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2 Min Lesezeit 74 Kommentare

Stiftung Warentest: WhatsApp-Alternativen sind oft nicht sicherer

Es ist das große Thema seit der Ankündigung der WhatsApp-Übernahme  durch Facebook: Welcher alternative Messenger ist besser, gerade hinsichtlich des Datenschutzes? Viele Namen schwirren seitdem durch das Internet, doch bis auf einen davon, sollten Nutzer alle lieber ganz schnell wieder vergessen, wenn man Stiftung Warentest glaubt.

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© Twin Design/ Shutterstock/hike, joyn, BBM, telegram, threema/AndroidPIT

Fünf Nachrichtendienste wurden insgesamt getestet: WhatsApp, Threema, Telegram, BlackBerry Messenger und Line. Im Fokus waren hier nicht Aspekte wie Funktionalität und Bedienbarkeit oder die Frage, wie breit die Nutzerbasis ist. Mit anderen Worten: In wiefern der Messenger seine Kernkompetenz erfüllt, war nicht die Frage, sondern einzig und allein Datensicherheit.

Sicherheit ist oft nur ein Bauchgefühl

Von den fünf getesteten Apps wurden drei als datenschutztechnisch “sehr kritisch” bewertet, nämlich WhatsApp, Line und BlackBerry Messenger. Das ist vor allem deswegen interessant, weil letzterer bei vielen Nutzern einen offenbar ungerechtfertigten großen Vertrauensvorschuss genießt. In unserer Umfrage “Was wird Eure WhatsApp-Alternative?” nannten sogar 43 Prozent (bald 4.000 Leser) den BBM als ihre künftige Alternative. Darüber sollte man also mal nachdenken. 

Auch Telegram, ein oft genannter Messenger, dessen viel zitierte, vermeintliche Sicherheit erst kürzlich von Testern in Zweifel gezogen wurde, schneidet datenschutztechnisch immer noch als “kritisch” ab. 

Die große Ausnahme

Der einzige Dienst, den Stiftung Warentest zumindest in Puncto Datenschutz als “unkritisch” bezeichnet, ist die schweizer App Threema. Eine Einschränkung gibt es jedoch:

Threema ist keine quell­offene Software. Eine komplette Analyse des Daten­sende­verhaltens ist daher nicht möglich. Die Prüfer können ausschließen, dass die App Nutzer­daten unver­schlüsselt über­trägt. Ob sie manche Daten aber eventuell verschlüsselt kommuniziert, konnten sie nicht zweifels­frei fest­stellen. - Stiftung Warentest

Natürlich lässt sich rein theoretisch bei keinem Messenger eine verdeckte Verbindung zur NSA ausschließen, wie sie Facebook und anderen Diensten gerne unterstellt wird. Auch ist es stets möglich, dass eine dieser Apps aufgekauft wird. Diese Gefahr wächst selbstverständlich, während die Dienste wachsen und damit interessanter werden. Aber für den Moment ist das Urteil von Stiftung Warentest klar: Threema ist, zumindest unter den hier getesteten vier, die aktuell einzige echte WhatsApp-Alternative, wenn Datenschutz die Priorität ist. Allerdings gilt auch das nur eingeschränkt. Die ausführlicheren Testergebnisse könnt Ihr hier nachlesen.

Threema Install on Google Play Telegram Install on Google Play BBM - Free Calls & Messages Install on Google Play LINE: Gratis-Anrufe Install on Google Play WhatsApp Messenger Install on Google Play

Top-Kommentare der Community

  • Andreas70 27.02.2014

    Was hier in Bezug auf Threema irgendwie immer wieder außer acht gelassen wird, möchte ich einfach noch einmal deutlich machen:

    1. Threema verschlüsselt alles von einem Endpunkt zum anderen. D.h. zu keiner Zeit kann jemand beim Auslesen der schweizer Server oder bei der Komminukation selbst die Verschlüsselung umgehen und die Inhalte mitlesen. Einzig der Angriff auf die Endpunkte, also die Endgeräte selbst, kann dazu führen, dass die Kommunikation aus- oder mitgelesen wird.

    2. Die User sind bei Threema anonym. Es gibt keinen Klartext. Threema kennt nur die IP-Adresse des Users, seine eMail-Adresse (wenn optional eingegeben) und einen anonymen Code als User-ID. Das wars!

    3. Die Handy-Nr und die eMail-Adressen der Kontakte werden lediglich als eindeutige Hash übertragen und gespeichert. Aus einem Hash aus z.B. einer Handy-Nr ist es unmöglich, auf die echte Handy-Nr in Klarschrift Rückschlüsse zu machen.

    4. Ein Unternehmen in der Schweiz ist sicher vor dem US Geheimgericht FISA und der NSA. Da aber bei Threema keine persönlichen Daten liegen, würde selbst der Einbruch der NSA auf die schweizer Server zu nichts führen.

    Richtig ist die Kritik, dass der Quellcode nicht offen ist. Damit könnte das Risiko bestehen, dass die App neben den versprochenen Sicherheitsfeature doch persönliche Daten parallel in die Schweiz funkt. Aber auf Grund der Versprechen des Anbieters, wäre das ein sehr großes Risiko, diesen Weg zu wählen. Auch ist es nicht nachvollziehbar, warum ein schweizer Unternehmen das tun sollte.


    Noch zu einem Satz in dem Artikel der zu heftigen Kopfschütteln verleitet:

    "Threema ist, zumindest unter den hier getesteten vier, die aktuell einzige echte WhatsApp-Alternative, wenn Datenschutz die Priorität ist. Allerdings gilt auch das nur eingeschränkt."

    Manchmal ist es wirklich nicht zu fassen, was Medien für eine Schei*e schreiben, wenn einfach ein Blick auf die Homepage des Anbieters schon alles haarklein und für den einfachen User erklärt: https://threema.ch/de/
    Vielleicht beachtet man dann auch noch die FAQ oder stellt eine Support-Anfrage, falls technische Fachfragen nicht direkt auf der Seite beantwortet werden, bevor man solche Aussagen in der Öffentlichkeit verbreitet...

    Einem Spezial-Portal für Android mit "angeblichem" technischen Hintergrund, muss man doch sicher nicht erklären, wie sicher Hash-Daten und P-2-P-Verbindungen mit integrierter Verschlüsselung sind, oder?

  • Mylo Xyloto 27.02.2014

    Kannst du denn es nicht einmal lassen, alle Alternativen zu WA immer "schlechter darstellen zu lassen" als sie eigentlich sind? Ich verfolge jetzt auch schon seit einiger Zeit deine Berichte und in der Tat - offen schreibst du ja nicht, aber gegen WA aber auch nicht.
    Schau dir mal die neutrale Berichterstattung bei Teltarif (http://www.teltarif.de/whatsapp-threema-wechsel-unsicher-studie/news/54625.html) an - das nenne ich neutrale Berichterstattung.
    Richtiger wäre die Überschrift gewesen "Stiftung Warentest: WhatsApp-Alternativen sind oft nicht sicherer - aber immer noch sicherer als WhatsApp!!!"

    @Stephan Serowy,
    Übrigens, allein deine Beiträge zusammen haben meinen Frust gegen WA eher noch gestärkt. Mein WA-Account ist jedenfalls gelöscht, und das ist gut so!!!

  • Willi 27.02.2014

    Ich habe den Artikel fast genau so schön irgendwo anders gelesen und mir so gedacht, dass da was faul ist. Jetzt lese ich den eigentlichen Test der Stiftung Warentest und wundere mich, wie man zu dem Ergebnis kommt.
    Telegram ist zwar nicht die Wunschlösung, aber ein größtenteils quellenoffener Messenger mit End-to-end-Verschlüsselung wird als kritisch eingestuft, weil jemand die Rechte bei der Installation nicht ordentlich durch liest?

    Dazu kommt, dass ihr bei Androidpit nach wie vor sehr unreflektiert mit dem Thema umgeht. Ich verstehe, dass ihr eure eigene Meinung habt und auch dass nicht jede Whatsappalternative plötzlich alles besser macht, aber ich lese in jedem Artikel dazu, dass ihr den Alternativen eigentlich von vorn herein keine Chance gebt.

  • Holger S. 27.02.2014

    Sicher ist, dass nichts sicher ist. Zumindest erscheint Threema nach aktuellem Stand am Sichersten. Das die Plaudergemeinde aber zu geizig ist am Anfang einmalig ca.1,70.- zu zahlen ist auch sicher. Bei WhatsApp zahlt man dann halt jährlich. Aber 1 Jahr ist ja lange hin. Mühsig.
    Nachtrag: Viele kommerziellen Antiviren Programme z.B.: Norton, Kaspersky usw. sind auch nicht quelloffen. Denen vertraut man aber auch blind das sie "sicher" sind.

74 Kommentare

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  • Sip 09.04.2014 Link zum Kommentar

    Nutze Textsecure u bin völlig zufrieden!


  •   5

    Wir haben uns das mal genauer angeschaut. Unserer Meinung nach ist lediglich TextSecure ein Messenger, der Sicherheit tatsächlich auch korrekt und überprüfbar implementiert:

    1. http://www.kuketz-blog.de/textsecure-crypto-held-oder-weiterer-blindgaenger-teil1/
    2. http://www.kuketz-blog.de/textsecure-crypto-messenger-mit-verbesserungspotenzial-teil2/

    Sip


  • Mann kann als WA alternative doch auch noch "My Enigmar" mit dazuzählen!


  • Ja hätte auch gern das Threema, aber ich werde wohl auf Whatsapp sitzen bleiben


  • Und warum redet niemand über Viber als Alternative?


    • > Datenschutz
      >
      > Viber steht wegen seines schlechten Datenschutzes in der Kritik.
      > Viber sammelt Daten in erheblichen Mengen, die bei Weitem
      > über das übliche Maß anderer VoIP-Anbieter hinausgehen
      > (zum Beispiel Skype), und zwar sowohl von Nutzern als auch
      > von Nicht-Nutzern des Dienstes. Viele dieser Daten werden ohne
      > die Zustimmung und ohne das Wissen der jeweils betroffenen
      > Personen gespeichert und verstoßen somit gegen europäisches
      > Datenschutzrecht.
      > Viber hält sich mit Details zu dem Unternehmen sehr bedeckt.
      > Somit ist unklar, wo und gegebenenfalls zu welchem Zweck die
      > erhobenen Daten gespeichert werden beziehungsweise in
      > wessen Hände sie gelangen.
      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Viber


  • Wo Journalismus in der Qualität landen kann war ja ausreichend im Fall Wulf zu sehen.Auch hier ist zu sehen wieviel Entität und Neutralität Personen dieses Berufsstand fähig sind.Da Stephan aber nun seine Einseitigkeit als Fakt erklärt hat sollte man das registrieren und akzeptieren. Es wird hier nur in der Zukunft schwierig werden Artikel einzuordnen in sachlich ,professionellen Journalismus oder als pers.Meinung die zwar inhaltlich auch richtig,wahr sein kann aber nicht muss.


  • @Gelöschter Account;) :
    Hast du schonmal im Internet einen Chatverlauf gesehen??


  • Ich hoffe, das das Thema bald erledigt ist. Ich kann es nicht mehr hören (lesen). Buh WhatsApp, ich gehe wo anders hin blabla. Ich habe mir gestern aus Spaß mal so ziemlich alle Alternativen installiert. Und bei jedem Messenger sind höchstens 3 meiner Kontakte. Also nicht wirklich eine Alternative dabei.Telegram sieht auch noch genau wie WA aus und dieses Threema ist auch unpraktisch, da man jeden Kontakt manuell hinzufügen muss. Sprich, ich muss erst mal jeden Fragen, ob er diese App hat und dann nach seiner ID fragen. Ne danke. Ich bleibe bei WA und wer kein WA mehr hat, muss mir halt ne SMS schicken. Von meinen Kontakten hat auch noch nicht einer WA verlassen, also warum nach einer Alternative umsehen. Die Daten bekommen die Leute auch ohne WA und FB, also was solls?


  • Falls euch so viel am Datenschutz liegt, warum nutzt ihr dann überhaupt Chat Dienste aus Übersee?

    Ihr beschwert euch das eure Daten missbraucht werden könnten und gibt sie deswegen einer weiteren Firma die sich kaum zu Whatsapp unterscheidet? Merkt ihr eigentlich wie schizophren das ist.

    Sollte Joyn nicht eine der wenigen Optionen sein, da dieser z.B. den deutschen Richtlinien entspricht, die deutlich strenger sind als vieles aus dem Ausland.


  • Wer oder was ist Whatsapp?


  • Ich bin auch schon auf Threema. Aber es ziehen zu wenige mit. Leider


  •   18

    Wem etwas mehr Datensicherheit keine 1.60 € wert ist, der sollte gleich bei WhatsApp & Co. bleiben, denn der zahlt nach 4 Wochen auch nicht.

    Zur Sicherheit: Klar haben wir nichts zu verbergen, wenn aber Dein gesamter Chatverlauf für alle einsehbar im Netz steht, dann können scheinbar banale Dinge in Deinem Privatleben die ein oder andere Katastrophe auslösen. Außerdem finden diverse Behörden Deine Text ja doch ganz interessant...


  • Und jetzt noch etwas anderes: Warum legt man so extrem viel Wert auf Sicherheit bei Messenger??
    Sendet ihr etwa vertrauliche Daten mit Messenger??
    Falls ja, solltet ihr Threema benutzen, ja.
    Aber was interessiert es die NSA wann ich mich mit meinem Freund triff?
    Die Daten werden von Computern ausgewertet, nicht von Menschen die darauf aus sind mein Privatleben zu zu durchsuchen.
    Natürlich geht es prinzipiell nicht, das 'fremde Leute' in meinem Handy 'herum schnüffeln. Aber die NSA hat einfach die Mittel dazu, und wird sie wahrscheinlich unser ganzes Leben lang haben. Egal wie sicher die Messenger auch sind.


  • *...Fakt ist: Threema hätte sehr viel mehr Nutzer (und damit Popularität) wenn sie für einen Tag (oder länger) die APP GRATIS ANBIETEN WÜRDEN.


  • @Flash Fan: Ganz einfach: Der Großteil der Nutzer schreckt davor zurück, einmalig 1,60€ zu bezahlen. Bei Gratis-Messengern ist die "Hemmschwelle" niedriger einen Messenger einfach mal aus zu probieren. Im Moment ist Threema auf Platz 1 der kostenpflichtigen Apps im Playstore. Wenn Threema jetzt nur einen kurzen Zeitraum (z.B mit AppDesTages) seine App gratis zur verfügung stellen würde,Hi würden sehr sehr viele Nutzer diese Chance einsehen und Threema herunterladen - nach dem Motto: 'Die gibt's nur heute gratis, die Chance muss ich ergreifen'.
    Die Frage ist nämlich: Wenn WhatsApp (von Anfang an) kosten würde, hätte er dann 450 Mio. Nutzer? Wären 450 Mio. Leute dazu bereit 1,60€ auszugeben?
    Wohl eher Nein, denn Sonst hätte Threema mehr Nutzer als sie tatsächlich haben.
    WhatsApp kostet - das stimmt.
    Aber erst nach einem Jahr.
    Und das ist der Entscheidende Punkt: Ein Großteil der Nutzer sagt sich nämlich: 'mal ausprobieren was WhatsApp denn so kann und wie viele Leute aus meiner Kontakt-Liste es nutzen'.
    Danach haben sie ein Jahr Zeit - Wenn sie Lust haben können sie es nach einem Jahr wieder löschen, sie Zahlen, oder sie umgehen das Zahlen, was aber ein anderes Thema ist.
    Fakt ist: Threema hätte sehr viel mehr Nutzer (und damit Popularität) wenn sie für einen Tag (oder länger) die Ap


  • Stiftung Warentest war noch nie unabhängig und seriös


  • @Flash Fan : Arbeitet WhatsApp umsonst? Arbeitet Line umsonst? Arbeitet Telegram umsonst??? Ich glaube nicht...


    •   18

      @_@ndroidpit_14:
      "Arbeitet WhatsApp umsonst?" - Nein, die nehmen 1 US$ pro Jahr.

      "Arbeitet Line umsonst? Arbeitet Telegram umsonst???" - Sicherlich nicht, dass ist ja genau das Problem, denn wo kommt das Geld dafür her???

      Und jetzt erkläre mir bitte noch einmal warum Threema kostenlos angeboten werden soll..

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