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5 Min Lesezeit 6 Kommentare

The Witcher Battle Arena für Android im Test

Mit The Witcher Battle Arena kriegt Ihr ab sofort eine explosive Mischung aus Echtzeit-Srategie und Multiplayer-Action für Android, und das Ganze kostenlos. Wie der Name es schon vermuten lässt, treten hier bekannte Charaktere aus dem Witcher-Universum gegeneinander an. Ob das Spiel seinem großen Namen gerecht wird, kläre Ich heute im Test.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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WitcherBattleArenaLogo
Bekannte Witcher-Charaktere stellen sich zum Kampf/ © CD Project RED

Der Hexer Geralt von Riva tritt in wenigen Monaten in The Witcher 3: Wild Hunt zu seinem vorerst letzten Abenteuer auf PC und Konsolen an. Wer sich dazu in die richtige Stimmung bringen will, für den steht das Free2Play-Game The Witcher Battle Arena für Android zum kostenlosen Download bereit. 

Um das geht’s

Wo The Witcher drauf steht, sind natürlich Geralt, Philippa Eilhart, Zoltan Chivay und andere Charaktere aus dem beliebten Fantasy-Universum drin. Die insgesamt acht spielbaren Charaktere kennen Fans bereits aus den ersten beiden Witcher-Spielen. Mit diesen Rollenspielen hat The Witcher Battle Arena jedoch nichts zu tun, sondern es handelt sich hierbei um ein sehr einfach gestricktes Multiplayer Online Battle Arena (MOBA).

Die Regeln sind denkbar einfach: Zwei Teams, bestehend aus drei Kämpfern, müssen auf einer relativ kleinen Karte drei Stellungen besetzen. Gelingt es einer Mannschaft, mehr Plätze einzunehmen, verliert das gegnerische Team stetig Punkte. Sind keine Punkte mehr vorhanden, ist die Partie beendet. Halten beide Mannschaften bis zum Spielende durch (10 Minuten), verliert das Team mit den wenigsten Punkten. 

Um erfolgreich zu sein, ist nicht nur viel Teamwork gefragt, sondern der Spieler sollte auch die Spezialfähigkeiten seines Helden rechtzeitig einsetzen und aufleveln. Jeder Klasse - Magier, Schütze, Kämpfer – stehen zwei passive und eine aktive Fähigkeit im Kampf zur Verfügung. Ein Schwertkämpfer kann beispielsweise für wenige Sekunden kräftig austeilen, eine Magierin lässt für kurze Zeit einen besonders mächtigen Zauber auf die Gegner los. 

Witcher
Kleine Karten, auf denen schnellwas passiert / © CD Project RED

Im Laufe eines Kampfes erhalten die Heldinnen und Helden Erfahrungspunkte und können so ihre Spezialfähigkeiten verbessern. Das passiert oft sehr schnell, weswegen Spieler diese Anzeigen stets im Auge behalten sollten. Der spielbare Charakter kann auch einen besonderen Gegenstand sowie einen Heiltrank aufnehmen. Eine spezielle Bombe verlangsamt unter anderem den Angriff eines Gegners. Um den persönlichen Helden noch weiter zu spezialisieren, dürfen während des Kampfes aktive und passive Skills freigeschaltet werden.  

Siegreiche Spieler erhalten nach den Partien Geld, das sie in neue Ausrüstungsgegenstände oder neue Klamotten investieren. Später werden auch neue Kämpfer aus dem Witcher-Universum freigeschaltet. Ungeduldige Spieler können natürlich auch Echt-Geld investieren, zwingend notwendig ist das jedoch nicht, da die Verteilung der Ingame-Währung sehr fair ist. 

Das macht Spaß

Die Entwickler von The Witcher Battle Arena zeigen auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, wie ein MOBA auf einem mobilen Gerät funktionieren kann. Wieso diese kurzweiligen Gefechte auch hier Spaß machen, liegt vor allem an der sehr direkten Steuerung. Die Handhabe per Berührungen auf dem Tablet ist zwar nicht besonders innovativ, als Spieler hat man aber stets die Kontrolle über seinen Kämpfer und die jeweiligen Attacken lassen sich auch sehr leicht ausführen. Und genau darauf kommt es bei einem Spiel an, in dem schnelle Reaktionen und auch taktisches Geschick gefragt sind. Wichtig sind vor allem Teamwork und der richtige Einsatz der Spezialfähigkeiten. Wer allein losrennt und wild um sich schlägt, hat absolut keine Chance.

Aber nicht nur für Taktik-Fans wird etwas geboten, sondern auch Spieler kommen auf ihre Kosten, die eine schöne Grafik zu schätzen wissen. The Witcher Battle Arena sieht nämlich sehr gut aus! Besonders gelungen sind die detaillierten Kämpfer sowie Effekte, wenn zum Beispiel mehrere Pfeile abgeschossen werden oder ein Feuerzauber einen Abschnitt der Karte verbrennt. 

Das Kampfgeschehen wird auch durch einen tollen "Mittelalter-Soundtrack" untermalt, der perfekt zum schnellen Treiben auf dem Bildschirm passt. Ebenfalls gut gelungen sind die Kampfgeräusche, wenn Schwerter aufeinanderprallen und Zauber gesprochen werden.  

The Witcher Battle Arena
Nur  wenn ein Team zusammenarbeitet, hat es eine Chance / © CD projeckt RED

Da nervt

The Witcher Battle Arena ist im Grunde ein typischer Free2Play-Titel, der zu Beginn relativ wenig anbietet. Viel Neues oder Überraschendes wird jedoch auch nach zahlreichen Spielstunden nicht freigeschaltet, mal abgesehen von einigen Bomben-Extras oder neuen Kämpfern.

Dem Spiel fehlt es insgesamt an Umfang und es bleibt daher zu hoffen, dass die Entwickler mehr Kämpfer, Maps (bislang nur zwei!), Musikstücke und Boni zur Verfügung stellen. Auch wäre es nett, wenn die Maps in Zukunft  etwas größer ausfallen und mehr als drei Kämpfer mitmischen dürfen. Immerhin haben die Entwickler schon neuen Content für Witcher Battle Arena angekündigt. 


Link zum Video

Was die Macher auch unbedingt nachreichen sollten, ist eine Möglichkeit, Freunde einzuladen, denn bislang gibt es leider keine Freundesliste oder ähnliches. Auf der Wunschliste ganz oben steht des wieteren ein Ingame-Chat, mit dem sich die Kämpfer verständigen können. Wie gesagt ist Teamwork bei The Witcher Battle Arena sehr wichtig und daher ist einfach hilfreich zu wissen, was die Kollegen so vorhaben. 

Wieso diese für ein MOBA wichtigen Features vergessen oder für nicht wichtig erachtet wurden, ist mehr als unverständlich. Spaß kann man mit dem Titel dennoch haben, so lange man von lästigen Bugs verschont bleibt. Bei meiner Test-Session kam es zum Glück nur zu einem Absturz und dass ein Kämpfer für wenige Sekunden über die Map schwebte, war eher lustig als ärgerlich. Andere Spieler hatten da anscheinend weniger Glück. Berichtet wird von Freezes, Fertigkeiten ließen sich bei einer Partei nicht aufleveln und bei einigen Spielern wurde angeblich der komplette Spielfortschritt gelöscht.  

Fazit

Argh, es hätte so schön sein können! The Witcher Battle Arena überzeugt einerseits durch die direkte Steuerung, die taktischen Möglichkeiten sowie einer schicken Optik und passendem Soundtrack. Leider bietet der Strategie-Ableger der erfolgreichen Witcher-Reihe aber auch noch relativ wenig an, weshalb Spieler unter anderem mit lediglich zwei - sehr kleinen - Maps auskommen müssen. Besonders ärgerlich ist des Weiteren das Fehlen einer anständigen Freundesliste und das Spiel krankt noch an einigen unschönen Bugs, die einem den Spielspaß gehörig verderben können. 

Die Voraussetzungen für ein spaßiges MOBA-Erlebnis sind bei The Witcher Battle Arena definitiv gegeben, damit das Spiel nicht sehr schnell in der Versenkung verschwindet, sollten die Entwickler aber möglichst schnell nachbessern.

Wertung: 7 von 10

The Witcher Battle Arena Install on Google Play

6 Kommentare

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  • Gleich mal wieder Genöle. War ja klar.
    Jetzt lasst den Neuen halt mal ein paar Reviews hintereinander raushauen!

    Erfahrungsgemäß nimmt die anfänglich überschwängliche Arbeitsmoral eh mit der Zeit wieder ab, hehe.


  • Ich find der Spiele Teil nimmt im Moment einen zu großen Stellenwert ein :-)


    • Finde ich auch... Versteht das nicht falsch, die Reviews sind wirklich toll, aber hebt euch die vielleicht ein wenig auf und bringt sie am einem Tag wo wenig kommt raus.... Zb an Wochenenden


    • Wenn du aufgepasst hättest, wäre dir aufgefallen, dass mit Stefan Grund ein neuer Redakteur an Bord ist, der hier alles in Richtung Gaming übernimmt. Ergo kannst du die Gaming-Beiträge auch einfach ignorieren, ohne dir Sorgen zu machen, dass das restliche AndroidPIT (weiter) an Qualität verliert.


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      XXL 07.02.2015 Link zum Kommentar

      Vielleicht könnte man ja neben dem Magazin einen eigenen Gaming-Bereich machen, so kämen sich die beiden nicht in den Weg. Wenn der Magazi-Teil zu 50% aus Spielchen besteht, verstehe ich schon, wenn vielleicht nicht jeder gleich viel Freude hat, das war abzusehen. Die Tests wären bis jetzt eigentlich ganz OK. Eventuell müsste man auch nicht jedes kleine Vorschau-Trailerchen posten, sowas macht man vielleicht auf echten Gaming-Seiten, wo jede neue Info und jeder Schnippsel willkommen sind. Mobile-Gamer sind nur Gelegenheitsspieler und eine ganz andere Zielgruppe.

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