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Spotify beschwert sich über Apple: Die EU-Kommssion ermittelt
Apps 3 Min Lesezeit 3 Kommentare

Spotify beschwert sich über Apple: Die EU-Kommssion ermittelt

Vor ein paar Monaten reichte Spotify eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission ein, weil es dem Streaming-Anbieter nicht gefällt, dass Apple eine 30-prozentige Kürzung der In-App-Käufe vornimmt, wenn Abonnementdienste wie Spotify neue Kunden gewinnen.

Der Musik-Streaming-Gigant behauptet, dass sich Apple einen unfairen Vorteil verschafft. Nun ist die EU bereit, eine formale Wettbewerbsuntersuchung einzuleiten. Laut einem Bericht der Financial Times hat die Regulierungsbehörde der EU die Beschwerde von Spotify für ausreichend befunden, diese Untersuchung zu starten, die in den nächsten Wochen beginnen soll.

Die Beschwerde, die am 13. März vom Gründer und CEO von Spotify, Daniel Ek, veröffentlicht wurde, trug den Titel "Consumers and Innovators Win on a Level Playing Field". In diesem Beitrag sagte Ek, dass Apple verlangt, dass Spotify und andere digitale Dienste eine 30-prozentige "Steuer" auf Einkäufe über das Zahlungssystem von Apple zahlen. "Wenn wir diese Steuer zahlen würden, würde es uns zwingen, den Preis für unsere Premium-Mitgliedschaft künstlich deutlich über den Preis von Apple Music zu erhöhen", schrieb der Spotify-CEO.

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Spotify und Apple Music sind Konkurrenten. / © Getty Images

Ek erklärte auch, dass Unternehmen wie Spotify sich dafür entscheiden können, das Zahlungssystem von Apple nicht zu nutzen, um die Gebühr zu vermeiden, aber dann wendet Apple eine Reihe von technischen und anderweitig beschränkenden Einschränkungen für diese App an, um ihre eigene Alternative zu fördern, etwa durch die Postion bei der Suche im App Store.

Ek schrieb auch, dass Apple routinemäßig Spotify's erlebnisorientierte Upgrades blockiert, einschließlich der Sperrung der Musik-Streaming-App und anderer Wettbewerber von Apple Services wie Siri, HomePod und Apple Watch. "Wir wollen einfach die gleiche Behandlung wie zahlreiche andere Apps im App Store, wie Uber oder Deliveroo, die nicht der Apple-Steuer unterliegen", so Ek.

Was wird als nächstes passieren?

Erst einmal nichts. Die Untersuchung wird wahrscheinlich Jahre dauern, wie die meisten Kämpfe zwischen riesigen Technologieunternehmen dieser Größe, bis sie zu einem Abschluss kommen. Apple darf jedoch mit einer Geldstrafe rechnen. Wie üblich hat die EU die Befugnis, das Unternehmen Cupertino mit einer Geldstrafe von bis zu 10 Prozent seines weltweiten Umsatzes zu belegen. Google hat für seine eigenen Kartellverstöße in Europa Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 8,2 Milliarden Euro (9,3 Milliarden Dollar) erhalten.

Apple könnte natürlich auch sein Verhalten ändern und die Forderungen von Spotify erfüllen, zu denen auch gehört, dass Spotify den gleichen Regeln und Einschränkungen unterliegt wie andere Apps, einschließlich Apple Music.

Was denkt Ihr? Ist die EU zu hart zu den US-Tech-Unternehmen? Oder müssen die Silicon-Valley-Giganten im Zaum gehalten werden?

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3 Kommentare

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  • Die EU sollte lieber etwas schneller arbeiten und analysieren. Schliesslich geht es hier um viel Geld für Spotify auf Dauer. Die Höhe solcher Geldstrafen können ruhig etwas höher ausfallen.


  • Der Markt sollte den Wettbewerb regeln, nicht irgendwelche Strafzahlungen oder andere Repressalien einer Marktmacht.

    Die EU sei zu hart zu US- Technologie- Unternehmen? So lange die Firmen nicht anständig in dem Land Steuern zahlen, wo sie Umsatz generieren, sind die Zügel noch vielvielviel zu locker!


  • Ob zu hart oder nicht: bisher waren immer nur Google und Microsoft wegn so etwas in der Presse obwohl diese genau die gleichen Spielchen betreiben wie Apple oder sogar harmloser agieren. Das vorgehen der EU war mir bisher zu einseitig. Und wenn es das bisher nciht war dann war es die Berichterstattung dazu, was genauso schlimm ist. Also EU: Bitte ganz schnell die gleiche Behandlung für Apple wie für Google, alles Andere ist unfair.

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