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3 Min Lesezeit 25 Kommentare

Tim Cook hält Datenschutzbestimmungen in der Technologiebranche für "unvermeidlich"

Es war ein weiteres Jahr, das von Skandalen um die Privatsphäre im Silicon Valley heimgesucht wurde. Inmitten der Kontroversen hat es Apple geschafft, relativ sauber zu bleiben. CEO Tim Cook hat auch die Überwachungspraktiken und die zügellose Datenerfassung entschieden verurteilt. In einem Interview mit Axios auf HBO sagte Cook, dass die Regulierung in der Technologiebranche heute "unvermeidlich" ist.

Obwohl der CEO von Apple zumindest darauf verzichtet hat, Namen zu nennen, richten sich seine jüngsten Kommentare hauptsächlich an Facebook. Es ist die jüngste seiner vielen leicht verschleierten Kritiken gegen das Social Media Network. Sie sind jedoch nicht unberechtigt. Die fragwürdigen politischen Manöver von Facebook wurden letzte Woche in einem vernichtenden Bericht der New York Times enthüllt. Das Unternehmen benutzte eine PR-Firma - Definers Public Affairs -, um Kritiker zu beschimpfen und die Aufmerksamkeit auf andere Tech-Riesen, darunter Apple, zu lenken. 

google vs facebook
Die Schmierkampagnen von Facebook richteten sich oft gegen Wettbewerber. / © Imaginative group

Laut der Financial Times wurde berichtet, dass "eine Definers-Tochtergesellschaft namens NTK Network Dutzende von Artikeln veröffentlicht hat, in denen Apple und Google wegen "unrühmlicher Geschäftspraktiken" bombardiert wurden, darunter auch Herr Cook, der wegen Kritik an Facebook gegenüber dem Datenschutz scheinheilig war".

Während seines Axios-Interviews gab Tim Cook jedoch zu, dass er kein "großer Fan von Regulierung" sei und auch wenn er eigentlich an den freien Markt glaubt, ist er überzeugt davon, dass es so einfach nicht funktioniert. Cook sagte auch: "Oft ist es nicht so, dass der Erschaffer das Böse tun wollte, sondern einfach nicht gesehen wurde, wie es auch mit bösen Absichten eingesetzt werden kann". Diese Aussagen sind nicht heuchlerisch, sondern stehen im Einklang mit seinen früheren Forderungen nach einer amerikanischen Version der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Doch als er nach Apples Beziehung zu Google gefragt wurde - einem Technologie-Riesen mit seinen ganz eigenen Datenschutzskandalen -, ging Cook der Frage aus dem Weg. Apple erhält derzeit jedes Jahr Milliarden von Google, um die Suchmaschine als Standard für Apple-Produkte beizubehalten. Warum? Der CEO behauptet, dass es daran liegt, dass Googles Suchmaschine "die Beste" ist.

Cook erklärte auch, dass Safari Optionen zum Schutz der Privatsphäre des Benutzers hat, unabhängig davon, welche Suchmaschine er verwendet: "Sieh dir an, was wir mit den Steuerungen gemacht haben, die wir eingebaut haben. Wir haben privates Webbrowsing. Wir haben eine intelligente Tracker-Prävention. Was wir versucht haben, ist, Wege zu finden, um unseren Benutzern im Laufe des Tages zu helfen. Es ist keine perfekte Sache. Ich wäre die allererste Person, die das sagen würde. Aber es ist ein langer Weg, um zu helfen."

Schließlich kam der Apple-CEO zu dem Schluss, dass die Wahl zwischen Datenschutz und Innovation eine falsche ist. Man kann nur hoffen, dass weitere Unternehmen diesen Slogan übernehmen.

Quelle: Financial Times

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Top-Kommentare der Community

  • Klaus Trofob vor 3 Wochen

    Wenn Apple es schafft durch solche Aussagen (und auch entsprechendes eigenes Handeln) das Image als quasi Datenschützer der Kunden zu etablieren bzw. zu stärken, dann wäre das ein starkes Alleinstellungsmerkmal, das tatsächlich Kunden zum Wechsel motivieren könnte.
    Je mehr Google Daten sammelt und je mehr sich die Leute dessen bewußt sind, umso stärker wird die Bereitschaft zu wechseln.

  • Klaus Trofob vor 3 Wochen

    a) Klingelschilder haben nichts mit der DSGVO zu tun. Da gab es diverse Richtigstellungen zu dem Thema.
    b) Das Recht am eigenen Bild existierte bereits vor der DSGVO. An den Regelungen hat sich durch die DSGVO so gut wie nichts geändert. Bspw. ist auch weiterhin keine Einwillig nötig, wenn es sich um zeitgeschichtliche Geschehen handelt, bei denen Einzelpersonen nur Beiwerk sind (bspw: Aufnahmen von Demonstrationen, etc.)

    Eigentlich zeigen deine Punkte eher die Verunsicherung und Panik, mangels konkreten Informationen und Handlungsrichtlinien für den einzelnen, anstatt die Unsinnigkeit der DSGVO.

  • Sandtiger vor 3 Wochen

    Der Datenschutz wird überhaupt nicht übertrieben.
    Endlich werde ich gefragt und kann die Löschung verlangen.

    Wurde auch höchste Zeit.

    Die meisten Meckerköpfe haben überhaupt keine Ahnung worum und warum es geht und schon gar keine Lust sich damit auseinander zusetzen.

    Sicher, am Arbeitsplatz macht es etwas mehr Arbeit. Aber letzten Endes ist das Aufwand eher gering.

    Der Reißwolf dein Freund und Helfer.

  • C. F.
    • Blogger
    vor 3 Wochen

    "Obwohl der CEO von Apple zumindest darauf verzichtet hat, Namen zu nennen, richten sich seine jüngsten Kommentare hauptsächlich an Facebook. Es ist die jüngste seiner vielen leicht verschleierten Kritiken gegen das Social Media Network. Sie sind jedoch nicht unberechtigt. "

    Und die Kindergartenreaktion von Zuckerschnute ist, dass alle facebook-Manager jetzt Android-Smartphones benutzen müssen. Wow! Da haben wir es Apple ja jetzt so richtig gezeigt.

25 Kommentare

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  • Completely Agreed with his Statement !


  • Was bedeutet denn Datenschutz eigentlich bzw. wer weiß schon Bescheid ob die eigenen Daten wirklich sicher sind bzw. was mit denen passiert?? Das Thema existiert schon seit der Steinzeit und nicht erst mit dem Internet.


    • > Das Thema existiert schon seit der Steinzeit und nicht erst mit dem Internet.

      Das ist nicht richtig! Das Thema kam Mitte des 20. jahrhunderts durch die Verbreitung von elektronischer Datenverbeitung auf.

      > Was bedeutet denn Datenschutz eigentlich

      Datenschutz umfasst mehrere Aspekte.

      Am ehesten wird man an Privatsphäre und die sogeannte "informationelle Selbstbestimmung" denken. Letzteres besagt, dass niemand anderes als man selbst darüber entscheiden darf, wer welche Daten erhält.

      Es betrifft aber auch den Schutz der Daten vor mißbräuchlicher Nutzung und Veränderung. Das bedeutet, dass der Übertragungsweg Einblicke und Veränderung ausschließen muss. Aber auch die Zugriffe zum Beispiel in Firmen und Ämtern darf nur Personen gestattet sein, die dies für ihre Tätigkeit benötigen.

      Es bedeutet aber auch, dass Daten nicht unbemerkt verändert werden dürfen. Man muss sicherstellen sein, dass die Daten, die man erhält auch von der Person sind, für die sich die Gegenstelle ausgibt und dass niemand dazwischen unbemerkt etwas verändert hat.

      > wer weiß schon Bescheid ob die eigenen Daten wirklich sicher sind bzw. was mit denen passiert

      Deshalb gibt es die DSGVO. Laut der muss jede datenverarbeitende Stelle genau informieren, welche Daten Sie zu welchem Zwecken erhebt.

      Deshalb gibt es Informationspflichten, wenn es Datenlecks gab.

      Natürlich muss man den Angaben vertrauen. Ist das Vertrauen gestört, gibt es staatliche Stellen, die genauer untersuchen können, ob die Zusagen auch eingehalten wurden. Das vertrauen können Firmen und Ämter dadurch stärken, dass Sie unabhängie Audits durchführen lassen, bei denen ebenfalls geprüft wird, ob die Zusagen eingehalten werden. Während den Audits werden nicht selten auch Verbesserungen in den Prozessen vorgenommen.

      Man kann auch den Auditoren mißtrauen, nur sollte man bedenken, dass auch die einen Ruf zu verlieren haben. Abgesehen davon muss ich letztlich auch meinem Metzger vertrauen, dass in der Wurst keine Schlachtabfälle landen. Den Zertifikaten im Verkaufsraum kann ich genauso mißtrauen, wie dem Auditor von IT-Systemen.

      Wenn in den AGB schon steht, dass die Daten "an Dritte zu Werbezwecken" weitergegeben wird und dass das auch für Daten gilt, für die ich gar keine Einwilligung geben kann (meine Kontakte), kann ich die betreffende Software/den betreffenden Dienst eigentlich nicht nutzen. Auch dann nicht, wenn ein anderer Dienst davon nichts in den AGB schreibt, es aber trotzdem macht.


      • Das Thema existiert schon seit der Steinzeit weil : dich fragt jemand etwas z.b wie es dir geht. Im Vertrauen erzählst du sehr intime private Dinge. Ob derjenige deiner Bitte es für sich zu behalten nachkommt oder nicht weißt du nicht. Entweder behält die Person es für sich oder plabbert es weiter. Das war schon immer so.


  • Wenn Apple es schafft durch solche Aussagen (und auch entsprechendes eigenes Handeln) das Image als quasi Datenschützer der Kunden zu etablieren bzw. zu stärken, dann wäre das ein starkes Alleinstellungsmerkmal, das tatsächlich Kunden zum Wechsel motivieren könnte.
    Je mehr Google Daten sammelt und je mehr sich die Leute dessen bewußt sind, umso stärker wird die Bereitschaft zu wechseln.


    • Glaub ich nicht, schon alleine wegen den hohen Preisen würde ich niemals zu Apple wechseln, mehr als 200€ ist bei einem Smartphone für mich nicht drin und Verträge kommen für mich nicht in Frage. Zudem ich Google Handys nutze seit es sie gibt.


      • Die Preise gleichen sich ja auch immer mehr an. Android Geräte, die leistungstechnisch mit den iPhones mithalten können, sind meist auch nicht wirklich günstiger (zumindest die UVP).
        Ich selbst kenne auch einige Leute, die jetzt schon eher zu Apple tendieren, weil sie glauben, dass die ihr Geld eben nicht über den Verkauf von gesammelten Daten verdienen und somit "datenschutzfreundlicher" sind.
        Ich weiß nicht, ob der Eindruck täuscht, aber es scheinen zumindest immer mehr zu werden, denen das wichtig ist.


      • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        @André Passut
        die meisten Menschen holen sich heute ein Smartphone im Vertrag und da sind die iPhones dann auch nicht mehr so viel teurer, als die Konkurrenz. "Was sind schon 10 - 20€ mehr im Monat?"
        Die Wenigsten gehen heute noch wirklich in einen Laden und knallen dort 1000 - 1600€ auf den Tisch...

        Du bist eine Ausnahme, aber dennoch denke ich, dass es viele gibt, die wegen dem Thema Datensicherheit zu Apple wechseln oder schon gewechselt sind. Dass Unternehmen fast ausschließlich iPhones nutzen, kommt ja auch nicht von Ungefähr...

        Bei einer Obergrenze von 200€ kann man zudem ehrlich gesagt auch nicht wirklich etwas erwarten. Ist einfach so ^^


      • Es kann passieren was will, aber zu Apple werde ich nie wechseln. Es ist nicht meine Art von Telefon.


      • Ich habe ein Redmi Note 5, dass ist ein Super Telefon für den Preis (4/64GB, 5,99 Zoll, SD636, 4000mAh Akku, die Kameras sind übrigens auch gut, dass ist mir aber nicht wichtig) Man muss nicht horrende Summen ausgeben um ein gutes Smartphone zu besitzen. Und über 1000€ für ein Smartphone ist einfach nur Wahnsinn meiner Meinung nach, da würde ich dass Geld lieber für einen Guten Gaming PC ausgeben. Und ein Überteuerter Vertrag kommt für mich halt nicht in Frage, wie gesagt. Ich kann es mir nicht leisten Geld aus dem Fenster rauszuwerfen. Und ca. 99% der Leute die so ein Highend Gerät haben, nutzen dass Telefon für Whatsapp und Facebook. Einfach nur verschwendung, zumal mir es egal ist was andere Leute denken, ich nutze ein Smartphone was ich gut finde und nicht viel kostet und nicht was alle anderen wollen nur damit man dazu gehört. Statussymbole interessieren mich nicht. Und dass ist meine Meinung. Ich schwimme gerne gegen den Strom und lasse Hypes an mir vorbeigehen. Ich mein ich habe bis vor 21 Tagen noch ein altes Galaxy S4 benutzt und was neueres habe ich die letzten Jahre nicht besessen bevor ich dann mein Redmi Note 5 gekriegt hatte. Und ach ja, mein Smartphone muss Notchlos sein, mit MicroSD Karten Slot und 3,5mm Klinkenanschluss, alles was der Überteuerte Haufen mittlerweile Wegrationalisiert hat. Ich steh nicht auf Bluetooth Kopfhörer oder hässliche adapter um normale Kopfhörer nutzen zu können, mit dem Handy bezahlen tu ich nicht, deshalb brauch ich auch kein NFC und Wireless Aufladen brauch ich auch nicht. So sorry etwas viel, aber dass musste mal raus.


      • Naja, alles schön und gut, aber gegen den Strom schwimmst du damit nicht. Machen viele so und ist eher mit dem Strom statt dagegen.


      • @Andre

        Es spricht ja auch nichts dagegen, wenn Leute Geräte mit Android oder Windows oder was auch immer benutzen.

        Ich selbst nutze sowohl iOS als auch Android. Man muss sich halt beim Androiden bewußt sein, dass sämtliche Googledienste inkl. OS deshlab kostenlos sind, weil Google mit den Daten der Nutzer Geld verdient. Genauso, wie man sich bei den vielen Kundenkarten (Payback, Deutschlandcard, etc) klar sein muss, dass die Firmen einem nichts schenken.
        Kann man damit leben - dann ist's ja ok.

        Die m.E. wachsende Zahl derer, die das eben nicht wollen, sucht nach Alternativen ... sei's bei Sozial Media, bei Messengern oder eben auch beim OS selbst. Und wenn sich Apple hier entsprechend positioniert ...

        BTW: so teuer finde ich die Apple Geräte nicht, wenn man eine entsprechend lange Nutzungsdauer unterstellt. Fürs iPhone 6 gibt es heute (und sicherlich auch nächstes Jahr) noch Updates, es lohnt sich auch heute finanziell noch den Akku wechseln zu lassen und man bekommt die größeren Speichervarianten mittlerweile bereits um 300€.
        Und wie du schreibst, reicht ein 4 Jahre altes iPhone problemlos für 99% der Smartphonenutzer.


      • Ist dass nicht "Gegen den Strom Schwimmen" wenn ich jeglichen Hype aus dem weg gehe, ein gegner von wegrationalisierten anschlüssen und der Notch bin? Ist bei mir auch bei der Musik so, eigentlich schon im ganzen letzen Jahrzent hör ich schon gar nichts mehr aus unseren Charts, sondern nur Asiatische Musik, die hier kaum bis gar nicht bekannt ist.


      • Haben die nicht ab dem iPhone6 den Kopfhöreranschluss wegrationalisiert? Mein Gerät muss einen Klinkenanschluss und eine MicroSD erweiterung auf jeden Fall haben, deshalb fallen Apple Geräte bei mir sowieso raus. Und ich benutze noch so was einfaches wie Dateien über Bluetooth senden ab und zu, kann man ja mit Apple auch nicht. Genau wegen diesen Gründen wäre Apple niemals eine Sinnvolle Option für mich.


      • 200 Euro fürs Handy, der Rest wird mit deinen Daten finanziert. Du bist ein Held, es wird dir Google danken😂


      • Dann wird das zu Teure gerät übern überteuerten Vertrag schon gerechnet. Meiner Meinung lohnt sich das nie. Entweder ich hab das Geld oder ich hab es eben nicht.

        Musste bisher keines per Vertrag finanzieren.

        Dennoch war ein neues X drin.


      • 200€ ist für mich schon eine Menge Geld, ist halt so.


  • DSGVO:

    -Keine Schilder mehr an Haustürklingeln
    -Schwärzen von Gesichtern auf Bildern
    -...


    Datenschutz ist wichtig, aber teilweise wird in der DSGVO stark übertrieben.

    EDIT: https://www.androidpit.de/tim-cook-datenschutz-regulierung?c=2660550#comment2660550


    • C. F.
      • Blogger
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Wo denn?


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Naja das Schwärzen von Gesichtern bzw. unkenntlich machen ist nicht verkehrt...
      Auf privaten Urlaubsfotos muss man sowas nicht machen. Nur, wenn man sie bspw. irgendwo hochlädt und das ist auch richtig so.

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