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Voxle - Freunde auf der Karte?

Mit Freunden in Kontakt treten und neue Bekanntschaften in der direkten Umgebung schließen. Dies klingt wie der Traum eines jeden kontaktfreudigen Menschens und unser heutiger Testkandidat versucht eine zentrale Anlaufstelle zu sein.

Ob Voxle - Freunde auf der Karte diese Aufgabe gelingt und wo die potenziellen Stolperfallen für dieses ambitionierte Projekt liegen, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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2145 Teilnehmer

Bewertung

Pro

  • Zentrale Anlaufstelle
  • Keine kostenpflichtigen "Updates"
  • Superpowers eine nette Idee...

Contra

  • ... welche jedoch noch Potenzial hat
  • Zu wenige Nutzer
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.3 Nein 1.0.56.814 2.0.71

Funktionen & Nutzen

Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, in der die sozialen Medien auf Chatrooms und Foren beschränkt waren. Im Laufe der Zeit erlebten verschiedene Dienste ihren Zenit. Vertreter wie ICQ oder MySpace hatten Millionen von Nutzern und verbanden eine ähnlich große Anzahl von Menschen. In der heutigen Zeit wird diese Rolle durch die großen „Player“ der sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Google+ eingenommen. Doch diese großen Unternehmen decken nicht jede Nische ab. Spezialisierte soziale Netzwerke können im „Zwischenraum“ florieren und die Bedürfnisse der Zielgruppe viel spezifischer abdecken.

Voxle - Freunde auf der Karte versucht eben einen solchen Nischenmarkt zu beliefern. Bei Voxle handelt es sich nämlich um einen standortbasierten Dienst, der es dem Nutzer ermöglicht, mit den eigenen Freunden und (noch) unbekannten Personen in Kontakt zu treten.
Das Grundprinzip ist dabei einfach. Nach der Anmeldung (per E-Mail oder Facebook) wird das eigene Profil mit Informationen gefüllt. Dabei endet die Neugier von Voxle nicht bei profanen Angaben wie dem Alter oder dem Geschlecht. Auch weitere Angaben können getätigt werden, wobei manche Informationen, wie die Angaben zur Bildung oder dem Einkommen, eher einer Datingwebseite (dazu weiter unten mehr) ähneln, als einem sozialen Netzwerk.

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In den Screenshots aus dem Play Store wirkt die Nutzerlage deutlich besser! / © AppBauer GmbH

Nachdem die gewünschten Informationen eingetragen wurden, kann die Erfahrung „Voxle“ voll durchstarten. Zumindest erhoffte ich mir dies beim ersten Start der Anwendung. Relativ schnell wird jedoch klar, dass die Nutzeranzahl des sozialen Netzwerks sehr überschaubar ist. Im Umkreis von Heidelberg sind nur wenige Nutzer angemeldet. In der Theorie ist es mit Voxle möglich mit einer Vielzahl von verschiedenen Menschen in Kontakt zu treten. Freunde sollten auf der Karte angezeigt werden und das Austauschen von Nachrichten und Anrufen ist möglich. Dateien bis zu 10 MB können gesendet werden und auch fremde Menschen können per Voxle erreicht werden.

Die Interaktion mit anderen Nutzer findet dabei mit sogenannten „Barks“ statt. Dieser Anglizismus leitet sich vom englischen Wort „bark“ ab und bezeichnet das Bellen des Hundes. Somit kann in die Welt hinausgebellt werden, dass man Hilfe beim Umzug braucht oder Lust auf eine Runde Kino hat. Die Interaktionen können dann verfolgt werden und selbst Besucher auf dem eigenen Profil werden angezeigt (ein Vorteil gegenüber Facebook, zumindest für manche).
Weiterhin besteht die Möglichkeit per Chatrooms in direkter Umgebung mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten. Dabei weist Voxle Ähnlichkeit zu sozialen Datingnetzwerken auf. Durch die Vielzahl an Informationen und dem ortsbasierten Prinzip, wirken manche Bereiche der Anwendung wie oben genannte Netzwerke. Kein Nachteil. Aber dieser Umstand sollte zumindest erwähnt werden.

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Die Privatssphäreoptionen sind gut gelungen und leicht verständlich! / © AppBauer GmbH

Durch die geringe Nutzeranzahl und die ebenso geringe Aktivität der Nutzer, war ich jedoch gezwungen aktiv Mitglieder anzuwerben. Die Anwendung macht nämlich ohne Interaktionspartner keinen Sinn und entfaltet ihr Potenzial erst mit lokal nutzenden Freunden.
Leider ist das Problem hierbei, dass Voxle ein unbekanntes Netzwerk ist, welches einen echten Mehrwert liefern muss, um auf den Smartphones der Menschen da draußen eine Legitimation zu besitzen. So ist die Idee der „Superpower“ ganz nett, welche spezielle Funktionen wie eine bessere Suche freischaltet und durch Voxle-Punkte aktiviert werden kann. Doch eben diese Funktion sollte immer aktiv sein. Natürlich ist der Anreiz zur Aktivität gut gewählt, aber ich möchte nicht erst aktiv sein, um dann spezielle Funktionen nutzen zu können. Zumindest sind Voxle-Punkte nicht käuflich zu erwerben und zwingen somit nicht zum Kauf. Dies ist ein großer Pluspunkt der Anwendung.

Bildschirm & Bedienung

Die grafische Präsentation von Voxle - Freunde auf der Karte hat noch etwas Luft nach oben. Die Bedienung funktioniert nicht per Swype-Gesten und das gesamte Designschema wirkt nicht wirklich in das Gesamtsystem integriert. Das Problem dabei ist, dass Voxle eine "Android-only"-Applikation ist. Umso mehr ist es unerklärlich, warum nicht auf eine perfekt angepasste Oberfläche gesetzt wird.

Trotzdem ist die Kategorie nicht misslungen, denn die Reaktion auf Eingaben ist mehr als flott und das Design ist konsequent umgesetzt. Und wie heißt es so schön? Design ist Geschmackssache!

Speed & Stabilität

Voxle - Freunde auf der Karte ist im Testzeitraum nicht abgestürzt und lief einwandfrei.

Preis / Leistung

Voxle - Freunde auf der Karte ist kostenlos und werbefrei verfügbar.

Abschließendes Urteil

Voxle - Freunde auf der Karte bietet sehr gute Ansätze, welche die Interaktion mit Freunden und (bald) neuen Bekanntschaften ermöglichen könnten. Leider leidet das Gesamtbild der Applikation unter der geringen Nutzerzahl und folgend aus der niedrigen Aktivität im sozialen Netzwerk.

Trotzdem ist Voxle eine Empfehlung wert. Wenn die eigenen Freunde zum Dienst überredet werden konnten, ist die Anwendung ein echter Mehrwert, da sie zentral viele verschiedene Möglichkeiten vereint. Durch das Fehlen der Interaktionspartner ist noch viel Luft nach oben.

3 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

  • Habe es mal für den Raum Hamburg getestet. Um Personen zu suchen, muss man ein Profilfoto hochladen. Dies funktioniert aber nicht da die Server nicht reagieren. Die Leute die man sehen konnte waren pubertierende 12 jährige.


  • Anonymous
    • Mod
    01.11.2013 Link zum Kommentar

    Ja... Damit wird die Suche "potenter". Ist jedoch immer nur auf eine bestimmte Zeit limitiert.


  • Superpowers?

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Alles klar!