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#ThrowbackThursday mit dem Blackberry Curve 8520: Billig kaufen, zweimal kaufen

Blackberry, in den 2000ern vor allem von Geschäftskunden verwendet. Ende des Jahrzehnts versuchte der Konzern, der damals noch Research in Motion hieß, auch Privatleute anzusprechen. Das Blackberry Curve 8520 war so ein Fall. 

Ich würde bestimmt auch super ins AndroidPIT-Team passen!
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Sommer 2009, die iPhone-Revolution ist nun schon etwas her, dennoch sind die iPhones noch beinahe unerschwinglich teuer für Studenten. Aber klar ist, dass das Zeitalter der klassischen Handys bald zu Ende sein würde, denn das große Display ist für Nachrichten und zum Surfen viel besser geeignet, als die kleinen Briefmarken-großen Bildschirme.

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Blackberry Curve 8520: 2-Megapixel-Kamera und ein 2,5-Zoll-Display (kein Touchscreen!) / © AndroidPIT

Für mich stand damals die Entscheidung über ein neues Smartphone an, denn gerade in Sachen E-Mails und Surfen war mein damaliges Nokia überfordert. Ein guter Freund war damals sehr glücklich mit seinem Blackberry. Warum? Weil dort die magische E-Mail-Funktion tatsächlich ohne Aussetzer funktionierte.

Blackberry Curve 8520: Erstmal günstig einsteigen ...

Eine neue Plattform ist immer ein Wagnis, also entschied ich mich für die beste Variante: Erstmal ein günstiges Blackberry kaufen - das Curve 8520. Kostenpunkt? Rund 200 Euro. Und was war das Curve 8520 für ein Augenöffner: Das Display mit der Auflösung von 320 x 240 Pixeln und einer Diagonale von 2,5 Zoll - Bilder kamen für die damalige Zeit richtig gut rüber. Sogar für heutige QHD-verwöhnte Augen scheint das Display ganz gut zu sein. Richtig fortschrittlich empfand ich das optische Trackpad: Das erkannte mit einem Laserstrahl Bewegungen und ersetzte den bis dahin bei Blackberries eingesetzten Trackball. Die vollwertige QWERTZ-Hardware-Tastatur war gegenüber den klassischen Ziffer-Tasten meiner alten Handys weit überlegen.

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Die Hardware-Tastatur der Blackberries war ein echter Meilenstein / © AndroidPIT

Tatsächlich war Blackberry Curve 8520 mit allen wichtigen Features eines Smartphones ausgestattet. Vor allem die verlässliche E-Mil-Funktion war ein Quantensprung gegenüber den Clients meiner Handys davor. Und Chatten mit dem Blackberry Messenger machte Spaß - mit dem einen Kontakt der ebenfalls ein Blackberry hatte. Und es gab schon einige Apps. Bei einem App-Update musste das Blackberry übrigens neu starten, was stets rund zwei Minuten dauerte.

Vor allem zum Surfen war das große Display natürlich wunderbar. Ohne zusätzliche Blackberry-Option ging aber nichts - der Netzbetreiber musste den Betrieb von Blackberries explizit freischalten und das ließ sich mein damaliger Anbieter fünf Euro im Monat kosten.

... und dann teuer nachkaufen

Dennoch habe ich den Kauf des Curve schnell bereut: Die Verarbeitung war mies, die Buttons für die Musikwiedergabe schwammig und vor allem die Tasten unter dem Display waren schwer zu bedienen. Deswegen war schon nach drei Monaten das Kapitel Blackberry Curve 8520 für mich beendet. Ein teurerer Blackberry musste her.

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Blackberry Curve 8520 / © AndroidPIT

Im Rückblick erscheint das Kapitel Curve 8520 kurios, immerhin gilt Blackberry als gescheitert. Aber es war sicher nicht alles schlecht und manche Features konnten durchaus mit dem iPhone mithalten. Blackberry dürfte vor allem an der Geschwindigkeit von Apple verzweifelt sein, schließlich bohrte Apple sein iOS in atemberaubender Geschwindigkeit mit modernen Features auf.

Opinion by Hans-Georg Kluge
Blackberry hätte es mit einem schnelleren Entwicklungszyklus schaffen können.
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Jeden Donnerstag Abend ist bei uns #ThrowbackThursday angesagt: Wir blicken zurück auf Handys, Smartphones und andere Gadgets, die uns vor langer Zeit begleitet haben. Letzte Woche war das Samsung Galaxy Tab dran. Und was kommt wohl nächste Woche?

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7 Kommentare

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  • Tja ohne Apple ginge es denen heute sicher noch gut. Die Geräte aus dem Business Bereich waren wirklich gut und die Pfründe von RIM schienen durch den Daumen auf der Buisness Klientel auf ewig gesichert. Die Angriffe von Nokia auf Apple waren lachhaft, alles sah so gut aus, wäre nicht plötzlich Apple zur Konkurrenz um die Business User geworden. Plötzlich hatten in Amerika Persönlichkeiten aus Politik & Finanz ein Iphone in der Hand und die Celebrities ebenso. Plötzlich war es En Vogue das dieses Buisness Tool auch Spaß machen durfte. Und genau hier hat RIM zu lange an der rein ernsthaften Nutzung festgehalten. Der Versuch mit einem Tablet und reinen Touchscreen Phones zu Apple wieder aufzuschliessen war so sinnlos wie einer fahrenden S-Bahn hinterherzusprinten.


    • Stimmt, die hatten es echt versemmelt und waren doch so gut aufgestellt! Hatte ein Bold 9900 und ein Playbook. Geniale Verarbeitung bei beiden Teilen. Das Playbook hatte ein rattenscharfes Display und einen tollen Sound (ich glaube sogar Frontlautsprecher). Die Tastatur beim Bold: perfekt und schnell. Die Logik des OS war richtig gut abgestimmt auf die Bedürfnisse des Nutzers. Eigentlich richtig schade drum um RIM bzw. Blackberry...


  • Hatte damals 2009 das Nokia E71. Es wurde auch oft Blackberry genannt, wegen dem Style und der Tastatur. Zur Zeit der Tastenhandys sicher eines der besten, aber würde es mir heute nicht mehr kaufen. Hardware Tastaturen haben einfach zu viel Nachteile.


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      Wenn es auschiebbar wäre die Tastatur seitlich und Touch hätte ,gerne immer wieder


  • Ich habe jetzt ein BlackBerry PRIV und bin von der Tastatur begeistert. Außerdem ist es das sicherste Android Handy auf den Planeten.
    https://bb10qnx.de/2016/06/blackberry-erklaert-die-sicherheit-des-blackberry-privs/


  • Hab das Teil auch zuhause! Einfach genial 😄


  •   40

    Ich musste gerade etwas schmunzeln :

    "Vor allem zum Surfen war das große Display natürlich wunderbar"
    😄😂

    Für damalige Verhältnisse war es groß ,das stimmt .

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