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Streetart-Knobler Vandals im Test: Weg mit den leeren Flächen!

Der deutsch-französische Fernsehsender Arte geht unter die Spiele-Publisher und veröffentlicht heute das Spiel Vandals. Im Streetart-Milieu angesiedelt erklärt es Euch die Hintergründe von Grafitti-Sprayern und schickt Euch in einzelne Level in der Art von Lara Croft Go. Wir haben Vandals ausprobiert.

Vandals fühlt sich von der ersten Sekunde an wie die drei Spiele der Go-Reihe von Square Enix: Hitman Go, Lara Croft Go und Deus Ex Go. Das ist erst einmal nicht schlecht, denn die Rätselspiele sind alle sehr knackig und richtig gut. Vandals ist allerdings eine eigene Entwicklung, die mit Square Enix nichts zu tun hat. Und es gibt einige Spielelemente, die dem Spiel eine ganz eigene Note verleihen.

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Vandals: Ihr könnt selber sprayen. / © Screenshot: AndroidPIT

Ihr spielt in einen Sprayer, der Hauswände verschönert (oder verunstaltet, das liegt an Euch). Zug für Zug nähert Ihr Euch einer leeren Hauswand und müsst dabei den wachsamen Augen von Polizisten entgehen. In jedem Level könnt Ihr eine Bonus-Plakette abgreifen. Wie gesagt: Ihr könnt die Hauswände verschönern oder verunstalten, denn an der Spraystelle eines Levels öffnet sich ein kleines Malfenster in dem Ihr Euer Writing und auf Wunsch Euer Tag hinterlassen könnt.

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oz oder oLi, das ist hier die Frage! / © Screenshot: AndroidPIT

Dafür wählt Ihr Farben und Sprühstärke aus und legt los. Seid Ihr mit Eurem Grafitti zufrieden, schließt Ihr das Fenster. Dabei alarmiert Ihr jedoch die Umgebung und müsst schnell zum Ziel des Levels fliehen. Die Level laden zum erneuten spielen ein, denn Ihr könnt drei Ziele erreichen: Möglichst wenig Züge, die Bonus-Plakette aufsammeln und unentdeckt bleiben. Nur wer alle drei Ziele schafft, erhält die drei Sterne und kann weitere Bonus-Level freischalten.

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Nach dem Sprayen ist vor dem Fliehen. / © Screenshot: AndroidPIT

Vandals ist in fünf Kapitel aufgeteilt, die jeweils eine Streetart-Epoche in einer Stadt beleuchtet. Los geht es im Paris von 1968, danach folgt New York im Jahr 1974. Später folgen noch Berlin, Tokio und Sao Paulo. In jedem Level versteckt sich eine Hinweistafel, die über berühmte Sprayer der Stadt informiert. Öffnet alle Hinweise und vervollständigt das sogenannte Blackbook, das im Laufe des Spiels zu einer ganzen Enzyklopädie der Streetart-Szene wird.

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Erst Paris, dann New York: Vandals zeigt die Entwicklung der Streetart-Kunst. / © Screenshot: AndroidPIT

Das Spielprinzip ist schnell erfasst und dann kann es ans Rätseln gehen. Die ersten Level sind relativ einfach gehalten. Der Schwierigkeitsgrad zieht aber mit jedem Level etwas an. Wer wie ich alle drei Go-Spiele durchgespielt hat, wird kaum vor große Herausforderungen gestellt, für Motivation sorgen daher vor allem die Missionen, insbesondere die Forderung, unbeobachtet durch das Level zu kommen. In den ersten knapp 20 Leveln tauchen nur Polizisten auf, immerhin in zwei unterschiedlichen Aufmerksamkeitsstufen: Einer passt auf, dass Ihr nicht ins direkte Sichtfeld geht, das netterweise mit einer roten Linie markiert ist. Ein aktiver Polizist sollte Euch nicht zu nah kommen: Sobald er im Feld neben Euch steht, seid Ihr gefangen. Es bleibt zu hoffen, dass später noch ein paar weitere Gegner hinzukommen. Auch fahrende S-Bahnen wären eine interessante Hürde für Möchtegern-Sprayer.

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Vandals: Die Polizisten passen auf... zumindest meist. / © Screenshot: AndroidPIT

Die Grafik ist der nächtlichen Umgebung angemessen gestaltet. Lichter und dunkle Schatten sind geschickt platziert. Auch der Stil der Häuser unterscheidet sich je nach Stadt.

Vandals kostet 4,49 Euro und steht im Google Play Store oder Apple App Store zum Download bereit. Der offizielle Teaser gibt ein paar Einblicke ins Gameplay:

Fazit

Ich habe Vandals sofort in mein Herz geschlossen. Vor allem, weil das Setting schön anarchisch ist und mich das Spielprinzip ohnehin völlig begeistert. Es sind genügend Herausforderungen vorhanden um für einige Stunden Spielspaß zu sorgen. Und einige Infos über die Streetart-Szene gibt es noch dazu. Von mir gibt es eine Empfehlung, vor allem für Freunde des gepflegten Knobelspiels.

Wer sich nicht sicher ist, ob das Spielsprinzip begeistert, sollte sich einmal die mittlerweile recht günstigen Titel Hitman Go oder Lara Croft Go ansehen.

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