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Schwachsinns-Apps aus Gold: Wann platzt die App-Blase?

Wir erleben derzeit einen App-Boom, der die Grenzen des Nachvollziehbaren ordentlich testet. Simple Apps werden für Milliarden verkauft, lieblose Billigspiele nehmen Millionen ein, und die sinnbefreitesten Schnappsideen finden mühelos Investoren. Wohin führt das?

Google Play
© Under Linux

Als Instagram für eine Milliarde Dollar von Facebook aufgekauft wurde, war das ein Skandal, ein Novum, ein Extrem. Ein Jahr später gibt Facebook das 19-Fache für WhatsApp aus. Zahllose Apps erhalten Kaufangebote in dreistelliger Millionen- oder gar Milliardenhöhe. Flappy Bird, in einer Woche lieblos programmiert, fährt nach Medienberichten 50.000 Dollar Werbeeinnahmen täglich ein.

Und nun erfahren wir, dass Yo - eine App, die in 8 Stunden ohne Aufwand programmiert wurde und den alleinigen Zweck hat, anderen Menschen ein “Yo!” zu schicken - findet kurzfristig Investoren, die eine Million Dollar in die App pumpen. Und das wohlgemerkt, ohne dass Yo ein Monetarisierungskonzept zu haben scheint, denn die App blendet keine Werbung ein und hat höchstwahrscheinlich eine kurze Lebensdauer.

Der App-Markt ist eine Goldgrube, und die Summen, die hier umhergeworfen werden, eskalieren immer weiter. Die App-Stores dieser Welt fahren enorme Umsätze ein. Vergessen wir auch nicht, manche dieser App-Unternehmen - zum Beispiel Facebook und Twitter - sind mittlerweile an der Börse, sie beschäftigen Hunderte und mehr Mitarbeiter, ganze Unternehmen und Industriezweige sind teils von ihnen abhängig. Und das ist erst der Anfang. Während die Beträge, die mit einer App zu machen sind, wachsen, werden die App-Macher vermehrt an die Börse drängen. Doch jede Blase muss irgendwann platzen, vor allem, wenn der Gegenstand der Blase mitunter nicht einmal echte Werte schafft.

Wohin wird das also führen?

Das Geschäft mit der App...
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Top-Kommentare der Community

  • Markus Knust 22.06.2014

    Es gibt genug Leute, die sich jeden Schwachsinn installieren. Als ich 2010 meinen ersten Droiden hab, war ich auch nicht besser. Ich hatte teilweise an die 200 Apps installiert. Irgendwann hat sich das gegeben. Heute bin ich sehr wählerisch, was das angeht. Ich installiere was ich wirklich brauche und dann eigentlich immer die Pro Version, um Werbung zu vermeiden. Ein schlankes System, ohne Bloatware.

  • Enrico Hahn 22.06.2014

    Mich stört bei den Apps eher das es kaum noch klassische Spiele gibt die ich normal erwerben und dann einfach nutzen kann. Es gibt fast nur noch Free2Play/Pay2Win Spiele in den Stores.

  • Marius 22.06.2014

    Die möchten ja auch für ihre Arbeit bezahlt werden. Ich weiß nicht woher immer dieser absurde Gedanke kommt, dass Musiker, Schauspieler und eben auch Programmierer ihre Produkte einfach eben so furzen. Das benötigt alles viel Arbeit. Nur weil man ihre Produkte nicht anfassen kann, heißt das ja nicht das sie nichts wert sind.

  • bait 22.06.2014

    Da hat Facebook doch tatsächlich Milliarden für Instagram und WhatsApp ausgegeben, obwohl sie es doch auch kostenlos hätten herunterladen können!

  • Jo L. 22.06.2014

    Dieser Artikel ist natürlich drollig:

    Blogger wie Stephan und ganze Websites und Medien wie AndroitPIT mit allen ihren Mitarbeitern leben genau von diesem Hype um die Apps. Und sie produzieren und verstärken diesen Hype ganz bewusst und gezielt. Und leben davon. Wer hat denn hier dutzende Blog-Artikel über Flappy Bird geschrieben?

    Das ist ungefähr so, als würde sich ein Investmentbanker über den Kapitalismus wundern. ;)

37 Kommentare

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  •   25

    Egal, egaler, am egalsten? *lol*
    Duden sagt übrigens "keine Steigerung" ^^

  •   26

    Leute bringt euer Geld in Sicherheit! Wenn diese App-Blase platzt, dann sind der Euro, der US-Dollar und das Weltwirtschaftssystem Geschichte. Staaten werden untergehen. Anarchie wird um sich greifen. Aufstände, Hungersnöte. Die Welt, wie wir sie kennen, hat dann ein Ende.

    Ich sage nur:
    Investiert in Gold und Waffen! ^^

  • WARUM lässt sich denn mit gratis-Apps so ungeheuer viel Geld einnehmen? Sind das 99% Daten? Denn die Werbung ist ja meist auch noch für weitere kostenlose Apps, die genau die gleiche Schiene fahren. Das wäre ja wie Geld aus dem nichts machen. Und Daten? Was soll da schon passieren? Ich geb doch absichtlich bei Google ein, wofür ich mich interessiere, um keine Dating-Werbung oder ähnlichen Scheiß zu kriegen. Und bei Werbung geht es doch im Endeffekt nur darum, dass ich bei der einen statt der anderen Firma kaufe. Also woher kommen die Milliarden? Ich habe ausgerechnet, dass Facebook 400 Jahre lang von allen Nutzern (bezahlte) 1-Jahres-Abos kriegen müsste, um Profit aus dem WhatsApp-Kauf zu schlagen.
    Drucken die ihr Geld?

    Edit: 19Mia.$/500Mio. Nutzer/0,89€~42 Jahre. Trotzdem lange.

  • Wie macht man es eigentlich wenn man eine gute Idee für eine App hat aber keine Ahnung hat wie man sie programmiert

  •   23

    Es gibt einen neuen Report in Bezug auf App Marketing. AppPromo eine kanadische Partner-Agentur von app-marketing-kosten hat sie mit Hilfe eines Surveys zusammengestellt: “SLOW AND STEADY WINS THE RACE”.
    http://www.appmarketingagentur.de/app-marketing-kosten/wie-machen-app-entwickler-geld

    • Der eine zitiert der andere schreibt. Anscheinend hast du meinen Ansatz nicht sehen,verstehen können.Der war nämlich ein etwas anderer.Aber egal....ist auch nicht so wichtig.

  • nox 22.06.2014 Link zum Kommentar

    Meine Lieblingsapp in dem Bereich war für das iPhone und hieß "I'm rich", die kostete 1000,-$. *g*

  • Die Million für die Yo App kam von der Firma des Entwicklers und nicht von externen Kapitalgebern. Die Yo App ist eine reine PR Aktion die vom Entwickler schlau eingefädelt wurde. Medien berichten über die App die angeblich nichts kann aber trotzdem Kapitalgeber findet. Leute installieren sich aus Neugier den Schrott und der Entwickler hat kurzzeitig hohen Werbeeinnahmen.
    Die PR Aktion ist also voll gelungen!

    •   23

      @mapatace
      Aus wievielen Artikel hast du das raus gefiltert? Ich hoffe du verstehst wenigstens was du da nieder-schreibst? #Querdenker

      • @David....deine Antwort verstehe ich nicht.Lesen tue ich viel,das hier ist meine Meinung, Ansicht....was auch immer.Wo ist das Problem ? Aus was bestehen denn deine Argumente... falls du welche hast.Selten so ein .......gelesen..nee,stimmt nicht.Kommt leider öfters vor.

  • Na ich denke das solche extremen, exzessiven Vorgänge immer geben wird.Aber der Umfang wird sich so nicht halten können.Für viele ist die ganze Materie auch neu wenn ich jetzt mal an den weltweiten Android Anteil denke.Darunter sind dann halt auch Länder die weder das Geld noch die Fähigkeiten haben sich das Spiel oder Bewertungen vorher anzulesen oder zu kaufen.Oberflächlichkeit en haben im großen Ausmaß auch keinerlei Konsequenzen...also warum nicht.Frage mich aber auch was die Werbekunden davon haben.Denn so wenig bei Apps auf Inhalte geachtet wurde so wenig wird erst recht bei irgendwelche Werbe Informationen auf gute ..schlechte unterschieden , wahrgenommen werden.Überhaupt fängt hier oft das Elend erst an.Nicht umsonst blinckt es an allen Ecken.Trotzdem oder deshalb wird sich letztendlich nur eine gewisse Form von Qualität sich durchsetzen können.Aufhänger der Annahme ist Geld.Scheint sich zu widersprechen aber auf langer Sicht denke ich wird es so kommen.Wie lang...sehr lang.

  • Nach diesem Artikel wird mir klar ich habe meinen Beruf verfehlt :) Ich denke wenn in einer App Potenzial steckt und sie wirklich einen Nutzen hat ok. Aber so, nun ja weiß nicht wirklich was ich von halten soll.

  • My1 22.06.2014 Link zum Kommentar

    Ich glaube dass es nicht um die gratis Mentalität geht, sondern um den Fakt, dass ich net einfach n Spiel einmal kaufen kann und dann einfach nutzen kann, sondern es erst gratis laden muss und wenn ich Spaß haben will IMMER WIEDER Geld reinstecken soll... Und das nervt halt

  • Die RTL Generation lässt grüßen. Die Volksverdummung zieht immer weiter ihre Kreise und scheint in den Vorstandsbereichen von Investoren angekommen zu sein. Vielleicht spricht aus vielen auch nur der Neid, nach dem Motto "die Schei... hätte ich auch programmieren können und wäre jetzt reich". Ich bin gespannt wie es weiter geht.

  • Dieser Artikel ist natürlich drollig:

    Blogger wie Stephan und ganze Websites und Medien wie AndroitPIT mit allen ihren Mitarbeitern leben genau von diesem Hype um die Apps. Und sie produzieren und verstärken diesen Hype ganz bewusst und gezielt. Und leben davon. Wer hat denn hier dutzende Blog-Artikel über Flappy Bird geschrieben?

    Das ist ungefähr so, als würde sich ein Investmentbanker über den Kapitalismus wundern. ;)

  •   32

    Nichts ist für die Ewigkeit !
    Neue Technologien und Zubehör wechseln sich ab. Die Frage ist nur ob man rechtzeitig abstößt, oder in neue Technologien investiert bzw umstellt.

    Des einen Gewinn des anderen Verlust.

    Warum sind das Meiste MüllApps ? Weil die Masse der user sich nicht bewusst ist, was sie sich aufs Handy laden (Hintergrundaktivitäten).
    Nach dem Motto - ist ja für umme, kann man ja mal aufspielen.

  • Der nächste Wurf wird dann Richtung unified Systeme gehen. Also solche, die alles in einem haben und vollständige Kollaboration ermöglichen. Problem ist ja, dass jede APP ein Silo darstellt und nicht integrierbar ist mit einer anderen. Ein Blase sehe ich nicht, das ganz ist ja ziemlich jung. wir haben noch kein Jahrzehnt erlebt, mit apps und Co.

  • Schwachsinnig sind nicht so die Apps wie Investoren.
    Das gab es schon z.B. vor 400 Jahren in Holland wo eine Tulpenzwiebel so viel kostete wie ein Familienhaus.
    Schlimmer finde ich das noch in Kunstszene. Da zählt nicht ob ein Kunstwerk auf einen "wirkt" um Millionen auszugeben sondern ob Künstler ein Bekanntheitsgrad hat, das die Rendite verspricht. So zu sagen wie wetten auf dem Pferdebahn... Da liest man auch vorher welche Abstammung welche Hengst hat.
    Ein Beispiel? Wer wurde auch als reiche Mann 3 Millionen für folgendes Foto ausgeben:

    http://www.derwesten.de/kultur/gursky-foto-rhein-ii-erzielt-rekordpreis-bei-new-yorker-auktion-id6065039.html

    Es sei den man spekuliert darauf dass diese in einigen Jahren dann durch Bekanntheit des Fotografen vielleicht 6 Millionen wert ist...
    Das wird auch in 400 Jahren geben....

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