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7 Min Lesezeit 119 Kommentare

Privatsphäre auf dem Smartphone: So schützt Ihr Eure Daten

Update: Mehr Datenschutz dank DSGVO

Dank der Datenschutz-Grundverordnung rücken die Privatsphäre-Einstellungen der großen Online-Dienstleister wie Google oder Facebook endlich in den Vordergrund. Aus Nutzersicht heißt das, man erhält bessere Kontrolle oder zumindest Einsicht darüber, was die Big-Data-Konzerne über uns erfahren und mit wem sie die Erkenntnisse teilen. Hier zeigen wir Euch die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen von Facebook, Google und WhatsApp und verweisen Euch auf privatere Alternativen zu den großen Diensten.

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Privatsphäre-Schutz durch Android-Funktionen

Sichert den Sperrbildschirm

Eine gute Displaysperre ist einer der einfachsten Schritte zu mehr Sicherheit. Nur wer Euren Code kennt, kann Euer Smartphone bedienen. Zur Auswahl stehen Sperrmuster, vierstellige PIN oder ein Passwort. Den Sperrbildschirm konfiguriert Ihr in den Einstellungen unter dem Punkt Sicherheit. Dieser Code dient zusätzlich der Geräteverschlüsselung. Ein so verschlüsseltes Smartphone ist für Diebe in vielerlei Hinsicht unattraktiv, da sich dessen Speicher nicht auslesen lässt und es dank der Reaktivierungssperre auch nach einem Factory Reset nicht verwendbar ist.

pattern screen lock start up
In den Einstellungen kann unter Sicherheit eine Display-Sperre eingerichtet werden. / © AndroidPIT

Entfernt nicht die SIM-PIN

Auch wenn das Smartphone damit ein wenig schneller startet: Lasst Euch nicht dazu verleiten, die PIN-Sperre der SIM-Karte zu entfernen. Kann ein Dieb ungehindert Eure Telefonnummer verwenden, hilft ihm das bei Zwei-Faktor-Authentifizierung oder beim Identitäts-Diebstahl in einfach verifizierten Chat-Apps wie WhatsApp, Telegram oder Signal. Schlimmstenfalls kann er Euer Online-Banking nutzen, da er SMS-TANs erhält. Aber vor allem und am einfachsten könnte er so auf Eure Kosten telefonieren.

Prüft und entzieht App-Berechtigungen

Ein weniger erfreuliches Thema bei Android waren lange Zeit die App-Berechtigungen. Achtet also schon im Play Store darauf, dass in der App-Beschreibung begründet wird, warum eine App etwa Eure SMS oder den Standort ausliest.

Nach der Installation dürfen wir seit Android 6.0 Marshmallow endlich etwas an den Berechtigungen ändern. Denn die sogenannten Runtime Permissions sperren Apps den Zugriff auf Eure privaten Daten oder die Kamera. Einmal aktiviert, werden die Apps Euch nicht mehr fragen. Um Facebook also wieder den Blick durch Eure Kamera zu verbieten, müsst Ihr in die App-Einstellungen, auf Installiert, dort auf die verdächtige App und im geöffneten Bildschirm auf Berechtigungen.

android marshmallow permissions whatsapp
In den Einstellungen jeder App dürft Ihr Berechtigungen seit Android 6 auch entziehen. / © AndroidPIT

Hier dürft Ihr die Berechtigungen bei allen Smartphones mit Android 6.0 Marshmallow oder neuer ändern. Leider ist die Liste noch nicht komplett. So ist es nicht möglich, einer App den Zugriff zum Internet zu verbieten. Das wäre bei so mancher Taschenlampen-App wünschenswert.

Installiert System-Updates

Wichtige Updates der Hersteller sollten in jedem Fall installiert werden, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen. Für Eure Privatsphäre ist das relevant, da Angreifer durch diese Lücken Eure SMS, E-Mails, Fotos und die restlichen Daten zum Teil drahtlos von Eurem Gerät kopieren können, ohne dass Ihr es bemerkt. Das könnt Ihr leicht vermeiden.

Die Benachrichtigung über verfügbare Updates trudelt inzwischen bei vielen Geräten monatlich ein. Ignoriert sie nicht, sondern macht Euer Smartphone wieder sicher. Die Installation des Updates dauert leider eine Weile, sodass Ihr nicht telefonisch erreichbar seid. Plant also, wann Ihr das Update installieren wollt. Viele Hersteller helfen Euch dabei, wie man am Beispiel Samsung sieht:

Samsung Galaxy S5 Android Update 6 0 1
Jetzt oder später: Samsung-Updates sind verschiebbar. / © AndroidPIT

Die Dauer der Installation von Software-Updates in Android-Smartphones wird künftig drastisch reduziert werden. Nach dem Update auf Android 7.0 Nougat entfällt der langwierige Schritt "Apps werden optimiert". Und es wird noch besser: Manche Neugeräte mit Android 7.0 Nougat, wie etwa das Google Pixel, machen dank einer zusätzlichen Partition Updates im Hintergrund. Dann reicht ein einfacher Neustart, damit die neue Version aktiviert wird.

Verwendet unterschiedliche Nutzerprofile oder private Bereiche

Nutzt Ihr zu mehreren dasselbe Smartphone, könnt Ihr seit Android 5.0 Lollipop unterschiedliche Profile einrichten, um die Daten und Apps nicht miteinander zu vermischen. Das schützt nicht nur Eure Daten voreinander, sondern macht das Smartphone auch für jeden in der Gruppe ein wenig ordentlicher.

android 50 lollipop profile de
Endlich gibt es auch auf dem Smartphone Nutzerprofile. / © AndroidPIT

Manche Smartphone-Hersteller implementieren das Feature in einem anderen Format oder verwenden so genannte private Bereiche. Auch diese werden durch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen geschützt und trennen so den Datenfluss zwischen Eurem Hauptprofil und der jeweiligen Daten-Kapsel.

Heftet eine einzelne App an

Soll eine einzelne App immer im Vordergrund bleiben und auch der Home-Button gesperrt werden, könnt Ihr seit Android 5.0 Lollipop einzelne App-Bildschirme anheften. Diese Sperre müsst ihr zunächst in den Sicherheitseinstellungen unter "Bildschirm anheften" aktivieren. Anschließend ist die kleine Stecknadel in der rechten unteren Ecke einer jeden App-Vorschau in der App-Übersicht zu sehen. Für volle Sicherheit aktiviert Ihr zusätzlich das Entsperrmuster, bevor die Bildschirmfixierung aufgehoben wird.

android 50 lollipop bildschirmfixierung
Fixiert Ihr bestimmte Apps, könnt Ihr Euer Smartphone getrost aus der Hand geben. / © AndroidPIT

Privatsphäre-Einstellungen von Facebook, Google und Co. anpassen

Google-Standortdienst: Ortung für Euch und niemanden sonst

Verliert Ihr Euer Smartphone oder wird es Euch gestohlen, könnt Ihr es aus der Ferne orten. Der Standortdienst zeichnet leider ununterbrochen Daten auf, so dass Euch Google oder Behörden theoretisch verfolgen können. Schaltet also zumindest die Aufzeichnung Eures Bewegungsprofils bei Google ab. Facebook solltet Ihr verbieten, ein Bewegungsprofil von Euch zu erstellen.

google standortverlauf de
Google kennt Euer Bewegungsprofil. Löscht wenigstens den Verlauf. / © AndroidPIT

Jetzt ist es wichtig, dass Ihr den Standortdienst in Eurem Sinne nutzt und nicht unnötig viele Daten an Google weitergebt. Wie Ihr diese und viele weitere ominöse Google-Aufzeichnungen unterbrechen, beenden oder löschen könnt, haben wir im großen Spezial-Artikel erklärt.

Facebook-Privatsphäre verbessern

Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk. Der Kontakt mit Euren Bekannten und Freunden sowie einige Dienstleistungen und Veranstaltungen werden ausschließlich dort organisiert. Einmal angemeldet, könnt Ihr Fotos, Links und Texte mit Freunden oder der Öffentlichkeit teilen. Damit Ihr oder ein Fremder keine peinlichen Sachen über Euch veröffentlicht, solltet Ihr Eure Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig überprüfen. Im separaten Artikel zeigen wir Euch, wie das geht.

WhatsApp-Privatsphäre

Bei Facebooks Chat-Dienst sind Euch Datenschutz-technisch die Hände gebunden. Während die Chats an sich Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden, sind die kompletten Meta-Daten für Facebook einsehbar. Das heißt, die Zentrale weiß, wer wann mit wem wie lange kommuniziert hat. Hinzu kommt, dass Eure Telefonnummer quasi öffentlich ist. Sobald Euch ein Kontakt in eine Gruppe zieht, was Ihr nicht verhindern könnt, kann jeder in jener Gruppe Eure Telefonnummer sehen, speichern und weitergeben. Das kündigt WhatsApp zwar in der Nutzungsvereinbarung an, könnte Euch aber trotzdem überraschen. Gefällt Euch das nicht, könntet Ihr Euch nach einer Alternative umsehen.

Alternativen mit mehr Privatsphäre

Android ohne Google verwenden

Man kann Android auch komplett ohne Google verwenden. Die zuverlässige Variante wäre, die komplette Betriebssystem-Partition zu überschreiben. Doch das geht nur mit manchen Smartphones, ist kompliziert und kostet Euch eventuell die Gewährleistungsansprüche. Dank einer Zusammenarbeit von dem Google-Dienst-Ersatzpaket microG mit Lineage OS ist ein Android ohne Google jedoch zumindest bei der täglichen Nutzung mit weniger Nachteilen verbunden als beim Komplettverzicht auf Google-Apps und -Dienste.

Browser und Suchmaschine

Ersetzt Ihr Chrome und Google durch Firefox Klar oder gar den TOR Browser und DuckDuckGo, wird es für Website-Betreiber deutlich komplizierter, Euer Surfverhalten zu analysieren. Denn beim Verlassen der Website löschen diese Dienste Eure Spuren und erschweren das Erstellen eines Nutzerprofils.

VPN-Clients in fremden WLANs verwenden

Verschlüsselt Eure Internetverbindung über ein virtuelles privates Netzwerk. Wie Ihr dies einrichtet und welche kostenlosen Dienste sich hierfür anbieten, zeigen wir Euch ebenfalls in einem separaten Artikel:

Privatsphäre: Kontrolle ist begrenzt

Ein komplett Datenschutzfreundlicher Betrieb eines Smartphones ist quasi unmöglich. Sobald Ihr Euch mit dem Mobilfunknetz verbindet, kann Euer Provider Euch orten. Und sobald Ihr eine Datenverbindung aufbaut, sendet Euer Smartphone Telemetrie-Daten an etliche Dienste; teils anonymisiert und teils nicht.

Wirklich besser machen will es nur Purism mit dem Librem 5. Das soll Killswitches für GPS, GSM, Mikrofon und weitere Bauteile haben, mit denen Ihr dem Smartphone physisch die Berechtigung entzieht, Euch zu beobachten.

Mit Eurem bestehenden Android-Smartphone und bei der Nutzung vermeintlich kostenloser Dienste wie Gmail, Facebook, WhatsApp oder Google Maps müsst Ihr Euch entscheiden: Seid komplett anonym oder zahlt den Preis mit einem Teil Eurer Privatsphäre.

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Top-Kommentare der Community

  • C. F.
    • Blogger
    22.04.2016

    Von norton security gibt es diesbezüglich einen sehr passenden Artikel:

    "WARUM IST DIE PRIVATSPHÄRE IM INTERNET WICHTIG?

    Wie wichtig die Privatsphäre im digitalen Zeitalter ist, kann man erst verstehen, wenn man genau weiß, was damit gemeint ist. Erst dann kann man ihre Bedeutung richtig einschätzen. Nur allzu oft sind Internetnutzer der Meinung 'Ich tue nichts Unrechtes, deshalb habe ich auch nichts zu verbergen '. Mit diesem Mythos möchten wir hier aufräumen. Tatsache ist: Recht oder Unrecht, wir haben sehr wohl einiges zu verbergen.

    "WIR ALLE HABEN ETWAS ZU VERBERGEN. DAS KÖNNEN DIE HÖHE UNSERES GEHALTS, UNSERE KRANKENAKTE ODER UNSERE BANKKONTONUMMER SEIN. ETWAS ZU VERBERGEN IST AN SICH NICHTS SCHLECHTES."

    PRIVATSPHÄRE – WAS IST DAS?

    Privatsphäre ist, wenn Sie vor dem Schlafengehen die Vorhänge zuziehen. Privatsphäre ist die Untersuchung bei Ihrem Hausarzt hinter geschlossenen Türen. Während wir uns in unserem Alltagsleben über diese Art der Privatsphäre kaum Gedanken machen, ist das Konzept von Privatspäre im digitalen Umfeld nicht so greifbar. Das liegt in erster Linie daran, dass manche Menschen einfach eine falsche Vorstellung davon haben, was digitale Privatsphäre eigentlich ist.

    WAS GENAU VERSUCHEN WIR ZU SCHÜTZEN?

    Manche glauben, dass es nur um das geht, was sie tun. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Online-Privatsphäre betrifft weniger das, was Sie tun, sondern vielmehr wer Sie sind UND was Sie tun. Daten im Internet sind für andere wertvoll. Sie werden gestohlen, verkauft, gesammelt und analysiert.

    Die Privatsphäre hat viele Facetten. Dabei geht es um das, was Sie tun, und wer Sie sind. Wer sie sind, wird durch Ihre personenbezogenen Daten verkörpert – Name, Geburtsdatum, Anschrift, Sozialversicherungsnummer, Telefonnummern und zahlreiche weitere Daten. Das, was Sie tun, sind die Suchen, die Sie durchführen, die Websites, die Sie besuchen, die Artikel, die Sie lesen, und sogar, was Sie im Internet einkaufen.

    Sobald Sie eine App herunterladen, eine Website besuchen oder in sozialen Medien unterwegs sind, können Sie davon ausgehen, dass das jeweilige Unternehmen Daten über Sie sammelt. Inzwischen erledigen wir unglaublich viele Dinge mithilfe unserer Computer und Mobilgeräte. Wir kaufen ein, holen uns medizinischen Rat, buchen Urlaube, sind mit Freunden und Verwandten in Kontakt und erledigen noch tausend andere Dinge über das Internet. Mit all diesen Aktivitäten hinterlassen Nutzer ungewollt eine breite digitale Spur aus Daten über ihre Person. Auch wenn dies nicht unbedingt personenbezogene Daten sind, zeichnen diese Unternehmen dennoch Ihre Online-Aktivitäten auf und sammeln diese Informationen, um sich ein besseres Bild von Ihnen zu machen.

    WOZU KÖNNEN DIESE DATEN VERWENDET WERDEN?

    Ein vollständiger Datensatz über eine Person kann ein nettes Sümmchen einbringen – und zwar ganz legal. Inzwischen gibt es so genannte 'Datenbroker', die Daten über Millionen von Menschen sammeln und speichern. Die Daten werden von ihnen analysiert, zu Paketen zusammengestellt und dann ohne Wissen oder Erlaubnis des Benutzers verkauft. Datenbroker sammeln und verkaufen Informationen zu verschiedenen Zwecken an andere Unternehmen, beispielsweise für gezielte Werbung, Bonitätsprüfungen und Direktmarketing. Diese Daten sind jedoch in der Regel anonymisiert und enthalten keine personenbezogenen Daten.

    WARUM IST PRIVATSPHÄRE WICHTIG?

    Wir alle haben etwas zu verbergen. Das können die Höhe unseres Gehalts, unsere Krankenakte oder unsere Bankkontonummer sein. Etwas zu verbergen ist an sich nichts Schlechtes. Derartige Informationen gehören bestimmt nicht zu den Dingen, von denen Sie möchten, dass sie in Ihrem sozialen Netzwerk für alle Welt sichtbar verbreitet werden. Daher sollten wir darauf bedacht sein, unser Recht auf Privatsphäre zu schützen.

    Anfang des Jahres kaufte eine junge Frau einige harmlose Dinge wie Wattebäusche, eine unparfümierte Lotion und einige Vitamine im Internet. Aufgrund dessen, was das Unternehmen bereits über sie wusste, konnte es richtig vorhersagen, dass sie schwanger war, und schickte ihr per Post Coupons für Babyartikel. Das Dumme war nur, dass sie ein Teenager war und diese Coupons ihrem Vater (sehr zu seiner Bestürzung) verrieten, dass sie tatsächlich schwanger war.

    Denken Sie immer daran: Ihre Privatsphäre gehört IHNEN. Es sind Ihre Informationen, Ihre Gewohnheiten, Ihre Verhaltensmuster und Ihre Aktivitäten. Deshalb sollten Sie alles tun, um sie zu schützen."

    [Quelle: de.norton.com ]

    Und dazu gehören, wie im Artikel auch treffend formuliert, Alternativen zu WhatsApp, Google und co, als da wären z.B. Threema, wire oder Signal als Messenger, Startpage als Suchmaschine, protonmail als sicherer Mailclient für verschlüsselten Mailverkehr, und...und...und...

    Auch interessant zu lesen:

    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2016-04/bundesrat-whatsapp-skype-vorratsdatenspeicherung

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Messenger-Bundesrat-will-WhatsApp-Skype-Co-schaerfer-regulieren-3181539.html

    http://www.tagesschau.de/inland/datenschutz-messenger-101.html?_sm_byp=iVVgw1VWTN1MVrv7

    "Die verarbeiteten Verbindungs- und Standortdaten sowie die Kommunikationsinhalte hätten damit ein "deutlich geringeres Schutzniveau". Nutzer könnten aber oft gar nicht unterschieden, welche technische Lösung bei Apps greife und welch unterschiedlichen rechtlichen Folgen daraus erwüchsen."....da denke ich gleich an WhatsApp...

    http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Warum-Whatsapp-nicht-wirklich-sicher-ist-1423734919

    "Die kernigen Sprüche der Whatsapp-Macher haben vor allem zwei Ziele: Der Anwender soll beruhigt werden, weil böse Geheimdienste ihn von jetzt an angeblich nicht mehr abhören können. Und da wäre noch die wachsende Konkurrenz anderer Krypto-Messenger, die man damit in die Schranken verweisen will..........Von echter „Abhörsicherheit“ ist Whatsapp somit noch meilenweit entfernt. Wie die aussieht, exerziert die aus der Schweiz stammende Messenger-App „Threema“ vor. Sie lässt sich gänzlich ohne Angabe von Handy-Nummer oder Mailadresse nutzen. Kontaktlisten der Nutzer werden zudem dezentral verwaltet, damit keine unnötigen Metadaten anfallen. Nicht zu vergessen: Die Threema-Server stehen außerdem in der Schweiz – und die ist um einiges datenschutzfreundlicher als die USA."

    Dem wäre dann nichts mehr hinzuzufügen.

  • MajorTom 03.11.2016

    Die Tragweite der Veränderungen ist den meisten Leuten nicht so richtig bewusst.
    Egal wo Menschen kurz verweilen müssen (Arzt,S-Bahn, usw), alle Köpfe nach unten und in die Kiste starren. Ich schau mich dann kurz um, und denke ich bin im falschen Film. Die Menschen sind zu nennenswerten Teilen regelrecht abhängig vom Handy. Sie sind nicht bereit Einschränkungen gegen besseren Wissens zu akzeptieren. Wenigstens eine kritische Haltung die man auch kommuniziert. Aber selbst dass ist die Ausnahme.
    Natürlich ist mir bewusst wo wir hier sind. Auf Apit. Ein Magazin für Handyfreaks. Und genau hier sollten doch ein Mehr an Hintergrundwissen Standard sein. Welches auch da ist. Auch hier nur wenige Ausnahmen.

  • C. F.
    • Blogger
    23.04.2016

    Komisch, daß Du Dich immer persönlich angegriffen fühlst. Ich habe das rein auf diesen Zusammenhang bezogen:

    "...sondern vielmehr wer Sie sind UND was Sie tun. "

    Auf das UND kommt es an. Und ja, es ist leider fast täglich meine Erfahrung, daß den meisten eben dieser Zusammenhang nicht klar ist. Wenn man aber Aufklärung betreibt, genau diese Zusammenhänge darstellt, ist es auch wieder nicht recht. Und wenn man dann Antworten bekommt, wie wichtig einem dann doch Datenschutz ist, dann frage ich mich, warum sie sich nicht entsprechend verhalten, also bewußt gegen ihre Überzeugung und Einstellung handeln. Das ist total kontrovers. Verstehe ich nicht...

  • Frk 03.11.2016

    Super Artikel. Diesen und das statement von C.F. sollte man zur Pflichtlektüre machen. Ich verstehe nicht, warum das ganze Thema so vielen Leuten egal ist....

  •   40
    Gelöschter Account 03.11.2016

    @Blaubär

    Also ich für meinen Teil, finde solche Ausführungen immer nur erschreckend und beängstigend. Wie kann das jemandem egal sein????

    Aber es ist, wie ich es auch wahrnehme. Habe ich einen Nutzen von XY und sehe meine Vorteile darin, blende ich alles andere aus.

    Fatale Meinung wie ich finde und sehr traurig zu dem. Möchte dich nicht persönlich angreifen aber deine Einstellung (wie es ja auch viele andere Preis geben, bist ja mit deiner Meinung nicht der einzige) stößt bei mir nur auf Unverständnis!!

    Ergo:
    Wie ich es auch schon in anderen Beiträgen erwähnt habe, wir können den Datenschutz abschaffen. Wofür noch Datenschutzbeauftragte oder Privatsphäre??? Warum überhaupt noch Türschlösser zu Hause anbringen??? Verschlüsselungen können wir auch abschaffen oder brauchen es garnicht erst!!! Unser WLAN Netzwerk schützen, wofür noch??? Vorratsdatenspeicherung beschränken??? Ach was, mir doch egal!!!
    Alle die wollen, sind herzlich willkommen an meinem Leben Teil zu haben und sei es auch bis in das kleinste intimste Detail........🙈🙈🙈🙈

    Jedes Schaf, welches zur Schlachtbank geführt wird, versucht instinktiv weg zu laufen aber hier legen sich einige wohl freiwillig zum Ausnehmen auf solche Datenschlachtbanken.

    Facebook, Instagram, Whatsapp ( nur einiges davon genannt) ist in meinen Augen wie ein Virus in den Köpfen der Leute! Herdentrieb scheint wichtiger als Schutz der Privatsphäre!

    Dazu mein Statement: Lieber ein einsamer Wolf als wie ein Schaf welches geschlachtet werden will!!! Bewusst provozierend geschrieben.

    Ich kann da wirklich nur nochmal an ALLE appellieren( die auch eine solche Einstellung vertreten) sich um ein solch wichtiges Thema erneut Gedanken zu machen und sich mal zu hinterfragen, zu was das alles führen kann!!!

    Gleichgültigkeit scheint die neue Entschuldigung für die totale Überwachung zu sein!

119 Kommentare

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  • Hallo, ich möchte auch gerne wieder zu Android wechseln, weil ich Apple momentan einfach nur noch frech finde und genau dieses Thema hier (und noch ein paar kleine Synchronisationsproblemchen mit Mac usw.) lassen mich noch zögern.
    Mal ehrlich, Android ist Google und so wie wir die Smartphones einschalten, hat und verwendet Google alle Daten von uns..Haken setzen hin oder her...
    In deren AGB steht doch sogar drinnen, dass die Rechte aller Daten, die auf deren Server liegen, Google hat. Wer deren Apps nutzt......Mit Apps von Drittanbietern mag das ja anders sein, aber wenn ich Google nutze, haben die meine Daten und können die theoretisch auch einfach komplett löschen, ohne dass ich rechtlich was dagegen tun könnte.
    Oder sehe ich da irgendetwas falsch?


  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Woche Link zum Kommentar

    "Hier zeigen wir Euch die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen von Facebook, Google und WhatsApp ..."

    Wer diese Dienste nutzt, hat jegliche Ansprüche auf Privatsphäre verwirkt, da dort der Nutzer das Produkt ist.



  • Wo ist der Aspekt, die Privatsphäre seiner Kontakte zu beachten und bewahren?

    trixi


  • „Installiert System-Updates
    Wichtige Updates der Hersteller sollten in jedem Fall installiert werden, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen. “

    😂💦 bei Android?....😅 der Witz ist gut🙂🙃🙂🙃😅💨 da könnt ich mich googeln vor lachen. Das erzähl mal den Herstellern wie Alcatel oder Wiko. Die Hersteller selbst sind das Problem, Google hat schon viel getan!
    Naja wiko bietet ja ab und zu monatliche Sicherheitsupdates analer keine Systemupdates. Bei Alcatel bin ich mir da so nicht mehr sicher und selbst wenn kommen bei den meisten die eh nicht monatlich sondern unregelmäßig. Selbst Windows 10 mobile was ja für tot 😢 erklärt wurde bringt monatlich Updates und Systemupdates raus solange Windows 10 lebt. Und das noch paar Jahre.

    Oh nee.... Android 😅💦 Systemupdates und Sicherheitsupdates ....den Witz muss ich mir merken.


  • 🤷‍♂️🤷‍♀️Anwender(in):

    Wenn ich einen Film auf meinen USB-Stick speichern möchte, kommt die Meldung, dass auf dem USB-Stick nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist. Dann versuche ich es mit -Verknüpfung speichern- und dann ist genug Platz und mein Film ist auf dem USB-Stick. Problem ist aber, wenn ich diesen Film auf dem USB-Stick auf einem anderen PC anschauen möchte. Da kommt die Meldung: „nicht gefunden“.

    Aber auf meinem PC funktioniert es. Was kann das sein?🤔💭

    Antwort IT-Hotline:

    Sehr geehrte Anwenderin,
    in Ihre Handtasche passt ihr Pelzmantel einfach nicht rein.
    Ein Zettel mit dem Vermerk, dass Ihr Pelzmantel im Schrank hängt, passt in Ihre Handtasche rein. Also solange Sie diesen Zettel daheim lesen, finden Sie ihren Pelzmantel im Schrank.

    Schwieriger wird es, wenn Sie Ihre Freundin besuchen und dort Ihren Zettel lesen und erfahren, dass Ihr Pelzmantel im Schrank hängt. In dem Schrank von Ihrer Freundin können Sie suchen, so lange Sie wollen, Ihren Pelzmantel finden Sie dort bestimmt nicht….

    Noch eine Hilfe:
    Handtasche = USB-Stick
    Pelzmantel = Film
    Zettel = Verknüpfung
    Schrank = PC

    Motten im Schrank = PC-Virus
    Nachbar im Schrank = Hacker

    …. alles klar?🚬😗💨


  • Für mich ist das kein Problem. Ich brauche mein Mobil nicht viel. Mein Google-Konto ist nicht auf meine Person rückfürbar, da ich schon von vornerein keine direkten Daten von mir eingetragen habe. Auch sind alle Möglichkeiten um Daten zu speichern abgemeldet. Die Zeitachse zeigt wirklich nur Schrot!!! Hatten ja andere User auch schon festgestellt.
    Ich halte mich in einer Gegend auf, wo G-Maps noch nicht mal Straßen anzeigt. Also mitten in der Pampa! Von Zeit zu Zeit schau ich immer wieder mal was es "Neues" zu entdecken gibt und lösche alle Daten. Wobei ich es für manches Schade finde. Denn es erinnert mich immer wieder an das Prinzip der Bild-Zeitung: "BILD hört das Gras wachsen"! Ist nur die Frage wo ....


  • C. F.
    • Blogger
    04.11.2016 Link zum Kommentar

    Whatsapp: So will Facebook auf lange Sicht Geld mit dem Messenger verdienen :

    http://t3n.de/news/whatsapp-facebook-lange-sicht-762984/

    "In einem ersten Schritt soll eine „großartige Nutzererfahrung“ aufgebaut werden. Im zweiten Schritt will Facebook Wege finden, um Nutzer und Firmen „organisch“ miteinander kommunizieren zu lassen. Dann im dritten und letzten Schritt sollen Unternehmens-Werkzeuge geschaffen werden, damit Marken gezielt ihre potenziellen Kunden erreichen können."

    Yeeeessss......gebt uns all eure Daten....

    "Whatsapp befindet sich laut dem Facebook-Chef noch in der ersten Phase. Demnach sollen zunächst erst mal neue Funktionen eingeführt werden, bevor es in die zweite Phase geht. Die will das Unternehmen im nächsten Jahr starten."

    Und alle machen mit...


    • ... einfach kein Facebook machen! Ist mir so überflüssig vorgekommen sei ich es kenne. Muß man wirklich nicht haben.
      Whats-App habe ich zwar, aber nur mit 4 Kontakten, die manchmal benutzt werden. Und diese 4 haben wiederum kein FB.
      Somit ist es ein Leichtes auf Neuerungen zu verzichten. Kann man machen, doch brauchen ... wirklich nicht!


  •   32
    Gelöschter Account 03.11.2016 Link zum Kommentar

    Und so kommen wir zum krönenden Abschluss ,wir verwenden weiterhin Android ,FB/Messenger und WA,weil es nichts sicheres gibt weiter,worüber man noch diskutieren könnte !!

    Es sei den zukünftig man bezahlt für alles seinen Obolus OS Lizenzen und Apps usw. .


    •   40
      Gelöschter Account 04.11.2016 Link zum Kommentar

      @Mogwai

      Wobei man da auch ein wenig realitivieren muss, da ja Android ein OS ist und somit die Plattform für die von dir genannten Kommunikationsapps oder Mittel darstellt.

      Wenn ich ein Smartphone besitze, muss ich ja ein OS verwenden(welches nun auch immer). Ohne das geht es ja nicht. Die anderen Dinge oder auch Apps brauche ich nicht um den Betrieb zu gewährleisten.

      Aber den Google-Daten-Appetit, möchte ich durch diese Aussage natürlich nicht schmälern. Dies sei an dieser Stelle erwähnt.


  • Ich hoffe es fühlt sich keiner auf die Füße getreten von meinen Kommentaren.
    Es ist einfach meine Denkweise. Und manchmal kann ich es auch nicht sorecht in Worte fassen. Das Thema ist derart komplex und vielfältig (Sicherheit, Datenschutz, Userverhalten)...

    MaWe


    •   40
      Gelöschter Account 03.11.2016 Link zum Kommentar

      @Major Tom

      Ich denke, da musst du dir keine Gedanken machen da ich für meinen Teil jedenfalls deine Äußerungen absolut sachlich und gut formuliert finde. Regt nochmal zum Denken an. Und wenn du niemanden auf die Füße trittst, dann wird auch keiner auf dich aufmerksam. Kann somit auch Argumente und Formolierungen deinerseits gut nachvollziehen und vertrete den selben Standpunkt.

      Solange wir uns hier alle sachlich austauschen und der gegenseitige Respekt dem anderen gegenüber und deren Standpunkt gegeben ist, denke ich nicht sich Gedanken machen zu müssen. Man kann nicht mit allen Leuten immer einer gleichen Meinung sein aber genau darum tauschen wir uns ja hier auch aus und legen unsere Argumente dar.

      Aber begrüße nochmal deine Klarstellung👍😃


  •   40
    Gelöschter Account 03.11.2016 Link zum Kommentar

    Das Thema Sicherheit im Allgemeinen ist durchaus immer angebracht und sollte auch bei AP etwas öfter vorkommen ;-)
    Würde mir mal einen Sicherheitstest zu den erhältlichen Browsern (u.a. VPNs/AddOns/Antiviren APPs etc.) wünschen. Das Chrome eine Plaudertasche ist u. die Chinesenkracher einen mit Werbung zumüllen ist ja schon bekannt. Vielleicht mal was genaueres u. dann auch so Dinge reinpacken wie AddOns (siehe aktuelles Problem mit WoT u. Verkauf von Daten).


  • Super Artikel. Diesen und das statement von C.F. sollte man zur Pflichtlektüre machen. Ich verstehe nicht, warum das ganze Thema so vielen Leuten egal ist....


    •   32
      Gelöschter Account 03.11.2016 Link zum Kommentar

      Weils egal ist und es jeden selbst überlassen werden sollte,was er nutzt .

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