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Privatsphäre auf dem Smartphone: So schützt Ihr Eure Daten

Update: So sehen die neuen Menüs unter Android 7 aus

Euer Smartphone weiß recht viel über Euch. Damit Google, Facebook und nicht zuletzt Smartphone-Diebe so wenig wie möglich über Euch erfahren, solltet Ihr ein paar der folgenden Privatsphäre-Tipps auf Eurem Android-Smartphone beherzigen. Wir haben den Artikel entsprechend der neuen Menüstrukturen in der neuen Android-Version angepasst und auf den aktuellen Stand gebracht.

Diese SMS nervt wie keine zweite: "Datenvolumen ist bis Monatsende gedrosselt"!
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Privatsphäre-Schutz durch Android-Funktionen

Sichert den Sperrbildschirm

Eine gute Displaysperre ist einer der einfachsten Schritte zu mehr Sicherheit. Nur wer Euren Code kennt, kann Euer Smartphone bedienen. Zur Auswahl stehen Sperrmuster, vierstellige PIN oder ein Passwort. Den Sperrbildschirm konfiguriert Ihr in den Einstellungen unter dem Punkt Sicherheit.

pattern screen lock start up
In den Einstellungen kann unter Sicherheit eine Display-Sperre eingerichtet werden. / © AndroidPIT

Bei der Einrichtung werdet Ihr gefragt, ob dieser Code schon beim Einschalten des Smartphones abgefragt werden soll. Was das bedeutet? Bestätigt Ihr diese Frage mit Ja, wird der komplette interne Speicher Eures Telefons verschlüsselt und kann nur mit dem Code entschlüsselt werden. Ohne den Code ist Euer Smartphone für Diebe komplett unbrauchbar.

Der Nachteil: Die Performance sinkt durch die Echtzeitverschlüsselung ein wenig und der Start dauert länger. Und falls Euer Gerät wegen eines Updates nachts neustartet, hält der Boot-Vorgang bei der Passwort-Abfrage an. Dann klingelt Euer Wecker nicht und Ihr verschlaft schlimmstenfalls die Arbeit. Deaktiviert also automatische Software-Updates, um dies zu verhindern, oder verzichtet auf die Komplettverschlüsselung.

Bequem entsperren mit Smartlock

Die Erweiterung Smart Lock erlaubt es, das Smartphone unter vertrauenswürdigen Bedingungen automatisch zu entsperren. Das heißt, Ihr könnt Euer Smartphone auch ohne Aufheben der Displaysperre nutzen. Bedingungen für Vertrauen sind:

  • Trageerkennung (also etwa, wenn Ihr es in der Jackentasche transportiert)
  • Orte (wie Zuhause oder Arbeitsplatz)
  • Bluetooth-Geräte (Smartwatch, Autoradios)
  • Euer Gesicht
  • Eure Stimme (OK Google)

Die einzelnen Punkte sind pfiffig durchdacht. Die Gesichtserkennung etwa erwartet, dass Ihr blinzelt - somit reicht ein Foto von Euch nicht aus. Eine verbundene Smartwatch gilt natürlich nur dann als vertrauenswürdig, wenn Ihr sie auch tragt. Und wenn Ihr Euer Smartphone mehrere Stunden liegen lasst, wird die Displaysperre trotz vorhandener Smart-Lock-Bedingungen wieder gesperrt.

smart lock show password
Legt vertrauenswürdige Bedingungen fest; verbergt Muster und Passwörter vor neugierigen Blicken. / © AndroidPIT

Muster verbergen, Passwörter unsichtbar eintippen

Wenn Ihr ein Passwort eintippt, ist das zuletzt eingegebene Zeichen kurz sichtbar. Dasselbe gilt für das Entsperrmuster: Jeder kann die Linien sehen, die Euer Smartphone entsperren. Damit also niemand durch einen einfachen Blick über Eure Schulter Muster oder Passwörter erfährt, solltet Ihr sie unsichtbar machen. Die Einstellung findet sich auch unter Sicherheit und heißt Passwörter sichtbar: Hier sollte kein Haken gesetzt sein. Bei der Displaysperre tippt Ihr auf das Zahnrad und deaktiviert Muster sichtbar machen oder den entsprechenden Eintrag.

Ortung für Euch und niemanden sonst

Verliert Ihr Euer Smartphone oder wird es Euch gestohlen, könnt Ihr es aus der Ferne orten. Der Standortdienst zeichnet leider ununterbrochen Daten auf, so dass Euch Google oder Behörden theoretisch verfolgen können. Schaltet also zumindest die Aufzeichnung Eures Bewegungsprofils bei Google ab. Facebook solltet Ihr verbieten, ein Bewegungsprofil von Euch zu erstellen.

google standortverlauf de
Google kennt Euer Bewegungsprofil. Löscht wenigstens den Verlauf. / © ANDROIDPIT

Jetzt ist es wichtig, dass Ihr den Standortdienst in Eurem Sinne nutzt und nicht unnötig viele Daten an Google weitergebt. Wie Ihr diese und viele weitere ominöse Google-Aufzeichnungen unterbrechen, beenden oder löschen könnt, haben wir im großen Spezial-Artikel erklärt.

App-Berechtigungen prüfen und einstellen

Ein weniger erfreuliches Thema bei Android war lange Zeit die App-Berechtigungen. Achtet also schon im Play Store darauf, dass in der App-Beschreibung begründet wird, warum eine App etwa Eure SMS oder den Standort ausliest.

Nach der Installation dürfen wir seit Android 6.0 Marshmallow endlich etwas an den Berechtigungen ändern. Denn die sogenannten Runtime Permissions sperren Apps den Zugriff auf Eure privaten Daten oder die Kamera. Einmal aktiviert, werden die Apps Euch nicht mehr fragen. Um Facebook also wieder den Blick durch Eure Kamera zu verbieten, müsst Ihr in die App-Einstellungen, auf Installiert, dort auf die verdächtige App und im geöffneten Bildschirm auf Berechtigungen.

android marshmallow permissions whatsapp
In den Einstellungen jeder App dürft Ihr Berechtigungen seit Android 6 auch entziehen. / © ANDROIDPIT

Hier dürft Ihr die Berechtigungen bei allen Smartphones mit Android 6.0 Marshmallow oder neuer ändern. Leider ist die Liste noch nicht komplett. So ist es nicht möglich, einer App den Zugriff zum Internet zu verbieten. Das wäre bei so mancher Taschenlampen-App wünschenswert.

Daten verschlüsseln

Zur weiteren Sicherheit kann das Smartphone verschlüsselt werden: In den Einstellungen unter Sicherheit findet sich der Punkt Verschlüsselung. Konten, Einstellungen, installierte Anwendungen und Daten sowie Mediendateien werden dann verschlüsselt gespeichert. Seit Android 6, das seit Mitte 2015 auf neuen Smartphones üblich wurde, sind alle Geräte werksseitig verschlüsselt, sodass Ihr hierzu nichts weiter beachten müsst.

Damit der komplette interne Speicher verschlüsselt wird und Ihr bei jedem Einschalten des Geräts PIN, Muster oder Passwort eingeben müsst, müsst Ihr die Displaysperre setzen und den entsprechenden Zusatz aktivieren (siehe oben). Erst dann können Diebe nichts mehr mit Eurem Smartphone anfangen.

System-Updates installieren

Wichtige Updates der Hersteller sollten in jedem Fall installiert werden, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen. Für Eure Privatsphäre ist das relevant, da Angreifer durch diese Lücken Eure SMS, E-Mails, Fotos und die restlichen Daten zum Teil drahtlos von Eurem Gerät kopieren können, ohne dass Ihr es bemerkt. Das könnt Ihr leicht vermeiden.

Die Benachrichtigung über verfügbare Updates trudelt inzwischen bei vielen Geräten monatlich ein. Ignoriert sie nicht, sondern macht Euer Smartphone wieder sicher. Die Installation des Updates dauert leider eine Weile, sodass Ihr nicht telefonisch erreichbar seid. Plant also, wann Ihr das Update installieren wollt. Viele Hersteller helfen Euch dabei, wie man am Beispiel Samsung sieht:

Samsung Galaxy S5 Android Update 6 0 1
Jetzt oder später: Samsung-Updates sind verschiebbar. / © ANDROIDPIT

Die Dauer der Installation von Software-Updates in Android-Smartphones wird künftig drastisch reduziert werden. Nach dem Update auf Android 7.0 Nougat entfällt der langwierige Schritt "Apps werden optimiert". Und es wird noch besser: Manche Neugeräte mit Android 7.0 Nougat, wie etwa das Google Pixel, machen dank einer zusätzlichen Partition Updates im Hintergrund. Dann reicht ein einfacher Neustart, damit die neue Version aktiviert wird.

Nutzerprofile verwenden

Nutzt Ihr zu mehreren dasselbe Smartphone, könnt Ihr seit Android 5.0 Lollipop unterschiedliche Profile einrichten, um die Daten und Apps nicht miteinander zu vermischen. Das schützt nicht nur Eure Daten voreinander, sondern macht das Smartphone auch für jeden in der Gruppe ein wenig ordentlicher.

android 50 lollipop profile de
Endlich gibt es auch auf dem Smartphone Nutzerprofile. / © ANDROIDPIT

Bildschirm anheften

Soll eine einzelne App immer im Vordergrund bleiben und auch der Home-Button gesperrt werden, könnt Ihr seit Android 5.0 Lollipop einzelne App-Bildschirme anheften. Diese Sperre müsst ihr zunächst in den Sicherheitseinstellungen unter "Bildschirm anheften" aktivieren. Anschließend ist die kleine Stecknadel in der rechten unteren Ecke einer jeden App-Vorschau in der App-Übersicht zu sehen. Für volle Sicherheit aktiviert Ihr zusätzlich das Entsperrmuster, bevor die Bildschirmfixierung aufgehoben wird.

android 50 lollipop bildschirmfixierung
Fixiert Ihr bestimmte Apps, könnt Ihr Euer Smartphone getrost aus der Hand geben. / © ANDROIDPIT

Weitere Privatsphäre-Tipps für Android

Apps, Bilder und Videos sperren

Um weitere Bereiche des entsperrten Smartphones mit einem separaten Code zu schützen, könnt Ihr die werbefinanzierte App AppLock von DoMobile Lab installieren. Applock kann SMS, Kontakte, E-Mail, Galerie (auch einzelne Bilder oder Alben), Einstellungen, Telefon und viele weitere Funktionen mit einer PIN sperren. Es handelt sich dabei nur um ein Overlay, also eine Art undurchsichtige Wand.

applock 2016 03
Mit AppLock lassen sich einzelne Apps und Bereiche des Smartphones sperren. / © ANDROIDPIT

AppLock wappnet sich auch gegen gewiefte Android-Nutzer: Wenn Ihr sie als Administrator einrichtet, kann man sie nicht mehr so leicht deaktivieren und umgehen.

Schützen (AppLock) Install on Google Play

VPN-Clients in fremden WLANs verwenden

Verschlüsselt Eure Internetverbindung über ein virtuelles privates Netzwerk. Wie Ihr dies einrichtet und welche kostenlosen Dienste sich hierfür anbieten, zeigen wir Euch ebenfalls in einem separaten Artikel:

Privatsphäre: Eure Meinung

Wie geht Ihr mit dem Thema Privatsphäre um? Weicht Ihr aktiv auf alternative Apps aus, um den großen Datensammlern aus dem Weg zu gehen? Oder seht Ihr Euch dem System ausgeliefert und haltet ewiges Wegducken für zu unbequem oder nicht praktikabel? Und was sind Eure liebsten Alternativen zu WhatsApp, Google-Apps und Co., mit denen Ihr Eure Privatsphäre schützt?


Der Artikel wurde nach den Erfahrungen mit Android 7 Nougat grundlegend aktualisiert.

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Top-Kommentare der Community

  • C. F.
    • Blogger
    22.04.2016

    Von norton security gibt es diesbezüglich einen sehr passenden Artikel:

    "WARUM IST DIE PRIVATSPHÄRE IM INTERNET WICHTIG?

    Wie wichtig die Privatsphäre im digitalen Zeitalter ist, kann man erst verstehen, wenn man genau weiß, was damit gemeint ist. Erst dann kann man ihre Bedeutung richtig einschätzen. Nur allzu oft sind Internetnutzer der Meinung 'Ich tue nichts Unrechtes, deshalb habe ich auch nichts zu verbergen '. Mit diesem Mythos möchten wir hier aufräumen. Tatsache ist: Recht oder Unrecht, wir haben sehr wohl einiges zu verbergen.

    "WIR ALLE HABEN ETWAS ZU VERBERGEN. DAS KÖNNEN DIE HÖHE UNSERES GEHALTS, UNSERE KRANKENAKTE ODER UNSERE BANKKONTONUMMER SEIN. ETWAS ZU VERBERGEN IST AN SICH NICHTS SCHLECHTES."

    PRIVATSPHÄRE – WAS IST DAS?

    Privatsphäre ist, wenn Sie vor dem Schlafengehen die Vorhänge zuziehen. Privatsphäre ist die Untersuchung bei Ihrem Hausarzt hinter geschlossenen Türen. Während wir uns in unserem Alltagsleben über diese Art der Privatsphäre kaum Gedanken machen, ist das Konzept von Privatspäre im digitalen Umfeld nicht so greifbar. Das liegt in erster Linie daran, dass manche Menschen einfach eine falsche Vorstellung davon haben, was digitale Privatsphäre eigentlich ist.

    WAS GENAU VERSUCHEN WIR ZU SCHÜTZEN?

    Manche glauben, dass es nur um das geht, was sie tun. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Online-Privatsphäre betrifft weniger das, was Sie tun, sondern vielmehr wer Sie sind UND was Sie tun. Daten im Internet sind für andere wertvoll. Sie werden gestohlen, verkauft, gesammelt und analysiert.

    Die Privatsphäre hat viele Facetten. Dabei geht es um das, was Sie tun, und wer Sie sind. Wer sie sind, wird durch Ihre personenbezogenen Daten verkörpert – Name, Geburtsdatum, Anschrift, Sozialversicherungsnummer, Telefonnummern und zahlreiche weitere Daten. Das, was Sie tun, sind die Suchen, die Sie durchführen, die Websites, die Sie besuchen, die Artikel, die Sie lesen, und sogar, was Sie im Internet einkaufen.

    Sobald Sie eine App herunterladen, eine Website besuchen oder in sozialen Medien unterwegs sind, können Sie davon ausgehen, dass das jeweilige Unternehmen Daten über Sie sammelt. Inzwischen erledigen wir unglaublich viele Dinge mithilfe unserer Computer und Mobilgeräte. Wir kaufen ein, holen uns medizinischen Rat, buchen Urlaube, sind mit Freunden und Verwandten in Kontakt und erledigen noch tausend andere Dinge über das Internet. Mit all diesen Aktivitäten hinterlassen Nutzer ungewollt eine breite digitale Spur aus Daten über ihre Person. Auch wenn dies nicht unbedingt personenbezogene Daten sind, zeichnen diese Unternehmen dennoch Ihre Online-Aktivitäten auf und sammeln diese Informationen, um sich ein besseres Bild von Ihnen zu machen.

    WOZU KÖNNEN DIESE DATEN VERWENDET WERDEN?

    Ein vollständiger Datensatz über eine Person kann ein nettes Sümmchen einbringen – und zwar ganz legal. Inzwischen gibt es so genannte 'Datenbroker', die Daten über Millionen von Menschen sammeln und speichern. Die Daten werden von ihnen analysiert, zu Paketen zusammengestellt und dann ohne Wissen oder Erlaubnis des Benutzers verkauft. Datenbroker sammeln und verkaufen Informationen zu verschiedenen Zwecken an andere Unternehmen, beispielsweise für gezielte Werbung, Bonitätsprüfungen und Direktmarketing. Diese Daten sind jedoch in der Regel anonymisiert und enthalten keine personenbezogenen Daten.

    WARUM IST PRIVATSPHÄRE WICHTIG?

    Wir alle haben etwas zu verbergen. Das können die Höhe unseres Gehalts, unsere Krankenakte oder unsere Bankkontonummer sein. Etwas zu verbergen ist an sich nichts Schlechtes. Derartige Informationen gehören bestimmt nicht zu den Dingen, von denen Sie möchten, dass sie in Ihrem sozialen Netzwerk für alle Welt sichtbar verbreitet werden. Daher sollten wir darauf bedacht sein, unser Recht auf Privatsphäre zu schützen.

    Anfang des Jahres kaufte eine junge Frau einige harmlose Dinge wie Wattebäusche, eine unparfümierte Lotion und einige Vitamine im Internet. Aufgrund dessen, was das Unternehmen bereits über sie wusste, konnte es richtig vorhersagen, dass sie schwanger war, und schickte ihr per Post Coupons für Babyartikel. Das Dumme war nur, dass sie ein Teenager war und diese Coupons ihrem Vater (sehr zu seiner Bestürzung) verrieten, dass sie tatsächlich schwanger war.

    Denken Sie immer daran: Ihre Privatsphäre gehört IHNEN. Es sind Ihre Informationen, Ihre Gewohnheiten, Ihre Verhaltensmuster und Ihre Aktivitäten. Deshalb sollten Sie alles tun, um sie zu schützen."

    [Quelle: de.norton.com ]

    Und dazu gehören, wie im Artikel auch treffend formuliert, Alternativen zu WhatsApp, Google und co, als da wären z.B. Threema, wire oder Signal als Messenger, Startpage als Suchmaschine, protonmail als sicherer Mailclient für verschlüsselten Mailverkehr, und...und...und...

    Auch interessant zu lesen:

    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2016-04/bundesrat-whatsapp-skype-vorratsdatenspeicherung

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Messenger-Bundesrat-will-WhatsApp-Skype-Co-schaerfer-regulieren-3181539.html

    http://www.tagesschau.de/inland/datenschutz-messenger-101.html?_sm_byp=iVVgw1VWTN1MVrv7

    "Die verarbeiteten Verbindungs- und Standortdaten sowie die Kommunikationsinhalte hätten damit ein "deutlich geringeres Schutzniveau". Nutzer könnten aber oft gar nicht unterschieden, welche technische Lösung bei Apps greife und welch unterschiedlichen rechtlichen Folgen daraus erwüchsen."....da denke ich gleich an WhatsApp...

    http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Warum-Whatsapp-nicht-wirklich-sicher-ist-1423734919

    "Die kernigen Sprüche der Whatsapp-Macher haben vor allem zwei Ziele: Der Anwender soll beruhigt werden, weil böse Geheimdienste ihn von jetzt an angeblich nicht mehr abhören können. Und da wäre noch die wachsende Konkurrenz anderer Krypto-Messenger, die man damit in die Schranken verweisen will..........Von echter „Abhörsicherheit“ ist Whatsapp somit noch meilenweit entfernt. Wie die aussieht, exerziert die aus der Schweiz stammende Messenger-App „Threema“ vor. Sie lässt sich gänzlich ohne Angabe von Handy-Nummer oder Mailadresse nutzen. Kontaktlisten der Nutzer werden zudem dezentral verwaltet, damit keine unnötigen Metadaten anfallen. Nicht zu vergessen: Die Threema-Server stehen außerdem in der Schweiz – und die ist um einiges datenschutzfreundlicher als die USA."

    Dem wäre dann nichts mehr hinzuzufügen.

  • C. F.
    • Blogger
    23.04.2016

    Komisch, daß Du Dich immer persönlich angegriffen fühlst. Ich habe das rein auf diesen Zusammenhang bezogen:

    "...sondern vielmehr wer Sie sind UND was Sie tun. "

    Auf das UND kommt es an. Und ja, es ist leider fast täglich meine Erfahrung, daß den meisten eben dieser Zusammenhang nicht klar ist. Wenn man aber Aufklärung betreibt, genau diese Zusammenhänge darstellt, ist es auch wieder nicht recht. Und wenn man dann Antworten bekommt, wie wichtig einem dann doch Datenschutz ist, dann frage ich mich, warum sie sich nicht entsprechend verhalten, also bewußt gegen ihre Überzeugung und Einstellung handeln. Das ist total kontrovers. Verstehe ich nicht...

109 Kommentare

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  • eR D. vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Für mich ist das kein Problem. Ich brauche mein Mobil nicht viel. Mein Google-Konto ist nicht auf meine Person rückfürbar, da ich schon von vornerein keine direkten Daten von mir eingetragen habe. Auch sind alle Möglichkeiten um Daten zu speichern abgemeldet. Die Zeitachse zeigt wirklich nur Schrot!!! Hatten ja andere User auch schon festgestellt.
    Ich halte mich in einer Gegend auf, wo G-Maps noch nicht mal Straßen anzeigt. Also mitten in der Pampa! Von Zeit zu Zeit schau ich immer wieder mal was es "Neues" zu entdecken gibt und lösche alle Daten. Wobei ich es für manches Schade finde. Denn es erinnert mich immer wieder an das Prinzip der Bild-Zeitung: "BILD hört das Gras wachsen"! Ist nur die Frage wo ....

  • C. F.
    • Blogger
    vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Whatsapp: So will Facebook auf lange Sicht Geld mit dem Messenger verdienen :

    http://t3n.de/news/whatsapp-facebook-lange-sicht-762984/

    "In einem ersten Schritt soll eine „großartige Nutzererfahrung“ aufgebaut werden. Im zweiten Schritt will Facebook Wege finden, um Nutzer und Firmen „organisch“ miteinander kommunizieren zu lassen. Dann im dritten und letzten Schritt sollen Unternehmens-Werkzeuge geschaffen werden, damit Marken gezielt ihre potenziellen Kunden erreichen können."

    Yeeeessss......gebt uns all eure Daten....

    "Whatsapp befindet sich laut dem Facebook-Chef noch in der ersten Phase. Demnach sollen zunächst erst mal neue Funktionen eingeführt werden, bevor es in die zweite Phase geht. Die will das Unternehmen im nächsten Jahr starten."

    Und alle machen mit...

    • eR D. vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      ... einfach kein Facebook machen! Ist mir so überflüssig vorgekommen sei ich es kenne. Muß man wirklich nicht haben.
      Whats-App habe ich zwar, aber nur mit 4 Kontakten, die manchmal benutzt werden. Und diese 4 haben wiederum kein FB.
      Somit ist es ein Leichtes auf Neuerungen zu verzichten. Kann man machen, doch brauchen ... wirklich nicht!

      • Das mag für dich so einfach zu sein, aber für andere ein unglaublich großer Schritt soweit zu reduzieren.
        Mir selber ist es ziemlich egal wie ich kontaktiert werde. Deshalb brauche ich auch kein facebook und Co. Man kann mich doch jederzeit anrufen oder SMS schreiben.

  • Mogwai vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Und so kommen wir zum krönenden Abschluss ,wir verwenden weiterhin Android ,FB/Messenger und WA,weil es nichts sicheres gibt weiter,worüber man noch diskutieren könnte !!

    Es sei den zukünftig man bezahlt für alles seinen Obolus OS Lizenzen und Apps usw. .

    • M. W. vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      @Mogwai

      Wobei man da auch ein wenig realitivieren muss, da ja Android ein OS ist und somit die Plattform für die von dir genannten Kommunikationsapps oder Mittel darstellt.

      Wenn ich ein Smartphone besitze, muss ich ja ein OS verwenden(welches nun auch immer). Ohne das geht es ja nicht. Die anderen Dinge oder auch Apps brauche ich nicht um den Betrieb zu gewährleisten.

      Aber den Google-Daten-Appetit, möchte ich durch diese Aussage natürlich nicht schmälern. Dies sei an dieser Stelle erwähnt.

  • Ich hoffe es fühlt sich keiner auf die Füße getreten von meinen Kommentaren.
    Es ist einfach meine Denkweise. Und manchmal kann ich es auch nicht sorecht in Worte fassen. Das Thema ist derart komplex und vielfältig (Sicherheit, Datenschutz, Userverhalten)...

    • M. W. vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      @Major Tom

      Ich denke, da musst du dir keine Gedanken machen da ich für meinen Teil jedenfalls deine Äußerungen absolut sachlich und gut formuliert finde. Regt nochmal zum Denken an. Und wenn du niemanden auf die Füße trittst, dann wird auch keiner auf dich aufmerksam. Kann somit auch Argumente und Formolierungen deinerseits gut nachvollziehen und vertrete den selben Standpunkt.

      Solange wir uns hier alle sachlich austauschen und der gegenseitige Respekt dem anderen gegenüber und deren Standpunkt gegeben ist, denke ich nicht sich Gedanken machen zu müssen. Man kann nicht mit allen Leuten immer einer gleichen Meinung sein aber genau darum tauschen wir uns ja hier auch aus und legen unsere Argumente dar.

      Aber begrüße nochmal deine Klarstellung👍😃

  • Das Thema Sicherheit im Allgemeinen ist durchaus immer angebracht und sollte auch bei AP etwas öfter vorkommen ;-)
    Würde mir mal einen Sicherheitstest zu den erhältlichen Browsern (u.a. VPNs/AddOns/Antiviren APPs etc.) wünschen. Das Chrome eine Plaudertasche ist u. die Chinesenkracher einen mit Werbung zumüllen ist ja schon bekannt. Vielleicht mal was genaueres u. dann auch so Dinge reinpacken wie AddOns (siehe aktuelles Problem mit WoT u. Verkauf von Daten).

  • Frk vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Super Artikel. Diesen und das statement von C.F. sollte man zur Pflichtlektüre machen. Ich verstehe nicht, warum das ganze Thema so vielen Leuten egal ist....

    • Mogwai vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Weils egal ist und es jeden selbst überlassen werden sollte,was er nutzt .

      • Frk vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Verstehe deinen Kommentar nicht.

      • Die Tragweite der Veränderungen ist den meisten Leuten nicht so richtig bewusst.
        Egal wo Menschen kurz verweilen müssen (Arzt,S-Bahn, usw), alle Köpfe nach unten und in die Kiste starren. Ich schau mich dann kurz um, und denke ich bin im falschen Film. Die Menschen sind zu nennenswerten Teilen regelrecht abhängig vom Handy. Sie sind nicht bereit Einschränkungen gegen besseren Wissens zu akzeptieren. Wenigstens eine kritische Haltung die man auch kommuniziert. Aber selbst dass ist die Ausnahme.
        Natürlich ist mir bewusst wo wir hier sind. Auf Apit. Ein Magazin für Handyfreaks. Und genau hier sollten doch ein Mehr an Hintergrundwissen Standard sein. Welches auch da ist. Auch hier nur wenige Ausnahmen.

      • Es ist keineswegs egal, denn auch wenn ich verantwortungsvoll umgehe, werfen andere mit meinen Daten, mithilfe der eigenen Kontakte, geradezu um sich.

      • DiDaDo vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Naja, sonst gucken sie in Magazine oder Zeitungen. So wie vor der Smartphone-Ära. Ich hab auch ohne Smartphone kein gesteigertes Interesse dran irgendwem Fremdes ne Frikadelle ans Ohr zu quatschen. Schon gar nicht im Wartezimmer meines Arztes ;)

      • Das sind zwei völlig verschiedene Geschichten. Zeitung oder der Spiegel kurz lesen, und exzessiver Mobile Konsum der die Alarmglocken aushebelt.
        Ein Stück Papier (Buch,Zeitung) hebelt meine Privatsphäre nicht aus. Und wenn würde sie wahrscheinlich jeder meiden.
        Ich bin auch ein fan der neuen Generation Handy. Mich verärgert wie das System hinter den Kulissen funktioniert. Und die Macher dießer Geschäftsmodelle haben freie Bahn durch die starke Bindung Mensch-Smartphone. Die Politik zieht mit weil sie das Reservoir Datenpool als Werkzeug betrachtet.

      • Ich halte dagegen: ein Smartphone an sich hebelt die Privatsphäre nicht aus - man muss bei Einrichtung des Gerätes explizit zustimmen. Und wenn man sich Apps installiert, die Daten weitergeben, ist man selbst schuld.
        Und ein Buch wiederum verrät viel über die/den Leser(in): sag mir, was du liest und ich sage dir, wer du bist. Auch eine Art Bruch der Privatsphäre.

      • Mogwai vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Die meiste Kommunikation findet heutzutage im Internet statt,so traurig es auch klingen mag für manch einen ,deswegen nutzt man auch oft WA,FB /Messenger und andere Dienste.

        Und warum sollte man das alles aufgeben wollen ?

      • Frk vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Aus den von CF genannten Gründen, warum sonst?

      • DiDaDo vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Es geht um Zeitüberbrückenug. Egal was ich in der Hand habe und konsumiere. Wenn ich kein Smartphone hätte, würde ich was anderes in die Hand nehmen oder das Muster der Raufasertapete ansehen.
        Wenn ich mir Apps anschaue, hebelt das meine Privatspähre auch nicht aus.

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