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3 Min Lesezeit 19 Kommentare

The Ocean Cleanup gestartet: Jetzt machen wir die Meere sauber

In Kalifornien ist am Wochenende ein Projekt gestartet, das mit cleverer Technik helfen soll, die Ozeane vom herumschwimmenden Müll zu befreien. The Ocean Cleanup, gegründet von einem damals 18-jährigen Niederländer, geht damit nach fünf Jahren Entwicklungszeit endlich ans Werk. Doch es gibt auch Bedenken und Kritik.

Immer mehr Kunststoffmüll und Mikroplastik schwimmt in den Ozeanen, doch jetzt wird aufgeräumt! The Ocean Cleanup hat ein System entwickelt, dass aus einer mehrere hundert Meter langen Röhre besteht, die auf dem Wasser schwimmt. Unten an der Röhre hängt ein drei Meter langer Vorhang, in dem sich Fische kaum verfangen dürften - dafür ist er zu nah an der Oberfläche, dafür aber die vielen Millionen Plastikteile, die an der Oberfläche schwimmen. Einmal gesammelt, können sie dann leicht entfernt werden und das System wieder von vorne anfangen.

Erfunden hat das System Boyan Slat, ein heute 24-jähriger Niederländer. Nach fünf Jahren Entwicklungs- und Testphase verwirklicht Slat nun seinen Traum und versucht, die Meere ein wenig sauberer zu machen. Das ambitionierte Ziel von Slat: Bis 2040 will The Ocean Cleanup den Anteil an Plastik in den Ozeanen um 90 Prozent reduzieren - mindestens.

"Das Lösen des Abfallproblems in den Weltmeeren ist eine der größten umweltbezogenen Herausforderungen, der sich die Menschheit heutzutage zu stellen hat." (Boyan Slat)

Wenn nichts mehr schief geht und sich das erste Element von The Ocean Cleanup vor der Küste bewährt, wird es in Kürze an seinen eigentlichen Bestimmungsort gezogen: Das Great Pacific Garbage Patch. Diese Meeres-Müllhalde besteht aus etwa 80.000 Tonnen Plastik, die auf dem Meer schwimmen und eine Fläche einnehmen, die dreimal so groß ist wie Frankreich. Dort soll The Ocean Cleanup den Müll durch die Meeresströmung sammeln.

Boyan Slat sagt: "Dieses erste Reinigungssystem wird nicht nur zu saubereren Gewässern und Küsten beitragen, sondern ist gleichzeitig auch ein unverzichtbarer Schritt auf dem Weg zum Abbau des riesigen Kunststoffabfallteppichs im Pazifik. Die Inbetriebnahme wird uns ermöglichen, die Effizienz und Lebensdauer des Systems langfristig zu untersuchen." Im Abstand einiger Wochen fährt ein Sammelschiff heraus zu dem System und transportiert den Müll ab. Klappt alles wie geplant, werden weitere Elemente folgen und auch an anderen Orten im Meer zum Einsatz kommen.

System 001 Launch 4
Das erste Element zur Säuberung der Meere verlässt San Francisco. / © The Ocean Cleanup

Ist die Lösung zu simpel oder das Problem zu komplex?

Doch es gibt auch Bedenken und leise Kritik an dem Projekt. Manche Umweltexperten vertreten die Ansicht, dass The Ocean Cleanup einen zu simplen Lösungsansatz bietet, da eben vor allem Mikroplastik nicht nur an der Oberfläche schwimmt, sondern mit den Meeresströmungen in allen Tiefen vorkommt. Zudem besteht das Auffangsystem selbst aus Kunststoff und muss trotz vieler Tests noch beweisen, dass es langfristig der Belastung durch Wind, Wellen und Salzwasser widerstehen kann und am Ende nicht selbst zu noch mehr schwimmendem Müll verkommt.

Doch in einem Punkt sind sich die allermeisten einig: The Ocean Cleanup ist in jedem Fall besser, als nichts zu tun und darauf zu warten, dass der ganze Müll von alleine aus dem Meer verschwindet. Denn das wird nicht passieren. 

TOC Great Pacific Garbage Patch infographic key numbers
Zahlen zum Great Pacific Garbage Patch. / © The Ocean Cleanup

Top-Kommentare der Community

  • Woolf vor 1 Monat

    Da braucht es erst einen 18 jährigen um überhaupt so ein Projekt zu starten. Der Rest diskutiert lieber anstatt zumindest etwas auszuprobieren.

  • Klaus Trofob vor 1 Monat

    Ich finds gut, dass sich AP auch solchen Themen annimmt, auch wenn sie auf den ersten Blick nichts mit Android zu tun haben.

    Immerhin ist unser Konsumverhalten maßgeblich für den weltweiten Schiffsverkehr verantwortlich, der als Hauptverursacher der Meeresvermüllung gilt - um nur mal einen von unzähligen Aspekten zu nennen.

  • Conjo Man vor 1 Monat

    Boyan Slat ist 24 Jahre jung.

    Aber du hast Recht. Haben soviele hochdekorierte Umwelt Wissenschaftler auf dem Planeten und ein Jungspund von 24 Jahren geht Anno 2018 den ersten Schritt in eine dringend einzuschlagende Richtung...der Anfang ist gemacht!

    ...aber wir alle müssen uns selber fragen, ob das alles noch richtig ist mit dem ganzen (Plastik-)Müll produzieren. Bedenklich finde ich, dass ein absoluter Verzicht auf Plastiktüten gerade mal 1-2% vom gesamten Plastikmüll darstellt.
    Leute, wir haben ein ernstes Umweltproblem!
    Die Ozeane mit ihren unschuldigen Lebewesen kriegen den ganzen Mist von uns Menschen in ihre "Wohnungen" gestellt und wieder einmal ist der Mensch die "Bestie"
    Das ist meine persönliche Meinung dazu

    - ich nutze als kleine Verbesserung Stoffbeutel statt Plastiktüten
    - kaufe Obst/Gemüse in loser Form
    wenn ich mir von anderen sinnvolles abschauen kann, mache ich das auch

  • Tim vor 1 Monat

    Mensch wäre nicht Mensch, wenn er einfach akzeptieren könnte, dass eine Idee auch funktionieren kann, wenn sie simpel ist ^^
    "Ist zu simpel" ist ein wirklich sehr witziges (und trauriges) Argument gegen eine solche Unternehmung.

    Ich jedenfalls begrüße diese Aktion und hoffe, dass sie erfolgreich ist. Er soll einfach diesen Idioten kein Gehör schenken, nur weil die selbst nicht auf diese Idee gekommen oder einfach verblendet sind...

    Statt nichts zu tun, versucht er wenigstens etwas zu unternehmen. Nur weil man mit diesem System nicht ALLE Probleme löst, wird es kritisiert. Sorry, aber noch bescheuerter geht es fast nicht...

  • Jörg W. vor 1 Monat

    Das ist wieder typisch ,da macht sich ein junger Mensch Gedanken und entwickelt etwas sinnvolles und schon kommen irgendwelche Aktivisten und kritisieren gleich wieder anstatt das Projekt zu loben und wenn nötig Verbesserungsvorschläge zu machen . Aber ist ja mittlerweile fast immer so kommt was neues auf den Markt wird erstmal kritisiert.

19 Kommentare

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  • Richtig genial wäre die Idee, wenn man aus dem gesammelten Müll weiter Ocean Cleanup Systeme produzieren könnte. Aber ich fürchte umso mehr, das nach der Sammlung der Müll woanders landet wo er nicht sein sollte.

    Leider funktioniert der nachhaltige Gedanke bei uns nicht, ein schönes Beispiel ist, die EU verbietet zwar Plastiktüten wegen des Plastikmülls der entsteht, erlässt ( was mich als E-Dampfer betrifft ) eine Verordnung laut der man Basis nicht mehr wie früher fertig in einer Literflasche kaufen kann, nein man verkauft die Basis in einer Literflasche und das Nic dazu in 20 kleinen Plastikflaschen zum einzeln dazukippen. Angeblich aus sicherheitsgründen..... Was vorher 1 Flasche war ist jetzt ein ganzer Karton Müll und das Ergebnis in der Flasche am Ende dasselbe !!! Das tut z.B. die EU für uns ! Beide Daumen hoch für diese Weitsicht. Das mit den Flaschen ist dabei ja auch nur ein Beispiel.


  • Die immer größer werdenden Ozeandampfer Sorgen doch noch mehr dafür das die Ozeane aussterben


  • Ich finde gut, was er macht. Selbst wenn es völlig sinnlos wäre, er unternimmt wenigstens etwas. Er versucht es und das ist letztlich doch das, was uns Menschen ausmacht. Niemals aufgeben.
    Ich halte es da mit Kaori Yuki: "In einem aussichtslosen Kampf ist Aufgeben der größte Verrat."


  • Aha, in Californien versuchen sie das Meer von Plastikmüll zu befreien (schön für die Umweltverschmutzer. Zeit wirds) und in Deutschland verbietet man Plastiktüten u. Strohhalme weil sie die Meere versauen könnten. (Wieviel Palstiktüten schmeißen die Deutschen (Obermülltrenner vom Dienst mit bis zu mind. 4 Mülltonnen vor der Haustür "grün, gelb, blau, schwarz) eigentlich ins Meer. Sucht mal mit der Lupe?) (Erinnert mich irgendwie an den Tsunami in Japan, wo ein Kernkraftwerk genau am Meer in einem Erdbeben-Gebiet gebaut wurde ( wo man jeder Zeit mit Tsunamis rechnen musste) und in Deutschland dann unbezahlbare erneuerbare Energie eingeführt wurde obwohl es hier niemals einen Tsunami geben wird. Jeweils liegt die halbe Welt dazwischen u. trifft Deutschland überhaupt nicht. Hauptsache wir sind Voreiter in Selbstkastrierung u. Selbstzerstümmelung. Sollen doch erstmal die Verursacher der Probleme (vor Ort) ihre Probleme selbst lösen bevor sich Deutschland anschließt. Nicht anders herum!
    Alles Gagapolitik auf Kosten des Bürgers.


    • Erstens, jemand muss anfangen etwas zu tun. Ob Strohhalme oder Plastiktüten die Welt retten, sei mal dahingestellt, wenn allerdings die Reichsten und Bequemsten nichts tun, werden auch andere nichts gegen den Müll unternehmen. Wir wollen in allem ganz vorne dabei sein, dann sollten wir das auch bei unbequemen aber notwendigen Dingen sein und für andere als Vorbild fungieren.

      Zweitens, es sind auch wir, die Satten, die sich alles im Überfluss leisten wollen, die Mangos per Flugzeug einfliegen und Quadratkilometer um Quadratkilometer Urwald abholzen lassen, nur um die fettesten und dicksten Steaks essen zu können. Die, die alles in Containern dreimal um die Erde fahren lassen, nur um ja nichts mehr selbst tun zu müssen und immer fetter zu werden. Denkst du nicht, wir haben etwas gutzumachen?


  • Wenn ich meinen Lieblingssee anschaue „Gurke“ Nähe Zschornewitz wo ich schon von Kind an hingehe ,dann könnte ich viele in den Arsch treten.Lassen ihren Müll liegen,keiner räumt auf,keine Mülleimer,nicht mal 1€ Jobber sind da beschäftigt um aufzuräumen.Der See selber hat eine gute Wasserqualität,ist nicht groß und bietet eine schöne Landschaft drumherum mit dem aufgeschütteten Berg wo Windräder drauf stehen.Vorallem abends sehr romantisch wenn die Sonne untergeht.Aber nein,gibt viele Idioten die hinkommen,Baden,feiern aber sich mit ihren fetten Arsch nicht bücken und Müll wegräumen.Kippen liegen rum obwohl Wald da ist wo Rauchen verboten ist.Mit Kindern da Baden zu gehen ist schon nicht mehr schön.Auch an der Goitzsche und Halbinsel Pouch beim Spring Break da wird der Müll hingeworfen,da gelassen ...die Müllabfuhr kann es ja wegräumen.Hauptsache die Herren und Damen haben gefeiert,sich die Birne zu gesoffen und abgehauen.Glasscherben bleiben liegen.Ey da gibt es soviel Mülltonnen aber seinen fetten Arsch mal bewegen und die zugedröhnte Birne zum denken benutzen um den eigen Müll zu entsorgen,das scheint bei den meisten nicht zu gehen.Und so verhält es sich überall...rumstehen,feiern,so tun als wäre man der Checker und die Coolsten,Birne zu dröhen,Scheiße labern...aber den eigen Müll wegräumen kommt nicht in die Tüte.Flachzangen und Dummschwätzer sind solche Personen mehr nicht.Genauso kernige Hundebesitzer die es nicht mal schaffen die Hundehaufen wegzuräumen...sich aber wundern das Hundehasser giftköder auslegen wo Kinder spielen.Gibt genug Mülltonnen in der City.Denkt mal dran das auch euer Hund durch fremde Hundehaufen krank wird wenn er dran schnüffelt.

    „BITTERFELD
    „Es stimmt uns traurig, wenn wir sehen, was manche Menschen so in unseren Goitzschesee werfen“, sagt Klaus Gatter von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), der gemeinsam mit seinen zehn Kameraden am Samstag eine Übung mit der Beräumung des Hafenbeckens verbunden hat. Von kleinen und riesengroßen Autoreifen über Müllkästen bis hin zu einem Kinderwagen war alles dabei. Sogar ein 1.000-Liter-Fass war auf dem Grund versenkt worden.

    Bei einem Tiefgang der MS Vineta von rund 1,15 Meter und einer derzeitigen Wassertiefe von nur etwa 1,40 Metern bedeuten solche Hindernisse große Gefahren. Ein falsches Manöver und schon könne es zu Beschädigungen des Schiffes kommen, sind sich die Lebensretter sicher.
    Was hier heute als Übung deklarieren, ist eigentlich eine Aktion zur Gefahrenabwehr“, sagt Gatter und erklärt, wie mit Pressluft gefüllte Hebesäcke das große Fass an die Oberfläche bringen. Anschließend wurde es an den Strand gezogen, da ein Herausheben an der Hafenkante aufgrund des Gewichtes nicht möglich gewesen ist.
    Schwierig gestaltete sich die Suche nach kleineren Teilen auf dem Grund, weil bei jeder Bewegung Schlamm aufgewirbelt werde, der die ansonsten klare Sicht versperrt, erklärt Daniel Doß, der als einer der vier Taucher an der Aktion beteiligt war. „Wir haben viel, aber bei weitem nicht alles gefunden“, sagt er.“

    mobil.mz-web.de/bitterfeld/der-schoenste-see-als-muellkippe-dlrg-taucher-fischen-unrat-aus-der-goitzsche-31238992


  • Mensch wäre nicht Mensch, wenn er einfach akzeptieren könnte, dass eine Idee auch funktionieren kann, wenn sie simpel ist ^^
    "Ist zu simpel" ist ein wirklich sehr witziges (und trauriges) Argument gegen eine solche Unternehmung.

    Ich jedenfalls begrüße diese Aktion und hoffe, dass sie erfolgreich ist. Er soll einfach diesen Idioten kein Gehör schenken, nur weil die selbst nicht auf diese Idee gekommen oder einfach verblendet sind...

    Statt nichts zu tun, versucht er wenigstens etwas zu unternehmen. Nur weil man mit diesem System nicht ALLE Probleme löst, wird es kritisiert. Sorry, aber noch bescheuerter geht es fast nicht...


  • Das ist wieder typisch ,da macht sich ein junger Mensch Gedanken und entwickelt etwas sinnvolles und schon kommen irgendwelche Aktivisten und kritisieren gleich wieder anstatt das Projekt zu loben und wenn nötig Verbesserungsvorschläge zu machen . Aber ist ja mittlerweile fast immer so kommt was neues auf den Markt wird erstmal kritisiert.


  • Ich finds gut, dass sich AP auch solchen Themen annimmt, auch wenn sie auf den ersten Blick nichts mit Android zu tun haben.

    Immerhin ist unser Konsumverhalten maßgeblich für den weltweiten Schiffsverkehr verantwortlich, der als Hauptverursacher der Meeresvermüllung gilt - um nur mal einen von unzähligen Aspekten zu nennen.


  • Da braucht es erst einen 18 jährigen um überhaupt so ein Projekt zu starten. Der Rest diskutiert lieber anstatt zumindest etwas auszuprobieren.


    • Boyan Slat ist 24 Jahre jung.

      Aber du hast Recht. Haben soviele hochdekorierte Umwelt Wissenschaftler auf dem Planeten und ein Jungspund von 24 Jahren geht Anno 2018 den ersten Schritt in eine dringend einzuschlagende Richtung...der Anfang ist gemacht!

      ...aber wir alle müssen uns selber fragen, ob das alles noch richtig ist mit dem ganzen (Plastik-)Müll produzieren. Bedenklich finde ich, dass ein absoluter Verzicht auf Plastiktüten gerade mal 1-2% vom gesamten Plastikmüll darstellt.
      Leute, wir haben ein ernstes Umweltproblem!
      Die Ozeane mit ihren unschuldigen Lebewesen kriegen den ganzen Mist von uns Menschen in ihre "Wohnungen" gestellt und wieder einmal ist der Mensch die "Bestie"
      Das ist meine persönliche Meinung dazu

      - ich nutze als kleine Verbesserung Stoffbeutel statt Plastiktüten
      - kaufe Obst/Gemüse in loser Form
      wenn ich mir von anderen sinnvolles abschauen kann, mache ich das auch


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Word!

        Es ist aber nicht nur so, dass die Meeresbewohner den ganzen Mist abbekommen, sondern auch wir. Die Microplastics gelangen durch die Meere in unser Grundwasser und wir schlucken es. Völlig unklar ist, welche Folgen diese haben.


      • Wie das gehen soll, würde mich mal interessieren. Dann müsste das Grundwasser auch versalzen, macht es in der Regel aber nicht. Meerwasser wird nur durch Verdunstung zu Regen, und damit wieder zu Trinkwasser, wobei der Boden den Regen zusätzlich filtert. Beim Verdunsten bleiben aber Salz und Mikroplastik im Meer zurück.
        Mikroplastik kann aber von Kleinlebewesen aufgenommen werden. Einmal so in der Nahrungskette kann es auch in den menschlichen Organismus gelangen. Die langfristigen Folgen davon sind noch nicht endgültig geklärt, so jedenfalls mein Kenntnisstand.
        Wenn das Mikroplastik allerdings relativ gleichmäßig im Meerwasser verteilt ist, und sich nicht durch Meeresströmung irgendwo sammelt, wie größere Teile, dürfte das Vorhaben selbst mit Hunderten solcher Schiffe so aussichtsreich sein, wie das Strassennetz der Bundesrepublik mit dem Handfeger kehren zu wollen.
        Allerdings ist auch die Beseitigung der grössen Teile sinnvoll, weil auch die sich durch Zersetzungsprozesse in Mikroteile verwandeln können.


      • Ja, das ist dann der gesundheitliche Aspekt, der dann als Boomerang zurück kommt. Die Fische futtern den Mikroplastik Müll und wir später die Fische...guten Appetit

        Mikroplastiks sind übrigends auch in Hautkosmetika (Peelings) enthalten...das am Rande


      • @Conjo Man: Wie der mittlerweile weitgehend erzwungene Verzicht auf Plastiktüten das Problem lösen soll, ist mir unklar. Kaputte Plastiktüten und Folien kommen in die gelbe Tonne, von wo aus sie wiederverwertet werden, oder in den Müll, wo sie verbrannt, und damit thermisch genutzt werden. Wer spült die denn zur Toilette herunter (Verstopfungsgefahr!) oder wirft sie in Flüsse? Solche Entsorgungsformen kann ich mir eher in Drittweltländern ohne funktionierende Abfallentsorgung vorstellen, weshalb ein Verzicht darauf hierzulande ohne nachhaltige Wirkung bleiben dürfte.
        Mikroplastik wird auch direkt in Zahnpasta und Kosmetik verwendet. Damit ist nicht nur der Weg in die Meere frei (wenn es die Kläranlagen passieren kann) sondern ggf. direkt in den eigenen Körper. Da diese "Innovation" Risiken bietet die die Vorteile vermutlich überschreiten, sollte der Gesetzgeber aktiv werden.

        Nachtrag: in Zahnpasta wird Mikroplastik in Dtl. nicht mehr verwendet, in anderen Produkten aber schon noch.

        https://www.zm-online.de/news/nachrichten/schluss-mit-mikroplastik-in-zahnpasta/

        Quelle: zm-online.de


      • Und das nicht zu knapp. Ich habe mir vor einigen Wochen mal die Mühe gemacht, alle Drogerieprodukte im Badezimmer mal zu durchforsten. Sehr erschreckend, wie wenig da kein Plastik enthielt. Inzwischen stelle ich alles um, aber es ist nicht so einfach Produkte ohne Plastik zu finden.


      • Gibt genug Menschen die alles ins scheißhaus werfen und runter spülen.


      • @Michael K. @Fabien Roehlinger
        Naja, über das Grundwasser nicht, aber über die Fische. Die fressen das Plastik und wir die Fische.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Naja, leider schon. Wir haben in Kosmetika jede Menge Microplastics. Außerdem liegt das Zeug auch in Flüssen und Gewässern mit Süßwasser herum. Microplastics wurden mittlerweile auch am Südpol nachgewiesen.

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