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Europäischer Datenschutztag: So schützt Ihr Eure Daten auf dem Smartphone

Europäischer Datenschutztag: So schützt Ihr Eure Daten auf dem Smartphone

Bereits zum 14. Mal in Folge jährt sich heute der Europäische Datenschutztag. Das Ziel des Aktionstags ist es, uns eingehender mit dem Datenschutz vertraut zu machen. Ein großer Schritt stellt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) dar, die unsere Privatsphäre bei kleinen wie großen Online-Dienstleistern (beispielsweise Facebook oder Google) stärker ins Zentrum rückt. Wir zeigen Euch die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen von Facebook, Google und WhatsApp, und verraten, welche alternativen Dienstleister es mit dem Schutz eurer Daten wirklich ernst nehmen.

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Alle Jahre wieder: 14 Jahre Europäischer Datenschutztag

Der Europäische Datenschutztag wurde 2007 als Aktionstag vom Europarat ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr gefeiert. Hierbei Fällt der Tag auf den 28. Januar, wobei das Datum dabei kein Zufall ist. Geehrt wird damit nämlich ebenfalls die Unterzeichnung der Europäischen Datenschutzkonvention, die am 28. Januar 1981 stattfand.

Das Ziel hinter dem Aktionstag ist es, die europäischen Bürger stärker mit dem Datenschutz vertraut zu machen. Und das scheint auch dringend nötig zu sein, denkt man an die Tricks, mit denen Webseiten-Betreiber an unsere Daten gelangen wollen.

Seit 2008 nehmen auch Kanada und die Vereinigten Staaten an der Initiative teil. Sie feiern am 28. Januar den Data Privacy Day.

Privatsphäre-Schutz durch Android-Funktionen

Sichert den Sperrbildschirm

Eine gute Displaysperre ist einer der einfachsten Schritte zu mehr Sicherheit. Nur wer Euren Code kennt, kann Euer Smartphone bedienen. Zur Auswahl stehen Sperrmuster, vierstellige PIN oder ein Passwort. Den Sperrbildschirm konfiguriert Ihr in den Einstellungen unter dem Punkt Sicherheit. Dieser Code verbessert außerdem die Geräteverschlüsselung. Ein so verschlüsseltes Smartphone ist für Diebe in vielerlei Hinsicht unattraktiv, da sich dessen Speicher nicht auslesen lässt und es dank der Reaktivierungssperre auch nach dem Zurücksetzen nur als Ersatzteillager zu verwenden ist.

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In den Einstellungen kann unter Sicherheit eine Display-Sperre eingerichtet werden. / © AndroidPIT

Entfernt nicht die SIM-PIN

Auch wenn das Smartphone damit ein wenig schneller startet: Lasst Euch nicht dazu verleiten, die PIN-Sperre der SIM-Karte zu entfernen. Kann ein Dieb ungehindert Eure Telefonnummer verwenden, hilft ihm das bei Zwei-Faktor-Authentifizierung oder beim Identitäts-Diebstahl in einfach verifizierten Chat-Apps wie WhatsApp, Telegram oder Signal. Schlimmstenfalls kann er Euer Online-Banking nutzen, da er SMS-TANs erhält. Aber vor allem und am einfachsten könnte er so auf Eure Kosten telefonieren.

Prüft und entzieht App-Berechtigungen

Ihr würdet staunen wenn Ihr seht, was App-Entwickler über Euch wissen. Viele Daten könnt Ihr ihnen verwehren, wenn Ihr App-Berechtigungen regelmäßig prüft und entzieht. Die App "Bouncer" kostet nur einen Euro, übernimmt jedoch die Rolle des Berechtigungs-Hausmesiters auf Eurem Smartphone.

androidpit bouncer
Bouncer entzieht installierten Apps die Berechtigungen wieder. / © ANDROIDPIT

Installiert System-Updates

Wichtige Updates der Hersteller sollten in jedem Fall installiert werden, um eventuelle Sicherheitslücken zu schließen. Für Eure Privatsphäre ist das relevant, da Angreifer durch diese Lücken Eure SMS, E-Mails, Fotos und die restlichen Daten zum Teil drahtlos von Eurem Gerät kopieren können, ohne dass Ihr es bemerkt. Das könnt Ihr leicht vermeiden.

Die Benachrichtigung über verfügbare Updates trudelt inzwischen bei vielen Geräten monatlich ein. Ignoriert sie nicht, sondern macht Euer Smartphone wieder sicher. Die Installation des Updates dauert bei neueren Smartphones nicht mehr lange. Denn dank einer zusätzlichen Partition können Updates im Hintergrund installiert und nach einem Neustart aktiviert werden.

AndroidPIT lineage os hero
Lineage OS ersetzt veraltete Hersteller-Firmware und macht alte Smartphones wieder sicher. / © AndroidPIT

Ist kein offizielles Update mehr erhältlich, lohnt die Suche nach einem kompatiblem Custom-ROM für Euer Gerät. So bringt Ihr selbst ein betagtes Samsung Galaxy S5 wieder auf den Stand der Dinge. In diesem Zuge könnt Ihr auch gleich auf ein ROM mit MicroG-Framework setzen, um Spionage durch Google zu unterbinden.

Verwendet unterschiedliche Nutzerprofile oder private Bereiche

Nutzt Ihr unterschiedliche Google-Konten (etwa geschäftlich und privat), könnt Ihr sie in zwei Speicherbereichen auf eine Smartphone voneinander trennen. Leider implementieren nicht alle Smartphone-Hersteller das Android-Feature in ihrer Benutzeroberfläche, um unterschiedliche Nutzerprofile zu erstellen.

Huawei/Honor etwa interpretiert das Feature auf eine eigene Weise und verwendet so genannte private Bereiche. Samsung erstellt für bestimmte Apps den App-Twin. Auch diese werden durch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen geschützt und trennen die Speicherbereiche sicher voneinander.

Heftet eine einzelne App an

Soll eine einzelne App immer im Vordergrund bleiben und auch der Home-Button gesperrt werden, könnt Ihr seit Android 5.0 Lollipop einzelne Apps im Vordergrund anheften. Diese Funktion müsst Ihr zunächst in den Sicherheitseinstellungen unter "Bildschirm anheften" aktivieren. Anschließend ist die kleine Stecknadel in der rechten unteren Ecke einer jeden App-Vorschau in der App-Übersicht zu sehen. Für volle Sicherheit aktiviert Ihr zusätzlich die Bildschirmsperre, bevor die Bildschirmfixierung aufgehoben wird.

android 50 lollipop bildschirmfixierung
Fixiert Ihr bestimmte Apps, könnt Ihr Euer Smartphone getrost aus der Hand geben. / © AndroidPIT

Privatsphäre-Einstellungen von Facebook, Google und Co. anpassen

Google-Standortdienst: Ortung für Euch und niemanden sonst

Verliert Ihr Euer Smartphone oder wird es Euch gestohlen, könnt Ihr es aus der Ferne orten. Der Standortdienst zeichnet leider ununterbrochen Daten auf, so dass Euch Google oder bekannte Sicherheitsbehörden unbemerkt verfolgen können. Schaltet also zumindest die Aufzeichnung Eures Bewegungsprofils bei Google ab. Anderen Standort-sensitiven Apps wie Mobike solltet Ihr die entsprechende Berechtigung entziehen (siehe oben).

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Google kennt Euer Bewegungsprofil. Löscht wenigstens den Verlauf. / © AndroidPIT

Jetzt ist es wichtig, dass Ihr den Standortdienst in Eurem Sinne nutzt und nicht unnötig viele Daten an Google weitergebt. Wie Ihr diese und viele weitere ominöse Google-Aufzeichnungen unterbrechen, beenden oder löschen könnt, haben wir im großen Spezial-Artikel erklärt.

Bedenkt, dass Euer Smartphone den Standort nicht nur mit Google teilt. Auch Euer Mobilfunkanbieter weiß zumindest über seine Funkzellen-Triangulation jederzeit, wo Ihr seid. Macht Ihr einen Notruf, ist dies natürlich von Vorteil. Denn dann kann der Mitarbeiter in der Notrufzentrale Eure Position ermitteln, wenn Ihr sie selbst nicht genau beschreiben könntet.

Facebook-Privatsphäre verbessern

Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk. Viele Menschen halten fast ausschließlich darüber Kontakt mit Bekannten oder Freunden. Einige Dienstleistungen und Veranstaltungen werden ausschließlich dort organisiert. Einmal angemeldet, könnt Ihr Fotos, Links und Texte mit Freunden oder in Eurer Filterblase teilen. Damit Ihr oder ein Fremder keine peinlichen Sachen über Euch veröffentlicht, solltet Ihr Eure Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig überprüfen. Im separaten Artikel zeigen wir Euch, wie das geht.

Aber auch wenn die App nicht geöffnet ist, sammelt und sendet sie fleißig Daten. Deinstalliert sie also soweit es Euch möglich ist. Dafür braucht Ihr bei manchen Smartphone-Herstellern sogar eine Verbindung zu einem Computer und müsst mit einer Kommandozeile arbeiten, siehe unsere Anleitung.

Eine paranoide Alternative für Facebook sowie den Messenger stellt die Open-Source-App SlimSocial dar. Die App sieht aus wie die Facebok-App vor fünf Jahren, ist wenige hundert Kilobytes groß (das ist 200 mal weniger als die Play-Store-App) und hat eine Chat-Funktion direkt in der App. Alles sieht etwas schlechter aus als im Original, stoppt aber den Datenfluss im Hintergrund.

WhatsApp-Privatsphäre

Bei Facebooks Chat-Dienst sind Euch Datenschutz-technisch die Hände gebunden. Während die Chats an sich Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden, sind die kompletten Meta-Daten für Facebook einsehbar. Das heißt, die Zentrale weiß, wer wann mit wem wie lange kommuniziert hat. Hinzu kommt, dass Eure Telefonnummer quasi öffentlich ist. Sobald Euch ein Kontakt in eine Gruppe zieht, was Ihr inzwischen in den Einstellungen verhindern könnt, kann jeder in jener Gruppe Eure Telefonnummer sehen, speichern und weitergeben. Das kündigt WhatsApp zwar in der Nutzungsvereinbarung an, könnte Euch aber trotzdem überraschen. Gefällt Euch das nicht, empfehlen wir Euch Alternative Chat-Dienste.

WhatsApp paranoid nutzen

Seid Ihr dennoch auf den Messenger angewiesen (ich weiß, der Gruppenzwang ist auf Dauer erdrückend), könnt Ihr WhatsApp unter einer anderen Handynummer als Eurer Hauptnummer verwenden. Bei der Einrichtung könnt Ihr WhatsApp den Zugriff auf Eure Kontakte verwehren, damit diese nicht gleich zu Facebook kopiert werden. Wer dann mit Euch Kontakt aufnehmen will, soll Euch einzeln auf einem anderen Kanal nach Eurer dedizierten WhatsApp-Nummer fragen.

Alternativen mit mehr Privatsphäre

Android ohne Google verwenden

Man kann Android auch ohne Google-Apps und -Dienste verwenden. Die zuverlässige Variante wäre, die komplette Betriebssystem-Partition zu überschreiben. Doch das geht nur mit manchen Smartphones, ist kompliziert und kostet Euch eventuell die Gewährleistungsansprüche. Dank einer Zusammenarbeit der Entwickler des Google-Dienst-Ersatzpaketes microG mit dem Team hinter Lineage OS konnten viele Probleme mit einem Google-freien Android im Alltag behoben werden.

Browser und Suchmaschine

Ersetzt Ihr Chrome und Google durch Firefox Klar oder gar den TOR Browser und DuckDuckGo, wird es für Website-Betreiber deutlich komplizierter, Euer Surfverhalten zu analysieren. Denn beim Verlassen der Website oder wenigstens beim Schließen des Browsers löschen sie Eure Spuren. Websites können so nur mit größerer Mühe ein Nutzerprofil von Euch erstellen.

VPN-Clients in fremden WLANs verwenden

WLANs sind nur eingeschränkt sicher; insbesondere wenn Ihr nicht wisst, wer noch damit verbunden ist. Verschlüsselt also die Internetverbindungen Eurer eigenen Geräte über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN). Wie Ihr dies einrichtet und welche mitunter kostenlosen Dienste sich hierfür anbieten, zeigen wir Euch in einem separaten Artikel:

Listen mit Alternativen zu populären Apps und Diesten

Im Netz tummeln sich reichlich Informationen, warum wir Apps wie Facebook, WhatsApp, Google und Co. nicht trauen sollen. Beim Prism-Break erhaltet Ihr für jede davon eine datenschutzfreundliche Alternative angeboten. Im Wiki des "Degoogle"-Subreddit erhaltet Ihr überdies eine Liste alternativer Webdienste, um Eure Kalender, Kontakte und dergleichen privat zu sichern.

Privatsphäre: Eure Kontrolle ist leider begrenzt

Ein komplett datenschutzfreundlicher Betrieb eines Smartphones ist quasi unmöglich. Sobald Ihr Euch mit dem Mobilfunknetz verbindet, kann Euer Provider Euch orten. Und sobald Ihr eine Datenverbindung aufbaut, sendet Euer Smartphone Telemetrie-Daten an etliche Dienste; teils anonymisiert und teils nicht.

Wirklich besser machen will es nur Purism mit dem Librem 5. Das soll Killswitches für GPS, GSM, Mikrofon und weitere Bauteile haben, mit denen Ihr dem Smartphone physisch die Berechtigung entzieht, Euch zu beobachten. In der Praxis hat aber auch dieses Gerät mit Startschwierigkeiten zu kämpfen (siehe Blog-Post).

Mit Eurem bestehenden Android-Smartphone und bei der Nutzung vermeintlich kostenloser Dienste wie Gmail, Facebook, WhatsApp oder Google Maps müsst Ihr Euch entscheiden: Seid komplett anonym oder zahlt den Preis mit einem Teil Eurer Privatsphäre.


Der Artikel erschien erstmals Weihnachten 2014. Er wird seitdem um neue Erkenntnisse erweitert und kontinuierlich aktualisiert, da viele Leser ihn über eine Suchmaschine erreichen. Die hierunter entstandene Diskussion enthält wichtige Ideen zum Inhalt, bezieht sich jedoch mitunter auf inzwischen gelöschte Bereiche des Artikels. Wir bitten um Verständnis.

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Top-Kommentare der Community

  • C. F.
    • Blogger
    22.04.2016

    Von norton security gibt es diesbezüglich einen sehr passenden Artikel:

    "WARUM IST DIE PRIVATSPHÄRE IM INTERNET WICHTIG?

    Wie wichtig die Privatsphäre im digitalen Zeitalter ist, kann man erst verstehen, wenn man genau weiß, was damit gemeint ist. Erst dann kann man ihre Bedeutung richtig einschätzen. Nur allzu oft sind Internetnutzer der Meinung 'Ich tue nichts Unrechtes, deshalb habe ich auch nichts zu verbergen '. Mit diesem Mythos möchten wir hier aufräumen. Tatsache ist: Recht oder Unrecht, wir haben sehr wohl einiges zu verbergen.

    "WIR ALLE HABEN ETWAS ZU VERBERGEN. DAS KÖNNEN DIE HÖHE UNSERES GEHALTS, UNSERE KRANKENAKTE ODER UNSERE BANKKONTONUMMER SEIN. ETWAS ZU VERBERGEN IST AN SICH NICHTS SCHLECHTES."

    PRIVATSPHÄRE – WAS IST DAS?

    Privatsphäre ist, wenn Sie vor dem Schlafengehen die Vorhänge zuziehen. Privatsphäre ist die Untersuchung bei Ihrem Hausarzt hinter geschlossenen Türen. Während wir uns in unserem Alltagsleben über diese Art der Privatsphäre kaum Gedanken machen, ist das Konzept von Privatspäre im digitalen Umfeld nicht so greifbar. Das liegt in erster Linie daran, dass manche Menschen einfach eine falsche Vorstellung davon haben, was digitale Privatsphäre eigentlich ist.

    WAS GENAU VERSUCHEN WIR ZU SCHÜTZEN?

    Manche glauben, dass es nur um das geht, was sie tun. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Online-Privatsphäre betrifft weniger das, was Sie tun, sondern vielmehr wer Sie sind UND was Sie tun. Daten im Internet sind für andere wertvoll. Sie werden gestohlen, verkauft, gesammelt und analysiert.

    Die Privatsphäre hat viele Facetten. Dabei geht es um das, was Sie tun, und wer Sie sind. Wer sie sind, wird durch Ihre personenbezogenen Daten verkörpert – Name, Geburtsdatum, Anschrift, Sozialversicherungsnummer, Telefonnummern und zahlreiche weitere Daten. Das, was Sie tun, sind die Suchen, die Sie durchführen, die Websites, die Sie besuchen, die Artikel, die Sie lesen, und sogar, was Sie im Internet einkaufen.

    Sobald Sie eine App herunterladen, eine Website besuchen oder in sozialen Medien unterwegs sind, können Sie davon ausgehen, dass das jeweilige Unternehmen Daten über Sie sammelt. Inzwischen erledigen wir unglaublich viele Dinge mithilfe unserer Computer und Mobilgeräte. Wir kaufen ein, holen uns medizinischen Rat, buchen Urlaube, sind mit Freunden und Verwandten in Kontakt und erledigen noch tausend andere Dinge über das Internet. Mit all diesen Aktivitäten hinterlassen Nutzer ungewollt eine breite digitale Spur aus Daten über ihre Person. Auch wenn dies nicht unbedingt personenbezogene Daten sind, zeichnen diese Unternehmen dennoch Ihre Online-Aktivitäten auf und sammeln diese Informationen, um sich ein besseres Bild von Ihnen zu machen.

    WOZU KÖNNEN DIESE DATEN VERWENDET WERDEN?

    Ein vollständiger Datensatz über eine Person kann ein nettes Sümmchen einbringen – und zwar ganz legal. Inzwischen gibt es so genannte 'Datenbroker', die Daten über Millionen von Menschen sammeln und speichern. Die Daten werden von ihnen analysiert, zu Paketen zusammengestellt und dann ohne Wissen oder Erlaubnis des Benutzers verkauft. Datenbroker sammeln und verkaufen Informationen zu verschiedenen Zwecken an andere Unternehmen, beispielsweise für gezielte Werbung, Bonitätsprüfungen und Direktmarketing. Diese Daten sind jedoch in der Regel anonymisiert und enthalten keine personenbezogenen Daten.

    WARUM IST PRIVATSPHÄRE WICHTIG?

    Wir alle haben etwas zu verbergen. Das können die Höhe unseres Gehalts, unsere Krankenakte oder unsere Bankkontonummer sein. Etwas zu verbergen ist an sich nichts Schlechtes. Derartige Informationen gehören bestimmt nicht zu den Dingen, von denen Sie möchten, dass sie in Ihrem sozialen Netzwerk für alle Welt sichtbar verbreitet werden. Daher sollten wir darauf bedacht sein, unser Recht auf Privatsphäre zu schützen.

    Anfang des Jahres kaufte eine junge Frau einige harmlose Dinge wie Wattebäusche, eine unparfümierte Lotion und einige Vitamine im Internet. Aufgrund dessen, was das Unternehmen bereits über sie wusste, konnte es richtig vorhersagen, dass sie schwanger war, und schickte ihr per Post Coupons für Babyartikel. Das Dumme war nur, dass sie ein Teenager war und diese Coupons ihrem Vater (sehr zu seiner Bestürzung) verrieten, dass sie tatsächlich schwanger war.

    Denken Sie immer daran: Ihre Privatsphäre gehört IHNEN. Es sind Ihre Informationen, Ihre Gewohnheiten, Ihre Verhaltensmuster und Ihre Aktivitäten. Deshalb sollten Sie alles tun, um sie zu schützen."

    [Quelle: de.norton.com ]

    Und dazu gehören, wie im Artikel auch treffend formuliert, Alternativen zu WhatsApp, Google und co, als da wären z.B. Threema, wire oder Signal als Messenger, Startpage als Suchmaschine, protonmail als sicherer Mailclient für verschlüsselten Mailverkehr, und...und...und...

    Auch interessant zu lesen:

    http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2016-04/bundesrat-whatsapp-skype-vorratsdatenspeicherung

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Messenger-Bundesrat-will-WhatsApp-Skype-Co-schaerfer-regulieren-3181539.html

    http://www.tagesschau.de/inland/datenschutz-messenger-101.html?_sm_byp=iVVgw1VWTN1MVrv7

    "Die verarbeiteten Verbindungs- und Standortdaten sowie die Kommunikationsinhalte hätten damit ein "deutlich geringeres Schutzniveau". Nutzer könnten aber oft gar nicht unterschieden, welche technische Lösung bei Apps greife und welch unterschiedlichen rechtlichen Folgen daraus erwüchsen."....da denke ich gleich an WhatsApp...

    http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Warum-Whatsapp-nicht-wirklich-sicher-ist-1423734919

    "Die kernigen Sprüche der Whatsapp-Macher haben vor allem zwei Ziele: Der Anwender soll beruhigt werden, weil böse Geheimdienste ihn von jetzt an angeblich nicht mehr abhören können. Und da wäre noch die wachsende Konkurrenz anderer Krypto-Messenger, die man damit in die Schranken verweisen will..........Von echter „Abhörsicherheit“ ist Whatsapp somit noch meilenweit entfernt. Wie die aussieht, exerziert die aus der Schweiz stammende Messenger-App „Threema“ vor. Sie lässt sich gänzlich ohne Angabe von Handy-Nummer oder Mailadresse nutzen. Kontaktlisten der Nutzer werden zudem dezentral verwaltet, damit keine unnötigen Metadaten anfallen. Nicht zu vergessen: Die Threema-Server stehen außerdem in der Schweiz – und die ist um einiges datenschutzfreundlicher als die USA."

    Dem wäre dann nichts mehr hinzuzufügen.

  • Frk 03.11.2016

    Super Artikel. Diesen und das statement von C.F. sollte man zur Pflichtlektüre machen. Ich verstehe nicht, warum das ganze Thema so vielen Leuten egal ist....

140 Kommentare

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  • Spy WHATSAPP FACEBOOK si necesita hackear el teléfono celular, whatsapp o Facebook, registros de llamadas y chat snap, tal vez esta información puede servirmejor para hackear whatssap pero si necesita hackear un whatsapp recomiendo a esta persona su whatsapp es: + 17403158738
    Hace muy buen trabajo testifico de esto ya que nunca se necesita dinero porque utiliza ESCROW donde pones tu dinero de forma segura, gracias a su trabajo pude descubrir las mentiras de mi marido que me estaba engañando, su correo electrónico; Cyberspyclown a gmail . Com


  • Informativer Artikel, ich gehe immer davon aus, dass alle Maßnahmen im Endeffekt nicht viel bringen, aber es beruhigt ein wenig und das ist auch wichtig. Datensicherheit gibt es heute nicht (mehr) und weniger Daten veröffentlichen/ins Handy eintragen ist die einzige Maßnahme von der ich noch etwas Schutz erwarte...aber tun sollte man dennoch was, denn es wird ja durch all die möglichen Maßnahmen immerhin auch ein wenig schwerer an die Daten ranzukommen.


  • Am Ende wieder nur Panikmache. Die Tatsache, dass ich weiß, dass Digitalisierung, Vernetzung und Kommunikation im smarten Zeitalter nur geht, wenn Daten ausgetauscht werden, ist für mich auch gleichzeitig eine erteilte Berechtigung, die Daten zu verwenden, die zur Sicherstellung dieser Funktionen notwendig sind.

    Die Sicherheit der privaten Daten aus sensiblen Bereichen des Lebens, also Dinge wie "Krankenakten", "Zeugnisse", "Zahlungsdaten" und was weiß ich noch alles, werden zu einem Großteil von denen verantwortet, die diese Daten speichern oder verwalten. Andere Daten wie "ein Paket von Eis oder Amorelie"... juckt mich nicht die Bohne, ob mein Nachbar oder meine Eltern das wissen. Ehrlichkeit hilft in diesem Umfeld doch am besten.

    Besonders auf einem Kontinent, wo Datenschutz doch offenbar so groß geschrieben wird, erwarte ich irgendwie auch, dass ich über die normalen Kanäle nicht in die Verlegenheit komme, Anwendungen zu verwenden, welche die Sicherheit dieser Daten gefährden.

    Zwar habe ich auch eine "Grundabwehr" errichtet und verwende VPN, PW-Manager und den Windows Defender (der inzwischen ein richtiges Powerhouse geworden ist und sogar kostenpflichtige Lösungen teilweise locker in den Schatten stellt) und einen RFID-Blocker als Teil meiner Brieftasche, aber dann ist auch gut. Mein Smartphone profitiert von VPN und PW-Manager mit. Einen AntiVir habe ich da noch nie benutzt, wenngleich ich regelmäßig prüfe, aber bisher ohne "Erfolg".

    Social Media nutze ich als reine Informations-Plattformen und kommuniziere immer persönlich - mit einem Minimum an Details und ohne Zugriff außerhalb der wirklichen Freunde. Ich stelle mein Leben nicht ins Netz, habe aber Mitglied mit all denen, die mit 14 halbnackt bei Insta posieren und sich wundern, warum irgendwelche kranken Idioten vor dem Haus rumlungern. Allerdings wird das Mitleid von resignierendem Kopfschütteln über die Dummheit oder fehlende Aufklärung des "Insta-Models" überschattet.

    Ich bin mir sicher, dass ich im Netz spuren hinterlasse. Bin mir aber auch sicher, dass es sich für einen Dritten nicht wirklich lohnt, sie zu verfolgen.


  • Das zum Thema: t3n.de/news/avast-antivirus-koennte-nur-fuer-1246449/


  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    "Wir wissen, wo du bist. Wir wissen, wo du warst. Wir wissen mehr oder weniger, worüber du nachdenkst..."

    Zitat von Eric Schmidt, der damals CEO von Google war. Sollte zum Nachdenken anregen.


    • Genau das ist der Punkt. Das Kind liegt schon lange im Brunnen. Niemand arbeitet umsonst. Selbst wenn es Geld kostet sind die Mechanismen der Datenerfassung schon eingebaut.


  • Privatsphäre und Smartphone? In dem ganz einfacher das Smartphone kein zweiter in Hände bekommt.


  • Manchmal denke ich, mit meinem Smartphone habe ich auf alle Zeiten meine Privatsphäre aufgegeben...


  • wart mal kurz: HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA


  • Hallo, ich möchte auch gerne wieder zu Android wechseln, weil ich Apple momentan einfach nur noch frech finde und genau dieses Thema hier (und noch ein paar kleine Synchronisationsproblemchen mit Mac usw.) lassen mich noch zögern.
    Mal ehrlich, Android ist Google und so wie wir die Smartphones einschalten, hat und verwendet Google alle Daten von uns..Haken setzen hin oder her...
    In deren AGB steht doch sogar drinnen, dass die Rechte aller Daten, die auf deren Server liegen, Google hat. Wer deren Apps nutzt......Mit Apps von Drittanbietern mag das ja anders sein, aber wenn ich Google nutze, haben die meine Daten und können die theoretisch auch einfach komplett löschen, ohne dass ich rechtlich was dagegen tun könnte.
    Oder sehe ich da irgendetwas falsch?


    • Ja tust Du. Leider alles.
      Also erstmal handelt es sich bei "Daten, die auf Google Servern liegen" nicht um Software, die auf deinem Smartphone installiert ist. Daten sind Nutzerdaten und solche Daten, die mit deinen Nutzerdaten in Zusammenhang stehen. Beispielsweise lernt Google Maps deine Routen kennen, optimiert sie und erkennt irgendwann, wie Du zur Bewältigung deines Tages die besten Routen fährst. Das sind Bewegungsdaten und sicher noch ein paar mehr, die dann im Zusammenhang mit deinen Nutzerdaten (sprich: Email/Passwort) stehen. Dennoch könnte es theoretisch sein, dass ein Software-Update das Teil nicht mehr nutzbar macht. Aber a) passierte das so noch nicht und b) gibt es dafür normalerweise schnelle Lösungen. Daten werden dabei aber eigentlich nicht wirklich gelöscht. Auch hier: Kann auch alles bei Apple passieren.

      Was dein Smartphone angeht, hast Du dir mit dem Kauf das Recht gesichert, es zu nutzen und zu bedienen. Es ist deins. Die Hardware, die Software. Google kann da nichts löschen, sondern im Schlimmsten Fall auf deren Servern deine Nutzerdaten löschen, was dann dazu führen würde, dass Du dich mit diesem Nutzer nicht mehr anmelden kannst.

      Aber: Warum sollte das Google machen? Die haben ein enormes Interesse daran, dass Du Android benutzt. Und außerdem: Das Recht auf Löschen der Daten ist ein beidseitiges Recht. Durch die DSGVO hast Du ein Recht auf Datenauskunft, Datenkorrektur, Datenlöschung und das Recht auf Vergessen. Ohne Angabe von Gründen. Übrigens: Apple räumt sich das gleiche Recht ein, was auch wichtig ist, weil sie im Fall von "verloren gegangenen Daten" wohl rechtlich ein paar Probleme bekämen


      • Es ging doch darum, wer meine Daten einsehen kann. Und Google, sowie Apple können es, es sei denn, die Daten wurden durch uns selbst verschlüsselt hochgeladen oder auf dem Gerät verschlüsselt.


      • Aber ist das nicht irgendwie fast "normal" :)


  • C. F.
    • Blogger
    03.11.2018 Link zum Kommentar

    "Hier zeigen wir Euch die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen von Facebook, Google und WhatsApp ..."

    Wer diese Dienste nutzt, hat jegliche Ansprüche auf Privatsphäre verwirkt, da dort der Nutzer das Produkt ist.


    • Naja... Nutzen und Nutzen. Man kann Facebook nur "lesen" und wirklich beschränken oder sein halbes Leben dort posten. Ich like nichts, ich teile nichts. ich kommuniziere nur im Messenger. Sicher wissen die dennoch was über mich, aber nicht ansatzweise so viel wie über andere. Likes und Shares sind deutlich mehr "wert" als der Nutzer selbst.


  •   45

  • Wo ist der Aspekt, die Privatsphäre seiner Kontakte zu beachten und bewahren?

    trixi


    • Guter Punkt. Die "Kontakte-Berechtigung" sollte prinzipiell immer optional sein und wenn die Funktion einer App davon abhängt, sollte das schon Misstrauen hervorrufen. LinkedIn und Twitter funktionieren 1A, ohne dass Ihr den Netzwerken eine Kopie Eures Adressbuchs schenkt.

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