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5 Min Lesezeit 17 Kommentare

So sieht die Zukunft der Google-Suche aus

Bei der Google-Suche hat sich in den vergangenen 20 Jahren viel verändert. Jetzt präsentiert das Unternehmen die Zukunft der eigenen Suche und bringt zahlreiche neue Features auf Smartphones und Tablets.

Die Google-Suche ist eine komplexe Struktur aus maschinellem Lernen, Analysen, Algorithmen, Systemen zur Extraktion von Erkenntnissen und vielem mehr. Innerhalb der letzten 20 Jahre ist die Nutzung Suchmaschine für viele Nutzer zum Alltag geworden und Google schraubt natürlich weiter daran, diese zu verbessern. Auf einem kleinen Event in San Francisco hat das Unternehmen jetzt einen Ausblick auf die Zukunft der Suche gegeben.

Google Discover: Neuer Feed mit mehr Infos

Aus dem Google Feed wurde vor einigen Jahren Google Now und wird in Kürze noch mal umbenannt in Google Discover. In dessen Zuge wird es auf der bislang noch recht übersichtliche Google-Webseite auf dem Smartphone in Zukunft etwas voller. Dafür wird der Feed, der derzeit unter "Artikel für mich" auf der mobilen Seite angezeigt wird, in mehr Sektionen unterteilt. 

Hier werden künftig besondere News hervorgehoben sowie Videos und Informationen zu Themen wie Sport, Mobilität oder Smartphones angezeigt, von denen Google denkt, dass sie den Nutzer interessieren könnten. Die Themenbereiche werden mit Titelleisten voneinander getrennt, was für die nötige Übersicht sorgen soll. Zudem können Nutzer ihre Vorlieben direkt über den Feed anpassen.

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So sieht Google Discover auf dem Smartphone aus. / © Google

Als Grundlage für die Neuerung nimmt Google im übrigen die Erkenntnis, dass sich pro Monat mindestens eine von acht Suchanfragen mehrfach wiederholt. Das Feature soll in den kommenden Wochen ausgespielt werden, ist aber zunächst nur in den USA und Spanien verfügbar.

Google-Suche dort aufnehmen, wo Ihr aufgehört habt

In die gleiche Kerbe schlägt ein weiteres neues Feature für die Google-Suche. Dabei erkennt ein Algorithmus, wenn Nutzer bereits nach einem Thema gesucht haben und nun weiter in die gleiche Richtung stöbern. Kehren User zu einem Suchthema zurück, soll künftig eine Karte mit einer Liste von Webseiten über den Ergebnissen erscheinen, die bereits angesurft wurden oder relevant für Folgeanfragen sein dürften.

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Google liefert Euch bei der Suche nach einem Thema euren Verlauf gleich mit. / © Google

Zwar ist es nicht neu, dass Google sich merkt, wonach Ihr bereits gesucht habt, es entfällt aber das mühsame durchforsten des Verlaufs nach bisher besuchten Webseiten. Wie das Unternehmen mitteilt, lässt sich dieses Feature aber auch deaktivieren. 

Dynamische Suchergebnisse: Google ahnt, was Ihr wissen wollt

Doch Google möchte Euch nicht nur vergangene oder aktuelle, sondern auch mögliche zukünftige Suchergebnisse zeigen. Dafür werden spezielle Karten generiert, die erneut oberhalb der Suchergebnisse erscheinen, und Informationen zu Eurem Suchthema aus verschiedenen Blickwinkeln anbieten. Also ein All-in-One-Infopaket mit allem, was Google meint, das Euch dazu interessieren könnte.

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Auf der Suche nach Mops (li) werden andere Karten-Typen generiert, als bei der Suche nach Yorkshire Terriern (re). / © Google

Sucht Ihr zum Beispiel nach Mops, assoziiert Google, dass Ihr nach Merkmalen der Hunderasse oder zum Beispiel Bildern bekannter Schäferhunde (wie der aus Men in Black) sucht. Erfolgt die Suche beispielsweise wiederum in Richtung einer langhaarigen Hunderasse wie dem Yorkshire Terrier, liefert Google Infos zur Fellpflege, da dies oft in dem Zusammenhang gesucht wird. 

Sammlungen: Die neuen Lesezeichen

Ein Hauch von Pinterest gibt es mit den sogenannten Sammlungen. Hiermit bekommen Nutzer künftig die Möglichkeit ihre Suchergebnisse zusammenzufassen, um später darin zu stöbern. Zusätzlich sucht Google nach Mustern in den Sammlungen und schlägt mögliche Seiten vor, die in dem Zusammenhang interessieren könnten.

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Ein neuer Ansatz für unübersichtliche Lesezeichen-Listen. / © Google

Stories: Künstliche Intelligenz erzählt eine Geschichte

Und noch ein Feature, für das Google einen Blick rüber zur Konkurrenz geworfen hat, sind die Stories. Doch anders als bei Snapchat, Instagram und Co. erstellen hier nicht die Nutzer eine kurzlebige Geschichte. Das übernimmt eine künstliche Intelligenz und stellt Geschichten mit Hilfe von Artikeln, Bildern und Videos zu bestimmten Suchthemen zusammen, die anschließend in der Suche erscheinen.

Bislang sieht es nicht so aus, als würden die Stories mit Werbung vermischt, aber das kann sich natürlich noch ändern. Zum Start werden wichtige Momente und Informationen von Stars und Sternchen sowie bekannte Sportlern angezeigt. In ein paar Monaten will Google dann mehr Infos zu dem Feature herausgeben. 

Google integriert Lens in die Bildersuche

Zu guter Letzt schraubt Google noch an der eigenen Bildersuche und verknüpft diese mit Google Lens. Sucht man zum Beispiel nach Kinderzimmer und findet in der Suche ein Bild mit einer Kinderkrippe, die man gerne haben möchte, soll man diese Antippen können, damit Google Lens das entsprechende Modell im Netz findet. Das funktioniert natürlich auch bei anderen Sachen.

Außerdem bekommen Nutzer die Möglichkeit, in Google Lens bestimmte Dinge zu markieren, damit sich der Algorithmus auf die Identifizierung dieses Objektes konzentriert. Neben Möbelstücken soll das auch bei Hunderassen, Sehensürdigkeiten, Kleidung oder Autos funktionieren. Google Lens soll im Laufe der Woche in die Google-Suche integriert werden. 

Das waren die Neuerungen, die Google auf seinem kleinen Event in San Francisco vorgestellt hat. Aber ist das wirklich "The Future of Search"? Welches Feature interessiert Euch am meisten?

Via: TechCrunch Quelle: The Keyword

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17 Kommentare

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  • Ja, dass Suchergebnis bei Google ist viel schlechter geworden. Seit ungefähr einem Jahr (November 2017) hat das schlechte Suchergebniss bei Google angefangen.

    Richtig mies wurde es in den vergangenen Monaten. Google erweckt in der Tat den Eindruck „die bisherigen Webseiten, welche mit gutem Content bislang vorne waren, werden mal so nach hinten „geworfen“- dies in der Hoffnung dass dann mehr Adwords Anzeigen geschaltet werden“. Die sogenannten „Looser-Seiten“ dann mal nach vorne – der Content ist hierbei wohl drittrangig.

    Treu dem Motto, die Webseiten welche vorne waren nach hinten und die hinteren mal nach vorne. Amazon und ebay & Co. sind gute Adwords Kunden – die vergrault man mal nicht einfach so. Jetzt sind einige "viele" mittelständige OnlineShops & Webseiten nicht mehr sichtbar – diese können ja Adwords Anzeigen kaufen (!)

    Zuvor hatte man das Gefühl, dass Suchergebniss ist nach einer gewissen Art von „künstlicher Intelligenz“ dargestellt, da eben der Inhalt/Content der Webseiten im Sinne im Suchergebniss berücksichtigt wurde.

    Heute im Herbst 2018 reicht es wohl aus nur den Titeltag im Algorithmus zu berücksichigen – der hochwertige inhaltliche Content hierzu ist nebensächlich.

    Ich benutze seit neuesten daher die Suchmaschine Bing.com – hier hat man noch das Gefühl eben dass zu finden wonach man sucht. Google setzt da wohl eher auf das Konzept der „buchbaren Adwords-Anzeigen“ - rechnerisch eben.

    Sicherlich, so kann man auch für mobile Medien optimierte Webseiten vorrangig ranken, aber suchen wir denn alle mit dem Smartphone? Hat da nicht ein „zutreffender Content“ eine höhere Gewichtung als die die für mobile Medien optimierte Webseiten? Abgesehen davon, so kann man auf Tablet & Co. die Webseiten größer zoomen, weshalb denn da „für mobile Medien optimierte Webseiten“ vorrangig listen??

    Google.de – dies ist keine Lösung ohne jeglichen Sinn guten Content einfach mal ins Nirvana schicken – und „Bullshit-Seiten“ ohne jeglichen Content betreffend nach vorne setzen, dies mit Kalkül!


  • Egal was ich suche, anscheinend kann man alles kaufen. Will ich aber gar nicht wissen.
    Und Dinge die so ähnlich heißen interessieren mich irgendwie auch nicht.
    Es geht nur ums Geld....


  • Die Googlesuche ist leider im Lauf der Jahre immer schlechter geworden. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich in der zweiten Hälfte der Neunziger Google zum ersten Mal benutzt habe. Das war im Vergleich zu dem, was es damals sonst noch gab eine Offenbarung. Damals war Google die Zukunft. Heute hat man sich verkauft, wer am lautesten schreit oder am besten zahlt, landet die besten Treffer. Auf der Strecke bleibt der Nutzer, der den ganzen Plunder auf den ersten drei Seiten eigentlich gar nicht gesucht hatte. Google täte gut daran, mal auszumisten und sich auf das zu konzentrieren, was sie früher perfekt konnten - suchen.


  • Du weißt garniert was du willst, aber keine Angst Google KI zeigt es dir schon.


    • Tim vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      "Es ist sehr schwierig Produkte von Marketing-Fokusgruppen kreieren zu lassen. Oftmals wissen Menschen nicht, was sie wollen, bis man es ihnen zeigt."
      - Steve Jobs

      ^^


  • Da sind gute Ideen dabei. Schön, dass Google Ihr Herzstück immer wieder verbessert


  • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich hoffe nur, dass die Suche dadurch nicht völlig überladen wird oder zumindest das ein oder andere deaktivierbar ist... ich nutze die Google-Suche um etwas bei Google zu suchen, Dinge wie den Feed nutze ich schlicht nicht und ich brauche auch keinen Schnickschnack wie KI-generierte Geschichten...

    H G


  • Ich weiß immer genau was ich suche.

    Bin auch einer der wenigen, die in der Lage sind einen Gegenstand dezidiert zu beschreiben ohne in sinnloses Geplapper wie
    "ich brauch Aufsätze für son Dings" oder
    "ich such son Teil zum drum machen"
    zu verfallen.

    So musste ich zum Beispiel noch nie in einem Laden mein Handy zücken, um es dem dortigen Personal mit den Worten "ich such so was" vor die Nase zu halten.

    In so fern brauch ich Google nicht, sondern bevorzuge andere Suchmaschinen.

    Fehlte mir noch dass ich jetzt schon vor der Suche alles vorgekaut bekomme.

    H G


  • Aus genannten Gründen nutze ich gern den "Privat"-Modus im Browser.
    Ich finde Google macht sehr gute Arbeit was die Qualität der Ergebnisse betrifft oder auch was sie aus Maps gemacht haben. Aber diese Datensammelwut muss man nicht sonderlich fördern.
    Natürlich fließen auch im Privat-Modus einige Daten an Google. Das ist mir durchaus bewusst. Aber mein persönliches Google-Profil wird dadurch lange nicht so perfekt, wie sich das Google vielleicht wünschen würde. Womit wir wieder bei den neuen "tollen" Features sind.


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Einige? Google liest viel mehr alles mit... es wird dir im Verlauf nicht angezeigt, gespeichert wird das trotzdem alles ^^

      Und ich glaube eher, dass dein Google-Profil perfekter ist, als du es dir vielleicht wünschen würdest :D Google weiß mehr über dich, als du wahrscheinlich denkst ^^


  • Und wieder einmal glaubt Google, dass sie alles wissen. Ich brauche keine Algorithmen die mir sagen was ich vllt wissen möchte obwohl ich noch gar nichts darüber weiß.


  • Da weiß man, warum man hauptsächlich duckduckgo benutzt...


  • Da bin ich echt gespannt, wie das dann am PC dargestellt wird. Aktuell ist das Gute an der Google-Suche, dass die Seite schnell ist und nicht zu überfrachtet. Wenn das nicht mehr der Fall sein sollte, wird sich schnell ein Konkurrenz-Produkt auftun können.
    Ansonsten finde ich die Features zum Teil echt nett. Suchergebnisse zu einem Thema sammeln in einen eigenen "Container" finde ich schon mal echt super. Dafür nutze ich aktuell ein Plugin, da das wirklich etwas ist, das ich zumindest immer wieder benötige. Durch das Plugin bin ich natürlich an einen Browser gebunden und das ist immer doof, wenn man verschiedene Geräte verwendet.

    Was ich sonst noch loslassen will... Algorithmus ist ein verdammt schwieriges Wort... Aber dafür gibt es doch die Rechtschreibkorrektur, um das richtig zu schreiben :-)
    (vorletzter Absatz: "... damit sich der Allgorythmus auf die Identifizierung...")


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Die Google-Suche hat einen Marktanteil (unter den Suchmaschinen) weltweit von fast 92%. Da kommt kein Konkurrenzprodukt... "ich Google das mal eben" hat sich bei der Bevölkerung so etabliert, da wird sich nichts mehr dran ändern, auch wenn Google mal wieder Mist fabriziert.


      • Also ich nutze ab und an auch mal Bing von Microsoft und ich finde diese Suche brauch sich nicht verstecken. Finde ich gut. :) Was ich heutzutage doof finde dass anscheinend niemand mehr was mag, weil er oder sie es selber mag, sondern nur weil alle anderen es gut finden :(


      • Naja... es gab auch eine Zeit vor Google. Damals wurde in meinem Umfeld vor allem Yahoo mit tausend Werbebannern genutzt oder für die Leute, die sich besser auskannten, gab es Metager (glaub ich dass das so hieß). War zwar kompliziert zu bedienen, aber super Ergebnisse und vorallem sehr schlicht ohne Bilder optimal für langsame Modemleitungen.
        Dann kam Google und das erste, was mir auffiel war, dass es kaum Werbung gab, die Seite übersichtlich war und die Ergebnisse gut waren. Das sind alles die Punkte, mit denen Google gepunktet hat und das nicht nur bei mir, so wie ich das sehe.
        Warum sollte es nicht passieren, dass plötzlich eine Konkurrenz da ist, wo vorher keine war? Ja. Die Leute sind heute nicht mehr so flexibel wie früher. Neues wird gerne erst einmal abgelehnt usw. Aber wenn etwas neues kommt, dass die Sachen besser macht, die beim Etablierten stören, dann hat es eine sehr gute Chance. Google war schließlich auch plötzlich da.
        Aktuell sehe ich keine Chance für eine Konkurrenz. Aber wenn die oben genannten Stärken der Google-Suche fallen, gibt es sehr wohl Potential für andere Anbieter. Aber ich denke, das wissen auch die Kollegen bei Google und die werden tunlichst darauf achten, dass sie nicht wieder aus dem Duden gestrichen werden.


    • Auf keinen Fall hab ich das schon davor immer wieder korrigieren müssen. 🤫 Ist aber auch ein doofes Wort. 🙃

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