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Synagram - Dein Kind ist sicher!

Das Smartphone ist das Allzweckwerkzeug der modernen Zeit, das dürfte vielen Menschen bereits klar sein. Die App Synagram verspricht, die Funktionspalette noch einmal zu erweitern und das Smartphone zum kleinen Schutzengel für Kinder zu verwandeln. Wie Synagram dies schaffen will und was es mit dem Versprechen auf sich hat, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.

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Bewertung

Pro

  • "Einchecken" und "Notfall"-Schaltflächen
  • Interaktion mit den Eltern

Contra

  • GPS-Ortung kann Akku belasten
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.3 Nein 1.0.014.1101 2.0.03.1029

Funktionen & Nutzen

Unser heutiger Testkandidat ist eine kleine Besonderheit. Synagram richtet sich ganz gezielt an eine bestimmte Nutzergruppe, denn bei der Anwendung handelt es sich um eine Art Sicherheits-Ortung für fürsorgliche Eltern.

Beim ersten Start bemerkt man schon den besonderen Aufbau der Anwendung. Synagram unterscheidet nämlich zwischen einem Elternteil und einem Kind. Eltern können ein Konto erstellen und sich auf dem jeweiligen Gerät anmelden. Damit wird das Smartphone mit dem elterlichen Konto verbunden und eine Verbindung hergestellt, auf welche der Nachwuchs dann zurückgreifen kann. Diese Verbindung wird durch einen Code komplettiert, den das Kind eingeben muss, danach kann die Reise losgehen.

Synagram Screenshot 1
Nach der Anmeldung der Eltern und der Einrichtung des Smartphones kann die Nutzung auch schon losgehen. / © AndroidPIT

Syngram bietet nun eine ganze Reihe von Funktionen an, die den Eltern ein ruhiges Gewissen bescheren sollen. Aus Sicht des Kindes ist die Anwendung in drei verschiedene Reiter gegliedert: Unter Neuigkeiten findet das Kind die aktuellen Geschehnisse. Dies können unter anderem Nachrichten sein, die innerhalb der Familie kostenlos versendet werden dürfen. Auch anstehende Termine finden sich hier. Die weiteren Reiter zeigen zum Beispiel den anstehenden Plan an.

Weiterhin kann der junge Nutzer auch in verschiedene Lokalitäten „Einchecken“ und somit den Eltern eine Rückmeldung geben, ob der vereinbarte Termin eingehalten wurde, beispielsweise auf dem Weg von der Schule nach Hause oder zu einem Freund. Per Klick auf diese Schaltfläche wird das elterliche Gerät kontaktiert und ein „Check-In“ gesendet.

Diese im angenehmen Grün gehaltene Schaltfläche liegt benachbart zu einer Signalfarbe. Hier prangt der Schriftzug „Notfall“ und stellt einen direkten Zugang zu den Eltern her. Der Clou hinter dem Notfall und die Unterscheidung zu einer Nachricht ist, dass damit lautlos ein Alarm aktiviert wird. Auf elterlicher Seite fängt das Smartphone dann an, sich lautstark bemerkbar zu machen und weitere Maßnahmen können ergriffen werden.

Dieser simple Zugang zu den fundamentalen Funktionen hat mir besonders zugesagt. In einem echten Notfall wäre es ein absolutes No-Go, dem Nutzer zuzumuten, erst durch zahllose Menüs zu navigieren.

Synagram Screenshot 2
Aus Datenschutzgründen werden hier Screenshots aus dem Play Store gezeigt. Die Fokussierung auf die wesentlichen Inhalte können überzeugen. Hier zum Beispiel die Notfallmeldung. / © media access GmbH

Auf Seiten der Eltern finden sich ähnliche Funktionen, diesmal aus der Sicht des „Schutzengels“. Beispielsweise kann der Akkustand des kindlichen Smartphones eingesehen werden. Besonders bei den heutigen Akkuleistungen und akkufressenden Anwendungen eine hilfreiche Funktion, um zu sehen, ob sich die Ladeanzeige ihrem Ende neigt. Eine weitere hilfreiche Funktion ist die Ortung des Smartphones durch die Standortbestimmung. Hier ist natürlich die Kooperation des Kindes gefragt, welches die Ortung per GPS nicht abschalten darf. Hier muss auch zwischen dem „Überwachungsmodus“ für kleinere Kinder und dem „Begleitmodus“ für ältere Kinder unterschieden werden, welche sich besonders im Umfang der Aufsicht unterscheiden.

Schlussendlich bleibt aber auch die Frage offen, ob diese Überwachung toleriert wird. Zur Auflösung habe ich im Bekanntenkreis Eltern und Kinder im Zielalter gefragt, ob eine solche „Überwachung“ überhaupt gewünscht ist.

Wie bei allen Fragen, welche die Eltern-Kind-Interaktion betreffen, gibt es auch in diesem Fall keine eindeutige Antwort. Der kleinste gemeinsame Nenner war jedoch, dass auf beiden Seiten eine offene und ehrliche Kommunikation stattfinden muss. Wenn Elternteil und Kind gemeinsam die Nutzung der Anwendung beschließen, dann macht Synagram Sinn und kann seine Stärken ausspielen. Wenn nicht, dann ist die Umgehung der Anwendung ein Kinderspiel und erfordert nur wenige Eingaben, wobei dies nicht den Entwicklern der App angelastet werden kann.

Lediglich die Darstellung mancher Sachverhalte hätte noch intuitiver gelöst werden können. Ebenso die Angabe, dass die Anwendung „keine Auswirkung auf die Akkulaufzeit“ bewirkt, ist mehr als merkwürdig. In der systemeigenen Anzeige war Synagram, besonders durch das GPS-Tracking, immer sichtbar, wenn auch kein massiver Akkuvernichter. An der Integration eines zweiten separaten Elternzugangs wird gearbeitet. Dieser wäre ein echter Zugewinn.

Bildschirm & Bedienung

Synagram ist klar strukturiert und folgt den Holo-Designrichtlinien. Die Bedienung und die grafische Präsentation ist gut gelungen und das Gesamtbild ist schlichtweg stimmig. Besonders die Fokussierung auf die wesentlichen Inhalte weiß zu gefallen und lenkt nicht von der Hauptaufgabe der Anwendung ab.

Speed & Stabilität

Synagram lief im Testzeitraum ohne Abstürze und durchweg stabil.

Preis / Leistung

Synagram ist kostenlos verfügbar.

Abschließendes Urteil

Synagram ist eine absolute Empfehlung für alle Eltern und Kinder, die gemeinsam, offen und ehrlich die Verwendung der Anwendung besprechen und als Team die Umsetzung durchführen. Die Anwendung bietet beiden Seiten große Vorteile: Die Eltern können ruhigen Gewissens nach dem Standort der Kinder sehen und den Ladestand des mobilen Begleiters im Auge behalten. Die Sprößlinge hingegen haben im Notfall einen direkten Draht zu den Eltern und können die Nerven ihrer Liebsten schonen. Unter den bereits erwähnten Umständen eine echte Empfehlung.

13 Kommentare

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  • Was bin ich froh, ohne Helikopter-Eltern aufgewachsen zu sein und meine vielen kleinen Geheimnisse nur für mich selbst gehabt zu haben. Trotzdem habe ich ohne Überbehütung überlebt.

    • @Otto
      Schön. Ich auch.

      Hach, was bin ich damals als (Schlüssel)Kind unbeschwert durch die Gegend gezogen... :')

      Toll.

      Und jetzt rate, was mir eines Tages passiert ist.

  • @Nima

    Ich glaub, jetzt hab ich's kapiert. ;)

  • Also: Ich meine damit, dass die Check In Funktion und das Orten des Handys nur mit eingeschaltetem GPS funktioniert. Kind die Bemühungen der Mutter konterkariert und die Ortung abschaltet, macht die APP wenig Sinn.

    Deshalb offen und ehrlich die Nutzung mit dem Kind vereinbaren.

  • @Nima:

    Dieser Satz verwirrt mich einigermaßen:

    "Hier ist natürlich die Kooperation des Kindes gefragt (dazu später mehr), welches die Ortung per GPS aktiv einschalten beziehungsweise nicht abschalten darf."

    Die Standortbestimmung ist also immer aktiv(das heißt, Mama sieht IMMER, wo sich die kleine Jackeline befindet) und mit "aktiv einschalten" ist der Check-In gemeint...?

    Hab ich's jetzt verstanden? ^^

  • Man könnte auch Avast installieren und die Standortbestimmung per "Fernbefehl"
    manuell einschalten.

    • Das ist dann aber durch das Kind kaum noch zu kontrollieren. Der Ansatz von Synagram ist etwas anders. Mit Avast kann man sicherlich viel mehr machen... auch Blödsinn. Aber die Notfalltaste gibt es Avast z.B. nicht. Hier muss der Kontrollierende stets anfordern, was er wissen will.
      Auch nicht schlecht, so lange denn beide Seiten darum wissen, was mit Avast alles gemacht werden kann. Denn mit Avast ist eine komplette Überwachung möglich "OHNE" dass der Überwachte auch nur ein Bisschen davon mitbekommt (vom extremen Akkuschwund mal abgesehen)

  •   4

    👍

  • Was mich interessieren würde:
    Wenn man "Notfall" drückt, schaltet sich die Standort-Bestimmung(wenn sie einvernehmlich deaktiviert ist) auch automatisch ein?

    Ich hoffe..., denn das erste, woran ich bei dieser App gedacht habe, ist natürlich der Fall einer Entführung.

    Nicht, dass das potenzielle "Keller-Kind" noch ewig lang am "Check-In" rumfummeln muss...

    • Die Standortbestimmung MUSS aktiviert sein. Wie gesagt, ist das die Grundvoraussetzung für die volle Potenzialausschöpfung. Deshalb sollte man am Besten mit dem Kind vereinbaren, dass diese Bestimmung nicht ausgeschaltet wird.

  • Hört sich ja interessant an aber so wie ich meine Tochter kenne vergisst sie eh sich einzuchecken. Die ist so Handyfaul, das kann man in der heutigen Zeit gar nicht glauben :)

  • hahaha Sebastian der war gut

  • das muss ich morgen heimlich meiner Freundin installieren :D

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