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Warum Tesla sterben wird und was danach passiert

Warum Tesla sterben wird und was danach passiert

Ein weiterer Tag, eine weitere Tesla-Bankrottgeschichte. Es scheint, als ob der berühmte Elektroauto-Hersteller rund um den exzentrischen Boss Elon Musk immer am Rande des Untergangs wandelt. Aber wird es tatsächlich so weit kommen? Und was passiert eigentlich, wenn Tesla stirbt?

Ist Tesla wirklich verdammt?

Laut Finanzexperten, Kennern der Elektroauto-Branche und sogar Elon Musk selbst wird 2019 das Jahr sein, in dem Tesla das Geld ausgeht - obwohl Musk im Mai sagte, dass sein Unternehmen noch für zehn Monate Bargeld übrig habe, was bedeuten würde, dass Tesla "erst" Anfang 2020 stirbt.

Tesla beendete das erste Quartal 2019 mit Reserven von 2,2 Milliarden US-Dollar, verlor aber satte 702 Millionen US-Dollar. Ein Rückgang der Lieferungen des Model 3 soll der Grund für die Verluste sein. Doch im Mai dieses Jahres konnte das Unternehmen noch einmal 2,7 Milliarden Dollar aufbringen, um Tesla am Leben zu erhalten. Dennoch müssen diese Zahlen ein Grund zur Sorge sein, wenn man bedenkt, dass das Model 3 2018 das meistverkaufte Luxusauto in den Vereinigten Staaten war. Von den 245.240 verkauften Tesla-Fahrzeugen im vergangenen Jahr waren 145.846 vom Typ Tesla Model 3.

Aber reicht es aus, respektable Mengen an Autos herzustellen und zu verkaufen? Teslas To-Do-Liste ist teuer. Der Start der Produktion in China bringt Anlaufkosten mit sich, das SUV Model Y braucht Geld, wenn es ein Erfolg werden soll, und dann gibt es noch den Tesla Pickup Truck, der ebenfalls in der Entwicklung ist.

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Der Tesla Model 3 war ein Verkaufserfolg. / © AndroidPIT

Tesla hat eine Art Catch-22-Problem. Die Aufstockung der Produktion und Verkaufszahlen ist für die zukünftige Gesundheit der Finanzen von entscheidender Bedeutung. Tesla muss in der Lage sein, schneller Autos zu bauen. Musk weiß das und setzt bis Ende Juni ein persönliches Ziel von 7.000 pro Woche. Das Problem ist, dass diese Skalierung teuer ist. Und wenn man nicht viel liquides Geld besitzt, wie macht man das dann?

Tesla kennt sich aus mit Geldverbrennen. Die Washington Post berichtete im August 2018, dass Tesla seit seiner Gründung 9 Milliarden Dollar an operativen Verlusten angesammelt hatte. Um Tesla zu retten, sind drastische Kostensenkungsmaßnahmen erforderlich, aber es sind trotzdem immense Ausgaben nötig, um die Produktionsziele zu erreichen.

Dazu kommt das Problem mit Elon Musk selbst. Ob er nun Tesla Powerpack Farmen in Südaustralien auf Twitter mit Geld-zurück-Garantie anbietet oder einen neuen Dog Mode für Tesla-Autos verspricht: Es muss quasi unmöglich sein, Ressourcen zu planen, wenn unvorhergesehene Projekte so in die Runde geworfen werden, weil der Chef ein paar Likes auf Twitter einsammeln will.

Was passiert, wenn Tesla bankrott geht?

Einer der größten Mythen in der Automobilindustrie ist, dass, wenn Tesla stirbt, das Elektroauto damit stirbt. Vor ein paar Jahren könnte dies eine sinnvolle Hypothese gewesen sein. Sicher, Tesla ist auch 2019 noch der Motor für Elektroautos, aber längst nicht mehr allein.

Im Luxussektor des Marktes verkauft Jaguar bereits seinen I-PACE. BMW investiert mit dem iNEXT stark in die E-Technologie. Auch der vollelektrische BMW i3 verkauft sich gut. Beeindruckend ist zudem, was Audi mit seiner E-Tron-Baureihe macht. Der Genfer Automobilsalon war vollgepackt mit E-Modellen wie dem Audi E-Tron Q4 und E-Tron GT.

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Der iNEXT Vision von BMW ist ziemlich unglaublich. / © BMW

Es geht auch nicht nur um teure, luxuriöse Autos. Unternehmen wie Kia, Ford, Nissan und SEAT (die die Strategie der städtischen Mikromobilität für den Volkswagen-Konzern leiten) bringen in diesem Jahr preiswertere reine Elektrofahrzeuge auf den Markt. Die Mainstream-Elektro-Mobilität kommt sehr bald, mit oder ohne Tesla.

In Ländern, in denen Umweltanreize und grüne Mobilität stark gefördert wurden, sind Elektroautos längst überall. Hybride und E-Autos machen 58,4 Prozent aller Neuwagen in Norwegen aus - viele davon Tesla - und die in Europa geltenden Fahrverbote für Verbrennungsmotoren werden diese Zahl nur noch erhöhen.

Tesla hat mehr für die Elektrofahrzeugindustrie getan als jedes andere Unternehmen, aber das bedeutet nicht, dass das Elektroauto Elon Musk und Co. noch immer unbedingt braucht, um zu überleben. Was auch immer mit Tesla in den nächsten Monaten passiert, eines ist in Stein gemeißelt: Das Elektroauto ist die Zukunft, mit oder ohne seinen größten Pionier.

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Top-Kommentare der Community

  • Bernhard Feder vor 5 Monaten

    "eines ist in Stein gemeißelt: Das Elektroauto ist die Zukunft, mit oder ohne seinen größten Pionier." Witzig! Elektroauto ist eine Sackgasse. Man muss schon recht einfältig sein, um darin die Zukunft zu sehen. Die erste große Achillesferse ist das Laden. Selbst ein Tesla braucht für das vollständige Laden 35 Minuten. Normale Elektroautos weit länger.
    Aber nehmen wir doch mal an, es erfolgt ein technologischer Sprung und der Akku wäre in 20 Minuten geladen. Für eine effektive Strecke von 400 KM (keine Laborwerte), inklusive Heizung oder Klimaanlage. Und ich rede nicht von alle 150 KM aufladen, sondern bis zur Reserve fahren, wie ein Benziner, dann laden. Ich will ja nicht andauernd an der Ladesäule rumgammeln. Die Ingenieure würden sich so was von feiern, aber es wäre immer noch zu lang. Schon mal mit dem Auto in den Urlaub gefahren? Dann wissen sie ja, das an den Autobahntankstellen durchaus mal 5 oder mehr Autos vor einem zum tanken warten. Macht nichts, bei einem Benziner dauert der reine Tankvorgang 3 Minuten. Aber bei einem reinen Ladevorgang von 20 Minuten? Undenkbar. Und wie sieht es in den Städten von klein bis groß aus? Wie wollen sie da die ganzen Autos laden? Und wie gesagt, die 20 Minuten Ladezeit sind Zukunftsmusik.
    Dann erkundigen sie sich zusätzlich mal über die immense Umweltzerstörung bei der Gewinnung von Silizium und Kobalt. Bei Kobalt zusätzlich noch über die erbärmlichen Arbeitszustände bis hin zu massiver Kinderarbeit.
    Nächste Problem ist die Haltbarkeit der Akkus. Mein Benziner hat 180.000 Kilometer runter.
    Wird ein Li-Io – Akku nie schaffen. Was kostet dann Ersatz? Wie wird der Alte entsorgt?
    Nee, lass mal.

  • Merlin vor 5 Monaten

    Und das Cobalt in deinem Katalysator wurde Fair Trade abgebaut?

  • A. K.
    • Mod
    vor 5 Monaten

    Das Problem ist nicht die Art des Antriebs, sondern die individuelle Mobilität an sich. Muss wirklich jeder alleine im Auto Rohstoffe mit einem Gewicht von 2000kg bewegen, um morgens im Stau zu stecken? Brauchen wir Elektroautos mit 400km Reichweite oder wäre es nicht klüger, 200km in Kauf zu nehmen, damit mit dem gleichen Rohstoffeinsatz doppelt so viele Autos mit Akkus ausgestattet werden können? Wie oft benötigen wir denn wirklich 100km+ Reichweite?

    VW hat ein interessantes Konzept auf die Beine gestellt. Beim Kauf eines Stromers kannst du ihn für 30 Tage im Jahr gegen einen Benziner tauschen.

    Ich könnte auch weiter spinnen und fragen, wie sinnvoll es ist, Verbrenner zu verteufeln und gleichzeitig Fleisch aus Massentierhaltung zu essen (Methan hat einen 20-30x höheren Einfluss als Treibhausgas) oder einen USB Stick aus China zu bestellen, um nen Euro zu sparen oder leckere Avocados aus Südamerika kaufen, welche um die halbe Welt verschifft werden oder lecker Palmöl essen, für den Regenwald unwiderbringlich (unwiderbringlich, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen) gerodet wurde? Was passiert, wenn jeder Elektroauto fährt und o.g. Punkte genauso weiter praktiziert werden?

    Es gibt Punkte, die könnten genau jetzt zu einer positiven Veränderung führen und jede/r einzelne hat sie in der Hand. Es muss ein Umdenken stattfinden!

    Zum Kommentar...

    Tesla wird bestimmt irgendeine Form der Finanzierung finden. Andererseits kann es heute echt schnell gehen, dass Firmen von ganz oben ins nichts abstürzen.

    Alternativen gibt es inzwischen genug.

  • Merlin vor 5 Monaten

    Die zwei Aspekte auf die ich hinauswollte:
    Qualität: Mit solchen Überschriften hebt sich Androidpit nicht von der Masse anderer Magazine ab (leider ist der Trend zu dieser Art Überschrift überall zu verfolgen, man scrolle nur mal durch Google News).
    Kritik an Inhalt der Überschrift: Für mich klingt diese so als sei Teslas Untergang zu 100% besiegelt. Das ist aber nicht der Fall, sondern nur WENN kein Investor gefunden wird bzw. Kosten gesenkt werden oder besser noch alles auf einmal. Die Situation ist schwierig für Tesla (das ist aber nichts Neues) und ich dachte bei der Überschrift des Artikels es gäbe neue Informationen die das Schicksal des Unternehmens jetzt besiegeln würden.

    Dass der Artikel ein Kommentar war, habe ich tatsächlich überlesen, mein Fehler.

  • Michael B. vor 5 Monaten

    TESLA war DER Impulsgeber in diesem Bereich.

    Mittlerweile ist die Technologie so weit vorangeschritten, die Akzeptanz beim interessierten Endkunden deutlich angestiegen und die Industrie beackert dieses neue Spielfeld in so hohem Tempo, dass es für die weitere Entwicklung komplett unerheblich ist, ob TESLA weiterbesteht oder nicht.

81 Kommentare

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  • Ich würde in jedem Fall Tesla unterstützten. Wer hat denn das EV Massentauglich gemacht? Die seit Jahren an der „Macht“ stehenden Fahrzeughersteller? Nein, es war Mr. Musk, einer der den Mut und die Eier besaß etwas zu riskieren. Hätte ich das genau so gemacht? Sicher nicht, aber ich bin auch nicht Mr. Musk. Er ist ein Pionier und Pioniere unterstützt man so lange, wie sie sich weiterentwickeln und die Menschheit voranbringen.


  • Peco vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Mir kommts so vor als ob wir uns zwischen Pest und Cholera entscheiden müssten.
    Positiv ist das dort wo der strom dreckig produziert wird, wird man das problem leichter anpacken können.

    Filteranlagen in Kraftwerken tauschen sollte einfacher sein, als alle Pkws in die Werkstatt rufen. Preislich kann ich das nicht einschätzen aber logistisch sollte es so besser sein

    Also das Problem wird leider verschoben nicht ganz aus der Welt geschafft


  • Neben den technologischen Problem der Batterie gibt es auch den Gewichtnachteil. Bei Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle muss der Großteil des Brennstoffs (Sauerstoff) nicht mitgeführt werden. Diesen Gewichtsvorteil wird die Batterie nicht wettmachen können.


  • Die Förderung des Batterie Autos erfolgt nur dort so massiv, wo Stromgewinnung billig ist.
    In Norwegen war das Laden kostenlos, das es zu viel Strom aus Wasserkraft gibt, den man nicht verkaufen kann - das Erdöl hingegen schon.
    In China ist das Batterieauto praktisch Vorschrift, weil China die Technologie des Verbrennungmotors nicht beherrscht. Der Strom kommt billig, aber mit schlechtem Wirkungsgrad aus Kohlekraft, was für die Umwelt eine Katastrophe ist.


  • Kennt ihr den Unterschied zwischen Bankrott und Konkurs?
    Mir erscheint dies nicht so!


  • Wer rechnen kann, wird sehr schnell feststellen, das die Automobile Zukunft nur im model-mix gehen wird.... Wasserstoff / Brennstoffzelle, Gas, Diesel und ein kleinerer Teil batteriebetriebene Fahrzeuge überwiegend für den Kurzstreckenbetrieb. Wenn alle Fahrzeuge batteriebetrieben wären, müssten wir sehr schnell feststellen, das wir weder die benötigte Energie (Giga Watt / Tag) noch die Infrastruktur in die Straßenzüge bekommen.
    Für eine Kleinstadt mit 10000 Elektroautos müsste praktisch eine Anschlussleistung von 10000 x 100KW = 1.000.000 KW bereitstehen. Jeder E-Auto Besitzer möchte am Abend nach der Arbeit sein Auto aufladen damit er am nächsten Tag wieder zur Arbeit fahren kann. Nicht jeder Arbeiter kann sich einen Tesla mit 500KM Reichweite leisten, damit er nicht jeden Tag auf laden muss. Ich meine, wir sollten schnellstens den Wasserstoffantrieb aktivieren und den Diesel nicht verteufeln.


    • Es spielt sowieso keine Rolle, was besser ist. Nur weil etwas besser ist, heißt es ja nicht automatisch, dass es sich auch durchsetzt. Vor langer, langer Zeit (als ich noch jung war 😢) kamen Videorekorder und diverse Systeme auf den Markt. Video 2000, Betamax und VHS. So ziemlich das schlechteste System/Format hat sich durchgesetzt - VHS. - Und warum? - Nun ja, es wurde u.a. reichlich mit Pornos, die darauf verfügbar waren, gepusht. 😂
      Elektrische Antriebe haben sich schon seit Jahrzehnten in diversen Bereichen durchgesetzt (Gabelstabler in geschlossenen Hallen etc.) - sogar ohne Lithium-Ionen-Akkus. Gibt sehr gute Weiterentwicklungen des Bleiakkus. Ein „alter“ Bleiakku würde z.B. sehr schnell verrecken, würde man ihn in ein Auto mit Start-/Stop-Technik einbauen.
      Persönlich isses mir Wurscht wie Hühnersuppe mit was meine Karre in 30 Jahren fährt. - Dann bin ich über 80 und gebe eh noch mal richtig Gas. 😈


  • "Tesla geht unter", "nein, Tesla geht ganz sicher nicht unter"- alles Spekulationen, die hier nach meiner Auffassung meist gar nicht oder nicht überzeugend dargelegt werden. Ich schließe mich, auch ganz ohne Begründung, dennoch an: Tesla wird ganz sicher unter gehen"!
    Wer nur ein paar von Dutzenden von Videos auf YouTube ansieht, kommt aus dem Lachen nicht mehr raus. Da stehen frustrierte Tesla3 Fahrer an den Teslastromsäulen rum und diskutieren, tauschen die Zapfsäulen (ich brauche noch Saft für 200 km, aber meine Säule hat zu wenig power, hier stehe ich ja 1 1/2 Stunden rum) u.ä. . Reichweiten von 400 km? Lachhaft. Ein Fahrer musste alle 200 km nach'tanken'. Dennoch redet sich diese Teslafangemeinde ihre Autos schön. Ich hab's an anderer Stelle geschrieben:" Teslas wurden bisher gekauft, weil es keinen wirksameren Weg gab, seine Steuererklärung öffentlich zu machen.
    Die Teslas sind Nischenfahrzeuge, weil nur für eine kleine Fraktion Autofahrer erschwinglich. Und offenbar sieht z.B. Audi das auch so- e-tron ab!! 80.000.- €. Was für ein Schwachsinn.
    Die kleinen, lange auf dem Markt befindlichen e-Autos, die erschwinglich sind, sind gleichfalls Nischenfahrzeuge, weil zu klein für Familien. Die Zeiten, wo Papa mit Mama und drei Gören im Käfer in Urlaub gefahren ist, sind lange vorbei. Sicher, Tesla passt für einige, ebenso wie der Renault Zoe, aber eben nur für eine kleine Minderheit, denke ich.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein nächstes Auto ein Plug-in-Hybrid sein wird. Ich gehöre zur absoluten Mehrheit der Autofahrer, die ihre Fahrzeuge nicht mehr als 50 km am Tag bewegen. Was ich mir wünschen würde, und hier verstehe ich die Autohersteller eigentlich nicht, wären etwas größere Akkus, die mehr als 50 oder 60 km rein elektrisch fahren können. Mit 'aggressiver' Rekuperationseinstellung könnte man fast ohne Bremse fahren und hätte noch größere elektrische Reichweite...
    So oder so- mit der nächsten Akkugeneration, die eine drei- oder vierfache Energiedichte hat, ist das Thema eh gegessen. In 30 Jahren fahren wir nur noch elektrisch (vorausgesetzt, der Hersteller verbaut Kabelbäume, die beim Stromzapfen im Regen unser Auto nicht abfackeln lassen 🤔😉😂). Auch Spekulation natürlich.
    Ich erlöse Euch. Denkt dran, Tesla geht kaputt 😜.


  • Letzten Endes ist die derzeitige Art der Mobilität der Irrweg schlechthin. Warum Fahrzeuge mit einem Gewicht von um die 2 Tonnen um einen Menschen ( und im täglichen Verkehr sinds im Schnitt nur unmerklich mehr ) zu transportieren. Dass da was nicht stimmt leuchtet ein. Auch Reichweiten von 400km kommen im täglichen Verkehr nicht vor. Der Großteil der PKW fährt am Tag zwischen 100 und 200km weit. Also umdenken in der Individualmobilität tut not. Mehr öffentlicher und mehr Sharing könnte ein weg sein.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Hallo Harald, ich will Dir bei fast allem zustimmen. Aber ein durchschnittlicher PKW in Deutschland fährt aktuell täglich im Durchschnitt keine 20 (!) Kilometer! Und weit über 80% aller PKW in Deutschland stehen beziehungsweise parken gerade. Einige Studien kommen sogar auf eine Parkquote von rund 97%!


    • Ein Auto auf einen Durchschnittwert zu dimensionieren, ist Unsinn. Dann bräuchte man ja nur 1,2 Sitze!
      Natürlich möchte man mit einem Auto auch zu viert 500km weit in den Urlaub fahren. Oder etwas transportieren können, auch wenn man normalerweise nur eine Einkaufstasche dabei hat.
      Das ist schlichtweg der Sinn des Autos.


      • Fabian und Bruckner, ihr habt beide recht. Und genau da liegt das Problem. Das ist das Problem des Individualverkehrs. Daher sind alle ach so tollen Lösungen eben nicht wirklich praktikabel. Unsere Städte haben sich derart geändert, sind derart auf den Individualverkehr zugeschnitten, da gibt es so schnell kein Zurück. Wir reiten einen Tiger. Ich habe das 28te Lebensjahr schon ein paar Tage überschritten und habe alleine die Veränderung in meinem Stadtteil beobachten dürfen. Meine Oma konnte noch fußläufig einkaufen gehen. Es gab einen kleinen EDEKA, einen Friseur, ja sogar ein Schuhgeschäft und Hausarzt / Zahnarzt. Aus all den kleinen Läden und Praxen wurden Wohnungen gemacht. Ist zwar immer noch ein schönes ruhiges Viertel, aber ohne Auto ist man völlig aufgeschmissen. Meine alte Mutter ist gezwungen noch Auto zu fahren. Ich kann sie nicht immer fahren, ich arbeite.
        Und ich wohne nicht auf dem Land. Ich wohne in Duisburg.
        Carsharing, ÖPNV, alles toll. Aber (noch) kein adäquater Ersatz. Zumal der ÖPNV hier fast nicht nutzbar ist. Zu alt, zu kaputt und auch nicht mehr sicher. Vor allem nicht für junge Frauen.


  • "Herr Musk, Sie legen doch bei jedem Auto drauf!?" - "Ach nicht so schlimm, die Masse macht´s"


  • Umweltzerstörung durch den Abbau von Silizium. - Naja, geht so. Ist ja schon seit Jahrhunderten der Fall. Wir brauchen das Silizium eben zur Herstellung von Glas, Mörtel, Beton und Computerchips. Sehe ich nicht so sehr als das Problem.

    Die Lithiumgewinnung (notwendig für die Lithium-Ionen-Akkus) ist eher a bisserl kritischer zu betrachten. Aber die meintest Du ja wohl nicht. Schriebst ja von Silizium - dem Hauptbestandteil von Sand. *lol*


  • Das einzige was Tesla den Hals brechen kann ist Trump


  •   25
    Gelöschter Account vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Ich habe es schon häufiger gesagt, der nicht nachvollziehbare Hype um Tesla geht endlich zu Ende. So wie das Unternehmen bisher geführt wurde ist es nicht überlebensfähig.
    Und das E-Auto an sich ist nur ein weiterer Hype der sich auf Grund fehlender Infrastruktur in naher Zukunft nicht durchsetzen wird.
    In meinen Augen ist die z.Z. einzige Alternative der Hybrid und auf lange Sicht das Wasserstoff Auto.


    • Da bin ich ganz bei Dir. Es ist sinnlos eine Infrastruktur für einen 5Jahres Hype zu schaffen.
      Auch die Abschaffung der Glühbirne war sinnvoll. Aber der Zeitpunkt, an dem die LED-Lampe bereits am Horizont zu sehen war, und die Leuchstoffröhre die einzige Alternative war, war einfach der falsche.

      Marcus J.Gelöschter Account


  • A. K.
    • Mod
    vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Das Problem ist nicht die Art des Antriebs, sondern die individuelle Mobilität an sich. Muss wirklich jeder alleine im Auto Rohstoffe mit einem Gewicht von 2000kg bewegen, um morgens im Stau zu stecken? Brauchen wir Elektroautos mit 400km Reichweite oder wäre es nicht klüger, 200km in Kauf zu nehmen, damit mit dem gleichen Rohstoffeinsatz doppelt so viele Autos mit Akkus ausgestattet werden können? Wie oft benötigen wir denn wirklich 100km+ Reichweite?

    VW hat ein interessantes Konzept auf die Beine gestellt. Beim Kauf eines Stromers kannst du ihn für 30 Tage im Jahr gegen einen Benziner tauschen.

    Ich könnte auch weiter spinnen und fragen, wie sinnvoll es ist, Verbrenner zu verteufeln und gleichzeitig Fleisch aus Massentierhaltung zu essen (Methan hat einen 20-30x höheren Einfluss als Treibhausgas) oder einen USB Stick aus China zu bestellen, um nen Euro zu sparen oder leckere Avocados aus Südamerika kaufen, welche um die halbe Welt verschifft werden oder lecker Palmöl essen, für den Regenwald unwiderbringlich (unwiderbringlich, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen) gerodet wurde? Was passiert, wenn jeder Elektroauto fährt und o.g. Punkte genauso weiter praktiziert werden?

    Es gibt Punkte, die könnten genau jetzt zu einer positiven Veränderung führen und jede/r einzelne hat sie in der Hand. Es muss ein Umdenken stattfinden!

    Zum Kommentar...

    Tesla wird bestimmt irgendeine Form der Finanzierung finden. Andererseits kann es heute echt schnell gehen, dass Firmen von ganz oben ins nichts abstürzen.

    Alternativen gibt es inzwischen genug.


    • Jeden Tag 100 km+, zwei bis dreimal die Woche um die 400 km.


    • "Das Problem ist nicht die Art des Antriebs, sondern die individuelle Mobilität an sich. Muss wirklich jeder alleine im Auto Rohstoffe mit einem Gewicht von 2000kg bewegen, um morgens im Stau zu stecken?" Die Größenordnung muss aber leider sein, wenn man die ganzen vorgeschriebenen und auch sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen mit an Bord nimmt. Aus einem 1-Sitzer kann man keinen 5-Sitzer machen, während man einen 5-Sitzer auch mit 1 Person fahren kann. Also nimmt man vernünftigerweise den 5-Sitzer, statt neben dem 1-Sitzer ein zusätzliches Auto vorzuhalten.
      "Wie oft benötigen wir denn wirklich 100km+ Reichweite?" Gegenfrage: wer braucht ein Einfamilienhaus? Energetisch sinnvoller und ressourcenschonender ist ein Plattenbau. Es gibt nun einmal Autos mit mehreren hundert Kilometern Reichweite und nun Autos anzubieten, die dies nicht mehr erreichen, ist definitiv ein Rückschritt. Wäre die Nachfrage nach Autos bis 100km Reichweite hoch, hätte man auch kleinere Tanks in konventionelle Autos bauen können. Du kannst damit auch direkt die Frage stellen, warum man mehrere hundert kW Leistung im Antrieb braucht oder warum Autos mehr als 130km/h fahren sollen.
      "Es gibt Punkte, die könnten genau jetzt zu einer positiven Veränderung führen und jede/r einzelne hat sie in der Hand. Es muss ein Umdenken stattfinden!" Sehe ich anders. Wer mobil ist, macht dies nicht wegen purer Boshaftigkeit gegenüber der Umwelt, sondern aus purer Notwendigkeit (bis auf ganz wenige Ausnahmen). Den üblichen Stau tut sich Otto-Normal-Verbraucher ja nicht aus Jux und Dollerei an! Daher kann hier mal eben kein Umdenken stattfinden. Es müssen erst vernünftige Alternativen her und das Elektroauto ist eine schlechte Alternative. Passend dazu finde ich den Ausspruch: Wenn Elektroautos die Lösung sind, möchte ich gerne mein Problem zurück.


      • A. K.
        • Mod
        vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        König Frank im Grunde sind wir einer Meinung. Egal ob Verbrenner, Elektrofahrzeug, Einfamilienhaus oder was auch immer für ein Luxus. Solange das Geld es zulässt, gönnt sich der Mensch den Luxus und solange die Nachfrage da ist, wird sie vom Markt abgedeckt. Das ist überall so und das Elektrofahrzeug wird an dieser verschwenderischen Mentalität nichts ändern.

        Das soll kein Vorwurf an irgendjemanden sein, ich hänge da genau so drin.


      • Darum gibt es die Politik - und glaube nicht, dass sich die Mehrheit einer gerechten Einschränkung widersetzen würde.


    •   25
      Gelöschter Account vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      @A.K.
      Jeden Tag ca. 120 km und alle 1-2 Monate zusätzlich 800 - 1000 KM an einem Wochenende.


    • julsi vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      stimme dir komplett zu, allerdings ist der Mensch mittlerweile so an Luxus gewöhnt, dass ich den Planeten schon als verloren sehe


  • Für 90% der Fahrbedürfnisse reicht die Reichweite der Elektroautos schon heute locker aus. Sich ein Auto nur nach den Bedürfnissen der Urlaubsfahrt zu wählen ist arg engstirnig! Da mietet man sich einen, wenn man sich keinen zweiten Wagen für diese Strecken vorhalten will/kann!
    Und Tesla wird natürlich überleben - das ist auch so diese engstirnige und feindliche Denkweise, leider auch besonders hier in Deutschland. Mit immer so einer Denkweise gäbe es noch Pferdekutschen und Leiterwagen … Es gäbe kein Smartphone und keinen Computer. Auch die Batterien werden noch erheblich Leistungsfähiger und in 10 Jahren Lädt man eine Batterie in 2 Minuten voll!! Aber für den Otto Normalverbraucher spart die Batterie (exakt gesprochen der Akku) sogar Zeit, denn man braucht nicht mehr an die Tankstelle zu fahren - was übrigens keine 3 Minuten, sondern im Durchschnitt 15 Minuten dauert - sondern wenn man das Auto in die Garage fährt, steckt man den Stecker ein und geht zum Abendbrot. Das dauert 1 Minute!


    • Die Masse hat halt keine (eigene) Garage mit Stromanschluß geschweige denn, die Möglichkeit in der Nähe des Wohnortes zu laden..


    • Hui, du wirfst anderen Engstirnigkeit vor, nur siehst du die andere Seite auch überhaupt nicht.
      Zum einen, geht es in der Kritik der Reichweite nicht um eine einzelne Einsatzmöglichkeit, sondern darum, den Verbrenner komplett ersetzen zu können. Und dazu gehört nun mal, dass man keine Kompromisse eingehen muss. Es gibt nun mal Menschen, die jeden Tag nicht nur kurz 5 Minuten in die Stadt fahren. Was sollen die aktuell mit einem E-Auto anfangen?
      Zum Thema Aufladen vs. Tankstelle: Nicht jeder hat eine Garage bzw. überhaupt einen festen Stellplatz. Ich z.B. hätte überhaupt keine geeignete Möglichkeit das Fahrzeug in meiner näheren Umgebung nachts zu laden. Was bringt mit ein E-Auto, wenn ich dann doch mit der U-Bahn von der Ladestation nach Hause pendeln muss?
      Letztlich kann doch aktuell keiner sagen, wie sich das Ganze entwickelt. Ich sage wahrlich nicht, dass wir für diese Probleme keine Lösungen finden. Ich tue mich aber schwer damit, dass immer wieder behauptet wird, es gäbe keine Alternative. Bis das E-Auto so weit ist, wird es noch dauern. Wer weiß denn schon, was in dieser Zeit alles noch passieren wird? Ich weiß es ganz sicher nicht ...


    • "Für 90% der Fahrbedürfnisse reicht die Reichweite der Elektroautos schon heute locker aus." Wo hast du die Zahl her? Dann werfe ich ein: für 99% der Einwohner in D tut es eine Wohnung im Plattenbau - weg mit Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern und kleinen Wohneinheiten.
      "Sich ein Auto nur nach den Bedürfnissen der Urlaubsfahrt zu wählen ist arg engstirnig!" Was du als engstirnig bezeichnest, nenne ich vorausschauend. Ich suche mir viele Dinge des täglichen Lebens anhand eines Extremzustands aus. Ich nutze selten alle 5 Kochfelder meines Induktionskochfelds - theoretisch reichen die meiste Zeit 2 Kochfelder. Aber wenn ich alle 5 mal brauche, bin ich froh, dass ich sie habe und mir nicht anders behelfen muss.
      "Auch die Batterien werden noch erheblich Leistungsfähiger und in 10 Jahren Lädt man eine Batterie in 2 Minuten voll!!" Belege? Die Entwicklung der Akkumulatoren stagniert seit Jahren und Technologie, wie du sie beschreibst, ist in weiter Ferne. Selbst die hochgepriesenen Lithium-Luft-Akkus sind bisher nur graue Theorie. Und selbst wenn die Technik kommen mag, wird man dann erst neue Überlegungen hinsichtlich Kosten-Nutzen anstellen.
      "Normalverbraucher spart die Batterie (exakt gesprochen der Akku) sogar Zeit, denn man braucht nicht mehr an die Tankstelle zu fahren - was übrigens keine 3 Minuten, sondern im Durchschnitt 15 Minuten dauert - sondern wenn man das Auto in die Garage fährt, steckt man den Stecker ein und geht zum Abendbrot. Das dauert 1 Minute!" So etwas wäre dann ein Luxusproblem (also nichts für "Normalverbraucher"), denn der Anteil derjenigen, die ihr Auto in einer Garage übernachten lassen, welche obendrein außerordentlich elektrifiziert sein muss, ist überschaubar. In der Straße, in der ich wohne, gibt es rund 30 Autos und 8 Garagen. Konservativ gerechnet, würden sich die Leute dort eher einen Zweitwagen als Elektro-Ausführung holen, sprich: die Parkplatzknappheit nähme zu. Optimistisch gerechnet müssten dann 30 Autos in 8 Garagen geladen werden. Und diese 8 Garagen müssten obendrein einen Starkstromanschluss haben, welches wieder weitere Maßnahmen hinsichtlich Sicherheit erfordert. Kennst du den Ausspruch "S'ils n'ont pas de pain, qu'ils mangent de la brioche"? So kommt gerade dein letzter zitierter Punkt rüber.


  • Es ist typisch für Deutschland diese fantasielosen, pessimistischen Beamtenseelen! Das Elektroauto wird ein ganz großer Erfolg werden und in 10 Jahren kaufen sich nur noch Looser einen Verbrenner!


    • Ganz sicher wird das nicht so sein. Es sind längst andere Antriebe und Kraftstoffe am Start. Elektro ist ein ganz großer Schwindel was die Umwelt angeht, abgesehen von den praktischen Hindernissen.


    • Warum man gleich mit Begriffen wie "Looser" um sich werfen muss ...


    • Hast Du schon mal versucht, mit einem Elektroauto einen Anhänger (beladen) mit etwa 1600kg zu ziehen ?
      Elektroautos sind eine tolle Sache. Solange jedoch die Energiedichte nicht ausreicht, um auch mit größeren Lasten ausreichend weite Strecken zurücklegen zu können, sind auf jeden Fall andere Motorsysteme notwendig. Also z.B. Diesel, Wasserstoff, oder was-auch-immer.
      Andere Leute als "Looser" zu verunglimpfen, für die es diese Notwendigkeit gibt (Lasten- oder Tiertransporte), empfinde ich als sehr "kurzsichtig".


    • Ich denke, Sie sind ausreichend uninformiert!


    • Nur Loser schreiben Loser mit oo.
      Zurück zum Thema. Das Elektroauto in der heutigen Form wird alleine schon deswegen ein Flop, weil die Ladezeiten inakzeptabel sind.


  • Ich verstehe die Debatte immer nicht.
    Man muss doch erkennen dass alternativen Antriebssystemen die Zukunft gehört.
    Natürlich ist der Rohstoffabbau problematisch, natürlich sind die Reichweiten der Akkus zu kurz und natürlich laden sie zu lange und der ökologische Aspekt erfordert schon einige Kilometer, bevor hier ein Mehrwert entsteht.

    Dennoch! könnte ich jetzt sagen: Rom wurde nicht an einem Tag gebaut.
    Oder ich frage in die Runde ob das erste Flugzeug weiterentwickelt worden wäre wenn die Erfinder damals gesagt hätten:
    "Das Ding bringt mich nicht über die Ozeane? Dann bringt es mir ja gar nichts. "

    Ich stelle mir einen Carl Benz vor, der seine Motoren und Autos nicht weiterentwickelt weil Pferde zu dem Zeitpunkt schneller sind.

    Das sind für mich alles Argumente um weiterzumachen, die Technologien voranzutreiben, sowohl Wasserstoffmotoren als auch E Motoren, und vielleicht gibt es ja noch Luft nach oben was die Verbrenner betrifft.

    Aber dieses ewige "ja das aber noch nicht und das geht noch nicht also ist es scheiße" Gerede geht mir gehörig auf den Geist.


    • Mich nervt halt langsam diese komplette Konzentration auf E-Antriebe. Wie ich an anderer Stelle geschrieben habe, niemand kann heute sagen, dass diese Technologie irgendwann tatsächlich die Antwort auf alle Fragen ist. Ich sage nicht, dass sie es nicht ist, aber eben auch nicht, dass sie es ist. Wenn ich dann immer mal wieder sehe, dass die Politik meint vorgeben zu müssen, was Hersteller entwickeln sollen, stellen sich mir die Nackenhaare auf. (Auch wenn in vielerlei Hinsicht viel zu wenig Druck allgemein ausgeübt wird). Wie du schon sagst, es sollte in alle Richtungen entwickelt werden. Die unglaubliche Verteufelung des Diesels nach VWs Versagen nervte irgendwann nur noch und wurde immer realitätsfremder. Ganz ehrlich, ich mag einfach keine Extrem-Positionen, sie führen einfach oftmals schlicht nicht ans Ziel. Natürlich brauchen wir Menschen wie Elon Musk, die so agieren, wie er es mit Tesla getan hat, keine Frage. Aber nicht bei Grundsatzdiskussionen und ganz sicher nicht in der Politik. So wie Tesla handelt, können große Hersteller nicht mal denken.


  • Offtopic:
    Zu der Grundsatzdiskussion "Strom-Autos" möchte ich euch eine Frage stellen:

    Womit heizt ihr bei euch daheim?
    Gas? / Holz? / Öl? / Fernwärme? / Strom? / - Elektrowärmepumpe? oder doch mit etwas anderem?
    Warum hat sich hier nicht durchgesetzt? Warum gibt es so viele verschiedene Formen?

    Das soll zeigen, dass es auch bei den Autos einen Energiemix geben wird. Jede Antriebsform hat Vor- aber auch Nachteile.

    Je nach Anforderungen und Bedarf wird der einzelne entscheiden. Auch, ob man überhaupt noch ein Auto benötigt, um sich fortzubewegen.

    TESLA war vielleicht die erste Firma, die Elektro-Autos in Masse gefertigt hat, aber dadurch wird man nicht automatisch der größte Autobauer. TESLA ist - und bleibt ein Luxus-Auto, dass sich nur ein Bruchteil der Bevölkerung leisten kann/will. Und umso größer die Konkurenz, umso schwieriger ist es, die eigenen Autos an den/die Käufer/in zu bringen. Das erschwert es TESLA die geplanten Stückzahlen zu erreichen.

    Meine Vermutung:
    Überleben wird TESLA nur, wenn es ein "Nischenanbieter" mit Fokussierung auf die eigenen Stärken bleibt. Als Konkurenz zu VW, Renault/Nissan, Fiat/Chryssler und die ganzen chinesischen Anbieter als Volumenhersteller haben sie keine Chance.

    Marcus J.Gelöschter Account


    • Beim Automobil ist ein großer Mix problematisch wegen der Tank / Lademöglichkeiten. Ob man jeweils ein ausreichend dichtes Netz darstellen wird, wird großen Einfluss haben. Grundsätzlich sehe ich es aber auch so.


  • Ich stimme dem Kommentar von Bernhard Feder vollständig zu.
    Ich will damit nicht sagen, dass wir einfach mit Verbrennungsmotoren weitermachen sollen. Das kann nicht der richtige Weg für die Zukunft sein.
    Das Elektroauto ist es aus meiner Sicht aber auch nicht !
    Norwegen wird immer als tolles Vorbild für die wir vorangeschrittene Elektromobilität genannt. Das ist zutreffend, nur wird dabei häufig vergessen, dass in Norwegen der Strom bereits heute zu 100% aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird. Es kommt hinzu, dass aufgrund der sehr niedrigen Bevölkerungsdichte das Stromnetz in Norwegen nicht gleich zusammenbricht, wenn viele Elektro-Autos gleichzeitig aufgeladen werden.
    Solange der Strom in Deutschland noch zu einem großen Teil aus nicht erneuerbaren Quellen erzeugt wird, ist die Sinnhaftigkeit von e-Autos zumindest zweifelhaft.
    Es gibt Studien darüber, dass unser Stromnetz aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte in Deutschland sehr bald zusammenbrechen würde, wenn die e-Mobilität bei uns schnell zunähme.
    Man sieht ja schon seit Jahren, dass es in Deutschland unglaublich lange Zeitspannen braucht, um z. B. Stromleitungen für den aus Windkraft gewonnenen Strom aus Norddeutschland nach Süddeutschland zu transportieren.
    Solange wir in diesem Bereichen nicht besser werden, ist aus meiner Sicht die e-Mobilität (a la TESLA) hier in Deutschland noch keine sinnvolle Option.


  • Natürlich steigen die Reichweiten - bei Tesla! Nur die neuen Mercedes und Audi nicht - die sind auf dem Stand von Tesla 2013. Grund: fehlendes KnowHow, schlechte Aerodynamik und viel zu schwer. Dafür bessere Spaltmasse.


    • Aha, ein Tesla S hatte eine Reichweite von maximal 450 km, wenn ich nicht irre. Das Model 3 ebenso. Ich sehe da keine Steigerung, und auch keinen Unterschied zu anderen Herstellern. Und ganz ehrlich, die alteingesessenen Hersteller sind nicht blöd, die haben sich schon lange ausgiebig Teslas Technologie angeguckt ;)


      • Tesla Model S Long-Range Version hat nach WLPT 610km und wenn Du da keinen Unterschied zu anderen Hersteller siehst.. und ich habe nicht geschrieben, dass die alteingessenen blöd sind, sondern das ihnen das KnowHow fehlt. Und nur durch Tesla angucken kommt man halt auf den Stand wo Tesla 2013 war.


  • Im Fall eines Bankrotts kaufen die Chinesen die Firma inkl. allen Patenten und dem Know-How!

    In der Summe sind meiner Meinung nach reine EVs für Busse und Behörden gut geeignet. Während die Arbeiterschaft mit Hybriden und später Wasserstoff Autos günstiger fahren wird.

    Bereits bisher waren die Elektroautos einfach nur ein Spielzeug für das "Grüne Gewissen" 🌱 Eine Renault Zoe oder Nissan Leaf 2 sind als Zweitwagen OK, aber bisher nicht für den Dauereinsatz/Winter/Hochsommer geeignet 😩😕

    Die Teslas habe Reichweiten bis zu 450+ km und der Akku ist damit das teuerste Bauteil gewesen... Wünsche den Tesla-Fahrern weiter viel Spaß mit deren EVs 🔋


  • Ob Tesla tatsächlich pleite gehen wird, sei dahingestellt. Wohl aber war und ist die Firma ein wichtiger Ideenlieferant. Viele behaupteten, dass die Firma sich gegen die bisherigen großen Autohersteller durchsetzen kann - was nun aber eher anders aussieht: alle großen namhaften Autohersteller haben Elektroautos im Programm und/oder planen auch damit die Zukunft. Ob die Gründe sind, polpulär zu bleiben um oder Tesla eins auszuwischen, müssten eher Insider beantworten können.
    Und wie die Zukunft der Mobilität aussieht, kann heute noch niemand stichhaltig beantworten. Falls es mal einen weiteren Durchbruch bei der Akku-Herstellung und dem -Recycling geben wird, sähe die Zukunft der Elektroautos wieder rosiger aus. Es könnte ja auch durchaus sein, dass (persönliche) Mobilität in Zukunft zurück gefahren wird dank mobiler Arbeitsplätze, Lieferungen nach Hause (große Supermärkte und Warenhäuser haben ja heute schon Probleme) und allgemeinem Desinteresse, stundenlang in einem Gefährt zu sitzen. Fest steht: Prognosen sind äußerst schwierig - vor allem dann, wenn sie die Zukunft betreffen.


    • Tesla wurde nur so groß, nicht weil die Firma die erste war, die eAutos auch wirklich verkaufen wollte, sondern, weil sie die komplette Infrastruktur kostenlos für deren Käufer angeboten hat!
      Gemessen an der Qualität der Fahrzeuge war Tesla eher schlecht unterwegs (ist inzwischen 'etwas' besser) - so waren die ersten Fahrzeuge eher Beispiele dafür wie man keine Autos baut!

      (ich muss es wissen, da ich in den USA eine Tesla Model S der ersten Generation besaß und dieser immer wieder in der Werkstatt landete, bis selbst die nichts mehr machen konnten und ihn schlicht austauschten - inzwischen besitze ich einen Model S P100D, der das 3 Austauschfahrzeug darstellt - ursprünglich wollte ich blos zu meinem Roadster eine Version für mehr als 2 Leute haben....)


      • "Tesla wurde nur so groß, nicht weil die Firma die erste war, die eAutos auch wirklich verkaufen wollte, sondern, weil sie die komplette Infrastruktur kostenlos für deren Käufer angeboten hat!"
        Glaube ich weniger... Tesla verstand/versteht es, medial präsent zu sein und jede Idee mit einem Event zu zelebrieren. Dazu noch ein pathetisch anmutender Musk als Frontmann. Ich sehe da Parallelen zu Apple, als es das iPhone auf den Markt brachte. Medial perfekt aufgestellt und ein Frontmann, der das Produkt prima anpries.
        Hinzu kommt bzw. kam, dass Tesla auch die Ladestationen direkt mit anbot. Das sehe ich als eher zusätzliuchen Grund, warum Tesla so steil aufgestiegen ist.


      • Dein Kommentar mag vielleicht in Europa gelten - in den USA war am Anfang die Existenz der Schnell-Ladestationen wichtig für den Kauf. Ok, später kamen dann die Veranstaltungen mit Elon Musk dazu - der aber entgegen der vielfachen Meinung einiger nicht wirklich ein echter Verkäufer seiner Produkte ist wie z.B. ein Steve Jobs!
        Das mag bei all den Videos nicht ganz "rüber kommen", aber sobald man Elon mal "in Echt" erlebt hat, merkt man das (vor allem wenn man mal Steve Jobs ebenfalls live erleben durfte)


  • Hat der Schreiberling des Artikels zu starken🤯☕ Kaffee heut morgen getrunken, das er vorraus sieht wie Tesla dahin verrottet ? Die Firma wird mal bestimmt nicht so einfach pleite gehen. Trotzdem schöner Bericht 👍.Was passiert, wenn Rolls Royce vom Markt verschwindet?...
    Was passiert, haben wir bei Schlecker gesehen. Schlecker war ganz oben in der Liste neben Rossmann und DM. Nun ist Schlecker weg und die Kunden gehen eben woanders hin.
    Das auch eine Firma wie Tesla mal nicht mehr existiert, kann passieren. Ich nenne mal als Beispiel, das Team Williams F1 Mercedes. So weit hinten und Dauerletzter wie dieses Jahr ☹️, so schlecht waren die noch nie. Wenn nicht schnell was passiert, sind die das neue Minardi oder gar ganz weg . Selbst McLaren ist wieder nach vorn gekommen.


    • Was der Schreiber ignoriert, sind die Milliarden der anderen US-Firmen, die diese aufgrund deren Verkauf von Verbrennern mit riesigen Hubräumen und Verbrauchen jenseits des Rationalen zahlen müssen! Die zahlen lieber als das sie e-Autos in Massen verkaufen und auf die 5l und mehr Hubraum-Monster zu verzichten....


      • Kleiner Nachtrag: ich durfte letztens einen Dodge Challenger SVE mit einem 634er Motor fahren! Zur Info zum Motor: 634 heißt 10,38l Hubraum - und rund 800PS ohne Kompressor oder Turbo! Und das Teil kam so ab Werk - man konnte da auch noch einen 2,3l Kompressor drauf bestellen! Fahrbar? Na, ja......

        (SVE ist Specialty Vehicle Engineering und ist ein Teil des Dodge-eigenen Tuning-Betriebs SRT)


  • Was soll denn so eine Überschrift?
    Vor einigen Tagen war hier noch großes Drama aufgrund der angemeldeten Insolvenz und es war von einem Neuanfang die Rede und jetzt lese ich hier wieder diese BILD-Überschrift. Abgesehen davon wird die Eingangsaussage, warum Tesla sterben wird nicht einmal belegt. Was wohl damit zusammenhängt, dass sie sich nicht belegen lässt.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Das ist ein Kommentar.

      Was hat eine Insolvenz mit einer Überschrift zu tun, die Dir nicht gefällt? Ich finde sie auch etwas click-baity. Auf der anderen Seite ist es nicht aus der Luft gegriffen: Ohne einen Investor wird Tesla definitiv nicht überleben können. Es ist fraglich, ob das dann noch das Tesla sein wird, das wir heute kennen.


      • Die zwei Aspekte auf die ich hinauswollte:
        Qualität: Mit solchen Überschriften hebt sich Androidpit nicht von der Masse anderer Magazine ab (leider ist der Trend zu dieser Art Überschrift überall zu verfolgen, man scrolle nur mal durch Google News).
        Kritik an Inhalt der Überschrift: Für mich klingt diese so als sei Teslas Untergang zu 100% besiegelt. Das ist aber nicht der Fall, sondern nur WENN kein Investor gefunden wird bzw. Kosten gesenkt werden oder besser noch alles auf einmal. Die Situation ist schwierig für Tesla (das ist aber nichts Neues) und ich dachte bei der Überschrift des Artikels es gäbe neue Informationen die das Schicksal des Unternehmens jetzt besiegeln würden.

        Dass der Artikel ein Kommentar war, habe ich tatsächlich überlesen, mein Fehler.


  • "eines ist in Stein gemeißelt: Das Elektroauto ist die Zukunft, mit oder ohne seinen größten Pionier." Witzig! Elektroauto ist eine Sackgasse. Man muss schon recht einfältig sein, um darin die Zukunft zu sehen. Die erste große Achillesferse ist das Laden. Selbst ein Tesla braucht für das vollständige Laden 35 Minuten. Normale Elektroautos weit länger.
    Aber nehmen wir doch mal an, es erfolgt ein technologischer Sprung und der Akku wäre in 20 Minuten geladen. Für eine effektive Strecke von 400 KM (keine Laborwerte), inklusive Heizung oder Klimaanlage. Und ich rede nicht von alle 150 KM aufladen, sondern bis zur Reserve fahren, wie ein Benziner, dann laden. Ich will ja nicht andauernd an der Ladesäule rumgammeln. Die Ingenieure würden sich so was von feiern, aber es wäre immer noch zu lang. Schon mal mit dem Auto in den Urlaub gefahren? Dann wissen sie ja, das an den Autobahntankstellen durchaus mal 5 oder mehr Autos vor einem zum tanken warten. Macht nichts, bei einem Benziner dauert der reine Tankvorgang 3 Minuten. Aber bei einem reinen Ladevorgang von 20 Minuten? Undenkbar. Und wie sieht es in den Städten von klein bis groß aus? Wie wollen sie da die ganzen Autos laden? Und wie gesagt, die 20 Minuten Ladezeit sind Zukunftsmusik.
    Dann erkundigen sie sich zusätzlich mal über die immense Umweltzerstörung bei der Gewinnung von Silizium und Kobalt. Bei Kobalt zusätzlich noch über die erbärmlichen Arbeitszustände bis hin zu massiver Kinderarbeit.
    Nächste Problem ist die Haltbarkeit der Akkus. Mein Benziner hat 180.000 Kilometer runter.
    Wird ein Li-Io – Akku nie schaffen. Was kostet dann Ersatz? Wie wird der Alte entsorgt?
    Nee, lass mal.


    • Volle Zustimmung.


    • Und das Cobalt in deinem Katalysator wurde Fair Trade abgebaut?


      • Ach so, ja dann ist es ja egal, ob da Kinder krepieren. Geht halt nicht anders.

        Dass so ein Kommentar noch einen Daumen von Fabien bekommt, wundert mich dann auch etwas.


      • Sind die schon soweit, dächte eher das Cobalt-Katalysatoren nur industriell benutzt werden sollen bei der wasserspaltung, da titan ja als sehr selten gilt und viel zu teuer wäre um dies da zu benutzen?!


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Was Merlin meinte: Der Abbau von Rohstoffen ist heute insgesamt ein riesiges Problem - sowohl aus ökologischer, aber auch ethischer Sicht. Und Rohstoffe werden aktuell überall in dr Autoindustrie gebraucht. Ganz gleich, ob Stromer oder Verbrenner.


      • Das ist natürlich richtig. Dennoch ist das auch ein Negativpunkt für Elektro. Und als nichts anderes hat es @Bernhard Feder gewertet, woraufhin @Merlin widersprochen hat. Aber neue Technologie sollte immer die Schwächen der alten vermeiden, was im Falle Elektro nicht passiert.


      • Na klar: "ein Negativpunkt für Elektro", wenn ein paar WIEDERVERWERTBARE Ressourcen abgebaut werden...
        Der Sprit für Deinen Verbrenner ist weder bei der Gewinnung noch bei Verbrauch umweltfreundlich und mit absoluter Sicherheit nicht recycelbar!


    • Alles soweit richtig, bis auf den Punkt mit der Haltbarkeit, da hat zumindest Tesla die Nase deutlich weiter vorne als du mit deinem verbrenner. Bei uber 400.000km haben die Akkus noch mindestens 85% Kapazität. Und das betrifft nur den Akku nicht den restlichen antriebsstrang.


      • Das ist ja durchaus positiv, aber warum hat Tesla damit die Nase vorn? Verbrenner schaffen solche Kilometerstände mit unter schon seit Jahren, wenn sie denn pfleglich behandelt werden. Natürlich gibt es mitunter auch mal Probleme, keine Frage, aber Tesla hat hier meiner Meinung nach keinen klaren Vorteil.


      • Tesla habe ich genannt weil es dazu einige berichte im Netz gibt, wo eine derart hohe Laufleistung erreicht wurde, von den anderen BEVs habe ich noch nichts gelesen.

        Und ja es gibt auch Verbrenner mit 400.000km und mehr auf der Uhr, aber nur weil die Motoren noch laufen heißt es nicht dass sie noch in guter Verfassung sind. Da ist so ziemlich alles durch oder schon mal getauscht worden. Injektoren, Rußfilter,Benzinfilter, Zündkerzen, Steuerkette, Turbolader usw....
        Und von den "Pferden" die der Motor mal hatte dürften auch einige verstorben sein ;-)

        Ein Elektromotor ist halt verdammt simple, die laufen 24/7/365 und das über Jahre, das schaffen Verbrenner einfach nicht.


      • Da gebe ich dir durchaus Recht. Wie gesagt, natürlich läuft nicht immer alles glatt, aber was moderne Verbrenner mittlerweile mitmachen, ist schon beachtlich. Der E-Motor hat allein durch die Simplizität aber durchaus gewisse Vorteile, das stimmt.


    • Klar wird es die Zukunft sein. Nur einige Länder in Europa haben es noch nicht gemerkt, da das Negativ-Bashing um die eigene alte Autoindustrie zu schützen noch so gross ist. Aber da habe ich keine Sorge, es geht in diesen Ländern einfach etwas länger und wird umso schmerzhafter sein wenn die Erkenntnis dann da ist. Obwohl die ganze Technik sehr schnell voranschreitet zeigen Länder wie Norwegen das es heute schon funktioniert. Und zur Frage ob ich schon mal mit einem Elektroauto in den Urlaub gefahren bin: Ja und es geht problemlos. Nach 3 Stunden Fahrt 20-30 Minuten laden ist ja wirklich kein Problem, da sind die tollen Staus in Deutschland viel grössere Probleme. Zudem laden Tesla Model 3 seit ein paar Tagen fast doppelt so schnell wie vorher. 20 Minuten sind KEINE Zukunftsmusik mehr! Wie gesagt, die Technik entwickelt sich sehr schnell im Gegensatz zum Verbrenner. Und wenn Sie schon mit Umweltzerstörung kommen - was ja bei der Ölförderung einfach wie immer ausgeblendet wird - neue Tesla Model 3 haben weniger als 3% Kobalt und vermutlich bald gar kein Kobalt mehr. Auch hier geht es schnell vorwärts und der Akku kann zu 97% recyclet werden. Ja heute schon. Und ich kenne einige Tesla Fahrer mit Akkus die weit über 200'000km mit dem ersten Akku gefahren sind - auch das ist kein Problem, es gibt sogar solche mit über 400'000km - und wenn mal einer defekt ist können einzelne Akkupakete einzeln ersetzt werden. Auch kein Problem. Aber in dieser Zeit haben Sie X-Tonnen von Benzin oder Diesel unwiderruflich vernichtet, ganz zu schweigen von all den anderen Verschleissteile die ein Elektroauto zum Glück nicht mehr hat. Abschliessend: Fortschritt ist nicht aufzuhalten - auch wenn solche Bashing-Berichte noch viele verunsichern. Je mehr Leute sich genau mit dem Thema beschäftigen und einmal über den Tellerrand schauen, merken wie sie mit solchen Berichten überall manipuliert werden.


      • Der einzige Grund warum dem Batterieauto die Zukunft gehört, ist die Alternativlosigkeit anderer Antriebe. Dass Batterieautos eher eine Notlösung sind, ist allgemein bekannt.


      • Zu dem Thema habe ich immer folgenden Kommentar bereit: Die Aussage, E-Autos sind DIE Zukunft, untergräbt irgendwie unseren Glauben an die Innovationskraft der Ingenieure. Niemand kann diese Frage zum aktuellen Zeitpunkt tatsächlich beantworten. Wer sagt denn, dass wir in 5 Jahren nicht eine perfekte Alternative finden, die noch viel ökologischer und effizienter ist? Ich habe keine Ahnung, nur bin ich weiterhin der Meinung, dass noch viele Fragen nicht endgültig beantwortet sind, als dass wir behaupten könnten, dass E-Autos definitiv die nächste Stufe der Mobilität sind.
        Natürlich wird vor allem hierzulande die Autoindustrie geschützt, was ich aber nicht mal für negativ halte, bedenkt man, wieviele Arbeitsplätze nun mal daran hängen. Norwegen ist ein schönes Fallbeispiel. Hier wird so massiv subventioniert, dass viele E-Autos gekauft werden. Nur werden sie so stark subventioniert und lange Zeit in verschiedener Hinsicht bevorzugt behandelt, dass sie letztlich gar nicht mehr wirklich in Konkurrenz mit Verbrennern stehen.


    • "Nächste Problem ist die Haltbarkeit der Akkus. Mein Benziner hat 180.000 Kilometer runter.
      Wird ein Li-Io – Akku nie schaffen. Was kostet dann Ersatz? Wie wird der Alte entsorgt?
      Nee, lass mal." - Ach, wieso glaubst du das? Selbst in Europa bekommst du gebrauchte Teslas mit ähnlicher Laufleistung - und da sind die Akkus nicht die eigentlichen Problemquellen!
      Ganz im Gegenteil! Auch in den USA, wo viele gebrauchte Teslas auf den Markt kommen. Dort werden die Akkus sogar en Gro von verschiedenen Firmen aufgekauft und als Speicherzellen für Solarladestationen benutzt.


  • TESLA war DER Impulsgeber in diesem Bereich.

    Mittlerweile ist die Technologie so weit vorangeschritten, die Akzeptanz beim interessierten Endkunden deutlich angestiegen und die Industrie beackert dieses neue Spielfeld in so hohem Tempo, dass es für die weitere Entwicklung komplett unerheblich ist, ob TESLA weiterbesteht oder nicht.


    • Fabien Roehlinger
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      vor 5 Monaten Link zum Kommentar

      Dem würde ich zustimmen. Im Übrigen ist es für auch unerheblich, ob nun E-Auto oder Brennstoffzellen das endgültige Rennen macht. Fakt ist, dass gerade nicht nur die Reichweiten der E-Autos stark steigen und gleichzeitig die Lade-Infrastruktur auf- und ausgebaut wird. Diese müsste dann für Brennstoffzellen ebenfalls noch geschaffen werden.

      Was man in jedem Falle sagen kann: Die Zeit der Verbrenner ist endgültig und unwiderruflich vorbei.


      • Das hieß es auch schon in den 1970er Jahren, weil Benzin nur noch für höchstens 20 Jahre reichen sollte.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
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        vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Stimmt. Aber die öffentliche Meinung hat sich die letzten fünf Jahre aus meiner Sicht radikal verändert.


      • Die Reichweiten der E-Autos steigen stark? Also seit dem Model S irgendwie nicht wirklich :P Das war auch schon mit über 400 km angegeben, die neuen Modelle von Mercedes und Audi schaffen auch nur um die 400 km. Eine Steigerung kann ich da in den letzten Jahren nicht erkennen. Die Ladegeschwindigkeit steigt, ja, aber leider nicht die Reichweite.


      • Man braucht schlichtweg keine unendliche Reichweite. Wenn wir weiter so denken, dann wird das mit der großspurig angekündigten Mobilitätswende nix. Individuelle Mobilität ist extrem unweltschädlich, ob Verbrenner, Elektro, Hybrid oder Brennstoffzelle ist dabei vollkommen egal. Wenn man das aus ökologischem Antrieb vorantreiben will, dann sollte man damit Anfangen Güter- und Personenverkehr Massenverkehrsmittel wie Bus und Bahn zu richten. Wie macht man das? Richtig: Günstiger, schneller und zuverlässiger Personen nah- und Fernverkehr. In Deutschland noch mehr eine Utopie als sonstwo.
        Wenn man mal einen Blick in die Autos wirft, die in Ballungsbieten so unterwegs sind, wird kaum einer von denen mehr als 40-60km am Tag im Jahresdurchschnitt unterwegs sein. Dafür reicht ein E-Auto mit einer realistischen Reichweite von 100-150km dicke! Die Leute, die einen Tesla oder irgendein anderes E-Auto mit >300km Reichweite kaufen, tun das nicht aus Umweltschutzgründen, sondern einfach weil sie ein Luxusvehikel fahren wollen. Wer etwas anderes Behauptet, der hat nicht verstanden wie Emissionen funktionieren.
        Für unregelmäßige Urlaubsfahrten genügt ein gemieteter Verbrenner, Bahn oder wenns nach Elon Musk geht 'n Hyperloop.
        Was hier von vermeintlichen Profis so komplett schwarz-weiß ala E-Auto ist die Zukunft/ist Mist, gemalt wird, hat nichts mit einer Mobilitätswende zu tun, sondern führt einfach nur ein moderner Glaubenskrieg.


      • Was man auch sagen kann ist, das ein Brennstoffzellen-Auto, sprich ein Fahrzeug dessen Energieträger Wasserstoff ist, ebenfalls ein Elektrofahrzeug ist. Ich bin hier weder pro noch anti Tesla. Ich will nur das die Kinder meines Sohnes später mal sagen, das war eine gute Entscheidung. Die 2 Generationen vor mir haben es jedenfalls mal ziemlich verknackt. Und auch ich muss mich mit meinem Musik und Video Streaming an die eigene Nase fassen. Es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Aber wenn wir nicht alle langsam Umdenken und an einem Strang ziehen, werden wirklich alle in einen rostigen Nagel treten.


    • Absolut. Es werden von allen Herstellern BEV entwickelt oder aktuell auf den Markt gebracht, dass es Tesla nicht mehr als treibende Kraft braucht. Vor einigen Jahren sah das ganze noch anders aus als Tesla noch nahezu allein auf weiter Flur war.

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