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UNESCO-Experten: Alexa, Siri und Google Assistant sind sexistisch
Apps AI 2 Min Lesezeit 30 Kommentare

UNESCO-Experten: Alexa, Siri und Google Assistant sind sexistisch

Alexa von Amazon, der Google Assistant und Siri von Apple haben in den meisten Ländern standardmäßig eine weibliche Stimme. Das fördert nach Ansicht eines aktuellen UNESCO-Berichtes den Sexismus im Alltag.

Was die UNESCO-Direktorin für Gleichstellung der Geschlechter, Saniye Guklser Corat, als "gehorsame und zuvorkommende Maschinen, die behaupten, Frauen zu sein" bezeichnet, vermehrt sich in Wohnungen, Autos und Büros und wird von immer mehr Menschen auf der ganzen Welt genutzt.

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Alexa, Amazons Sprachassistentin, ist auf dem Echo verfügbar. / AndroidPIT von Irina Efremova

Sie fügt hinzu, dass "die Welt mehr darauf achten muss, wie, wann und ob Technologien der Künstlichen Intelligenz geschlechtsspezifisch sind, aber vor allem, wer geschlechtsspezifisch ist". Sie meint damit, dass das Problem direkt von der Industrie kommt, der es an Vielfalt mangelt und die in der Tat die Geschlechterstereotypen verstärkt.

Tatsächlich gibt es in der Technologie-Industrie und besonders im KI-Bereich nur 12 Prozent Forscherinnen und 6 Prozent Entwicklerinnen. Eine niedrige Zahl, die viel aussagt. Laut der New York Times sagen Experten, dass geschlechterspezifische Vorurteile und Disparitäten im KI-Sektor fest verankert sind. Die Mitbegründerin von Woman Leading in A.I. erklärt, dass "es nicht immer ein bösartiges Vorurteil ist, es ist ein unbewusstes Vorurteil, und wegen seiner Unbewusstheit wird es verewigt". Diese  Probleme entstehen, so die Expertin, aufgrund "mangelnder Vielfalt von Teams und Ideen".

Wer versteckt sich hinter Siri, Alexa und Cortana?

Der Google Assistant hat einen neutralen Namen (aber immer noch eine weibliche Stimme), Amazon wurde von der Alexandria-Bibliothek inspiriert, Alexa ihren Namen zu geben, aber es ist unbestreitbar eine Frau.

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Cortana ist eine weibliche Figur aus der Videospiel-Serie Halo. / © ANDROIDPIT

Siri, die in Frankreich standardmäßig eine männliche Stimme hat, ist ein skandinavisches Wort, das "schöne Frau zum Sieg führt" bedeutet. Was ist mit Cortana von Microsoft? Diese Sprachassistentin ist nach einer gleichnamigen weiblichen Figur aus der Halo-Videospiel-Serie benannt, die ohne Kleidung und ziemlich sexy daher kommt.

Der UNESCO-Bericht mit dem Titel "I'd blush if I could", inspiriert von einer der Antworten Siris, enthält Empfehlungen der Vereinten Nationen und fordert Technologieunternehmen und Regierungen auf, nicht mehr standardmäßig eine weibliche Stimme vorzuschlagen und stattdessen diese Sprachassistenten geschlechtsneutral zu machen.

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Wenn du "OK, Google" sagst, wird dir eine Frau antworten. / AndroidPIT von Irina Efremova

Das Problem sollte an der Quelle angegangen werden, wie im UNESCO-Bericht erläutert, der das Geschlechtergleichgewicht in der Technologiebranche fördern soll.

Top-Kommentare der Community

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 3 Wochen

    So ganz kann ich nicht nachvollziehen inwiefern die weibliche Stimme den Sexismus im Alltag stärken soll. Ich fühle mich eher diskriminiert, wenn meine Stimme von Google mal wieder nicht erkannt wird, ein Problem was irgendwie nur weibliche Personen in meinem Bekanntenkreis haben.
    Verschwörung? ;)

  • Sophia Neun
    • Admin
    • Staff
    vor 3 Wochen

    Deine Wortwahl solltest du künftig vielleicht noch einmal überdenken. Man kann seine Meinung sicher auch freundlicher ausdrücken.

30 Kommentare

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  • Ich bevorzuge im Navi und beim Assistenten eine weibliche Stimme ! Zuhause sagt mir meine Ehefrau auch immer was ich zu tun habe, so bleibt mir die Umgewöhnung erspart ! ;)

    Und für alle die das Thema wirklich ernst nehmen, ich mach nur Spass ( damit, darüber und überhaupt ) !


  • Die Menschen in den Industrienationen scheinen sich ja unendlich zu Langweilen. Diese First-World-Problems sind ja nur noch lächerlich und peinlich. Und extrem nervig. Wird wohl Zeit für irgendeine Katastrophe. Damit mal wieder bei denen in der Birne durchgelüftet wird. Denen geht es einfach zu gut.


    • "Denen" - lebst Du nicht in einer Industrienation? Also ich wünsche mir keine Katastrophe, ich stelle mir die Alternative zu "geht einfach zu gut" als Verschlechterung vor.


  • K. I. T. T ist dann mit seiner Stimme auch sexistisch oder die Computerstimme von der Enterprise?


    • "oder die Computerstimme von der Enterprise?" jep vor allem in der folge aus der Original-Serie in der die Enterprise vorher auf einem von Frauen Regierten Planeten zur Überholung war und dann die ganze Folge über Captain Kirk angeflirtet und mit "Liebster" angesprochen hat. Das ist Übrigens kein Scherz, so eine Folge gibt es, zumindest in der Deutschen Syncro.


  • boah wie mir dieser ganze gender,geschlechtsneutral,sexistisch,klimawandel,über übertriebener umweltschutz und was weiss ich nicht noch alles mist auf den keks geht


    • Dann müsste sich die Bedienung beim Bäcker oder im Café ja auch sexistisch belästigt fühlen, wenn ich mir einen Latte bestelle 🤔.
      In was für einer Welt leben wir denn nur....
      Alles und jedes was man macht oder sagt soll immer gleich sexistisch sein. Soll jeder denken was will... Ich find das die Helferlein nichts sexistisches an sich haben.


  • Über kurz oder lang wird sich das eh erledigen weil man alternative Sprachpakete nutzen können wird wie bei Autonavis, ich nehm Manfred Lehmann.
    "OK Manfred, wie ist das Wetter?"
    "Guck doch aus dem Fenster Schweinebacke!"


  • Auf dem iPhone oder iPad kann man Siri in den Einstellungen eine männliche Stimme verpassen. Das Gleichgewicht wäre damit wiederhergestellt. Aber ich habe noch nie jemanden getroffen, der einen männlichen Siri hatte – auch nicht unter den Frauen.

    Eine weibliche Stimme ist einfach angenehmer. (Falls es politisch korrekt ist, das zu sagen.)


  • Die UNESCO sollte sich lieber mal über die ungehemmte Vermehrung der Menschheit mit allen Nebenwirkungen, wie Zerstörung der Umwelt, Bürgerkriege und Massenmigration Gedanken machen...

    Dies zeigt was die Organisation leisten kann. Die Fragen, ob wir sowas WIRKLICH brauchen stellt sich ...


  • So,so, auch bei der UNESCO hat man also lange Weile.
    Es ist doch so, dass eine weibliche Stimme einfach besser zu verstehen ist. Wenn weibliche und männliche Stimme zur Auswahl stehen, wählen komischer Weise die meisten die weibliche Stimme aus. Warum wohl??? Die Trulle sollte das eher als Vorteil für die Frauen sehen.
    Aber was macht man nicht alles, wenn man nichts zu tun hat ?


  • Na und, ich auch.


  • Währe es eine Männerstimme währe es bestimmt auch nicht OK. Hauptsache dagegen.


  • Wie bitte? Geschlechtsneutrale Stimme? Uralt Computer-Stimmen vielleicht? es hat seien Gründe warum die Stimmen Weiblich sind. Sie sollen sich angenehm und Vertrauenserweckend anhören. Und da sind soweit ich das mal gelesen habe laut Studien Weibliche Stimmen statistisch im Vorteil. Ist aber schon einige Jahre Her, das ich dazu was gelesen.
    Aber Warum bitte geschlechtsneutral? soll doch bitte jeder Selbst entscheiden ob Männlich, Weiblich oder was-auch-immer und zwar am Besten beim Einrichten der Geräte und nachträglich änderbar. Das würde ich eher Begrüßen als einen Zwang auf Geschlechtsneutralität.


  • UNESCO Direktorin hat wohl sonst nix zu tun als dazu ihren Senf abzugeben.


  • Die Welt könnte glücklich sein, wenn sie keine anderen Probleme hätte.
    Frauenstimmen klingen nicht nur angenehmer, sie sind auch besser verständlich. Das ist kein sexistisches Vorurteil, sonder lässt sich quasi wissenschaftlich begründen:

    https://www.professional-system.de/basics/sprachverstaendlichkeit-sti-basiswissen/

    Und wie soll sich eine geschlechtsneutrale Stimme eigentlich anhören? Wie eine hohe Männerstimme oder eine tiefe Frauenstimme? Geschlechtsneutrale Namen, gibt's die überhaupt?
    Aber vielleicht könnte man ja auch die weibliche Stimme mit einem männlichen Namen kombinieren und umgekehrt, um so Geschlechtsneutralität zu erreichen. Das würde aber auch wieder ungesund wirken.
    "Dienstleistungsberufe" werden hauptsächlich von Frauen ausgeübt. Solange sich das nicht ändert, muss die Bezeichnung der Berufsgruppe geändert werden, sonst entsteht der Eindruck, es wäre die Berufung von Frauen, zu dienen. Wie wäre es mit einem schlichten "Produktionslosberuf"?
    "Militär - und Wehrdienst" wiederum wird noch überwiegend von Männern ausgeübt und könnte suggerieren, dass es deren Berufung wäre, zu dienen, aber geschlechtsneutralisiert könnte man dann ein schlichtes "-tätigkeit" verwenden.
    Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass es Spitzenbeamt/Innen (man beachte die geschlechtsneutrale Schreibweise) gibt, die sich gegen hohe Bezahlung Gedanken über Probleme machen, die sonst niemand hat - aber sorry, das ist ein Vorurteil, das nehme ich natürlich sofort zurück.


    • "Geschlechtsneutrale Namen, gibt's die überhaupt?" ja, die gibt es, der Name "Robin" z.B. kann in mehreren Sprachen Männlich sowie Weiblich sein. und wenn man alle Sprachen zusammenwürfelt und mischt gibt es da z.B. noch "Simone": im Deutschen ein Weiblicher Vorname im Italienischen z.B. ein Männlicher. Letzteres aber eben nicht in der gleichen Sprache Männlich und Weiblich, mein erstes Beispiel dagegen schon.
      Weiterer Name für Beide Geschlechter: Paris, in der Griechischen Mythologie der Name eines trojanischen Prinzen, Paris Hilton ist dagegen eines der bekanntesten Beispiele für die Verwendung als weiblichen Namen.
      Bei deinen Restlichen Ausführungen gebe ich dir recht.


      • René wäre auch so ein Name, der mir gerade einfällt. Da gibt's aber noch etliche. Mac zum Beispiel hört man öfter in amerikanischen Filmen.


  • Arme neue Welt!

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