Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

2 Min Lesezeit 9 Kommentare

Was haben Mario Barth und die Autobahn gemeinsam?

Eventim soll es also werden. Die PKW-Maut kommt "noch in dieser Legislaturperiode", also bis 2021. Das versprach laut FAZ-Bericht der CSU-Politiker Andreas Scheuer, der für die Autobahnmaut als Ressortchef zuständig ist. Um die technische Umsetzung sollen sich CTS Eventim und Kapsch Traffic-Com kümmern, die dafür den Zuschlag erhielten.

Herbert Grönemeyer, die Ehrlich Brothers, Mario Barth und Tausende andere Künstler sitzen bald im Boot mit der Bundesautobahn. Eventim verkauft nämlich demnächst nicht nur die Tickets für fast alle Mainstream-Veranstaltungen des Landes, sondern will auch die PKW-Maut einkassieren.

Um die technische Umsetzung an Autobahnen soll sich indes Kapsch kümmern. Die Österreicher haben bereits weltweit einige Anlagen in Betrieb. Ihre Systeme scannen unter anderem Nummernschilder beim Vorbeifahren automatisch ein und kontrollieren, ob die Maut bezahlt wurde. Kapsch hatte bereits im Oktober den Zuschlag vom Ministerium erhalten.

Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg erklärt im Capital-Interview, dass man sich zusammen mit Kapsch um die PKW-Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen kümmern wolle. Eventims Aufgabe sei hierbei konkret:

"Wir verschicken etwa die Abgabenbescheide an inländische Fahrzeughalter und wickeln den Einzug der Gebühren für den Bund ab. Zudem bauen wir ein Vertriebssystem auf, über das Fahrer aus dem Ausland, die Bundesautobahnen in Deutschland benutzen, eine elektronische Vignette kaufen können."

Die Regierung gibt dem Konsortium aus Kapsch und Eventim über einen Zeitraum von zwölf Jahren jählich rund 200 Millionen Euro. Wieviel davon letztendlich bei den einzelnen Unternehmen hängen bleibt, ist noch unsichtbar.

Wo bleibt die Pointe?

Es bleibt zu hoffen, dass der Erlös der Maut-Gebühren in bessere Infrastruktur auch abseits der oft maroden Straßen investiert wird. Subventionen für neue E-Fahrzeuge oder Rabatte für Berufspendler müssen schnell angesprochen werden, damit nicht auch in Deutschland die Gelbwesten auf die Straßen ziehen.

"Da frag ich sie, bist du gerade gegen die Laterne gefahren? … Nö! ... Und warum wackelt die Laterne so? ... Das ist die Maut!" (Mario Barth)

Quelle: FAZ, Capital

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

9 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Dank ist diese Seite frei von Werbebannern