklärung betreiben ?
    Oder sind wir selbst getäuscht worden mit den Hintergrundaktivitäten ?
    Sollten wir den Begriff privat und Datenschutz nicht besser vermitteln ?

    Ja, Walkman und co damals... aber nichts der letzten Jahre hat Auswirkungen wie die Digitalisierung und Überwachung.

    Ja ich gebe zu - ich habe es auch schleifen lassen. Aber eher ich für mich selber. Aufklärung betreibe ich seit Jahren in meinem Umfeld.

    Diese Thematik macht mich wütend. Ich kann ohne Verdrängung das Internet nicht richtig nutzen. Somit ist meine Freiheit beschnitten worden. Ich kann nicht frei agieren und Kommunikation betreiben ohne größeren Aufwand.

    Umso mehr Leute wir erreichen desto besser. Vorallem junge Leute. Aufklärung tut stäflich not

  • Thom vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Ich muss zugeben, ich bin schon phonegeil. Aber es ist auchvein tolles tool und ich nutze es auch im Beruf. Und da ist ein sehr nützlicher Begleiter (E-Mail,Kalender,office etc.). Aber als Statussymbol sehe ich es nicht. Aus dem Alter bin ich raus.

  • Jede Zeit hatte seine Spielzeuge:
    20er/30er - Mundharmonika
    40er - Knarre =8-O
    50er - Transistorradio
    60er - Kofferheule (laut quietschend mit Radio Luxemburg auf Mittelwelle)
    70er - Kassettenrekorder
    80er - Walkman - (in sich gekehrt mit Kopfhöreren tss tss tss)
    90er - Gameboy
    2000er - Handy
    seit 2010 - Smartphone
    ab 2020 ???

  • Früher war alles besser - vor allem die Zukunft :-)

    Die Wahrheit ist, daß es immer Leute gegeben hat, denen der Fortschritt über den Kopf gewachsen ist. Ein schönes Beispiel aus den 20ern vom Sänger und Kommödianten Otto Reutter: Otto Reutter - Ich kann das Tempo nicht vertragen

    www.youtube.com/watch?v=Wgf9F9jTsFM

    Viel Spaß :-)

    • Früher war alles besser ist eine fast schon gemeine Definition. Diese Gruppe ist aber auf Apit nicht vertreten. Es gibt auch einfach Leute denen die Technik gefällt, aber sich manches in eine falsche Richtung entwickelt und gewisse Eigendynamiken hat. Genauso negativ behaftet wäre zu sagen, Jugendliche und früherwachsene sind nicht in der Lage richtig zu reflektieren aufgrund mangelnder Lebenserfahrungen.
      Bedeutet - Smartphones sind eine super Sache. Aber wie mit allem gibt es Sonne und Schatten.
      Natürlich gibt es mit dem Alter gewisse Umstände, die einem neues zuviel erscheinen lassen. Und irgendwann erreicht uns alle dießer Zeitpunkt.

      Bier ist ne super Sache. Ich kann gelegentlich ein Radler trinken, oder Täglich eine halbe Kiste Bier. Liegt immer daran wie wir mit allem umgehen. Ursache und Wirkung.
      Sachgemäßer Umgang.

      • Wollte niemand auf den Schlips treten - nur das ganze in eine breitere Perspektive rücken und zu mehr Gelassenheit aufrufen. Wie jeder der auch von mir oben aufgezählten Hypes wird auch der Smartphone-Hype wieder verschwinden und die digitalen Begleiter etwas ganz normales sein oder von etwas besserem abgelöst werden.

        Jede neue Technologie wird zunächst - von meist jungen Leuten ausprobiert - wobei es notwendigerweise zu Exzessen kommt (ich weiß wovon ich rede - ich war bekennender Walkman-Hörer in den 80ern - die Wirkung auf die "Erwachsenen" war damals genauso verheerend wie heute)

        Wer hat heute noch einen Walkman? - Meine Töchter starren das heute zerkratzte Teil an wie eine Ausgrabung aus der Römerzeit (waas, da kommt nur Musik raus - und nach 30Min muß man die Kassette wenden :-) , kein Pokémon GO!!! uncool)

  • Ich kann auch auf der Straße ein Fesselndes Buch lesen und habe die gleiche Wirkung wie, wenn ich auf eun Smartphone starre oder eben dort das Buch lese.

    • Nur rennen aber keine Leute mit Büchern durch die Gegend wie mit Handy's.

      • Sue H vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Bücher lesend durch die Gegend ist noch gefährlicher, finde ich :D Eigener Erfahrung zumindest :P

      • Da hilft nur Apps mit Kamera und transparenten Hintergrund der die Straße zeigt 😛.
        Dann stolpern wir nicht
        🐩

      • Ist doch egal. Das Prinzip ist das gleiche. Ich kann auch meine Schuhe bewundern oder ohne Grund auf den Boden gucken, weil mir vllt das Pflaster, der Asphalt oder so gefallen. Man kann mit anderen Reden und genauso abgelenkt werden.

        Im Prinzip liegt es nicht am Smartphone, was uns ablenkt. Wir lassen uns ablenken. Es gibt auch Leute die damit gut umgehen können. Die meisten können es halt nicht. Aber die haben/hätten sich vor dem Smartphone auch mit irgendwelchen Dingen ablenken lassen.

  • Alles geht heute wie damals auch ohne Smartphones.
    Es ist nur ein anderer Weg.

    Ich hab mittlerweile Tage, da liegt das Ding den ganzen Tag im Rucksack.
    Vor 14 Jahren hatte ich mein erstes Smartphone mit voller Begeisterung.
    Heute nur noch gääähn..

    Überall wo Leute kurz Zeit haben ...Kopf nach unten und tippen. Ich nehme das schon sehr ausgeprägt war. Und es nervt mittlerweile. Dazu verstehe ich nicht wie das Internet und Smartphone zu einer globalen Überwachungsmaschinerie und Datenschleuder wurde. Dazu verstehe ich nicht dass es fast allen mittlerweile für normal oder akzeptabel erscheint sich tracken und protokollieren zu lassen.

    Ich bin von klein auf ein Technikfreak. Hab von Beginn an alles mitgemacht. So auch das Smartphone. Aber keine Technik hat mich so gespalten wie Smartphones. Zu Beginn alles toll als es noch wenige hatten. Mittlerweile nervt es fast nur noch wie sich alles entwickelt hat. Gleichzeitig habe ich aber immernoch den Hang dazu. Und oft frage ich mich, wie das noch zusammen passt, dass ich noch hier bin auf Apit.
    Ich betrachte das Smartphone fast nur noch als Werkzeug. Spass oder gar Hobby verbinde ich damit nicht mehr. Was nicht bedeutet dass ich das anderen nicht gönne.

  • Genauso könnte ich auch fragen: was haben das Feuer, das Rad, das Messer oder der PC aus der Gesellschaft gemacht?
    Das hängt einzig und allein von demjenigen ab, der es benutzt. Wärmen oder nieder brennen, heilen oder töten usw.

  • Peter vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Ein Smartphone ist weit mehr als nur ein Gerät zum drauf herumtippen. Es ist zur Kommunikation, Unterhaltung und Information in fast allen Lebenslagen praktisch. Und das Beste ist ja, man kann es jederzeit ausschalten und so gut wie alles selbst entscheiden was man wie lange und oft damit macht. Ich nutze das Smartphone schon sehr intensiv, vor allem als Informationsquelle für meine Hobbys und zur Kommunikation. Natürlich hat alles was einen Vorteil bringt auch seine Nachteile. Aber wenn ich am Smartphone überhaupt einen Nachteil sehe, dann ist es die wohl mögliche Gefahr der Strahlung, wo man immer wieder hört das es Krebserregend sein soll. Darüber sollte man sich eigentlich viel mehr Gedanken machen. Weil die die Gesundheit sollte wirklich das wichtigste sein, und nicht ob man zu viel WhatsApp schreibt.

  • Zuviele machen sich abhängig von ihrem Phone. Die können ja ohne keine 5 Minuten mehr auskommen. Einfach das Ding mal für ne Stunde ausstellen . Ich nehme es z.b nicht mit in den Urlaub sondern mein altes Nokia 6310 i
    um im Notfall erreichbar zu sein ansonsten ist Ruhe angesagt.

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