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Display-Test 4 Min Lesezeit 55 Kommentare

Ist das 4K-Display von Sony XZ2 Premium wirklich nötig?

Wenn es um Smartphone-Displays geht, scheiden sich die Geister. Dem einen reicht eine FullHD-Auflösung, die anderen wollen mindestens QHD. Sony propagiert mit seinen Premium-Xperia-Smartphones seit einiger Zeit, dass 4K durchaus auch bei einem Smartphone notwendig ist. Im Display-Test zum neuen Sony Xperia XZ2 Premium schauen wir dem 4K-Display auf seine Pixel.

Bei Sony und dessen Premium-Line der Xperia-Smartphones protzt man gerne mit Auflösung und Pixeldichte. In keinem aktuell erhältlichem Smartphone bekommt man ein Display mit einer derartig hohen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln, inklusive einer Pixeldichte von 765 ppi. Nur der Vorgänger, das Xperia XZ Premium, konnte, bedingt durch eine geringere Bildschirmgröße bei gleicher Auflösung, mit einer Pixeldichte von 807 ppi protzen.

In Sachen Auflösung und Pixeldichte ist Sony also der Klassenprimus, aber dem Trend zum 18:9-Format folgt der japanische Smartphone-Hersteller bewusst nicht. Die einhellige Aussage hier ist, dass man Inhalte ohne Einschränkungen auf dem Premium-Gerät darstellen will. Eigentlich logisch, aber auch bei einem 18:9-Displayformat kann man zumindest bei Filmen den Inhalt ohne Einschränkungen betrachten, muss aber dafür seitliche schwarze Balken in Kauf nehmen.

Randloses Display? Nicht beim XZ2 Premium 

Apropos schwarze Balken, die Display-Einfassung des XZ2 Premium ist schon gewaltig, vor allem ober- und unterhalb des Displays. Auch wenn Sony im unteren Bereich den zweiten und nach vorne ausgerichteten Lautsprecher integriert hat, so hat man doch beim XZ2 ohne Premium bewiesen, dass es auch schmaler geht. 

Zurück zu der Auflösung des Displays. Zwar wird geworben, dass es mit 3.840 x 2.160 Pixel auflöst, diese steht aber nicht bei jeder Anwendung zur Verfügung. Zusätzlich unterstützt das Display auch HDR-Content, also Videoinhalte mit hohem Dynamikumfang. Solche Videos kann man sich auf YouTube, Netflix oder auch Amazon Prime Video anschauen, oder man zeichnet diese selbst mit der neuen Dual-Kamera auf. Diesen Teil betrachten wir aber in einen eigenen Artikel. 

Wie schon das XZ2 beherrscht auch das XZ2 Premium noch das Hochkonvertieren von SDR-Inhalten zu HDR-Inhalten via der hauseigenen X-Reality-Technologie. Mit dieser Funktion sollen Kontrast, Farbe und Schärfe von normalen Videoinhalten nahezu auf das Niveau von HDR-Videos hochkonvertiert werden. 

Selbstverständlich haben wir dem Display vom XZ2 Premium mit unserem Messgerät unters Glas geschaut und hier muss man sagen, dass Displays anderer Hersteller, wie zum Beispiel das vom Galaxy Note 9, wesentlich besser kalibriert sind und einen größeren Farbraum abdecken. Unser XZ2 Premium schafft es z.B. nicht den für digitale Filmprojektionen vorgegeben DCI-P3 Farbraum abzudecken.

Technisch brilliant, aber im Alltag kaum Vorteile

Als allgemeiner Bewegtbild-Junkie, lässt man sich gerne diese Technologien anpreisen. Aber was bleibt im Alltag von den wohlklingenden und in den Demos hervorragend aussehenden Technologien übrig? Kaum etwas. Die meiste Zeit verbringt man doch am Smartphone mit Facebook, Twitter, Web-Inhalten und diversen Messenger wie WhatsApp und den zahlreichen Alternativen. Danach kommt Musik gefolgt von Videos via YouTube, Netflix oder Amazon Prime Video. Hier Inhalte zu finden, die in 4K HDR gestreamt werden, ist machbar, aber die Auswahl ist beschränkt. Sicher es wird von Jahr zu Jahr besser, aber mal ehrlich: Wollt Ihr in der U-Bahn bei wechselnden Lichtverhältnissen 4K-HDR-Videos auf einem Display anschauen, das 5,8 Zoll misst? Wenn ja, dann würdet Ihr den Unterschied nicht als Wow-Erlebnis bezeichnen, selbst das auf dem Papier toll klingende HDR-Upscale-Feature kann im Alltag keine Wunder bewirken. 

Fazit: Das Display des XZ2 Premium ist nicht das Highlight

Das Display des Sony Xperia XZ2 Premium ist gut, erfüllt aber in 2018 nicht mehr den Premium-Gedanken. Dabei hat Sony doch bei der eigenen TV-Sparte schon längst gezeigt, wohin die Reise im Premium-Markt geht: OLED. Statt 4K sollte Sony lieber auch bei seinen Premium-Smartphones lieber der Konkurrenz, egal ob aus Südkorea oder China, folgen und ebenfalls OLED-Panels nutzen. Das Know-How ist im Hause Sony vorhanden, es müsste nur auch von Sony Mobile genutzt werden. 

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55 Kommentare

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  • "Ist das 4K-Display von Sony XZ2 Premium wirklich nötig?"
    Stellt sich überhaupt die Frage so?
    Es gibt haufenweise Telefone ohne 4K-Display. Diejenigen, die es nicht wollen, haben eine große Auswahl. Diejenigen, die gerne ein 4K-Display wollen, haben nur diese eine Wahl: Also ja, es ist nötig.

    "... die in 4K HDR gestreamt werden, ist machbar, aber die Auswahl ist beschränkt."
    Beschränkt aber vorhanden. Gäbe es kein Abspielgerät, wären diese Videos für die Katz!


  • Wenn Sony zu geringe Auflösung verbaut wird gemeckert, wenn Sie hohe verbauen auch. Ja was denn nun... Das ist so peinlich! Wir sind mittlerweile da angekommen das es egal ist was Sony bringt.


    • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ich glaube bei Full-HD meckern nur die Leute, die sich einreden, ernsthaft einen Unterschied zu QHD zu sehen ^^
      Würde mir mehr Hersteller wünschen, die statt 1440p eher 1080p verwenden. Vor allem bei OLED hätte ich lieber 1080p RGB statt 1440p mit PenTile ^^


  • Ahoi vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    "Wollt Ihr in der U-Bahn bei wechselnden Lichtverhältnissen 4K-HDR-Videos auf einem Display anschauen, das 5,8 Zoll misst?"

    Auf keinen Fall möchte ich in der U-Bahn fahren. Sehr unangenehmes Verkehrsmittel.


  • Das Interessanteste bei der Auflösung ist doch dann der Effekt bei VR Anwendugen. Da geht ihr leider nicht drauf ein.


    • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Bei AR? Da braucht es keine so hohe Auflösung. Bei VR vielleicht, aber da sind selbst UHD noch zu wenig.


  • Es ist vielleicht nicht nötig, es gibt aber Sachen die sind noch unnötiger.
    Aus meiner persönlichen Sicht sind zum Beispiel das Beschneiden um Features wie SD Karte, Klinkenbuchse und der Trend zu immer schmaleren Display bis zum 19,5:9 Format DIE unnötigsten Dinge überhaupt bei Smartphones.


  • Kurz und knapp:
    Für mich ist die Displayauflösung überdimensioniert


  • A. K.
    • Mod
    vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    So wie ich das verstehe, geht es nicht unbedingt darum, was nötig ist. Es geht vielmehr darum aufzuzeigen, zu was man technisch in der lage ist. Ein 4K Display im Handy ist harmloser als 700 PS im Straßenverkehr (Vergleich von dem, was nötig ist zu dem, was möglich ist)

    Wo sagt Sony, dass es nötig ist?


    • H.E. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ja damit bringst du es auf den Punkt. Von Sony gibt es keine Aussagen das dies nötig ist, Sie zeigen nur was möglich ist und wie das aussehen kann. Aber was passiert hier? Keine weiteren Worte dazu von mir.


  • Vollkommen d'accord, dass extrem hochauflösende Displays bei Geräten mit Bildschirmen im Mini-Format als wenig sinnvoll betrachtet werden. Wenn bspw. schon bei 5 Zoll Full-HD angesagt ist und man das Format skaliert, müsste ein 40-Zoll-Gerät 8xFull-HD-Auflösung haben - wie auch immer der Terminus dafür sein mag. Da aber TV-Geräte und Smartphone unterschiedliche Abstände zum Auge haben, hier ein Rechenbeispiel:
    .
    Beispiel von oben: 5,8 Zoll Display, 16/9-Format und 40cm Abstand zwischen Auge und Gerät. Die Displaybreite im Querformat ist damit 128,4mm. Auf der Netzhaut des Auges (18mm Bildabstand) entsteht ein Bild der Breite von (128,4mm/400mm)*18mm=5,8mm.
    .
    Beispiel TV-Gerät: 40 Zoll Display, 16/9-Format und 2m Abstand zwischen Auge und Gerät. Die Displaybreite wäre hier 885,5mm. Auf der Netzhaut des Auges (18mm Bildabstand) entsteht ein Bild der Breite von (885,5mm/2000mm)*18mm=8mm.
    .
    Da die Abbildung beim TV Gerät größer ist als beim Smartphone, müsste hier die Auflösung viel höher sein als beim Smartphone, um ein gleich scharfes Bild zu erhalten.


    • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Das wäre dann 16K ^^ also 15.360 x 8.640 oder auch 132.7 Megapixel.
      Die Auflösung beim TV müsste aber nicht zwingend größer sein, als beim Smartphone. Es kommt, wie du sagst, auf den Abstand an.

      40cm Abstand zwischen Auge und Smartphone ist zudem aber schon etwas sehr viel. Dafür müsstest du deinen Arm ziemlich weit ausstrecken. Ich denke die meisten halten ihr Smartphone im Abstand von ~25cm, das ergibt nach deiner Rechnung dann eine "sichtbare" Bildbreite von 9.2mm, also mehr, als bei einem 40" Fernseher im Abstand von 2 Metern.


  • Ich war immer Fan von Samsungs Displays. Zuerst beim Note 2, dann 3 und 4, zuletzt S7.

    Ich habe jetzt ein Huawei Mate9 gekauft, weil es von der Grøsse dem Note 4 am æhnlichsten war und mir das kleine S7 nur noch auf die Nerven gegangen ist.

    Bei allen Samsung Geræten habe ich nach einem Arbeitstag schmerzende Augen gehabt und selbst mit Brille wurde es immer schlimmer.

    Seit ich das Mate 9 habe, mit "schlechterem Display", kann ich den ganzen Tag das Geræt nutzen und habe keine schmerzenden Augen. Es ist angenehm aufs Display zu schauen, obwohl nicht so klar und die Pixeldichte nicht an Samsung rankommt.

    Ich fuer meinen Teil habe festgestellt, je klarer ein Display, je høher die ppi, desto schlechter fuer meine Augen.

    Klingt erstmal nicht sehr logisch aber das ist das Fazit was ich daraus ziehe.


    • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Das macht keinen Sinn.
      Das Note 2 hatte nur 267ppi, das Note 3 hatte 386 mit PenTile (also effektiv ~280). Beides weniger, als das Mate9.

      Ich meine, ich will nicht anzweifeln, dass deine Augen mit LCD besser zurecht kommen. Auch wenn ich es mir schwer vorstellen kann, aber sowas soll es ja geben. Aber an der Schärfe der Displays liegt das nicht, sondern wenn dann an der Display-Technologie.
      Was hast du denn auf den Samsung-Geräten für Farbmodi verwendet? Vielleicht waren die starken Kontraste in den oberen Modi zu viel für deine Augen ^^


      • Ich hab bei den Note Geræten nichts verændert an den Display Einstellungen. Beim S7 habe ich nach ein paar Wochen auf auf Stromsparmodus gestellt - dadurch wurde die høchste Aufløsung runtergesetzt.

        Das war Anfangs auch ok aber kurze Zeit spæter wieder Augenschmerzen. Vielleicht weil das S7 so klein ist?

        Ich nutze das Smartphone ekstrem viel. Unter 6 Stunden Dauereinsatz ist nix zu machen.

        Mit dem Mate ist es wie eine Erholung fuer meine Augen.


      • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Wie gesagt, ich zweifle sehr stark daran, dass das an der Auflösung liegt... Es gibt einige Leute, die kommen mit den Farben oder generell der Art der Darstellung bei OLED-Displays nicht klar bzw. denen schmerzen die Augen davon. Das liegt aber nicht an der Bildschärfe.

        Hast du irgendwelche dunklen Themes oder ähnliches benutzt? Sowas kann (anders als die ganzen Behauptungen...) auch unangenehm für die Augen sein, wenn man nur den hellen, kleinen, weißen Text sieht und der Rest dunkel/schwarz ist.


      • In der Tat benutze ich gerne dunkle Hintergruende wegen Stromsparen und weil ich sie optisch schøner finde.

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