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Unimoke: Das E-Bike mit Familienanschluss
Hardware Mobilität Kommentar 4 Min Lesezeit 60 Kommentare

Unimoke: Das E-Bike mit Familienanschluss

E-Bikes gibt es wie Sand am Meer und in allen Preisklassen. Doch manche Modelle fallen auf. Eines davon ist die Unimoke von Urban Drivestyle. Das Pedelec sieht ein bisschen aus wie ein Mofa, hält richtig viel aus und macht jede Menge Spaß - und das liegt auch daran, dass man mit dem E-Bike in eine Familie aus engagierten Fans hineingerät.

Wer auf der Unimoke durch die Straßen rollt, erntet jede Menge erstaunte Blicke. Ist das ein Motorrad? Nein, die Lampe ist nur so groß, damit man besser gesehen wird. Was sollen die Ballonreifen? Damit rutscht man in keine Tram-Schiene und schafft auch Feldwege und Sand problemlos. Und diese lange Sitzbank? Ja, die Sitzposition ist ungewohnt, aber man kann damit eben auch Leute mitnehmen. Der fette Rahmen? Die Unimoke soll ja auch was aushalten, sie verträgt locker 150 Kilogramm Zuladung, inoffiziell auch deutlich mehr.

Inspiriert von Honda Dax und Monkey

Auch wenn die Macher von Urban Drivestyle rund um Gründer Ossian Vogel jedes Design-Merkmal mit praktischen Gesichtspunkten begründen können: Die Optik, die stark an Mini-Motorräder wie Honda Dax oder Honda Monkey erinnert, deren Stern in den 1960er Jahren aufging, ist durchaus gewollt. Die lange Sitzbank bietet zwei Erwachsenen locker Platz, im Test passten sogar drei Kinder zwischen den erwachsenen Fahrer und den Lenker. Fußrasten lassen sich vorne und hinten montieren, damit die Füße der Mitfahrer einen sicheren Platz auf der Unimoke haben. 

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Auffällig ist die Unimoke auf jeden Fall! / © AndroidPIT

Und dann kann es losgehen: Schlüssel im Akku rumdrehen, Bordcomputer einschalten, Motorunterstützung auf eine von neun Stufen einstellen, und losfahren. Eine klassische Sieben-Gang-Schaltung sorgt dafür, dass man in jeder Lage bequem anfahren kann - nach nicht mal einer halben Kurbeldrehung setzt dann ohnehin der Motor ein, der jeden Berg spielend schafft.

Alle, die unsere Unimoke in den vergangenen Tage ausprobiert haben - und das waren ziemlich viele - stiegen mit einem Grinsen im Gesicht von dem Rad herunter. Kinder wollten nicht mehr absteigen, Erwachsene gleich noch eine Runde drehen. Das Ding, man kann es nicht anders sagen, macht einfach unglaublich viel Spaß. Die Faszination der Unimoke ist zumindest am Anfang riesengroß, mal sehen, wie lange sie im harten Radler-Alltag anhält.

In Deutschland ist nur die 250-Watt-Version der Unimoke für den Straßenverkehr als Pedelec zugelassen, für den internationalen Markt bietet Urban Drivestyle auch stärkere Motoren mit 750 Watt samt den passenden Akkus an. Doch auch die klein motorisierte Moke zieht richtig kräftig an und bringt das E-Bike von der Ampel bis auf die andere Seite der Kreuzung locker auf 20 km/h und mehr. Bei 25 km/h endet die Motorunterstützung. Mit ein bisschen Treten im siebten Gang sind auf ebener Strecke aber auch über 30 km/h problemlos drin, der Rollwiderstand ist trotz der dicken Reifen nicht übermäßig hoch.

Ist der Akku einmal leer oder der Fahrer möchte sich sportlich betätigen, wird es mit dem Gewicht von rund 30 Kilo aber durchaus mühsam, wenn es bergauf geht. Mit einer Ladung schafft die Unimoke abhängig von Gewicht des Fahrers, Strecke und Motorstufe zwischen 40 und 60 Kilometer. Geladen wird entweder direkt am Rad oder man nimmt den Akku heraus.

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Mit Vollgas Richtung Frühling! / © AndroidPIT

Die Unimoke-Community ist sehr aktiv

Neben der Optik und dem Flair ist das herausragendste Merkmal der Unimoke die sehr große und engagierte Community, die sich unter anderem bei Facebook austauscht. Da werden Fotos und Tipps ausgetauscht, die eigenen Anpassungen und Bastelarbeiten gezeigt, Fahrertreffen organisiert und vieles mehr. Urban Drivestyle unterstützt diese Community aktiv mit Rat und Tat, liefert unbürokratisch Ersatzteile und stellt selbst ebenfalls Events auf die Beine.

Die Unimoke kostet mit 250-Watt-Motor 2.890 Euro. Das klingt viel, ist aber für ein gutes Pedelec absolut im Rahmen. Die meisten werden allerdings ein paar Euro mehr loswerden, denn Urban Drivestyle bietet von der Sitzverlängerung über Anhänger und Taschen bis hin zu kurzen und langen Schutzblechen jede Menge Zubehör an, um die Unimoke individuell zu gestalten.

Urban Drivestyle hat uns für diese Fahrradsaison eine Unimoke leihweise zur Verfügung gestellt. Wir werden für Euch untersuchen, wie sie sich im Alltag auch auf lange Sicht schlagen kann. Wenn Ihr Fragen habt, schreibt sie uns gerne in die Kommentare.

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Top-Kommentare der Community

  • Claudia H.
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen

    Der eine fällt halt gern mit Bikes auf, der nächste mit abwertenden Kommentaren ;)

  • Markus N. vor 2 Wochen

    Was ist an "erntet jede Menge erstaunte Blicke." jetzt falsch? Ich denke das ist einfach eine Tatsache. Kaufargumente für ein E-Bike sind doch wohl Angaben wie Wattzahl des Motors, Ausstattungsvarianten und Preis. Das steht doch alles im Text. Ich kann irgendwie nicht nachvollziehen warum das ein Mülleimer Test sein soll 🤔. Wenn ich eine Titelzeile sehe und den Artikel anklicke, weil ich meine er interessiert mich, dann erwarte ich natürlich zumindest ein paar grundlegende Angaben, damit ich sehe was das für ein Bike ist und was es kann. Das wurde für mich persönlich alles angegeben. Kein Grund zur Klage 🙂

  • Frauke N. vor 2 Wochen

    Habe sowas schon mal gefahren und es macht richtig Spaß.
    Die Reichweite ist für den Einsatzzweck vollkommen ausreichend, wer macht mit sowas schon 100km Touren.
    Soll wohl eher ein Fun-Bike sein und das ist es auf jeden Fall.

60 Kommentare

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  • Sieht stark aus und macht bestimmt Fan


  • Auf der einen Seite ist es hässlich, auf der anderen Seite aber auch saucool. Besonders die Raw/Klarlack Variante.
    Aber fast 3000 Euro sind natürlich auch eine Hausnummer für solch ein Fun-Gefährt. Etwas ZUbehör dran, dann läppert sich der Preis, aber es ist auf jeden Fall etwas, das nicht jeder hat.


  • Die Sitzbank erinnert mich spontan an die damaligen Bonanza Räder... :-)


  • Finde ich gut das Ding. Nur die Sitzbank gefällt mir so gar nicht und die Farbe (aber da gibt es bestimmt auch andere). Aber ich bin jetzt eh nicht so der Fan von E-Bikes. Bei mir ist es so: Entweder ich will mich richtig körperlich betätigen, dann ein konventionelles Fahrrad, oder ich möchte gemütlich irgendwo ankommen, dann ein Moped / Motorrad. Helm sollte man ja auch auf dem Fahrrad tragen (Was ich auch tue).


  • Dieser Artikel und das Fahrrad gefallen mir richtig gut. Sehr interessantes Konzept, zu viel Euro für mich persönlich für so ein Teil, aber haben würde ich es in Thoerie schon sehr gerne.


    • Geh mal auf deren Webseite, das Ding gibts in Metal/Klarlack oder Mattschwarz, was erheblich besser als das Grün aussieht. Leider mit etwas Ausstattung wie Rücklicht , Fussrasten ist man schnell durch die 3000 Euro Schallmauer. Aber in Raw/Metal schaut es wirklich nicht schlecht aus.
      Ich spiele ja immer mit dem Gedanken meinen Roller für kurze Wege im Ort abzustossen und auf sowas zu wechseln, aber 3000 Euro ist in meinen Augen zuviel dafür. Außerdem würde ich da vorher erst etwas Erfahrungswerte lesen wollen zum Thema Ersatzteile und Servicenetzwerk.


  • Das Fahrrad LiteFCBike mit Antrieb durch eine Brennstoffzelle klingt auch sehr gut.
    System wiegt nur 3,3 Kilogramm. Wasserstoff liefert 270 Wattstunden Energie.
    Den zur Umwandlung in Strom notwendigen Wasserstoff liefern zwölf kleine Metallhydrid-Kartuschen, die einen Netto-Energieinhalt von etwa 270 Wattstunden bieten. Reichweite, Preis und Verfügbarkeit sind noch offen.


  • Geiles Teil, gefällt mir extrem gut.
    Honda Dax bin ich früher selber schon gefahren, war ein absolutes Highlight der damligen Zeit.
    Allerdings ist für mich das Gewicht von 30kg für das Modell ein KO-Kriterium. Ich muss so ein Teil in der Bahn mitnehmen können und da es an vielen Bahnhöfen keinen Fahrstuhl gibt ist das einfach zu viel Schlepperei.


  • Da kann man als Autofahrer wenigstens erkennen, daß da ein E-Bike ankommt. Dann muss man beim rechts Abbiegen nicht rumraten ob da n normales Fahrrad im Rückspiegel ist oder jemand in (fast) Autogeschwindigkeit auf m Radweg unterwegs ist.


    • Ja, die Gefahr kenne ich. Seit Jahrzehnten bin ich gewohnt die Geschwindigkeit eines Fahrrads daran zu erkennen, wie schnell getrampelt wird. Zudem erkennt man ein schnelles Fahrrad an dem Pendeln, bedingt durch die Gewichtsverlagerungen. Nun kommt auf dem Fahrradweg ein älterer Herr, ganz gemütlich tretend daher, hat aber eine hohe Geschwindigkeit drauf. Habe mich letztens noch heftig erschrocken, wie schnell der unerwarteter Weise bei mir war.


      • @Bernhard Feder
        Als Radfahrer hat man die selben Probleme mit den Autofahrern.
        Da muss man auch abschätzen ob der Fahrer seinen Gasfuss kontrollieren kann. 😉


    • Das war tatsächlich der Grund für die Moped-Lampe, die ein Original Bauteil aus dem Motorrad Zubehör ist...


  • Ich finde Pedelec nur als Cargobike sinnvoll, zur Erklärung, ich fahre bzw. trete noch selbst weil ich mich bewege möchte. Besitze 3 Rennräder und 2 MTB, Rad Nr.6 ist in Planung.


  • Klasse Gefährt 👍


  • das einzige was an eine monkey oder dax erinnert wäre der scheinwerfer,dass ding sieht eher aus wie ein coleman mini bike


  • Das Gefährt findet sicherlich seine Fans, aber optisch finde es persönlich nicht sehr ansprechend. Wirkt ein wenig wie "schnell mal zusammengeschustert". Ich kann natürlich nur über die Bilder sprechen - außer AndroidPIT lädt mich mal ein :D

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