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5 Min Lesezeit 14 Kommentare

Übersetzungs-Apps: Mit Google, Microsoft und DeepL gegen das Sprach-Wirrwarr

Das Smartphone und der PC machen Wörterbücher überflüssig. Übersetzungsdienste sind vielseitig und oft kostenlos nutzbar. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz werden die Angebote immer besser. Wir haben die drei wichtigsten Übersetzungsdienste miteinander verglichen.

Google Translate

Google hat seinen Übersetzungsdienst über Jahre entwickelt und immer tiefer in die Systeme integriert. Google Translate ist auf Smartphones und Tablets ebenso präsent wie im Chrome-Browser oder auf Smartwatches, selbst mit dem Google Assistant lässt er sich nutzen. Wenn Google Translate nicht ohnehin schon vorinstalliert ist, kann die App kostenlos aus dem Play Store heruntergeladen werden.

google translate
Google Translate ist tief in Android integriert. / © AndroidPIT

Vorteile: Das große Plus von Google Translate ist seine Integration in den Android-Kosmos. Seit Neuestem lassen sich auch Texte in Drittanbieter-Apps direkt mit dem Google-Übersetzer und einem Fingertipp übersetzen. Bis Ende des Jahres wird Google Translate 30 Sprachen sprechen können, insgesamt unterstützt Google 56 Sprachen. Der Dienst kann auch offline genutzt werden, die Sprachpakete müssen einzeln heruntergeladen werden. In der App gibt es einen Dialogmodus und die Möglichkeit, handschriftlich statt über die Tastatur Texte einzugeben. Im Test ist Google Translate der schnellste der drei Konkurrenten.

Nachteile: Anders als bei Microsoft ist die Kamera nicht direkt in die Übersetzungs-App integriert. Die Qualität der Übersetzungen schwankt je nach Sprache, reicht aber im Allgemeinen nicht ganz an die Konkurrenz heran. Vor allem im Vergleich mit DeepL sind die Google-Übersetzungen weniger natürlich und wirken nicht wie von Menschen verfasst.

Microsoft Übersetzer

Die Übersetzungs-App von Microsoft ist das direkte Pendant zu Google Translate und ebenfalls kostenlos verfügbar. Microsoft hat die App sowohl im Google Play Store als auch in den App-Shops von Apple und Amazon angeboten, auch für Windows 10 gibt es eine entsprechende Anwendung.

microsoft uebersetzer
Microsoft integiert die Kamera direkt in die App. / © AndroidPIT

Vorteile: Mit 56 Sprachen beherrscht der Microsoft Übersetzer eben so viele Sprachen wie Google, wenn auch nicht alle in gesprochener Sprache. Dabei ist es möglich, das Wörterbuch für jede Sprache einzeln für die Offline-Nutzung auszuwählen und herunter zu laden. Die Übersetzung mit Hilfe der Kamera ist direkt in die App integriert. Der Dialogmodus ist etwas umfangreicher als bei Google, Teilnehmer lassen sich in eine Unterhaltung per QR-Code einladen. Auch hier ist die Texteingabe per Tastatur oder Mikrofon möglich, Übersetzungen werden auf Wunsch vorgelesen. Zwar unwesentlich für die Übersetzungen, aber dennoch nicht unwichtig: Die App hat eine sehr schicke und moderne Optik und ist klar und deutlich aufgebaut.

Nachteile: Anders als Google Translate ist der Microsoft Übersetzer nicht direkt ins das Android-Betriebssystem integriert. Direkte Übersetzungen in Apps, wie sie Google ermöglicht, fallen so flach. Die Qualität der Übersetzungen ist in etwa auf dem Niveau von Google, je nach Sprache auch etwas besser. Die Geschwindigkeit ist zwar flott, Google reagiert hier aber noch ein wenig schneller.


Künstliche Intelligenz (AI) muss nichts Konfuses sein. Honor macht’s vor und zeigt Anwendungsfälle, die aus dem normalen Leben gegriffen sind. Wie Kollege Bastian das in Barcelona vorgeführt hat (in Kooperation mit Honor), greift die AI in echten Problemen mächtig unter die Arme; das geht schon beim Durchlesen der Speisekarte im Ausland los.

Honor bleibt auch ganz klar auf dem Teppich und sagt uns auf dem MWC: "Unsere AI ist keinesfalls der Konkurrenz überlegen." Während Google, Amazon oder IBM jedoch mit technischen Details den normalen Endkunden überfordern, "wollen wir ihnen die konkreten Vorteile von AI an die Hand geben." 

Die Idealvorstellung ist, dass mit Hilfe von KI-unterstützter Echtzeit-Übersetzung Barrieren zwischen Kulturen und Menschen abgebaut werden können. Denn wenn ich einen Übersetzer in der Hosentasche mit mir führen kann, gehe ich ganz anders auf die Menschen in der fremden Kultur zu. Stellt Euch vor, Ihr könntet plötzlich die Speisekarte eines Restaurants in Shanghai lesen, in dem sonst bloß die Einheimischen essen gehen. Oder Ihr könntet den Taxifahrer in Lissabon plötzlich nach Geheimtipps in der Umgebung fragen. 

Und spätestens da leuchtet dem einen oder anderen vielleicht ein, was AI auf dem Smartphone zu suchen hat. Doch was haltet Ihr von diesem Ansatz?

In Kooperation mit Honor


DeepL Translator

Der DeepL Translator ist noch vergleichsweise neu auf dem Markt, bekommt aber hervorragende Kritiken. Der Clou: DeepL hat sein Übersetzungsprogramm vom Start weg unter Zuhilfenahme von KI-Techniken entwickelt. Damit nutzt DeepL das Potenzial, das Machine Learning und andere KI-Methoden für die automatisierte Sprachverarbeitung bieten, am Besten und Konsequentesten aus.

deepl
Den DeepL Translator gibt es erst seit August 2017. / © AndroidPIT

Vorteile: Der DeepL Translator bietet im Allgemeinen eine wesentlich natürlichere Übersetzung als Google und Microsoft. Zwar dauert es manchmal ein, zwei Momente, bis längere Textpassagen übersetzt werden, doch die Formulierungen, Redewendungen und spezifische Ausdrücke werden von DeepL meist deutlich besser in die Zielsprache überführt. Das macht viel weniger Nacharbeit nötig, um den Text tatsächlich so klingen zu lassen, als habe ihn ein Muttersprachler verfasst. Der DeepL Translator erkennt die Ursprungssprache 

Nachteile: DeepL bietet den Translator nicht als App an, es ist also eine reine Browser-Lösung. Es gibt zwar eine API-Schnittstelle von DeepL, welche die Integration des Dienstes in Apps erlaubt, und auch eine kostenpflichtige Pro-Version, doch so vielseitig wie die Lösungen von Google und Microsoft ist DeepL noch nicht. Zudem gibt es weder eine Simultan-Übersetzung für Dialoge noch die Möglichkeit, gesprochene Sprache ein- oder auszugeben. Offline funktioniert der DeepL Translator ebenfalls nicht. Mit nur sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch) ist DeepL nicht auf einer Höhe mit der Konkurrenz. Der Translator von DeepL ist so derzeit ein rein textbasiertes Werkzeug für die Nutzung am Computer.

Fazit

Alle drei Dienste haben ihre Berechtigung. Wer vor allem Texte am Computer übersetzt, dem sei der DeepL Translator wärmstens empfohlen. Google Translate ist besser in das Android-System und auch den Chrome-Browser integriert als alle anderen, Microsoft hat die meisten gesprochenen Sprachen und die direkte Kamera-Unterstützung in der App als Vorteile, zudem ist die App direkt auf KI-Technologie der Kirin-Chips abgestimmt. 

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14 Kommentare

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  • Apropos Deep translator: In der Beschreibung heißt es "... as good as Google in quality.."
    Keine weiteren Fragen.

    "Tief Übersetzung, Übersetzer whith Mikrofon und Ton."

    Letzteres ist bis auf den Tippfehler sicher Google geschuldet. Aber würde ich mir als Entwickler einer Übersetzungsapp, zumal bei so wenigen Sprachen, doch besser die Mühe machen und die Beschreibung jeweils von Hand verfassen.

    Habe es nun mal mit Französisch-Deutsch ausprobiert: Es verdreht den grammatischen Sinn und übersetzt auch verschiede Worte falsch. Unzureichende Grammatik im Deutschen.
    Tja?!


  • "... Denn wenn ich einen Übersetzer in der Hosentasche mit mir führen kann, gehe ich ganz anders auf die Menschen in der fremden Kultur zu...."

    Wenn ich aber keine Ahnung habe und nicht nachkontrollieren kann, was der Übersetzer da so von sich gibt, würde ich mich nicht mit allzu ruckartigen Bewegungen auf die "Fremden" zubewegen und immer eine Armlänge Abstand halten. 😜


  • "Das Smartphone und der PC machen Wörterbücher überflüssig....."

    Ja, sofern man das Wörterbuch als CD-Version dazu bekommt. Oder man eine professionelle App hat.

    Oder wenn man die jeweiligen Sprachen beherrscht, hat man mit Google und Co. was zu lachen.

    Weitere Nachteile zu Google: Google ist kein Übersetzer, sondern eine Art Papagei. Google vesteht weder Grammatik noch Bedeutung und kann daher auch keine ordentlichen Sätze bilden. Es sei denn, es gibt für genau einen bestimmten Satz ein von Google anerkanntes Beispiel, daß von irgend jemandem eingegeben wurde. Dieses sitzt dann aber auch steif und fest auch dann, wenn es nicht zutrifft. Und es wird auch nicht erkannt, wenn das Satzzeichen nicht gesetzt wurde oder aber nur genau dann.
    Google preßt ansonsten jedwede Sprache durch die Englisch-Schablone. Auch dann wenn zwischen zwei anderen Sprachen übersetzt wird. (Schwedisch-Ungarisch wird erst nach Englisch und das dann nach Ungarisch übersetzt.)
    Alle Unterscheidungen, die das Englische nicht kennt, wie zB. m/w bei Pluralpronomen werden über einen Kamm geschert.
    Mehrdeutige Wörter, selbst wenn sie nur im Englischen mehrdeutig sind, haben keine Chance: Z.B. "übrig" im Englischen "left" wird außer in (dem System) explizit bekannten Sätzen mit "links" bzw. der Entsprechung übersetzt.


  • Ahoi vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Diesen Text aus dem Artikel einmal von den Übersetzern ins Englische, dann ins Französische und zurück ins Deutsche übersetzt:

    Original:
    Alle drei Dienste haben ihre Berechtigung. Wer vor allem Texte am Computer übersetzt, dem sei der DeepL Translator wärmstens empfohlen. Google Translate ist besser in das Android-System und auch den Chrome-Browser integriert als alle anderen, Microsoft hat die meisten gesprochenen Sprachen und die direkte Kamera-Unterstützung in der App als Vorteile, zudem ist die App direkt auf KI-Technologie der Kirin-Chips abgestimmt.

    Google:
    Alle drei Dienste sind erlaubt. Speziell übersetzte Texte auf dem Computer, der DeepL Translator wird dringend empfohlen. Google Übersetzer ist besser in das Android-System und Chrome-Browser integriert als jeder andere, Microsoft hat die meisten gesprochenen Sprachen und direkte Kamera-Unterstützung in der App als Vorteil, auch die Anwendung ist direkt auf KI-Technologie Kirin Tuned Chips.

    Microsoft:
    Alle drei Dienste sind erlaubt. Diejenigen, die überwiegend Texte auf dem Computer übersetzen, werden vom Deep Translator dringend empfohlen. Google Translate ist besser in das Android-System integriert und auch die Chrome-Browser als jeder andere, hat Microsoft die meisten gesprochenen Sprachen und die Unterstützung der direkten Kamera in der App als Vorteile, darüber hinaus ist die Anwendung direkt auf der Grundlage AI-Chip-Technologie Kirin Korrespondenz.

    DeepL:
    Alle drei Dienste haben ihre Berechtigung. Wenn Sie Texte auf dem Computer übersetzen, wird der DeepL Translator dringend empfohlen. Google Translate ist besser in das Android-System und den Chrome-Browser integriert als jeder andere, Microsoft hat die meisten gesprochenen Sprachen und direkte Kameraunterstützung in der Anwendung als Vorteile, und die Anwendung ist auch direkt an die AI-Technologie von Kirin-Chips angepasst.


    Der Gewinner ist: DeepL


    • Probier' doch mal den Text ins Ungarische und dann ins Französische und zurück zu übersetzen. 😎
      Alle drei Dienste sind erlaubt. Jeder, der speziellen Text auf einem Computer spricht, wird von DeepL Translator dringend empfohlen. Besser als je zuvor ist Google Translator in Android- und Chrome-Browsern zu integrieren. Microsoft ist die am häufigsten gesprochene Sprache und bevorzugt direkte Unterstützung für die Kamera in der Anwendung. Darüber hinaus ist die Anwendung direkt auf KI-Technologie auf Kirin Tuned-Chips.


  • Ich nutze schon lange die App von Microsoft und bin immer wieder begeistert von der Anwenderfreundlichkeit. Der übersetzte Text kann noch innerhalb der App geteilt werden zu Messengern wie WA oder zu Mail-Accounts etc.


  • Microsoft gefällt mir persönlich am besten. Massenhaft Sprachpakete auf der SD-Karte und die Trefferquote scheint mir höher als bei Google. Mir besonders wichtig, denn viel zu oft heißt es in Deutschland kein Netz. Aus diesem Grund bevorzuge ich ausgeklügelte Offlinelösungen.


  • DeepL hat mittlerweile eine App, die heisst OpenL .


  • "Nachteile: Anders als bei Microsoft ist die Kamera nicht direkt in die Übersetzungs-App integriert. "
    Stimmt nicht. Der Button ist im mittleren Screenshot links über dem Bild zu sehen. Ziemlich cool, wenn so gedruckte Texte direkt in der Kamerasicht übersetzt werden.


  • DeepL spuckt schon gute Ergebnisse aus, meistens. Ist auf jeden Fall verständlicher als das was Google teils so raushaut. Zeils haarsträubende Fehler machen alle mal und es kommt oft auch einfach nur auf die Grammatik des Originals an.
    Frag mich wann die DeepL App mal kommt, angekündigt wurde sie ja längst und sollte eigentlich auch schon da sein.


  • Star Trek war schon immer vorbild wenn es um Technik geht... siehe Übersetzung...Menschen unterhalten sich mit vulkanier,klingonen usw... fast ohne Missverständnisse über ihren communicator


    • lod2000 vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      ?
      Was hat das mit dem Artikel zu tun?
      Und ich hoffe du weißt das Star trek nicht real ist.


      • Star trek🖖 ist realer als du denkst...schaue auf den funkklappcommunicator von kirk...damals eher science Fiction in einer Zeit als Telefone noch per kupferdraht verbunden waren. Und heute?... Ich erinnere mich gern an das Motorola Razr v3i... auch ein smartphone zum klappen. damals 1960er unvorstellbar.oder Commander Data aus Star trek next Generation...ein Androide mit künstlicher Intelligenz welcher versucht menschlich zu werden... Heute will jeder so eine künstliche Intelligenz im Smartphone haben.robots mit künstlicher Intelligenz sind in der mache... ein visor für blinde um wieder sehen zu können wie geordi laforge aus Star trek gibt es auch schon. und der Drang fremde Welten zu erforschen wo noch nie ein Mensch zu vor gewesen ist🖖😀

        Lebe lang und in frieden

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