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2 Min Lesezeit 7 Kommentare

Virtuelle Schocktherapie: Verkehrs-Rowdys landen in der VR

Ab sofort gehören zur Ausstattung einiger Polizisten im Vereinigten Königreich nicht mehr nur Handschellen, Pfefferspray und Schlagstock, sondern auch eine VR-Brille. Damit sollen Autofahrer belehrt werden, die Fahrradfahrer zu knapp überholen.

Fahrradfahrer wissen, wie beängstigend es sein kann, wenn ein Autofahrer beim Überholen den Mindestabstand nicht einhält. Doch nicht jeder Autofahrer kann das nachvollziehen. Die britische Polizei soll ertappte Autofahrer, die beim Überholen zu nah an den Fahrradfahrern vorbei gebrettert sind, deshalb jetzt auf die Gefahren aufmerksam machen – mit VR-Brillen.

Zu dem Zweck hat die gemeinnützige Organisation "Cycling UK" in den vergangenen Monaten knapp 19.000 Euro gesammelt, um den entsprechenden Film zu produzieren und samt Oculus-Go-Brillen an Polizisten auszuhändigen. Bislang wurden 11 Stationen beliefert, im kommenden Jahr sollen 34 weitere Folgen.

Der Film soll Autofahrern zeigen, wie gefährlich es ist, mit zu kleinem Abstand an Fahrradfahrern vorbei zu fahren. Er soll auch zeigen, wie man richtig überholt. Oft wird der Abstand dabei nicht einmal bewusst klein gehalten, sondern einfach nur falsch eingeschätzt. In einem Statement heißt es übersetzt:

"Cycling UK weiß, dass die meisten Menschen Fahrradfahrer nicht absichtlich bedrohen. Aber wenn man nicht selbst radelt, erkennt man nur schwer, wie gefährlich ein zu enger Überholvorgang sein kann. Dieser Film ermöglicht es Fahrern, die Bedrohung zu erleben und unsere Straßen für alle sicherer zu machen.”

Mehrere Einheiten im Bezirk West Midlans haben die Belehrung in der Virtual Reality bereits im Oktober getestet und berichteten von einem erfolgreichen Einsatz.

Was sagt Ihr zu der Idee? Ein nützlicher Einsatz der virtuellen Realität oder verschwendete Liebesmüh? Schreibt es uns in die Kommentare.

Via: Vrodo Quelle: Road.cc

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7 Kommentare

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  • Ein interessanter Versuch. Vielleicht funktioniert es erstmal sogar. Ich fürchte aber, dass das Gesehene recht schnell wieder vergessen wird und die alten Gewohnheiten die Oberhand behalten. Damit das dauerhaft was bewirkt müsste es sicher mehrfach wiederholt werden, wenn überhaupt.


  • Ich glaube nicht dass das wirklich etwas bringt. Die meisten Menschen kann man nur an zwei Dingen packen, am Geldbeutel und am Führerschein.


  • Ist ein Feldversuch, VR als unterstützende Überwachungstechnik in der Polizeiarbeit zu etablieren. Von Gesichtserkennung bis automatischer Abgleich der KFZ-Zeichen, liegt alles bereits im VR Bereich vor, befindet sich in China in der Implementation, wird in Europa eher abgelehnt. Erinnert an die Strategie in Deutschland, zwecks Einhaltung von Dieselfahrverboten eine automatische Überwachung der PKW-Kennzeichen ganzer Stadtbereiche ein richten zu wollen. Durch verharmlosende Begründungen versucht man Protesten von vornherein aus dem Weg zu gehen.


  • Ich bin jeden Tag in Berlin mit einem dreirädrigem Liegerad unterwegs und kann mich nicht beschweren dass mich Autofahrer zu dicht überholen. Natürlich kommt es vor, aber da ich mit drei Rädern recht sicher dastehe rege ich mich nicht mehr darüber auf.
    Da finde ich die falsch fahrenden Radfahrer meist schlimmer. Kein Licht, bei Rot fahren, falsche Straßenseite, dazu Touristen auf Leihgurken die eh fahren wie sie wollen.

    Letztendlich fahre ich gerne nach Vorschrift weil es entstresst und somit noch weniger Konflikte entstehen.


  • Naja....Gibt auch Radfahrer die nicht so acht geben und Autofahrer in Schwierigkeiten bringen.


    • Klar, jede Seite hat ihre Bekloppten. Erlebe ich jeden Tag.
      Und damit ich nicht mit dem Finger auf andere zeige, mir passiert das manchmal auch. Meistens geht es aber mit einem freundlichen Lächeln aus und noch nie mit einem Schaden.
      Hoffentlich bleibt es so.


  • Am unangenehmsten und gefährlichsten ist als Radfahrer wenn man von großen LKWs (sogenannte 40-Tonner) überholt wird.

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