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Die neue Sucht: Benutzt Du Dein Smartphone oder Dein Smartphone Dich?

Forscher der Universität Bonn wollen mit einer neuen App den heute typischen Umgang mit Smartphones quantifizieren. Eine noch unveröffentlichte Studie kommt zu erschreckenden Ergebnissen, die mich zum Selbstversuch über das Wochenende veranlasst haben. Wie schätzt Ihr Euer Suchtpotenzial ein? 

smartphone addiction
© AndroidPIT

80 Mal entsperren Nutzer ihr Smartphone durchschnittlich am Tag. Das bedeutet, alle 12 Minuten. Darunter befinden sich Wenignutzer und Extremnutzer, die auf einen doppelt so hohen Wert kommen. Ein Viertel der Probanden kamen auf ganze zwei Stunden Smartphone am Tag - nur acht Minuten verfielen dabei auf das, wozu Mobiltelefone eigentlich mal gedacht waren: das Telefonieren.

15 Prozent der Zeit wurde mit WhatsApp verbracht, 13 mit Spielen und 9 mit Facebook. Manche Versuchsteilnehmer spielten jedoch auch mehrere Stunden am Tag. Diese Daten belegen, was wir schon wussten: Das Smartphone ist heute das Herzstück des medialen und in harten Fällen gar des sozialen Lebens.

Die Forscher vergleichen den Umgang mit dem Handy mit dem Prinzip eines Glücksspielautomaten und stellten mitunter veritable Entzugserscheinungen fest, wenn der gewohnte Konsum eingeschränkt wurde. Viele von uns werden das, wenn sie ehrlich sind, aus persönlicher Erfahrung nachvollziehen können - ich definitiv. 

Deswegen ist die App Menthal (mehr Infos auf der Website) so interessant. Mit den entsprechenden Berechtigungen ausgestattet, misst sie präzise die verschiedenen Aspekte der Nutzung. Die gemessenen Daten fließen dann in ein groß angelegtes Forschungsprojekt ein. Ich habe sie seit Freitagmorgen laufen und werde die gesammelten Daten am Montag auswerten (lassen). Das Resultat erwarte ich mit Spannung und einer gewissen Sorge, denn mein Konsum ist ohne Frage erheblich. Wie schätzt ihr Euch selber ein?

Wie oft am Tag nehmt Ihr Euer Smartphone in die Hand?
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Menthal Install on Google Play

 

Top-Kommentare der Community

  • Seyhun S. 18.01.2014

    Technik und Innovation verändert die Menschen. Soviele Sachen die für uns selbstverständlich sind verändern uns. In der Regel führt Innovation immer zu drei Sachen, Wir müssen uns weniger bewegen, es geht alles viel schneller und das Leben wird unpersönlicher. Was machen wir, wir gehen um es auszugleichen ins Fitnessstudio, arbeiten viel mehr für weniger Geld, da ja eh alles viel schneller geht und nutzen Facebook und Co. da wir ja kaum rauskommen. Es ist ein Paradoxum.

    zum Abschluss noch eine kleine Geschichte über einen Mönch für euch, es sollte euer Leben verändern:

    Ein Zen-Mönch wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich und ausgeglichen ist.
    Er sagte:
    "Ganz einfach,
    Wenn ich stehe, dann stehe ich,
    wenn ich gehe, dann gehe ich,
    wenn ich sitze, dann sitze ich,
    wenn ich esse, dann esse ich,
    wenn ich liebe, dann liebe ich ..."
    Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
    "Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?"
    Er sagte wiederum:
    "Wenn ich stehe, dann stehe ich,
    wenn ich gehe, dann gehe ich,
    wenn ich ... "
    Wieder sagten die Leute:
    "Aber das tun wir doch alles auch!"
    Er aber sagte zu ihnen:
    "Nein, das tut ihr nicht,
    wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
    wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
    wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.
    wenn ihr esst, dann seid ihr schon satt"

  • hilfemeinhandy 18.01.2014

    Also das Bild find ich mal echt super!! Passender hätte man sowas darstellerisch nicht zeigen können. Kenne viele von diesen Suchties ist bei manchen Menschen echt krankhaft.

    Sogar bei Familientreffen toucht jeder an seinem Smartphone rum..... Man hat sich ja nicht mehr viel zu sagen seitdem es Facebook gibt.....(ein Glück, dass ich kein FB hab)

73 Kommentare

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  • @hilfemeinhandy ich muss dir zustimmen, das bild ist echt passend! Und ich hatte mal das selbe Problem mit meiner Ex-freundin. Ich habe mit ihr einen Urlaub im Disneyland verbracht, wir hatten leider nur in der Hotel Rezeption WLAN, und sie wollte nichtmal mehr mit aufs Zimmer kommen nachdem wir im Disneyland waren, sie war sofort in der Rezeption verschwunden wegen dem Internet.. krass sowas, wenn man im Urlaub mit dem Freund mehr Zeit im Internet als mit dem Freund verbringt. Nein wir haben uns nicht deshalb getrennt :D

  • Also ich habe jetzt seit 2 Wochen Daten sammeln lassen aber immer noch keine Ergebnisse ? ^^

  • Letzte Woche habe ich mein Smartphone das erste Mal, seit ich es habe, vergessen mitzunehmen, und ob Ihr's glaubt oder nicht: ich lebe noch! ;)

    Gut, es war schon etwas langweilig in der S-Bahn, aber immerhin hatte ich noch meinen MP3-Player dabei (ja, ich gehöre noch zu der "Sorte", die das Handy nicht zum Musikhören benutzen). Und ob die Bahnen Verspätung hatten oder pünktlich fuhren, wußte man auch erst, wenn man schon am Bahnsteig stand und die Bahn gerade weg war. Ach ja, und einkaufen gehen konnte ich nach Feierabend nicht, weil ja meine Einkaufsliste eine App ist.

    Aber hey, ich habe überlebt!!! ;-)

  • Hauptsächlich als Fernbedienung für den RPI via. Yatse, mittlerweile unabkömmlich. Davon ab, maßgeblich für Whatsapp/Facebook Messanger, als möglichst kürzester und bequemster Kommunikationsweg, wieso auch nicht? Wozu auf umständliche Art 10 Leute anrufen, um sie nach dem Pokerabend am Freitag zu fragen, wenn auch "Pokerabend am Freitag?", ganze 3 Worte, in der entsprechenden Whatsapp-Gruppe das selbe Ziel SEHR viel schneller erreichen? Ansonsten als mobiler Browser, der die ohnehin fixe Surfzeit, die ich vor dem Rechner verbringe, lediglich verlagert.. Spiel werden von mir nicht einmal im Ansatz genutzt..

  • Ich kenne sicherlich einige, bei denen man wirklich von einer Sucht sprechen kann.

    Ich nutze mein Smartphone auch sehr viel am Tag, aber letztlich hat das Smartphone bei mir aber auch sehr viele andere Geräte abgelöst und in einem einzigen gebündelt. Da wären z.B. der Taschenkalender, der MP3 Player, der Taschenrechner, das Navi, teilw. Spielekonsole aber auch Laptop bzw. PC. Von daher ist es für mich nur logisch, dass ich mein Smartphone häufig am Tag nutze

  • Jeder, der hier jeden Tag reinschauen muss, ist als Süchtig zu betrachten!^^

  • Sehr schöner Artikel. Ich glaube ich würde es ohne Smartphone auch nicht mehr lange aushalten. Dabei geht es mir weniger ums telefonieren und simsen, sondern eher um das Internet.

    Halte mich am Wochenende manchmal Stunden in IT-Portalen und Foren auf.^^ Finde es aber nicht verwerflich, schließlich ist es ja nur eine andere Form der Unterhaltung. Manche schauen am Sonntag den ganzen Tag TV und ich lese und kommentierte halt IT-Nachrichten. :) Was nun die sinnvollere Freizeitbeschäftigung ist, darüber lässt sich streiten.

    Süchtig nach Nachrichten zu sein und sich in Diskussionen mit anderen Menschen weiter zu bilden, halte ich jedenfalls nicht für verwerflich - ganz im Gegenteil!

    Jedem das seine! :)

  • Wanns zuviel wird einfach mal ausschalten gruss defab

  • Das Bild ist Hammer

  • Ich hab mein Handy ständig in der Hand, ob ich nun mit Whatsapp beschäftigt bin oder lese. Wenn mein Akku leer geht bekomme ich schlechte Laune und möchte umgehend nach Hause.

  • @ Merlin...fûhrst du hier Selbsgespràche ? Wenn bei dir der Button zu Verfügung steht, dann benutzte ihn doch.So wie hier kann niemand einen Zusammenhang sehen.

  • Ich mach gerade eine 5tägige Smartphonepause, das ist echt mal angenehm, kann ich nur empfehlen =)

  • Bei der Abstimmung waren die meisten sicher nicht ehrlich. Wenn euch eurer Smartphone nicht wichtig genug ist seit ihr aber auch auf der falschen Seite hier. Und lieber mehrmals am Tage mein Note 2 in der Hand als eine Zigarette oder ahnliches. Der Mensch ist grundsätzlich für Suchtverhalden empfänglich. Was das dann genau ist oder ob gut oder schlecht sollte bzw muss jeder selbst entscheiden.

  • ich hoffe, ihr habt nur ein paar cracker zerstampft. :)

  • Damit gebt Ihr freiwillig euer Benutzerverhalten/Daten in fremde Hände..... ich kann nur mit dem Kopf schütteln!

    • Das liegt letztendlich in der Natur der Sache bei jeder Art von Studie so, die irgendwie menschliches Verhalten erfasst. Ich finde den ersten Teil Deines Satzes richtig, und er ist ein guter Grund für Deine persönliche Meinung. Etwas knabbere ich am zweiten, denn er suggeriert ein "meine Meinung ist besser als die der anderen", also einen gewissen Hochmut. Vielleicht lese ich das aber nur hinein, und es ist nicht gemeint. Ich denke alle, die da mitmachen, haben sich bewusst dafür entschieden, dass ihre Nutzungsinformationen im Rahmen der Studie ausgewertet werden, und dass sie den Forschern vertrauen, kein Schindluder mit den erfassten Informationen zu treiben - und damit liegen sie am Ende weder "richtiger" noch "falscher" als Du, sondern einfach nur "anders". Denn irgendwo muss man Bereiche finden, in denen man (fremden) Mitmenschen vertraut - tut man dies nicht, ist ein Zusammenleben mit anderen Menschen in einer Gesellschaft/Gemeinschaft nicht möglich.

  • wo ist das Problem?

  • Anmeldung,wegen zu hohem Andrang zur Zeit nicht möglich :D

  •   38

    Ich bin voll süchtig. Nicht nach den Smartphones an sich sondern einfach um alle zu haben, am liebsten würd ich mit allen Kuscheln und viel liebe machen.

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