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Ich finde Skins gut, aber keine Glatzen

Verfasst von: Fabien Roehlinger — 07.02.2012

 

Kamal hatte in der vergangenen Woche einen durchaus lesenswerten, aber durchaus kontroversen Artikel zum Thema Skins bzw. angepasste User Interfaces bei Android-Smartphones. Darin führte er aus, warum er eine echte Abneigung gegen Skins der Hersteller hat. Dabei hat Skins natürlich nichts mit modischen, oder gar politischen Gesinnungen zu tun - obwohl die sicherlich auch mit reinfallen würden. Gemeint sind die grafischen Nutzeroberflächen der Hersteller.

Da wäre zum Beispiel das Motoblur von Motorola. Oder die berühmte Sense-Oberfläche von HTC. Oder Samsungs Touchwiz. Ja, sicherlich, es gibt Nachteile, die nicht wegzureden sind und von Kamal auch teilweise gut beschrieben werden. Da es sich bei eigenen Oberflächen auch um Anpassungen in der Android-Software handelt, müssen die Hersteller bei neuen Versionen, die von Google herausgegeben werden, erstmal selbst Hand anlegen, bevor die Neuerungen auch an ihre Kunden weitergegeben werden können. Das kann bisweilen auch mal etwas länger dauern. Und manchmal, da gibt es für manche Geräte gar kein Update mehr.

Klar, dass das für Verstimmungen bei den betroffenen Kunden sorgt.

Sicherlich kann ich auch nachvollziehen, dass viele gerne das "Vanilla Android" hätten, so wie es Kamal in seinem Artikel beschreibt. Zur Info: Es geht hier um die ursprüngliche Android-Oberfläche, so wie sie von Google ausgeliefert wird. Aber, hey, das ist, wie man sich einen BMW kauft, sich aber dann beschwert, dass es keine Sitze von Mercedes gibt.

Dann haben wir da noch den Punkt Performance, der ebenfalls im Artikel angebracht wird. Kamal ist verständlicherweise davon genervt, dass viele Android-Geräte nicht hundertprozentig flüssig laufen. Ich mache hier allerdings weniger die angepassten Oberflächen, als vielmehr die mangelnde Anpassung von Android an die Hardware dafür verantwortlich.

Es gibt sicherlich einige Argumente für eine nicht angepasste Oberfläche, so wie sie Kamal gerne hätte. Ich selber nehme aber eine ganz andere Haltung zu diesem Thema ein. Ich finde die angepassten Oberflächen der Hersteller nicht nur gut, sondern sehe sie als Grundstein für den Erfolg von Android:

Erstens erfordern unterschiedliche Geschmäcker unterschiedliche Oberflächen...

Jeder Mensch ist unterschiedlich. Jeder Mensch hat einen unterschiedlichen Geschmack. Es ist für mich nur ein logischer Schritt, dass es auch unterschiedliche Oberflächen gibt. Die neue Oberfläche von Ice Cream Sandwich ist wirklich toll gelungen. Mir gefällt sie ausgesprochen gut. Aber auf der anderen Seite ist sie auch sehr technisch und kann auf einige Menschen durchaus kühl wirken.

Warum also nicht so tolerant sein und anerkennen, dass es viele Menschen gibt, die auch durchaus etwas an Touchwiz, Sense & Co. finden können? Immerhin gibt einem eine solche Oberfläche durchaus auch Beständig- und Verlässlichkeit, selbst über verschiedene Endgeräte hinaus.

...und zweitens werden dadurch innovative Ideen gefördert.

Draußen strahlt die Sonne und blinzelt in das Büro. Auf dem Android-Smartphone wird ebenfalls gleißendes Sonnenlicht angezeigt, und wunderbar animiert. Morgen soll es schneien? Kleine Schneeflocken, die in meinem Handy-Display herabrieseln zeigen an, dass Frau Holle demnächst aktiv werden wird.
Was heute mehrere Hersteller adaptiert, wenn nicht gar kopiert haben, hatte vor ca. zwei Jahren bei der Sense-Oberfläche von HTC Premiere. Hat noch jemand die alte Android-Optik vom G1 im Kopf? Das HTC Dream alias G1 war das erste Android-Smartphone überhaupt und wurde mit einer Original-Google-Android-Oberfläche ausgeliefert. Heute lässt sich das Design durch aus mit einem Retro-Charme entschuldigen.

Je mehr kreative Köpfe ihre Einflüsse einbringen - und seien es unterschiedliche Unternehmen - desto mehr Innovation entsteht dadurch. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ein einheitliches User Interface, bzw. eine einheitliche Android-Version, ohne die Möglichkeit für Unternehmen in irgendeiner Art und Form daran mitzuwirken, bedeutet langsameres Innovations-Wachstum.

Drittens wäre ohne eine Hersteller-Oberfläche alles gleich

Microsoft geht mit Phone 7 einen ähnlichen Weg wie Apple. Hersteller haben strenge Auflagen in Sachen Hardware, wenn sie das Betriebssystem von Microsoft nutzen möchten. Änderungen an der Software sind nicht vorgesehen. Das bedeutet, dass sich alle Telefone ähneln werden. Sie werden wahrscheinlich alle ähnliche Hardware-Spezifikationen mit sich bringen. Das Betriebssystem wird sowieso das Selbe sein.

In der letzten Zeit hört man vermehrt, Apple habe ein Problem: Das iPhone sei Mainstream geworden. Jeder habe ein solches Gerät und niemand hebt sich mehr ab. Umso mehr hat mich verblüfft wieviele AndroidPIT-User bei Kamals Blog in der vergangenen Woche argumentierten, sie würden es gut finden, wenn Google die Hersteller zwingen würde deren User Interface zu verwenden.

Will ich wirklich ein durch und durch austauschbares Gerät haben? Ich nicht! Ich habe meinen eigenen Geschmack. Und der kann sich über die Zeit auch noch ändern.

Wie schön, dass ich dann die Wahl habe.

Viertens: Ohne diese Oberflächen wäre Android nicht erfolgreich

Das Microsoft-Betriebssystem Phone 7 sieht wirklich toll aus. Das muss man wirklich genauso anerkennen. Außerdem läuft es auch noch richtig stabil und bietet eine Menge SchnickSchnack bzw. Eye-Candies (was auf Neudeutsch soviel wie "etwas für's Auge" bedeutet). Hinzu kommt, dass Nokia und Microsoft gerade gemeinsam hunderte von Millionen in das Marketing stecken. Müsste man also nicht erwarten, dass es nun deutlich aufwärts geht?

Tatsächlich ging es seither aber sogar noch weiter runter - selbst wenn die Verkaufszahlen für das Nokia-Gerät Lumia noch nicht beinhaltet sind. Hersteller dürften wenig begeistert davon sein, dass man das Microsoft-Ecosystem stärkt, während man selbst immer austauschbarer wird. Haben alle Hersteller nur noch ein und das selbe Betriebssystem, reduziert der Kunde am Ende natürlich nur noch auf Preis und Ausstattung. Denn selbst das Hardware-Design wird immer schwieriger. Irgendwann war halt alles schon mal da. Oder hat abgerundete Ecken - was dann dem einen oder anderen Hersteller vielleicht mal wieder nicht passt.

Android war und ist hier anders. Hersteller haben die Möglichkeit ihre eigenen Mehrwerte in das Betriebssystem zu integrieren. Und sie können Android einen eigenen Fingerabdruck verpassen. Nur deshalb ist es zu erklären, dass Android weltweit einen solchen Siegeszug antreten konnte. Hersteller brauchen zum eigenen Überleben unbedingt Unterscheidungsmerkmale. Denn sonst würde der Kampf um den Kunden in wahre Preisschlachten ausarten. Für uns Kunden wäre das nur kurzfristig gut. Am Ende würde das Unternehmen mit den tiefsten Taschen gewinnen - und hätte den ganzen Markt für sich alleine. Und das kann keiner wollen.


Fazit

Ich mag Skins. Ich mag die Vielfalt. Und ich finde es gut, dass Unternehmen ihre eigenen Innovationen in Android einbringen können. Natürlich hat Android noch sehr viele Kinderkrankheiten, die vor allem bei den Hardwareherstellern entstehen. Die Hersteller werden aber lernen besser zu werden.

Das bedeutet mehr Wettbewerb. Und dies wiederum ist gut für uns - für uns Kunden.

 

43 Kommentare

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  • Michael S. 09.02.2012 Link zum Kommentar

    Ich bin genau deiner Meinung, Fabien und ich sehe das Problem nicht, wer pures Android will kann doch einfach ein nexus nehmen und bekommt was er will. Das ist doch das schöne, wenn man die Wahl hat.

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  • T.M. 08.02.2012 Link zum Kommentar

    @Harald: Die denken über die liebe nach.... ;-)

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  • msy79 08.02.2012 Link zum Kommentar

    Es hat eine Weile gedauert, bis ich Zeit gefunden habe den Artikel zu lesen, aber ich muss da einfach in allen Punkten Fabien zustimmen.

    Bei der Monotonie der Smartphones ist die Nutzeroberfläche eines der Wenigen Merkmale die aus jedem Smartphone etwas besonderes machen kann.

    Das Gute ist, wem es nicht gefällt der greift halt auf die Vorlage zurück und fertig. So ist allen Genüge getan, was will man mehr.

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  • Andreas Zappel 08.02.2012 Link zum Kommentar

    IMHO sind Hersteller UIs nicht immer Verbesserungen des OS.
    Auf meinem Tablett läuft 3.x, laut der Bedienungsanleitung die Google zu 3.x herausgibt soll man das Gerät komplett verschlüsseln können - nur leider wurde dieser Punkt vom Archos nicht umgesetzt. Es gibt keine Möglichkeit zu verschlüsseln (ja, ich kann eventuell eine App nutzen um so etwas zu erreichen), aber was mache ich wenn diese App eben nur eine Oberfläche für die OS-Funktion ist, die von meinem Hersteller nicht in der eigenen UI umgesetzt wurde? Dann nützt mir vermutlich auch die App nichts.
    Hier sehe ich ein Problem. Google sollte verlangen, dass alle Möglichkeiten die vom orginalen OS vorgesehen sind auch in der UI vorhanden sind und nicht weggelassen werden. Oder dass der Nutzer zwischen der UI und dem orginalen OS wählen kann.
    Viele Leute finden die bunte UI ihres Smartphones toll und kommen damit sehr gut zurecht - das sollen sie auch. Aber Leute die so ein Teil zum Arbeiten nutzen und wenig mit dem Klicki-Bunti anfangen können sind gezwungen ein Risiko einzugehen und Zeit zu investieren um aus dem Lifestyle Produkt ein Arbeitgerät zu machen.
    Daher sollte dem Nutzer immer die Möglichkeit gegeben werden ein Telefon/Tablett ohne viel Aufwand seinen Anforderungen anzupassen.

    Ich nutze z.B. auch ein Nokia E75 unter Symbian (einfach weil ich Symbian noch vom Psion her kenne), in dem Nokia kann ich zwischen zwei Umgebungen (Arbeit und Privat) wählen, wobei die Vorgaben der Umgebungen sich durchaus unterscheiden, in der Umgebung Arbeit ist der Schirm weniger bunt und die Klingeltöne weniger schrill und laut.

    Es war also schon machbar ein OS verschieden aussehen zu lassen, die Hersteller müssen es nur wollen.

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  • Christian A. 08.02.2012 Link zum Kommentar

    Ich konnte sowohl in dem Pro- als auch dem Anti-Skin-Beitrag viele valide Punkte entdecken. Meine Meinung in Sachen Herstelleroberflächen hat sich zusammen mit der fortschreitenden Android-Entwicklung gewandelt. Als ich mein Desire mit Android 2.1 und Sense bekommen hatte, war ich begeistert von Sense. Es war nicht nur schöner als Stock Android sondern auch noch funktionaler und lief dabei imho nicht weniger flüssig. Erst seit Android 2.3.x setze ich auf Stock Android, davor hatte ich immer Custom Rom mit Sense.
    Nichtsdestotrotz sollten die Hersteller weiter ihre Oberflächen anbieten, jedoch implementiert als autarker Launcher. Seien wir doch mal realistisch: 9x% der Anwender kämen nicht mal auf die Idee, dass es sowas wie Stock Android oder Hersteller-UIs gibt (in meiner Familie haben 5 Leute ein Android-Gerät und wussten nicht was Android ist!). Daher hätte jeder Hersteller für die Masse der Käufer sein Alleinstellungsmerkmal und wir wären auch glücklich.

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  • Sascha Walther 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Wenn ich mir einen BMW kaufe und Sitze von Merzedes haben möchte, dann kann ich mir die kaufen und einbauen lassen. Warum soll das bei einem Smartphone nicht auch möglich sein?
    Wenn ich mir ein HTC kaufe ist es ab Werk mit Stock Rom. Wenn mir Touchwiss gefällt, gehe ich in den Market und lade es mir herunter (oder kaufe es). Wieso gibt es nicht diese Möglichkeit. Damit kann jeder Hersteller mit einer durchdachten UI sein Alleinstellungsmerkmal sogar auf Kunden erweitern, die kein Smartphone von diesem Hersteller haben.

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  • Marcosso 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Danke Fabi für diesen Beitrag, ich bin zu 100% Deiner Meinung !

    Für mich wäre ja Kamal's Idee das UI beim starten auswählen zu können verlockend. Denke aber dass dies technisch nicht so einfach möglich ist. Nehmen wir mal an es kommt ein Android Update und die Hersteller UI bleibt bis zu dessen Update nicht angepasst, da würde dies ja kaum problemlos laufen.

    Im übrigen bin ich sehr zufrieden mit Sense. Habe mir Gestern gleich noch die App der Woche (ADW Launcher Ex) gekauft und damit experimentiert. Macht einfach Spass mit Android, gibt immer was zum spielen wenn die Zeit bleibt....

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  • hypo chonder 07.02.2012 Link zum Kommentar

    @Marcus B.
    Ich sehe das ganz genauso, ich hatte nie Lust auf das TouchWiz von Samsung, dann hatte ich halbwegs originales Android per CM und hab mir einen alternativen Launcher gesucht. Schließlich bin ich bei MiUi gelandet, weil es schnell und besonders einfach war. Erst seit ICS bin ich auch mit der "Stock-ROM" zufrieden.
    (alles mit dem Galaxy S)

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  • Daniel S. 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Jep kann der App Variante nur Zustimmen. Einfach den Nutzer entscheiden lassen und alle sind Happy ;)

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  • User-Foto
    dcxd 07.02.2012 Link zum Kommentar

    @ Michael R.

    Meine Rede... :-)

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  • Michael R. 07.02.2012 Link zum Kommentar

    also ich finde ja beides toll... Stock UI weil es flüssig läuft und die Updates nicht verzögert aber genauso z.B. Sense mit den vielen kleinen netten Dingen z.B. die Uhrenanwendung die alles umfasst während man beim Nexus noch eine App installieren muss für die Stoppuhr oder eben das Wetter wie Fabi gesagt hat.
    Meiner Meinung nach wäre das beste wenn die Oberflächen normale aber eben nur für bestimmte Geräte verfügbare Apps wären also Sense eine App nur für HTC die dann ganz normal über den Market oder von mir aus auch über den HTC Hub geupdatet wird unabhängig vom System.

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    dcxd 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Ich hab selber auch ein Samsung, das Note und hab nix gegen TW aber Stock wäre mir auch lieber, vor allem die ganzen Apps die Vorinstalliert sind find ich unnütz und nehmen nur Speicherplatz weg. Löschen kann man Sie ja nicht und Rooten will ich es auch nicht damit es dann geht.
    Wie oben schon geschrieben, warum kann man es nicht wie bei Acer Liquid machen, das man die UI einfach unter den Einstellungen Deaktivieren kann. Dann ist allen geholfen.

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  • Chris 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Sehr gut! Mich hat beim Nexus unter anderem die Oberfläche abgeschreckt, Updates hin oder her, dafür gibt es SamMobile.com... TW ist mir ans Herz geachsen...

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  • MHH 07.02.2012 Link zum Kommentar

    "Draußen strahlt die Sonne und blinzelt in das Büro. Auf dem Android-Smartphone wird ebenfalls gleißendes Sonnenlicht angezeigt, und wunderbar animiert. Morgen soll es schneien? Kleine Schneeflocken, die in meinem Handy-Display herabrieseln zeigen an, dass Frau Holle demnächst aktiv werden wird.
    Was heute mehrere Hersteller adaptiert, wenn nicht gar kopiert haben, hatte vor ca. zwei Jahren bei der Sense-Oberfläche von HTC Prämiere."

    1. "Premiere" (mit e)
    2. stimmt doch gar nicht, die Wetteranimationen gab es bei Sense schon lange bevor es Sense auf Android gab, nämlich bei HTCs WinMo-Phones. Fand ich beim HD2 schon sehr schick. :)

    Als ich dann von WinMo zu Android wechselte, habe ich auf dem HD2 erst ein vom Desire HD portiertes ROM ausprobiert - mit Sense, aber träge und schwerfällig. Zweiter Versuch mit CM7. Nicht so schick, aber schön flott.
    Nachdem das HD2 unerwartet früh das zeitliche segnete, habe ich mir ein SGS2 zugelegt - und nach einem kurzen Funktionstest und schnellem Blick auf TouchWiz gleich CM7 geflasht´.
    Vanilla Android mag ich auch nicht wirklich, ist für mich aber gegenüber den viel zu oft bloatware-igen Hersteller-UIs das kleinere Übel. Zumal CM einige Features bietet, auf die ich definitiv nicht verzichten will. Für Eyecandy sorgte schon beim HD2 die SPB Shell, so auch jetzt wieder.

    Es wäre doch wirklich kein großes Problem, den Weg von Windows Phone zu gehen, den Herstellern solche UI-Komplettumbauten zu untersagen, gleichzeitig aber, falls nicht schon vorhanden, alle nötigen APIs bereitzustellen, damit die Hersteller ihre Oberfläche als ganz normale Apps und Themes draufpacken können - Launcher, Kontakte, Dialer undsoweiter. Per default sind sie auf den Geräten drauf und aktiv, lassen sich aber jederzeit mit einer kleinen Config-App einzeln oder im Paket (de)aktivieren. Wäre doch wirklich nicht so schwer, schließlich hat HTC auf einem ähnlichen Weg Sense doch noch auf Windows Phones gebracht (wer es nicht kennt: Sense bindet sich als eine der Homescreen-Kacheln ein, beim Tipp darauf startet die nun eigenständige Sense-App mit ihrem eigenen Homescreen). Nur solange Google da keinen Riegel vorschiebt, werden die Hersteller munter weiter mutwillig tief im OS herumstricken und dabei oft mehr verschlimmern als sie an der Oberfläche verbessern. Von dem hohen Aufwand bei Updates und den dadurch unerträglich langen Verzögerungen ganz zu schweigen.

    Und an die, die meinen, wer Vanilla will, soll sich ein Nexus kaufen: Ist auch nicht immer eine Option. Das Galaxy Nexus stand bei mir ganz oben auf der Wunschliste - bis herauskam, daß es keinen MicroSD-Slot hat. 16 GB sind mir definitiv zu wenig, dann keine zusätzliche Speicherkarte -> no go.

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  • Alnie13 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Wenn ich einen BMW kaufe, dann bekomme ich auch einen BMW. Ohne das der Autohändler das Armaturenbrett durch ein "besseres" austauscht.

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  • Mikka Teleport 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Guter Blog
    Ich respektiere jede Meinung, aber den Gegenblock von letzter Woche fand ich schon etwas übertrieben und ignorant.
    Jeder hat einen anderen Geschmack.

    Ich kann das gejammere auch nicht mehr hören.
    Ich finde HTC Sense absolut super.

    Sense war für mich der Hauptgrund das Desire zu kaufen und auch jetzt bei meinem Sensation hat es den Ausschlag gegen das Galaxy S2 gegeben.

    Sense konnte schon seit Froyo viele geniale Funktionen die es in eurem Vanilla einfach nicht gab. Eine viel bessere Kontakte-integration mit Facebook und anderen Diensten und vieles mehr. Viele Dinge die es jetzt in ICS gibt, gibt es in Sense schon lange.

    Und diese Miniruckler sind mir sowas von egal.
    Dafür ist die Usability genial und es sieht gut aus.

    Und ich behaupte die Mehrheit möchte solche Oberflächen, sonst würden nicht alle immer rumheulen wie viel leichter zu steuern das IOS sei.
    HTC hat da schon sehr geholfen die Lücke zu verkleinern und Android für normale Käufer attraktiv zu machen.

    Wer ein Vanilla will soll ein Nexus kaufen oder rooten.
    Warum sollten normale Leute wege den "Freaks" mehr Umstände haben.
    Wer ein technik freak ist nimmt sowas eher in kauf als normale Leute.
    Ich hab auch keinen Bock zu Rrooten und sehe auch keinen Nutzen für mich

    Das ist wie mit Stuttgart 21. Die UI Gegner behaupten keiner will so etwas.
    Doch ich will das!!! Und ich denke viele andere auch.

    Das ist nur meine persönliche Meinung

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    Denis F. 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Man Fabien, jetzt habe ich mich aber erschrocken bei dem Bild.

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  • Jan K. 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Sehr schöner Blog...Bin da sehr ähnlicher Meinung...mittlerweile besitzen zwar sehr viele Leute ein Android-Phone, aber es wird nie zum Mainstream, da es einfach soviele so verschiedene Handys gibt...wenn ich ein iPhone hätte würde ich mir glaube ich mittlerweile richtig verarscht vorkommen, weil jeder das gleich Handy hat wie ich, nur dass manche damit auch noch sprechen können und manche halt nicht...
    Ein Galaxy Note erweckt immer wieder Aufsehen, während bei einem Iphone mittlerweile keiner mehr wirklich genau hinguckt und da haben eben auch die UIs einen großen Anteil dran....und das man die UIs nicht ausstellen kann ist irgendwie logisch, da es sowohl für HTC, Samsung, Motorola etc. Nachteile als auch für Android bzw. Google selbst, da diese dann ihre Nexus-Phones die eben den "Vorteil" haben das "Original" zu haben wesentlich schlechter verkaufen könnten...Mit den verschiedenen "neutralen" Launchern, finde ich ist aber ein ganz guter Kompromiss geschaffen und wenn man halt wirklich unbedingt ein Stock-Android haben will dann muss man halt zum Google-Phone greifen...Grund zum Jammern geben die UIs allerdings wirklich nicht...

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  • User-Foto
    Francesco Tedesco 07.02.2012 Link zum Kommentar

    kann nicht sagen, ich war auch mit der Oberfläche bei meinem Nexus S sehr zufrieden

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  • Marcus B. 07.02.2012 Link zum Kommentar

    Sehr geil der Blog ich seh das genauso!!

    Denn mal ehrlich: erst seit ICS ist pures Android relativ attraktiv geworden - davor war es einfach nur hässlich .. Also heuchelt nicht rum, dass ihr auf einmal Hersteller UI's schlecht findet xD

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