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Was soll das denn? Smartphones sollen für Fußgänger lebensgefährlich sein? Als ich den Artikel über eine Studie der University of Washington las, fand ich ihn zunächst einfach nur lustig und ziemlich übertrieben. Doch als ich in der Mittagspause beobachtete, wie sich viele meiner Berliner Mitbürger verhalten, fand ich den Text gar nicht mehr so abwegig. Und mal Hand aufs Herz: Seid Ihr nicht auch schon mal mit dem Blick starr aufs Smartphone gerichtet über eine rote Ampel gelatscht?

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Ein Drittel der Fußgänger ist beim Überqueren der Straße durch Smartphones abgelenkt, ist das Ergebnis einer US-Erhebung des Harborview Injury Prevention and Research Centers. Von über 1.000 beobachteten Personen nutzten zehn Prozent ihr Handy zum Musikhören, sieben Prozent zum SMS-Schreiben und sechs Prozent zum Telefonieren.

Unachtsamkeit steigt an

Das bedenkliche Ergebnis: Die SMS-Verfasser ignorieren viermal wahrscheinlicher eine rote Ampel oder schauen nicht in beide Richtungen, bevor sie die Straße überqueren. Zusätzlich brauchen sie im Durchschnitt zwei Sekunden länger zum Passieren. Diejenigen, die von Musik abgelenkt werden, sind zwar schneller beim Überqueren, schauen jedoch seltener nach links und rechts.

"Unachtsamkeit und Ablenkung als Ursache für Unfälle mit Personenschaden werden zunehmend zu einem großen Problem", so Verkehrspsychologin Marion Seidenberger vom ÖAMTC im Interview mit pressetext. "Im ersten Halbjahr waren es in Österreich zum Beispiel rund 33 Prozent. Die Anzahl der Unfälle durch Ablenkung ist seitdem rapide gestiegen und wird in Zukunft zunehmend problematisch."

Alle Verkehrsteilnehmer abgelenkt?

Zu dieser Ursache werden jedoch nicht nur Smartphones als Gefahrenquelle gezählt, sondern unter anderem auch generell Gespräche, das Essen, Rauchen oder das Suchen von Gegenständen im Auto. "Schwieriger wird es, wenn künftig alle Verkehrsteilnehmer abgelenkt sein werden und es nahezu keine Ressourcen gibt, Fehler von anderen im Straßenverkehr auszugleichen", ergänzt die Expertin.

Optischer Kanal beschränkt

Was bei Smartphones als zusätzliche Gefahrenkomponente mitspielt, ist die optische Ablenkung. "Durch den Blick auf den Bildschirm bleibt nur noch der Hörkanal offen. Menschen nehmen Informationen aber zu 90 Prozent über den optischen Kanal auf", erklärt Seidenberger. Verkehrsteilnehmer schalteten beim Display-Ablesen ihr Umfeld nahezu völlig ab, wodurch ihr Verhalten nur noch schlecht planbar sei. "Im Straßenverkehr ist die Planung der Verhaltensabsicht der Teilnehmer aber wichtig", sagt die Fachfrau.

Aus diesem Grund sollten alle Beteiligten beim Nutzen ihrer Mobiltelefone optimalerweise den "Fließverkehr" verlassen. "Smartphones sollten jedoch nicht verteufelt werden. Wichtig ist nur, dass der Mensch damit umzugehen lernt. Auch bestimmte 'Time-Outs' sind wichtig, an denen man nicht ständig erreichbar ist. Da scheitert es aber noch vermehrt an der Selbstdisziplinierung", sagt Seidenberger.

Titelbild: Joachim Kirchner/pixelio.de

Quelle: pressetext

33 Kommentare

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  • Haha, Ingress lässt grüßen xD

  • Du meine Güte. Nein, wenn ich mich im Straßenverkehr bewege, trage ich auch als Fußgänger Verantwortung. Smartphone hin oder her. Wenn man sich das bewusst macht, klappt es auch mit der Aufmerksamkeit... :)

  • 26

    moin
    jede wette das es mehr Frauen als Männer trifft. und warum? ganz einfach weil die Weiber nur noch am chatten sind oder bei Facebook. aus Angst sie könnten ja was verpassen. aber was solls es trifft immer den oder die richtigen

  • Ich bin auch so noch nicht über eine rote Ampel gelatscht. Meine Mutter hat mir eingehämmert immer nach links und rechts zu gucken beim überqueren einer Straße. Deswegen finde ich es auch immer schlimm wenn Leute über Rot gehen und Kinder mit an der Ampel stehen!

  • "Seid Ihr nicht auch schon mal mit dem Blick starr aufs Smartphone gerichtet über eine rote Ampel gelatscht?" Nein, das bin ich nicht. Auch mir ist dabei beim überqueren die Umgebung wichtiger.

  • "Seid Ihr nicht auch schon mal mit dem Blick starr aufs Smartphone gerichtet über eine rote Ampel gelatscht?" - Nein. Ich hänge ziemlich an meinem Leben. Wenn ich was lesen will, sms schreibe oder Ähnliches, bleibe ich an der Seite stehen.

    Die Studie hat bestimmt ihre Berechtigung, allerdings sollte man vielleicht auch erwähnen, dass in der heutigen Zei der Sinnesüberflutung eine 100% Konzentration so ziemlich unmöglich geworden ist. Und wann sind wir Menschen schon mal wirklich auf nur eine Sache konzentriert?

    Und seien wir mal ehrlich: das Leben birgt immer das Risiko des Sterbens ;-)

  • oh ja, und Laternen sind auch ganz böse :D

  • Also bei mir war das auch so als ich noch ein Nokia Handy hatte und jetzt ist es immer noch so, es muss ja nicht gleich ein Smartphone dran schuld sein. Mit dem Nokia 5130 hatte ich das auch so, könnte wunderbar Snake zocken und dabei quer durch die Stadt gehen. Wobei ich jetzt mehr lese als zocken.

  • ich stell mich meist in ne ruhige Ecke und schreib eben fertig...sonst kommt sowas raus wie "ich süd dich gleich an"

  • ja ich ertappe mich auch immer wider :-)

  • Androweed und Fanboy >> geile Kommentare!! :-D *like*

  • 9

    da gibts doch so eine App, die das Display "durchsichtig" macht. extra für Fußgänger :D

  • 11

    lol. und was machen 79 Prozent ?

  • ich muss eh erst die Lesebrille rauskramen,also nie beim "sich bewegen" aufs Handy schauen.Ausserdem soviel Zeit muss wohl sein. Um sicher im Strassenverkehr
    zu sein

  • Über rote Ampeln kann man doch laufen, da halten ja die Autos.

    Beim Straßen überqueren schau ich doch nicht mehr aufs Handy, das ist wirklich gefährlich. In der Fußgängerzone bin ich aber fast schon mal gegen einen Pfosten gelaufen. Es gibt doch auch Apps wo den Bildschirm transparent über das Kamerabild anzeigen kann, das hilft ganz gut.

  • Was ich leiden kann: Mütter/Frauen, die mit Kinderwagen/Einkaufswagen und Handy beschäftigt, alles überrollen, was nicht freiwillig Platz macht. :-(

  • Wenn ich den Bürgersteig langlaufe mach ich das sehr oft, aber wie dämlich muss man denn bitte sein um das bei einer Ampel oder Straße zu machen?

  • aufs*

  • Hand auf Herz: Nein bin ich nicht!

  • Gedanken Abwesenheit können viele Gründe haben. Bei mir ist es definitiv kein Handy. Der tägliche Berufsverkehr macht mir mehr sorgen. Letzten Winter hätte mich das knapp zwei mal das leben Kosten können. Meiner Tochter die viel Musik hört mache ich ab und zu auf diese damit verbundenen gefahren aufmerksam. Bis jetzt ist zum Glück nichts schlimmes passiert. Generell bin ich der Auffassung, dass das Leben, die Jugend immer ein Maß an Gefahr begleitet. Bei mir war es so.

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