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6 Min Lesezeit 131 Kommentare

Warum Datenschutz jeden angeht (und nicht nur diejenigen, die etwas angestellt haben)

Wir leben in unruhigen Zeiten. Man hat aktuell den Eindruck, als gelangten überall auf der Welt zeitgleich Menschen an die Macht, die nur ihre eigenen, persönlichen Interessen im Blick haben. Es scheint, als gewinne derzeit derjenige, der am Lautesten ist. Egal ob in Großbritannien, den USA, Russland oder gerade in der Türkei – die Sachlichkeit scheint sich zurückzuziehen, und die Politik wird gefühlt radikaler.

Gleichzeitig vertrauen wir Menschen immer mehr Unternehmen unser Allerheiligstes an: unsere Daten.

“Nicht schon wieder eine Datenschutzdebatte”, höre ich Euch jetzt aufstöhnen. Man hat ja schließlich nichts verbrochen und von daher nichts zu befürchten. Und wer interessiert sich schon, wohin man gerade läuft, was man so schreibt oder welche Dinge man im Internet bestellt?

Ohne Daten gäbe es heute viele Geschäftsmodelle gar nicht

Offen gestanden gehöre auch ich zu den Menschen, die recht sorglos mit ihren Daten umgehen. Schließlich bekomme ich dafür auch eine Menge: kostenlose Office-Programme à la Google Docs, E-Mail, Gratis-Unterhaltung bei YouTube oder einen virtuellen Trainer bei Runkeeper. Statt mit Geld bezahlen wir mit unseren Daten – zum Beispiel, welche Videos wir uns angucken. Daraus können dann Interessen abgeleitet werden, und vor dem nächsten Gratis-Filmchen sehen wir dann vielleicht den neuesten Star-Trek-Trailer. Oder der Anbieter einer Lauf-App findet heraus, mit welchen Schuhen seine Nutzer präferiert laufen – und verkauft die Werbeflächen an die Konkurrenz.

Soweit, so gut. Das tut niemandem weh, sondern kann durchaus noch als Service verstanden werden. Was aber, wenn wir jetzt die Marketing-Brille abnehmen und die eines totalitären Staates aufsetzen? Dann ließe sich aus den Daten allerhand mehr auslesen. E-Mails und Social-Media-Einträge deuten beispielsweise auf politische Ansichten hin. Im harmlosesten Fall werden im Gegenzug Videos mit politischen Statements eingeblendet. Und im Zweifelsfall können ganze Bewegungsprotokolle und -muster erstellt werden, um so Menschen zu denunzieren, zu verfolgen oder zu überwachen.

Zugegeben: Das ist ein Horrorszenario, welches ich (bisher) als schlechte Science-Fiction abgetan habe. Selbst mit dem in den USA geltenden Patriot Act – einem Gesetz, mit dem staatliche Behörden mit relativ geringem Aufwand auf sämtliche in den USA gespeicherte Daten zugreifen können – konnte ich mir kaum eine Situation vorstellen, in der man (oder konkreter ich) ins Fadenkreuz von staatlichen Institutionen geraten könnte. Denn nur die USA sind aus meiner Sicht in der Lage, auf derart umfassende Daten zuzugreifen (fast alle erfolgreichen Internet-Unternehmen sitzen in den USA), diese zu analysieren und gegebenenfalls Zusammenhänge zu erstellen. Und selbstverständlich habe ich mir sowieso nichts vorzuwerfen.

Es fängt beim Profiling an und hört bei staatlichen Aktivitäten auf

Der nach Walmart zweitgrößte Discounteinzelhändler der USA, Target, verschickt regelmäßig Gutscheine. So auch vor einiger Zeit in Minneapolis, woraufhin dann ein wütender Mann in die Filiale stürmte und sich beim Filialleiter darüber echauffierte, dass man seiner Tochter offenbar falsche Gutscheine zugeschickt habe. “Meine Tochter hat diese hier in der Post gefunden. Sie ist noch in der Highschool und Sie schicken ihr Rabattmarken für Babysachen und Kinderbetten? Wollen Sie sie etwa ermuntern, schwanger zu werden?”

AndroidPIT payback 2701
Auch außerhalb der digitalen Welt hinterlassen wir viele Daten / © AndroidPIT

Nach der Durchsicht der Gutscheine musste der Filialleiter feststellen, dass die Gutscheine für Wickelkommoden und Schwangerschaftsmode ganz offensichtlich an die Tochter adressiert waren. Er entschuldigte sich aufrichtig beim Mann und meldete sich ein paar Tage später erneut, um den Vater für den Ärger um Verzeihung zu bitten. Zu seinem Erstaunen entschuldigte sich dieser dann beim Fililalleiter. “Ich hatte ein längeres Gespräch mit meiner Tochter. Dabei musste ich feststellen, dass es Aktivitäten in meinem Haus gibt, von denen ich keine Ahnung hatte. Sie wird im August ein Kind bekommen. Und ich bitte Sie um Entschuldigung.”

Das war im Jahr 2012. Was war passiert? Natürlich war es damals kein Versehen von Target, der jungen Frau diese Werbung zu schicken. Vielmehr haben die Algorithmen des Unternehmens so gut funktioniert, so dass man die werdende Mutter anhand ihres Kaufverhaltens als “schwanger” einstufen konnte.

Solche Algorithmen basieren auf “Big Data”, und es gibt sie nicht nur im Marketing. Es liegt nahe, dass auch Behörden auf die Macht der Daten setzen – und einschreiten, bevor etwas passiert. Die bayerische Polizei testet in einigen Feldversuchen das “Predictive Policing”. Heißt: Verbrechensbekämpfung ohne vollzogenen Tatbestand.

"Predictive Policing" ist schon heute Realität bei der deutschen Polizei.

Das klingt erstmal alles nicht schlecht. Gerade in den unruhigen Zeiten, in denen wir aktuell leben, sehnen sich Menschen nach dem Gefühl der Sicherheit. Was aber, wenn sich Algorithmen täuschen? Oder wenn man plötzlich ins Fadenkreuz von Ermittlern gerät, nur weil zufällig Terroristen ein ähnliches Verhaltensmuster aufzeigen?

Man stelle sich vor: Ein junger Mann geht gerne in die Eisdiele, die sich zufälligerweise neben eines Salafisten-Treffpunkts befindet. Davon weiß er aber nichts. Er stellt irgendwann fest, dass er deutlich mehr Sport machen müsste und ändert seinen eher trägen Bewegungsstil. Wegen Renovierungsarbeiten kauft er im Baumarkt Bleichmittel, Kalk und andere Dinge. Die Algorithmen der Nachrichtendienste schlagen an, und beim nächsten Einreiseversuch in die USA wird er an der Immigration Control abgewiesen.

...und wer bewacht die Wächter?

Nun mag man vermuten, dass sich ein solches Missverständnis ja einfach aufklären ließe. Allerdings wachsen die beim Profiling verwendeten Datenmengen stetig an – und gleichzeitig kommen in der Datenverarbeitung in zunehmendem Maße neuronale Netze zum Einsatz, um der Informationsflut Herr zu werden. Neuronale Netze arbeiten nach extrem einfachen Regeln, doch aus diesen simplen Gesetzen entsteht ein Apparat, dessen genaue Funktionsweise sich im Nachhinein nur noch sehr schwer bis überhaupt nicht mehr nachvollziehen lässt. Doch wie kann man sich nun als ein Profiling-Opfer erklären, wenn der fatale Output das Ergebnis einer Black Box, und der Input aufgrund seiner Masse überhaupt nicht mehr greifbar ist?

Hinzu kommt, dass unsere Daten nur solange sicher sind, solange diese nicht missbräuchlich verwendet werden. Hier war ich mir lange Zeit sicher, dass das niemals geschehen würde. Der Patriot Act war zwar auch für mich ein grober Eingriff in unsere Bürgerrechte. Allerdings heiligte für mich der Zweck die Mittel. Dass eine Regierung ein so mächtiges Werkzeug, wie unserer aller Daten willkürlich einsetzen könnten, erschien mir völlig unrealistisch.

Dass wir bisher fast schon unbedarft auf Datenschutz mehr oder weniger verzichten, kann man wahrscheinlich damit erklären, dass wir im Großen und Ganzen auf unsere Rechtsstaatlichkeit vertrauen. Wie empfindlich diese ist, sieht man alleine schon daran, dass ein Staat wie Frankreich aufgrund des Terrors gezwungen ist, seine Regierung mit Sonderrechten auszustatten und dieses Mandat immer wieder zu verlängern. Was also, wenn ein eher totalitär ausgerichteter Staat die Macht über so viele Daten hätte? Kann man sich sicher sein, dass ein solches System die Daten nicht auch für Säuberungen nutzen würde, um beispielsweise mehrere tausend andersdenkende Staatsbedienstete loszuwerden? Können wir darauf vertrauen, dass die teils aufgeheizte Stimmung auch Demokratien in der westlichen Welt taumeln lässt?

Nicht missionieren, aber aufklären!

Um ehrlich zu sein gehen mir viele Datenschutz-Artikel ziemlich auf den Senkel. Sie kommen oftmals sehr schulmeisterlich daher und lassen mich mit den mahnenden Worten "Du solltest auf der Hut sein – Skynet ist nah!" zurück. Von Verschwörungstheorien hat niemand etwas. 

Trotzdem möchte ich beim Aufklären helfen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass all das, was wir heute an digitalen Spuren hinterlassen, auch irgendwann gegen uns verwendet werden könnte. Und zwar  unabhängig davon, ob wir nun etwas getan haben. Oder eben auch nicht.

In diesem Sinne: 

"I'll be back!"

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Top-Kommentare der Community

  • Aries 23.07.2016

    Endlich mal ein kritischer Artikel! Vielen Dank dafür!

    Ich höre schon die Stimmen "Dann darfst Du kein Smartphone nutzen". Aber nicht einmal das schützt davor, dass meine Daten nicht in den großen Datenbanken landen. Dafür sorgen die anderen, bei denen ich in den Kontakten stehe, die mich auf Fotos in sozialen Netzwerken markieren usw.

    Wenn ich noch selbst darüber bestimmen könnte, wer, wann, welche Daten von mir bekommt, wäre das noch akzeptabel. Wenn ich die AGB und Datenschutzrichtilinien der von mir genutzten Dienste und Apps nicht lese, ist das mein Problem. Aber wir alle gehen mit Daten Dritter unbewußt leichtfertig um. Noch viel schlimmer: Wir machen uns dazu keine Gedanken. Und wenn wir darauf hingewiesen werden, wischen wir das Problem mit "Die können doch alles knacken" vom Tisch.

  • C. F.
    • Blogger
    27.07.2016

    Überzeugende Argumente gegen Massenüberwachung
    Es gibt eine Menge gute Argumente gegen staatliche Massenüberwachung. Mit Hilfe von Threema-Nutzern haben wir die besten zusammengetragen:

    Unvereinbarkeit mit Demokratie:

    Durch staatliche Massenüberwachung werden die Bürger unter Generalverdacht gestellt, was ein ausdrückliches Misstrauensvotum des Staates gegenüber seiner Bürger ist. Durch diese anlasslose Überwachung wird das Vertrauensverhältnis von Bürger zu Staat tiefgründig gestört.

    Massenüberwachung stellt die Umkehrung des demokratischen Grundprinzips dar, wonach die Bürger die Regierenden überwachen, und ist somit mit den Werten einer Demokratie nicht vereinbar.

    Zweifelhafter Nutzen:

    Massenüberwachung tangiert primär unbescholtene Bürger, da Kriminelle ohnehin auf unüberwachte Kanäle oder schwer überwachbare Kommunikationsformen ausweichen, welche für gewöhnliche Bürger nicht praktikabel sind.

    Massenüberwachung wird mit Terror-Bekämpfung gerechtfertigt. In der Vergangenheit hat sich Massenüberwachung jedoch nicht als taugliches Mittel erwiesen, um Terror-Akte zu vereiteln.

    Unliebsame Folgen und unnötige Risiken:

    Wer überwacht wird (und darüber Bescheid weiss), ändert sein Verhalten und letztlich sein Denken. So führt Massenüberwachung von Selbstzensur des Einzelnen zu einer konformen Gesellschaft als Ganzem.

    Massenüberwachung verunmöglicht vertrauliche Kommunikation. Anwälte und Ärzte können nicht mit Klienten resp. Patienten kommunizieren, ohne ihre gesetzliche Schweigepflicht zu verletzen.

    Durch Massenüberwachung gesammelte Daten können gestohlen werden. Mit jeder Vervielfältigung von Daten wird die Gefahr erhöht, dass Unberechtigte Zugriff darauf erlangen.

    Durch Massenüberwachung gesammelte Daten können missbraucht werden. Selbst wenn ein Missbrauch zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich erscheint, können gegenwärtig gesammelte Daten in Zukunft missbraucht werden.

    Es ist noch nicht absehbar, welche Rückschlüsse die durch Massenüberwachung gesammelten Daten – insbesondere Metadaten – auf ihre Erzeuger zulassen. Somit ist unklar, worauf man sich mit Massenüberwachung überhaupt einlässt.

    Entgegnung auf «Ich habe nichts zu verbergen»:

    «Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten» ist kein gültiges Argument, weil Privatsphäre ein Wert an sich ist und nicht nur zu wahren ist, wenn es etwas zu verbergen gibt.

    Wer Massenüberwachung mit der Begründung befürwortet, er habe nichts zu verbergen, muss gemäss dieser Logik auch bereit sein, Überwachungskameras in seinem Schlafzimmer installieren zu lassen (oder aber zugestehen, dass er dort etwas zu verbergen hat).

    Wer Daten erzeugt, ohne dabei geltendes Recht zu verletzen, sollte frei bestimmen können, was damit geschieht. Die anlasslose Speicherung durch den Staat kommt einer Enteignung gleich.

    Befürworter von Massenüberwachung argumentieren: Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, muss auch nichts verbergen. Aber wer sich nichts zuschulden kommen lässt, muss auch nicht überwacht werden.

    Entgegnung auf die Rechtfertigung durch erhöhte Sicherheit und Terrorbekämpfung:

    Kein noch so hoher Grad an Überwachung kann je völlige Sicherheit garantieren. Die Forderung nach mehr Überwachung mit Berufung auf erhöhte Sicherheit ist daher schrankenlos.

    Massenüberwachung wird mit Terror-Bekämpfung gerechtfertigt. Ein mögliches Ziel terroristischen Kalküls ist aber die Subversion der demokratischen Gesellschaft, und die Preisgabe der Privatsphäre ist diesem Ziel gerade zuträglich.

    Massenüberwachung wird mit Terror-Bekämpfung gerechtfertigt. Dem Terrorismus durch Vereitelung von Anschlägen habhaft zu werden, ist jedoch nur Symptom-Bekämpfung, und es werden nie alle geplanten Terror-Akte verhindert werden können. Um Terrorismus nachhaltig zu bekämpfen, müssen dessen Ursachen angegangen werden.

    Quelle: https://threema.ch/press-files/content/arguments_against_mass_surveillance_de.html

  • Michael K. 25.07.2016

    Ich bin mir nicht sicher, ob man den Schluss einfach ziehen kann. Besonders für kurze Kommentare eigenen sich manche Themen einfach besser als andere.
    Ich habe mir auch überlegt, einen ausführlichen Kommentar zu dem Thema zu schreiben. Das hat aber so viele Facetten (wer sammelt Daten, wer wertet sie, evtl. zum eigenen Schaden aus, welche dritte Parteien, wie bösartige Hacker, zukünftige Arbeitgeber oder der eigene Partner können mit Online-Daten, das können auch Aussagen in Kommentaren wie diesem sein, mir gegenwärtig oder in Zukunft Schaden zufügen), dass der Kommentar endlos lang geworden wäre, sehr viel Zeit gekostet hätte, und wegen seiner Länge vermutlich dennoch kaum gelesen worden wäre.
    Ich halte das Thema für sehr interessant, und finde durchaus, es sollte in zukünftigen Artikeln weiter beleuchtet werden. Beschränkt man sich dabei auf kleinere Ausschnitte aus der Gesamtthematik, wie Datenerfassung durch staatliche und ausländische Geheimdienste, oder eben nur durch die sozialen Netzwerke oder durch Banken und Online-Händler, dann eignet es sich vielleicht auch besser zur Kommentierung in kurzen Kommentaren.

  • Izzy
    • Blogger
    24.07.2016

    Was aber noch lange kein Grund dafür ist, die eigenen Daten auch noch selbst Frei-Haus dort einzuliefern :)

131 Kommentare

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  • C. F.
    • Blogger
    05.08.2016 Link zum Kommentar

    Tja, was soll man sagen? Nach einer Woche war's nur Schall und Rauch - die Artikel drehen sich wieder überwiegend um Pokemon Go und Samsung. Schade. Sehr schade. Wo doch dieses Thema wirklich viel mehr bietet, als nur mal einen Artikel im halben Jahr. Über Datensicherheit und Privatspäre könnte man wöchentlich schreiben.

    Hier wäre doch mal ein guter Gesprächsstoff:

    "Ist der Suchtfaktor von Pokémon GO derartig hoch, dass es Nutzern egal wird, was mit ihren Daten passiert? Oder ist das eher in der Alltagsblindheit zu begründen, die dafür sorgt, dass Datenschutzbedingungen einfach ignoriert werden?"

    https://www.psw-group.de/blog/pokemon-go-virtuelle-monster-bringen-reelle-datenschutz-probleme/3355

    Izzy


    • Dass solche Artikel nicht wöchentlich kommen, war klar. Ein halbes Jahr ist allerdings noch nicht rum...
      Und Artikel, die mit Pokémon GO zu tun haben, sind alles andere als guter Gesprächsstoff.
      MMn gar nicht weiter drüber berichten, umso schneller gerät dieser Bockmist in der Versenkung ;-p


  • Und wie genau sollte man sich nun verhalten?!
    Daten werden doch schon immer in irgend einer Form gesammelt - und sei es nur via diverse Kundenkarten... Selbst wenn ich heue nicht Online bin, kein Telefon besitze/nutze, keine Kundenkarten habe und zum Bezahlen keine Kreditkarten o.ä. nutze, sondern immer nur Bargeld, werde ich spätestens bei einem größeren Betrag (zb. Autokauf) genötigt anzugeben, woher ich das Geld habe (wegen eventuellem Schwarzgeld...)! Was passiert, wenn die Regierungen dieser Welt das Bargeld abschaffen wollen, brauche ich jetzt wohl nicht weiter erörtern?
    Ich könnte schon heute nicht einmal irgendwo auf dieser Welt völlig anonym leben - sobald ich irgendwie mit der Zivilisation in Berührung komme, werde ich "Daten-dienstlich" erfasst. Und wenn es dann keine Daten zu meiner Person gibt, ist das suspekt ... könnte ja ein Terrorist sein ...
    Man kann nicht verhindern, DAS Daten über einen gesammelt werden (jemand der krampfhaft versucht dies zu verhindern, fällt noch mehr auf...), man sollte aber kontrollieren, WELCHE Daten gesammelt werden können - manchmal kann das durchaus unbequem werden ;)


    • C. F.
      • Blogger
      05.08.2016 Link zum Kommentar

      "Und wie genau sollte man sich nun verhalten?!"

      "...man sollte aber kontrollieren, WELCHE Daten gesammelt werden können -..."

      Da hast Du Dir die Antwort ja selber gegeben.


  • Ein sehr guter Artikel. Auch die Kommentare habe ich gespannt gelesen.
    Das Thema ist vielfältig. Gelegentlich mehr davon bitte.

    Auch AndroidPit hat Google Analytics und füttert das System. Mit jedem Besuch auf Android Pit


  • Sehr sachlicher, gelungener Artikel.
    Immer, wenn ich über das Thema nachdenke bekomme ich auch etwas Bammel und bewundere meinen Bruder der aus Datenschutzgründen auf Facebook, Whatsapp und Co verzichtet. Aber im nächsten Moment blende ich die Gedanken dazu wieder aus. Ich weiß, dass es nicht richtig ist und unsere Daten sehr viel Wert sind. Ich denke auch, dass das Internet über mich, im Vergleich zu anderen, deutlich weniger weiß. Aber wahrscheinlich immer noch viel zu viel.
    Danke aber für den tollen Artikel, der einen mal wieder etwas aufweckt!


    • C. F.
      • Blogger
      28.07.2016 Link zum Kommentar

      "Aber im nächsten Moment blende ich die Gedanken dazu wieder aus.".....Warum?


      • Gute Frage. Wahrscheinlich weil ich mit irgendwas anderem wichtigen beschäftigt bin und vergesse wie wichtig es eigentlich ist. Vielleicht auch, weil WhatsApp und Co einfach praktisch sind.


      • Es ist die Konfrontation.
        Sie ist nicht angenehm.

        Keep calm

        C. F.


      • C. F.
        • Blogger
        29.07.2016 Link zum Kommentar

        Aber wenn man mal seinen inneren Schweinehund überwunden hat, dann isses klasse...

        Izzy


  • C. F.
    • Blogger
    27.07.2016 Link zum Kommentar

    Überzeugende Argumente gegen Massenüberwachung
    Es gibt eine Menge gute Argumente gegen staatliche Massenüberwachung. Mit Hilfe von Threema-Nutzern haben wir die besten zusammengetragen:

    Unvereinbarkeit mit Demokratie:

    Durch staatliche Massenüberwachung werden die Bürger unter Generalverdacht gestellt, was ein ausdrückliches Misstrauensvotum des Staates gegenüber seiner Bürger ist. Durch diese anlasslose Überwachung wird das Vertrauensverhältnis von Bürger zu Staat tiefgründig gestört.

    Massenüberwachung stellt die Umkehrung des demokratischen Grundprinzips dar, wonach die Bürger die Regierenden überwachen, und ist somit mit den Werten einer Demokratie nicht vereinbar.

    Zweifelhafter Nutzen:

    Massenüberwachung tangiert primär unbescholtene Bürger, da Kriminelle ohnehin auf unüberwachte Kanäle oder schwer überwachbare Kommunikationsformen ausweichen, welche für gewöhnliche Bürger nicht praktikabel sind.

    Massenüberwachung wird mit Terror-Bekämpfung gerechtfertigt. In der Vergangenheit hat sich Massenüberwachung jedoch nicht als taugliches Mittel erwiesen, um Terror-Akte zu vereiteln.

    Unliebsame Folgen und unnötige Risiken:

    Wer überwacht wird (und darüber Bescheid weiss), ändert sein Verhalten und letztlich sein Denken. So führt Massenüberwachung von Selbstzensur des Einzelnen zu einer konformen Gesellschaft als Ganzem.

    Massenüberwachung verunmöglicht vertrauliche Kommunikation. Anwälte und Ärzte können nicht mit Klienten resp. Patienten kommunizieren, ohne ihre gesetzliche Schweigepflicht zu verletzen.

    Durch Massenüberwachung gesammelte Daten können gestohlen werden. Mit jeder Vervielfältigung von Daten wird die Gefahr erhöht, dass Unberechtigte Zugriff darauf erlangen.

    Durch Massenüberwachung gesammelte Daten können missbraucht werden. Selbst wenn ein Missbrauch zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich erscheint, können gegenwärtig gesammelte Daten in Zukunft missbraucht werden.

    Es ist noch nicht absehbar, welche Rückschlüsse die durch Massenüberwachung gesammelten Daten – insbesondere Metadaten – auf ihre Erzeuger zulassen. Somit ist unklar, worauf man sich mit Massenüberwachung überhaupt einlässt.

    Entgegnung auf «Ich habe nichts zu verbergen»:

    «Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten» ist kein gültiges Argument, weil Privatsphäre ein Wert an sich ist und nicht nur zu wahren ist, wenn es etwas zu verbergen gibt.

    Wer Massenüberwachung mit der Begründung befürwortet, er habe nichts zu verbergen, muss gemäss dieser Logik auch bereit sein, Überwachungskameras in seinem Schlafzimmer installieren zu lassen (oder aber zugestehen, dass er dort etwas zu verbergen hat).

    Wer Daten erzeugt, ohne dabei geltendes Recht zu verletzen, sollte frei bestimmen können, was damit geschieht. Die anlasslose Speicherung durch den Staat kommt einer Enteignung gleich.

    Befürworter von Massenüberwachung argumentieren: Wer sich nichts zuschulden kommen lässt, muss auch nichts verbergen. Aber wer sich nichts zuschulden kommen lässt, muss auch nicht überwacht werden.

    Entgegnung auf die Rechtfertigung durch erhöhte Sicherheit und Terrorbekämpfung:

    Kein noch so hoher Grad an Überwachung kann je völlige Sicherheit garantieren. Die Forderung nach mehr Überwachung mit Berufung auf erhöhte Sicherheit ist daher schrankenlos.

    Massenüberwachung wird mit Terror-Bekämpfung gerechtfertigt. Ein mögliches Ziel terroristischen Kalküls ist aber die Subversion der demokratischen Gesellschaft, und die Preisgabe der Privatsphäre ist diesem Ziel gerade zuträglich.

    Massenüberwachung wird mit Terror-Bekämpfung gerechtfertigt. Dem Terrorismus durch Vereitelung von Anschlägen habhaft zu werden, ist jedoch nur Symptom-Bekämpfung, und es werden nie alle geplanten Terror-Akte verhindert werden können. Um Terrorismus nachhaltig zu bekämpfen, müssen dessen Ursachen angegangen werden.

    Quelle: https://threema.ch/press-files/content/arguments_against_mass_surveillance_de.html


    •   33
      Gelöschter Account 27.07.2016 Link zum Kommentar

      Sehr gut! Ganz der Meinung.
      Hier auch was interessantes:

      www.kuketz-blog.de/?s=Überwachung+


  • A. K.
    • Mod
    27.07.2016 Link zum Kommentar

    Wie sieht es eigentlich mit Facebook und Schattenprofilen aus? Hab kein FB und ich finde es irgendwie doof, dass FB Schattenprofile erstellt. Ich meine woher nehmen die sich das Recht? Das ist eine Prinzipsache und fast schon mit Stalking vergleichbar.
    Kann man dagegen vorgehen bzw ist das überhaupt rechtens?


    • Da Facebook keine deutsche Firma ist kann der Bürger selber nichts machen. Deutsches Recht ist nicht anwendbar.


      •   40
        Gelöschter Account 01.08.2016 Link zum Kommentar

        natürlich kann der Bürger was machen. Er macht bei Facebook einfach nicht mit.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        01.08.2016 Link zum Kommentar

        Das ist natürlich der einfachste Weg. Auf der anderen Seite wird man das Menschen aber auch nicht so einfach begreiflich machen können. Aus meiner Sicht müssen die demokratischen Staaten wenigstens so tun, als wolle man seine Bürger und deren Rechte schützen. Aktuell leben wir in diesem Bereich wirklich im wilden Westen.

        Wörtlich gesprochen...

        Izzy


      •   40
        Gelöschter Account 01.08.2016 Link zum Kommentar

        der einfachste Weg scheint das für die vielen Facebook-Junkies offensichtlich nicht zu sein, sonst würden es ja alle machen. Sag du mal einem Raucher (oder anderweitig Drogenabhängigen), der zwar nicht mehr rauchen möchte aber nicht davon loskommt, dann hör doch einfach auf ;-)
        Ich hab beides hinter mir, hab einfach aufgehört ;-) Ich war Facebook-Nutzer der ersten Stunde (die meisten in D hatten noch nicht mal Internet), wenn auch von Anfang an nicht sonderlich euphorisch, aber als die nervigen Benachrichtigungen a la "hilf Stefan seine Farm weiter aufzubauen..." überhand nahmen, die Leute ständig nur noch belanglosen Müll posteten wie "bin jetzt am Flughafen München und langweile mich" , "der Hund von Tante Käthe hat Durchfall", Katzen- und Essensfotos etc, da ist das ganze in totales Desinteresse meinerseits abgedriftet - schon lange bevor das ganze FB generalstabsmäßig durchkommerzialisiert wurde. Mein Account existiert noch (zum Glück nie mit Klarnamen angelegt und keine Fotos gepostet) aber ist eigentlich tot.
        Und Rauchen ging eines Tages in der Tat von heute auf morgen, ganz ohne Plan ;-)

        Aber das aus deiner Sicht die demokratischen Staaten mindestens so tun sollten als ob sie unsere (Datenschutz)Rechte wahren, ist ja wohl kompletter Unsinn. Entweder machen sie es richtig oder gar nicht, wir haben schon genug Alibi-Politik die nix bewirkt. Und genug Fake-Politiker a la Dobrindt und Konsorten haben wir auch schon, da ist bestimmt kein weiterer Bedarf ;-)


  • Der Artikel fasst alle meine Gedanken/ Befürchtungen zusammen, toll geschrieben!!
    Es geht nicht (nur) darum, Angst und Schrecken zu verbreiten, aber Leute: seid einfach ein bisschen vorsichtig und macht euch ab und zu mal ein bisschen Gedanken!

    "Schön war's gestern auf der Kirmes! Ich habe ganz viele Bilder gemacht! Die schönsten habe ich schon auf FB hochgeladen. Ich glaube, auf einem bist du auch drauf, da wo du auf dem Tisch getanzt hast!" sagte eine Freundin gedankenlos zu mir, die weiß, dass und vor allem WARUM ich kein FB habe....


  • Danke für den Artikel und die Diskussion dazu. Trifft voll meine Meinung.

    Man muss nicht zugunsten der Sicherheit auf die Vorteile verzichten. Beispiel Suchmaschine: Ich nutze nicht Google, sondern Startpage - Google-Qualität ohne Speicherung der IP-Adresse.

    Noch eine Ergänzung, wie man die Puzzle-Bildung so erschweren kann, dass es sich für die meisten Profiler nicht mehr lohnt. Nicht mit einer Identität surfen, sondern mit mehreren:

    http://litfas.de/computertreff/sichere_zugangsdaten_namen.php

    Es gibt viele Möglichkeiten, die eigenen "Spuren" zu verwischen, man muss nur bewusst mit der eigenen Identität umgehen. Nicht um aktiv zu betrügen, sondern um sich selbst zu schützen.


  • A. K.
    • Mod
    27.07.2016 Link zum Kommentar

    Mega guter Artikel.

    Find ich gut, Leute in die Richtung zu sensibilisieren.

    Der Schreibstil gefällt mir auch sehr.


  • C. F.
    • Blogger
    26.07.2016 Link zum Kommentar

    Sehr passend zum Thema:

    Constanze Kurz: „Dark Big Data" – Veranstaltung UP° Nord

    https://www.youtube.com/watch?v=BMX6HIennsw

    Dokumentation "Democracy - im Rausch der Daten":

    http://www.swr.de/swr2/kultur-info/dokumentation-democracy-im-rausch-der-daten/-/id=9597116/did=16464860/nid=9597116/14vj9s/index.html

    taz: Herr Serexhe, wie lassen sich globale Überwachung und Demokratie vereinbaren?

    "Bernhard Serexhe: Für mich ist das keine Demokratie, sondern eine Form des smarten Totalitarismus. Jeder darf ein Smartphone benutzen und kommunizieren, mit dem er will – das schon. Jeder gibt seine Daten preis. Offensichtlich ist es so, dass sich viele keine Gedanken mehr darüber machen, was sie dafür in Kauf nehmen: dass die Demokratie abgeschafft wird. Sie wissen es zwar, aber das ist halt so, ich habe ja nichts zu verbergen ist die Haltung."

    http://www.taz.de/ZKM-Kurator-Serexhe-ueber-Ueberwachung/!5238161/


  • Klasse Artikel, gerne mehr davon!


  • Ich möchte Sue und ein paar anderen zustimmen, bitte mehr davon. Die Thematik ist wichtig...


  • Ich empfehle jeden den Dokumentarfilm "Citizenfour" mal anzusehen.
    Betrifft zwar nur die staatliche Komponente, aber hatte doch starke Wirkung auf mich.
    Es ist kaum zu glauben wie komplex und effektiv die Überwachungsmaschine arbeitet.
    Beeindruckend was der Mann auf sich genommen hat. Rein aus seinem Gewissen heraus.


    • A. K.
      • Mod
      27.07.2016 Link zum Kommentar

      Ist mal gemerkt.

      Nachtrag: Hab ihn gesehen, auf jedenfall sehenswert. Hat mich irgendwie zum Nachdenken angeregt obwohl ich mir über die Auswirkungen nicht ganz so bewusst bin.


  • Sorgsamkeit ist sicher angebracht. Nur kann ich dem sammeln persönlicher Daten so gut wie gar nicht entgehen. Da müsste ich schon alles an elektronischen Geräten wie Computer, Laptop, Smartphone, etc. und auch die Bankomatkarte weggeben. Und selbst dann bleibt noch ein gewisser Rest an "Risiko". Die, die wollen, kommen immer an die Daten, die sie wollen. Wenn auch nicht immer legal.


    • Izzy
      • Blogger
      26.07.2016 Link zum Kommentar

      Vollständig entgehen kannst Du dem sicher nicht. Aber einschränken kannst Du es. Und nur weil "die Mächtigen" ja doch immer "irgendwie an die Daten kommen", muss man ihnen das ja nicht unbedingt leicht machen (und alles auf dem Silbertablett servieren bzw. die Daten "frei Haus liefern"). Je größer der Aufwand, je weniger sinnvoll das Unterfangen.

      Das Thema kam ja auch schon im Zusammenhang mit dem NSA Skandal hoch (die kommen ja auch "irgendwie" an die Daten, und "da nützt auch verschlüsseln nichts"). Dennoch: würde wirklich jeder alles verschlüsseln, würde das die Entschlüsselungs-Kapazitäten sprengen – und die Sammler müssten sich mit weniger zufriedengeben.

      Ähnlich kann man das hier auch sehen: Je weniger wir "frei Haus liefern", desto aufwändiger wird es, vollständige Profile zu erstellen. Je mehr Anwender das tun, desto effektiver ist das Ganze. Und eines Tages gibt es dann nur noch vollständige Profile von der "mir doch egal" Fraktion. Ob der das *dann* immer noch egal ist, steht auf einem anderen Blatt – sofern wir überhaupt einmal soweit kommen mit unseren heutigen Lemmingen :)


      • Laut Snowden funktioniert Verschlüsselung. Private Kommunikation sollte man so umsetzen.


      • Izzy
        • Blogger
        26.07.2016 Link zum Kommentar

        Je mehr Leute das tun (nicht nur verschlüsseln – auch Datensparsamkeit üben), desto eher übersteigt der Aufwand Nutzen und Möglichkeiten. Letztendlich werden dann nur noch die Gleichgültigen erfasst – aber denen ist das ja eh egal :)

        PS: Zum Thema "Datensparsamkeit" fand ich gerade in meiner Linksammlung einen Heise-Artikel, Thema »Datenschützer wettert: "Der Präventionsstaat sammelt und sammelt"«. Dort werden viele der hier behandelten Punkte angesprochen: Predictive Policing, "zunehmende staatliche Überwachung", u.a.m. http://heise.de/-3115908


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        26.07.2016 Link zum Kommentar

        Ich will noch weiter gehen: Diejenigen, die etwas zu verbergen haben, werden heute diese Form der Kommunikation gar nicht mehr nutzen. Sie haben mittlerweile ganz eigene Formen entwickelt und tummeln sich in Chatrooms von Computerspielen und "schießen" beispielsweise Botschaften in die Wand.


      • Izzy
        • Blogger
        26.07.2016 Link zum Kommentar

        Sehr guter Punkt, Fabi – dem stimme ich vollauf zu: Die Terroristen/Kriminellen, denen (angeblich) damit zuleibe gerückt werden soll, werden damit ohnehin kaum erfasst. Stichworte: Wegwerf-Telefone (gerne auch geklaut und nur für je einen Anruf), Darknet, etc.pp. Paten kommunizieren auch kaum elektronisch, sagt man – Zettel lassen sich leichter verschlucken als Mobiltelefone, und hinterlassen dann weniger "verwertbare" Informationen #D


      • C. F.
        • Blogger
        27.07.2016 Link zum Kommentar

        Und nicht nur auf die Verschlüsselung achten - die ja eher sekundär ist - sondern auch auf die Metadaten achten. Denn die erstellen Dein Profil in erster Linie.


  • Sue H
    • Blogger
    25.07.2016 Link zum Kommentar

    Ich finde den Artikel gut und würde es begrüßen mehr davon zu lesen, vielleicht als ein wöchentliches Format wie den #ThrowbackThursaday.
    Denn ohne Nachteil kein Vorteil, deswegen finde ich es wichtig, dass auf einer Technik Seite auch mal die negativen Seiten sinnvoll ausgeleuchtet werden.
    Danke für die anderen für den Link zu www.kuketz-blog.de/sitemap, die Seite werde ich mir mal ansehen.
    Persönlich muss ich sagen, hat sich mein eigenes Datenschutzverständnis über die Jahre hin etwas aufgeweicht.
    Wahrscheinlich aus Bequemlichkeit und der Erfahrung, so direkt passiert ja nichts.

    Ich stelle hier einmal den Vergleich zum Rauchen an.
    Wenn jemand anfängt zu rauchen, passiert ja erstmal nichts.
    Würde man allerdings durch ein Guckfenster die eigene Lunge sehen, wie sie sich verändert und sich eher Symptome bilden, dann würden die Leute vllt eher damit aufhören.
    (Im Op habe ich schon mal so eine "schwarze" Lunge gesehen, dass schockt mehr, als wenns irgendso ein Ekelbild ist)

    Würde ich eher sehen, was durch die Datensammelei möglich ist, also wenn plötzlich irgendein Sondereinsatzkommando vor meiner Haustür wegen einem Missverständnis generiert durch ein falsches Auswerten von Daten vor meiner Haustüre stünde, ich würde mein Verhalten im www sicher direkt verändern.

    Im Moment nutze ich Instagram, WhatsApp, Flickr, S-Health, Foto-Apps..
    Früher kämen mir diese Apps mit suspekten Berechtigungen nie auf's Handy (mein Handy kann noch keine Berechtigungen verwalten, Android 5.0) mittlerweile schau ich gar nicht mehr so genau drauf. Mir wäre nie im Traum eingefallen, meine Fahrradstrecken per GPS zu tracken usw. Meine Passwörter hab ich min alle halbe Jahr geändert und jetzt? Immer noch die alten, seit mehr als längerer Zeit.

    Danke für den Artikel, er hat mich ein bisschen wach gerüttelt.
    Ich frag mich, ist es jetzt zu spät?
    Vermutlich, viel ist schon gesammelt worden.


  • hab mich mal mit google plus hier angemeldet um einen kommentar zu posten ;) wenn das keine ironie ist!
    dennoch habe ich im artikel nichts lesen können was mir ersthaft bedenken machen sollte. meiner meinung (und ich finde irgendwie ist dies auch das fazit des artikels) wiegen die positiven sachen die negativen immernoch auf. missverständnisse wie das beispiel mit der eisdiele wird es immer geben und gab es immer. ich sehe nur die regierungen in der pflicht damit pfleglich umzugehen, nicht etwa die daten zu reduzieren. denn auch viele dienste wie google facebook und co sind auch nur deshalb so gut, weil die leute ihre daten abgeben. ZB: es fängt allein schon damit an, das die leute ihre namen auf facebook ändern um nicht von jeden gefunden werden zu könenn. doch für was rauch ich dann ein sozieales netzwerk? wenn ich meinen alten klassenkameraden nciht finden kann, dann reicht auch eine sms um mit bekannten freunden im kontakt zu sein. beispiel2: wenn google keine daten speichern und benutzen dürfte, oder jeder diese unterdrückt, würden in der google suche nur zahlungskräftige firmen ganz oben erscheinen, nicht etwa die erfolgreichesten. anregung3: ich finde eher das man öfter daten speichern sollte, diese dann aber vom staat verwalten lassen sollte: zb wenn ich tv gucke, sollte jemand wissen welchen selnder ich gucke, damit dieser geld bekommt, und hier soltlen keine hochrechnungen angestellt werden. könnte viele sachen auf zählen, doch das liest sich eh niemand durch ;) somit alles nur meine meinugn... grüße


    •   40
      Gelöschter Account 25.07.2016 Link zum Kommentar

      solch Ahnungslose wie du werden die ersten Opfer sein....


    • Izzy
      • Blogger
      25.07.2016 Link zum Kommentar

      Das impliziert jedoch, dass wir dem Staat vertrauen, mit unseren Daten "sorgsam umzugehen". Bei einem Apparat, der Fehler erst dann zugibt, wenn leugnen schon zu offensichtlich ist, habe ich da so meine Zweifel. Genau wie daran, dass ein Sender Geld bekommt, weil er beliebt ist #D Aber das Thema "GEZ" lassen wir lieber beiseite, ja?


    • Bist du ahnungslos oder ignorant? Eine Aussage wie diese "ennoch habe ich im artikel nichts lesen können was mir ersthaft bedenken machen sollte" treibt mich ins Wirtshaus.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        25.07.2016 Link zum Kommentar

        Wir betreiben hier Diskussionen. Dazu gehört, dass es auch andere Meinungen gibt, die einem persönlich vielleicht nicht so gut gefallen mögen. Trotzdem sollte man andere Menschen dann nicht als "ahnungslos oder ignorant" bezeichnen.

        Grundsätzlich, Georg, kann ich Deine Meinung verstehen. Davon spreche ich ja auch im Absatz "Ohne Daten gäbe es heute viele Geschäftsmodelle gar nicht". Trotzdem sollte man sich im Klaren darüber, dass das Alles durchaus ein Spiel mit dem Feuer sein kann. Erst gestern hat Donald Trump behauptet, dass Menschen, die in die USA von Deutschland oder Frankreich einreisen wollen, deutlich erschwerte Einreisebedingungen benötigen.

        Bitte stelle Dir vor, dieser Mann würde Präsident. Alleine diese Zeilen, die ich hier schreibe, könnten schon durchaus problematisch werden, sollten sich die USA hin zu einem totalitärerem System entwickeln. Mit einem Donald Trump als Präsidenten wäre das zumindest nicht ganz unwahrscheinlich.

        Wie gesagt: ich will hier nicht schwarz malen. Aber wir müssen uns zumindest jetzt darüber bewusst sein.


      • Das war als Frage gestellt und keine Feststellung, nur mal so am Rande. Aber dein Beispiel bringt es doch auf den Punkt. Die meisten machen sich keine Vorstellung davon, was eigentlich dahinter steckt.

        PS. Habe gerade das fehlende Fragezeichen ergänzt, das hatte ich vergessen.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        25.07.2016 Link zum Kommentar

        Das macht es klarer. Ich hatte das falsch verstanden. Sorry.


      • Nene, war mein Fehler, ich entschuldige mich.


      • Izzy
        • Blogger
        25.07.2016 Link zum Kommentar

        Bitte nicht streiten jetzt #D

        Frk


      • @ Fabian
        Das System sucht ja nach Schlüsselwörtern. Ein Wort genügt um einen Text zu checken.
        Ergebnis - du kommst hier net rein.. ala Kaya Yanar😀

        Der Donald hat sich ja beschwert, dass jedes Land der Welt auf die USA verbal einprügelt. Seine Antwort war klar und deutlich - das muss aufhören. Was immer das bedeutet.


      •   40
        Gelöschter Account 26.07.2016 Link zum Kommentar

        sorry, aber wer auf den Artikel bzw. allgemein Thema Datenschutz daraufhin noch kommentiert, wir sollten eigentlich noch mehr Daten freiwillig preisgeben, für den ist ahnungslos noch eine sehr harmlose Formulierung.


  • Schon kurios, das das neue AP-Design 87 Rückmeldungen hat, ein so wichtiges Thema wie dieses hier nur 68. Das bestätigt Fabiens Aussage, das es im Grunde genommen nur wenige interessiert.


    • Ich bin mir nicht sicher, ob man den Schluss einfach ziehen kann. Besonders für kurze Kommentare eigenen sich manche Themen einfach besser als andere.
      Ich habe mir auch überlegt, einen ausführlichen Kommentar zu dem Thema zu schreiben. Das hat aber so viele Facetten (wer sammelt Daten, wer wertet sie, evtl. zum eigenen Schaden aus, welche dritte Parteien, wie bösartige Hacker, zukünftige Arbeitgeber oder der eigene Partner können mit Online-Daten, das können auch Aussagen in Kommentaren wie diesem sein, mir gegenwärtig oder in Zukunft Schaden zufügen), dass der Kommentar endlos lang geworden wäre, sehr viel Zeit gekostet hätte, und wegen seiner Länge vermutlich dennoch kaum gelesen worden wäre.
      Ich halte das Thema für sehr interessant, und finde durchaus, es sollte in zukünftigen Artikeln weiter beleuchtet werden. Beschränkt man sich dabei auf kleinere Ausschnitte aus der Gesamtthematik, wie Datenerfassung durch staatliche und ausländische Geheimdienste, oder eben nur durch die sozialen Netzwerke oder durch Banken und Online-Händler, dann eignet es sich vielleicht auch besser zur Kommentierung in kurzen Kommentaren.


      • Das kann ich nur unterstreichen. Es ist kein Thema, das man mit ein paar einfachen Sätzen und ein paar Verallgemeinerungen abtun kann. Leider wird aber genau das immer wieder getan: Ein "Mir egal, ich hab nichts zu verbergen" ist genausowenig hilfreich wie dieses ständige "Ihr seid alle ahnungslos, ignorant oder dumm". Sieht man doch auch hier wieder an den Kommentaren, es wird kaum differenziert, sondern nur schwarz-weiß gemalt, die einen beklagen die derzeitige Situation, sehen natürlich alle anderen als sich selbst als daran schuldig an, haben aber letztlich außer Schwarzsehen auch keine Lösung.
        Oder halt, doch: Die "anderen" müßten halt mal endlich begreifen!! Und dann sind da diese anderen, die, die einfach nicht begreifen können oder wollen, denen das egal ist, weil sie sagen, ich kann mit meinen Daten anstellen was ich will. Und wer was anders behauptet, ist paranoid. Tut mir leid, aber wie @Frk weiter oben schon sagte, man sollte dazu ins Wirtshaus gehen, denn viel mehr als Stammtischklopfen ist das hier nicht.


    • C. F.
      • Blogger
      25.07.2016 Link zum Kommentar

      "Schon kurios, das das neue AP-Design 87 Rückmeldungen hat, ein so wichtiges Thema wie dieses hier nur 68. Das bestätigt Fabiens Aussage, das es im Grunde genommen nur wenige interessiert."

      Das Design kannst Du sehen. Datensicherheit, ihre Folgen und Auswirkungen nicht. Wenn Du die Frage stellst, was mit all den Daten passiert, wer die denn auswerten soll und will, und warum gerade "meine" Daten....da kannst Du Dir auch die Frage stellen, ob das Universum endlich ist. Und wenn ja, was kommt danach.

      Wenn es hier so wenige Rückmeldungen gibt, dann wohl nur deswegen, weil vielen Datensicherheit tangential peripher am Allerwertesten vorbei geht (ich habe ja nix zu verbergen und schreibe nur belangloses...) oder weil sie sich nicht damit befassen wollen, weil das nunmal Zeit kostet und weil man dann sein eigenes Verhalten ändern müßte - nebst Installation und dem konsequenten Nutzen von Alternativen. Meine Lieblingsaussage von anderen usern bezüglich alternativem Messenger ist ja "schließlich will ich ja nicht mit mir selbst schreiben", was dann auch immer viele likes bekommt.

      Manchmal wird man aber auch erst durch Schaden klug. Letzte Woche hat mir eine Bekannte erzählt, ihre Tochter hatte über den facebook-Messenger von einer Freundin eine Nachricht bekommen, sie solle unbedingt irgendeine Nachricht weiter an eine ihr unbekannte Telefonnummer bei WhatsApp senden. Hat sie dann aus Unwissenheit auch gemacht. Das ganze drei Mal. Jeder dieser Nachrichten kostete 30€. Jetzt hat die Tochter weder facebook noch WhatsApp. Das kann sie sich wieder installieren, wenn sie eigenes Geld verdient. Und nein, sie ist keine Außenseiterin geworden, sondern unterhält sich nach wie vor mit ihren Freunden und Freundinnen über Alternativen. Echte Freunde sind da wohl eher bereit zum Umstieg.

      Da fehlt selbst an schulischen Einrichtungen die Aufklärungsarbeit betreffend Privatspähre und Datensicherheit. Woher sollen die kids das denn auch wissen oder lernen, wenn nicht von uns Erwachsenen? Aber wo kommen wir hin, wenn wir, die wir es eigentlich besser wissen sollten, es nicht vor machen?


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        25.07.2016 Link zum Kommentar

        Sehr schöner Beitrag.

        Das Problem, dass wir Erwachsenen es nicht vorleben können, ist, dass es eben auch für uns so abstrakt ist. Es dürfte wohl noch kaum jemand gegeben haben, der wirklich von der Sammelwut betroffen war. Ich selber habe aber beispielsweise ein Journalisten-Visum für die USA.

        Es gibt einen deutschen Journalisten, der beispielsweise unter Terrorverdacht steht oder stand – nur weil er damals seinen Job machte:

        http://priebshow.mathias-priebe.de/classified-matter-mein-briefwechsel-mit-der-nsa/


      • C. F.
        • Blogger
        26.07.2016 Link zum Kommentar

        Wie hat es Constanze Kurz, Datenschützerin und Pressesprecherin vom Chaos Computer Club mal so treffend formuliert? "Informierte Bürger sind die besseren Staatsbürger". Auf ersten Blick wirkt die Aussage etwas überheblich. Aber wenn man mal in Ruhe darüber nachdenkt, hat sie schon Recht. Will heißen, ich als Bürger und Nutzer von Computer, Smartphone und Co sollte mich eigentlich schon darüber informieren, was ich wem an Daten (freiwillig) gebe, geben will, geben kann oder gar geben muss. Und wenn ich mich (hoffentlich interessiert und nicht aus einer Notwendigkeit heraus) informiert habe - ich spreche da jetzt von meiner Person - werden neue Erkenntnisse durchaus im Freundes-, Bekannten oder Kollegenkreis besprochen. Das machen dort andere auch. Und keiner wird als Missionar auf einsamer Flur abtituliert, nur weil er hier und da die Vorzüge von Alternativen für irgendwelche "Volks-Apps" darlegt. Im Gegenteil: da haben eigentlich alle ein offenes Ohr. Und sie nutzen nach und nach Alternativen. Und es hat sich noch keiner darüber ausgelassen, er würde auf einmal z.B. messengertechnisch im Abseits stehen. Und je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr nimmt das vormals Abstrakte Form an und wird zu etwas greifbarem. Nennen wir es mal "meine persönliche Privatspäre und mein Umgang mit Daten". Man muß aber auch mal bei sich selbst anfangen, und nicht immer warten, daß andere den ersten Schritt in die richtige Richtung machen.


  •   28
    Gelöschter Account 25.07.2016 Link zum Kommentar

    Das Thema dürfte mMn wöchentlich Beachtung erhalten, wie "#throweBack thursday" oder "Top 5 aus dem Forum". Muss ja nich immer ne Megastory sein aber immer wieder kleine Fakten würden das Thema einfach näher im Bewusstsein halten...
    (Wie mit "Weltuntergang", einfach in jedem 3. Hollywoodfilm thematisieren und die Herde glaubt daran. -> Deine Realität ist/wird daß, woran du glaubst!)


    •   33
      Gelöschter Account 25.07.2016 Link zum Kommentar

      @Viddi
      Bin ganz Deiner Meinung
      Für interessierte hier mal die Sitemap von Kuketz:

      www.kuketz-blog.de/sitemap


  • Wenn es jeden betrifft, dann solltet ihr bei Artikeln die Apps betreffen einen zusätzlichen Absatz mit Berechtigungen und Thema Privatsphäre einführen.
    Aber da sind wir schon in der Klemme. Schlecht fürs Geschäft. Auch Apit entkommt dem System nicht.
    Bedeutet jeder muss selbst sehen wie er klar kommt. Und wenn man was thematisiert, dann ist man ängstlich oder gar paranoid. Die "mir egal" Fraktion giftet die "Besserwisser" an und umgekehrt.
    Die Portale wie Apit und Co. kommen bei dießer Thematik nicht ihrer Verantwortung nach. Ihr geht auch den Weg des Geschäfts. Sorry. Es wird seit Jahren um den heißen Brei geredet bzw Gründe gesucht um sein neues Spielzeug (smart-mobile) zu rechtfertigen. Apit ist eine alternative Form von Werbung dießer Branche. Ein Sprachrohr.
    Nicht übel nehmen. Aber so sehe ich das halt. Und wenn ich nicht auch den Hang dazu hätte, dann wäre ich nicht hier.
    Trotzdem sehr guter Artikel, bitte mehr. Für mein Gefühl steigt die Qualität wieder auf Apit.
    Neue Redakteure, frischer Wind.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      25.07.2016 Link zum Kommentar

      Nein, es ist ganz und gar nicht schlecht für's Geschäft von AndroidPIT. Wir verdienen daran nicht. Das Problem ist ein anderes: Es ist teils extrem aufwändig sich genau anzusehen, wie Daten genau gesammelt und gespeichert werden. Das kann man vielleicht für die eine oder andere App mal machen. Aber leider nicht generell.

      Unabhängig davon würde ich Smartphones nicht generell schlecht reden wollen. Dass es hier Probleme gibt, verschweigen wir nicht. Aber ich attestiere mal jedem Nutzer hier, dass er ebenfalls Smartphone-Nutzer ist. Und die Vorzüge der neuen Technologien an sich nicht missen möchte. Wahrscheinlich ist das auch gar nicht notwendig. Die Frage ist nur, wie man mit der Technologie umgeht und welche Maßnahmen man ergreift.

      C. F.


  • Mikes Seite läuft wieder. Dort bin ich auch sehr oft. Ich habe mein S4 so weit *entgooglet* wie möglich. Am PC und Smartphone nutze ich TOR. Auf FB bin ich nicht vorhanden und so wie ich Rentner bin und ich Twitter, Emails und Threema nicht mehr beruflich brauche verkaufe ich es und nutze wieder mein heiß geliebtes Nokia 6310i. Damit bin ich auch dauerhaft erreichbar.....


    • Auch wenn Du nicht auf Facebook bist kannst Du dort landen.


      • Izzy
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        Was aber noch lange kein Grund dafür ist, die eigenen Daten auch noch selbst Frei-Haus dort einzuliefern :)


      • Das mag sein. Sollte ich jedoch Kenntnis davon erhalten das irgendwer Informationen, Texte oder ein Bild von meiner Person ohne mein Wissen + Wollen dort veröffentlicht, muss diese Person mit strafrechtlichen Schritten meinerseits rechnen.


      • C. F.
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        Bitte halte uns auf dem Laufenden. Denn garantiert nutzen Deine Familienangehörigen, engste Freund, Arbeitskollegen etc. WhatsApp und facebook.


      • Das ist ja das Problem. Das System ist kreuzverlinkt. Das System holt sich wenn nicht von mir dann von anderen Quellen die Daten zusammen um ein PersonenProfil anzulegen.
        Aber Mann kann es deutlich reduzieren, und nicht noch füttern.

        Leider geht der Großteil der Menschen (vorallem junge) völlig hemmungslos mit den "Diensten" um. Datenschutz und Privatsphäre haben heute eine neu Assoziation. Natürlich fehlt auch vielen das technische Verständnis was machbar ist. Das "System" ist mittlerweile derart komplex und ausgefeilt, dass es im ganzen nur wenige Experten verstehen. Auch weil vieles geheim ist. Staatlich wie bei Wirtschaft.
        Das Internet ist von seinem ursprünglichen Gedanken abgegleitet.
        Es ist eine globale Überwachungsmaschinerie geworden. Und Schlachtfeld der neuen Konflikte. Über emp sind wir in der Lage ganze Kontinente in die Steinzeit zu schicken. So abhängig haben wir uns gemacht.
        Kredite Jobs usw werden schon jetzt anhand von Software berechneten Prognosen vergeben... Was ist das für eine Welt. Die Digitalisierung wird die Menschheit verändern. Das Thema ist so vielfältig, man könnte Bücher schreiben.

        Mir wäre die alte Zeit lieber, in der Menschen noch Zettel und Stift plus Hirn nutzen. Als Super Mario noch auf Modul lief. Als Menschen für Software zahlten und Ruhe. Als Musik noch Wert hatte, wenn eine Schallplatte lief. Für mich lohnt der Deal Software für Daten nicht in meinem Werteverständnis. Wobei man fast alles ohne Sammelsurium umsetzen könnte. Nur verdienen die großen vier dann nicht annähernd so viel wie heute. Wir wurden verführt und verkauft. Daraus haben sich die Wertvollsten Unternehmen der Welt gebildet.
        Das ist meine Wahrnehmung. Wir prostituieren uns digital für die vier MegaCompanies.
        Das System wird sich selbst nicht ändern. Nur wir, die User könnten es.
        Natürlich ist mir klar, dass auch ich das "System" nutzen muss, um Beruf und anderes zu erhalten. Auch gerne, aber immer mit diesem bitteren Beigeschmack. Und natürlich vermische ich jetzt vieles. Es ist einfach zu vielfältig das Thema.

        Hab heute in einem Video von User "werisdat" gesehen (vielen Dank), dass alleine 240 likes auf Facebook ein genaueres Profil von einem Mann abgeben kann, als seine Ehefrau es könnte. Interessant oder.
        Bei Whatsapp musste erst ein Gerichtsurteil her, um die AGB endlich in deutsch zu bringen. Aber selbst dann ist es derart juristen-deutsch..
        Und was sollten die Massen an Falschmeldungen, gefakten Bildern und Videos auf Twitter am Freitag Abend (München). Was soll das ?

        Und vielleicht bin ich einfach nur ein alter Sack geworden. So einer über den ich früher selber gemeckert habe. Alles über 30 alter Sack ?!😉


      •   33
        Gelöschter Account 25.07.2016 Link zum Kommentar

        Nö, ich denke Du bist kein alter Sack.
        Wenn Menschen älter werden und in der Lage sind zu reflektieren ist es ganz normal, dass Dinge die früher wichtig waren an Bedeutung verlieren und umgekehrt - das nennt man Entwicklung (in diesem Fall zum Glück mal nicht Innovation 😉).
        Das ist das beste was Dir passieren kann und addiert sich zur Summe der Eigenschaften die den Menschen, also Dich, am Ende ausmachen.

        Im übrigen finde ich Deinen Kommentar sympathisch.
        Also, Keep Calm.


      • C. F.
        • Blogger
        25.07.2016 Link zum Kommentar

        Dem kann ich mich nur anschließen.


  • Das ist mal ein sehr guter Artikel :)


  • Predictive Policing basiert auf den Daten, die ich über Google und Co. teile?


    • Vermutlich nicht. Aber interessant zu sehen, wie die Ideen von Philip K. Dick so nach und nach Wirklichkeit werden.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      24.07.2016 Link zum Kommentar

      Nein, in Deutschland wäre das auch nicht denkbar. Aber würde man heute die Daten von Google und Co. mit anderen zur Verfügung stehenden Daten verbinden, wäre das wahrscheinlich schon jetzt sehr effektiv. Und gleichzeitig enorm gefährlich.


      • Da fehlt nur noch globale Gesichtserkennung. Google Glass und Kamera an jeder Ecke wie in vielen Städten. Verbinden mit big data und es ist soweit.


  •   33
    Gelöschter Account 24.07.2016 Link zum Kommentar

    Hallo Fab,
    vielen Dank, dass Du das Thema Datenschutz hier im Forum breit machst.
    Habe schon mehrmals zum Thema gepostet, die Reaktionen darauf waren mehrheitlich in Kategorien von: "Interessiert mich nicht" über "Ist mir egal" oder "Du bist ja überängstlich" einzuordnen.
    Vielen Usern ist es (was nachvollziehbar ist) einfach zu kompliziert und/oder gefährlich die Voraussetzungen für den gefühlt besten Datenschutz durch rooten und modden des Handys/Tablet zu schaffen.
    Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit Datenschutz auf Mobilgeräten und muss zugeben, es erscheint manchmal aussichtslos wenn man denn nicht auf den gewohnten "Komfort" verzichten möchte.

    Von meiner Seite empfehle ich Euch gerne mal diese Seite:

    www.donottrack-doc.com/de/intro/

    Hier könnt Ihr Euch interaktiv über Datenschutz, Tracking, und allem was damit zusammenhängt schlau machen (7 Folgen a' ca.15 Minuten).

    Ist echt richtig interessant und Ihr werdet erstaunt sein was so alles (schon mit dem aufrufen einer einzigen Internetseite) mit Euren Daten so passiert!


  •   33
    Gelöschter Account 24.07.2016 Link zum Kommentar

    Datenschutz ist und war immer schon wichtig und leider bei der Nutzung eines Smartphones, Tablets oder auch eines PCS nie vollumfänglich zu gewährleisten.
    Daher versuche ich einfach so wenig wie möglich privates zu veröffentlichen und soziales Netzwerke wie FB etc. niemals zu benutzen. Insgesamt mit meinen Daten so vorsichtig wie nur eben möglich umzugehen und nicht so inflationär wie es die meisten scheinbar vollkommen bedenkenlos tun.

    Man muss nicht alles und jedes posten, keine Bilder und keine privaten Dinge. Zudem grundsätzlich niemals mit Klarnamen oder entsprechender Mail Adresse.
    Vieles sollte man ständig hinterfragen, und gerade die Dinge, die scheinbar ach so toll ercheinen, oder kostenlos sind, besonders misstrauisch betrachten.

    Daten sind wertvoll, ganz besonders für diejenigen, denen ich sie im realen Leben niemals geben würde.
    Es ist schon sehr seltsam und auch ein Stück weit erschreckend, zu betrachten, wie schnell und bedenkenlos sich viele Menschen in der heutigen Zeit freiwillig entmündigen lassen.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      24.07.2016 Link zum Kommentar

      Ich versuche auch seit mehr als einem Jahr kaum mehr private Dinge bei Facebook zu posten. Das ist aber leider auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

      Du hast Recht, wenn Du sagst, wie erschreckend es sei, Menschen beim sorglosen Umgang mit ihren Daten zu betrachten. Allerdings ist es auch wirklich eine schwierige Sache, all die Punkte zu hinterfragen. Es ist einfach sehr abstrakt sich vorzustellen, dass man vielleicht auf eine schwarze Liste geraten könnte. In unserer jetzigen Welt ist die Wahrscheinlichkeit zudem sehr gering.

      Was aber, wenn beispielsweise in den USA eine Art Bürgerkrieg ausbräche, weil sich vielleicht Minderheiten durch eine neue Regierung gegängelt fühlen und der Präsident als Reaktion ebenfalls einen Ausnahmezustand verhängt? Zugegeben: unwahrscheinlich, und dennoch ist es nicht an den Haaren herbeigezogen.


      • Ich habe noch nie Privates auf Facebook gepostet. Ich hatte seit 2008 ein Facebookkonto, es aber nur von 2015 bis 2016 genutzt. Seit ein paar Wochen ist das Facebookkonto gelöscht (aus Protest gegen die Zwangsapps). Dieses "Problem" bin ich also los.


      • Das ist wie das Verhalten kleiner Kinder, die etwas angestellt haben. Sie halten sich die Augen zu und meinen, wenn sie nichts sehen, sieht man sie auch nicht mehr.

        Geschickter wäre es gewesen, den Account inaktiv weiter bestehen zu lassen und sich darüber informieren assen, wenn etwas zur eigenen Person veröffentlicht wird. Dann könntest Du nämlich eingreifen.


      • Inaktiv war mir aber zu wenig. Das ich trotzdem auf Facebook landen kann weiss ich auch so, dafür sorgt schon OpenGraph. Und in den acht Jahren hat mich nur einer mal markiert. Und in meinem Bekanntenkreis ist niemand der bei Facebook ist. Nur mein Schwesterlein, aber sie weiss dass ich nicht wünsche dass mein Privatleben auf Facebook erscheint. Also besteht diesbezüglich nur eine sehr geringe Gefahr.


      •   33
        Gelöschter Account 24.07.2016 Link zum Kommentar

        Selbstverständlich wird es immer schwieriger, sich in einer immer stärker vernetzenden Welt möglichst unsichtbar oder zumindest möglichst sicher zu bewegen.
        Die kriminelle Energie und Kreativität vieler Menschen ist scheinbar endlos.
        Und gerade darum sollte man wirklich alles hinterfragen und soziale Netzwerke meiden, wann immer es geht. Und ich behaupte, es geht faktisch immer.
        Lieber eine Mail, ein privater Anruf und ein persönliches Treffen.
        Die Infomationsflut, die viele selbst mit den FB Einträgen extrem inflationär betreiben ist unüberschaubar.
        Wozu dies führt, haben wir gerade erst wieder bei dem Amoklauf in München erleben müssen.

        Besonders widersprüchlich ist es für mich immer, wenn es um unsere Sicherheit geht und z.B. Kameras an besonders exponierten Orten aufgestellt werden sollen, wenn man darüber nachdenkt in alle PKWs eine Blackbox mit Daueraufzeichnung der letzten 2-3 Minuten als Pflicht einzusetzen und so vieles mehr......
        Dann geht ein Aufschrei durch alle Lager. Nein, wir wollen keine Überwachung, Sicherheit ja, aber keine Überwachung.

        Dann greifen sie zum Smartphone und posten das alles auf den diversen sozialen Netzwerk Seiten, Überwachung wollen wir nicht, Nein.

        Aber bei der Nutzung eines Smartphones oder Tablets sind all diese Bedenken umgehend wieder obsolet.


      • Emails sind auch nicht sicher. Zumindest nicht wenn man bei GMail oder Outlook.com ist, oder dorthin eine Email schickt. Diese Dienste analysieren Emails. Auch andere Freemailer können das.


      •   33
        Gelöschter Account 24.07.2016 Link zum Kommentar

        Es reicht aus eine ganz normale Email von jemandem mit Facebook Account geschickt zu bekommen um bei Facebook in Erscheinung zu treten (ohne eigenen Facebook Account).
        Facebook legt sofort ein sogenanntes "Schattenprofil" von Dir mit Deiner Email Adresse an und sammelt ab dem Moment an alle Daten, die mit Deinem Account zu tun haben.


      •   33
        Gelöschter Account 24.07.2016 Link zum Kommentar

        Appel kopiert auch jede verschickte Nachricht.

        Deine Nachricht ▶️Appel Server (Kopie) ▶️Empfänger


      • Facebook behält auch die Daten. Wenn man sein Konto löscht ist nur der sichtbare Teil des Kontos weg, also das was man selber gesehen hat. Alles andere behält Facebook. Dessen muss man sich auch bewusst sein.


  • Wir alle haben uns verführen lassen. Daten für gratis Dienste.
    Ich habe fast alles Stück Stück zurück gefahren. Es ekelt mich an wie solch ein System etablieren könnte. Das hat nichts mit freiheitlichen Grundrechten mehr zu tun. Auch wenn es jeder freiwillig nutzt.

    Das Highlight der Woche - mein Kollege läuft nachts am Friedhof umher mit Pokémon...

    C. F.


  • Izzy
    • Blogger
    24.07.2016 Link zum Kommentar

    Toll geschrieben, Fabi – Danke! Die Details sind allerdings wirklich erschreckend. Dass das ganze BigData Zeugs schon derart gut funktioniert (Schwangerschafts-Beispiel) war selbst mir nicht bewusst.

    Zur Veranschaulichung des ganzen Trackings empfehle ich übrigens als Lektüre: https://irights.info/artikel/werbung/27132 ("Ich hatte nichts gegen Werbung, aber dagegen, überallhin verfolgt zu werden"). Sehr schön plastisch dargestellt.


  • Über diesen Artikel bin ich positiv überrascht!
    Ich habe im Zusammenhang mit dem Pokemon Artikel ein Zitat von Oliver Stone angepinnt. Da war eben dieses Problem Thema. Fakt ist, das wir älteren uns darüber durchaus Gedanken machen, während die Jüngeren da völlig schmerzlos sind. Zumindest ist das auch mein Eindruck, wenn ich die Antworten auf dieses Thema hier im Forum lese. Die von Aries zitierte Demokratie existiert in der ursprünglichen Form schon gar nicht mehr. Die Politik ist in vielen Fällen bereits der verlängerte Arm der Wirtschaft (Lobbyismus) Das Wort werden wahrscheinlich jetzt einige googlen müssen. Eine Chance, dem ganzen noch zu entgehen, sehe ich eigentlich nicht. Wird sich zeigen, wo hin das führt. Vielleicht brauchen wir ja diese Form der Entmündigung.


  • Wir bezahlen unsere Bequemlichkeit mit den Daten, soweit meine persönliche Zusammenfassung. Jeder hat die Möglichkeit sich zu informieren und dann entsprechende Schritte zurück einzuleiten, es ist unbequem aber auch schön, mal wieder jemanden zu fragen, ob es in der Nähe eine gute Pizzeria gibt oder wo ich aufs Klo gehen kann ohne gleich Werbung für Blasenschwäche zu erhalten. Wir haben die Macht und daran können nur wir uns selbst immer wieder erinnern und an unsere Nasen fassen. Mir wäre es lieber ich hätte wieder einen kleinen Einkaufsladen und einen Bäcker und eine Metzgerei um die Ecke, da könnten dann auch die Leute arbeiten, die jetzt Algorithmen schreiben für die Metadaten-Auswertung und vielleicht spüren, was eigentlich das Geschenk des Lebens auf diesem Planeten bedeutet......sorry, bin bisschen melancholisch geworden


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      23.07.2016 Link zum Kommentar

      Ich kann Deine Position sehr gut verstehen. Allerdings denke ich nicht, dass sich die Zeit wieder zurückdrehen lässt und wir komplett ohne Datenerfassung leben können. Und wollen. Wahrscheinlich würden wir in wenigen Tagen allesamt verrückt werden, sollten wir unsere gewohnten Services nicht mehr vernünftig nutzen können.

      Die Frage ist trotzdem, wie wir beides – Services und Datenhaltung – so organisieren können, dass unsere Grundrechte gewahrt werden können.


      • Daran kann man doch sehen wie abhängig wir uns von der Technik gemacht haben. Viele würden sogar nach "Herzhausen" mit dem Auto fahren wenn sie könnten.


      • C. F.
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        "Die Frage ist trotzdem, wie wir beides – Services und Datenhaltung – so organisieren können, dass unsere Grundrechte gewahrt werden können."

        Einfach informieren. Auch hier auf AP. Dieser Artikel war schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung. Bitte weiter so.

        Eine sehr gute Seite ist auf jeden Fall https://www.kuketz-blog.de/

        Was wir wissentlich an Daten von uns herausgeben (und somit auch bewußt unsere Privatspäre stückchenweise mehr aufgeben) haben wir großteils selbst in der Hand. Man muß sich nur mal anschauen, was wir auf Smartphone und Computer an Apps und Programmen haben, sich gezielt über diese und deren datentechnisches Verhalten informieren und dann abwägen, ob ich sie dann weiter nutze oder doch lieber Alternativen verwende, die sicherer sind. Das bedeutet hier und da eben Umstellung, aber ohne geht es eben nicht. Wer sich nicht umstellen möchte, darf sich aber auch nicht beschweren.

        https://www.youtube.com/watch?v=er0ExuM-kPQ

        Izzy


      • <<< Eine sehr gute Seite ist auf jeden Fall https://www.kuketz-blog.de/ >>>
        Seite kann nicht angezeigt werden (IE). Der FF findet sie erst garnicht.


      • C. F.
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        Gestern lief sie noch. Na, vielleicht gibt's ja Serverprobleme. Soll ja mal vorkommen...


      • Vielleicht bei T-Online gehostet. Die haben ja permanent Probleme.


      • Izzy
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        Mike's Blog ist da wirklich eine Fundgrube. Scheinbar gibt es da gerade Probleme mit dem Webserver (die IP ist erreichbar, aber der Server reagiert nicht; seine andere Seite ( https://www.kuketz-security.de/ ) auch nicht – vielleicht ja auch ein "Wartungs-Fenster"). Einfach später nochmal probieren.

        (2 Stunden später) Siehe da, geht wieder :)


  • Dieses Gedankenspiel könnte man aber auch anders ausdehnen. Was wäre wenn es kein Internet, Smartphone oder sonstige Kommunikationen dieser Art gibt? Wenn uns jemand auf Schritt und Tritt überwacht, wohin wir gehen und welche Geschäfte wir besuchen. Und mit welchen Personen wir uns wann und wie oft treffen? Dann könnte unsere Wohnung/Haus gezielt geplündert werden, weil die dann anhand unseres Bewegungsprofiels genau wissen wann wir nicht zuhause sind. Oder das uns Scheinfreundschaften angeboten werden, wo wir über politische Themen ausgefragt werden, umso zu erfahren auf welcher Seite wir sind.?
    Es braucht also keine moderne Kommunikation um an unsere Daten zu kommen. Und wer wirklich Angst hat es könnte was passieren der sollte lieber das Auto als das Smartphone meiden. Jährlich kommen rund. 1,2 Millionen Menschen im Straßenverkehr ums Leben.


    •   40
      Gelöschter Account 23.07.2016 Link zum Kommentar

      Hatten wir alles schon,es nannte sich Stasi und diese Leute arbeiten heute noch, in eigenen Unternehmen.

      Da gab es auch dieses Lied von ,Hasi Du warst so lange bei der Stasi!! 😀


  •   40
    Gelöschter Account 23.07.2016 Link zum Kommentar

    Es fängt erst richtig an ,siehe die jüngsten Anschläge in München ,man will uns Angst machen ,das wir nach noch mehr Schutz schreien und wir bekommen ihn ,die totale Überwachung !!

    Ohne das wir je darüber selbst entscheiden durften und gefragt wurden ,ob wir es überhaupt wollen und ihr haltet euch noch an ein paar lumpigen AGBs fest ...hmmn bedenklich !!

    Aber trotzdem guter Artikel .

    Das Thema Datenschutz ,können wir bald und sehr schnell, aus unseren Köpfen verbannen ,denn den gibt es bald nicht mehr .

    Und wenn erstmal Donald Tramp ,Erdogan und Putin die,Welt regieren ,ist es eh aus für uns.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      23.07.2016 Link zum Kommentar

      Ganz so drastisch würde ich es nicht formulieren. Zunächst muss Trump erstmal Präsident werden. Und dann muss sich zeigen, wie er sich im Amt macht.

      Im übrigen wird der Datenschutz hier in Europa eher sehr verschärft denn weniger. Das EU-Parlament hat im April neue Datenschutz-Richtlinien verabschiedet, die in 2 Jahren in Kraft treten. Da tut sich einiges...


    • Nein, man will uns nicht Angst machen. Der Täter und die Toten sind sehr real. Da wird nicht um der Angst Willen etwas künstlich aufgeblasen. Ich war zwei Stunden vor der Tat dort am Einkaufszentrum, eine Bekannte von mir wohnt gleich nebenan.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        23.07.2016 Link zum Kommentar

        Das tut mir leid. Und mir ist natürlich auch bewusst, dass die Toten sehr real sind. Allerdings handelte es sich in München gestern nicht um eine politisch motivierte Tat.

        Ob hier mehr Überwachung wirklich etwas gebracht hätte?


      •   40
        Gelöschter Account 23.07.2016 Link zum Kommentar

        Na Pokémon s fangen ist jedenfalls nicht hmm ...!!

        Und Tenten auch der Täter war sehr real ,kein klassischer call of Duty shooter wie im Film.

        @Fabian
        Und ja mehr Überwachung bringt schon was ,aber wer soll das bezahlen?

        Und woher die Leute nehmen ,die dazu auch geschult sind auf sowas ?

        Oder sie lockern das Waffengesetz wie in der USA (unsere Freunde ),dann dürfen wir so was in Zukunft, auch mit uns rumtragen und jeder darf mal ,wild um sich schiessen .

        Na wenn das nicht politisch war ,weiss ich auch nicht..ein Bekannter erzählte mir heute ,das ein Polizist mal beim Länderspiel Deutschland gegen die Türkei,ein kleiner Junge vor ihm stand und immer zu ihm gesagt hat ,scheiss Deutschland scheiss Deutschland ,tolle Einstellung und sowas ist Gast in unser Land ??

        Auch wenn es nur eine Ausnahme von vielen war.

        Trotzern wenn nicht mal der Respekt vor Staatliche Organe vorhanden ist,frage ich mich ernsthaft,ja was wollen die dann hier ,wenn es hier so scheisse ist bei uns ??

        Sorry wegen der Ausdrucksweise!;

        Muss man einfach nicht verstehen .


      • @Fabien
        Nein, mehr Überwachung hätte da nichts gebracht. Das war ein klassischer Amokläufer und die sind vorher recht schwer auszumachen.
        Mein Beitrag bezog sich auf KaiKiste, der meinte, dass man das ausnutzt, um uns Angst zu machen.


      • Mehr Überwachung bringt rein garnichts. Das Verbrechen kommt ohne Internet aus.

        Auf jeden Fall hat unser Sicherheits-Thomas jetzt ein Mittel mehr um unserer Bundes-Mutti seine Pläne schmackhaft zu machen.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        23.07.2016 Link zum Kommentar

        @KaiKiste:
        Meinst Du nicht auch, dass Du etwas abschweifst und jetzt ziemlich viel politische Meinung mit der Frage der Datensicherheit vermischst?


      •   40
        Gelöschter Account 24.07.2016 Link zum Kommentar

        Hmm Fabian Datensicherheit ...dann dürften wir hier alle nicht mehr sein bei AP ,müssten unsere teuren Smartphones wegschmeißen ,unsere Computer entsorgen und wieder zu den Menschen hingehen ,von denen wir was wollen .

        Da wir Menschen aber zu faul und bequem geworden sind ,diesen Schritt zurück zu gehen ,werden wir weiter all diese technischen Schnick Schnack nutzen und brauchen uns hier wegen Datenschutz nicht auslassen .


      • Izzy
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        Ah! Da der Dieb ohnehin in die Wohnung kommt, lassen wir auch gleich den Safe offen, und legen Geld & Schmuck gut sichtbar auf den Tisch – weil es so viel bequemer ist? Wow.

        Sicher werden wir nicht das Rad der Zeit zurückdrehen (darum geht es ja auch gar nicht). Das hindert uns aber auch nicht daran, mit unseren Daten etwas bewusster umzugehen.

        C. F.


      • C. F.
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        "Da wir Menschen aber zu faul und bequem geworden sind ,diesen Schritt zurück zu gehen ,werden wir weiter all diese technischen Schnick Schnack nutzen und brauchen uns hier wegen Datenschutz nicht auslassen ."

        Also ich weiß nicht. Der Schritt z.B. zu einem sicheren Messenger stellt keine unüberwindbare Hürde dar und ist in knapp 10 Minuten erledigt. Wer das nicht schafft, dem ist ob seiner Faulheit und Bequemlichkeit wirklich nicht mehr zu helfen.


      •   40
        Gelöschter Account 26.07.2016 Link zum Kommentar

        Dann fange damit an ,dein Smartphone wegzupacken schon mal .

        Kannst Du das ?

        Von welchen Messenger redest Du?

        Man kann es zwar eindämmen diese Thematik, aber ganz ohne ,können wir auch nicht mehr .

        So bin erstmal weg hier ,meine Schicht geht dem Ende zu.


      • Izzy
        • Blogger
        26.07.2016 Link zum Kommentar

        Ahja. Um mal ein hinkendes Beispiel zu bringen: Du schmeißt Dein Auto weg, wenn Du geblitzt wirst – andere benutzen einfach Blitzwarner.

        Man kann sich durchaus schützen. Mit vertretbarem Aufwand. Das entspricht halt nur nicht immer der aktuellen "Laissez-faire" Einstellung vieler Nutzer.

        C. F.


    • Gesetzesänderungen müssen einen definierten Weg gehen. Datenschutzbestimmungen von privaten Firmen werden einfach zum Abnicken gegeben. Ob sie mit dem Recht des jeweiligen Staates übereinstimmen, dürfen dann Verbraucherorganisationen oder Privatleute ausfechten. Siehe den Typen, der bei Facebook sein Auskunftsrecht durchsetzen musste und aktuell die Bewertung der Datenschutzrichtilinien von Pokemon Go.


    • Zuviel Bild-Zeitung gelesen?


  • Sehr gelungener artikel!
    Gerade weil nicht im lehrerstil versucht wird den leser eines besseren zu belehren, oder mit konstruierten szenarien sinnlose panik zu verbreiten, sondern weil er zum nachdenken anregt. Denn letztendlich muss sich jeder seine eigene meinung bilden...


  • Endlich mal ein kritischer Artikel! Vielen Dank dafür!

    Ich höre schon die Stimmen "Dann darfst Du kein Smartphone nutzen". Aber nicht einmal das schützt davor, dass meine Daten nicht in den großen Datenbanken landen. Dafür sorgen die anderen, bei denen ich in den Kontakten stehe, die mich auf Fotos in sozialen Netzwerken markieren usw.

    Wenn ich noch selbst darüber bestimmen könnte, wer, wann, welche Daten von mir bekommt, wäre das noch akzeptabel. Wenn ich die AGB und Datenschutzrichtilinien der von mir genutzten Dienste und Apps nicht lese, ist das mein Problem. Aber wir alle gehen mit Daten Dritter unbewußt leichtfertig um. Noch viel schlimmer: Wir machen uns dazu keine Gedanken. Und wenn wir darauf hingewiesen werden, wischen wir das Problem mit "Die können doch alles knacken" vom Tisch.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      23.07.2016 Link zum Kommentar

      Ja, Du hast Recht: Wir gehen mit den Daten Dritter teils sehr leichtfertig um. Das ist in der Tat ein Problem, das sich aber wahrscheinlich nur sehr schwer lösen lässt.

      In meiner Brust schlagen da zwei Herzen. Ich weiß, dass das Sammeln von Daten in der Regel kein Problem darstellt. Die meisten Unternehmen verwenden die Daten anonymisiert, um dann Marketing-Aktionen verkaufen zu können. Und ehrlich gesagt will ich auf Dienste, wie Dropbox, Google Docs oder Runkeeper nicht mehr verzichten. Auf der anderen Seite bereitet es mir schon Kopfzerbrechen, dass man heutzutage schon in der Türkei für die falsche Meinung Morddrohungen erhalten kann.


      • Die zwei Herzen schlagen auch in meiner Brust. Ich bin der Ansicht, dass man moderne Technik nutzen darf und trotzdem Kritik üben sollte, wo man es für nötig erachtet. Gesetze fallen nicht vom Himmel. Sie sind in Demokratien immer ein Abbild der öffentlichen Meinung. Wenn auch mit Verzögerung. Dein Beispiel Türkei ist ein Indiz, wie wir durchaus mit zu leichtfertigem Umgang und zu wenig hinterfragen, unsere Freiheit aufgeben könnten.

        Denn wenn wir freiwillig privaten Unternehmen in fremden Ländern unsere Daten geben, warum sollte unser Staat darauf verzichten? Zugkräftige Argumente hat er!


      • Gesetze sind in Demokratien ein Abbild der öffentlichen Meinung ?

        ..halte ich für ein Gerücht. Vorallem da wo es um Geld und Macht geht.


      • C. F.
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        "Ja, Du hast Recht: Wir gehen mit den Daten Dritter teils sehr leichtfertig um. Das ist in der Tat ein Problem, das sich aber wahrscheinlich nur sehr schwer lösen lässt. "

        Das wird sich teilweise ganz schnell lösen, wenn einer mal den Anfang macht und jemanden verklagt, weil dieser sein Telefonbuch durch die Nutzung von WhatsApp auf deren Server geladen hat und damit absolut nicht einverstanden ist, weil er selbst WA nicht nutzt. Stichwort Herausgabe persönlicher Daten an dritte. Auch wenns nur die Telefonnummer ist. Oder eben jemand wird verklagt, weil er von jemandem anderen unwissentlich auf einem Foto bei facebook markiert wurde. Und bis dahin gilt einfach die Devise: drauf achten was ich mit meinen - und vor allem auch den Daten anderer - mache.


      • @Major Tom:
        Seh ich genauso. Dazu bräuchte es schon Volksabstimmungen und Referenden. Das beste Bespiel sind Gesetzesbeschlüsse zu den Diätenhöhen der Abgeordneten, und den Mechanismen, die zu einer Erhöhung führen.
        Da sind sich dann alle über Parteigrenzen hinweg einig, es ist ja so praktisch, wenn man die eigene Besoldungshöhe selber beschließen kann, ohne Kontrolle durch Dritte.
        Statt die Parlamentarier so gegen Bestechlichkeit abzusichern (was auch nicht garantiert ist), könnte man ja Bestechlichkeit, zumindest bei Politikern, auch mit lebenslanger Haft bedrohen.


      • Izzy
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        Lebenslange Haft ist vielleicht ein wenig "fett" (und überdies kaum realistisch). Sofortiger Mandatsentzug bei gleichzeitiger Streichung sämtlicher Bezüge (insbesondere der "Altersbezüge") wäre jedoch angemessen (und hätte entsprechenden Bezug zur Straftat).


      • "Deutschland schafft sich ab." (jedenfalls in Punkto Datenschutz)
        @Aries und @Fabien Roehlinger:
        Stimmt schon alles was ihr sagt, auf die großen Kuriositäten des Datenschutzes möchte ich trotzdem eingehen.
        Dass Dienste wie Google, Facebook, Whatsapp nur deswegen so funktionieren, weil sie eben eine sehr "liberale" Einstellung zum Datenschutz verfolgen wurde zwar schon gesagt, ist meiner Meinung nach besonders hervorzuheben.
        Und dennoch sehe auch ich den Datenschutz als zu schützendes Gut unserer Demokratie.
        Auch das Problem, dass oft die Daten Dritter unberechtigt erhoben und verarbeitet werden sehe ich als äußerst problematisch.
        Meiner Meinung nach ist der Datenschutz aber nicht nur ein zweischneidiges Schwert, sondern besitzt noch deutlich mehr Facetten:
        Durch die gegenwärtige Gesetzeslage ergibt sich ein Marktvorteil für nicht-europäische Unternehmen, da diese nur dann deutsche / europäische Gesetze befolgen müssen, wenn sie eine deutsche / europäische Niederlassung besitzen.
        Sowohl Wirtschaft, als auch wir Bürger sollten auf eine rasche internationale Lösung pochen und die Politik zur Schaffung einer einheitlichen Gesetzgebung bewegen.
        Betrachtet man die Fakten ist unser Datenschutzgesetz in den frühen 80er Jahren mit dem Recht auf informelle Selbstbestimmung stehen geblieben und wurde nur vereinzelt auf neue Technologien angepasst (Stichwort: Videoüberwachung im öffentlichen Raum... Smartphones oder gar Messanger-Dienste / Social-Media hingegen werden nicht gesondert behandelt, obwohl hier die Datenerhebung eine ganz andere Güte hat - Stichwort: "besonders schützenswerte Daten" wie Gesundheit, pol. und rel. Gesinnung, Sexulität, etc.).
        Mein persönliches Fazit: Datenschutz ist berechtigt, aber wie wir juristisch und gesellschaftlich damit umgehen ist im besten Fall als "schizophren" zu beschreiben. Leider habe ich den Eindruck, dass die Diskussion oft emotional und selten zielorientiert geführt wird und dementsprechend sehe ich unsere deutsche / europäische "Gangart" als nachteilhaft für die heimische Wirtschaft (insb. Startups).
        Also das Thema Datenschutz bringt mich in vielerlei Hinsicht zum Kopfschütteln. ;)


    • <<< Aber wir alle gehen mit Daten Dritter unbewußt leichtfertig um >>>
      Mich darfst Du ausschließen. Meine Kontakte bekommt keiner. Meine Daten befinden sich nicht in der Wolkenwelt.



      • Dazu müsste Google/Android auf meinem Gerät die Anrufe zwischenspeichern um sie (die Anrufliste) später übermitteln zu können. Eine permanente Internetverbindung gibt es bei mir nicht.


      • Wenn man sich diese Meldung mal genauer und in Ruhe durchliest scheint es nicht alle zu betreffen. Man könnte jetzt die Meinung vertreten "Mal mit einem anderen BS arbeiten", stellt sich aber die Frage ob wir mit den Alternativen wirklich besser dran sind.


      • Izzy
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        René, genau das tut Android doch. Schau Dich einmal in Deiner Telefon-App etwas genauer um, dann findest Du auch das Anruf-Protokoll. Ein Weg heraus wäre da nur, die GoogleApps komplett durch Alternativen zu ersetzen (ist machbar und auch nicht zu schwierig – vorausgesetzt man ist bereit, sich darauf einzulassen. Und nein, zuviel Komfort geht dabei auch nicht verloren).

        C. F.


      • Das müsste man dann aber beim Traffic bemerken. Das Google es kann heisst nicht dass Google es auch wirklich tut. Es heisst ja auch dass Google es am Anrufprotokoll vorbei protokollieren kann. Also selbst wenn man das Anrufprotokoll abschaltet könnte Google die Telefonate protokollieren und übertragen.


      • Izzy
        • Blogger
        24.07.2016 Link zum Kommentar

        OK – und wie genau beobachtest/misst Du diesen Traffic? Würden Dir ein paar KB (ein Anrufprotokoll enthält gewöhnlich ja keine großen Datenmengen: Telefonnummer, Zeitpunkt, Länge) wirklich auffallen? Mir wahrscheinlich nicht, um ehrlich zu sein. Dazu müsste man den Datenverkehr mit einem entsprechenden Monitoring-Tool überwachen, und die gesammelten Daten auswerten. Nichts, was "Otto Normaluser" machen würde (zu kompliziert).


      • Das Tool kann es: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.evbadroid.wicap&hl=en (braucht aber root).
        ... die Daten würden allerdings per HTTPS rausgehen und sind somit nicht lesbar für uns. Dass Google Telefonanrufe mitschneidet und überträgt wäre mir neu (kenne mich schon etwas aus^^ außerdem käme hier auch eine nicht unerhebliche Datenmenge zustande, würde also auffallen). Der Provider hingegen hat sogar die Pflicht die Daten vorrätig zu halten (VDS.. ähh Quark! Was erzähle ich denn da?! VDS kennt ja mittlerweile jeder und das hört sich auch so böse an... "Mindestspeicherfrist" ist nun der politisch korrekte Ausdruck ;) )

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