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Intel und Co. liefern wieder: US-Chiphersteller umgehen Huawei-Bann

Intel und Co. liefern wieder: US-Chiphersteller umgehen Huawei-Bann

Einige US-Unternehmen verkaufen wohl wieder aktiv Komponenten an Huawei. Die Sanktionen der US-Regierung können sie dabei ignorieren, weil sie sich intensiv mit den Regeln auseinandergesetzt haben.

Amerikanische Chip-Hersteller verkaufen noch immer Produkte im Wert von mehreren Millionen Dollar an Huawei, berichtet die New York Times. Dazu zählen Firmen wie Intel und Micron. Um den Handel aktiv fortzusetzen, haben diese Unternehmen demnach Wege gefunden, ihre Produkte nicht als in Amerika hergestellt kennzeichnen zu müssen.

Nachdem die USA Huawei auf die sogenannten "Entity List" gesetzt hatten, war US-Unternehmen der Handel mit dem chinesischen Hersteller untersagt. Zwar gibt es mittlerweile eine Übergangsfrist bis August, doch die gilt nur für Komponenten für aktuelle Produkte, nicht aber für zukünftige.

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Der Schritt der US-Regierung hat nicht nur in China, sondern auch bei Huaweis Zulieferern für mächtig Verwirrung gesorgt, schreibt die New York Times weiter. Vorerst wurden daher viele Lieferungen eingestellt. Bis Anwälte die Regelung auseinandergepflückt hatten und Entscheidungen der Firmen auch teilweise vom US-Handelsministerium bestätigt wurden.

Die Blockade ist keine Einbahnstraße

Möglich wird das etwa, wenn Chips außerhalb der USA produziert werden und keine "Technologie enthalten, die die nationale Sicherheit bedroht". Es gebe aber auch Einschränkungen. So dürfen keine weiteren Dienstleistungen, etwa zur Verwendung des Produktes, angeboten werden. Selbst dann nicht, wenn der Chipsatz außerhalb der Vereinigten Staaten gebaut wurde.

Diese Regel führt laut dem Artikel bereits dazu, dass Firmen ihre Zulieferketten prüfen und darüber nachdenken, ihre Produktion zu verlagern. Es sei nicht nur möglich, die Produktion aus China abzuziehen, sondern auch durchaus aus den USA, sagte Kevin Wolf, ein ehemaliger Handelsministeriumsmitarbeiter, der nun Firmen in der Huawei-Frage berät, der New York Times. Andere Länder seien dann die Gewinner.

Denn die Regel ist nicht nur für Huawei ein Problem, auch US-Firmen fürchten um ein großes Geschäft. Der Kurierdienst FedEx hat die US-Regierung mittlerweile aufgrund des Handelsembargos verklagt. Hintergrund ist wohl, dass FedEX ein P30 Pro ursprünglich nicht in die USA befördert hatte. Die Herkunft jedes beförderten Produktes kennen zu müssen, sei eine unzumutbare Belastung für das Unternehmen, heißt es in der Klage, die Huawei nicht explizit erwähnt.

Intel und Micron wollten dies gegenüber der New York Times nicht kommentieren. Allerdings hat Micron-Chef Sanjay Mehrotra in einem Geschäftsbericht bestätigt, die Lieferungen an Huawei wieder aufgenommen zu haben. Unklar ist, ob die Lieferungen für zukünftige Produkte verwendet werden.

Quelle: New York Times

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5 Kommentare

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  • ... und letztlich wird wieder alles gut sein und alle haben sich lieb. Es ist ja nicht neu, das politische Drohungen und Bestarfungen zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen eingesetzt werden. Dabei werden die "Guten" plötzlich zu "Bösen", die "Bösen zu "Guten" und beim nächsten mal ist es umgekehrt.


  • Die Wirtschaft oder vielmehr die Bosse werden es schon machen.
    Denn eines ist völlig klar, das zeigt auch ein Blick in die Geschichtsbücher.
    Loyalität gegenüber den Mitarbeitern, dem Staat, welchem auch immer, geschweige denn Patriotismus spielen bei den Firmen keine Rolle.
    Das sind nur Feigenblätter und Brotkrumen für's Volk und diejenigen welche es beherrschen wollen.
    Money makes the world go arround.


  • Ist doch klar, was da sonst denen Geld flöten geht und geschweige von den Arbeitsplätze die gefährdet sind.


  • Am Ende setzen sich die wirtschaftlichen Interessen fast immer durch. Politik inkl. Sicherheit kommt da erst an zweiter Stelle. In speziell diesem Fall für mich persönlich mal eine gute Prioritätenlegung, da der Welt die politische Komponente, in diesem Fall die Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA, nie glaubhaft oder gar transparent dargelegt wurde.


  • War irgendwie klar, dass Firmen einen Weg finden würden.

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