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USA: Netflix spricht sich gegen das Anti-Abtreibungsgesetz aus

USA: Netflix spricht sich gegen das Anti-Abtreibungsgesetz aus

Netflix, der globale Riese in Sachen Video-Streaming, beteiligt sich am Kampf gegen das Anti-Abtreibungsgesetz einiger Bundesstaaten im Süden der USA. So droht das Unternehmen Georgia, die dortigen Dreharbeiten einzustellen, wenn die Möglichkeit zum freiwilligen Schwangerschaftsabbruch eingeschränkt wird.

Warum Georgia?

In vielen Südstaaten der Vereinigten Staaten gibt es eine Welle von restriktiven Maßnahmen gegen Abtreibung. Dieser (traurige) Trend betrifft Alabama, Missouri, Tennessee, Mississippi und Georgia. Seitdem haben viele Experten, Redner und Demonstrationen diese Maßnahmen angeprangert.

Viele Interessengruppen ergreifen das Wort und nun macht sich auch Netflix gegen das Anti-Abtreibungsgesetzt stark. Entsprechend äußerte sich das Streaming-Unternehmen am Dienstag, nach der Verabschiedung eines Gesetzes zur Verschärfung des Zugangs zur Abtreibung im Staat Georgia. Denn das ist ein Staat, in dem Netflix viele Filme und Serien produziert: 

"Wir beschäftigen viele Frauen in Produktionen in Georgia, deren Rechte, wie die von Millionen anderer, durch dieses Gesetz stark eingeschränkt werden" - Ted Sarandos, Netflix Content Manager.

Eine Rede mit starken Konsequenzen

Eine Drohung, die Früchte tragen könnte, denn Netflix beschäftigt viele Bürger im Süden der Vereinigten Staaten und der Abgang könnte dort der gesamten Wirtschaft schaden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass vorerst nichts in Stein gemeißelt ist. Ted Sarando fügt nämlich auch hinzu:

"Da die Gesetzgebung noch nicht in Kraft getreten ist, werden wir weiterhin dort produzieren und auch Partner und Künstler unterstützen, die sich dagegen entschieden haben. Wenn das Gesetz Anwendung findet, werden wir über alle unsere Investitionen in Georgia nachdenken."

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Netflix macht sich gegen die Anti-Abtreibungsgesetze in Georgia stark. / © AndroidPIT

Georgia ist ein Staat, der dank sehr vorteilhafter Steuergesetze viele sehr große Produktionsfirmen anzieht. Dazu gehört Marvel für die Avanger-Filme oder für bekannte TV-Serien wie Stranger Things oder The Walking Dead. Netflix ist das erste große Studio, das in der Debatte öffentlich Position bezieht, nachdem ein Boykott von Filmaufnahmen in Georgia durch kleine und unabhängige Produktionsfirmen gefordert wurde.

Quelle: L'Express

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Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 2 Monaten

    Ich finde das sehr gut von Netflix. Wenigstens so viel Engagement hätte ich mir auch von Google gegen Huawei erwartet. Große globale Unternehmen haben eine Verantwortung, gesellschaftlich, wirtschaftlich und auch sozial. Ich hoffe, Netflix gibt da nicht klein bei, sondern fährt einen harten Kurs.

  • Michael K. vor 2 Monaten

    Erstemal geht's nicht um Kinder, und zweitens nicht unbedingt um die eigenen. Darum, ab wann es eigentlich ein Fötus ist, und bis wann ein unspezialisierter Zellhaufen, geht ja der Streit. Da sind 12 Wochen schon ein guter Kompromiss. Ausserdem will der Staat Alabama Frauen sogar zumuten, das Kind eines Vergewaltigers auszutragen.
    Und warum sollte eine Firma wie Netflix nicht frei in der Wahl seines Standortes sein dürfen, und sagen, wo das Mittelalter regiert, wollen wir keine Filme machen?
    Ausserdem steht das Gesetz offenbar in Widerspruch zu einem Urteil des obersten Gerichtshofs der USA aus dem Jahr 1973.
    Demnächst kommt bestimmt noch Verhütung als Mord am ungezeugten Kind in die Gesetzbücher.

27 Kommentare

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  • Es geht hier um Kinder, denn jetzt soll es endlich verboten werden Abtreibungen vorzunehmen wenn ein Herzschlag per Ultraschall oder am CTG zu messen ist. Das ist richtig so, denn "Zellhaufen" haben keinen Herzschlag! Hier habe ich unterschrieben lifepetitions.com/petition/call-to-dump-netflix-subscriptions-over-their-attack-on-the-pro-life-movement (in Suchmaschine kopieren) und ich hoffe das Netflix wieder lebensbejahend wird. Ich bin Biologin und habe acht eigene Kinder deren Entwicklung ich per Ultraschall mitverfolgen konnte. Heute gibt es auch viele Filme online zu sehen wie ein Kind sich im Mutterleib so schnell entwickelt. Bei Netflix kaufe ich erst wieder ein Update wenn die aufhören die Abtreibung zu fordern. Genauso Disney..und wenn nicht, gucke ich halt "Bibel-TV" oder die alten DVDs.


  • Und wie immer wollen Männer über ein Thema diskutieren, welches vor allem die Individualität der Frau betrifft.

    Solange das Kind nicht Überlebensfähig ist, ist es übrigens Teil des Organismus der Mutter, per Definition also ein Organ.

    Liebe Grüße :).


    • Das heißt man kann das Kind auch nach der Geburt töten, weil es alleine nicht überlebensfähig ist? Oder man darf Kranke töten, weil sie alleine nicht überlebensfähig sind? Und dann t meine ich nicht nur Komapatienten und Rentner mit Pflegestufe 3, sondern auch Dialysepatienten.
      Und natürlich haben Männer bei dem Thema auch mitzureden. di Frauen werden ja nicht von alleine Schwanger.


      • Man kann das Kind auch nach der Geburt töten, dann ist es aber gegen das Gesetz. ;)


        Das Problem ist, ganz abgesehen von Deiner abstrusen Rechtschreibung, was man unter einem Lebewesen versteht.
        Ist der menschliche Fötus ein Fisch, nur weil er in den ersten Wochen Flossen und Kiemen entwickelt, da diese noch im Erbgut vorhanden sind.
        Der Fötus im Körper der Frau würde sterben, wenn er nicht in der Frau wäre, da er Teil des Stoffwechselkreislaufs der Frau ist.
        Er wird durch diese ernährt und beatmet. Für mich steht also in diesem Moment das Selbstbestimmungsrecht der Frau ÜBER dem des ungeborenen potentiellen Lebewesens.

        Natürlich werden Frauen nicht von alleine Schwanger, jedoch nehmen sich Männer oft das Recht raus der Frau die Entscheidung anzunehmen. Und das finde ich einfach nur ziemlich vermessen.

        Ich sage ja auch nicht dass die Frau abtreiben MUSS.
        Ich empfinde es nur als das Recht einer Frau selber zu entscheiden ob sie das Kind gebären möchte.


      • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        @Maximilian HE
        Von Vergewaltigungen mal ganz abgesehen. Auch im Fall einer Schwangerschaft dadurch ist es dort jetzt verboten, abzutreiben. Und das finde ich ist noch mal eine ganze Stufe über lächerlich und krank...


      • Ich habe schon immer gesagt dass Selbstbefriedigung beim Mann Massenmord ist.
        😁


      • 1. Deine Rechtschreibung ist auch nicht perfekt und ich denke Tippfehler können jedem mal passieren. Das ändert aber nichts am Argument selbst.
        2. Nehme ich Männer genauso in die Verantwortung, wenn sie eine Frau schwängern. Wir Männer werden ja aus gutem Grund gesetzlich dazu verpflichtet für den Unterhalt aufzukommen, auch wenn man nichts mehr mit der Frau zu tun haben möchte.
        Wenn überhaupt sollte die Entscheidung also von beiden gemeinsam getroffen werden.


      • @Tim: Abtreibungen auf Grund von Inzest oder Vergewaltigung machen einen Anteil zwischen 0,5 und ca. 2% aus. Die Zahlen schwanken seit 1987, aber sie gehen nicht über 2% hinaus. Und das bei 0,87 bis 1,2 Mio Abtreibungen pro Jahr. Die Komentarregeln verbieten eine direkte Verlinkung der Qellen, deshalb die Punkte bitte selbst einsetzen und nachlesen.
        www [PUNKT] abort73 [PUNKT]
        com/abortion_facts/us_abortion_statistics/
        www [PUNKT]
        johnstonsarchive [PUNKT] net/policy/abortion/abreasons.html


      • Blablabla, immer das gleiche selbstgerechte Geschwätz, wenn es darum geht, dass Männer auch Verantwortung für gezeugte Kinder übernehmen sollten. Seit 50 Jahren fällt ihnen da nichts besseres ein, als zu behaupten, sie würden ja Unterhalt zahlen, statt sich kleinlaut zu verkrümeln und die geschwängerte 16-jährige allein zu lassen mit ihren Problemen. Jeder, der mal in diese Tabellen für Unterhalt geschaut hat, muss sich fragen, wie man damit ein Kind großziehen soll mit diesen lächerlichen Almosen. Die Probleme, wohin mit dem Kind, wenn man die Schule oder Ausbildung fertig machen muss können die paar Kröten auch nicht lösen. Aber der tapfere Mann steht ja denselbigen und zahlt Unterhalt! Das ist derart lächerlich, dass man nur noch den Kopf schütteln kann vor so viel Feigheit! Selbst bestimmen darf die Frau natürlich nicht, aber die ganzen Probleme allein stemmen, das natürlich schon. Es ist ein peinliches, ein erbärmliches Bild des Mannes, das diese Abtreibungsgegner abliefern. Und natürlich würde von denen auch keiner dem Mann vorschreiben, was er zu tun hat, nur der Frau. Da käme keiner auf die Idee, dem Mann mehr Verantwortung zu geben. Warum fordert keiner, dass der Mann das Kind nehmen muss, wenn Frau es nicht möchte? Warum fordert keiner, dass Mann die Frau heiraten muss, wenn diese das möchte? Warum fordert keiner vernünftigen Unterhalt, der auch ausreicht, sein eigenes Leben vernünftig zu gestalten? Weil es absurd wäre? Ja, aber ebenso absurd ist es, einer Frau vorzuschreiben, was sie zu tun hat, wenn man sich selbst nicht darum kümmern möchte.


      • Da bin ich vollkommen bei dir. Ich finde es absolut traurig, dass viele Männer meinen sich nur mit dem Unterhalt aus der Affäre zu ziehen. Mein Ideal, das ich auch selbst lebe, ist dass Mann und Frau gemeinsam Verantwortung für die Kinder übernehmen und sich die Arbeit teilen. Und es ist nicht nur Arbeit, sondern das Kind braucht die persönliche Beziehung zum Vater genauso wie zur Mutter. Ich denke nur, dass die Abtreibung nicht das Problem löst. Das finanzielle Problem ist dann evtl. aus der Welt geschafft, aber die seelische Belastung bleibt. Nicht wenige Menschen (auch Männer) machen sich nach einer Abtreibung Vorwürfe wegen der Entscheidung.
        Und ich denke das Kind kann am Ende am wenigsten dafür, dass Vater und/oder Mutter es sitzen lassen.
        Dann halte ich mehr davon, dass die 16-jährige wenn überhaupt nur geschützten Verkehr hat. Und wenn es doch passiert, sollten zur Not staatliche und ehrenamtliche Einrichtungen unterstützen, damit die Mutter Schule und Ausbildung beenden kann. Und das passiert ja vielerorts auch schon.


      • Es ist die Entscheidung der Mutter.
        Ganz einfach. Wir haben es reguliert, sodass nach dem dritten Monat eine Abtreibung nicht mehr erlaubt ist.
        Vor dem dritten Monat wird diese Straffreiheit ausgesetzt. Es ist auch vollkommen irrelevant ob nun die Abtreibungen nach Vergewaltigungen bei einem oder bei zwanzig Prozent liegen.

        Unser Gesetz ist meines Erachtens fair und wird der Angelegenheit gerecht.


      • Ich denke nicht, dass der Grund für die Abtreibung irrelevant ist, weil mit Inzest und Vergewaltigt auch die 98% der anderen Abtreibungen gerechtfertigt werden. wie oben gesehen ist das nämlich eines der beliebtesten Argumente Abtreibungen allgemein zu begründen.


      • Es ist eines der beliebtesten Argumente gegen ein generelles Verbot von Abtreibungen.
        Deshalb spielt es keine Rolle.
        Allein schon wegen diesem Prozent sollte es Möglichkeiten und Ärzte geben, die eine Abtreibung ermöglichen.


      • Die Frage, um die sich alles dreht ist doch die, wann eigenständiges menschliches Leben beginnt. Das Herzschlagkriterium, das auch der Staat Georgia heranzieht, und das demnach etwa die 8. Woche bedeuten würde, halte ich aber für ziemlich willkürlich.
        Warum?
        Satteln wir mal das Pferd von hinten auf.
        Ein Sterbender wird für tot erklärt, wenn keine Hirnströme mehr fliessen. Ob da ein menschlicher Körper mit Billionen noch lebenden Zellen und einem schlagenden Herzen liegt, spielt keine Rolle. Mit den Hirnströmen ist das menschliche Bewusstsein - aller Voraussicht nach für immer - erloschen, der Mensch ist tot, auch wenn fast alles an ihm noch lebt.

        Warum sollte also umgekehrt ein Fötus mit schlagenden Herzen, aber ohne Bewusstsein schon ein (lebender) Mensch sein?
        Wann bei einem Fötus Hirnströme nachweisbar sind, konnte ich nirgends finden. Aber in diversen Tabellen kann man nachlesen, dass ab der 20. Woche erst die äußere Hirnrinde ausgebildet wird, und wo es kein Gehirn gibt, kann es auch keine Hirnströme geben. Tatsächlich gilt in den fortschrittlichen Bundesstaaten der USA eine Grenze ab der 22. Woche.
        Wenn also menschliches Bewusstsein ein Kriterium für menschliches Leben ist, dann ist ein Fötus in der zwölften Woche keines.

        Dass gerade religiöse Menschen mit dieser Auslegung ein Problem haben, ist mir bewusst, und ich respektiere auch deren gegenteilige Meinung. Konsequenterweise müssten die dann aber auch dagegen sein, Hirnstromtote für tot zu erklären, denn niemand kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass die Hirnströme nicht wieder anfangen können zu fliessen (Scheintotheit). Die Wahrscheinlichkeit dafür ist allerdings extrem gering.
        Dann aber könnte man auch ggf. keine Spenderorgane nutzen, und Menschen müssten sterben, die sonst weiterleben könnten.
        Kann das Gottes Wille sein?


      • "Ich habe schon immer gesagt dass Selbstbefriedigung beim Mann Massenmord ist."

        Konservative Katholiken sehen das ja auch als "Sündenfall", genauso wie Verhütung, zumindest künstliche. Warum natürliche davon ausgenommen ist, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.


  • Abtreibung oder nicht muss aus meiner Sicht immer individuell betrachtet werden. Da gibt es so viele Punkte die mit im Spiel sind, dass ein Staat, ein Land oder wer auch immer, dass nicht einfach abwürgen kann. Aber einfach so abtreiben zu können ohne Beratung, Überlegung ist ebenfalls nicht die Lösung. Es ist eine Gradwanderung die individuell gegangen werden muss. Meine Meinung.


  • Ich kann sowieso nicht nachvollziehen, wieso Menschen darum kämpfen ihre Kinder töten zu dürfen.


    • Erstemal geht's nicht um Kinder, und zweitens nicht unbedingt um die eigenen. Darum, ab wann es eigentlich ein Fötus ist, und bis wann ein unspezialisierter Zellhaufen, geht ja der Streit. Da sind 12 Wochen schon ein guter Kompromiss. Ausserdem will der Staat Alabama Frauen sogar zumuten, das Kind eines Vergewaltigers auszutragen.
      Und warum sollte eine Firma wie Netflix nicht frei in der Wahl seines Standortes sein dürfen, und sagen, wo das Mittelalter regiert, wollen wir keine Filme machen?
      Ausserdem steht das Gesetz offenbar in Widerspruch zu einem Urteil des obersten Gerichtshofs der USA aus dem Jahr 1973.
      Demnächst kommt bestimmt noch Verhütung als Mord am ungezeugten Kind in die Gesetzbücher.


      • das Kind hat ab der 6. Schwangerschaftswoche einen eigenen Herzschlag, somit ist es kein Zellhaufen und auch nicht das Leben der Mutter, das beendet wird.
        Es gibt diverse Methoden eine Schwangerschaft zu verhindern, ohne einen Herzschlag zu stoppen.
        Und mit diesem Gesetz wird keineswegs Roe vs. Wade aufgehoben.
        Und was die Vergewaltigung angeht: unter 1% der abgebrochen Schwangerschaften sind durch eine Vergewaltigung entstanden. in einigen Bezirken ind New York werden über 50% der Schwangerschaften angetrieben. ist das ein erstrebenswertes Ziel? was spricht gegen die Pille oder Kondome?


      • Abtreibungen werden nicht komplett verboten, sondern ab dem Zeitpunkt wo das Kind einen eigenen Herzschlag hat.
        bei einer späten Abtreibung wird der Kopf des Kindes zerquetscht und das Kind dann Stück für Stück rausgeholt mit einer Zange. Das ist sehr weit weg von einem leblosen Zellhaufen.

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