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2 Min Lesezeit 36 Kommentare

Trump warnt Apple: Produziert in den USA, sonst wird's teuer!

Donald Trumps Credo "Make America Great Again" wandelt sich von offizieller Seite derzeit in "Keep America Great", so viel habe man bereits in den zwei Jahren an der Macht erreicht. Sollte es Trump tatsächlich gelingen, Apple dazu zu bewegen, seine Produkte künftig in den USA zu fertigen, wäre das ein Achtungserfolg für den umstrittenen US-Präsidenten.

In einem Tweet warnt Trump Apple nicht wörtlich, aber doch recht direkt. Wenn die Produktion in China bleibe, könnten die Kosten durch neue Steuern und Tarife für den Import von Waren aus dem Reich der Mitte steigen. Die Lösung: Null Steuern und sogar Subventionen, wenn Apple künftig in den USA seine Waren herstellt.

Das genaue Statement von Donald Trump im Wortlaut:

Umzug in die USA kaum denkbar

Gleichwohl stehen die Chancen, dass Tim Cook die Produktion zurück in die Vereinigten Staaten verlagert, äußerst gering. Schließlich stammen nahezu alle Komponenten in den iPhones, iPads und Macs aus chinesischen Fabriken und könnten in den USA maximal endgefertigt werden. Das wäre ein ähnliches Modell wie bei der Made-in-Germany-Produktion von Gigaset, wäre aber für Apple wohl kaum günstiger. Schließlich ist damit zu rechnen, dass die chinesische Regierung ihrerseits den Export der wichtigen Elektronikbausteine massiv besteuern wird, um sich in den Handelsstreitigkeiten einen Vorteil zu erarbeiten. Zudem sind die Personalkosten in den USA höher als in China.

Wahrscheinlicher daher, dass Apple versuchen wird, die Sache auszusitzen. Es besteht berechtigte Hoffnung, dass der mit Steuern und Abgaben geführte internationale Handelskrieg spätestens dann ein Ende hat, wenn Donald Trump nicht mehr in Amt und Würden ist.

Was denkt Ihr, wie geht die Sache aus: Werden iPhones und Macs bald tatsächlich in den USA hergestellt?

Via: The Verge

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Top-Kommentare der Community

  •   45
    Gelöschter Account vor 3 Monaten

    Was für eine bigotte Kacke: Apple hat ihren Firmensitz in Irland. Als Steueroase hatte Apple 2014 auf eine Milliarde Euro Gewinn gerademal 50,- Euro Steuer bezahlt (0,005%) Nach irischem Recht fallen die Steuern da an, wo die Firma ihren Gründungssitz hat (USA), nach amerikanischen Steuerrecht fallen die Steuern da an, wo sich ein Firmensitz befindet (Irland) Inzwischen hat Irland das Schlupfloch "geschlossen" und die Steuer"last" auf zwei bis neun Prozent erweitert. Die Spanne ergibt sich aus unzähligen Ausnahmeregelungen.
    Andere Unternehmen (z.B. Nike und Starbucks) führen alle Gewinne in Europa als Lizenz"gebühr" zur Mutter nach Holland ab. Gebühren werden dort nur minimal besteuert. Zudem führt Starbucks diese Gebühren innerhalb Hollands und sodann nach Großbritannien an EIGENE Tochterunternehmen ab, und stellt sich so selbst Kosten in Rechnung.
    Fazit: der Steuerzahler (ihr und ich) bluten in vielen Formen- wir finanzieren die staatlichen/europäischen Förderung/Subvention für die Industrieansiedlung in Europa, finanzieren die Produkte dieser Firmen beim Erwerb, finanzieren die Transferleistungen ("Hartz4"), für die Arbeitslosigkeit jener Menschen, deren Arbeitsplätze durch die angesiedelten Firmen nach China usw. verlegt worden sind, finanzieren die Mindereinnahmen des Fiskus durch die aufwändige Steuerflucht dieser Firmen....
    Trump hat nicht vor die Steuerlast des amerkanischen Bürgers zu minimieren oder gar von Apple Steuern zu verlangen- es geht um Propagandaerfolge eines therapiebedürftigen Narzissten mit fehlender Erziehung und Bildung.
    Die iPhones und Macs werden nicht in den USA hergestellt werden! Wenn Apple tatsächlich (bei gleichbleibender Gewinnmarge) die dortigen Kosten einer Produktion in den USA an den Kunden weitergeben würde, würde ein iPhone 500-1000,- Euro teurer. Personal- und Lohnkosten, Produktionsstätten, "Sozial"leistungen (soweit man in den USA den Begriff "sozial" in diesem Zusammenhang überhaupt verwenden kann), etc. müssten auf das Telefon gepackt werden.
    Die Umsätze würden (vermutlich, aber bei Religionen bin ich mir nicht ganz sicher) einbrechen, Entlassungen wären diese Folge... eben die "Normalität" in den USA... Es sei denn, Trump wird Apple mit Subventionen (aus Steuergeldern!) die Produktion in den USA verbilligen und "marktfähig" machen.

36 Kommentare

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  • Na hoffentlich wird Apple bald in den USA produzieren und so teuer das es sich keiner mehr leisten kann in Europa dann ist wenigstens mal der Apfel weg.


  • Wenn das nordamerikanische Freihandelsabkommen neu verhandelt ist einfach in Mexiko produzieren. Da sind die Löhne auch günstiger. :)


  • Ich ma den US-Präsidenten auch nicht, aber ich denke, er wird massiv unterschätzt, der ist nicht so dumm, wie er (sich) gerne dar(ge)stellt (wird) und er hat nicht das alleinige Sagen, er ist nicht die mächtigste Person in den USA oder sonst wo, es bleibt definitiv spannend bei dem Thema.


  • Bleibt spannend was Apple als Gegen-Deal der Orange so anbieten wird?

    Ich denke selbst die Bedienung von einem iPhone ist zu kompliziert für Trump! Seine Tweets werden von Mitarbeitern in seinem Auftrag hochgeladen 📱

    Zu dem Thema Steuern, Irland, Luxemburg und Co. habe ich schon früher genug Kritik gesagt...

    Am Ende zahlen die Zeche immer nur die ehrliche "Steuerzahler" egal ob USA, Europa oder China 💵😶


  • Passiert nie. Apple wird lieber noch einmischen abzuwarten und wenn Trump White House verlässt, wird es wie immer =D


  • Nun, Apple hat eine Betriebswirtschaftlich Entscheidung zu treffen . Mehr nicht ! Die kann auch ganz anders ausfallen womit Trump nicht rechnet ... Vielleicht wird Apple canadisch/mexikanisch .... Australier ,wer weis


  • Grundsätzlich halte ich eine Fertigung von iPhones in den USA wirtschaftlich für möglich.
    Nicht mal die Preise müsste Apple wahrscheinlich dafür zwingend erhöhen, auch wenn es dann buchstäblich "in den sauren Apfel" beißen müsste, und mit einer ggf. erheblich verringerten Gewinnmarge bei den Geräten leben müsste. Denn die ist erheblich, und lässt bedeutenden Spielraum für eine verteuerte Produktion, selbst wenn die Gerätepreise nicht erhöht würden. Dass darunter der Unternehmenswert und Aktienkurs von Apple deutlich leiden könnte halte für sehr wahrscheinlich.
    Die Produktion in den USA zu konkurrenzfähigen Bedingungen ist möglich, das zeigen andere Unternehmen, wie der Auftragsfertiger Global Foundries, der sogar ein Fertigungswerk im Hochlohnland Deutschland (Dresden, ehemals AMD) hat, und das wirtschaftlich betreibt. Auch Großgeräte z.B. von Hoover werden noch in den USA selber gefertigt, weil der Schiffstransport der sperrigen Haushaltsgeräte unverhältnismäßig teuer wäre. Motorola hat dort auch mal Smartphones gefertigt.
    Apple selber fertigt z.B. den MacPro in den USA.
    (https://www.macprime.ch/news/article/wie-apples-neuer-mac-pro-hergestellt-wird)

    Generell ist Schiffstonnage aber derzeit sehr günstig, weshalb der Import von Zubehörteilen die man nicht gleich aus den USA beziehen kann, kein allzu großer Kostenfaktor sein dürften. Halbleiterwerke gibt es in den USA ja einige, die ggf. im Auftrag fertigen könnten, Global Foundries, Intel, IBM seien nur als Beispiel genannt. Andere Komponenten, wie Displays und Akkuzellen werden derzeit in großen Stückzahlen fast nur in Asien produziert, aber die finden auch in anderen Geräten Verwendung (Maschinen, Autos, Militärgerät) und müssen dafür auch importiert werden.
    Das Problem dürfte eher sein, dass eine solche Verlagerung für Apple nicht sonderlich sinnvoll sein dürfte, Donald Trump, der derzeit aber nicht die besten Umfragewerte hat, aber insbesondere seinen Wählern in wirtschaftlich abgehängten Gebieten, wie dem "Rust Belt" im Nordosten der USA etwas liefern muss.
    Im Osten Asiens sind nicht nur viele Zubehörlieferanten angesiedelt, das Gebiet ist auch ein riesiger Absatzmarkt, wobei alleine schon China fast die vierfache Bevölkerung der USA aufweist, auch Indien (gehört eher zu Südasien), Japan, Korea, Singapur, Indonesien usw. sind entweder von der Einwohnerzahl oder von der Wirtschaftskraft potentielle oder schon vorhandene wichtige Absatzmärkte, die die Bedeutung von Nordamerika und Europa schon bald übertreffen könnten.
    Apple fertigt auch traditionell selber eher wenig, wo ein Auftragsfertiger angesiedelt ist, kann dem Unternehmen prinzipiell egal sein. Um Trump entgegen zu kommen, wurden allerdings schon Überlegungen angestellt, Auftragsfertiger zur Ansiedlung einer Auftragsfertigung in den USA zu bewegen:

    https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/iPhone-Auftragsfertiger-Pegatron-wuerde-Produktion-in-die-USA-verlagern-wenn-Apple-zahlt-3654435.html

    Für Apple ist die Situation schwierig. Niemand weiß, ob Trump in zwei Jahren nicht doch wieder gewählt wird. Auch wenn seine Umfragewerte derzeit schlecht sind, so könnte er insgesamt doch besser dastehen, als man insbesondere in Europa zu beurteilen meint:

    https://www.stern.de/politik/ausland/donald-trump--vier-gruende--warum-der-us-praesident-noch-lange-im-amt-bleiben-wird-8224546.html

    https://www.schwaebische.de/ueberregional/politik_artikel,-donald-trump-sitzt-fest-im-sattel-_arid,10905025.html

    Auch 2016 hätte hier kaum jemand die Wahl Trumps für möglich gehalten, und viele Stimmen gaben ihm höchstens ein halbes Jahr im Amt.
    Zwei Jahre könnte sich Apple vielleicht mit Trump noch anlegen, bei sechs Jahren könnte es aber schwierig werden.
    Ich vermute aber, Apple wird versuchen, Trump etwas zu liefern, was er seinen Wählern als Erfolg verkaufen kann, ohne die Auftragsfertigung in Asien überwiegend aufgeben zu müssen: Die Fertigung von Sonder-Editionen zumindest teilweise in den USA, zusätzliche Werke für die MACs usw.



    Quellen: macprime.ch, heise.de, stern.de schwaebische.de


  • Lediglich eine weitere Folge der Serie "Trump gegen den Rest der Welt". Wenn überhaupt, wird er erst zur Vernunft kommen, wenn sich auch der letzte von ihm abgewandt hat.


  • Was sich der hässliche blonde Mann aus der USA alles so rausnimmt und denkt durchsetzten zu können ...😲


  • Never ever ...

    a) hat bereits im Wahlkampf ein Technik-Magazin vorgerechnet, dass die Geräte doppelt so teuer sein müssten, wenn sie in den USA gefertig würden und Apple die Marge nicht ändert.
    b) würden die Zölle natürlich nur die Geräte betreffen, die in den USA verkauft werden. Das ist sicher ein großer Markt, aber eben auch nur ein kleiner Teil des weltweiten Gesamt-Umsatzes.
    c) hat Apple ja bereits angefangen auch in anderen Ländern zu fertigen. Damit ließen sich die Zölle auf chinesische Importe ebenso umgehen.

    Das sind populistische Forderungen, die bei tatsächlicher Umsetzung ein hohes "Boomerang"-Risiko haben (siehe Harley Davidson u.a.)


  • Im Moment sieht es für Trump nicht besonders gut aus, er hat kaum Erfolge vorzuweisen und die ersten Kandidaten für die bevorstehende Wahl scharren bereits mit den Hufen und bringen sich in Position. In solch einer Situation tut Trump das, was er immer macht: er blubbert wieder und macht auf großer Macher, der es anpackt, sein Land wieder groß zu machen. Apple kann das sicher aussitzen.


  • Ein Mann der sein Land wieder zur Weltmacht hochtreiben will.Wenn es Arbeitsplätze schafft und die Armut weniger dann find ich das ein Vorbild für Deutschland.Aber...bekommen die Bürger was vom Kuchen ab und wie lange hält das an.


    • Es könnte sein, aber in der Zeit könnte es noch mehr Probleme mitbringen. Wenn Apple sagt nein und passiert nicht, dann sind die Preise für reguläre Amerikaner teurer geworden. Und wie immer will Apple so viel Geld wie möglich verdienen. Darum werden normale Amerikaner bezahlen ...

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