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Speicher, Prozessoren, Sensoren: Sagt uns, was drin steckt!

Zuletzt waren Huawei und Samsung mit ungleichen Speicherchips in ihren Smartphones aufgefallen, doch das Thema gab es schon häufiger. Wie genau müssen Hersteller den Kunden mitteilen, was ihre Smartphones können oder nicht? 

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Es war kein riesiger Shitstorm, aber doch ein merkliches Grummeln bei der Fangemeinde: Zuerst Huawei mit dem P10 und P10 Plus, dann Samsung mit dem Galaxy S8 und Galaxy S8+ mussten einräumen, unterschiedlich schnelle Speichermodule zu verwenden. Während der Unterschied zwischen UFS 2.0 und UFS 2.1 in der Praxis nur wenig auffallen wird, ist der Schritt auf den langsamen eMMC-Speicher schon merklich bei manchen Anwendungen. Ärgerlich, wenn man in diesem Detail quasi die Katze im Sack kaufen muss, da der Hersteller keine Angaben machen kann oder will, welche Chips nun tatsächlich wo verkauft werden.

ANDROIDPIT How to speed up your phone 2
Android macht nur mit ordentlich Geschwindigkeit richtig Spaß! / © ANDROIDPIT

Dieses Phänomen kennt man allerdings schon länger. Beim Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge hatte Samsung teils eigene Kamera-Sensoren, teils welche von Sony verbaut. Auch um die Verteilung der Exynos- und Snapdragon-Chips machte Samsung zunächst ein kleines Geheimnis. Die Begründung: Die sind gleich schnell, da ist es doch egal, was der Kunde bekommt. Ähnlich verfährt auch Apple. Im Datenblatt des iPhone werden wichtige Dinge wie die Kapazität des Akkus, Taktfrequenz des Prozessors oder die Größe des Arbeitsspeichers einfach verschwiegen. Apple ist der Meinung, dass das für die Kaufentscheidung unerheblich ist und liefert stattdessen vermeintliche Akkulaufzeiten aus eigen Tests und betont die gute Performance des iPhone.

Wie egal sind die Details der Ausstattung wirklich?

Aber ist es denn tatsächlich egal, was in einem Smartphone steckt, das - gerade bei den Modellen von Apple, Huawei und Samsung - richtig viel Geld kostet? Sollte man denn nicht auswählen können, welche Komponenten das neue Smartphone an Bord hat, um die Leistung richtig beurteilen und sich für das passende Modell entscheiden zu können?

Die Herstellungsprozesse machen das schon vorab unmöglich. Die Smartphone laufen in so hohen Stückzahlen vom Band, dass die Einzelteile von verschiedenen Zulieferern stammen müssen, um den Bedarf decken zu können. Eigentlich ist das ja auch kein Problem: Der Hersteller legt die Standards für ein gewisses Bauteil oder eine Funktion fest und testet die Komponenten, dann könnte dem Kunden am Ende egal sein, welche Name irgendwo auf dem Chip steht.

samsung galaxy s8 teardown
Was steckt genau drin im Samsung Galaxy S8? / © iFixIt.com

Tja, könnte. Ist es mir im Prinzip auch, aber nur dann, wenn die Leistung gleich bleibt. Selbst wenn ich selbst im Alltag kaum merke, ob der Speicher UFS 2.0 oder 2.1 beherrscht: Wenn der Hersteller 2.1 verspricht, muss er das auch liefern. Wenn das nicht sichergestellt werden kann, weil nicht genügend solche Speicherchips auf dem Markt sind, muss das auch so kommuniziert werden: UFS 2.0 als Minimum versprechen, und wer Glück hat, bekommt ein kleines bisschen Leistung oben drauf. Aber die Kennzeichnung einfach dann entfernen, wen Probleme auftauchen? Nicht die feine englische Art.

Opinion by Steffen Herget
Offenheit zahlt sich am Ende immer aus, auch für Smartphone-Hersteller.
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Auch Apples Strategie kann ich nicht nachvollziehen. Klar, mit den Specs eines gut ausgestatteten Android-Smartphones können die Eckdaten von Prozessor, Akku und Speicher nicht mithalten. Doch dank der direkten Verzahnung von Hard- und Software müssen sie das am Ende ja auch gar nicht, die Leistung im Alltag ist ja gut. Trotzdem könnte man mit echten Daten zeigen, wie das iPhone von einer Generation zur nächsten Sprünge nach vorne macht. Außerdem: Die Daten kommen ja alle sowieso ans Licht, wenn das nächste iPhone auf dem Markt und in den Händen der Bastler und Experten ist.

Legt die Karten auf den Tisch!

Also, liebe Hersteller: Karten auf den Tisch, Hosen runter, Butter bei die Fische! Sagt uns doch einfach, wenn es verschiedene Versionen eines Gerätes gibt! Verschweigt uns nicht, wenn ein Smartphone, Tablet oder sonst ein Gerät die versprochenen Eigenschaften nicht immer einhalten kann! Wir finden es sowieso irgendwann heraus, und das fällt dann auf Euch zurück.

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Top-Kommentare der Community

  • Michael K. vor 6 Monaten

    Pacta sunt servanda - Verträge müssen eingehalten werden

    Dieses Rechtsprinzip gilt seit den Tagen des römischen Reichs.
    Wenn ein Gerätehersteller Ausstattungsmerkmale in Werbung und Spezifikationen verspricht, die sein Produkt positiv vom Wettbewerb abheben, und u.a. damit die Preisgestaltungs eines Produkts rechtfertigt, dann kann der Käufer erwarten, dass er auch diese Ausstattungsmerkmale erhält, und keine anderen, insbesondere keine leistungsschwächeren.
    Dabei spielt es keine Rolle, ob die Leistungsverbesserung "spürbar" ist, es reicht, wenn sie messbar ist, z.B. mit einem Benchmark, oder sogar nur theoretisch vorhanden sein müsste.
    Der Käufer kann das beanspruchen, wofür er bezahlt.

    Manchmal liegen die Dinge nicht so eindeutig. Ein Kamerasensor eines anderen Herstellers muss nicht unbedingt schlechter sein. Er kann in einigen seiner Parameter besser, in anderen schlechter sein.
    Wenn beide Sensoren exzellente, aber doch unterschiedliche Bilder machen, kann man dem Hersteller keine "Schlechterleistung" vorwerfen, egal welcher Sensor sich tatsächlich im gekauftem Gerät befindet.

    Manchmal machen Hersteller gar keine Angaben, und behalten dabei größtmögliche Flexibilität. Bessere, aus der Masse herausragende Komponenten kann man dann aber eben auch nicht als Kaufargument bewerben.

    Aber welcher Fall auch vorliegt, fast immer dürfte der Hersteller mit der ganzen gesagten Wahrheit besser bedient sein, als mit Halbwahrheiten, oder verschwiegenen Wahrheiten.
    Kein Kunde kann immer noch besser sein, als ein unzufriedener Kunde.
    Wie der Autor richtig schreibt, die Wahrheit kommt doch ans Licht.
    Techmagazine, Youtuber, Freaks nehmen die Geräte auseinander, fragen mit Systemtools die Eigenschaften ab, oder messen sie einfach aus.

    Fühlen sich Käufer über den Tisch gezogen, oder haben sie ein Gerät erwischt, das nicht ihren Ausstattungswünschen entspricht, dann lassen sie in Foren und sozialen Medien ihrem Unmut Luft. Der Eindruck, der dabei von betroffenen Geräten entsteht, ist oft viel schlechter, als der tatsächliche Nachteil, der dem Besitzer entstanden ist.

    Kann ein Hersteller seine ursprünglich gemachten Versprechungen nicht einhalten, weil ein Speichertyp oder Kamerasensor nicht in entsprechender Stückzahl am Markt eingekauft werden kann, dann kann es immer noch besser sein, unterschiedliche Gerätevarianten zu verkaufen. Wird der Markt gar nicht mehr bedient, sind potentielle Käufer ebenfalls unzufrieden, und der Hersteller verliert Marktanteile und macht Verluste.
    Wenn aber 80% der Käufer tatsächlich nicht wissen, was z.B. der Unterschied zwischen UFS 2.x und eMMC-Speicher ist, oder keine Unterschiede in der Bildqualität von Kamerasensor A zu B sehen, würden diese Käufer ein Gerät, das sie wollen, dann deshalb liegen lassen, weil auf der Packung steht "Ausgestattet mit eMMC-Speicher und Kamerasensor des Herstellers B"? Und selbst wenn, wäre das dann wirklich schlimmer, als wenn sie Wochen später wutentbrannt feststellen, dass sie die "schlechtere Variante" erwischt haben, die vielleicht in bestimmten Benchmarks kaum spürbare 5% langsamer ist, aber in Foren und sozialen Medien schlicht als "lahme Variante" verschrien wird, und dann vom Händler nicht mehr zurückgenommen wird?
    Ist es nicht besser einzugestehen, dass ein Akku zwar relativ klein ist, aufgrund exzellenter Verbrauchswerte und Stromsparfunktionen aber trotzdem für gute Laufzeiten reicht, als später nachzulesen, ein Gerät habe "einen winzigen Akku"?

    Ich gebe also dem Autor recht. Wenn ein Hersteller Geräte mit unterschiedlicher Komponentenbestückung anbieten muss, dann soll er das offen kommunizieren. Schon an der Verpackung, bzw. bei der Bestellung muss für den Kunden klar sein, was genau er bekommt, sofern ihn das interessiert.
    Lassen sich dann bestimmte Varianten wirklich schlechter verkaufen, dann könnte dem der Hersteller mit Preissenkungen für diese Varianten begegnen.
    Und wenn ein Hersteller statt mit Akkukapazitäten mit Laufzeiten wirbt, dann liefert er für viele Käufer sogar die wesentlichere Information. Es schadet aber auch dann nicht, den Kapazitätswert ebenfalls zu nennen.

  • Ingalena vor 6 Monaten

    Wenn ich beim Bäcker ein Sesambrötchen kaufe, will ich kein Mohnbrötchen.
    Beide schmecken, aber die Mohnsamen bleiben hartnäckig in den Zahnzwischenräumen 😉
    Was ich damit sagen will?
    Wenn verschiedene Komponenten verbaut werden, kann es zuerst (!) egal sein und noch nicht mal Einfluss auf die Funktion haben.
    Aber es ist möglich, dass z.B. so ein abweichendes Teil schneller kaputt geht, oder eine höhere Fehlerquote produziert oder später zu Problemen an einigen Apps führt (oder Updates), weil nicht kompatibel...
    Ich finde es also wichtig, dass das verbaut wird, was der Hersteller anpreist.
    (Was die Kaufbereitschaft der iPhone Kunden angeht, ich denke, sie würden sogar ein Handy mit der Technik vom Jahr 2000 kaufen, wenn darauf Apple steht)

63 Kommentare

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  • Warum meinen immer alle das iPhone hätte keine guten technischen Daten und könnte nicht mithalten? Gut das Display mag Auflösungstechnisch nicht toll sein, aber sonst? NVMe Speicher, sehr schneller SoC (der mehr Transistoren in einem Kern benutzt, statt wenige in vielen Kernen), gute Kamera,etc.
    Woher kommt dieser Eindruck immer, alles nur Halbwissen? Nur weil da Dual-Core statt Octa-Core steht? Da steckt nen bischen mehr hinter Leute!
    Nur um einen gewissen Eindruck gar nicht erst zu erwecken: Ich habe nen S8.


  •   19
    Tom vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    An den Autor! Soll das ein Witz sein..Apple hat noch nie gelogen oder was verkauft was am Ende nicht drin is ,so wie z.b bei samsung u co. es kann nicht mithalten, von den daten 😂 Das iPhone 7 überholt das s8 drei mal in jedem Test.


    • Takeda vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Apple will ja auch nie Fehler zugeben, die schieben alles auf dem Kunden. Z. B mit der Antenne, der Nutzer hält das Handy falsch, das war der größte Witz denn ich damals gehört hatte😂


  •   12
    Charly vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Jahrelang hats keinen interessiert was für Speichercontroller verbaut wurde, jetzt schreibt einer darüber und all die Ahnungslosen mach plötzlich dicke Backen !


    • Th K vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Es interessiert auch jetzt noch keinen, außer ein paar Datenfreaks.


    • Takeda vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Das ist nicht ganz richtig, wer schon mal ein Handy hatte mit dem eMMc bug, der schaut schon genauer hin was drin ist.


    • Seoul vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      So sieht es aus. Immer wieder wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben und danach finden wir schon wieder einen neuen *Aufreger*. Uns geht es einfach viel zu gut.


  • Wenn ich beim Bäcker ein Sesambrötchen kaufe, will ich kein Mohnbrötchen.
    Beide schmecken, aber die Mohnsamen bleiben hartnäckig in den Zahnzwischenräumen 😉
    Was ich damit sagen will?
    Wenn verschiedene Komponenten verbaut werden, kann es zuerst (!) egal sein und noch nicht mal Einfluss auf die Funktion haben.
    Aber es ist möglich, dass z.B. so ein abweichendes Teil schneller kaputt geht, oder eine höhere Fehlerquote produziert oder später zu Problemen an einigen Apps führt (oder Updates), weil nicht kompatibel...
    Ich finde es also wichtig, dass das verbaut wird, was der Hersteller anpreist.
    (Was die Kaufbereitschaft der iPhone Kunden angeht, ich denke, sie würden sogar ein Handy mit der Technik vom Jahr 2000 kaufen, wenn darauf Apple steht)


    •   32
      Mogwai vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Wieso der Prozessor ist auf dem Stand der Zeit und im Single Benchmark unschlagbar ,immer noch 😂😂


    • Wer sich ein Mohnbrötchen als Sesambrötchen andrehen lässt sollte den Optiker wechseln. :-D
      Unterschätze die iPhone Käufer nicht. ;-)


    • Aries vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Die Hersteller haben ja nur Brötchen verkauft und nicht dazugeschrieben ob Sesam oder Mohn drauf ist ;)

      Was wirklich verbaut war, haben Tester geschrieben, die irgendwelche (Vorserien?)-Modelle zerlegt haben.

      Wenn die Hersteller jetzt alles haarklein definieren sollen, was sie verbauen, wird es kompliziert und bringt dem normalen Anwender nur Information Overflow. Wie ich schon in einem anderen Beitrag geschrieben habe, könnte der schnellere Speicher die Ausnahme sein, weil ein Zulieferer diesen zum Preis des langsameren geliefert hat, weil er nur diesen zeitnah liefern konnte und lieber auf kurzfristige Mindereinnahmen oder sogar Verluste setzt, als den Weltkonzern als Kunden zu verlieren.


      • Peter vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Die die sich nicht auskennen werden die vielen Informationen sowieso nicht lesen. Trotzdem sollten alle Einzelheiten offen gelegt werden, damit die was sich auskennen auch wissen mit was sie es zu tun haben. Macht das ganze auch transparenter. Bei Lebensmittel istnes schon lange vorgeschrieben das alle Inhaltsstoffe genau aufgelistet werden müssen. Auch hier können viele nichts damit anfangen was zb. E337 ist.


      • Aries vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Dann steht auf der Samsungwebsite, dass es das Samsung Galaxy S10 + edge mit Seicherbausteinen von A und B gibt, Displays von C und D verbaut werden, CPUs von E und F, Mobilfunkmodule von G und H, und Lagesensoren von I und J.

        Ein Kunde steht im Laden und will ein Samsung Galaxy S10+ edge mit der CPU von E, dem Speicher von B, dem Display von C, dem Lagesensor von J und dem Mobulfunkmodul von G. Das ganze bitte brandingfrei un der EU-Version.

        Selbstverständlich darf man davon ausgehen, dass es genau diese Kombination gibt und der Händler wird ganz sicher seinen Bestand nach einem solchen Gerät durchsuchen und wenn er es nicht auf Lager hat, innerhalb zwei Stunden bei seinem Großhändler besorgen können.

        Von welchem Zulieferer die Zutat mit der Kennzeichnung E-605 in Deinem Becher kommt, weißt du beim Joghurt mit spiralförmig drehenden Kulturen auch nicht. Du weißt nur, dass E-605 enthalten ist, genauso wie Du weißt, dass Dein Handy 11und90 GB RAM verbaut hat.


      • Ob ein Smartphonehersteller nun z.B. DDR3-Ram von Hersteller A,B oder C verbaut, ist für den Anwender unerheblich. Die Speicher sind im wesentlichen gleich schnell, aber da der Prozessor bestimmt, wie schnell er parallel schreibt oder liest, und dabei in jedem Fall Timingreserven zum Speichertiming lässt, merkt der Anwender nicht mal mit einem Benchmark einen Unterschied zwischen den DRAM-Herstellern. Anders, wenn einige Geräte DDR4, andere nur DDR3 verbaut haben (unabhängig vom Hersteller des DRAM). DDR4 erlaubt höhere Schreib- und Leseraten, ein geeigneter (DRAM-) Speicherbenchmark würde einen Unterschied sehr wohl anzeigen. Bei Kamerasensoren wäre der Hersteller egal, wenn Hersteller B den Sensor gleich herstellen würde wie Hersteller A, idealerweise in Lizenz. Bei diesen Sensoren haben aber die meisten Hersteller ihre eigene "Rezeptur". Die Sensoren mögen beide exzellente Bilder machen, sie unterscheiden sich in der Regel in einigen Parametern doch (Rauschen, Farbtreue, Kontrast, Quantengewinn... es gibt etliche mögliche Eigenschaften).
        Hier kann es für einen Käufer einen erheblichen Unterschied machen, ob er einen Sensor des Herstellers A oder B erhält, je nachdem, welche Eigenschaften er bevorzugt.
        Ob es einen Unterschied macht, ob Flash-Speicher um bis zum Faktor 3 schneller ist (UFS 2.1 vs. eMMC, sequentielles Lesen, hier bestimmt der Speicher und nicht der Prozessor die Transfergeschwindigkeiten) sollte man eigentlich gar nicht mehr diskutieren müssen. Hier besteht ein geradezu dramatischer Unterschied in der reinen Speicherperformance. Die macht sich aber in erster Linie beim Laden von Apps oder dem Abspeichern z.B. von Fotos bemerkbar, was den Einfluss im Anwendungsbenchmark (mit weiteren Einflussfaktoren) wieder abmildert.

        Ob z.B. der Emulgator in der Milchspeise von Hersteller xy oder yz stammt, ist wiederum unwesentlich. Wichtig für Allergiker ist, ob er enthalten ist oder nicht. Sie sind aber in beiden Fällen chemisch identisch, einem Mindestreinheitsgrad entsprechend, und in der Regel auch nach den gleichen Rezepturen gewonnen worden, was schon durch die Vorgaben der Behörden für solche Chemikalien gegeben ist.

        In der gegenwärtigen Situation könnte ein Smartphonehersteller auf seiner Webseite schreiben:

        "... wegen der gegenwärtigen Situation auf dem Markt für Speicher und Kamerasensoren kann nicht die gleiche Ausstattung aller hergestellten Geräte in Bezug auf Flash-Speicher und Kamerasensoren garantiert werden. Wegen messbarer Unterschiede in der Performance ist auf der Verpackung per Aufkleber ausgezeichnet, welche dieser Komponenten verbaut wurden. Ein Anspruch auf Lieferung einer bestimmten Komponentenkonstellation besteht aber nicht."

        Ob der Händler dann eine bestimmte Konstellation für einen Kunden heraussucht, oder nicht, ist dann ihm überlassen. Wie man auch den anderen Kommentaren entnehmen kann, dürfte es der Mehrzahl der Kunden ohnehin egal sein. Die, bei denen das nicht der Fall ist, verärgert man aber auch nicht unnötig. Sie können entscheiden, ob sie eine lieferbare Konstellation auch dann kaufen, wenn sie nicht den eigenen Wünschen entspricht.


      • Takeda vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Es geht nicht um die Hersteller, es geht um die Technik. Von welchen Hersteller die kommt ist erst mal egal, es sollte nur dastehen ob z.b DDR 3 oder DDR 4 verbaut ist und nicht von wem es kommt.


      • Es geht nicht darum, daß die Hersteller haarklein definieren sollen, sondern darum, daß sie es tun. Also sollte das auch stimmen. Und das ist auch nicht kompliziert.


      • Aries vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Selbstverständlich muss UFS 2.1-Seicher verbaut sein, wenn er in den technischen Daten vom Hersteller spezifiziert ist.

        Huawei hat den Speichertyp jedoch nicht in den technischen Daten spezifiziert. Dass unterschiedlicher Speicher verbaut wurde, haben andere festgestellt. Warum einige Geräte schnellere Bauteile verbaut haben, andere nicht, ist reine Spekulation. Auf keinen Fall ergibt sich für den Käufer ein Anspruch auf den schnelleren Speicher. Es galt schon immer, in den technischen Daten auch das zu lesen, was nicht niedergeschrieben ist. Und der Early Bird zu sein, mag oft von Vorteil sein, selten aber bei technischen Geräten. Dann erfährt man aus Erfahrungs- und Testberichten nämlich auch von Nachteilen.


      • Die deutsche Presseabteilung von Huawei hatte den schnellen Speicher beim P10 für Deutschland angekündigt. Solche Aussagen kann man schon als Versprechen werten. Und Richard Yu, der CEO des Konsumerbereichs sagte ja auch offen, dass UFS-Speicher geplant gewesen sei, wegen der Situation am Speichermarkt aber nicht durchgängig hätte umgesetzt werden können. Und etliche Geräte der schnellen Variante sind wohl auch im Markt aufgetaucht. Nun kann man Huawei natürlich nicht vorwerfen, dass sie Speicher, den sie nicht kaufen können, auch nicht verbauen können.
        Aber hätten sie den Kunden offen kommuniziert, dass sie derzeit nur oder zumindest teilweise nur Geräte mit eMMC-Speicher anbieten können, und bei unterschiedlicher Ausstattung die Geräte z.B. an der Verpackung gekennzeichnet, hätten Kunden wählen können, ob sie notfalls ganz auf den Kauf verzichten, oder sich mit eMMC zufrieden geben. Ein Preisnachlass, Gutschein oder ähnliches für die Käufer dieser Geräte hätte sie mit dem Kompromiss versöhnen können, und dem Hersteller einigen Ärger erspart.

        http://winfuture.de/news,97238.html

        Quelle: winfuture.de

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