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4 Min Lesezeit 22 mal geteilt 8 Kommentare

Unkilled für Android im Test

Die Macher von Dead Trigger 2 melden sich mit einem neuen Ego-Shooter zurück, in dem ebenfalls auf hirnlose Untote geballert wird. Als mittelgroßer Fan der Zombie-Ballereien von Madfinger Games habe ich mich sehr auf Unkilled gefreut ich hatte ich auch durchaus Spaß mit dem Spiel, leider ist Unkilled aber nicht der erhoffte Hit geworden.

Joe gegen die Zombie-Horden

Unkilled von Madfinger Games ist ein sehr reduziertes Spiel. Reduziert, sowohl in Hinblick auf die Action als auch die Story. Zunächst zum Plot des Ego-Shooters: Wer der Held Joe ist, woher er kommt und warum der Big Apple von Zombies überrannt wird, erfährt der Spieler nicht - nicht mal ansatzweise. Anscheinend war die Vorgabe bei der Entwicklung: “Jungs und Mädels, wir haben kein Geld, um einen talentierten Autor zu bezahlen, also denkt euch mal irgendwas aus.”

Da eine spannende Geschichte fehlt, wirken die Missionen auch eher stupide und schlicht uninspiriert. Es wird einem zu Beginn einer Mission zwar kurz gesagt, um was es geht, im Grunde läuft aber alles immer auf das Gleiche hinaus. Also alles umzuballern, was sich dem Android-Gamer in den Weg stellt. Nie hat man das Gefühl, Teil einer wichtigen Mission zu sein, auch sind einem die NPCs (Nicht-Spieler-Charaktere) völlig egal.

In den oft sehr kurzen Einsätzen - viele Missionen dauern oft nicht länger als fünf Minuten - wird der Android-Gamer auch sehr “an die Hand genommen”. So zeigt einem das Spiel stets an, wo er hin muss. Das hätten sich die Entwickler absolut sparen können, da die Levels sehr, wirklich sehr linear sind.

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Gegen Zombies hilft nur Waffengewalt! / © Madfinger Games, ANDROIDPIT

Fast alles unter Kontrolle

Warum ich so sehr auf dem “Story-Punkt” rumhacke, hängt schlicht damit zusammen, dass ich auch bei einem Ballerspiel eine anständige Geschichte will. Einfach nur rumrennen und schon wieder auf irgendwelche Zombies zu ballern, ohne irgendwelche Hintergrund-Infos, ist eher suboptimal. Eine schwache Story, kann aber natürlich durch gute Action ausgeglichen werden, leider hakt es auch hier.

Zunächst mal ein Lob: Die Steuerung von Unkilled fühlt sich richtig gut an. So lässt sich Joe relativ problemlos durch die Levels bewegen und auch das Schießen fällt aufgrund der quasi-automatischen Zielerfassung sehr leicht. Um Salven auf die Untoten abzufeuern, muss der Spieler die Feinde nur ins Visier nehmen und schon knattern die Schrotflinten, Uzis oder Maschinengewehre los. Wer will, kann aber natürlich auch jeden Schuss einzeln abfeuern.

Für einen Android-Ego-Shooter (die Betonung liegt auf “Android”) sieht Unkilled auch richtig gut aus. Besonders die Zombies können sich sehen lassen und auch bei den Waffen-Designs haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben. Eher schlecht wirken hingegen die Animationen der Mitstreiter. da wäre definitiv noch mehr drin gewesen.

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Auch Spezialfähigkeiten können eingesetzt werden: Hier die "Zeitlupe" in Aktion. / © Madfinger Games, ANDROIDPIT

Der unterhaltsame Stumpfsinn

Die Gefechte bei Unkiled gehören in die Kategorie “Irgendwie blöd, macht aber auch irgendwie Spaß”. In seinen schwächsten Momenten spielt sich Unkilled wie eine Schießbude im Stile alter Moorhuhn-Games. Die Zombies laufen also stupide auf einen zu und man muss einfach nur draufhalten. Es geht aber auch anders, zum Beispiel wenn Joe von Zombies umzingelt wird oder besonders taffe Untote auf ihn zustürmen. In solchen Momenten erinnert Unkilled oft an Left4Dead und an einen in Deutschland indizierten Zombie-Shooter von Techland. Genau diese, leider sehr kurzen, Abschnitte sind es dann auch, weshalb ich Unkilled immer wieder hervorhole.

Ein weiterer Grund, um Unkilled immer wieder zu zocken, ist die Jagd nach neuen Waffen und Upgrades. Wobei hier Gamer im Vorteil sind, die Echtgeld in bessere Schießprügel investieren. Einen spielerischen Vorteil hat die zahlungskräftige Gruppe aber nicht, denn auch mit den Standardwaffen hat man gegen die Zombiehorden eine Chance. Unkilled bestraft die “Nicht-Zahler” auch nicht, sie müssen mitunter einfach etwas länger auf durchschlagskräftigere Schießprügel warten und womöglich ein bereits abgeschlossenes Level nochmal zocken.  

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Jede Waffe lässt sich aufrüsten und somit verbessern. / © Madfinger Games, ANDROIDPIT

Fazit

Selten hat mich ein Spiel so gelangweilt und dann im nächsten Moment wieder so gut unterhalten wie Unkilled. Warum der Ego-Shooter für Android teils eine Zumutung ist, liegt vor allem am einfallslosen Missionsdesign. Im Jahr 2015 im Moorhuhn-Stil auf Untote zu ballern, ist eigentlich nicht mehr hinnehmbar. Eine weitere große Schwäche von Unkilled ist auch die lächerlich dünne Story. Trotz dieser Mängel habe ich den Titel aber immer wieder angeworfen, denn er hat auch einige unterhaltsame Momente. Auf der Haben-Seite steht des Weiteren die schöne Optik und die gute Steuerung. Das Spiel hat mich auch immer wieder dazu animiert, eine neue Mission zu zocken, um dann doch noch ein neues Waffen-Upgrade freizuschalten.

Kurzum: Unkilled ist absolut kein perfektes Spiel, das man spielen kann, aber definitiv nicht muss. Für eine nette Baller-Einlage für zwischendurch reicht es aber allemal und genau als das sollte man den Android-Titel auch sehen.

Hier könnt Ihr Euch Unkilled für Android herunterladen  

  • Getestet mit: Nvidia Shield Tablet
  • Preis: Free2Play mit In-Game-Käufen 
  • Spieler: 1 
  • Erforderliche Android-Version: 4.1 oder höher
  • Systeme: Android-Tablets, Android-Smartphones
  • Sprache: Deutsche Texte
  • USK: Ab 18 Jahre

8 Kommentare

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  • An sich ein ganz gutes Spiel. Ich spiele es auf einen Samsung Galaxy Tab 4 LTE 10.1.Läuft leider nur auf mittlerer Stufe flüssig.Die Missionen dauern knapp 1.30 Minuten. Je nach Mission werden 1 bis 2 Energiepunkte benötigt. Alle 10 Minuten wird auf der Energieleiste ein Balken automatisch aufgeladen . Es ist meines Erachtens nach fast völlig unmöglich ohne reales Geld vernünftig zu Spielen. Das Geld das erspielt wird, reicht bei weiten nicht aus um Waffen aufzurüsten.Missionen sind z.B. ohne Einsatz von Adrenalin zeitlich schwer, oder auch manchmal unmöglich zu schaffen.Dieses kann nur durch Gold erworben oder durch Truhen gewonnen werden. Jede spielerische Aktion kann man durch Gold (Geld) beschleunigen und verbessern.Nichts für einen schmalen Geldbeutel. Wie bei Dead Trigger 2 sind die Preise für Waffen oder Gold utopisch hoch.

    Interpunktionsfehler sowie Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen dem Zweck, die kognitive Flexibilität des Lesers zu schulen :D.

  • Ich verstehe überhaupt nicht, das immer alle eine Story brauchen. Ich finde sie meist nur nervig. Ständig dieses Gerede, das man oft nicht mal überspringen bzw weg drücken kann. Ich finde, ob ein Spiel Spaß mach, hat nichts mit einer Story zu tun. Dafür gibt es Fernsehen und Bücher...

  • Controller unterstützt?

  • Betrachte das Game wie DT 1 als nicht Beachtenswert.

  • und wie schlimm sind die inappkäufe? Lade mir nur sowas runter wenn man es ohne viel(über 20€) zu investieren gut durchspielbar ist und man nicht 10 mal irgenwas wiederhohlen muss(oder sogar kaufen muss). würde mich über eine antwort freuen. danke

    • Du hast doch nicht wirklich erwartet, dass der "Autor" auf so etwas eingeht, oder? Im Google Store wird Dir übrigens angezeigt: In-App-Produkte 4,49 € bis 89,99 € pro Artikel

      Bei kostenlosen Android Spielen bekommst Du im günstigsten Fall halt Werbung verpaßt, welche Dir nicht einmal angezeigt werden muss, oder ständige In_App-Aufforderungen.

      Sehr schade, dass der Autor nicht darauf eingeht (Häufigkeit, Beeinflussung beim Spielablauf, etc.).

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